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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb Jochen Hansen:

LH wird dann die nächsten AOC's gründen und so geht das Spielchen munter weiter...

Gibt es dahingehend keinen Ausweg?

Klar, den gibt es. Das Lufthansa-Management muss die Entscheidung treffen, dass diese Art von Personalpolitik nicht zielführend ist. Oder es geht schief und Lufthansa läuft in die Insolvenz.

 

vor 7 Stunden schrieb d@ni!3l:

Dann fliegen halt 2x 320 statt 4x CRJ

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

 

Längere Wartezeit auf den nächsten Flug > unattraktiver Option für Zeitsensitive Passagiere (Wird weniger, aber gibt es noch)

Verdoppelte Umsteigezeit > schlechtere Positionierung in den Buchungssystemen. 

Größere Flugzeuge fliegt man mit höherer Auslastung um den Stückkosten-Vorteil zu realisieren. Bedeutet bei Störungen aber auch weniger Reservekapazitäten haben oder teuer die Ersatzleistungen einzukaufen.

...

Das weiß Lufthansa alles, und vielleicht hat man jetzt mal ein paar Monate Ruhe vor den Wettbewerbern aus dem Mittleren Osten und wieder "normale" Treibstoffkosten. Und/Oder es gibt in Europa echte Marktaustritte (Insolvenzen, keine Übernahmen) um Kapazitätsverknappung zu realisieren.

 

Aber wenn man die Zeit für die asoziale Personalpolitik verstreichen lässt. weiß ich nicht, ob es gut geht. 

 

vor 7 Stunden schrieb Emanuel Franceso:

Dann fällt halt die Anbindung an ein Drehkreuz weg und es werden nur noch 1 oder 2 Drehkreuze angeflogen.

Das Risiko kann man eingehen, wenn es ein Drehkreuz gibt, von dem jedes Ziel einmal angeflogen wird. Aber da man mit den Hubs ähnlich verfährt, wie mit den Flugbetrieben, bin ich mir nicht sicher ob es funktioniert.

  

vor 3 Stunden schrieb oldblueeyes:

In den kommenden Wochen wird Cityline insolvent

Vorausgesetzt es gibt keinen Geschäftsführung- und Beherrschungsvertrag. 

 

 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

Viel mehr ins Gewicht fällt momentan, dass LH als unzuverlässig wahrgenommen wird. Die letzten Streikwellen wurden noch hingenommen, aber mit der Neuen fragen sich natürlich die zahlungskräftigen Kunden, warum sie das in ihren Konzernen mit dem Personal hinbekommen und der LH-Konzern nicht und immer wieder aus diesem Grund Flüge gestrichen. Im Buisnessbereich wird das dann schnell zum no go und das trifft LH dann im tiefen Mark.

Geschrieben
17 minutes ago, OliverWendellHolmesJr said:

Klar, den gibt es. Das Lufthansa-Management muss die Entscheidung treffen, dass diese Art von Personalpolitik nicht zielführend ist. Oder es geht schief und Lufthansa läuft in die Insolvenz.

 

Das es nicht ganz so trivial ist, sollte klar sein. Oder?

Man verschlechtert sich bei einigen Parametern, die unmittelbar Auswirkung auf die Zahlungsbereitschaft haben, wenn die Wettbewerber ihre Anzahl der Flüge beibehalten. Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

 

Längere Wartezeit auf den nächsten Flug > unattraktiver Option für Zeitsensitive Passagiere (Wird weniger, aber gibt es noch)

Verdoppelte Umsteigezeit > schlechtere Positionierung in den Buchungssystemen. 

Größere Flugzeuge fliegt man mit höherer Auslastung um den Stückkosten-Vorteil zu realisieren. Bedeutet bei Störungen aber auch weniger Reservekapazitäten haben oder teuer die Ersatzleistungen einzukaufen.

...

Das weiß Lufthansa alles, und vielleicht hat man jetzt mal ein paar Monate Ruhe vor den Wettbewerbern aus dem Mittleren Osten und wieder "normale" Treibstoffkosten. Und/Oder es gibt in Europa echte Marktaustritte (Insolvenzen, keine Übernahmen) um Kapazitätsverknappung zu realisieren.

 

Aber wenn man die Zeit für die asoziale Personalpolitik verstreichen lässt. weiß ich nicht, ob es gut geht. 

 

Das Risiko kann man eingehen, wenn es ein Drehkreuz gibt, von dem jedes Ziel einmal angeflogen wird. Aber da man mit den Hubs ähnlich verfährt, wie mit den Flugbetrieben, bin ich mir nicht sicher ob es funktioniert.

 

 

 

 

Natürlich ist es nicht trivial für uns schon gar nicht. Für die beiden Seiten in diesem Konflikt auch nicht.

Es geht ja hier nicht um Tarifpolitik sondern um Konzernpolitik. Ja, die Lufthansa Personalpolitik mag Asozial sein, und dann braucht es Gewerkscahften die dagegen ankämpfen. Aber halt unerfüllbare Forderungen zu stellen um sich als VC und UFO die Macht nicht an Verdi verlieren.... Kann man machen, muss man nicht. Die Lufthansa möchte aber die Macht dieser Gewerkschaften mindern. In diesem Kampf steht es wohl jetzt so ca. 1-1. Hier wurde ja schon die vermutung aufgestellt, dass bis heute 18:00 ein unbefristeter Streik angekündigt wird. Ist bisher noch nicht geschehen. Vielleicht überlegen sich die Gewerkschaften auch was für Hebel sie noch haben, nachdem ihre Machtspielchen heute 2200 Jobs gekillt haben. Und die asoziale Politik von Lufthansa ist sicher auch der aggressiven Strategie dieser Spartengewerkscahften geschuldet. Ob es dann mit Verdi besser wird wird zu sehen sein, aber ein Tarifabshluss mit Verdi während die anderen Streiken ist auch nicht grad gut für VC und UFO.

Da ist was im argen auf beiden Seiten.

4 minutes ago, schneekiller said:

Viel mehr ins Gewicht fällt momentan, dass LH als unzuverlässig wahrgenommen wird. Die letzten Streikwellen wurden noch hingenommen, aber mit der Neuen fragen sich natürlich die zahlungskräftigen Kunden, warum sie das in ihren Konzernen mit dem Personal hinbekommen und der LH-Konzern nicht und immer wieder aus diesem Grund Flüge gestrichen. Im Buisnessbereich wird das dann schnell zum no go und das trifft LH dann im tiefen Mark.

 

Für viele Privatreisende wird wohl einfach Lufthansa (egal ob es nun die Firma oder die Mitarbeiter sind) als unzuverlässig wahrgenommen. Für Geschäftskunden dürfte der offene Brief von Kühne durchaus für deren Wahrnehmung sprechen.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Zebra:

Spartengewerkscahften

Genau dieses ist das von der Politik geschaffene Problem. Diesen geht es ja nicht um DIE Mitarbeiter in einem Betrieb, sondern nur um ihre kleines Klientel. Cockpit ist es völlig egal was hinter der Tür geschieht und UFO was davor passiert, so kämpft jeder nur für seine Leute, wie es aber dem Rest im Betrieb geht ist denen dann völlig egal.

vor 4 Minuten schrieb jaydee:

Ich frage als Laie: Wie stehen die Chancen, dass am Samstag nicht mehr gestreikt wird bei Lufthansa? 

Gut! Es sind keine Ferien und Geschäftsreiseverkehr gibt es am Samstag auch nur wenig, daher lohnt es sich nicht für die Gewerkschaften zu streiken, da kein großer "Erfolg" zu erwarten ist. 

Wenn die Frage sich auf den nächsten Montag beziehen würde, da würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

Geschrieben (bearbeitet)
16 minutes ago, jaydee said:

Ich frage als Laie: Wie stehen die Chancen, dass am Samstag nicht mehr gestreikt wird bei Lufthansa? 

 

Das wird von den Gewerkschaften abhängen. Aber bis du morgen aufwachst wirst du es wissen.

 

12 minutes ago, schneekiller said:

Genau dieses ist das von der Politik geschaffene Problem. Diesen geht es ja nicht um DIE Mitarbeiter in einem Betrieb, sondern nur um ihre kleines Klientel. Cockpit ist es völlig egal was hinter der Tür geschieht und UFO was davor passiert, so kämpft jeder nur für seine Leute, wie es aber dem Rest im Betrieb geht ist denen dann völlig egal.

 

Wenn die Gewerkschaften so weitermachen... Wird es vielleicht auch in der Politik was ändern. Es wäre schade. Aber die Gewerkschaften gehen halt teilweise auch zu weit. Auch wenn das zu weit gehen teilweise, wie es OliverWendellHolmesJr formuliert asozial ist, auch dieser asozialen Personalpolitik geschuldet ist. Am Ende werden sich diese Spartengewerkschaften selber obsolet machen.

Bearbeitet von Zebra
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Zebra:

Wenn die Gewerkschaften so weitermachen... Wird es vielleicht auch in der Politik was ändern. Es wäre schade. Aber die Gewerkschaften gehen halt teilweise auch zu weit.

Bis wo ist denn die Grenze, zu der eine Gewerkschaft gehen darf? Wie bringt man das in Einklang mit Lohnsteigerungen im Management-Bereich? Warum dreht sich hier die Debatte die ganze Zeit um die Härte der Gewerkschaften, aber nicht um die Lohnerhöhungen, die sich die feinen Herren im LAC selbst gegönnt haben? Sorry, aber das hat eindeutige Anzeichen einer Radler-Mentalität: Nach unten treten, nach oben buckeln.

 

Und ich wäre sehr vorsichtig damit, irgendwelche Einschränkungen des Streikrechts seitens der Politik zu insinuieren oder sich vielleicht sogar herbeizuwünschen. Für unrealistisch halte ich das im Kontext der aktuellen Regierung und dem Siegeszug des neoliberalen Flügels in der CDU leider auf gar keinen Fall. Aber ich hoffe, hier ist allen klar, welchen Dammbruch das bedeuten würde. Dann kommen wir zwar wieder zuverlässig in den Urlaub oder zum Geschäftstermin, aber haben dann in zwanzig Jahren in vielen Berufsfeldern kein Gehaltsgefüge mehr, das überhaupt eine Flugreise im Urlaub ermöglichen würde.

Geschrieben (bearbeitet)
23 minutes ago, Lucky Luke said:

Bis wo ist denn die Grenze, zu der eine Gewerkschaft gehen darf?

Da würde ich hoffen, dass die Funktionäre der Gewerkschaften da ein gesunden mass finden.

 

23 minutes ago, Lucky Luke said:

Warum dreht sich hier die Debatte die ganze Zeit um die Härte der Gewerkschaften

Weil die Gewerkschaften unerfüllbare Forderungen stellen, damit die eigentlichen Forderungen nicht vom Gericht kassiert werden.

 

Es ist tatsächlich kompliziert. Und ich denke, dass weder die Lufthansa noch die Gewerkschaften alles korrekt machen. Das Problem dabei, Lufthansa hat halt am Ende die grösseren Hebel als die Gewerkschaften. Aber das ist halt schei**e. am besten wäre sich da zu finden 

 

Bearbeitet von Zebra
Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb Lucky Luke:

Bis wo ist denn die Grenze, zu der eine Gewerkschaft gehen darf? Wie bringt man das in Einklang mit Lohnsteigerungen im Management-Bereich?

Dann muss man aber auch fragen, wie man die Forderungen von Cockpit mit denen z.B. für das Bodenpersonal in Einklang bringt!!

Ich kritisiere auch sicher nicht die Rechte der Gewerkschaften, ich kritisiere aber, dass nicht mehr die Arbeitnehmer in einem Konzern für die Ansprüche der Arbeitnehmer in dem Konzern kämpfen, sondern jedes Grüppchen für sich, wobei diejenigen die einen ganzen Flugbetrieb stoppen können natürlicherweise mehr Macht besitzen wie andere Arbeitnehmergruppen, die diese Möglichkeiten nicht haben und somit die Schere der Einkünfte der Arbeitnehmer in einem Betrieb immer weiter auseinander geht, statt gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Geschrieben (bearbeitet)
7 minutes ago, Followthesun said:

Naja, der erste Preis wurde ja heute bezahlt. Mal schauen, ob es der letzte bleiben wird.

Leider hat wohl Lufthansa mehr Sachen in der Schublade als die Gewerkschaften. Die Oposition gegen VL, 4Y und Verdi... Ist das zuträglich oder sollte man da eher hand bieten um auch die Classic Arbeitsplätze zu sichern?
Ich bin da sicher nicht im Thema drin. Aber soslche Kriege auszufechten ist sicher nicht der richtige weg.

Egal ob man da auf der Gewerkschaftsseite oder Firmenseite ist.

Bearbeitet von Zebra
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Das Risiko ist dann dass die Zahlungsbereitschaft stärker sinkt als die KOsten, dann hat man nichts gewonnen.

 

Längere Wartezeit auf den nächsten Flug > unattraktiver Option für Zeitsensitive Passagiere (Wird weniger, aber gibt es noch)

Verdoppelte Umsteigezeit > schlechtere Positionierung in den Buchungssystemen. 

Größere Flugzeuge fliegt man mit höherer Auslastung um den Stückkosten-Vorteil zu realisieren. Bedeutet bei Störungen aber auch weniger Reservekapazitäten haben oder teuer die Ersatzleistungen einzukaufen.

Und wie machen das OS, LX, BA, AF, SN, AZ, KL usw?

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Zebra:

Leider hat wohl Lufthansa mehr Sachen in der Schublade als die Gewerkschaften. Die Oposition gegen VL, 4Y und Verdi... Ist das zuträglich oder sollte man da eher hand bieten um auch die Classic Arbeitsplätze zu sichern?
Ich bin da sicher nicht im Thema drin. Aber soslche Kriege auszufechten ist sicher nicht der richtige weg.

Egal ob man da auf der Gewerkschaftsseite oder Firmenseite ist.


Es ist großer Mist, aber es muss jetzt ausgefochten werden. Ist seit vielen Jahren überfällig.

Geschrieben

Ich glaube wir mischen ziemlich vieles durcheinander.

 

Grundsätzlich ist das Streikrecht ein erkämpfte Errungenschaft der Arbeitnehmer und kann und sollte zur Wahrung bereichtigter Interessen angewendet werden.

 

Dieses Grundprinzip gilt aber nur bei einer mittleren Streikfähigkeit und bei Betriebe die ausreichend gesund sind um von Streiks keine wesentlichen Schäden zu tragen.

 

Die Realität sieht aber natürlich anders aus : es gibt Arbeitnehmergruppen die kaum eine Streikmacht haben und solche die eine extrem hohe haben. Die Möglichkeit nur für eine Gruppe in Streik zu treten kann zu abgestimmten Streiks wie diee Tage führen , die den Rest der Betriebe mit ins Geiselhaft nehmen.

 

Ein zweites Problem - es wurde mit einem erfundenen Grund gestreikt - hier gibt es gesetzliche Abgrenzungen, man darf die Strategie eines Unternehmens nicht bestreiken. Es gibt gültige Tarifvereinbarungen die noch langfristig gelten, also wurde die Altersversorgungen die nicht zur Disposition stand als plötzlicher Vorwand erfunden. Das ist auch eine gesetzliche Lücke die zu Missbräuche führen kann.

 

Moralisch sollten wir diese Streiks nicht bewerten. Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft in der Vergütung nicht nur "objektiv" ist , sondern auch ein Teil der eigenen Nachfrage am Markt und der eigenen oder kollektiven Durchsetzungskraft hat, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Es ist ok wenn man eigene gute Konditionen beibehalten möchte oder zumindest solange wie möglich verteidigt. Das gilt genauso für Vorstände,als auch für den Hilfsarbeiten und Ergebnisse müssen sich nicht widerspiegeln.

 

Aus meiner Sicht sehen einen Unternehmenskulturkampf den andere längst hinter sich haben, bei der Lufthansa mit ihrer historischen Entiwcklung lange vor sich hingeschoben wurde. Und in diesen Prozess gibt es nun mal langfristige Veränderungen die den Markt neu formen: die Mehrheit der Paxe auf der Kurzstrecke fleigt mit P2P Airlines - diese haben die Standards in andere Richtungen gesetzt; keine lebenslangen "Karrieren" in der Kabine sondern Jobs für eine gewisse Zeit, mehr Selbstverantwortung für die Piloten, operative Effizienz statt persönlicher Komfort, Hire and Fire.

Man kann das schlecht finden, aber ein Bundeswehroffizier hat heute auch nicht wie im Kaiserreich eine Ordonanz die Zuhause den Haushalt macht, ein üblicher Abteilungsleiter in der Industrie hat auch keine "Tippse" mehr die Diktiertes auf Papier bringt sondern muss alleine seine Emails verfassen usw.

 

Natürlich kochen jetzt die Emotionen hoch, von beiden Seiten gab es Zeichen der eigenen Stärke.

 

Wäre dieser Streik nötig gewesen? Wohl kaum.

Hätte man den gestrigen Feiertag für das ganze Untrnehmen inkl 75% der Belegschaft die nichts mit dem Streik zu tun hat gönnen können? Ja, man wollte es unbedingt anders.

Dann sollte man sich auch nicht wundern wenn die Gegenseite auch Härte zeigt und evtl. auch durch Massnahmen wie Kurzarbeit oder Gespräche erst nach neuen Fakten anbietet als Gegenreaktion.

 

Den gestrigen Streiktag so zu terminieren und offensichtlich abgestimmt s durchzuführen wird leider auch in der Erinnerung der Unternehmensführung bleiben.

 

Aus Aktionärsssicht vielleicht gar nicht mal so schlecht, denn Veränderungen werden so nicht länger geschleppt oder aus dem laufenden Geschäft gemacht sondern hart beschlossen und durchgesetzt.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
17 minutes ago, oldblueeyes said:

Grundsätzlich ist das Streikrecht ein erkämpfte Errungenschaft der Arbeitnehmer und kann und sollte zur Wahrung bereichtigter Interessen angewendet werden.

 

Dieses Grundprinzip gilt aber nur bei einer mittleren Streikfähigkeit und bei Betriebe die ausreichend gesund sind um von Streiks keine wesentlichen Schäden zu tragen.

Ok, das Streikrecht in Deutschland kenne ich nicht im Detail. Es ist zu erhalten. Aber wenn das stimmt was du sagst, wie kann man dann bei LH Classic und CL streiken. Und die Lufthansa klagt dagegen nicht. Weder LH Classic noch CL sind ausreichend gesund.

26 minutes ago, Followthesun said:


Es ist großer Mist, aber es muss jetzt ausgefochten werden. Ist seit vielen Jahren überfällig.

Die Gerwekschaften haben schon negative erlebnisse vor Gericht gemacht mit Discover und anaderen Sachen. Die haben gelernt. Jetzt machen sie einfach unerfüllbare Forderungen für "normale" Verhandlungen, dass die Streiks nocht vor Gericht wieder kassiert werden. Aber dann schliesst LH halt einfach CL 7 Monate früher als geplant.

29 minutes ago, oldblueeyes said:

Aus Aktionärsssicht vielleicht gar nicht mal so schlecht, denn Veränderungen werden so nicht länger geschleppt oder aus dem laufenden Geschäft gemacht sondern hart beschlossen und durchgesetzt.

Kühne hat sich dazu ja schon positioniert.

Bearbeitet von Zebra
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Zebra:

Für viele Privatreisende wird wohl einfach Lufthansa (egal ob es nun die Firma oder die Mitarbeiter sind) als unzuverlässig wahrgenommen. Für Geschäftskunden dürfte der offene Brief von Kühne durchaus für deren Wahrnehmung sprechen.

Kühne ist hierbei aber nicht als Geschäftskunde, sondern als größter Einzelaktionär zu sehen.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Emanuel Franceso:

Ende des Betriebs von Cityline ab sofort

Wann kann man denn mit den nötigen Umbuchungen rechnen?
Ich habe Anfang Mai einen Rückflug nach Deutschland und der innerdeutsche Zubringer wird laut LH App immer noch mit Cityline durchgeführt.

Es wäre ja schon interessant zu wissen, ob etwaige neue Flugzeiten in die persönlichen Abläufe passen. 
 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb Lucky Luke:

Und ich wäre sehr vorsichtig damit, irgendwelche Einschränkungen des Streikrechts seitens der Politik zu insinuieren oder sich vielleicht sogar herbeizuwünschen. 

 

Warum darf man nicht über Gesetzesänderungen disskutieren und machdenken?

 

Schlussendlich der LH Streik doch das perfekte Beispiel wo Deutschland und grosse Teile Europas momentan so Probleme haben:

 

Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig, da andre Länder (bez. Airlines) schlicht und einfach wirtschaftlich besser sin.

 

Vergleiche mal die Arbeitspläne der LH / LX / OS mit den Einsatzplänen von EK / QR und W6. 

Ein Realitätscheck / benchmark würde da sicher nicht schaden.

 

Nun können wir mehr arbeiten (verdieben immer noch viel mehr) oder langfristig werden wir zu drittweltländer.

Bearbeitet von A380
Geschrieben

Wir können das gerne an der Stelle auslagern, weil das nichts mehr direkt mit Lufthansa zu tun hat - ich aber denke, dass eine Debatte übers Streikrecht generell durchaus Anklang in der Runde hier finden wird:

 

vor 4 Stunden schrieb A380:

Warum darf man nicht über Gesetzesänderungen disskutieren und machdenken?

Darf man natürlich schon, ist ein freies Land. Ich bin bloß der Ansicht, dass die einzigen, die von so einer Maßnahme langfristig profitieren würden, die Leute wären, die Anteile an Firmen halten und somit Arbeitgeber-Interessen haben. Die arbeitende Bevölkerung profitiert dann vielleicht 20 Jahre von einem stabilen infrastrukturellen Umfeld, weil kein Arbeitskampf mehr stattfindet, und merkt dann langsam, wie ihre ökonomische Stellung im Vergleich zu Ländern mit vorher ähnlicher Lage zurückfällt. Das nennt man einen grandiosen Pyrrhussieg.

 

Weiterhin sollte man sich bewusst machen, dass man mit sowas eine handfeste Einschränkung von Grundrechten fordert. Streik ist kein cooles Add-On unserer Wirtschaftswelt, es ist eine elementare Freiheit der Arbeiterschaft. Wer die einschränken will, sollte in meinen Augen auch einen Vorschlag mitbringen, wie denn in seinen Augen dann zukünftig Konflikte zwischen Lohnarbeitern und Besitzern eines Unternehmens ausverhandelt werden sollen.

 

Denn man muss sich ja auch mal bewusst machen: Das Konzept Streik wurde ja nicht mit der Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes 1869 eingeführt und vorher hatten die Leute einfach einen unweigerlichen Arbeitszwang. Streik ist die Legalisierung eines Streits, der so alt ist wie die Idee der Lohnarbeit selbst, nur an dessen Ende früher das Haus des Firmeneigentümers und mit ein bisschen Pech er gleich mit gebrannt hat.

 

Mal abgesehen davon, dass man, wenn man als Arbeiter selbst eine solche Meinung vertritt, damit in meinen Augen der internationalen Arbeiterschaft ein beachtliches Messer in den Rücken jagt. Weil - wie du auch schon richtig anerkannt hast und wie wir auch gleich noch weiter besprechen - lebt man ja nicht alleine auf dieser Welt.

 

vor 4 Stunden schrieb A380:

Nun können wir mehr arbeiten (verdieben immer noch viel mehr) oder langfristig werden wir zu drittweltländer.

Danke, ich kenne das Prinzip der Staatenkonkurrenz im Kapitalismus. Ich halte die Aussage trotzdem erstens für eine brutale intellektuelle Verkürzung und zweitens auch nicht in der Absolutheit zutreffend.

 

Denn: Man muss nicht jeden Markt um jeden Preis bedienen, und es findet sich gerade innerhalb Europas auch genug Wertschöpfung im eigenen Wirtschaftsraum. Auch wenn EK irgendwann alle Pax auf EU-SEA fliegt, werden sie nicht in der Lage sein, konkurrenzfähig den innereuropäischen Markt oder EU-USA zu bedienen.

 

Realistisch sind sie ja nicht mal in der Lage, auch in Friedenszeiten überhaupt nur annähernd einen Großteil des Marktes auf EU-SEA zu bedienen, weil ihnen Verkehrsrechte dafür fehlen. (Was übrigens auch der gleiche Grund ist, warum ich gegen eine weitere Marktliberalisierung und für einen Protektionismus europäischer Airlines bin.)

 

Weiterhin musst du mir mal erklären, was die Logik dahinter sein soll, Wertschöpfung um jeden Preis durch eigene Arbeitnehmer tätigen zu lassen, auch wenn die dabei kein zusätzliches Geld verdienen. Dumm gesagt - wenn ich die Wahl habe zwischen wenig Geld und viel Arbeit oder wenig Geld und wenig Arbeit, nehme ich natürlich die Variante, bei der ich immerhin keinen Finger krümmen muss.

 

Die Forderung, aufs Streikrecht zu verzichten, um von den Produktionskosten her an die MEB3 ranzukommen, hat genau einen Profiteur: Die Besitzer der Airlines. Und die Idee, dass der Reichtum, der sich dann dort akkumuliert, nach unten runtertropft, wird sogar in den wirtschaftsfreundlicheren Varianten der Volkswirtschaftslehre inzwischen seit Jahrzehnten als überholt betrachtet. Als Bürger bringt es mir nichts, wenn mein Land in der Statistik ein gutes BIP hat, solange nichts davon in meinem Portemonnaie ankommt. Ich ernähre mich nicht von Destatis-Tabellen.

 

Das man es geschafft hat, dass Arbeiter sich in Konkurrenz mit Arbeitern aus anderen Ländern sehen und dort die Trennlinie ziehen, und nicht etwa zwischen ihnen und der besitzenden Klasse, ist der größte PR-Erfolg des Neoliberalismus.

Geschrieben

https://www.aero.de/news-52373/Lufthansa-Piloten-setzen-Streik-fort.html

 

Okay....ich persönlich bin mit einem LH-Flieger erst wieder Mitte/Ende Mai (vielleicht) unterwegs, aber ich bemerke, wie diese Streikankündigungen so langsam etwas an Schrecken verlieren und nur noch ein Schulterzucken auslösen. 

Bin mal gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass hinter den Kulissen mehr läuft, damit man auf die Strasse Richtung Schlichtung/Meditation einbiegen kann. 

https://www.aerotelegraph.com/airlines/lufthansa-in-der-streik-spirale-welche-wege-gibt-es-fuer-eine-loesung/9pvqtjb

Eigentlich finde ich, sind AN und AG doch dafür nicht so weit entfernt....okay, man sollte sich aber schon über ein grösseres Paket unterhalten können als "nur" die Altersversorgung, dafür gibt es bekanntlich zu viele Baustellen. Dann könnte in dem ganzen Mist auch eine Chance für eine Zukunftsperspektive entstehen. Und dafür kämpfen VC und UFO doch in Wahrheit. 

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb im-exil:

Okay....ich persönlich bin mit einem LH-Flieger erst wieder Mitte/Ende Mai (vielleicht) unterwegs, aber ich bemerke, wie diese Streikankündigungen so langsam etwas an Schrecken verlieren und nur noch ein Schulterzucken auslösen. 

Mich treibt schon um, wie die ganzen Cityline Verbindungen ersetzt werden sollen. Ich sehe mich in Zukunft schon stundenlang in München/Frankfurt abhängen, bevor mein Weiterflug startet.

Es gibt jetzt teilweise nur noch zwei Flüge am Tag von München nach Hannover.

Die Streiks sind irgendwann vorbei, aber die Cityline Verbindungen kommen im schlechtesten Fall nicht wieder zurück.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb BWE320:

 

Die Streiks sind irgendwann vorbei, aber die Cityline Verbindungen kommen im schlechtesten Fall nicht wieder zurück.

 

Das ist auch so geplant. Du kannst hin via MUC und zurück evtl. via VIE oder ZRH.

 

Man hat es schon letztes Jahr angekündigt das Netzwerk optimieren zu wollen, was auch OK ist. 

 

Schauen wir was kommt.

 

Vermutlich wird man auch bei der Jahreshauptversammlung die Marschrichtung kommunizieren.

Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb oldblueeyes:

 

Das ist auch so geplant. Du kannst hin via MUC und zurück evtl. via VIE oder ZRH.

 

Man hat es schon letztes Jahr angekündigt das Netzwerk optimieren zu wollen, was auch OK ist. 

 

Schauen wir was kommt.

 

Vermutlich wird man auch bei der Jahreshauptversammlung die Marschrichtung kommunizieren.

Mit Reisezeitverlusten von tlw. über 2 Stunden verliert die  Lufthansa massiv an Attraktivität, und etliche Ziel werden halt nicht via Wien und Zürich angeboten. Alles irgendwie ein Eigentor, wenn man die Konnektivtät an erster Stelle betrachtet. Nutznießer hiervon wird Ryanair usw. sein, weil sich jetzt Verbindungen z. B. ab FMM noch besser rechnen.

Ziele ab Frankfurt die jetzt ein upgrade auf A321 verfahren, werden in Ferienzeiten schnell ausgebucht sein. Größers als A321 steht nicht zur Verfügung. Gerade bei hochpreisigen WE/Tagen wirtschaftlich kein guter Deal.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Fluginfo:

Ziele ab Frankfurt die jetzt ein upgrade auf A321 verfahren, werden in Ferienzeiten schnell ausgebucht sein. Größers als A321 steht nicht zur Verfügung. Gerade bei hochpreisigen WE/Tagen wirtschaftlich kein guter Deal.

Erneut: Es geht nicht um maximal viele Pax, sondern um maximal viel Geld. Wenn in Ferien die Nachfrage größer ist als das was du anbieten kannst, erhöhst du die Preise und dein Gewinn steigt. Ist doch ok so!?

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