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Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb skyrider:

 

 

Das Pärchen aus der 737-Ops hat wohl Pech gehabt, da Discover vor allem das Bestands-Personal aus der SXD-Langstrecke und SN Deutschland übernommen hat. Die Bezahlung ist hat sich ncht großartig geändert. Als Flugbegleiter ist es einfach nur naiv ohne einen Plan B dazustehen, sofern man nicht gerade im Tarifvertrag der LH Mainline unterwegs ist.

 

 

Sie waren beide auf dem A330 als SXD aufgelöst wurde und es wird interessant zu sehen sein ob die 200 Kollegen die auf einen Betriebsübergang geklagt haben Erfolg haben im Herbst. Ansonsten hast du schon recht mit einigen Argumenten, es ist nicht alles schwarz/weiß wird aber von den Medien gerne so dargestellt.

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb skyrider:

Die Flugbegleiterein von germanwings hatte 1 Jahr Zeit um sich neu zu orientieren...


Na dann ist sie doch wohl selbst schuld, richtig?

 

In der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage ist ein Jahr sehr wenig, um sich etwas Neues zu suchen. Bundeswehr, Bahn und Charité hin oder her.

 

vor 23 Minuten schrieb skyrider:

Das Pärchen aus der 737-Ops hat wohl Pech gehabt...


Genau. Gelaber von herzloser Behandlung. Ich gehe ja grundsätzlich mit, dass Unternehmertum nicht die Wohlfahrt ist. Aber wenn langgediente Mitarbeiter der SXD entlassen werden um das Geschäft künftig durch die Discover auf der Kurzstrecke abdecken zu können, dann ist das nicht nur herzlos, sondern auch asozial.

 

vor 23 Minuten schrieb skyrider:

Die Mitarbeiter der SXD sind der VC in der Vergangenheit immer am Arxxx vorbei gegangen. Aber jetzt wo es in die Agenda der eigenen Interessen passt ...


Das ist nachweislich falsch. Die VC hat den Aufbau einer Tarifkommission und die Etablierung von Tarifverträgen immer unterstützt. Das muss allerdings aus der Belegschaft kommen, und hier wurden den Kollegen seitens der SXD-Geschäftsführung reichlich Steine in den Weg gelegt. 

Ironischerweise waren nicht wenige SXD-Geschäftsführer Management-Piloten der LH. Selbst „großgeworden“ als Nutznießer eines Systems, in dem Arbeitnehmer durch PV, BVBs, TK und KTV durchaus mehr als auskömmlich leben können verwehrten sie den Kollegen sogar für lange Zeit eine tarifliche Organisation. Das sie dadurch ihrer eigenen Zunft das Wasser abgraben, haben sie entweder nicht realisiert oder es zur Wahrung der eigenen Karrierechancen billigend in Kauf genommen. Ich weiß nicht, was ich davon schlimmer finden soll...

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Minuten schrieb Aerodude:

In der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage ist ein Jahr sehr wenig, um sich etwas Neues zu suchen. Bundeswehr, Bahn und Charité hin oder her.

 

Alternativ-Angebote für drei der Top10-Arbeitgeber Deutschlands? So viel Glück und Unterstützung hatten andere nicht. Weiterhin sucht Discover zu offen zugänglichen Zahlen Personal. Durchaus weit über Mindestlohn. Bei der ganzen Diskussion kommt mir etwas zu kurz, vielleicht ist frau/man ja auch "fachlich" einfach nicht so richtig auf der Höhe?  Weil man mal ein paar Monate bei Sun Express geflogen ist, muss man jetzt noch nicht die hellste Kerze auf der Torte sein; nur ein Gedankensansatz. Noch bestimmt ja wohl der jeweilige  Arbeitgeber, wen er einstellt und wen nicht. Was für ein Schmierentheater.

 

Die VC hat die kleinen Alternativen stets aus Eigeninteresse bekämpft und mit Sicherheit nicht, weil es denen "um die Menschen" dort geht, in der Hauptsache geht es darum, die eigenen dicken Kartoffeln zu sichern. Sich jetzt **dort** zu bedienen, ist nunja....

 

Sollen die beiden furchtbar Benachteiligten doch bei Wizz und RyanMaltaBuzz fliegen, wenn ihnen das da in Frankfurt einfach nicht mehr passt, die suchen stets Frischfleisch. Oder aufs Bürgergeld warten, kommt ja bald, dann braucht sich keiner mehr groß anstrengen.

 

 

Bearbeitet von medion
Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb medion:

 

Angebote für drei der Top10-Arbeitgeber Deutschlands? So viel Glück und Unterstützung hatten andere nicht. Dazu sucht Discover zu offen zugänglich Zahlen Personal. Durchaus weit über Mindestlohn...


Gab es für alle Mitarbeiter Übernahmeangebote von DB, Charité und BW? Und falls ja: Welcher Einsatzort? In dem Lohngefüge muss man sich einen Umzug in eine ggf. teurere Stadt erstmal leisten können. Aber darüber wurde hier bereits vor ein paar Wochen diskutiert. Es gibt z.B. durchaus Flugbegleiter, die aus der Gastronomie kommen, aber auf Grund der Beschränkungen waren die Möglichkeiten dort im vergangenen Jahr eher übersichtlich.

 

Unterstützung ist das eine, ich habe auch schon über Kontakte Vorstellungsgespräche ergattert - bestehen musste ich aber schon selber.

 

 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Aerodude:

Gab es für alle Mitarbeiter Übernahmeangebote von DB, Charité und BW? 

 

Ich hoffe nein! Aber wie kann man aus der Tatsache, dass die (deutsche) Luftfahrt eben 50 Prozent weniger Personal braucht, so eine Herz-Schmerz-Geschichte aufbauschen?

 

Die Folge für die Beschäftigungsverhältnisse wird eher das Gegenteil sein. (es ist ja keine neue Erfindung, siehe CHS Cabin Gmbh 1 - 10, da waren komischerweise alle glücklich), 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb mcdog:

Sie waren beide auf dem A330 als SXD aufgelöst wurde und es wird interessant zu sehen sein ob die 200 Kollegen die auf einen Betriebsübergang geklagt haben Erfolg haben im Herbst.

 

In dem Beitrag wurden von den beiden nur Fotos aus 737-cockpits gezeigt, deswegen hatte ich die nicht als Langstrecken-crews wahrgenommen.

 

 

vor einer Stunde schrieb Aerodude:

Na dann ist sie doch wohl selbst schuld, richtig?

 

In der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage ist ein Jahr sehr wenig, um sich etwas Neues zu suchen. Bundeswehr, Bahn und Charité hin oder her.
 

Das habe ich so nicht angedeutet. Es gibt viele Unternehmen, die ihre Leute härter fallen lassen als eine gernanwings.

 

 

 

 

 

 

Bearbeitet von skyrider
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Aerodude:

 

In der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage ist ein Jahr sehr wenig, um sich etwas Neues zu suchen. Bundeswehr, Bahn und Charité hin oder her.


Also ein Jahr ist mehr als genug Zeit. Es muss ja nicht sofort die Wunschlösung sein. Es gibt genügend Betriebe, die derzeit händeringend Leute suchen. Nur muss man da körperlich teilweise stärker anpacken und hat nicht überall den Luxus, für den Arbeitgeber in fremde Städte/Länder zu kommen. Und wenn man vor der Fliegerlaufbahn keine Berufsausbildung oder kein Studium gemacht hat, dann selber schuld. Sorry. Meine Frau hatte selber den Fall. Noch am Tag des Kündigungsschreiben nach einem neuen Job gesucht, eine Woche später in einem komplett anderen Beruf ein Vorstellungsgespräch gehabt und drei Tage später den Vertrag in Händen gehalten. Sie hätte sogar sofort anfangen können, aber die Kündigungsfrist vom alten Job lief noch. Und das war im Sommer 2020. Wo ein Wille, da ist ein auch ein Weg. 

Geschrieben

Vielleicht setzt Lufthansa mit EurowingsDiscover doch auf das falsche Pferd.Laut DER-Touristk Chef findet der Strandurlaub der Zukunft wegen der Klimadebatte in Europa und nicht in der Karibik und Co.statt.Teneriffa statt Dom.Rep.also.Ob es wirklich so kommt,wer weiß...

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Aerodude:


Gab es für alle Mitarbeiter Übernahmeangebote von DB, Charité und BW? Und falls ja: Welcher Einsatzort? In dem Lohngefüge muss man sich einen Umzug in eine ggf. teurere Stadt erstmal leisten können. Aber darüber wurde hier bereits vor ein paar Wochen diskutiert. Es gibt z.B. durchaus Flugbegleiter, die aus der Gastronomie kommen, aber auf Grund der Beschränkungen waren die Möglichkeiten dort im vergangenen Jahr eher übersichtlich.

 

Unterstützung ist das eine, ich habe auch schon über Kontakte Vorstellungsgespräche ergattert - bestehen musste ich aber schon selber.

 

 

Naja aber wenn ich in der Fliegerei arbeite, dann sollte man meiner Meinung nach schon einen Plan B in der Hinterhand haben. Man braucht nur auf die Krisen dieser Erde gucken, welche Sparte darauf sofort empfindlich reagiert hat, war die Fliegerei (11. September, Golfkrieg, Corona, usw). Und zwar weltweit. 
Und es mag sein, dass die Angebote welche den Angestellten der SunExpress gemacht wurden nicht im Heimatort waren, aber dafür kann nun ein Unternehmen auch noch was?   

Und wie hier auch schon behauptet wurde weiß keiner von uns, wie sich die „Chefstewardess“ am Auswahltag präsentiert hat/verkauft hat. Nur weil man vorher schonmal bei SunExpress geflogen ist, heißt das ja nicht, dass man woanders mit Kusshand genommen wird. 
Schwieriges Thema, aber ich denke auch anderen in dieser Pandemie wären froh, bei einem Jahr fortlaufenden Lohn einen neuen Job zu suchen. Aber das betrachtet sicher jeder anders. Dennoch tut es mir für die Familie leid. Aber nun zum ReportMainz zu rennen und seinen ehemaligen Arbeitgeber so dazustellen hat für mich auch oben bittern Beigeschmack. Jeder so wie es mag. 

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb Mahag:

Das ist immer alles leichter gesagt als getan. Besonders im Nachhinein.

 

Welches Nachhinein und was ist leicht? Die bescheuerte Fernsehgeschichte?

 

 

 

 

vor 36 Minuten schrieb YankeeZulu1:

ich frage mich vielmehr WER Strandurlaub macht. 

 

Wieso? Das private Geldvermögen in Deutschland ist noch nie so stark gewachsen wie in den letzten 15 Monaten....

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb YankeeZulu1:

ich frage mich nicht, WO künftig der (Strand-)Urlaub stattfindet, ich frage mich vielmehr WER Strandurlaub macht. Gerade heute lese ich wieder über die bereits massiv gestiegene Anzahl der Privatinsolvenzen in D, diese Zehl soll drastisch ansteigen, und die Zeit der Kurzarbeit ist noch nicht vorüber. Ich hoffe, daß meine Bedenen letztendlich unbegründet sein werden, aber wie meist hoffe ich aufs Beste, rechne aber mit dem Schlimmsten.


Das hängt aber mit der Gesetzesänderung zusammen. Bisher musste man sechs Jahre in den Miesen sein, jetzt reichen schon drei Jahre aus.

 

https://www.welt.de/wirtschaft/article231503833/Privatinsolvenz-Zahl-steigt-in-Deutschland-sprunghaft-an.html

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb YankeeZulu1:

Gerade heute lese ich wieder über die bereits massiv gestiegene Anzahl der Privatinsolvenzen in D, diese Zehl soll drastisch ansteigen

 

Aufgrund der diskutierten Gesetzesänderung haben letztes Jahr viele Personen abgewartet und den Schritt erst jetzt vollzogen.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb medion:

 

Welches Nachhinein und was ist leicht? Die bescheuerte Fernsehgeschichte?

 

 

 

 

 

Wieso? Das private Geldvermögen in Deutschland ist noch nie so stark gewachsen wie in den letzten 15 Monaten....

Im Nachhinein ist es immer einfacher schlauer zu sein. Sich einen Plan B zu überlegen müsste halt eigentlich immer und in jeder Branche gelten. Aber wer macht das schon? Ich hatte mit 20 auch nur Plan A. Manch einer hat auch gar keinen Plan. 

 

Aber Paare die in der gleichen Branche arbeiten kann schon Risiko bedeuten....zumindest wenn eine Familie daraus entsteht.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Mahag:

Im Nachhinein ist es immer einfacher schlauer zu sein. Sich einen Plan B zu überlegen müsste halt eigentlich immer und in jeder Branche gelten. Aber wer macht das schon? Ich hatte mit 20 auch nur Plan A. Manch einer hat auch gar keinen Plan. 

 

Aber Paare die in der gleichen Branche arbeiten kann schon Risiko bedeuten....zumindest wenn eine Familie daraus entsteht.

oh man Leude: hier geht  nicht es (im Report Mainz Beitrag) , ob Angestellte in der einen Branche mehr oder weniger anfällig sind für Entlassungen (und sich diese Anfälligkeit als Paar noch steigert, wenn man im gleichen Job arbeitet). Sondern, dass die DLH hier mit Steuergeldern alte Firmen zumacht, neue aufmacht um willkürlich sich Mitarbeitern zu entledigen, Tarifflucht zu begehen und die Personalkosten weiter nach unten zu treiben.   Die Begründung, dass die Touristik-LS die Zukunft ist, war ja schon fadenscheinig.....gabs ja alles schon. Dass man nun aber die EW Discover auch die Kurzstrecke fliegen lässt (in Konkurrenz) zur EWD und EWE ist einfach nur asozial. oder wie möchte man das begründen? 

Geschrieben
vor 46 Minuten schrieb fly-lo:

Die Begründung, dass die Touristik-LS die Zukunft ist, war ja schon fadenscheinig.....gabs ja alles schon. Dass man nun aber die EW Discover auch die Kurzstrecke fliegen lässt (in Konkurrenz) zur EWD und EWE ist einfach nur asozial. oder wie möchte man das begründen? 

 

Ach so, selbst hier kann man ja lesen, dass der ach so böse Geschäftsreiseverkehr sich nie wieder erholen wird, also was bleibt der guten alten LH übrig als selber auf die Touristik lang zu gehen?

 

Solchen Fly-Lo Leuten (passender Name dazu) möchte ich dazu empfehlen, kurz darüber nachzudenken was passiert, wenn der deutsche Markt komplett an Norwegian lang (oder deren Nachfolgern mit noch hübscheren billigen Thais), Emirates mit null Arbeitnehmerrechten, Ryanair (die nächste Tochter wird wahrscheinlich in Moldavien gegründet mittels irgendeinem Assoziierungsabkommen, weil Polen und Malta mittlerweile zu teuer werden), Wizzair und Co. übergeben wird. Einige Forumsteilnehmer machen dann natürlich ne coole Party zusammen mit Margarete, zehntausende andere werden sich eher.... aber lassen wir das.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb medion:

 

Ach so, selbst hier kann man ja lesen, dass der ach so böse Geschäftsreiseverkehr sich nie wieder erholen wird, also was bleibt der guten alten LH übrig als selber auf die Touristik lang zu gehen?

 

Solchen Fly-Lo Leuten (passender Name dazu) möchte ich dazu empfehlen, kurz darüber nachzudenken was passiert, wenn der deutsche Markt komplett an Norwegian lang (oder deren Nachfolgern mit noch hübscheren billigen Thais), Emirates mit null Arbeitnehmerrechten, Ryanair (die nächste Tochter wird wahrscheinlich in Moldavien gegründet mittels irgendeinem Assoziierungsabkommen, weil Polen und Malta mittlerweile zu teuer werden), Wizzair und Co. übergeben wird. Einige Forumsteilnehmer machen dann natürlich ne coole Party zusammen mit Margarete, zehntausende andere werden sich eher.... aber lassen wir das.

 

schöne Einstellung: nur weil es andere so machen (Ryanair Gründungen in Irgendwo) mach ich das genauso.   Nach dem Motto: die Leute in Albanien trennen ihren Müll nicht, dann lass ich das hier auch sein.  Wobei reden wir nicht von irgendwo: sondern in der De-Saint-Exupery-Str 10 wurde/wird der Laden dicht gemacht und 300m Luftlinie weiter wieder auf.......

 

Was sind eigentlich "solche Fly-Lo Leute"?

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb fly-lo:

schöne Einstellung: nur weil es andere so machen (Ryanair Gründungen in Irgendwo) mach ich das genauso. 

 

Nicht meine, wie schon oft geschrieben; aber von der EU so gewünscht. Und selbstverständlich macht der LH-Vorstand dann das Gleiche, was soll er sonst auch tun?

 

Die Low-Cost-Apostel, so schwer ist es nicht zu verstehen, gell?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb medion:

Solchen Fly-Lo Leuten (passender Name dazu) möchte ich dazu empfehlen, kurz darüber nachzudenken was passiert, wenn der deutsche Markt komplett an Norwegian lang (oder deren Nachfolgern mit noch hübscheren billigen Thais), Emirates mit null Arbeitnehmerrechten, Ryanair (die nächste Tochter wird wahrscheinlich in Moldavien gegründet mittels irgendeinem Assoziierungsabkommen, weil Polen und Malta mittlerweile zu teuer werden), Wizzair und Co. übergeben wird.

 

Deinen Ansatz verstehe ich gut.

 

Letztlich entscheidet die mündige Kundschaft, ob ein Produkt für Preis X absetzbar ist, sollten Wettbewerb und Auswahlmöglichkeiten bestehen.

 

Und die Herausforderung der relativ wenigen noch vorhandenen deutschen Fluggesellschaften, sich direktem Wettbewerb zu stellen, mussten sich andere Fluglinien (jetzt mal nur bezogen auf Europa) schon vor Jahren stellen. Die Lufthansa Gruppe steht vor Herausforderungen, die eine Alitalia, Iberia oder selbst British Airways schon viel früher ausgesetzt waren. Gerade auf Alitalia wird traditionell gerne eingedrescht, (ob zu Recht oder Unrecht bleibt jedem selbst überlassen oder man muss noch mal die früheren Kommentare innen im tailcone einer Alitalia-Maschine beim aircraft-search nachlesen.

 

Aber selbst eine objektiv gesunde Alitalia (oder damals die Alitalia TEAM mit offenbar sehr wettbewerbsfähiger Struktur, aber eben automatisch die alten Strukturen hinterfragend) hätte zum Beispiel im Inland mit Wettbewerb zu tun, die eine Lufthansa so noch nie hatte und da helfen dann auch viele Slots in Linate nicht wirklich oder Rom als Touristenziel im Sommer und Flaute im Winter.

 

Selbst eine (eher staatlich „geschützte“) Air France hatte nach und nach mit mehr oder weniger schwacher oder starker Konkurrenz zu tun und auch heute können Kunden oftmals wählen, ob sie mit Air France innerfranzösisch fliegen oder doch mit einer anderen Airline. In Deutschland sieht es eher mager aus. Möchte ich von Hamburg nach Stuttgart, habe ich keine Auswahl zwischen zwei, drei oder vier Fluglinien.

 

Eurowings Discover (und auch Eurowings selber) würde es möglicherweise gar nicht geben, wäre Lufthansa mainline so aufgestellt, dass sie wettbewerbsfähig und mit attraktiven Kostenstrukturen „alles in Eigenregie“ unter einer Produktbezeichnung als durchgängiges Produkt mit der notwendigen Flexibilität zur Bedienung verschiedener Märkte und auch Kundengruppen umsetzen würde. British Airways lässt ja auch nicht einen erheblichen Teil ihrer A320-Familie durch eine British Airways Challenger, Discovery, Endeavor fliegen; es gab hier Jahre zuvor erbitterte interne Köpfe zur Lösung von Problemen. 

 

Die Eurowings Discover A330 inklsive Crews könnte doch ganz normal eine A330 der Lufthansa sein, weil eine EW Discover unter anderen Umständen überflüssig wäre.

 

Nichts wäre doch einfacher, als „Lufthansa“ als alleiniges Produkt zu vermarkten, Lufthansa überall. Lufthansa auf einer Route mit hohem Geschäftsanteil, auf der anderen eher mit Touristencharakter. Nichts Neues.

 

Die Flexibilität mussten viele andere Fluglinien und auch Lufthansa schon vor Jahren oder gar Jahrzehnten aufzeigen. Hier spiegelte z.B. die Saisonalität des Flugangebots wider, aber auch die Zusammensetzung der Flotten.

 

Diese „Airline-within-(in)-an-airline(group)“ ist in den meisten Fällen historisch betrachtet über kurz oder lang eher gescheitert und war teilweise nur ein sehr wichtiges Druckmittel und Instrument, um bei der eigentlichen Airline die Kostenstrukturen zu optimieren. Manchmal wurde sprichwörtlich die Pistole auf die Brust gesetzt. Dafür brauchte eine Delta ihre „Song“ und Continental Airlines konnte ihre „Lite“ und „West“ schneller wieder beerdigen, Auch eine „Ted“ wurde wieder in United „integriert“.

 

Wo es nicht klappte, kollabierte dann eine Airline irgendwann oder es ist eine Ko-Existenz, die noch immer mehr Vor- als Nachteile bringt.

 

Und sollte eine Wizzair, Ryanair, Norwegian (als sie noch größer waren) etc. stärker in Deutschland aktiv werden, dann ist es keine neue Situation in der Luftfahrtwelt. Damit haben andere Airlines schon seit Jahren zu leben, bzw. versucht ja auch eine SAS mit komischen Mitteln ihre Kostenstrukturen zu optimieren. Und letztlich kann ein jeder Kunde sagen: ich buche nur Lufthansa, weil...

 

Und die meisten die ich kenne, die sich bei Eurowings Discover beworben haben bzw. im Training sind, haben sich letztlich aus einer, ich schreibe mal „Verzweiflung“ dorthin beworben, weil sie von einer anderen Fluglinie mit deutlich besseren Konditionen betriebsbedingt gekündigt wurden und (ich kann es sehr gut verstehen) im Luftverkehr bleiben möchten. 

 

In „normalen“ Zeiten wären die Eckdaten schlicht zu unattraktiv, um ein normales Dasein zu fristen und Gewerkschaften würden spürbar Sturm laufen. Der „Plan B“ (mein Dasein ist immer inkl. Plan B) ist bei einigen Kolleginnen und Kollegen so nicht gegeben, aber es steht mir nicht zu, deren Lebenswege zu bewerten. Wenn man mit 18 als FA angefangen hat und nun 36 ist und nichts anderes gemacht hat, wird es verdammt schwer in der Arbeitswelt und manch eine Kollegin ging nach zwei Wochen an der Hotelrezeption mental ein und "musste wieder in die Luft".

 

Ich persönlich finde es befremdlich, dass während der historisch bislang wahrscheinlich größten Luftfahrtkrise (auch wenn ich es hier im Forum manchmal nicht wirklich spüre, da stehen andere Dinge im Vordergrund), eine Airline wie Lufthansa sehr zügig zwei eigene Fluggesellschaften einstellt (germanwings war der LH ja schon länger ein Dorn im Auge), staatliche Zusagen für Hilfen erhält, zeitgleich ihre Pläne einer neuen Fluglinie durchpeitscht und entlassenes Personal sich ja intern bewerben kann. Ein wie auch immer gearteter Betriebsübergang von vorhandenem Personal wäre naheliegend gewesen, OK, bei Frank Lorenzo hätten auch andere Dinge Priorität gehabt.

 

Selbstverständlich zählen einzig wirtschaftliche Erwägungen eine tragende Rolle. Wenn eine Lufthansa aber (stark vereinfacht ausgedrückt) vor „Corona“ sehr profitabel war, dann entsteht bei mir der Eindruck, dass (wie jede andere Airline auch) diese Krise genutzt wird, um weiter Kosten zu senken, Gewinne zu erhöhen, während bestimmte Mitarbeitergruppen mit Altverträgen legitim gar nicht angetastet werden können und ein anderer Teil der Mitarbeiterschaft zu bluten hat. Die neuen Verträge sind allesamt nicht mehr so attraktiv wie noch vor ein paar Jahren und bei manchem LCC verdient man mehr als bei der LH. 

 

Oder es entsteht der Eindruck, dass bestimmte Unternehmensteile der Lufthansa einen erheblich Beitrag zum Profit beitrugen und andere Unternehmensteile eher suboptimal waren. Ansonsten könnte eben eine Lufthansa als durchgängige Marke auch Nürnberg – Düsseldorf fliegen (ein EW Airbus wäre eben ein LH Airbus) und Kostenstrukturen erarbeiten, die zwar genetisch bedingt nicht an die einer LCC herankommen können, aber eben attraktiv genug sind.

 

Eine hochprofitable Lufthansa hat doch eigentlich solche zusätzlichen Fluglinien nicht nötig oder sind die bestehenden LH-Tarifverträge wirklich so problematisch? Es sind ja keine Uralt-Fassungen. 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb MD-80:

Eine hochprofitable Lufthansa hat doch eigentlich solche zusätzlichen Fluglinien nicht nötig oder sind die bestehenden LH-Tarifverträge wirklich so problematisch? Es sind ja keine Uralt-Fassungen. 

 

Leider ja. Deutsches wir haben uns alle lieb passt mit international nicht zusammen.

KTV ist aus den 90ern

Die hochprofitable LH sehen wir gerade leider alle im Rückspiegel, die Verpflichtungen bleiben, die Aussichten sind ungewiss. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Minuten schrieb medion:

 

Leider ja. Deutsches wir haben uns alle lieb passt mit international nicht zusammen.

KTV ist aus den 90ern

Die hochprofitable LH sehen wir gerade leider alle im Rückspiegel, die Verpflichtungen bleiben, die Aussichten sind ungewiss. 

 

 

Bei LH arbeiten aber nicht nur Cockpit Mitarbeiter. Die Masse arbeitet in anderen Bereichen, für die gilt kein KTV. 

 

Irgendwie hört man immer von überbezahlten Lufthanseaten. Wenn ich die nehme, die ich kenne und die nicht im Cockpit arbeiten, verdienen diese Lufthanseaten das Gleiche wie vergleichbar anderswo.

 

zB

Der Dispatcher von LH verdient bischen weniger als der von Condor. Selbe Erfahrung, selbe Ausbildung. Nahezu gleich alt. 

 

 

Bearbeitet von Mahag
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Mahag:

 

 

zB

Der Dispatcher von LH verdient bischen weniger als der von Condor. Selbe Erfahrung, selbe Ausbildung. Nahezu gleich alt. 

 

 

Ohne jemand zu nahe zu treten, aber vielleicht hat ein Dispatcher von Condor viel komplexere Aufgaben zu lösen (siehe Condor-Threade "Kreuzfahrtcharter" ) als ein LH-Dispatcher mit immer sich wiederholenden Linienflügen ?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb born4fly:

Ohne jemand zu nahe zu treten, aber vielleicht hat ein Dispatcher von Condor viel komplexere Aufgaben zu lösen (siehe Condor-Threade "Kreuzfahrtcharter" ) als ein LH-Dispatcher mit immer sich wiederholenden Linienflügen ?

Stimmt, Hamburg-Falklandinseln schüttelt man mal eben aus dem Ärmel, New York-Malta, Weißrussland, Tel-Aviv ebenso….. das doch nun totaler Quatsch. Condor macht seit Jahren Kreuzfahrerflüge…..ein Hexenwerk sollte das für die nicht mehr sein.

Bearbeitet von Aero88

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