OliverWendellHolmesJr Geschrieben 12. Juni 2016 Melden Geschrieben 12. Juni 2016 Die Karte zeigt die exklusiven Wirtschaftszonen, das ist nicht das selbe wie internationale Gewässer. Ob das Wrack in der ägyptischen oder griechischen EEZ liegt ist nicht geklärt, weil die beteiligten Länder die Grenzen noch nicht abschließend geklärt haben.
aaspere Geschrieben 12. Juni 2016 Melden Geschrieben 12. Juni 2016 Danke für die Aufklärung. Ich hatte mich schon gewundert über die Ausdehnung von Hoheitsgewässern.
HAJ-09L Geschrieben 12. Juni 2016 Melden Geschrieben 12. Juni 2016 Denkbar wäre auch dass die ESA eingreift, schließlich startete die Maschine von einer EU-Destination. Wenn die EASA gemeint sein sollte: Die Kollegen aus CGN führen keine eigenen Unfalluntersuchungen durch. Das BEA sollte in der vorliegenden Situation eher am Zug sein.
bueno vista Geschrieben 13. Juni 2016 Melden Geschrieben 13. Juni 2016 Danke für die Aufklärung. Ich hatte mich schon gewundert über die Ausdehnung von Hoheitsgewässern. Ich auch, gilt dort nicht die 3-Meilen Zone?
aaspere Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Die 3-Meilen-Zone wurde von den meisten Staaten in den 70er Jahren in 12-Meilen Zone getauscht.
Nosig Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Küstenmeer, Hoheitsgewässer (bis zu 12 sm, umgerechnet 22,2 km)Das Küstenmeer, auch als Territorial- oder Hoheitsgewässer bezeichnet, ist das Gebiet, das sich bis maximal zwölf Seemeilen von der Basislinie (in der Regel dieNiedrigwasserlinie, es sind aber auch gerade Basislinien möglich) erstreckt. Dem Staat stehen in seinem Küstenmeer sämtliche Hoheitsbefugnisse zur Verfügung. Die Zwölf-Seemeilen-Zone wurde im Seerechtsübereinkommen der UN in Artikel 3 definiert. In den meisten Staaten löst die Zwölf-Seemeilen-Zone die früher übliche Drei-Meilen-Zone (3 sm = 5,56 km) ab. https://de.wikipedia.org/wiki/Seev%C3%B6lkerrecht#K.C3.BCstenmeer.2C_Hoheitsgew.C3.A4sser_.28bis_zu_12_sm.2C_umgerechnet_22.2C2_km.29 Kleiner Ausflug ins Seerecht.
Coronado Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Aktuelles (avherald): - Griechen, Ägypter und Engländer sind sich jetzt einig, dass das Flugzeug den Radardaten nach zuerst nach links vom Kurs abgewichen ist, und dann einen Vollkreis rechts herum geflogen ist. Einen Plot dazu gibt es immer noch nicht. - Die NTSB hat sich nun erfolgreich in die Untersuchung gedrängelt. Das ist positiv! (Es ist ein Jammer, dass die BEA keine größere Rolle bei der Untersuchung einnimmt.) - Die beiden Schiffe durchforsten aktuell das Suchgebiet. Die Pinger sollen nur noch mindestens bis zum 24. Juni funktionsfähig sein. Das ist wirklich nicht mehr besonders lang, wenn man es jetzt nicht zügig schafft, etwas zu finden, dürfte man die Quittung dafür bekommen, dass wochenlang überhaupt nichts passiert ist.
Windyfan Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Aber zumindest ist das Absturzgebiet nicht so vollkomen unbestimmt wie MH370. Man hat ja Primärradar (?) und eine Position ab der das Radarsignal weg war. Je nach Höhe des letzten Radarbildes gibt das immer noch einen Suchradius von vielleicht 30km, wenn die letzte Höhe geringer sein sollte, umso kleiner.
Coronado Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Das schon, aber das Meer ist dort sehr tief und der Meeresboden ziemlich uneben. Ich denke auch, dass die Zeit reichen sollte, etwas zu finden, aber wenn die Rekorder aufhören zu senden, wird es eben viel schwieriger und zeitaufwändiger...
BobbyFan Geschrieben 14. Juni 2016 Melden Geschrieben 14. Juni 2016 Die heute noch üblichen "Underwater Acoustic Beacon" hören nach 30 Tagen nicht einfach auf zu senden.Sie werden nur immer schwächer.Laut den Herstellerunterlagen muss er zu Begin einen mindestens 9 Millisekunden langen Inpuls mit einer Wiederholungsrate von nicht weniger als 0,9 Impulse pro Sekunde aussenden.Das muss er mit mindestens 160,5 dB in einem Meter tiefe erzeugen können.Nach 30 Tagen müssen es noch mindestens 157.0 dB sein. Die Frequenz ist 37,5 kHz (± 1 kHz) und die Dinger funktionieren bis mindestens 6000 Wassertiefe.
AI-1003 Geschrieben 15. Juni 2016 Melden Geschrieben 15. Juni 2016 Die heute noch üblichen "Underwater Acoustic Beacon" hören nach 30 Tagen nicht einfach auf zu senden. Sie werden nur immer schwächer. Laut den Herstellerunterlagen muss er zu Begin einen mindestens 9 Millisekunden langen Inpuls mit einer Wiederholungsrate von nicht weniger als 0,9 Impulse pro Sekunde aussenden. Das muss er mit mindestens 160,5 dB in einem Meter tiefe erzeugen können. Nach 30 Tagen müssen es noch mindestens 157.0 dB sein. Die Frequenz ist 37,5 kHz (± 1 kHz) und die Dinger funktionieren bis mindestens 6000 Wassertiefe. Gibt es einen bestimmten Grund warum gerade diese Frequenz benutzt wird ?Ich kann mir nicht vorstellen das das einfach so festgelegt wurde.
ilam Geschrieben 15. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 15. Juni 2016 Die Frequenz befindet sich im üblichen Sonar-Frequenzbereich und dürfte ein Kompromiss aus - Gute Ausbreitungseigenschaften / geringe Dämpfung - Erzeugung mit wenig Energieaufwand und kleinen sowie robust konstruierbaren Geräten (ein Schallgeber mit 50cm Durchmesser wäre z.B. nicht praktikabel). - Möglichst wenig andere Störer auf der Frequenz sein. Und ja, zu einem großen Teil wurde das dann "einfach so festgelegt".
ramsesp Geschrieben 15. Juni 2016 Melden Geschrieben 15. Juni 2016 Nicola Clark, die Pariser Korrespondentin der New York Times, hat gerade getwittert, das Wrack der MS804 sei gefunden worden. Allerdigs ohne Quellenangabe: https://twitter.com/_nicolaclark/status/743167566487556096
bueno vista Geschrieben 15. Juni 2016 Melden Geschrieben 15. Juni 2016 Gleiche News hier: http://www.aerotelegraph.com/wrack-von-egypt-air-maschine-offenbar-gefunden-airbus-a320-ms804
Windyfan Geschrieben 15. Juni 2016 Melden Geschrieben 15. Juni 2016 France 3 meldet ebenfalls, dass das Wrack gefunden sei, ferner seien beide Boxen nah beieinander. Wie man das allerdings aus den Signalen herauslesen will, ist mir ein Rätsel.
BobbyFan Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 France 3 meldet ebenfalls, dass das Wrack gefunden sei, ferner seien beide Boxen nah beieinander. Wie man das allerdings aus den Signalen herauslesen will, ist mir ein Rätsel. Das kommt wahrscheinlich darauf an, wie man aus dem Arabischen übersetzt. Die Meldung von des AAICD (Aircraft Accident Investigation Central Directorate) übersetzt in Google Translate macht da mehr Sinn: "The vessel John Lethbridge ... identified several key locations for the wreck ..." Mit "key locations" könnten größere Rumpfsegmente, Triebwerke oder das Leitwerk gemeint sein.
ABFlyer98 Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 Wie man das allerdings aus den Signalen herauslesen will, ist mir ein Rätsel. Soweit ich weis kann man Funksender anpeilen und so die Richtung zum Sender (also der Box) bestimmen.
Windyfan Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 In der einen Quelle heisst es, Ermittlern würden auch schon Bilder von Teilen des Wracks vorliegen - ich nehme mal an, dass das Sonarbilder sind in dieser Phase. Man hat die Pinger geortet, dann wohl ein Sidescansonar in größerer Tiefe über das Gebiet gezogen um die genaue Wracklage zu erkunden und auf solchen Sonarbildern zeichnen sich große Teile recht deutlich ab. Oder wisst ihr mehr? Der Tauchroboter wird wohl erst jetzt zum Einsatz kommen?
Coronado Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 Die Tagesschau-App macht mal wieder Theater. Ausnahmsweise mal was Interessantes statt Fussball: Angeblich ist der CVR geborgen.
aaspere Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 ZDF hat das gerade bestätigt. Und Wales führt mit 1:0.
triumph61 Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 Der Voicerekorder soll gefunden sein und auf dem Weg zur Untersuchung, allerdings ist er beschädigt. Es heißt bei diversen Medien zwar IST gefunden und laut offiziellen Quellen.. aber wir kennen das ja
ilam Geschrieben 16. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 16. Juni 2016 allerdings ist er beschädigt. Gab es seit Einführung der Flash-Speicher eigentlich schon Fälle, in denden die Speichereinheit vom CVR/FDR gefunden wurde aber nicht auslesbar war? Ich erinnere mich an keinen. Oft wurde von Beschädigungen und "dauert vermutlich Monate, die Daten auszulesen" berichtet und wenige Tage später gab es dann die ersten Informationen... Ja, in den Zeiten der Endlos-Magnetbänder sah das anders aus (da dauerte es tatsächlich oft Monate und am Ende hatte man dann nur Bruchstücke), die sind aber defacto vorbei...
Coronado Geschrieben 16. Juni 2016 Melden Geschrieben 16. Juni 2016 Und Wales führt mit 1:0. Oh, echt?? :o Hab ich gar nicht mitgekriegt, ich glaube meine Tagesschau-App ist kaputt... :( Ach so, und noch als Löffelchen Senf zum Thema: Beschädigt kann ja zu diesem Zeitpunkt alles bedeuten, z.B. dass das orangene Gehäuse beschädigt ist, wovon man ja eigentlich ausgehen kann. Die spannende Frage wird sein, wann die Aufzeichnung abbricht. Und bei einem Feuer-Szenario wäre natürlich der FDR besonders wichtig, hoffentlich finden sie den auch noch schnell...
Windyfan Geschrieben 17. Juni 2016 Melden Geschrieben 17. Juni 2016 Wenn die Crew die verschiedenen Stromkreise abstellt, ist auch irgendwann der Stromkreis für den FDR dabei. Bisher haben CVR und FDR soweit ich weiß keine Gangreserve. Ist da mal geplant, die Blackboxen mit Laufreserve auszustatten? Zumindest den CVR müsste man recht einfach mit einer Gangreserve (vielleicht 5 Minuten) durch eine kleine Batterie austatten können. Andererseits kann das Teil dann nicht durch Ziehen der Sicherung vollkommen stromlos gemacht werden, falls die Batterie die Urache eines Brandes sein sollte. Weitere Idee: Heute kosten ja Flashspeicher kein Geld mehr. Wäre es nicht an der Zeit, zwei drei Kameras im Cockpit mitlaufen zu lassen, die sicher die Stellung aller Schalter und die Aktion der Crew mitfilmen? Das müsste in der Anfangszeit auch nicht so super sicher in gepanzerten Boxen untergebracht sein, das wäre sicher auch oft hilfreich bei Zwischenfällen oder Fehlfunktionen ohne Schaden am Flugzeug. Gerade bei so viel Elektronik.
744pnf Geschrieben 17. Juni 2016 Melden Geschrieben 17. Juni 2016 Wäre es nicht an der Zeit, zwei drei Kameras im Cockpit mitlaufen zu lassen, die sicher die Stellung aller Schalter und die Aktion der Crew mitfilmen? Diese Idee gab es tatsächlich schon, damals haben sich aber die Arbeitnehmervertretungen der Piloten quergestellt, wenn ich mich richtig erinnere. Keine Ahnung, ob sich an diesem Standpunkt etwas geändert hat, aber ein rechtlicher Selbstgänger ist es sicher immer noch nicht.
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