blackbox Geschrieben 8. August 2016 Melden Geschrieben 8. August 2016 Das kommt auf das Ungeschick des Fliegenden an. Ist der Flummieffekt zu groß, reißen es die Spoiler auch nicht mehr raus. Fahren alle Spoiler einer 777 aus gibt es keine Macht im Universum, die das Flugzeug wieder abheben lässt. Der zunichte gemachte Auftrieb kettet die Maschine quasi an den Boden. Der "Flummieffekt" müsste schon so gross sein (> 5G) dass dadurch alle Fahrwerke durch die Tragfächen gerammt werden.. Dass das Nosegear beim Bodenaufschlag zumindest noch "im Transit" war, spricht allerdings das Bild bei PPRuNe: Sowohl die kleineren Fahrwerksklappen, als auch die grösseren Tore sind noch ausgefahrenem Zustand. Gibt es ein Bild von abgerissenen Fahrwerken ? mir ist aktuell keins bekannt. Das Hauptfahrwerk könnte also bereits weitgehend eingefahren gewesen sein. Wie gesagt könnte..abwarten was die GCAA sagt.
JeZe Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Sowohl die kleineren Fahrwerksklappen, als auch die grösseren Tore sind noch ausgefahrenem Zustand. Gibt es ein Bild von abgerissenen Fahrwerken ? mir ist aktuell keins bekannt. Das Hauptfahrwerk könnte also bereits weitgehend eingefahren gewesen sein. Wie gesagt könnte..abwarten was die GCAA sagt. Hier mal ein Video mit der Fahrbewegung des Gears einer 777 - nur damit klar ist, über welchen Zeitraum wir sprechen: https://youtu.be/VzFJtB2Ar0g?t=50 Wie sowas innerhalb eines Bounces eingeleitet werden könnte ist mir generell nicht klar. Instabil wird das Fahrwerk zwar schon ganz am Anfang, allerdings dauert es da noch ewig bis die Tore aufgefahren sind. @blackbox:das Bild kann ich nicht öffnen.Welcher # post ? Denke das Bild ist nur sichtbar, wenn man bei pprune eingeloggt ist.
moddin Geschrieben 9. August 2016 Autor Melden Geschrieben 9. August 2016 @blackbox:das Bild kann ich nicht öffnen.Welcher # post ? Hier ein Link zu den Bildern: http://www.ndtv.com/photos/news/images-of-the-emirates-plane-that-burst-into-flames-in-dubai-22563
JeZe Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Der Post hier scheint mir ganz interessant zu sein - er beschreibt was ein anderer Pilot während des rollens gesehen hat:http://www.pprune.org/rumours-news/582445-emirates-b777-gear-collapse-dxb-29.html#post9466015Auf pprune wurden auch die angeblichen FR24-Daten gepostet. Wenn die stimmen, wurde bei ca. 450ft ein GA eingeleitet und die Maschine stieg 20s später auf bis 625ft und kam dann runter. permalink (Anmeldung erforderlich) Das scheint für mich das einzig sinnvolle Szenario, wo sich ein bereits ausgefahrenes Fahrwerk zeitlich in einen zumindest instabilen Zustand bewegen könnte.
BobbyFan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Hier mal ein Video der Fahrbewegung des Gears einer 777 (allerdings 777-200) - nur damit klar ist, über welchen Zeitraum wird sprechen: https://youtu.be/mMb5ypeoVow?t=34 ... Das Fahrwerk wird nicht mit den bordeigenen Hydraulikpumpen eingefahren. Man kann ganz klar die externe Hydraulikdruckversorgung in der Bildmitte erkennen. Diese kann aber bei weitem nicht den Volumenstrom der bordeigenen Pumpen darstellen. Um den Zeitraum zu bestimmen, sollte man sich eher Videos von einem startenden Flieger ansehen.
JeZe Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Das Fahrwerk wird nicht mit den bordeigenen Hydraulikpumpen eingefahren. Man kann ganz klar die externe Hydraulikdruckversorgung in der Bildmitte erkennen. Diese kann aber bei weitem nicht den Volumenstrom der bordeigenen Pumpen darstellen. Um den Zeitraum zu bestimmen, sollte man sich eher Videos von einem startenden Flieger ansehen. Ok, danke für den Hinweis - habe es durch ein praxistauglicheres Video ersetzt. Im Netz habe ich den Wert 12 Sekunden gefunden, wobei die Meinungen darüber auseinandergehen, wieviel Zeit zwischen Betätigung des Hebels und der Reaktion des Fahrwerk vergeht, so dass die Rede von bis zu 18s ist.
blackbox Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 sorry folks, nochmal zur Ansicht, welches Bild ich meinte:
Windyfan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Hier ein Link zu den Bildern:http://www.ndtv.com/photos/news/images-of-the-emirates-plane-that-burst-into-flames-in-dubai-22563 Danke dür den Bilderlink - da drängt sich die Frage auf, ob da von der Feuerwehr so richtig gelöscht worden ist. Glücklicherweise sind ja alle Insassen rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, aber der Zustand der Zelle läßt einen fragen, ob hier korrekte und effektive Brandbekämpfung stattgefunden hat. Ganz schlimm natürlich der tödliche Unfall des Feuerwehrmanns. Da alle Insassen rausgekommen sind, müsste die Feuerwehr eigentlich gute Vorraussetzungen vorgefunden haben, um den Brand wesentlich schneller unter Kontrolle zu bringen. So zumindest mein laienhafter Eindruck von außen.
ilam Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 von außen. Das ist das "Zauberwort". Alle Passagiere/Crew waren raus. Warum hätten sich weitere Feuerwehrleute in Lebensgefahr begeben sollen um das Flugzeug von innen zu löschen? Und wenn es innen einmal brennt und das Feuer "nur" von außen bekämpft wird, sieht das Wrack am Ende so aus, wie es aussieht...
Nosig Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 So zumindest mein laienhafter Eindruck von außen. Als wäre so ein Flugzeug nach Bruchlandung und Feuer irgendwas anderes als ein Totalschaden.
Windyfan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Details sind ja auch noch nicht bekannt, da aber glücklicherweise alle aus dem Wrack gesund herauskamen muß der Brand von außen nach innen gewandert sein. Da kann man vielleicht dazulernen, wenn man von außen den Brand so bekämpft, dass er nicht auf das innere übergreift gewinnt man vielleicht die entscheidenenden Sekunden für den nächsten Fall, um ebenfalls alle aus der Kabine zu retten.
HLX73G Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Theorie eines Piloten zum möglichen Hergang:Emirates B777 crash was accident waiting to happenKlingt zumindest insofern plausibel, als es zu dem bisher Bekannten und den oben verlinkten Beobachtungen eines anderen Piloten passen würde.
ilam Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Bezahlschranke. Wenn man die Schlagzeile in Google eingibt und dann auf den Link klickt, kommt man aber daran vorbei. Die Erklärung erinnert mich stark an LH in Warschau.
Windyfan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 @HLX Das klingt sehr einleuchtend und ist auch gleichzeitig alarmierend. Klasse Link! @ilam Soweit ich mich erinnere war Warschau ein Anflug mit höherer Geschwindigkeit wegen des schlechten Wetters, nasser Bahn und glitschiger Bahn mit schlechtem Rreibkoeffizienten . Dann hat wegen zu geringer Last auf den Hauptfahrwerken das Ausfahren der Spoiler nicht funktioniert (war aber ein Designmerkmal) - wo siehst Du da Ähnlichkeiten?
JeZe Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Ich denke das hört sich plausibel an. Mir ist nur nicht klar, warum er das nicht als Pilotenfehler einstuft. Ist beim GA nur die Climbrate relevant, ohne die Triebwerke zu checken?
flieg wech Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 sorry folks, nochmal zur Ansicht, welches Bild ich meinte: leicht zu reparieren...,mit Drei D Druckern no problem!
ilam Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 wo siehst Du da Ähnlichkeiten? In Warschau sagte das System: "Flugzeug ist noch nicht sicher genug am Boden" und verweigerte die Bremsung. Laut dem Bericht sagte hier das System "das Flugzeug ist bereits am Boden" und verweigerte das Hochfahren der Triebwerke für den Go-Around.
Nosig Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 "Verweigerte das Hochfahren"? Woher willst Du das wissen? Die Schubhebel waren blockiert oder was? Das wäre frei erfunden. In Warschau ist er zu schnell angeflogen, deshalb waren die Klappen nicht voll ausgefahren und nur deshalb waren die Bremsen noch gesperrt. Das war offiziell so bekannt. Heute ist diese Logik geändert worden.
ilam Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Die Schubhebel waren blockiert oder was? Nein. Aber der TOGA-Schalter hat nicht ausgelöst weil der Computer das verweigerte. Steht zumindest so im verlinkten Artikel.
d@ni!3l Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Müsste der Pilot das nicht merken, dass sich die Hebel nicht nach vorne schieben? Laut Text sollen die ja die Hände am Schub haben und gerade der bewegliche Schubhebel von Boeing wird ja häufig gelobt...
BobbyFan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 In Warschau sagte das System: "Flugzeug ist noch nicht sicher genug am Boden" und verweigerte die Bremsung. Laut dem Bericht sagte hier das System "das Flugzeug ist bereits am Boden" und verweigerte das Hochfahren der Triebwerke für den Go-Around. ... nach dem Drücken der TO/GA Switche.
JeZe Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Ich denke Ähnlichkeiten gibt es eher mit TK1951 und OZ 214. Beides male waren die Piloten hier auch durch den Boeing Auto-throttle "verwirrt", wenn auch die Auslöser unterschiedlich waren. https://de.wikipedia.org/wiki/Turkish-Airlines-Flug_1951 https://de.wikipedia.org/wiki/Asiana-Airlines-Flug_214
moddin Geschrieben 9. August 2016 Autor Melden Geschrieben 9. August 2016 In Whatsapp habe ich folgendes Bild bekommen, allerdings keine Quelle dazu.
Windyfan Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Müsste der Pilot das nicht merken, dass sich die Hebel nicht nach vorne schieben? Laut Text sollen die ja die Hände am Schub haben und gerade der bewegliche Schubhebel von Boeing wird ja häufig gelobt... Ich denke er muss das kontrollieren und wenn die nicht nach vorne fahren die Hebel schnellstens manuell nach vorne bringen. Dauert ja ganz schön lang, bis die TW hochlaufen und Schub liefern. In Whatsapp habe ich folgendes Bild bekommen, allerdings keine Quelle dazu. Das sieht aber voll ausgefahren und wohl auch verriegelt aus.
foobar Geschrieben 9. August 2016 Melden Geschrieben 9. August 2016 Das sieht aber voll ausgefahren und wohl auch verriegelt aus. Nachdem der Kran es angehoben hat. Ohne intime Kenntnisse der Fahrwerksfunktion zu haben - für mich schliesst das gar nix aus. Wenn das Fahrwerk nicht vollständig eingefahren war, erscheint es mir durchaus plausibel, dass das Fahrwerk beim Anheben durch den Kran allein durch die Schwerkraft in die Endposition fällt. Hydraulikdruck, der da ggf. gegenwirken könnte, ist nicht mehr da, und das Ausfahren durch Schwerkraft ist, wenn ich mich nicht völlig täusche, auch das Verfahren bei Ausfall der Ein-/Ausfahrhydraulik.
Empfohlene Beiträge
Archiviert
Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.