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airliners.de

Egypt Air MS804 vom Radar verschwunden [19MAY16]


ilam

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Geschrieben

Denkbar wäre auch dass die ESA eingreift, schließlich startete die Maschine von einer EU-Destination.

 

Wenn die EASA gemeint sein sollte: Die Kollegen aus CGN führen keine eigenen Unfalluntersuchungen durch.

Das BEA sollte in der vorliegenden Situation eher am Zug sein.

Geschrieben

 

Küstenmeer, Hoheitsgewässer (bis zu 12 sm, umgerechnet 22,2 km)

Das Küstenmeer, auch als Territorial- oder Hoheitsgewässer bezeichnet, ist das Gebiet, das sich bis maximal zwölf Seemeilen von der Basislinie (in der Regel dieNiedrigwasserlinie, es sind aber auch gerade Basislinien möglich) erstreckt. Dem Staat stehen in seinem Küstenmeer sämtliche Hoheitsbefugnisse zur Verfügung.

Die Zwölf-Seemeilen-Zone wurde im Seerechtsübereinkommen der UN in Artikel 3 definiert. In den meisten Staaten löst die Zwölf-Seemeilen-Zone die früher übliche Drei-Meilen-Zone (3 sm = 5,56 km) ab.

 

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Seev%C3%B6lkerrecht#K.C3.BCstenmeer.2C_Hoheitsgew.C3.A4sser_.28bis_zu_12_sm.2C_umgerechnet_22.2C2_km.29

 

Kleiner Ausflug ins Seerecht.

Geschrieben

Aktuelles (avherald):

 

- Griechen, Ägypter und Engländer sind sich jetzt einig, dass das Flugzeug den Radardaten nach zuerst nach links vom Kurs abgewichen ist, und dann einen Vollkreis rechts herum geflogen ist. Einen Plot dazu gibt es immer noch nicht.

 

- Die NTSB hat sich nun erfolgreich in die Untersuchung gedrängelt. Das ist positiv! (Es ist ein Jammer, dass die BEA keine größere Rolle bei der Untersuchung einnimmt.)

 

- Die beiden Schiffe durchforsten aktuell das Suchgebiet. Die Pinger sollen nur noch mindestens bis zum 24. Juni funktionsfähig sein. Das ist wirklich nicht mehr besonders lang, wenn man es jetzt nicht zügig schafft, etwas zu finden, dürfte man die Quittung dafür bekommen, dass wochenlang überhaupt nichts passiert ist.

Geschrieben

Aber zumindest ist das Absturzgebiet nicht so vollkomen unbestimmt wie MH370. Man hat ja Primärradar (?) und eine Position ab der das Radarsignal weg war. Je nach Höhe des letzten Radarbildes gibt das immer noch einen Suchradius von vielleicht 30km, wenn die letzte Höhe geringer sein sollte, umso kleiner.

Geschrieben

Das schon, aber das Meer ist dort sehr tief und der Meeresboden ziemlich uneben. Ich denke auch, dass die Zeit reichen sollte, etwas zu finden, aber wenn die Rekorder aufhören zu senden, wird es eben viel schwieriger und zeitaufwändiger...

Geschrieben

Die heute noch üblichen "Underwater Acoustic Beacon" hören nach 30 Tagen nicht einfach auf zu senden.
Sie werden nur immer schwächer.
Laut den Herstellerunterlagen muss er zu Begin einen mindestens 9 Millisekunden langen Inpuls mit einer Wiederholungsrate von nicht weniger als 0,9 Impulse pro Sekunde aussenden.
Das muss er mit mindestens 160,5 dB in einem Meter tiefe erzeugen können.
Nach 30 Tagen müssen es noch mindestens 157.0 dB sein.

Die Frequenz ist 37,5 kHz (± 1 kHz) und die Dinger funktionieren bis mindestens 6000 Wassertiefe.

Geschrieben

Die heute noch üblichen "Underwater Acoustic Beacon" hören nach 30 Tagen nicht einfach auf zu senden.

Sie werden nur immer schwächer.

Laut den Herstellerunterlagen muss er zu Begin einen mindestens 9 Millisekunden langen Inpuls mit einer Wiederholungsrate von nicht weniger als 0,9 Impulse pro Sekunde aussenden.

Das muss er mit mindestens 160,5 dB in einem Meter tiefe erzeugen können.

Nach 30 Tagen müssen es noch mindestens 157.0 dB sein.

Die Frequenz ist 37,5 kHz (± 1 kHz) und die Dinger funktionieren bis mindestens 6000 Wassertiefe.

Gibt es einen bestimmten Grund warum gerade diese Frequenz benutzt wird ?

Ich kann mir nicht vorstellen das das einfach so festgelegt wurde.

Geschrieben

Die  Frequenz befindet sich im üblichen Sonar-Frequenzbereich und dürfte ein Kompromiss aus

 

- Gute Ausbreitungseigenschaften / geringe Dämpfung

 

- Erzeugung mit wenig Energieaufwand und kleinen sowie robust konstruierbaren Geräten  (ein Schallgeber mit 50cm Durchmesser wäre z.B. nicht praktikabel).

 

- Möglichst wenig andere Störer auf der Frequenz

 

sein. Und ja, zu einem großen Teil wurde das dann "einfach so festgelegt".

Geschrieben

France 3 meldet ebenfalls, dass das Wrack gefunden sei, ferner seien beide Boxen nah beieinander. Wie man das allerdings aus den Signalen herauslesen will, ist mir ein Rätsel.

 

Das kommt wahrscheinlich darauf an, wie man aus dem Arabischen übersetzt.

Die Meldung von des AAICD (Aircraft Accident Investigation Central Directorate) übersetzt in Google Translate macht da mehr Sinn:

"The vessel John Lethbridge ... identified several key locations for the wreck ..."

 

Mit "key locations" könnten größere Rumpfsegmente, Triebwerke oder das Leitwerk gemeint sein.

Geschrieben

In der einen Quelle heisst es, Ermittlern würden auch schon Bilder von Teilen des Wracks vorliegen - ich nehme mal an, dass das Sonarbilder sind in dieser Phase. Man hat die Pinger geortet, dann wohl ein Sidescansonar in größerer Tiefe über das Gebiet gezogen um die genaue Wracklage zu erkunden und auf solchen Sonarbildern zeichnen sich große Teile recht deutlich ab.

 

Oder wisst ihr mehr? Der Tauchroboter wird wohl erst jetzt zum Einsatz kommen?

Geschrieben

Der Voicerekorder soll gefunden sein und auf dem Weg zur Untersuchung, allerdings ist er beschädigt.

Es heißt bei diversen Medien zwar IST gefunden und laut offiziellen Quellen.. aber wir kennen das ja

Geschrieben

allerdings ist er beschädigt.

 

Gab es seit Einführung der Flash-Speicher eigentlich schon Fälle, in denden die Speichereinheit vom CVR/FDR gefunden wurde aber nicht auslesbar war? Ich erinnere mich an keinen. Oft wurde von Beschädigungen und "dauert vermutlich Monate, die Daten auszulesen" berichtet und wenige Tage später gab es dann die ersten Informationen...

 

Ja, in den Zeiten der Endlos-Magnetbänder sah das anders aus (da dauerte es tatsächlich oft Monate und am Ende hatte man dann nur Bruchstücke), die sind aber defacto vorbei...

Geschrieben

Und Wales führt mit 1:0.

 

Oh, echt??  :o

 

Hab ich gar nicht mitgekriegt, ich glaube meine Tagesschau-App ist kaputt...  :(

 

Ach so, und noch als Löffelchen Senf zum Thema:

 

Beschädigt kann ja zu diesem Zeitpunkt alles bedeuten, z.B. dass das orangene Gehäuse beschädigt ist, wovon man ja eigentlich ausgehen kann. Die spannende Frage wird sein, wann die Aufzeichnung abbricht. Und bei einem Feuer-Szenario wäre natürlich der FDR besonders wichtig, hoffentlich finden sie den auch noch schnell...

Geschrieben

Wenn die Crew die verschiedenen Stromkreise abstellt, ist auch irgendwann der Stromkreis für den FDR dabei. Bisher haben CVR und FDR soweit ich weiß keine Gangreserve. Ist da mal geplant, die Blackboxen mit Laufreserve auszustatten?

 

Zumindest den CVR müsste man recht einfach mit einer Gangreserve (vielleicht 5 Minuten) durch eine kleine Batterie austatten können. Andererseits kann das Teil dann nicht durch Ziehen der Sicherung vollkommen stromlos gemacht werden, falls die Batterie die Urache eines Brandes sein sollte.

 

Weitere Idee: Heute kosten ja Flashspeicher kein Geld mehr. Wäre es nicht an der Zeit, zwei drei Kameras im Cockpit mitlaufen zu lassen, die sicher die Stellung aller Schalter und die Aktion der Crew mitfilmen? Das müsste in der Anfangszeit auch nicht so super sicher in gepanzerten Boxen untergebracht sein, das wäre sicher auch oft hilfreich bei Zwischenfällen oder Fehlfunktionen ohne Schaden am Flugzeug. Gerade bei so viel Elektronik.

Geschrieben

 Wäre es nicht an der Zeit, zwei drei Kameras im Cockpit mitlaufen zu lassen, die sicher die Stellung aller Schalter und die Aktion der Crew mitfilmen?

 

Diese Idee gab es tatsächlich schon, damals haben sich aber die Arbeitnehmervertretungen der Piloten quergestellt, wenn ich mich richtig erinnere. Keine Ahnung, ob sich an diesem Standpunkt etwas geändert hat, aber ein rechtlicher Selbstgänger ist es sicher immer noch nicht.

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