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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb noATR:

Mal so am Rande: heute Abend wurde der Umlauf FRA-NUE-FRA regelrecht durchgeführt von Dolo. Jetzt frage ich mich schon, ob man die E195 nicht auch wohin schicken hätte können, wo man wirklich Leute hinbringen muss? so viele Leute wollten heute Abend mangels Weiterflüge in FRA da sicher nicht mit bzw hätten die problemlos mit der DB fahren können. Seltsam?!


Jeweils nen Load von 75%.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb Jochen Hansen:

 


Wieso gibt es bsp. bei BA das Problem so nicht? 
 

 

 

Weil BA, genauso wie die LH, die Defined Benefit Pension beendet hat und seitdem genauso auf Defined Contribution setzt.

 

Um auf den Streikgrund zu beantworten.

 

Indirekt gibt es auch andere Antworten :

- so was ähnliches wie " Cityline dezentral" wurde verkauft, firmierte danach als FlyBE und ging von alleine pleite

- Krisen haben bei der BA seit 9/11 auch zu direkten Kündigungen geführt - man spürt auch auf der Arbeitnehmerseite wenn man Verluste generiert - nennt man dort " fire and rehire"

- sowas wie Discover kennt mam dort seit 2010 - man hat sich a la Maggie Thacher durchgesetzt gegenüber der Kabine und fliegt seitdem " mixed fleet"

- deren " Eurowings" sind die Gatwickops - Kostenstrzktur im Wettbewerb mit den LCC auch 2015 durchgesetzt

 

Der Unterschied ist nur dass man keine Betriebsvereinbarung hatte und aufrecht erhielt bezgl der Namensnutzung

 

Ohne das alles gut zu heissen, Ego und Vorsicht ergeben sich auch aus Erfahrungen und gelebte Muster.

 

Angesächsisches Management funktioniert anders : harte Entscheidung, direkte Umsetzung auch wenn schmerzhaft, keine Kompromisse.

 

Lass die LH auch einmal dzrchziehen, zB City konsequebt die Kurzstrecke übernehmen, und danach wird es viel ruhiger sein. 

 

 

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb oldblueeyes:

 

Lass die LH auch einmal dzrchziehen, zB City konsequebt die Kurzstrecke übernehmen, und danach wird es viel ruhiger sein.

Und was wenn VL dann in x Jahren fordert was LH gerade fordert ?

Gerade eben schrieb SoBe2007:

Niggemann +447% Gehaltserhöhung in 5 Jahren

Spohr +388% in 5 Jahren.

 

Und hier wird geschimpft, weil die Kabinenmitarbeiter gegen verkappte Gehaltskürzungen über den MTV und Ruhezeitverkürzungen streiken.

 

Deutschland in a nutshell. 

+ AT Nullrunde.

 

Überall kämpft man gegen das Personal und das deshalb untereinander.

Geschrieben

Zielführend sind beide Seiten nicht. Einerseits das Management, wo ich @d@ni!3l zustimmen muss, was längst überfällig ist, andererseits die Gewerkschaften, die immer mehr rausholen wollen, obwohl die Lufthansa-Gehälter die höchstens in Deutschland sind.

Die Idee, die Kontinentalflotte komplett in die VL umzulagern, kann ich aus Management-Sicht schon nachvollziehen, denn dann muss man KMS und Langstrecke nicht gleich teuer bezahlen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Minuten schrieb AeroSpott:

n, kann ich aus Management-Sicht schon nachvollziehen, denn dann muss man KMS und Langstrecke nicht gleich teuer bezahlen. 

Ist das denn so ? Ich meine gelesen zu haben es gibt Faktoren für Langstrecke und ein Langstrecken Kapitän verdient mehr als auf Kurzstrecke und bspw 380 mehr als 330?

 

 

vor 6 Minuten schrieb AeroSpott:

andererseits die Gewerkschaften, die immer mehr rausholen wollen, obwohl die Lufthansa-Gehälter die höchstens in Deutschland sind.

Wobei es geht doch aktuell nicht um Gehälter. Bei CL geht es ja in Wirklichkeit um den Übergang zu VL, bei LH / VC vordergründig um die Altersversorgung, wahrscheinlich aber um die Auslagerung an VL!?

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb AeroSpott:

Zielführend sind beide Seiten nicht. Einerseits das Management, wo ich @d@ni!3l zustimmen muss, was längst überfällig ist, andererseits die Gewerkschaften, die immer mehr rausholen wollen, obwohl die Lufthansa-Gehälter die höchstens in Deutschland sind.

Die Idee, die Kontinentalflotte komplett in die VL umzulagern, kann ich aus Management-Sicht schon nachvollziehen, denn dann muss man KMS und Langstrecke nicht gleich teuer bezahlen. 

Dass Verbesserungen gefordert werden obwohl LHA zu den besten Tarifen in Deutschland (aber auch nur in Deutschland, gleich hinter der Grenze zu den Niederlanden oder Frankreich sieht das schon wieder ganz anders aus) zählt, ist nur die Folge aus den Management Entscheidungen. Carsten nannte das mal "Perspektiven oder Privilegien". Die Mannschaft hat sich für Perspektiven entschieden und mit der gleichnamigen PPV kräftig geblutet. Gebracht hat es nichts. Es ist also der einzig verbliebene Weg.

 

Gäbe es ein gesundes Umschulungskarussell, gäbe es auch eine natürliche Abstufung der Kosten zwischen der KMS und der Langstrecke. Jetzt sitzen FOs seit 20 Jahren oder mehr auf dem A320 rechts in der Endstufe, da wundert es nicht, dass die KMS vergleichsweise teuer erscheint. Gäbe es Upgrades bei LH selbst, oder auch bei 4Y oder VL würden viele sicherlich einen schlechteren MTV oder VTV akzeptieren. Hat mit DE oder 4U früher auch funktioniert. Angebote gibt es nicht und wenn ich jahrelang keinen einstelle und Personal auf der aktuellen Stelle verharrt, braucht man sich nicht wundern wenn es immer teurer wird. 

Ändern kann das aber nicht der AN und auch nicht die Gewerkschaft, sondern nur das Management. 

Geschrieben

Wenn es in der Praxis immer so einfach wäre wie in der Theorie. Vergleiche zwischen Angestellten und Vorständen sind immer schwierig, da man dann man hier wenn überhaupt das Fixum vergleichen kann, die variablen Bestandteile sind naturgemäß variabel und muss man entsprechend mit Vorsicht genießen. Wenn allerdings je nach Situation Fixum und variable Bestandteile munter neu aufgeteilt werden, dann hat es ein Geschmäckle. Soweit mein Gedanke dazu, zurück zu den angestellten Arbeitnehmern und LH: wie vielleicht andere Konzerne auch, hat man dort das Problem, dass sehr viel geregelt wurde und wird und es wenig Fluktuation gibt. Entsprechendes verbleiben auf einer Stelle führt über einen definierten Zeitraum für alle Tarifbeschäftigten zum oberen Tabellenende. Engagement und Entwicklungswille führen bestenfalls über einen sehr langen Zeitraum zu einer wirklichen Verbesserung beim Gehalt. Selbst AT hat nichts mit außertariflich zu tun, sondern man bewegt sich, wenn man Pech hat, niemals oberhalb des Tarifs, außer bei den Wochenstunden. Insgesamt ist das Gehaltsgefüge bei LH im Vergleich zur Gesamtbevölkerung hoch, man schaue auf  Durchschnitt und Median und dann kann sich jeder mal einordnen, viele werden überrascht sein. Losgelöst vom Gehalt krankt LH vor allem an der Komplexität und damit verbundenen Schwerfälligkeit. Wichtige Entscheidungen dauern zu lange oder finden nur stark abgeschwächt statt oder aber im LH-Kosmos werden absurde Goldrandlösungen gesucht. Ob der Goldrand oder die Insel dann wirklich so toll sind kann jeder für sich beurteilen. Wie man diese für Konzerne nicht untypische Gemengelage sinnvoll auflösen kann, dass ist die Frage und dafür gibt es vermutlich wirklich keine einfache Antwort, auch hier unter uns "Forum-Experten". Meine Tendenz ist, dass sich bei LH einfach auch  gesamtgesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln und das macht es nicht einfacher - z.B. Arbeit als Selbstverständlichkeit, nicht als permanente Störung der Freizeit, Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Gemeinsinn...

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb d@ni!3l:

 

 

Wobei es geht doch aktuell nicht um Gehälter. Bei CL geht es ja in Wirklichkeit um den Übergang zu VL, bei LH / VC vordergründig um die Altersversorgung, wahrscheinlich aber um die Auslagerung an VL!?

 

Wir wissen alle dass rechtlich ein Streik nur mit Tarifierung begründet werden kann, die wahre Agenda eine andere ist.

vor 50 Minuten schrieb D-AIGR:

Wichtige Entscheidungen dauern zu lange oder finden nur stark abgeschwächt statt oder aber im LH-Kosmos werden absurde Goldrandlösungen gesucht. Ob der Goldrand oder die Insel dann wirklich so toll sind kann jeder für sich beurteilen. Wie man diese für Konzerne nicht untypische Gemengelage sinnvoll auflösen kann, dass ist die Frage und dafür gibt es vermutlich wirklich keine einfache Antwort, auch hier unter uns "Forum-Experten". 

 

Du beschreibst ein typisches Problem das Gesamtlösungen umgeht - jede Minigruppe " kriegt was" oder einige werden aus Umstrukturierungen ausgeschlossen, am Ende ist das Gesamtgebilde schief, es entsteht Frust weil man auf Goodies der anderen schielt usw.

 

Die Radikallösung ist Clean Sheet ohne Spartenprivilegien.

Kaum umsetzbar in bestehenden Betriebe.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb intentionally_left_blank:

 Gäbe es Upgrades bei LH selbst, oder auch bei 4Y oder VL würden viele sicherlich einen schlechteren MTV oder VTV akzeptieren. Hat mit DE oder 4U früher auch funktioniert. 

 

VL bietet Fast Track Command. Haben etliche (auch noch sehr junge) FOs der Disco und EW genutzt und sind jetzt teils unter 30 Kapitän. 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Jochen Hansen:

Nabend,

 

Vielleicht sollte auch mal bei der Personalie Niggemann angesetzt werden? So eine Eskalation gab es vorher nicht. 
Wenn er weiterhin überall Öl ins Feuer gießt, kommuniziert, dass jegliche Streiks das Ende von CityLine nur beschleunigen wird, kann schön hinterfragt werden, ob eine Personalvorstand vielleicht auch mal Brücken zu den Arbeitnehmern bauen und für ein vernünftiges Betriebsklima sorgen sollte?

Immer wieder neue AOC’s gründen, den selben MA immer wieder neue Arbeitsverträge zuwerfen, welche man unterschreiben soll, damit der gleiche Job erledigt wird, kann ja auch nicht zielführende sein.


Wieso gibt es bsp. bei BA das Problem so nicht? 
 

Gruß,

Jochen 

 

 

Für die jüngeren unter euch: https://www.thetimes.com/travel/advice/union-has-been-destroyed-by-british-airways-admits-top-official-7ht0gc0n2hq

BA hat dies alles schon unter Willie Walsh durch. Inklusive Auflösung des Inlandfeedergeschäfts, Entkopplung BA und BA Cityflier. Lufthansa folgt nun so zwei Jahrzehnte später. Und man sieht wo IAG heute steht und wie weit dahinter LH ist.

 

Man denke auch noch an die AF Manager, welche von den eigenen Angestellten nackt über einen Zaun gejagt wurden. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/air-france-chef-von-mitarbeitern-attackiert-a-1056215.html

 

Ob das Top-Management es besser machen könnte und weniger Geld erhalten sollte, kann man lange diskutieren, aber ohne grundlegenden Wandel wird es bei LH nicht gehen. Es gab und gibt genug deutsche Fluglinien bei denen man auf Familie und Harmonie gemacht hat...Gewinne hat keine erzielt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb Jochen Hansen:

 

Vielleicht sollte auch mal bei der Personalie Niggemann angesetzt werden? So eine Eskalation gab es vorher nicht. 
Wenn er weiterhin überall Öl ins Feuer gießt, kommuniziert, dass jegliche Streiks das Ende von CityLine nur beschleunigen wird, kann schön hinterfragt werden, ob eine Personalvorstand vielleicht auch mal Brücken zu den Arbeitnehmern bauen und für ein vernünftiges Betriebsklima sorgen sollte?

 

Er hat im Grunde genommen nur das Gleiche getan was die VC auch gemacht hat.

 

Es gibt eine Lohnanpassung auf mehrere Jahre  die auch nicht bestreikt wird und es gibt eine geregelte Altersvorsorge die "plötzlich" nicht mehr gut sein sollte. Also ist die VC mit einer unrealistischen, unerfüllbaren Forderung in den Streik getreten.

Die Showaussage - "es gibt kein verhandlungsfähiges Angebot"  - die Gegenseite muss nicht auf deren Blödsinn antworten

 

Die Gegenseite hat auch mit einer harten Maximalposition geantwortet.

Rational - kein Angebot zur Altersvorsorge - wozu denn auch?

Show : "das beschelunigt die Schliessung der Cityline"  - paar Wochen früher schliessen ist auch irrelevant und ändert an der Sache nicht.

 

Letztendlich gibt es immer einen der unangenheme Botschaften rüberbringen muss, und die Botschaft war dass über Scheinforderungen nicht verhandelt wird. Genauso wie die ein Pinehiro jede eigene Position überzeugend in der Öffentlichkeit kommuniziert, macht es Niggemann für die Arbeitgeberseite auch. 

 

Das Niggemann von der Natur nicht mit einem sympatischen Gesichtsausdruck gesegnet wurde, dafür kann er nichts. Er muss seinen Job machen und das ist im aktuellen Konflikt der Bad Boy der Firmeleitung zu sein.

 

 

 

 

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb vielflieger2020:

 

VL bietet Fast Track Command. Haben etliche (auch noch sehr junge) FOs der Disco und EW genutzt und sind jetzt teils unter 30 Kapitän. 

Solange es nicht als "echte" Wechseloption angeboten wird ist es auch nicht interessant. Ein FO in Stufe 6 oder 7, geschweige denn 20, wird sich nicht seine komplette Historie im Konzern nehmen und in die Stufe 1 einreihen lassen.

Wenn ich im LAC die Abteilung wechsele oder von EW zu LH wechsele muss ich auch nicht wieder in Stufe 1 anfangen und meine Firmenzugehörigkeit verlieren. Und ja, das habe ich selbst mehrmals gemacht.

Das muss schon von der Firma kommen und das weiß sie auch (> es ist nicht gewollt). Also was bleibt: Käfig vergolden.

Geschrieben

Das ist mir schon klar dass ein LH SFO/FO nicht wegen Fast Track Command zu City geht und alles aufgibt. Allerdings gibt es sowohl extern als auch intern viele FOs die diese Option ziehen und dabei auch noch aus einer Fo Stufe hin zum Commaner ein finanzielles Upgrade erfahren da sie nach ca 5-6 Jahren rechts nach links rutschen. Das führt dazu, dass VL eben genug Personal aquirieren kann. Das Wachstum beschleunigt sich mit der Flottengröße (vorausgesetzt man findet Personal) da mehr Lifus Legs und Trainer zur Verfügung stehen. Zumal durch den Tarifabschluss der VL noch einige EW und Disco Piloten den Wechsel durchziehen werden. Viele haben nur abgewartet ob sich tariflich was bewegt.

 

Ich kann mir vorstellen, dass career.aero gerade viele Bewerbungen von air baltic Piloten erhält, was VL in die Karten spielen könnte beim Aufbau der A220 ops…

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb vielflieger2020:

Das ist mir schon klar dass ein LH SFO/FO nicht wegen Fast Track Command zu City geht und alles aufgibt. Allerdings gibt es sowohl extern als auch intern viele FOs die diese Option ziehen und dabei auch noch aus einer Fo Stufe hin zum Commaner ein finanzielles Upgrade erfahren da sie nach ca 5-6 Jahren rechts nach links rutschen. Das führt dazu, dass VL eben genug Personal aquirieren kann. Das Wachstum beschleunigt sich mit der Flottengröße (vorausgesetzt man findet Personal) da mehr Lifus Legs und Trainer zur Verfügung stehen. Zumal durch den Tarifabschluss der VL noch einige EW und Disco Piloten den Wechsel durchziehen werden. Viele haben nur abgewartet ob sich tariflich was bewegt.

 

Ich kann mir vorstellen, dass career.aero gerade viele Bewerbungen von air baltic Piloten erhält, was VL in die Karten spielen könnte beim Aufbau der A220 ops…

Alles richtig, aber dann braucht man sich auch nicht über eine immer teurer werdende Mainline wundern.

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb intentionally_left_blank:

Alles richtig, aber dann braucht man sich auch nicht über eine immer teurer werdende Mainline wundern.

 

Dann ist aber die Balance vorhanden.

 

Die Mainline wird teurer und sie bleibt am oberen Ende der Kosten. Gleichzeitig wird sie kaufmännisch geschrumpft (zB nur Langstrecke) sodass sie diese Kosten auch tragen kann.

 

Arbeitnehmerseite hat ihr Einkommen, Unternehmerseite ihr Gewinn durch Umschichtungen.

 

Man kann aber nicht alles haben - das wird zweifelsohne bedeuten dass es keine Neueienstellungen in der Mainline geben wird und das Flugzeuge und Strecken wandern, wenn Kosten dies zwingen oder biologisch die Beschäftigtenzahl schrumpft.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb oldblueeyes:

 

Dann ist aber die Balance vorhanden.

 

Die Mainline wird teurer und sie bleibt am oberen Ende der Kosten. Gleichzeitig wird sie kaufmännisch geschrumpft (zB nur Langstrecke) sodass sie diese Kosten auch tragen kann.

 

Arbeitnehmerseite hat ihr Einkommen, Unternehmerseite ihr Gewinn durch Umschichtungen.

 

Man kann aber nicht alles haben - das wird zweifelsohne bedeuten dass es keine Neueienstellungen in der Mainline geben wird und das Flugzeuge und Strecken wandern, wenn Kosten dies zwingen oder biologisch die Beschäftigtenzahl schrumpft.

Prima, dann sind wir uns ja einig. Passage streikt ab jetzt regelmäßig um dieser Entwicklung und der entgangenen Karriere gerecht zu werden und alle sind happy. Ich erinnere dich beim nächsten Streik zum nächsten Tarifvertrag daran ;-)

Geschrieben

Interview mit CS in der FAZ.

  • aktuell hat man nach Afrika und Asien Rekordauslastungen; Indien ist mittlerweile zweitgrößter Langstreckenmarkt nach den USA
  • perspektivisch werden die Kapazitäten der ME3 Airlines zurückkehren, sagt CS; bei der Vergabe von Verkehrsrechten soll eine gesunde Balance gehalten werden
  • für die Langstreckenflotte dürften weitere Flugzeuge in der Größenordnung A359/B787 aufwärts bestellt werden
  • über die Aufstockung bei ITA wird im Juni entschieden 

zu den aktuellen Streiks sagt er:

Zitat

Die Anzahl der Streiks hat sich gruppenweit in den letzten Jahren deutlich reduziert. Sie beschränken sich auf unsere beiden Sparten-Gewerkschaften in Deutschland. Beim Umbau eines so traditionsreichen Unternehmens wie Lufthansa zu einer zukunftsfähigen internationalen Gruppe sind Tarifkonflikte leider nicht immer zu vermeiden. Dennoch ist dieser Weg zur Zukunftssicherung unumgänglich, sodass für uns gilt: Lieber einige Tage mit einem streikbedingt reduzierten Angebot der Lufthansa-Gruppe als irgendwann dauerhaft mit einer deutlich reduzierten Kernmarke.

zudem:

  • die Streikkosten erhöhen die Personalkosten bei den betroffenen Airlines, ohne dass die Mitarbeiter davon etwas haben; durch die höheren Kosten verschlechtern sich die Perspektiven der betroffenen Airlines; VC und Ufo stecken laut CS in einem Dilemma: Wachstum findet nur noch bei Airlines statt, die nicht mit VC und UFO tarifiert sind; Ursache dafür sind auch komplexe Tarifstrukturen, die modernisiert werden müssen
  • die aktuelle Kostenstruktur bei Lufthansa Classic sorgt dafür, dass kaum noch Strecken gefunden. werden, die dort rentabel betrieben werden können; defizitäre Kurzstrecken müssen verlagert werden, um Geld für notwendige Investitionen zu verdienen; man ist darauf vorbereitet, Lufthansa Classic zu einer reinen Langstrecken Airline zu machen, möchte dieses Szenario aber vermeiden

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-chef-carsten-spohr-streiks-erhoehen-kosten-ohne-dass-mitarbeiter-was-davon-haben-accg-200723360.html (hinter Paywall)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb intentionally_left_blank:

Prima, dann sind wir uns ja einig. Passage streikt ab jetzt regelmäßig um dieser Entwicklung und der entgangenen Karriere gerecht zu werden und alle sind happy. Ich erinnere dich beim nächsten Streik zum nächsten Tarifvertrag daran ;-)

 

Nee, die entgagene Karrierechancen sind mit dem finanziellen Mehraufwand der LH abgegolten.

 

Das ist der Preis den manche ewig auf der rechten Seite des Cockpits zahlen werden müssen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Emanuel Franceso:
  • die Streikkosten erhöhen die Personalkosten bei den betroffenen Airlines, ohne dass die Mitarbeiter davon etwas haben; durch die höheren Kosten verschlechtern sich die Perspektiven der betroffenen Airlines; VC und Ufo stecken laut CS in einem Dilemma: Wachstum findet nur noch bei Airlines statt, die nicht mit VC und UFO tarifiert sind; Ursache dafür sind auch komplexe Tarifstrukturen, die modernisiert werden müssen
  • die aktuelle Kostenstruktur bei Lufthansa Classic sorgt dafür, dass kaum noch Strecken gefunden. werden, die dort rentabel betrieben werden können; defizitäre Kurzstrecken müssen verlagert werden, um Geld für notwendige Investitionen zu verdienen; man ist darauf vorbereitet, Lufthansa Classic zu einer reinen Langstrecken Airline zu machen, möchte dieses Szenario aber vermeiden

 

Selbstverständlich sind immer nur die anderen Schuld. Vor allem das kleine Personal an der Front. Willkommen in Spohrens Traumwelt, das man den Medien und Menschen immer schön seriös verkauft.

 

Wäre auch ein Wunder, wenn ein Managermärchen in Deutschland mal einen anderen Ton anschlagen würde. Über den sich immer weiter aufblasenden Overhead der Mainline, die explodierenden Kosten, die er und seine unproduktiven Managerkumpels durch selbstverordnete realitätsferne Gehaltserhöhungen und Boni verursachen und von denen man dutzende Piloten bezahlen könnte, sowie über das eigene unternehmensschädigende Verhalten zulasten der eigenen Mitarbeiter spricht man natürlich nicht.

 

O-Ton eines im Sandkasten spielenden Kindes.... "menno, die nehmen mir den ganzen Sand weg, ich kann meine eigene riesige Burg gar nicht ungestört weiter bauen, aber ich buddel meinen Burggraben immer schön weiter aus und grabe weiter tiefe Gräben zum Fußvolk".

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