ilam Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Irgendwie komme ich bei dem Interview auch nicht so ganz mit. Erst sagt er, "etwas von außen" habe seiner Meinung nach die Kontrolle über das Flugzeug übernommen. Auf die Frage nach Konkretisierung fängt er darüber an, wer und was an Bord war und erzählt, dass die Tracking-Systeme eigentlich gut genug sind, der Transponder vom Cockpit aus kontrolliert wird und zukünftig nicht mehr abschaltbar sein sollte. Wenn "etwas von außen" die Maschine übernommen hat, warum sollte dann jemand "aus dem Cockpit" die Transponder abschalten? Miese Übersetzung?
aaspere Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Mit der Formulierung "von außen", worüber ich auch etwas gestolpert bin, meint er mit Sicherheit: "außerhalb des normalen Systems". Das schließt meiner Meinung nach eine Entführung, aber auch ein bewußtes Handeln innerhalb des Cockpits ein.
HPT Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 das schließt auch remote control ein
bueno vista Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Tims Aussagen erinnern mich stark an so manchen denkwürdigen Thread hier. Ich tendiere bei der Bewertung eher in Richtung Aufmerksamkeitsammeln statt Wissenstransfer.
aaspere Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Das interpretiere ich anders, da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Tim Clark an den SPIEGEL herangetreten ist, sondern umgekehrt.
bueno vista Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Das macht seine Aussagen nicht seriöser. Was will Tim denn damit erreichen? Er könnte die bemängelten Zustände doch in seinem Laden abstellen, Transponder u. ACARS verblomben, und Airbus´ neue Abwurfblackbox ordern: http://www.aerotelegraph.com/airbus-boeing-streit-blackbox-schwimmend-mh370
aaspere Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Tolle Dialektik. Darum ging es doch in Deinem vorigen posting nicht, sondern um Deine Bewertungstendenz der bewußten Selbstdarstellung von Tim Clark. Und da habe ich einen anderen Gedanken. Ich wußte übrigens nicht, daß Du und Tim Clark offensichtlich eng befreundet seid. Dann wäre es doch für Dich ein Leichtes, ihm Deine Überlegungen aus dem letzten posting nahe zu bringen. Wie ich ihn einschätze, wird er das begeistert aufgreifen. :)
Coronado Geschrieben 10. Oktober 2014 Melden Geschrieben 10. Oktober 2014 Mir ist auch nicht klar, was das Ganze soll. Erst haut er ganz schön auf den Putz, um sich dann in Andeutungen zu verlieren. Vielleicht ist es ja der Beginn eines politischen Feldzug, eine ACARS-Totalüberwachung von Crews "aus Sicherheitsgründen" schneller verpflichtend zu machen, als sich die entsprechenden Gewerkschaften dagegen wehren können? :P
bueno vista Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 Tolle Dialektik. Darum ging es doch in Deinem vorigen posting nicht, sondern um Deine Bewertungstendenz der bewußten Selbstdarstellung von Tim Clark. Dann wiederhole ich es noch ein mal für dich: Entweder ich handele oder ich lamentiere. Ersteres kann ich bei ihm nicht erkennen.
aaspere Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 Ich habe schon begriffen, was Du meinst. Insofern ist Wiederholung nicht nötig. Meinen Smiley hast Du ja wohl auch übersehen. Mein Gott, nehmt das doch nicht so tierisch ernst. Das ist ein Interview gewesen, wo SPON Fragen aufgeworfen hat, und Tim Clark hat seine Gedanken dazu geäußert. Die mögen nicht jedermanns Wellenlänge getroffen haben; völlig unsinnig sind sie jedenfalls aus meiner Sicht nicht. Aber im Gegensatz zu vielen anderen hier, bin ich ja auch kein verhinderter CEO einer Airline. Und wer von uns weiß denn, ob er nicht schon an dem ein oder anderen Rädchen dreht, also handelt?
Hubi206 Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 Dann wiederhole ich es noch ein mal für dich: Entweder ich handele oder ich lamentiere. Ersteres kann ich bei ihm nicht erkennen. Und wie bitteschön soll er handeln? Soll Emirates jetzt die Suche nach der Maschine aufnehmen? Ich finde gar nicht verkehrt, daß mal jemand, der in der Branche schon gehört wird, das Thema mal wieder aufgreift. Mir scheint es jedenfalls so, als ob es für die Verantwortlichen das mehr und mehr totschweigen. Und das T. Clark jetzt auch Forderungen an die Flugzeughersteller formuliert ist doch auch ein Schritt in die richtige Richtung. Hätte es diese Technik gegeben, wäre die 772 längst gefunden.
Guni75 Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 Sodele damit wäre das ja dann geklärt :) http://www.welt.de/vermischtes/article133150662/Malaysia-Airlines-Flug-schraubte-sich-ins-Wasser.html
HPT Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 (bearbeitet) ... was sie (vom ATSB?) nicht sagen: "in einem besonders geringen Winkel" würde bedeuten, dass es ein weiter Gleitflug war. Also genau das Gegenteil, was in den ganzen Monaten bislang kommuniziert wurde. Diesen Fall haben wir hier ja auch schon zu Genüge diskutiert, allerdings wäre das Suchgebiet dann viel größer und weiter von der letzten Linie entfernt. Zum anderen würde das bedeuten, dass ein Pilot noch am Steuer gewesen sein müsste und das soft landing durchgeführt hat, denn der Autopilot müsste laut Diskussionsstand ja keinen Saft mehr gehabt haben. Bearbeitet 11. Oktober 2014 von HPT
bueno vista Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 ... Mein Gott, nehmt das doch nicht so tierisch ernst. ... und Tim Clark hat seine Gedanken dazu geäußert. Hast ja Recht, bist ja hier auch eher für wertvolle Beiträge bekannt. Was mich irritierte war für einen seiner Größe ungewöhnliche Kommunikation. In dieser Führungsklasse hat man diverse Mediatrainings hinter sich und äußert sich mit etwas mehr Weitsicht. Ich finde es gut dass er aufs Thema eingeht, die Forderungen sind aber ein wenig blauäugig. Sei es drum, man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Und wie bitteschön soll er handeln? Soll Emirates jetzt die Suche nach der Maschine aufnehmen? Steht in meinen Postings, er fordert Änderungen an der Sicherheitsarchitektur. Soll er halt mit gutem Beispiel voran gehen, hindert ihn doch niemanden. Sodele damit wäre das ja dann geklärt :) http://www.welt.de/vermischtes/article133150662/Malaysia-Airlines-Flug-schraubte-sich-ins-Wasser.html "Kurz darauf schlug MH370 in einem besonders geringen Winkel auf der Wasseroberfläche auf. Die Forscher interpretieren die Daten so, dass sich die Maschine durch den Winkel wie eine Spirale "ins Wasser geschraubt" und deshalb sehr schnell sehr tief gesunken sei." Kann jemand erklären was "die Forscher" damit meinen? Entweder hat man hier irreführend übersetzt, oder mein Verständnis von Physik leidet. Bei flachem Aufprallwinkel wird die Maschine in alle Einzelteile zerlegt. Und wie sich eine 777 ins Wasser schraubt wäre auch interessant zu erfahren.
HPT Geschrieben 11. Oktober 2014 Melden Geschrieben 11. Oktober 2014 (bearbeitet) die Welt-Redakteure haben geschrieben: "Die Forscher interpretieren die Daten so, dass sich die Maschine durch den Winkel wie eine Spirale "ins Wasser geschraubt" und deshalb sehr schnell sehr tief gesunken sei. Das sei auch der Grund dafür, warum bisher keine Trümmer gefunden worden seien." Im veröffentlichten Bericht vom 8.10.14 (http://www.atsb.gov.au/media/5163181/AE-2014-054_MH370%20-FlightPathAnalysisUpdate.pdf) habe ich aber nur gefunden (S. 12 unten): "The simulator activities involved fuel exhaustion of the right engine followed by flameout of the left engine with no control inputs. This scenario resulted in the aircraft entering a descending spiralling low bank angle left turn and the aircraft entering the water in a relatively short distance after the last engine flameout. However when consideration of the arc tolerances, log on messages and simulator activities are combined, it indicates that the aircraft may be located within relatively close proximity to the arc. Die "Welt" scheint da wohl etwas viel rein-interpretiert zu haben... Wie buena vista schon sagte, ist es eher verwunderlich, dass keine Trümmer gefunden wurden. Bearbeitet 11. Oktober 2014 von HPT
bueno vista Geschrieben 12. Oktober 2014 Melden Geschrieben 12. Oktober 2014 Danke HPT, da lag ich mit der Vermutung doch richtig, dass die Kombination aus Englisch, Physik und Luftfahrt nicht die Stärke der Welt Redaktion war.
HPT Geschrieben 12. Oktober 2014 Melden Geschrieben 12. Oktober 2014 ... nicht nur das, die Welt hat auch noch einen Grund "geliefert", warum bislang noch nichts von der 777 gefunden wurde.
Jimmyy Geschrieben 13. Oktober 2014 Melden Geschrieben 13. Oktober 2014 This scenario resulted in the aircraft entering a descending spiralling low bank angle left turn and the aircraft entering the water in a relatively short distance after the last engine flameout. ... Wie buena vista schon sagte, ist es eher verwunderlich, dass keine Trümmer gefunden wurden. Ich nehme mal an "bank angle" steht hier fuer den Winkel des Flugzeugrumpfes zum Wasser. Demnach fehlt jede Aussage zum vermuteten Winkel des Richtungsvektors des Flugzeugs zum Wasser, oder dessen Aufprallgeschwindigkeit. Falls es dazu an anderer Stelle keine Aussage gibt, könnte auch die Welt recht haben, wird es aber vermutlich eher nicht.
744pnf Geschrieben 13. Oktober 2014 Melden Geschrieben 13. Oktober 2014 ist es eher verwunderlich, dass keine Trümmer gefunden wurden. Überhaupt nicht, der Begriff "bank angle" bezieht sich nämlich nur auf die Neigung in Richtung der Längsachse des Flugzeugs. Wenn dieser Winkel 5 Grad beträgt, die Nase aber beim Aufprall fast senkrecht in den Ozean zeigt ist es trotzdem ein "low bank angle left turn", bei dem aber nur Kleinsttrümmer übrig bleiben dürften, da die Wasseroberfläche bei diesen Geschwindigkeiten wie Beton ist.
Coronado Geschrieben 13. Oktober 2014 Melden Geschrieben 13. Oktober 2014 So wie ich das sehe, geht es bei diesem "end-of-flight-scenario"-Abschnitt nicht um eine Erklärung dafür, dass immer noch keine Trümmer gefunden wurden, sondern nur um eine Begründung, warum man annimmt, dass das Flugzeug nahe des 7. Bogens ins Wasser gestürzt ist. Kernaussage: Fallen die Motoren nacheinander und nicht gleichzeitig aus, begibt sich das Flugzeug ohne Steueraktion in eine Kurve. Somit fliegt das Flugzeug Kreise, und weil es (ohne Vortrieb) dabei sinkt, entsteht eine (relativ flache) Spirale. Dass ein Motor nach dem anderen ausfällt und nicht beide gleichzeitig, ist ja logisch und entspricht den Erfahrungen. Warum sie explizit das Szenario erst rechts aus, dann links aus beschreiben, weiß ich auch nicht, ändert aber auch nichts an der Aussage "nahe am Bogen". Interessant finde ich, dass sie bei dieser Reihenfolge als Endergebnis eine Linkskurve annehmen, denn nach dem Ausfall des ersten, rechten, Motors sollte man eigentlich ein Drehen des Flugzeugs nach rechts erwarten. Warum das Flugzeug dann nach dem Ausfall des linken Motors in die andere Richtung drehen soll, erschließt sich mir gerade nicht, aber ich nehme an, sie haben ihre Gründe. Auch nicht explizit erwähnt wird, ob das Flugzeug ihren Untersuchungen nach bis zum Schluss im stabilen Kurvenflug bleibt und so auch aufs Wasser aufprallt, oder ob es doch irgendwann mit entsprechenden Konsequenzen die Nase rauf- oder runternimmt. Aber auch das ändert ja nichts an ihrer Kerntheorie, dass das Flugzeug auf dem 7. Bogen im Sinkflug (durch Motorausfall) war, und danach nicht mehr GERADEAUS weitergeflogen ist, und sich deshalb in der Nähe des letzten Bogens befinden soll. Aber über die Art und Weise des Aufpralls und die dementsprechend zu vermutende Größe eines Trümmerfelds macht der Abschnitt keine konkrete Aussage. Aber "ins Meer geschraubt" ist schon eine besondere Vergewaltigung des Sachverhalts und der deutschen Sprache. Ich muss da wieder an die Zeckenzange denken. Und ich weiß immer noch nicht sicher, ob man nun ziehen oder doch drehen soll, obwohl Zecken ja kein Gewinde haben sollen... Äh, sorry für OT. :ph34r:
bueno vista Geschrieben 13. Oktober 2014 Melden Geschrieben 13. Oktober 2014 (bearbeitet) Dein erster Absatz ist ein sehr guter Erklärungsansatz für besagte "Spirale". Bei aktivem Autopilot hätte das Steuersystem gegen gesteuert und so lang wie möglich Kurs gehalten. Ob dieser sich bei Motorenausfall aber selbstständig deaktiviert (ähnlich Airbus alternate Law) können wohl nur die Experten beantworten. Bearbeitet 13. Oktober 2014 von bueno vista
Coronado Geschrieben 13. Oktober 2014 Melden Geschrieben 13. Oktober 2014 Na, dann mal sehen, was sie sagen. Ein PPRuNer hats im Sim probiert... http://www.pprune.org/8407235-post8627.html Erster Motor aus - AP bleibt drin, hält Höhe und Thrust Asymmetry Compensation gibt Seitenruder. Zweiter Motor aus - AP trennt sich, Seitenruder neutral, Steuerung geht in Direct Mode. Flugzeug sinkt mit bis zu 8000ft/min und nimmt Fahrt auf bis 340kts, steigt wieder etwas bis es auf 220kts abgebremst ist, und dann geht das Spiel von vorne los. Dabei immer zwischen 5° bis 25° Rollneigung, also noch moderat. Na, das entspricht doch so ziemlich der Darstellung des ATSB!
Guni75 Geschrieben 26. Oktober 2014 Melden Geschrieben 26. Oktober 2014 Und wieder Spekulationen, gefunden wurde allerdings nichts.. http://www.focus.de/panorama/welt/suche-nach-verschwundener-boeing-wurden-wrackteile-von-mh370-nach-indonesien-gespuelt_id_4222465.html
aaspere Geschrieben 26. Oktober 2014 Melden Geschrieben 26. Oktober 2014 Beim focus hat man wohl etwas Probleme mit den Himmelsrichtungen. Indonesien liegt nach meinem Verständnis nördlich von Australiens Westküste.
bueno vista Geschrieben 26. Oktober 2014 Melden Geschrieben 26. Oktober 2014 Beim focus hat man wohl etwas Probleme mit den Himmelsrichtungen. Schade dass man das online Geschwätz nicht wie die Printausgabe zum Fischeinwickeln nutzen kann.
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