Windyfan Geschrieben 25. Mai 2019 Melden Geschrieben 25. Mai 2019 Am 23.5.2019 um 22:30 schrieb bueno vista: Du sprachst ja schon eine eventuelle Systemstörung an. Außerdem war die erste Bahnberührung mit 2,5 G und beim 2. mal mit fast 6 G. Es kann gut sein dass es dabei im Cockpit derart ruppig zuging, dass der PNF nicht mehr an den Hebel kam. Das kann ich nicht einschätzen. In welchem G-Bereich liegt denn eine normale Landung (muß ja größer 1 sein). Vor allem wie lange wird der Spitzenwert gemessen? Liegt 2,5 G nur einen ganz kleinen Moment an, könnte das vielleicht sogar ein Normalwert einer normalen, aber harten Landung sein. Ab wann hat das Hauptfahrwerk keinen Federweg mehr?
EDDS Geschrieben 25. Mai 2019 Melden Geschrieben 25. Mai 2019 Eine normale Landung ist alles bis ca. 1,5G. Alles darüber ist dann schon eher hart, aber bis ca. 2G immer noch kein strukturelles Problem für den Flieger. Bei den meisten Fliegern ist dann ab ca. 2,2G, je nach Landegewicht, ein erweitertes Wartungsereignis vorgeschrieben. Der Superjet hat aber über 2,5G bei 1,6to über dem MLW abbekommen. Da könnte schon der erste touch down zu strukturellen Beschädigungen geführt haben.
ATN340 Geschrieben 25. Mai 2019 Melden Geschrieben 25. Mai 2019 vor 3 Stunden schrieb EDDS: Eine normale Landung ist alles bis ca. 1,5G. Alles darüber ist dann schon eher hart, aber bis ca. 2G immer noch kein strukturelles Problem für den Flieger. Bei den meisten Fliegern ist dann ab ca. 2,2G, je nach Landegewicht, ein erweitertes Wartungsereignis vorgeschrieben. Der Superjet hat aber über 2,5G bei 1,6to über dem MLW abbekommen. Da könnte schon der erste touch down zu strukturellen Beschädigungen geführt haben. Die meisten mir bekannten Airlines setzen 2,1g als Kriterium für Hard-Landing im OM-A fest. Auf diesen "Zielwert" ist meines Wissens auch der Zulassungsprozess (bzw. in erster Instanz die Konstruktion) ausgelegt! Dank ACARS und dem gesetzlich vorgeschriebenen Flight-Data Monitoring sind die G-Kräfte jeder Landung bei Bedarf binnen Minuten im MOC oder der Safety-Abteilung nachvollziehbar. Dass ist im Alltagsbetrieb eine echte Hilfe, bei einer "suspected hard landing" kann die Technik den Kapitän nach wenigen Minuten anrufen und sagen wie gut die Landung war ;-) OT, aber vielleicht eine Ergänzung für den einen oder anderen Leser
csokt71 Geschrieben 28. Mai 2019 Melden Geschrieben 28. Mai 2019 zwar nichts Neues aber vielleicht trotzdem für einige interessant: http://www.rusaviainsider.com/moscow-crash-operators-question-safety-ssj100/
AeroSpott Geschrieben 17. Juni 2019 Melden Geschrieben 17. Juni 2019 Ein Zwischenbericht wurde veröffentlicht: http://avherald.com/h?article=4c78f3e6/0007&opt=0
speedman Geschrieben 17. Juni 2019 Melden Geschrieben 17. Juni 2019 https://www.austrianwings.info/2019/06/aeroflot-superjet-crash-schwere-pilotenfehler/ Nach dem Lesen des Berichts frage ich mich, ob die Piloten wirklich so gehandelt haben oder andere Umstände dazu führten bzw. anderweitige Faktoren ausschlaggebend waren?
bueno vista Geschrieben 22. Juni 2019 Melden Geschrieben 22. Juni 2019 Es gibt mehr Details zum Unfall. Ich hoffe es besänftigt die Russlandkritiker die schon alles unter dem Teppich wähnten. https://www.aerotelegraph.com/aerflot-flug-su1492-fahrwerk-gigantische-kraefte
VS007 Geschrieben 23. Juni 2019 Melden Geschrieben 23. Juni 2019 Einen Pilotenfehler nicht unter den Teppich zu kehren fällt halt auch sehr viel leichter als einen Konstruktionsfehler.
Micha Geschrieben 5. Oktober 2019 Melden Geschrieben 5. Oktober 2019 Gegen den Kapitän des Fluges wurde Anklage erhoben. Quelle: T-Online
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