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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb oldblueeyes:

 

Die Logik ist eine andere.

 

Vertrag wurde gekündigt. In den kommenden Wochen wird Cityline insolvent und alle Diskussionen werden einen gesetzlichen Rahmen haben. Dabei gelten einige Eckpunkte:

- es gilt die Leistungsfähigkeit der Tochtergesellschaft

- Sozialplan ist gekappt auf max 2,5 Monatsgehälter pro Arbeitnehmer und 1/3 der Insolvenzmasse, die sehr gering sein dürfte (Büroaustattung usw)

 

Damit gibt es so gut wie nichts mehr zu verhandeln bezgl. Sozialplan. Ich weiss nicht was man seitens der Gewerkschaften gefordert hat, aber jetzt gibt es klare Vorgaben.

 

In der Konsequenz bleibt als einzige Verhandlungsmasse die Wechselkonditionen zu City - vielleicht ein Signing Bonus, Senioritätsübertragung, Fast Track Optionen für die linke Seite usw. Die Ironie der Sache ist das jetzt UFO und VC für ihre Mitglieder etwas rausholen sollten, damit sie bei Verdi landen.

 Wo siehst du denn da jetzt noch Verhandlungsmasse? Welche trümpfe haben die Gewerkschaften in der Hand, jetzt noch solche Goodies rauszuholen? Der Zug ist mMn mit dem heutigen Tag abgefahren. Jetzt gibts das gesetzlich Geforderte.

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Lucky Luke:

Die Prügelei wird fortgesetzt bis die Moral sich verbessert.

Man kann wohl davon ausgehen, dass es bei Lufthansa in Zukunft endgültig keine Mitarbeiter mehr geben wird, die sich mit der Firma identifizieren.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Followthesun:

 Wo siehst du denn da jetzt noch Verhandlungsmasse? Welche trümpfe haben die Gewerkschaften in der Hand, jetzt noch solche Goodies rauszuholen? Der Zug ist mMn mit dem heutigen Tag abgefahren. Jetzt gibts das gesetzlich Geforderte.

Ich denke, die Piloten haben immer noch Hebel. 
Was immer geht und unschön ist:

1. Dienst nach absoluter Vorschrift, nicht mehr (Überschreitungen Dienstzeit, Ruhepausen), alles gesetzlich geregelt, aber es gibt immer einen Graubereich

2. Die Verträge in Sachen Crew Hotel etc. Permanent absichern. Mit Zollstock durchs Crewhotel, Crewtransport (verstellbare Lehne etc). Wenn nicht eingehalten, krank. 

2. ad-hoc krank, wegen Überlastung etc. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Jochen Hansen:

1. Dienst nach absoluter Vorschrift, nicht mehr (Überschreitungen Dienstzeit, Ruhepausen), alles gesetzlich geregelt, aber es gibt immer einen Graubereich

Lustige Annahme von dir, dass Lufthansa-Kapitäne nicht bereits jetzt schon Kapitänsentscheide kategorisch ausschließen würden, solange es nicht um das Go-Home-Leg am letzten Tag einer Kette geht.

Geschrieben

Es gibt durchaus Mitarbeiter bei der LH, die auch einen Blick für die Marktsituation haben und deswegen nicht mit dem Zollstock durch das Crewhotel gehen werden. Und vermutlich sind das nicht einmal wenige. Und eventuell machen die auch Druck auf die VC, es nicht noch weiter zu eskalieren. Auch bei Tarifstreitigkeiten sollten beide Seiten irgendwann aus ihren Schützengräben wieder rauskommen.

 

Und es wird durchaus auch noch Piloten geben, die merken, dass die Arbeitsplatzalternativen auch nicht alle rosig sind.

Sandkiste Emirates, Etihad und Co - als Alternative weggebrochen

Europas größte Kontinentalairline Ryanair - Freiwillige zum Wechsel immer noch gesucht.

Die Konkurrenz mit dem Andenvogel auf dem Heck - kurz mal in die Bilanz geschaut und dann doch lieber beim sicheren Kranich geblieben.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb 101er:

Klar ist aber auch, dass Wechsel zu Discover oder City Airlines möglich sind und das dort bei Wachstum Personalbedarf bestehen wird.

Da stellt sich nur auch die Frage wie sicher sind diese Arbeitsplätze und zu welchen Konditionen werden sie wenn angeboten?

 

vor 4 Stunden schrieb 101er:

Das ist insbesondere mit Blick auf die Kolleginnen und Kollegen von Lufthansa CityLine ein schmerzhafter Schritt. Umso wichtiger ist es nun, Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten im Konzern zu finden.

Dieses Angebot gibt es seit das Lufthansa CityLine Ende bekannt ist, nur wurde dieses bis jetzt kaum angenommen. Warum kann man sich wohl denken!

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Jochen Hansen:

Ich denke, die Piloten haben immer noch Hebel. 
Was immer geht und unschön ist:

1. Dienst nach absoluter Vorschrift, nicht mehr (Überschreitungen Dienstzeit, Ruhepausen), alles gesetzlich geregelt, aber es gibt immer einen Graubereich

2. Die Verträge in Sachen Crew Hotel etc. Permanent absichern. Mit Zollstock durchs Crewhotel, Crewtransport (verstellbare Lehne etc). Wenn nicht eingehalten, krank. 

2. ad-hoc krank, wegen Überlastung etc. 

 

Die Piloten der Cityline werden nicht mehr fliegen

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Jochen Hansen:

Ich denke, die Piloten haben immer noch Hebel. 
Was immer geht und unschön ist:

1. Dienst nach absoluter Vorschrift, nicht mehr (Überschreitungen Dienstzeit, Ruhepausen), alles gesetzlich geregelt, aber es gibt immer einen Graubereich

2. Die Verträge in Sachen Crew Hotel etc. Permanent absichern. Mit Zollstock durchs Crewhotel, Crewtransport (verstellbare Lehne etc). Wenn nicht eingehalten, krank. 

2. ad-hoc krank, wegen Überlastung etc. 

 

Die Cityliner sind freigestellt. LH.Crews können nicht für Cityline streiken.

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb Followthesun:

 Wo siehst du denn da jetzt noch Verhandlungsmasse? Welche trümpfe haben die Gewerkschaften in der Hand, jetzt noch solche Goodies rauszuholen? Der Zug ist mMn mit dem heutigen Tag abgefahren. Jetzt gibts das gesetzlich Geforderte.

 

Wie ich schrieb, das Narrativ hat sich geändert.

 

Auch die LH wird ein Interesse haben City zu bereedern, aber jetzt sitzt man am wesentluch längeren Hebel.

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Lucky Luke:

Lustige Annahme von dir, dass Lufthansa-Kapitäne nicht bereits jetzt schon Kapitänsentscheide kategorisch ausschließen würden, solange es nicht um das Go-Home-Leg am letzten Tag einer Kette geht.


Glaub mir da geht noch mehr ;-) 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb schneekiller:

Da kann man im LH-Konzern ja jetzt froh sein, dass Condor sein eigenes Zubringernetz nach FRA aufgebaut hat

Ich würd tatsächlich gerne wissen, wie viel Prozent der Pax in der DE-Domestic-Ops in den letzten Tagen shuttelnde 4Y-Crews waren.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb BWE320:

Hieß es nicht gerade noch Lufthansa sei 100 Jahre beispiellose Erfolgsgeschichte?

Oder sind 100 Jahre dann auch mal genug?

Na die Erfolgsgeschichte geht jetzt erst richtig los ohne die viel zu teuer produzierende Cityline

Geschrieben

Lufthansa wird ihre Erfolgsgeschichte durch die vorgezogene Strategieanpassung in der gewohnt hohen Qualität fortsetzen und zu neuen, beispiellosen Höhenflügen ansetzen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb 757:

Na die Erfolgsgeschichte geht jetzt erst richtig los ohne die viel zu teuer produzierende Cityline

Sicher, insbesondere mit einer defizitären Main-Line, die gerade auch noch täglich das Defizit erhöht! Da frag ich mich was das von beiden das Konzernergebnis mehr belastet?

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb GRZ:

Lufthansa wird ihre Erfolgsgeschichte durch die vorgezogene Strategieanpassung in der gewohnt hohen Qualität fortsetzen und zu neuen, beispiellosen Höhenflügen ansetzen.

 

Ziemlich viele streichen derzeit...

 

 

Geschrieben

Ich weiß. Da kommt noch einiges auf uns zu. 

Mein Posting war eher ironisch auf den perfektionierten Lufthansa-Marketingsprech bezogen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb Jochen Hansen:

LH wird dann die nächsten AOC's gründen und so geht das Spielchen munter weiter...

Gibt es dahingehend keinen Ausweg?

Klar, den gibt es. Das Lufthansa-Management muss die Entscheidung treffen, dass diese Art von Personalpolitik nicht zielführend ist. Oder es geht schief und Lufthansa läuft in die Insolvenz.

 

vor 7 Stunden schrieb d@ni!3l:

Dann fliegen halt 2x 320 statt 4x CRJ

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

 

Längere Wartezeit auf den nächsten Flug > unattraktiver Option für Zeitsensitive Passagiere (Wird weniger, aber gibt es noch)

Verdoppelte Umsteigezeit > schlechtere Positionierung in den Buchungssystemen. 

Größere Flugzeuge fliegt man mit höherer Auslastung um den Stückkosten-Vorteil zu realisieren. Bedeutet bei Störungen aber auch weniger Reservekapazitäten haben oder teuer die Ersatzleistungen einzukaufen.

...

Das weiß Lufthansa alles, und vielleicht hat man jetzt mal ein paar Monate Ruhe vor den Wettbewerbern aus dem Mittleren Osten und wieder "normale" Treibstoffkosten. Und/Oder es gibt in Europa echte Marktaustritte (Insolvenzen, keine Übernahmen) um Kapazitätsverknappung zu realisieren.

 

Aber wenn man die Zeit für die asoziale Personalpolitik verstreichen lässt. weiß ich nicht, ob es gut geht. 

 

vor 7 Stunden schrieb Emanuel Franceso:

Dann fällt halt die Anbindung an ein Drehkreuz weg und es werden nur noch 1 oder 2 Drehkreuze angeflogen.

Das Risiko kann man eingehen, wenn es ein Drehkreuz gibt, von dem jedes Ziel einmal angeflogen wird. Aber da man mit den Hubs ähnlich verfährt, wie mit den Flugbetrieben, bin ich mir nicht sicher ob es funktioniert.

  

vor 3 Stunden schrieb oldblueeyes:

In den kommenden Wochen wird Cityline insolvent

Vorausgesetzt es gibt keinen Geschäftsführung- und Beherrschungsvertrag. 

 

 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

Viel mehr ins Gewicht fällt momentan, dass LH als unzuverlässig wahrgenommen wird. Die letzten Streikwellen wurden noch hingenommen, aber mit der Neuen fragen sich natürlich die zahlungskräftigen Kunden, warum sie das in ihren Konzernen mit dem Personal hinbekommen und der LH-Konzern nicht und immer wieder aus diesem Grund Flüge gestrichen. Im Buisnessbereich wird das dann schnell zum no go und das trifft LH dann im tiefen Mark.

Geschrieben
17 minutes ago, OliverWendellHolmesJr said:

Klar, den gibt es. Das Lufthansa-Management muss die Entscheidung treffen, dass diese Art von Personalpolitik nicht zielführend ist. Oder es geht schief und Lufthansa läuft in die Insolvenz.

 

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

 

Längere Wartezeit auf den nächsten Flug > unattraktiver Option für Zeitsensitive Passagiere (Wird weniger, aber gibt es noch)

Verdoppelte Umsteigezeit > schlechtere Positionierung in den Buchungssystemen. 

Größere Flugzeuge fliegt man mit höherer Auslastung um den Stückkosten-Vorteil zu realisieren. Bedeutet bei Störungen aber auch weniger Reservekapazitäten haben oder teuer die Ersatzleistungen einzukaufen.

...

Das weiß Lufthansa alles, und vielleicht hat man jetzt mal ein paar Monate Ruhe vor den Wettbewerbern aus dem Mittleren Osten und wieder "normale" Treibstoffkosten. Und/Oder es gibt in Europa echte Marktaustritte (Insolvenzen, keine Übernahmen) um Kapazitätsverknappung zu realisieren.

 

Aber wenn man die Zeit für die asoziale Personalpolitik verstreichen lässt. weiß ich nicht, ob es gut geht. 

 

Das Risiko kann man eingehen, wenn es ein Drehkreuz gibt, von dem jedes Ziel einmal angeflogen wird. Aber da man mit den Hubs ähnlich verfährt, wie mit den Flugbetrieben, bin ich mir nicht sicher ob es funktioniert.

 

 

 

 

Natürlich ist es nicht trivial für uns schon gar nicht. Für die beiden Seiten in diesem Konflikt auch nicht.

Es geht ja hier nicht um Tarifpolitik sondern um Konzernpolitik. Ja, die Lufthansa Personalpolitik mag Asozial sein, und dann braucht es Gewerkscahften die dagegen ankämpfen. Aber halt unerfüllbare Forderungen zu stellen um sich als VC und UFO die Macht nicht an Verdi verlieren.... Kann man machen, muss man nicht. Die Lufthansa möchte aber die Macht dieser Gewerkschaften mindern. In diesem Kampf steht es wohl jetzt so ca. 1-1. Hier wurde ja schon die vermutung aufgestellt, dass bis heute 18:00 ein unbefristeter Streik angekündigt wird. Ist bisher noch nicht geschehen. Vielleicht überlegen sich die Gewerkschaften auch was für Hebel sie noch haben, nachdem ihre Machtspielchen heute 2200 Jobs gekillt haben. Und die asoziale Politik von Lufthansa ist sicher auch der aggressiven Strategie dieser Spartengewerkscahften geschuldet. Ob es dann mit Verdi besser wird wird zu sehen sein, aber ein Tarifabshluss mit Verdi während die anderen Streiken ist auch nicht grad gut für VC und UFO.

Da ist was im argen auf beiden Seiten.

4 minutes ago, schneekiller said:

Viel mehr ins Gewicht fällt momentan, dass LH als unzuverlässig wahrgenommen wird. Die letzten Streikwellen wurden noch hingenommen, aber mit der Neuen fragen sich natürlich die zahlungskräftigen Kunden, warum sie das in ihren Konzernen mit dem Personal hinbekommen und der LH-Konzern nicht und immer wieder aus diesem Grund Flüge gestrichen. Im Buisnessbereich wird das dann schnell zum no go und das trifft LH dann im tiefen Mark.

 

Für viele Privatreisende wird wohl einfach Lufthansa (egal ob es nun die Firma oder die Mitarbeiter sind) als unzuverlässig wahrgenommen. Für Geschäftskunden dürfte der offene Brief von Kühne durchaus für deren Wahrnehmung sprechen.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Zebra:

Spartengewerkscahften

Genau dieses ist das von der Politik geschaffene Problem. Diesen geht es ja nicht um DIE Mitarbeiter in einem Betrieb, sondern nur um ihre kleines Klientel. Cockpit ist es völlig egal was hinter der Tür geschieht und UFO was davor passiert, so kämpft jeder nur für seine Leute, wie es aber dem Rest im Betrieb geht ist denen dann völlig egal.

vor 4 Minuten schrieb jaydee:

Ich frage als Laie: Wie stehen die Chancen, dass am Samstag nicht mehr gestreikt wird bei Lufthansa? 

Gut! Es sind keine Ferien und Geschäftsreiseverkehr gibt es am Samstag auch nur wenig, daher lohnt es sich nicht für die Gewerkschaften zu streiken, da kein großer "Erfolg" zu erwarten ist. 

Wenn die Frage sich auf den nächsten Montag beziehen würde, da würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

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