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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb fly-lo:

oh man Leude: hier geht  nicht es (im Report Mainz Beitrag) , ob Angestellte in der einen Branche mehr oder weniger anfällig sind für Entlassungen (und sich diese Anfälligkeit als Paar noch steigert, wenn man im gleichen Job arbeitet). Sondern, dass die DLH hier mit Steuergeldern alte Firmen zumacht, neue aufmacht um willkürlich sich Mitarbeitern zu entledigen, Tarifflucht zu begehen und die Personalkosten weiter nach unten zu treiben.   Die Begründung, dass die Touristik-LS die Zukunft ist, war ja schon fadenscheinig.....gabs ja alles schon. Dass man nun aber die EW Discover auch die Kurzstrecke fliegen lässt (in Konkurrenz) zur EWD und EWE ist einfach nur asozial. oder wie möchte man das begründen? 

 

Ich habe diesen Beitrag gesehen und es war halt journalistisch auf Stimmungsmache gepolt. Ob die Redakteure einfach eine Richtung der Sendung voorgaben oder die Rechersche den Praktikanten überlassen wird, sei es dahingestellt.

 

Lasst uns mal die Dinge einordnen:

 

- es gilt immer noch das Deutsche Arbeitsrecht - dieser kennt keine Konzerne (daher schreiben Betriebsräte gerne bei Auslagerungen von Töchter gerne Rückkerhrechte für alte Mitarbeiter in den neuen Verträge vor usw), es wir jede GmbH für sich betrachtet

- die Lufthansa hat 2 GmbHs aufgelöst, das betreffende im Bericht, Sun Express Deutschland war sogar eine Tochter eines  JV mit Turkisch das auch aufgelöst wurde 

- rein rechtlich hat sich die Lufthansa nichts zu Schulden kommen lassen, auch wenn dies moralisch-ethisch vielleicht anders zu bewerten ist

 

@fly-lo die Aussage das man mit Staatshilfe sich Miatarbeiter entledigt simmt soo auch nicht - die Lufthansa ist ein Unternehmen ihre Daseinsberechtigung dient also primär der Gewinnerzielung udn die staatlichen Hilfen dienten in einer Schieflage die Zeit einer Krise zu überbrücken - der Staat agiert dabei auch nicht als Wohltäter sondern als ein relativ teurer Kreditgeber und Ankeraktionär ( ist so gesehen mittlerweile auch ein böser Kapitalist, weil es in seinem Interesse ist das Unternehmeswert zu steigern und einen profitablen Exit hinzlegen - dazu gehört halt eine straffe, nachhaltig profitable Unternehmensführung)

 

Und jetzt zu den Personen:

- egal in welcher Branche man ist, wenn beide im gleichen Unternehmen arbeiten und dieses nicht mehr existiert, hat man als Familie ein Problem - > eine ähnliche Reportage habe ich bei der Pleite von Lehman Brothers nicht gesehen, trotz einer Systemkrise der ganzen Bankwelt über Jahre und auch nicht als grössere Arbeitgeber in Deutschland Pleite gingen 

- beide hatten angemerkt das sie sich auf die neuen Stellen im Konzern bewerben durften und dies auch getan haben - ob in der Situation in der eine ganze Branche über Jahre schrumpfen wird eine ernsthafte Chance hatten, kann man debattieren

- wir kommen am ende des Tages auf das Thema Berufsbild/formelle Qualifikation/Übertragbarkeit von Kompetenzen zurück - wenn in einer Branche Jobs als Karrieren gesehen werden, gibt es immer ein Problem

 

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb fly-lo:

 

schöne Einstellung: nur weil es andere so machen (Ryanair Gründungen in Irgendwo) mach ich das genauso.   Nach dem Motto: die Leute in Albanien trennen ihren Müll nicht, dann lass ich das hier auch sein.  Wobei reden wir nicht von irgendwo: sondern in der De-Saint-Exupery-Str 10 wurde/wird der Laden dicht gemacht und 300m Luftlinie weiter wieder auf.......

 

Was sind eigentlich "solche Fly-Lo Leute"?

Deine Einstellung ist in meinen Augen weltfremd. Medion hat doch völlig recht: entweder schaffe ich gleiche Bedingungen für alle oder der Lufthansa-Konzern (und die Condor) werden aus dem Markt gedrängt, wenn sie sich nicht anpassen. Ich bin mir sicher, der LH-Konzern hätte gerne die Einnahmen- und Kostenstruktur von vor 40+ Jahren beibehalten, aber (leider) ist dies (wirtschafts-)politisch nicht gewollt.

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb MD-80:

In „normalen“ Zeiten wären die Eckdaten schlicht zu unattraktiv, um ein normales Dasein zu fristen und Gewerkschaften würden spürbar Sturm laufen. Der „Plan B“ (mein Dasein ist immer inkl. Plan B) ist bei einigen Kolleginnen und Kollegen so nicht gegeben, aber es steht mir nicht zu, deren Lebenswege zu bewerten. Wenn man mit 18 als FA angefangen hat und nun 36 ist und nichts anderes gemacht hat, wird es verdammt schwer in der Arbeitswelt und manch eine Kollegin ging nach zwei Wochen an der Hotelrezeption mental ein und "musste wieder in die Luft".

 

 

Diese Haltung kann ich in keiner Weise nicht nachvollziehen. Es gibt schlichtweg kein Recht auf eine Beschäftigung als Flugbegleiter zu im Marktvergleich sehr hohen Löhnen, weil mental keine anderen Tätigkeiten in Frage kommen.  Das aus gutem Grund. Was sollen die Bergleute, Stahlkocher oder Zeitungsausträger etc. sagen, dessen ganzer Berufszweig weggebrochen ist?

 

Dennoch hoffe ich, dass es nur wenige Personen gibt, die tatsächlich davon ausgehen nach einer zwölf wöchigen Schulung unersetzlich zu sein.

 

Ich finde es hingegen sehr sinnvoll, dass mit Discover versucht wird ein Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Noch dazu, wo bspw. in der Kabine keine hochspezialisierten Kräfte benötigt werden, die schwer zu beschaffen wären.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Starwing-EAE:

 

Diese Haltung kann ich in keiner Weise nicht nachvollziehen. Es gibt schlichtweg kein Recht auf eine Beschäftigung als Flugbegleiter zu im Marktvergleich sehr hohen Löhnen, weil mental keine anderen Tätigkeiten in Frage kommen.  Das aus gutem Grund. Was sollen die Bergleute, Stahlkocher oder Zeitungsausträger etc. sagen, dessen ganzer Berufszweig weggebrochen ist?

 

Dennoch hoffe ich, dass es nur wenige Personen gibt, die tatsächlich davon ausgehen nach einer zwölf wöchigen Schulung unersetzlich zu sein.

 

Ich finde es hingegen sehr sinnvoll, dass mit Discover versucht wird ein Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Noch dazu, wo bspw. in der Kabine keine hochspezialisierten Kräfte benötigt werden, die schwer zu beschaffen wären.

Du hast meiner Meinung nach in vielen Punkten Recht. 

 

Dennoch bedeutet zukunftsfähig nicht automatisch Billiglohn. Da macht sich das teuer bezahlte Management, was übrigens kein Billiglohn bekommt, zu einfach.

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb MD-80:

...

Wenn man mit 18 als FA angefangen hat und nun 36 ist und nichts anderes gemacht hat, wird es verdammt schwer in der Arbeitswelt und manch eine Kollegin ging nach zwei Wochen an der Hotelrezeption mental ein und "musste wieder in die Luft".

...

 

 

@Aerodude, beruht auf einem vrmtl. Tatsachenbericht von MD-80.

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Aerodude:

Ziemlich steile These. Kannst du das belegen? 

 

Bezog sich sicherlich auf die Dame an der Hotelrezeption, die nach 14 Tagen "einging"...

 

 

vor einer Stunde schrieb Mahag:

Dennoch bedeutet zukunftsfähig nicht automatisch Billiglohn. Da macht sich das teuer bezahlte Management, was übrigens kein Billiglohn bekommt, zu einfach.

 

Ich verweise nochmal auf die sehr detaillierten Gehaltsdarstellungen in den aktuellen Stellenanzeigen von Discover. Von Billiglohn ist dort übrigens keine Spur. Wenn die bisherigen Löhne in der Kabine der LH deutlich darüber liegen, dann hat man dort sehr wohl ein Kostenproblem; die Kundschaft ist ja für LH weitgehend auch dieselbe wie für TK, Ryan und Wizz.

 

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ist nicht schön, ist aber so. Gar nichts machen scheint mir keine Option zu sein.

Geschrieben

Es ist in der Tat eine schwierige Diskussion.

 

Sämtliche Berufszweige haben in Laufe der Zeit und je nach plitisches System eine Überprivilegierung genossen - sei es politisch gewollt, oder weil es ein gerade boomendes Geschäft war oder weil man schlicht un einfach mit hoher Nachfrage einen positiven Anreiz suchte.

 

Es kommen aber immer Zeiten in denen sich die Lage ändert, diese Berufe "normalisieren" sich und die Betroffenen dies als eine Rückstufung sehen.

 

- ein Hauptmann hatte in der Kaiserzeit einen Sold das ca das 10fache eines Arbeiterlohns, dazu hatte man Anspruch einen Bediensteten/Ordonanz - ein beliebter Karriereweg für überschüssige Söhne des Kleinadels -> heute verdienen Bundeswheoffiziere nicht nennenswert mehr als der Durschnitt der Bevölkerung

 

- Bergleute wurden gemäss an ihren Voraussetzungen - körperliche Robustheit und Diszplin  - historisch gut bezahlt, erstens wegen der Gefahr des Jobs, anschliessend der wichtigen wirtschaftlichen Bedeutung der Montanunion und nicht zuetzt wegen der starken gewerkschaftlichen Organisierung - die qualifizierteren unter ihnen , zB Elektriker hatten nie über fehlende Berufsperspektive geklagt, wer nur  "unter Tage" "schaffte", der konnte anschliessend alleine auf Basis der eigenen Qualifikation natürlich keinen Job mit vergleichbaren Vergütung finden - die vergleichbaaren Kompetenzen, zB Tief- und Strassenbau wurden teilweise als nicht würdig gesehen

 

- Komponisten hatten in der DDR einen 10%igen Umsatzanteil am Plattenverkauf, Sämnger gingen fast leer aus - zum Vergleich in der westlichen Welt reden wir vielleicht über 3-4% von denen 1/3 von den Eintreiber einbehalten werden - dafür hatte man keine GENMA Einnahmen fürs Radio etc. - das war auch eine Überprivilegierung bei Erfolg (eine gute Platte verkaufte sich schnell 400.000 mal) - heute würden sie sich mit den Streaminghonorare auch benachteiligt fühlen, weil das Geschäft der Branche von 2Tour promotet Platte zum Platte promoted Tur" gewendet hat

 

Es gibt immer eine Dynamik im Berufsleben und die Vorstellungen die man von der Elterngeneration übetragen bekam entsprechen nicht zwangsläufig der langfristigen Entwicklung.

 

 

 

Geschrieben

- es gilt immer noch das Deutsche Arbeitsrecht - dieser kennt keine Konzerne 

Falsch. Aber nicht weiter dramatisch, muss man nicht wissen.

Arbeitsrecht ist Vertragsrecht und ein Konzern ist nicht rechtsfähig, also kann ein Konzern keinen Vertrag eingehen.  Trotzdem spielt die Konzernsitation in die Ausgestaltung von Restrukturierungen mit ein. 

 

rein rechtlich hat sich die Lufthansa nichts zu Schulden kommen lassen

Sagt wer? Es sind ja nichtmal die erstinstanzlichen Verfahren abgeschlossen.

 

Dynamik im Berufsleben und die Vorstellungen die man von der Elterngeneration übetragen bekam

Darum geht es gar nicht. Sondern um die ganz konkrete Frage, welches Gehaltsniveau notwendig ist um in Deutschland eine Fluggesellschaft gewinnbringend zu betreiben.  Wenn es ein Gehaltsniveau ist, mit dem man in Deutschland, bzw. Rhein-Main/München, niemanden findet, dann gibt es eben keine deutschen Fluggesellschaften mehr. So what. Es gibt auch keine deutschen Bergwerke mehr. Oder Tunnelbauer.

 

Von Billiglohn ist dort übrigens keine Spur. 

Das wohl, aber halt auch an der unteren Grenze dessen, was man verdienen muss um im Einzugbereich des Frankfurter Flughafen leben zu können. Und halt auch weniger als man in vergleichbaren Branchen in der Region verdient. 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Von Billiglohn ist dort übrigens keine Spur. 

Das wohl, aber halt auch an der unteren Grenze dessen, was man verdienen muss um im Einzugbereich des Frankfurter Flughafen leben zu können. Und halt auch weniger als man in vergleichbaren Branchen in der Region verdient. 


Man mag es kaum glauben, aber es gibt in Frankfurt eine Vielzahl von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mit Löhnen unterhalb eines Flugbegleiters. Friseure, Busfahrer, Paket- oder Postboten, Kassierer, Reinigungskräfte, etc.  Alles Tätigkeiten, bei welchen die Angestellten täglich vor Ort sein müssen.  Auch diese wohnen im Rhein-Main-Gebiet und haben wie manch Flugbegleiter nicht die Möglichkeit bspw. in Köln, Karlsruhe, Siegburg etc.  zu wohnen und kurz vor Arbeitsbeginn mit dem ICE anzureisen. 
 


 

 

Geschrieben

OK es wird leider wieder eine politische gesellschaftliche Diskussion...

 

Über welche Beträge reden wir hier? Ich vermute jeder hier hat andere Vorstellungen davon mit wieviel Einkommen man im Rhein Main Gebiet überleben kann....oder in MUC.

 

Es geht auch nicht nur ums Überleben, sondern auch sich etwas aufbauen zu können.

 

Und nochmal....es gibt Piloten, FBs und Bodenpersonal. Und für jeden von denen gelten andere Maßstäbe für Quali, Erfahrung usw. 

Das kann man nicht pauschal über einen Kamm scheren mit: "ihr seid alle zu teuer."

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Falsch. Aber nicht weiter dramatisch, muss man nicht wissen..... / Sagt wer? Es sind ja nichtmal die erstinstanzlichen Verfahren abgeschlossen.

 

Sondern um die ganz konkrete Frage, welches Gehaltsniveau notwendig ist um in Deutschland eine Fluggesellschaft gewinnbringend zu betreiben.  Wenn es ein Gehaltsniveau ist, mit dem man in Deutschland, bzw. Rhein-Main/München, niemanden findet, dann gibt es eben keine deutschen Fluggesellschaften mehr. So what. Es gibt auch keine deutschen Bergwerke mehr. Oder Tunnelbauer.

 

Von Billiglohn ist dort übrigens keine Spur. 

Das wohl, aber halt auch an der unteren Grenze dessen, was man verdienen muss um im Einzugbereich des Frankfurter Flughafen leben zu können. Und halt auch weniger als man in vergleichbaren Branchen in der Region verdient. 

 

Juristisches Gedöns mit der gewohnten Prise Überheblichkeit.... Im Zweifel für den "Angeklagten", wenn noch nicht mal ein erstinstanzliches Verfahren abgeschlosen ist? Oder so what?

 

Für ein Unternehmen/einen Unternehmer sind Gehälter zu allererst ein Kostenblock. Das ist einfach so, kann man blöd finden, ist aber nicht weiter dramatisch, muss man nicht wissen. Was man verdienen muss, um im Einzugsbereich des Frankfurter Flughafens zu wohnen, kann ja die Planwirtschaft dann ausrechnen. Selbst Ryanair hat Personal in Frankfurt, Köln und Berlin gefunden.

 

Die deutschen Top-Bergleute arbeiten übrigens mittlerweile in Kanada, China und Australien. Die deutschen Top-Tunnelbauer in Norwegen, Österreich und der Schweiz...

vor 5 Minuten schrieb Mahag:

Es geht auch nicht nur ums Überleben, sondern auch sich etwas aufbauen zu können.

 

Dann mache ich es nochmal ganz, ganz deutlich: ein erfahrener Flugbegleiter bei der LH verdient also mehr als 3.000 brutto im Monat, (die Qualifikationsdiskussion lasse ich mal weg, ich habe auch den Eindruck, "früher" war es nicht ganz so einfach, man musste wenigstens noch die Tochter vom Piloten sein oder halt vorher ne andere Ausbildung gemacht haben...)  sonst wären ja die Discover-Angebote nicht so unglaublich unverschämt hier bewertet. Wer mit 30 noch glaubt, man könne sich als Flugbegleiter*in was "aufbauen", ist halt naiv oder liebt seinen Job. Beides ist ja vollkommen okay. Für die LH ist sie/es/er im internationalen Vergleich leider trotzdem mittlerweile  zu teuer.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Starwing-EAE:

Diese Haltung kann ich in keiner Weise nicht nachvollziehen. Es gibt schlichtweg kein Recht auf eine Beschäftigung als Flugbegleiter zu im Marktvergleich sehr hohen Löhnen, weil mental keine anderen Tätigkeiten in Frage kommen.  Das aus gutem Grund. Was sollen die Bergleute, Stahlkocher oder Zeitungsausträger etc. sagen, dessen ganzer Berufszweig weggebrochen ist?

 

Dennoch hoffe ich, dass es nur wenige Personen gibt, die tatsächlich davon ausgehen nach einer zwölf wöchigen Schulung unersetzlich zu sein.

 

Ich finde es hingegen sehr sinnvoll, dass mit Discover versucht wird ein Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Noch dazu, wo bspw. in der Kabine keine hochspezialisierten Kräfte benötigt werden, die schwer zu beschaffen wären.

 

Wie ich bereits schrieb, steht es mir nicht zu,  Lebenswege und Arbeitsleben anderer Menschen zu beurteilen.  Sie bewerten andere Menschen und stellen ihre Eckdaten als Basis ihrer Szenarien auf.  Es ist für einige Menschen eine innerliche Herausforderung und deren Sache. Mit keinem Wort steht irgendwo meinerseits, dass diese Leute sich unersetzlich fühlen. Wie kommen Sie darauf? jeder Mensch versucht, sich sein einmaliges Dasein auf Mutter Erde zu gestalten.  Das reicht von Übernahme von Hartz4 von einer Generation zur nächsten, bis hin zu Menschen, die auswandern und im Ausland erfolgreich werden. 

 

Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens definiere ich anders und nicht mit dem Ansatz, dass beispielsweise keine "hochspezialisierten Kräfte in der Kabine" notwendig wären.  Wenn sich dadurch nachhaltige Zukunftsfähigkeit definiert, dann gute Nacht. 

 

vor einer Stunde schrieb Starwing-EAE:

Man mag es kaum glauben, aber es gibt in Frankfurt eine Vielzahl von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mit Löhnen unterhalb eines Flugbegleiters. Friseure, Busfahrer, Paket- oder Postboten, Kassierer, Reinigungskräfte, etc.  Alles Tätigkeiten, bei welchen die Angestellten täglich vor Ort sein müssen.  Auch diese wohnen im Rhein-Main-Gebiet und haben wie manch Flugbegleiter nicht die Möglichkeit bspw. in Köln, Karlsruhe, Siegburg etc.  zu wohnen und kurz vor Arbeitsbeginn mit dem ICE anzureisen. 

 

Die Tatsache, dass wir zunehmend seit Jahren weiter sinkende oder niedrige Löhne in vielen beruflichen Tätigkeiten haben, sollte gesellschaftlich und politisch als bedenklich eingestuft werden. Ihre Argumentationskette finde ich bemerkenswert. 

 

Bearbeitet von MD-80
Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb MD-80:

Die Tatsache, dass wir zunehmend seit Jahren weiter sinkende oder niedrige Löhne in vielen beruflichen Tätigkeiten haben, sollte gesellschaftlich und politisch als bedenklich eingestuft werden.

 

Da sind wir völlig einer Meinung, das interessiert aber Politiker, Beamte, Youtuber, Influencer, Ähnliches und vor allem die meisten Verbraucher nicht sonderlich. Manche ernähren sich noch hippmodern-vegantarisch und haben sich ein Lastenfahrrad gekauft, sonst regiert eigentlich weiterhin Geiz ist geil.

 

Die Miele-Waschmaschine made in Gütersloh wird nur noch von einer Minderheit gekauft, die Bosch-Waschmaschine wird mittlerweile in der Türkei gebaut und der überwiegende Rest kommt halt aus  Fernost.

 

Auf deutsch gesagt, die jetzige Kostenstruktur wird sich die LH nicht mehr leisten können und genau deshalb kommt es zu den Konstrukten die hier im Strang namensgebend sind. Es ist ja nicht wirklich Kindergeburtstag feiern und dabei senken wir ein bisschen die Kosten, sondern wie kann man eine Art LH-Konzern als Rumpf noch erhalten, sogar mit Arbeitsplätzen in Deutschland. Andere wenig gebliebte Branchen wie Automobil machen es ja seit Jahren vor...

Geschrieben
vor 45 Minuten schrieb medion:

Im Zweifel für den "Angeklagten"

Es ist kein Strafprozess. Lufthansa ist nicht angeklagt, sondern beklagt. Das ist ein Unterschied.

Die Kläger müssen nicht ohne jeden Zweifel zeigen, dass es ein Betriebsübergang ist. Sie müssen Argumente vorbringen, dass ein Betriebsübergang vorliegt. Lufthansa muss diese Argumente widerlegen. Am Ende reichen (vereinfacht) 51 % der Argumente aus, um eine Entscheidung für oder gegen einen Betriebsübergang zu treffen.

 

Die deutschen Top-Bergleute arbeiten übrigens mittlerweile in Kanada, China und Australien. Die deutschen Top-Tunnelbauer in Norwegen, Österreich und der Schweiz...

Aber mit Sicherheit nicht zum jeweiligen Mindestlohn,bzw. am unteren Ende der Gehaltsskala sondern weil man vor Ort gut leben kann. 

 

Für ein Unternehmen/einen Unternehmer sind Gehälter zu allererst ein Kostenblock.

Finde ich gut, dass du dich daran erinnerst. Ist aber nur die halbe Wahrheit, die andere Hälfte der Wahrheit ist, dass der Unternehmer die Aufgabe hat, sein Unternehmen so aufzustellen, dass es alle Kosten erwirtschaften kann. Und wenn das nicht gelingt scheitert er als Unternehmer. Nicht das Personal, das keine Verpflichtung hat, die Konditionen des Unternehmers anzunehmen. 

 

Für die LH ist sie/es/er im internationalen Vergleich leider trotzdem mittlerweile  zu teuer.

Dann soll LH doch eine konzerninterne osteuropäische Flugbasis aufbauen und sich darum kümmern, wie man dann die Hubs in FRA und MUC bedienen kann.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Es ist kein Strafprozess. Lufthansa ist nicht angeklagt, sondern beklagt. Das ist ein Unterschied.

 

q.e.d. Juristerei interessiert mich persönlich gar nicht.

 

 

vor 4 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Aber mit Sicherheit nicht zum jeweiligen Mindestlohn

 

Aber eben auch nicht mehr in Deutschland. Und selbst der Unter-Tage-Hilfsarbeiter im Ruhrgebiet hat nie am Hungertuch genagt...

 

 

vor 6 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Nicht das Personal, das keine Verpflichtung hat, die Konditionen des Unternehmers anzunehmen. 

 

Stimmt. Und den Satz weitergedacht:

 

 

vor 6 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Dann soll LH doch eine konzerninterne osteuropäische Flugbasis aufbauen und sich darum kümmern, wie man dann die Hubs in FRA und MUC bedienen kann.

 

Ist doch sowieso alles EU, wäre also "leicht" möglich. Ein paar Ziele fallen natürlich erstmal weg, im Moment wäre das sowieso weitgehend egal. LH-Technik macht es gerade im Kleinen vor...

 

Zum Glück denken nicht alle so *** wie du, sorry.

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Für die LH ist sie/es/er im internationalen Vergleich leider trotzdem mittlerweile  zu teuer.

Dann soll LH doch eine konzerninterne osteuropäische Flugbasis aufbauen und sich darum kümmern, wie man dann die Hubs in FRA und MUC bedienen kann.

I leicht abgewanderter Form nennt sich das Dolomiti.

 

Und wenn es hart auf hart kommen sollte, dann kann man schon X Minibasen hochziehen, wiel vielerorts morgens kurz vor 6 der Inboundflug nach MUC oder FRA startet.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb oldblueeyes:

I leicht abgewanderter Form nennt sich das Dolomiti.

 

Und wenn es hart auf hart kommen sollte, dann kann man schon X Minibasen hochziehen, wiel vielerorts morgens kurz vor 6 der Inboundflug nach MUC oder FRA startet.

Oh ja das ist viel billiger. Das da noch keiner drauf gekommen ist....

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Mahag:

Oh ja das ist viel billiger. Das da noch keiner drauf gekommen ist....

Als die Mainline schon.

Was spricht dagegen die Umläufe aus Budapest oder Zagreb mit ungarischen und kroatischen Crews durchführen zu lassen?

Weniger qualifiziert sind sie wohl kaum.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Starwing-EAE:


Man mag es kaum glauben, aber es gibt in Frankfurt eine Vielzahl von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mit Löhnen unterhalb eines Flugbegleiters. Friseure, Busfahrer, Paket- oder Postboten, Kassierer, Reinigungskräfte, etc.  Alles Tätigkeiten, bei welchen die Angestellten täglich vor Ort sein müssen.  Auch diese wohnen im Rhein-Main-Gebiet und haben wie manch Flugbegleiter nicht die Möglichkeit bspw. in Köln, Karlsruhe, Siegburg etc.  zu wohnen und kurz vor Arbeitsbeginn mit dem ICE anzureisen. 
 


 

 

genau so ist es.

Ich kann auf den Land ( FRA + mind. 5okm) 1600 € netto verdienen (Lohnsteuerklasse 1) oder in FRA 2500€, z.B.

Dann kommen halt die Fahrkosten hinzu + Ausbleibezeit..

Das für einen qualifizierten Facharbeiter.

Man kann in FRA direkt leben wollen, muß man aber nicht.

Nur mal als Beispiel:

zählt mal die PKw, + Züge die aus dem Raum Giessen....( A5) + Raum Limburg ( A3) jeden Tag in den Raum Rhein-Main fahren.

Da sind die Pendler noch nicht aus dem Süden (DA), oder Ost/West (HU+, WI,MZ...) dabei.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn das Gehalt nicht reicht, muss ich sehen wo ich was einsparen kann, oder den Job wechseln und ggf. was dazu lernen um mehr zu verdienen.

Das nennt sich freie bzw. soziale Marktwirtschaft.

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb oldblueeyes:

Als die Mainline schon.

Was spricht dagegen die Umläufe aus Budapest oder Zagreb mit ungarischen und kroatischen Crews durchführen zu lassen?

Weniger qualifiziert sind sie wohl kaum.

Und was sollen die dann fliegen?

Jeden Tag BUD-FRA/MUC-BUD oder ZAG-FRA-MUC-ZAG?

Trägt sicher zur Zufriedenheit bei und klingt nach totaler Abwechslung.

 

Auf Ideen kommen hier manchmal User. Das da die Lufthansa oder Eurowings selbst noch nicht drauf gekommen ist, komisch.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb oldblueeyes:

Als die Mainline schon.

Was spricht dagegen die Umläufe aus Budapest oder Zagreb mit ungarischen und kroatischen Crews durchführen zu lassen?

Weniger qualifiziert sind sie wohl kaum.

Dagegen spricht einfach das ich als Marke etwas verkörpern will.

Hier gehts immer nur um Lohnkosten. Das ist BWL erstes Semester. Dafür muss ich nicht zu Ende studieren. Von einem Management von heute erwarte ich innovative Ideen. Personalkosten zu minimieren ist keine innovative Idee. Das kann jeder. 

vor 1 Stunde schrieb schwarzerAbt:

genau so ist es.

Ich kann auf den Land ( FRA + mind. 5okm) 1600 € netto verdienen (Lohnsteuerklasse 1) oder in FRA 2500€, z.B.

Dann kommen halt die Fahrkosten hinzu + Ausbleibezeit..

Das für einen qualifizierten Facharbeiter.

Man kann in FRA direkt leben wollen, muß man aber nicht.

Nur mal als Beispiel:

zählt mal die PKw, + Züge die aus dem Raum Giessen....( A5) + Raum Limburg ( A3) jeden Tag in den Raum Rhein-Main fahren.

Da sind die Pendler noch nicht aus dem Süden (DA), oder Ost/West (HU+, WI,MZ...) dabei.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn das Gehalt nicht reicht, muss ich sehen wo ich was einsparen kann, oder den Job wechseln und ggf. was dazu lernen um mehr zu verdienen.

Das nennt sich freie bzw. soziale Marktwirtschaft.

 

Dann guck dir mal die Fahrpläne plus 50km an und sag mir mal wie man mit Regionalbahn um 05 Uhr zu Briefingbeginn am Flughafen da sein soll. Da sein, nicht zu Hause losfahren. In MUC ist es noch bekloppter.

 

Und nein: soziale Marktwirtschaft ist gemäß Ludwig Erhard etwas anderes. 

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Mahag:

Dagegen spricht einfach das ich als Marke etwas verkörpern will.

Hier gehts immer nur um Lohnkosten. Das ist BWL erstes Semester. Dafür muss ich nicht zu Ende studieren. Von einem Management von heute erwarte ich innovative Ideen. Personalkosten zu minimieren ist keine innovative Idee. Das kann jeder. 

Dann guck dir mal die Fahrpläne plus 50km an und sag mir mal wie man mit Regionalbahn um 05 Uhr zu Briefingbeginn am Flughafen da sein soll. Da sein, nicht zu Hause losfahren. In MUC ist es noch bekloppter.

 

 

Falsch.

 

Wenn du innovation erwartest, dann nicht in der Masse sondrn in der Niche.

 

Volumengeschäft ist immer 99,9% Fleissarbeit um nicht das beste aber für die Merheit einer grossen Zielgruppe fairen Angbeotes das auf wettbewerbsfähige Kosten basiert.

 

Man kann kreativ in jede Branche sein, dann wird man aber keine Masse bedienen können - Herr Grupp mit seinen Affen und Autobahngeschäfte verkauft pro Jahr nicht mehr als eine handvoll starke H&M Filialen, der Qualitätssupermarkt ist auch kein Feinkosthändler usw.

 

Die Lufthansa ist ein Volumengeschäft, nicht mehr und nicht weniger.

Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb Aero88:

Und was sollen die dann fliegen?

Jeden Tag BUD-FRA/MUC-BUD oder ZAG-FRA-MUC-ZAG?

Trägt sicher zur Zufriedenheit bei und klingt nach totaler Abwechslung.

 

Auf Ideen kommen hier manchmal User. Das da die Lufthansa oder Eurowings selbst noch nicht drauf gekommen ist, komisch.


Hier stimme ich dir mal zu :-* 

 

Das wird/wurde vereinzelt auf Langstrecken nach Asien umgesetzt, um die Landessprache an Bord zu haben. Auf Europastrecken macht das kein Sinn. 

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