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airliners.de

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Geschrieben

 

 Kannst Du das beweisen oder ist das freihändige üble Nachrede?

 

Immer diese Schreierei nach Beweisen, gesunder Menschenverstand reicht völlig. Selbst wenn Du 1000 unfallfreie Fallschirmsprünge hinter Dir hast ist das Risiko beim 1001. kein bisschen geringer als beim ersten.

Geschrieben
Ich bin mir ziemlich sicher, dass mit Wartung, Dokumentation, Ersatzteilen und Personalqualifikationen in der Praxis "aus Kostengründen" viel mehr geschlampt wird als sich die fliegende Öffentlichkeit vorstellen kann. 

 

Was macht Dich denn "ziemlich sicher"?

Geschrieben

Was macht Dich denn "ziemlich sicher"?

 

Das Wissen, wieviel Geld sich durch "kreatives Wirtschaften" hier sparen lässt. Es wäre naiv zu denken, das würde nicht auch versucht. Vilelleicht nicht von allen, aber schwarze Schafe gab es immer und wird es immer geben (anderswo wahrscheinlich mehr als bei uns).

Geschrieben

Also dass fliegen heutzutage unsicherer sein soll als in den gute alten Zeiten, also vor 40 Jahren oder so, ist mal schlichtweg falsch.

Es wird sicherlich extrem gespart und auch oft geschlampt, oft mehr als es sein dürfte, so dass dies durchaus auf Kosten der Sicherheit geht.

Trotzdem ist sehr viel sicherer sich heute in einen Ryanair-Flieger zu setzen, also 1974 in ne perfekt gewarteten Lufthansa-Maschine. Dazu haben sich die Systeme an sich bzw. die grundsätzlichen Anforderungen an die Technik und auch den Betrieb viel zu sehr weiterentwickelt, als dass dies mit noch so guter Wartung bei den Bedingungen von vor 40 Jahren auszugleichen möglich wäre.

 

Und es mag zwar grundsätzlich stimmen, dass die Abwesenheit von Unfällen nicht bedeutet, dass die Sicherheitsstandards hoch sind, v.a. wenn wie in der Luftfahrt einzelne Ereignisse die Statistiken völlig verändern. Man nehme hier als Beispiel Qantas, die in jüngster Zeit mit großen Sicherheitsproblemen zu kämpfen hatten, aber dennoch als einzige große internationale Fluglinie noch keinen Unfall mit Toten in ihrer Statistik stehen haben.

Dennoch sind die Billigflieger schon lange genug am Markt und führen auch sehr viele Flüge durch, dass man die Anzahl der Unfälle zumindest als Indiz eine gewisse Aussagekraft geben kann (mit den Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung lassen sich ja auch Aussagen über die Verlässlichkeit solcher Zahlen treffen).

Geschrieben

Also dass fliegen heutzutage unsicherer sein soll als in den gute alten Zeiten, also vor 40 Jahren oder so, ist mal schlichtweg falsch.

 

Das hat so auch niemand hier behauptet. Die 40 Jahre sind von mir nur ins Spiel gebracht worden, weil es damals die "heile Welt" in der Luftfahrt gab; das hatte nichts mit dem Thema Unsicherheit oder Sicherheit zu tun.

Geschrieben

@aaspere: Ich habe das Buch ja selber gelesen und diese "Maetzchen" wie du die bezeichnest, wurden doch von niemand außer von MOL verbreitet. Oder gab es von irgendeiner anderen Airline solche Meldungen? Auch andere im Buch besvhriebene Situationen passen zu Ryanair wie die Faust aufs Auge.

Geschrieben

dass man die Anzahl der Unfälle zumindest als Indiz eine gewisse Aussagekraft geben kann (mit den Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung lassen sich ja auch Aussagen über die Verlässlichkeit solcher Zahlen treffen).

 

Und zwar, machen wir uns nichts vor, sowohl in die eine wie die andere Richtung, je nachdem welches Aussageziel man verfolgt: entweder man argumentiert "es sind so und so viele Flüge ohne Zwischenfall über die Bühne gegangen, da wird dieser eine wohl auch noch gut gehen" oder aber "die haben jetzt so viele Flüge unfallfrei absolviert, dass sie eigentlich schon längst einmal überfällig sind".

Geschrieben

Wenn die größte innereuropäische Linienairline ordentlich, pünktlich und unfallfrei fliegt, eine neue Flotte hat und keinen fachlichen Ärger mit den Luftfahrtbehörden kann man durchaus mit einiger Sicherheit von einem grundsätzlich sicheren Flugbetrieb ausgehen.

Irgendwelche düsteren Verdächtigungen bleiben dagegen "nur so ein Gefühl", wenn man es nicht belegen will oder kann.

 

Dass einem vielleicht das FR-Geschäftsmodell nicht passt, ist eine andere Debatte. Das sollte man aber nicht vermischen.

Geschrieben

@aaspere: Ich habe das Buch ja selber gelesen und diese "Maetzchen" wie du die bezeichnest, wurden doch von niemand außer von MOL verbreitet. Oder gab es von irgendeiner anderen Airline solche Meldungen? Auch andere im Buch besvhriebene Situationen passen zu Ryanair wie die Faust aufs Auge.

 

Nichts anderes habe ich geschrieben. Nur haben eben die Mätzchen von MOL überhaupt nix mit dem Thema Sicherheit im Flugverkehr zu tun. Die Autorin möchte uns nur mit den gleichen Methoden (siehe den Titel), wie sie MOL zu Eigen sind, suggerieren, Ryanair sei eine unsichere Airline, und da liegt sie definitiv falsch. Ich hab ja nichts dagegen, wenn jemand eine persönliche Abrechnung mit seinem AG machen will, nur ist das hier "ein untauglicher Versuch mit untauglichen Mitteln am untauglichen Objekt", wie die Juristen sagen, und das ist straffrei. Also soll sie doch ihre Tantiemen genießen; ich genieße dafür die Kursentwicklung der FR-Shares.

Geschrieben

Immer diese Schreierei nach Beweisen, gesunder Menschenverstand reicht völlig. Selbst wenn Du 1000 unfallfreie Fallschirmsprünge hinter Dir hast ist das Risiko beim 1001. kein bisschen geringer als beim ersten.

 

Ist das Trollerei oder wirklich ein ernstgemeinstes Argument?

 

Das Unfallrisiko ist beim ersten Fallschirmsprung (muss ich wirklich die Leine ziehen, wie bereite ich mich auf die Landung vor, wie winkle ich die Beine an, damit ich mir nichts breche, ....) erheblich höher als bei 1000. Sprung, bei dem ich dann schon auch "endlos" viel Erfahrung, Umgang in kritischen Situationen etc. zurückgreifen kann.

 

Routine, Standardisierung und Erfahrung erhöhen die Sicherheit. Das ist der Hauptgrund, warum in der Fliegerei alles standardisiert ist.

 

Gerade die hohe Standardisierung von Abläufen bringt einen enormen Sicherheitsgewinn, weil diese Abläufe nicht nur trainiert sind, sondern im Unterbewusstsein abgespeichert sind und in Stresssituation mehr mentale Kapazität für ungewohnte Anforderungen vorhanden sind. Und das gilt nicht nur für das Piloting sondern auch für Wartungsabläufe und das Management. Wenn ich jahrelang mit hunderten Maschinen jongliere, bekomme ich alleine durch die Erfahrung damit Sicherheit rein.

Geschrieben

die hohe Standardisierung von Abläufen bringt einen enormen Sicherheitsgewinn

 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich Dein subjektives Sicherheitsempfinden reduziere: wenn Du nach dem oben zitierten 1000. Sprung einen anders zu packenden Fallschirm bekommst und machst dabei einen verhängnisvollen Fehler hilft die vorher in Sachen Sprungtechnik gewonnene Erfahrung Null und gar nicht weiter. Was ich damit sagen will: die Zahl der Fehlereinflussmöglichkeiten ist in der Realität immer grösser, als das was durch "Erfahrung" gewonnen wird. Für die Luftfahrt bedeutet dies, dass Du im optimalen Fall durch striktes Einhalten von Abläufen das Risiko zwar in etwa auf demselben Niveau halten, aber aufgrund von stärker werdendem Kosten- und Zeitdruck, dichter werdendem Luftverkehr, unvermeidlicher Personalrotation o.ä. unterm Strich praktisch nicht absenken kannst.

Um die Frage oben zu beantworten: ernstgemeinstes Argument, ob es verstanden wird ist eine andere Angelegenheit.

Geschrieben
Für die Luftfahrt bedeutet dies, dass Du im optimalen Fall durch striktes Einhalten von Abläufen das Risiko zwar in etwa auf demselben Niveau halten, aber aufgrund von stärker werdendem Kosten- und Zeitdruck, dichter werdendem Luftverkehr, unvermeidlicher Personalrotation o.ä. unterm Strich praktisch nicht absenken kannst.

 

 

Klar kann man das, das spiegelt sich auch in den Zahlen für Flugzeug- aber auch PKW-Unfälle wider.

Geschrieben

Also diese merkwürdigen Thesen zum Thema Risiko überzeugen mich auch nicht. Natürlich springt ein erfahrener Springer sicherer als ein blutiger Anfänger. Was soll diese Debatte jetzt und hier? Hat mit FR nichts zu tun.

Geschrieben (bearbeitet)

Fakt ist doch, dass Ryanair seine Pilotencrews 4x im Jahr in den Sim checkt, was mehr ist als das gesetzl. Minimum. Des Weiteren wird die Wartung durch die EU / IATA kontrolliert - und bestimmt bei Ryanair sogar mal häufiger als woanders, durch eben jenes Misstrauen. Unterstützt wird dies daher, da nie was passiert ist, also scheint dies echt zu geschehen. Daher sehe ich Ryanair als sehr sicher an, ggf. sogar sicherer als so manchen westeurop. Line Carrier...

 

Außerdem kann sich Ryanair überhaupt keinen Unfall leisten, da dort alle Kunden viel schneller das Vertrauen verlieren als bspw bei AF

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
Daher sehe ich Ryanair als sehr sicher an, ggf. sogar sicherer als so manchen westeurop. Line Carrier...

Das ist ein sehr interessanter Punkt. Ganz im Gegensatz zur Mainstream-Meinung halte ich Ryanair auch für "etwas sicherer" als die Netzwerk-Fluglinien aus drei Gründen: Völlig einheitliche Flotte, radikale Routine in den Abläufen und Anfliegen meist kleinerer, trotzdem technisch teilweise sehr gut ausgestatteter Flughäfen mit geringerem Traffic (z.B. Hahn).

Geschrieben

Also diese merkwürdigen Thesen zum Thema Risiko überzeugen mich auch nicht. Natürlich springt ein erfahrener Springer sicherer als ein blutiger Anfänger. Was soll diese Debatte jetzt und hier? Hat mit FR nichts zu tun.

 

Ryanair fängt halt jetzt an sich in Deutschland richtig breit zu machen, auch auf Airports die für die LH interessant sind....da muss man halt nochmal in diese Kiste greifen...

Geschrieben

Germanwings ist aus meiner Sicht eh ein Zwischenkonstkt, weil man sich gescheut hat, die dezentralen Basen gleich Richtung LCC zu entwickeln.

 

Aber mit dem derzeitigen Piltentrreik könnte es durchaus sein das man Germanwings in einer grösseren Eurowings integriert, natürlich ohneKTV  der Piloten.

Geschrieben

Wenn FR auch ex D Langstrecke fliegen will, dann kommt nur ein zentral gelegener, gut (per Strasse und Bahn) erreichbarer Airport in Frage, der möglichst gut für diesen Verkehr ausgerüstet ist und genügend freie Kapazitäten hat.

Da kommen m.E. nur HAJ oder CGN in Frage. Mal sehen, was passiert.

Geschrieben

Wenn FR auch ex D Langstrecke fliegen will, dann kommt nur ein zentral gelegener, gut (per Strasse und Bahn) erreichbarer Airport in Frage, der möglichst gut für diesen Verkehr ausgerüstet ist und genügend freie Kapazitäten hat.

Da kommen m.E. nur HAJ oder CGN in Frage. Mal sehen, was passiert.

Nach diesen Kriterien ebenfalls FRA, denn sobald der koordinierte Eckwert etwas mehr an die technische Kapazität angepasst wird, sind Slots dort kein Problem. Des weiteren ebenso DUS, LEJ oder STR.

Geschrieben

Nach diesen Kriterien ebenfalls FRA, denn sobald der koordinierte Eckwert etwas mehr an die technische Kapazität angepasst wird, sind Slots dort kein Problem. Des weiteren ebenso DUS, LEJ oder STR.

 

FRA ist aber wie CDG und LHR als einziger Airport von der Bedienung FR in D ausgeschlossen. Dies gilt auch für Langstrecken.

Sollte Memmingen ins Gras beisen, wird automatisch MUC FR-Ziel, obwohl mir dieser Gedanke nicht gefällt.

Geschrieben

FRA ist aber wie CDG und LHR als einziger Airport von der Bedienung FR in D ausgeschlossen. Dies gilt auch für Langstrecken.

Wieso? Bloß weil MOL, der bekanntlich viel erzählt (Toilettengebühren etc.), wenn der Tag lang ist, das mal gesagt hat? Sobald der koordinierte Eckwert für FRA sich mal langsam der technichen machbarkeit nähert, sind Slots dort keine Mangelware.Und einen 25 Minuten Turn Around muss man im Interkontverkehr auch nicht hinkriegen.

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