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Diskussion zum Flughafen Kassel


airbus24

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Geschrieben
Am 20.9.2017 um 17:31 schrieb Hame:

Rein theoretisch wäre deren KSF-Flieger doch diesen Sommer schon voll ausgelastet gewesen. Wie will man da die 3 neuen Flüge unterbringen? Erfolgt die Bedienung im W-Pattern durch die Berlin-Maschine oder ist KSF Zwischenstopp ab Berlin oder werden andere Strecken dafür ab KSF reduziert/gestrichen?

Es wird nur gehen wenn SILR auch von sehr weit her - ausserhalb des eigentlichen Einzugsgebiet die Reisenden anwirbt. Die werden dann durch Preisvorteile angelockt. 
Die können dann bei der zeitaufwendigen Autoanreise ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie dann auf den Landstrassen zum Flughafen in eine der zahlreichen Blitzerfallen geraten. Und falls sie mit der Bahn anreisen wollten, sollten sie ca. 3 Stunden vor Abflug am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe eintrudeln. Bei den morgendlichen Abflügen auch ziemlich abenteuerlich...

Dazu kommt die Unsicherheit, ob diese Sundair, die jetzt nur für Unfähigkeit bei der Zulassung eines Flugzeugs geglänzt hat, überhaupt in der Lage ist, einen stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten. Denen ist alles zuzutrauen.
Die Zukunft von KSF steht damit wohl ziemlich in den Sternen.

Geschrieben

Genau die kommen wie schon dieses Jahr aus NRW wegen dem Preisvorteil angelockt nach Kassel, weil aber die Radarfallen in NRW noch nicht erfunden bzw. aufgestellt wurden, fahren also die ganzen NRW Preisvorteil Bucher in diese bösen Radarfallen.

 

Ganz ehrlich wie albern ist das den, hinter der hessischen Grenze in NRW dort stehen die Wälder an Blitzern, an die sich jeder dieser Preisvorteil NRW Sucher schon lange gewöhnt hat.

PS. die Zukunft ist heute Morgen gerade im Anflug auf den KSF mit seinen A320 und nicht in den Sternen und schöne Grüsse ins Erzbistum.

 

 

Geschrieben

Man reibt sich immer wieder die Augen, wenn man sieht dass einzelner User hier das Landen eines Flugzeuges monatelang herbeisehnen und dann als Aufbruchsignal in die Zukunft werten.

Wenn man es nicht besser wüßte, könnte man glauben, es gehe hier um eine Region im afrikanischen Urwald, die nun erstmalig an die Zivilisation angeschlossen wird. Doch nein - es ist Nordhessen.

Geschrieben

Ja richtig, stimmt Zivilisation ist da wo ein Bundesland 6 Flughäfen unterhalten darf, damit das gelingt muss u.a. ein Mrd. Betrag auch für Infrastrukturen über den Länderfinanzausgleich aus Hessen kommen, was mit seinen nördlichen Teil doch gerade erst an die Zivilisation angeschlossen wird und ganz verwerflich ist es  wenn diese Länder selbst Flughäfen unterhalten möchten, diese Errungenschaften der Zivilisation stehen niemanden sonst zu.

 

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb bernd.e32:

Genau die kommen wie schon dieses Jahr aus NRW wegen dem Preisvorteil angelockt nach Kassel, weil aber die Radarfallen in NRW noch nicht erfunden bzw. aufgestellt wurden, fahren also die ganzen NRW Preisvorteil Bucher in diese bösen Radarfallen.

 

Ganz ehrlich wie albern ist das den, hinter der hessischen Grenze in NRW dort stehen die Wälder an Blitzern, an die sich jeder dieser Preisvorteil NRW Sucher schon lange gewöhnt hat.

PS. die Zukunft ist heute Morgen gerade im Anflug auf den KSF mit seinen A320 und nicht in den Sternen und schöne Grüsse ins Erzbistum.

 

 

bezgl. der Zukunft in Gestalt der im Anflug befindlichen A320: Optimismus in allen Ehren, aber ist das nicht ein wenig verfrüht ?. Genauso wenig wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so macht eine A320 noch keinen erfolgreichen Flughafen. Aber zumindest mit dem Sundair- AOC wird es ja wohl klappen. 

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb bernd.e32:

Ja richtig, stimmt Zivilisation ist da wo ein Bundesland 6 Flughäfen unterhalten darf, damit das gelingt muss u.a. ein Mrd. Betrag auch für Infrastrukturen über den Länderfinanzausgleich aus Hessen kommen, was mit seinen nördlichen Teil doch gerade erst an die Zivilisation angeschlossen wird und ganz verwerflich ist es  wenn diese Länder selbst Flughäfen unterhalten möchten, diese Errungenschaften der Zivilisation stehen niemanden sonst zu.

 

Selten so einen Blödsinn gelesen.

Ich stimme Dir zu, dass es in NRW zu viele Flughäfen gibt, aber schau dir bitte mal an, wer diese Flughäfen betreibt bzw. permanent bezuschusst. Das Land NRW ist es nicht. In Dortmund sind es beispielsweise die Stadtwerke, dessen Chef gerade dadurch Aufmerksamkeit erregt, dass er einen Dienstwagen mit 435 PS fährt.

Der Flughafen Kassel soll also der Anschluss der Region an die Zivilisation sein, und vor der Eröffnung gab es diesen nicht? In welcher Welt lebst Du?

Geschrieben

Die Region wird zwar von der EU als luftverkehrlich unterversorgt eingestuft, ist aber natürlich durch andere Verkehrsträger gut erschlossen.

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Natürlich kann man die Stationierung klein reden. Wenn man aber bedenkt, dass man lediglich mit etwa 400.000 Passagieren rechnet (zzgl. der anderen Bausteine), um ein erträgliches Jahresergebnis zu schaffen, sollte man doch auch mal anerkennen, dass man mit Sundair und Schauinsland einen großen Schritt in die richtige Richtung macht.   

Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb MarioEDVK:

Die Region wird zwar von der EU als luftverkehrlich unterversorgt eingestuft, ist aber natürlich durch andere Verkehrsträger gut erschlossen.

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Natürlich kann man die Stationierung klein reden. Wenn man aber bedenkt, dass man lediglich mit etwa 400.000 Passagieren rechnet (zzgl. der anderen Bausteine), um ein erträgliches Jahresergebnis zu schaffen, sollte man doch auch mal anerkennen, dass man mit Sundair und Schauinsland einen großen Schritt in die richtige Richtung macht.   

Für eine Bewertung, ob das ein richtiger Schritt war, ist es sicherlich noch zu früh.

Geschrieben

@MarioEDVK: Dann war also der Hauptgrund für den Bau des KSF die Erhaltung eines Industriestandortes ? Hat es denn einen spürbaren Anstieg bezgl. der Anzahl von Firmen am KSF gegeben im Vergleich zu der Zeit vor dem Bau ? War die Anzahl der Geschäftsreiseflüge so stark gestiegen, daß diese am "alten" Flugplatz nicht oder nur noch mit Problemen durchgeführt werden konnten ? Was die Fracht betrifft: Gibt es am KSF die nötige Ausrüstung (Geräte zum röntgen von Containern etc.) für die Fracht ? Ich kenne die Antworten nicht. Was den Passagierverkehr betrifft: Natürlich ist es besser, eine Airline am Airport zu haben, als überhaupt keine planmäßigen Flüge anbieten zu können. Aber wie "Spie10" schon schrieb, ob mit Sundair der richtige Schritt gemacht wurde, dafür ist es noch zu früh, speziell nach der "Performance" von Sundair die letzten Wochen !

Geschrieben

Damals kamen mehrere Dinge zusammen. Der Zustand des Flughafens machte zunächst einmal erhebliche Investitionen notwendig. Die FAG hatte für die FGK ein Gutachten erstellt, das einen wirtschaftlichen Betrieb nur bei Ausrichtung auf den Charterflugverkehr in Aussicht stellte. Die Politik wollte Strukturpolitik betreiben (die Arbeitslosenquote war damals doppelt so hoch). Die IHK hatte die Unterstützung des Gewerbes am Flugplatz und die Unternehmen der Region im Fokus.

Es sind einige Unternehmen dazu gekommen. Die Arbeitsplätze sind von 700 (2013) auf etwa 1.000 gestiegen. Leider gibt es noch immer keine Vereinbarung der Gesellschafter zum Gewerbepark am alten VLP und daher keinen Bebauungsplan. Dies liegt einzig daran, dass die Landesregierung einen Evaluierungstermin zur Zukunft des Flughafens gesetzt hat. Vier verschenkte Jahre für die Entwicklung dieses Filetstücks. Das Resultat eines im Koalitionsvertrag verschriftlichten  Komprisses der schwarz-grünen Landesregierung.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb MarioEDVK:

Damals kamen mehrere Dinge zusammen. Der Zustand des Flughafens machte zunächst einmal erhebliche Investitionen notwendig. Die FAG hatte für die FGK ein Gutachten erstellt, das einen wirtschaftlichen Betrieb nur bei Ausrichtung auf den Charterflugverkehr in Aussicht stellte. Die Politik wollte Strukturpolitik betreiben (die Arbeitslosenquote war damals doppelt so hoch). Die IHK hatte die Unterstützung des Gewerbes am Flugplatz und die Unternehmen der Region im Fokus.

Es sind einige Unternehmen dazu gekommen. Die Arbeitsplätze sind von 700 (2013) auf etwa 1.000 gestiegen. Leider gibt es noch immer keine Vereinbarung der Gesellschafter zum Gewerbepark am alten VLP und daher keinen Bebauungsplan. Dies liegt einzig daran, dass die Landesregierung einen Evaluierungstermin zur Zukunft des Flughafens gesetzt hat. Vier verschenkte Jahre für die Entwicklung dieses Filetstücks. Das Resultat eines im Koalitionsvertrag verschriftlichten  Komprisses der schwarz-grünen Landesregierung.

Es sieht also so aus, daß mit Fracht, Geschäftsfliegerei oder Gewerbegebieten nicht gerade große Einnahmen generiert werden können. Es kommt also auf planmäßige, in diesem Falle Touristenflüge an. Auch wenn die Sundair jetzt ihr AOC hat und ihre Flüge durchführt, da muss natürlich erheblich mehr kommen, um nur in die Nähe von 400.000 Paxen zu kommen. Um den Evaluierungstermin (wann ist der eigentlich ?) braucht man sich am KSF ja keine Sorgen zu machen, Hr. Schäfer wird den Hafen nicht hängenlassen.  

Geschrieben

Da kann ich nur zustimmen. Es funktioniert nur eine gemischte Nutzung. Daher geht auch die Rückstufungsdebatte an der Sache vorbei. Die Rückstufung/Einstellung des kommerziellen Luftverkehrs führt nicht zu wesentlichen Einsparungen beim Aufwand (1 Mio wurden mal genannt) sondern bei den Erträgen und beim Wachstum. Im letzten Betriebsjahr vor dem Ausbau wurde bereits ein Defizit von 3,6 Mio. eingefahren. Ich würde mich wundern, wenn die, die jetzt noch Rückstufung rufen, bereit wären, auf Dauer ein solches Ergebnis bei eingeschränkter Funktion des Flughafens zu akzeptieren. Letztlich würde dann eine Schließungsdiskussion folgen.

Geschrieben
Am 26.9.2017 um 09:44 schrieb MarioEDVK:

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Aber jetzt hat man nur den touristischen Verkehr. Mit max. 2 regelmäßigen Abflügen am Tag - im Winter weniger. Dabei hat man früher von Linienanbindugnen an Hubs für die Wirtschaft in Nordhessen gesprochen und damit den Flughafenausbau begründet. Und man hat sogar ganz groß geträumt:

 

Nordhessische Träume

 

Die einzige Linienanbindung an ein Hub von KSF aus wurde schnell wieder eingestellt. Wernn sich jemand erinnert - es handelte sich um das Mega-Hub Splitt. 

 

Und auch die Frachttfliegerei findet nicht in Kassel statt. Kassel hat nicht die Voraussetzungen um ausgehende Fracht abzufertigen und einkommend nur, wenn es sich um Fracht aus der EG handelt, Regelmäßige Flüge gibt es auch in diesem Bereich nicht.

 

Somit finden jetzt nur regelmäßige Flüge im Touristikbereich statt, für den der Airport gar ausgebaut werden sollte gem. den o.g. Zitat. Das zeigt wie alle ursprünglichen Planungen fernab jeder Realität waren. Eine bessere Besätigung als das hunderte Millionen EUR für den Ausbau und zig Millionen für den Betrieb n den Sand gesetzt wurden gibt es ja wohl kaum. Und jetzt ist dieser Touristikbereich plötzlich der Hoffnunsträger mit über das Jahr gesehen im Schnitt noch nicht einmal 2 täglichen Flügen. Die Bausteine Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr fehlen. Das ist so, als wenn man ein Haus Fundemanet baut und sich dann wudnert, dass einem beim ersten Sturm die Kritik um die Ohren fliegt.

 

Der eigentliche Skandal in Deutschland ist aber, dass niemand für eine deraut eklatante Fehlplanung verantwortlich ist - weder Gutachter, noch Entscheider. Der Steuerzahler zahlt und damit ist es gut. Sicherlich auch ein kleiner Punkt dafür, dass die Bundestagswahl am Sonntag so ausgegangen ist, wie sie es ist.

Geschrieben

Die fehlende Hubanbindung ist eine offene Flanke. Linienverkehre fallen nicht vom Himmel. Die Airlines werden immer versuchen, den Flughafen mit ins Risiko zu nehmen. Nicht ohne Grund stellt bspw. PAD 2017 für neue Verbindungen 500 TEUR bereit (ich nehme mal an für PAD-FRA). Bei der derzeitigen politischen Lage, eher schwer zu verwirklichen. Weiterhin gibt es wachsend Geschäftsreisende, die Taxiverkehre oder eigene Maschinen nutzen (Wintershall, K+S).

Bei den Frachtflügen gibt es derzeit 4 wöchentliche Flüge für GLS und Charterflüge. Zugegeben in kleinem Rahmen.

"Kassel-Calden ist ein untypischer Flughafenstandort: Unternehmen der Luftfahrtindustrie dominieren." Dieses Zitat aus einem Gutachten stimmt noch immer: ZF Luftfahrttechnik, Airbus und Piper hier mal als Beispiele genannt. 65 % der Arbeitsplätze sind dem verarbeitenden Gewerbe zuzuordnen (Stand 2013).

Geschrieben

Die Arbeitsplätze waren aber auch schon vor dem Ausbau da. Was hat der Ausbau an subventionsfreien Arbeitsplätzen geschaffen? Die Abeitsplätze bei der Flughafen-Gesellschaft sind jedenfalls alle subventioniert, da die Betriebskosten nicht gedeckt sind.

 

Und kein Wunder, dass der Flugjafen kein Geld hat für eine Hubanbindung - er gibt ja schon mehrere Mio. an Sundair in den nächsten Jahren. Und das ist auch Geld, dass er nicht hat!

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb Hame:

" er gibt ja schon mehrere Mio. an Sundair in den nächsten Jahren. Und das ist auch Geld, dass er nicht hat!"

Schon mal die Quelle für diese Zahl geprüft, es ist ein Artikel in der Wirtschaftswoche, geschrieben von einer Volontärin die als Quelle für diese Zahl Vermutungen der Branche nennt. "Der Branche", wer ist damit gemeint, der Pressesprecher des Flughafen Düsseldorf oder von Condor den man angemailt hat oder TV Flughafen Experten die Mandatsträger der Linken in Stadtparlamenten sind, oder wurde hier auf der Plattforum oder im Forum oder einfach bei Google abgefragt wie groß Marketing Zuschüsse für Airlines ausfallen können. Lesen einfach mal selbst den Artikel und überlegen wie Heute Journalisten Recherche betreiben, meiner Meinung nach hat da jemand eine 0 mehr dazu gepackt aus welchen Gründen auch immer.

 

 

Geschrieben

... und anhand welcher nachvollziehbaren Fakten kommst Du zu der Behauptung, dass da eine 0 zu viel ist? Außer pauschalem Bashing von Journalisten und Deinem eigenem Wunschdenken kann ich bei Dir nichts erkennen, was Deine Annahme belegt.

Geschrieben

In dem Artikel steht aber nichts davon, dass da eine Null zu viel ist, so wie @bernd.e32 es behauptet. Weniger als eine Mio. sind auch 975.000 EUR p.a. Das behaupte ich nun ohne irgendeinen Anhaltspunkt dafür zu haben. Also bin ich sachlich mit Bernd auf einem Niveau. Aber ich habe doch noch etwas, wieso meine 975.000 doch näher an der Wahrzeit sein können als die 100.000:

 

Wenn PAD der LH für 6 Flüge/Woche schon 500.000€ zahlt, dann sind die 1 Mio. als Größenordnung schon glaubwürdig und zwar aus folgenden Gründen:

 

a.) LH fliegt PAD-FRA 6x/wö., Sundair fliegt 13x wöchentlich ab Kassel

b.) LH fliegt mit einer CRJ900, Sundair mit einer doppelt so großen A320.

c.) Kassel hat es nötiger als PAD Verkehr zu ködern, da Kassel sonst nichts hätte und von der Herabstufung bedroht ist

d.) PAD hat bereits eine Hubanbindung an ein Star Alliance-Hub, somit biete FRA nicht so viel neues.

 

 

Geschrieben

Auf der offiziellen Seite des Flughafens sehe ich für den Winterflugplan 6 Starts pro Woche, statistisch kann man dieses „gigantische Wachstum“ im Vergleich zum Winterflugplan 2016/17 gar nicht mal in Zahlen ausdrücken. Und genau für diesen Zweck wird das Theaterstück Flughafen Kassel weiter betrieben. 6 Ziele pro Woche und dafür muss der Steuerzahler einen kompletten internationalen Flughafen subventionieren. Man muss fast den Verdacht haben, dass die hessische Regierung, insbesondere der Leuchtturmpolitiker Herr Bouffier, die Firma Schauinsland/Sundair im Rahmen eines sonstigen Wirtschaftsförderprogramms direkt unterstützt, zusätzlich zu den hier genannten Fördermaßnahmen durch den Flughafen selber, damit diese Firma das unglaubliche Feigenblatt von 6 Starts pro Woche bereitstellt.

In Schulen und Kindergärten fehlt das Geld für Erzieher und Lehrer, in Kassel wird Steuergeld sinnlos in die Luft geblasen.

Geschrieben
Am 27.9.2017 um 19:45 schrieb MarioEDVK:

Die Rückstufung/Einstellung des kommerziellen Luftverkehrs führt nicht zu wesentlichen Einsparungen beim Aufwand (1 Mio wurden mal genannt) sondern bei den Erträgen und beim Wachstum. Im letzten Betriebsjahr vor dem Ausbau wurde bereits ein Defizit von 3,6 Mio. eingefahren. Ich würde mich wundern, wenn die, die jetzt noch Rückstufung rufen, bereit wären, auf Dauer ein solches Ergebnis bei eingeschränkter Funktion des Flughafens zu akzeptieren. Letztlich würde dann eine Schließungsdiskussion folgen.

Diese angeblich nur 1 Million € Einsparvolumen ist natürlich eine Zahl, die die Entscheidung, bzw. deren Begründung, zu manipulieren geeignet ist. Die aktuell ausgewiesenen Verluste von etwas weniger als 7 Mio. sind schon sehr geschönt. Denn anders als sonst bei Flughäfen, sind die hoheitlichen Kosten (Verkehrskontrolle; Polizei, Zoll, Flughafensicherheit, Feuerwehr) nicht eingerechnet. Die liegen nach plausiblen Schätzungen wohl eher zwischen 2 - 4 Mio. € und sind bei einer Rückstufung sofort einsparbar. Ebenso wie das für den Terminalbetrieb um ca. 70 Personen aufgestockte Personal. Auch hier handelt es sich um eine Summe im Bereich von über 2 Mio. €. 
Soviel Fairness muss sein.
Die 3,6 Mio € Jahresverlust im Jahr vor dem Jahr vor der Eröffnung des ausgebauten Flughafens beinhalten allerdings wie in den Jahren knapp davor auch schon einige Anlaufverluste die mit der Erweiterung des Betriebs zum Ausbauende hin zusammenhängen. Aktuell auch die Gewinne beschönigend und nicht von Dauer sind Einnahmen aus der Verpachtung von Flächen auf dem alten Flughafen für Flüchtlingsunterkünfte. Das Land zahlt hier - linke Tasche, rechte Tasche - generös aus Steuermitteln nach Schätzungen in der HNA wohl zwischen 500.000 und 1.000.000 € jährlich. Auch das gehört zur Wahrheit, wenn man die Rückstufung durchrechnet.

Sollte dann bei einer Rückstufung vielleicht doch noch vielleicht 1 - 2 Mio. € jährlicher Verlust bleiben, so kann man sich das dann wirklich trösten, dass man dafür einen hochmodernen Flughafen für die Wirtschaft hat, die ja dann entsprechend ganz unabhängig vom dann ausbleibeinden Charterverkehr sich weiterentwickeln darf. Das war ja das Hauptziel und das kann auch im rückgestuften Zustand in gleicher Weise weiterverfolgt werden. Eine Schliessungsdiskussion halte ich für ausgeschlossen.

Am 28.9.2017 um 12:02 schrieb MarioEDVK:

Die fehlende Hubanbindung ist eine offene Flanke. Linienverkehre fallen nicht vom Himmel. ...  Weiterhin gibt es wachsend Geschäftsreisende, die Taxiverkehre oder eigene Maschinen nutzen (Wintershall, K+S).

Bei den Frachtflügen gibt es derzeit 4 wöchentliche Flüge für GLS und Charterflüge. Zugegeben in kleinem Rahmen.

"Kassel-Calden ist ein untypischer Flughafenstandort: Unternehmen der Luftfahrtindustrie dominieren." Dieses Zitat aus einem Gutachten stimmt noch immer: ZF Luftfahrttechnik, Airbus und Piper hier mal als Beispiele genannt. 65 % der Arbeitsplätze sind dem verarbeitenden Gewerbe zuzuordnen (Stand 2013).

Die Formulierung "offene Flanke" mutet schon satirisch an.
Der Flughafen hat eigentlich bezogen auf die ursprünglichen Ziele nur offene Flanken. Keine Ansiedlung neuer Firmen aus der Aviatik, lächerlich geringfügige Passagierzahlen, Linienverkehr weder zu einem Hub noch zu einer anderen Destination - auch nicht geringfügig in Aussicht. Die Wirtschaft hat diesbezüglich diesen Flughafen nach eigener Aussage gar nicht gewollt.  Kaum oder homäöpathisch wenig Fracht und auch bezogen auf die Zielausagabe einen mickrig geringfügigen, wenig soliden, unregelmässigen Charterverkehr sind auch ein Faktum.
Das geringe Wachstum der vorhandenen Aviatikfirmen wäre aber auch ohne Ausbau möglich gewesen. Wenn nicht - dann bleiben für diese Firmen die Vorteile ja wie auch schon beschrieben nach einer Rückstufung bestehen. Und die grosse Investitionssumme, die ohnehin nicht zu amortisieren ist, ist nicht komplett nutzlos rausgeworfenes Geld.

Geschrieben

Mal wird behauptet, die Preise ab Kassel seien teurer als bspw. ab PAD. Jetzt soll das Programm nur durch Preisnachlässe an den Mann zu bringen sein. Was denn jetzt? Argumentatives Dilemma, wenn man zum einen das Angebot schlecht reden will und andererseits behaupten möchte, dass die Nachfrage nur durch günstige Preise erkauft sei.

Nach meiner bisherigen Erfahrung liegen die Preise im marktüblichen Rahmen.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Das sind schon heftige Aussagen, die aber eigentlich niemanden überraschen können. Bleibe allerdings bei meiner Meinung, daß der hessische Finanzminister KSF niemals fallen lassen wird, egal wie schlecht die Zahlen sind. Es wird leider genauso weitergehen wie bisher. Die KSF-Fans brauchen sich also keine Sorgen machen, dem Herrn Schäfer wird schon irgendetwas einfallen !

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