Zum Inhalt springen
airliners.de

Diskussion zum Flughafen Kassel


airbus24

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Waldo Pepper:

Der Absturz der Frachtzahlen ist schon heftig. Woran liegt das ?

Wenn Du Dir die Frachtentwicklung aus dem Hessenschau-Artikel anschaust und dann

https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Kassel-Calden#Luftfracht

liest, stösst Du auf diesen Satz:"Im Mai 2017 verlor der Flughafen nach anderthalbjähriger Zusammenarbeit (November 2015) den bis dato größten Frachtkunden, den Versandhändler Amazon, der wöchentlich fünf Frachtflüge mit einer Boeing 737 am Kassel-Airport abfertigte."

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb L49:

Wenn Du Dir die Frachtentwicklung aus dem Hessenschau-Artikel anschaust und dann

https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Kassel-Calden#Luftfracht

liest, stösst Du auf diesen Satz:"Im Mai 2017 verlor der Flughafen nach anderthalbjähriger Zusammenarbeit (November 2015) den bis dato größten Frachtkunden, den Versandhändler Amazon, der wöchentlich fünf Frachtflüge mit einer Boeing 737 am Kassel-Airport abfertigte."

Danke für die Info. Hatte ich nicht mehr auf dem Radar !

Geschrieben
Am 26.7.2018 um 18:45 schrieb Waldo Pepper:

Der Absturz der Frachtzahlen ist schon heftig. Woran liegt das ? Nebenbei, hat der Flughafen eine Sicherheitskontrollstelle, wo Luftfracht nach §9 LuftSig kontrolliert werden kann ? War ja nicht immer der Fall, wenn ich mich recht entsinne. 

PS: KSF hat ja meines Wissens eigenes Luftsicherheitspersonal ausgebildet. Muss man trotzdem noch, zumindest ab und zu, auf Personal von anderen Flughäfen zurückgreifen (§5 bzw. 8), oder hat sich das Thema erledigt ?

Hat mit dem Weggang von Amazon zu tun. Paragraph 9 Personal gibt es nicht . Das Thema 5 und 8 von anderen Flughäfen hat sich erledigt , dies wird vom Flughafen selbst gestellt . 

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb lz-ltb:

Hat mit dem Weggang von Amazon zu tun. Paragraph 9 Personal gibt es nicht . Das Thema 5 und 8 von anderen Flughäfen hat sich erledigt , dies wird vom Flughafen selbst gestellt . 

Danke für die Info !

Geschrieben
Am 22.7.2018 um 13:08 schrieb Spie10:

Danke für deine fundierte und mit Zahlen sorgfältig belegte  Analyse. Umgehungsstraßen oder Flughafen lautete also damals die Frage. Gut zu wissen.

Diese schlimme Steuerverwendung wird hier schöngeredet mit Relativierungen. Jeder Eurocent muss vom Steuerzahler verdient werden. Jede Ausgabe benötigt eine Einnahme, sonst Verschuldung, kein Gestaltungsfreiraum und am Ende auch persönliche Unfreiheit und das Scheitern von Staat und Demokratie.Griechenland war klein. Ein Versagen eines grösseren europäischen Staates darf es nicht geben
Diese Folgen müssen wir uns bewusst machen. Alle Relativierer sind unserer Demokratie abträglich! 300 Mio. € versenktes Geld sind eine politische Todsünde, die nicht verniedlicht werden kann, weil es vielleicht noch grössere Sünden gibt. Die planerische, eigentlich absichtlich herbeigeführte  Fahrlässigkeit mit der Kassel vorgegangen wurde, ist übrigens vielleicht nur mit dem Bau am Nürburgring vergleichbar!

  • 4 Monate später...
  • 1 Monat später...
Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb aaspere:

......., was nur etwas über die Arbeitsweise bei Wikipedia aussagt.

 

ich habe in Kassel einen Großteil meines NVFR Ratings gemacht. Dort war in der Allgemeinen Luftfahrt immer was los. Die längste Platzrunde inkl. Holding hat dort mal 18 Minuten gedauert.

Geschrieben
Am 29.1.2019 um 11:51 schrieb kirchi:

 

ich habe in Kassel einen Großteil meines NVFR Ratings gemacht. Dort war in der Allgemeinen Luftfahrt immer was los. Die längste Platzrunde inkl. Holding hat dort mal 18 Minuten gedauert.

 Auch wenn der Platz wenig Traffic in der Verkehrsluftfahrt hat- ingesamt über 30.000 Flugbewegungen letztes Jahr sind doch beachtlich.

Geschrieben
Am 30.1.2019 um 21:31 schrieb lz-ltb:

 Auch wenn der Platz wenig Traffic in der Verkehrsluftfahrt hat- ingesamt über 30.000 Flugbewegungen letztes Jahr sind doch beachtlich.

Na, ja das Problem ist nur, dass weit über 98 Prozent dieser Flüge die 300-Mio.€-Investition und den teuren Sicherheitsapparat und hohen Unterhaltskosten für den Terminalbetrieb gar nicht benötitgten. Von da aus kann das Thema Zurückstufung schon sehr bald wieder auf den Tisch kommen.

Geschrieben

Das Thema Zurückstufung wird in den nächsten vier Jahren eben nicht wieder auf den Tisch kommen.

 

Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen

 

"Durch die Evaluierung des Airports Kassel wurden die Kosten seines Betriebs für das Land und die weiteren Anteilseigner erstmals vollumfänglich transparent gemacht und die verschiedenen Betriebsszenarien mit dem Ergebnis gegeneinander abgewogen, ihn als Regionalflughafen fortzuführen. Die Kosten und Erlösstruktur des Flughafens wurde seit Inbetriebnahme kontinuierlich optimiert. ..."

 

Edit: Da passt die Schlagzeile von heute Morgen ja ganz gut zum Thema:

 

Rekord-Bilanz am Kasseler Flughafen: So viele Passagiere wie noch nie https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/calden-ort74694/flughafen-kassel-bilanz-viele-passagiere-11645809.html

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb MarioEDVK:

Das Thema Zurückstufung wird in den nächsten vier Jahren eben nicht wieder auf den Tisch kommen.

Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen

 

Rekord-Bilanz am Kasseler Flughafen: So viele Passagiere wie noch nie

 

Welcher Koalitionsvertrag wurde schon in Gänze eingehalten?

 

Zum Rekord: Schöne Schlagzeile. Wenn man sich aber mal von der Hessisch Nichtneutralen Airportgazette abwendet liest sich das doch eher nüchtern: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/kassel-airport-verzeichnet-passagierrekord,kurz-kassel-calden-100.html

  • 2 Monate später...
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb bernd.e32:

Winterflugplan Sundair 2019/20

VT3 TFS

VT7 LPA

VT4,6 HRG

 

Es ähnelt bei Zielen und Kapazität dem Vorjahr, obwohl da ja einiges im Routing mit anderen Flughäfen zusammengelegt wurde. Offensichtlich muss man in Kassel noch die Maschine noch weiter stationieren, weil sonst die Zuschüsse der hessischen Landesregierung nicht mehr gezahlt werden oder vielleicht zurückgezahlt werden müssen. Bin gespannt, ob es gelingt über dieses Datum hinaus einen regulären Charterbetrieb herzustellen. Der immer ins Feld geführte Traum vom Linienbetrieb ist wohl komplett ausgeträumt. Macht ja auch keinen Sinn bei dem sehr guten ICE-Knotenpunkt in Kassel. Da hat man sich vorher aber was in die Tasche gelogen.

Geschrieben

Zur Klarstellung:

- ja, es gab im Winter einige Zusammenlegungen mit anderen Flughäfen. Diese waren allerdings schon bei Veröffentlichung des WFP18/19 bekannt. Die Reisenden wussten also bei der Buchung davon.

- im Haushaltsplan des Landes Hessen gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Land an Sundair Zuschüsse zahlt.

 

Die Zweifel, ob es zum SFP 20 einen "regulären Charterbetrieb" gibt, teile ich nicht. Das wird schon seit 6 Jahren verbreitet und es geht dennoch weiter. Im Gegenteil der Charterverkehr etabliert sich.

Geschrieben

na ja, da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Es gab einige Unterbrechungen und Abbrüche. Nicht als Germania am Ruder war und noch nicht pleite war. Ich glaube auch kaum, dass die Reisenden in der Breite wissen, dass oft zeitraubende Umwege von und nach Calden geflogen werden müssen. Noch schlimmer kam es ja wohl noch im letzten Sommerflugplan.

Die Nichterwähnung der Zuschüsse an Sundair, bzw. Schau Ins Land Reisen bedeutet gar nichts. Die Zuwendungen wurden ja auch schon eingeräumt und das ist durch die Presse auch dokumentiert. Auch das ein Unicum. Wo werden sonst schon Reiseveranstalter direkt subventioniert?
Das ist ja auch der Grund warum die Kisten nicht ausgelastet sind. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit tut Not. Ab Kassel-Calden besteht kein hinreichender Markt. Es wird alles künstlich am Leben gehalten und man sollte sich nicht zum Sprachrohr dieser merkwürdigen Propaganda machen, die das seit Jahren ableugnet. Das ganze ist einer Demokratie unwürdig.

Geschrieben

Germania ist sowas von Schnee von gestern.

 

Auch Schauinsland erhält vom Land keine Zuschüsse, schon garnicht von einem grünen Wirtschaftsminister. 

 

KSF wird genauso "künstlich" am Leben gehalten wie PAD. Da wurden die Gesellschafter bereits auf Jahresdefizite bis zu 5 Mio. Euro vorbereitet und damit nähert sich PAD dem Defizit von KSF weiter an.

 

Und wenn man in PAD klagt, KSF koste ihnen 3. Mio Umsatz, kann der Markt in Kassel so klein dann doch nicht sein.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb MarioEDVK:

Germania ist sowas von Schnee von gestern.

 

Auch Schauinsland erhält vom Land keine Zuschüsse, schon garnicht von einem grünen Wirtschaftsminister. 

 

KSF wird genauso "künstlich" am Leben gehalten wie PAD. Da wurden die Gesellschafter bereits auf Jahresdefizite bis zu 5 Mio. Euro vorbereitet und damit nähert sich PAD dem Defizit von KSF weiter an.

 

Und wenn man in PAD klagt, KSF koste ihnen 3. Mio Umsatz, kann der Markt in Kassel so klein dann doch nicht sein.

 

Der Unterschied ist, dass man das Projekt in Kassel auf Biegen und Brechen zu einem Zeitpunkt durchgesetzt hat als schon längst bekannt war, dass Regionalflughäfen ein Zuschussgeschäft sind. Man glaubte aber, es besser zu wissen und heute hat keiner der Verantwortlichen die cojones einzugestehen, dass man gründlich daneben gelegen hat.

Geschrieben

Spielt diese Frage, die man aus anderem Blickwinkel auch ganz anders bewerten kann, heute noch in der öffentlichen Diskussion eine Rolle? Ich glaube nicht.

 

Von Bedeutung ist doch vielmehr, wie zukunftsfähig sind die Flughäfen finanziell aufgestellt. In Kassel ist die Diskussion abgeschlossen und die Flughafengesellschaft ist solide finanziert. PAD muss sich derzeit um seine Finanzierung bemühen (der Kreis Lippe zahlt bspw. derzeit nicht). Das wird PAD aber sicherlich gelingen, da bin ich mir sicher.

Man hat zur Überzeugung der Gesellschafter bereits ein Gutachten zur regionalökonomischen Bedeutung des Flughafens in Auftrag gegeben. Gespannt kann man sein, ob das Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs damit beauftragt wurde. Wird man dann auch wieder, wie beim Gutachten zu KSF, den Gutachter und das Gutachten diskriditieren?

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb MarioEDVK:

Spielt diese Frage, die man aus anderem Blickwinkel auch ganz anders bewerten kann, heute noch in der öffentlichen Diskussion eine Rolle? Ich glaube nicht.

 

Von Bedeutung ist doch vielmehr, wie zukunftsfähig sind die Flughäfen finanziell aufgestellt. In Kassel ist die Diskussion abgeschlossen und die Flughafengesellschaft ist solide finanziert. PAD muss sich derzeit um seine Finanzierung bemühen (der Kreis Lippe zahlt bspw. derzeit nicht). Das wird PAD aber sicherlich gelingen, da bin ich mir sicher.

Man hat zur Überzeugung der Gesellschafter bereits ein Gutachten zur regionalökonomischen Bedeutung des Flughafens in Auftrag gegeben. Gespannt kann man sein, ob das Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs damit beauftragt wurde. Wird man dann auch wieder, wie beim Gutachten zu KSF, den Gutachter und das Gutachten diskriditieren?

 

Den Gutachter diskreditieren? Der Gutachter Klophaus ist bekannt und ebenso bekannt ist, dass seine Prognosen meistens sehr weit daneben liegen. Und wer ein bißchen drin ist in dem Thema - Stichworte Wertschöpfungsrechnung - der weiß auch, warum die Ergebnisse immer positiv sind.

 

Und "solide finanziert", das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Geschrieben

Absolut. Die Gesellschafter haben die gesellschaftsvertragliche Pflicht, das Defizit der Flughafengesellschaft auszugleichen. Die Liquidität ist damit gesichert. Ob man das für richtig oder falsch hält, ist eine andere Frage.

 

Zu Klophaus. Im Jahr 2005 hat er für KSF knapp 1.000 Arbeitsplätze im 6 Betriebsjahr prognostiziert. Die wurden jedenfalls schon überschritten. Ob seine Gutachten methodisch sauber sind, kann ich aber nicht beurteilen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb MarioEDVK:

Absolut. Die Gesellschafter haben die gesellschaftsvertragliche Pflicht, das Defizit der Flughafengesellschaft auszugleichen. Die Liquidität ist damit gesichert. Ob man das für richtig oder falsch hält, ist eine andere Frage.

 

Zu Klophaus. Im Jahr 2005 hat er für KSF knapp 1.000 Arbeitsplätze im 6 Betriebsjahr prognostiziert. Die wurden jedenfalls schon überschritten. Ob seine Gutachten methodisch sauber sind, kann ich aber nicht beurteilen.

 

Liquiditätssicherung und solide Finanzierung sind nicht das gleiche.

 

Die Methoden des Herrn Klophaus kann ich recht gut beurteilen. Die Methode an sich ist das eine, aber der Punkt ist, dass sie völlig ungeeignet ist für die Bewertung von Infrastrukturprojekten.

Geschrieben

https://www.youtube.com/watch?v=60bRDtEIDCA

Die (Un-)seriösität eines Prof. Klophaus und deren Auftraggeber und des Flughafens schlechthin wird sehr sauber in der Zoomsendung oben dokumentiert. Kassel-Calden ist da Hauptdarsteller, negativer Hauptdarsteller. Klophaus wird als Taschenspieler überführt. Bei den 1.000 Arbeitsplätzen war von neuen Arbeitsplätzen die Rede. Die vorher existierenden Arbeitsplätze rund um Calden beispielsweise bei Piper und den kleinen Maschinen hätte man auch mit einem ertüchtigten Flughafen so behalten.

Kassel-Calden ist eine Geschichte von Täuschungen, Lügen und Versagen. Die Schönredner sollten mal innehalten und Busse tun. Dazu ist die lokale Politik und der hessische Finanzminister (der ist auch für die Zahlung an den Reiseveranstalter zuständig; bitte nicht ablenken) zuständig.

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...