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Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb Andie007:

Jump war aber ein nach intern gerichtetes Programm. Nach aussen war alles LH (unter LH Nummer). Mit entsprechenden Connex via Star Alliance. EW Disco ist da anders

Zum Glück. Ich glaube, die Gehälter sind noch einmal marktgerechter und in Summe für alle fairer. 

 

Ich drücke alle Daumen, dass die Marke ein Erfolg wird. Je mehr man die Lohnkosten auf eine marktgerechte und wettbewerbsfähigere Basis stellen kann, umso erfolgreicher kann auch die LH Group wieder werden.   Es wäre sehr sinnvoll, dass die LH Group durch Discover ein stärkeres Druckmittel gegen Ufo und Cockpit hätte bspw.  durch weitere Auslagerungen von Strecken etc. 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Starwing-EAE:

Zum Glück. Ich glaube, die Gehälter sind noch einmal marktgerechter und in Summe für alle fairer. 


Definiere doch bitte mal marktgerecht. Und was bitte ist an einem FB-Gehalt, das für die Deckung der Lebenshaltungskosten in Frankfurt hinten und vorne nicht reicht fair?

 

vor 15 Minuten schrieb Starwing-EAE:

umso erfolgreicher kann auch die LH Group wieder werden.   Es wäre sehr sinnvoll, dass die LH Group durch Discover ein stärkeres Druckmittel gegen Ufo und Cockpit hätte bspw.  durch weitere Auslagerungen von Strecken etc. 


Wie erfolgreich man in den letzten Jahren mit dem Auslagern von Mainline-Flugzeugen und Geschäft war (Jump, EWbySXD, EWbyBRU) dürfte hinreichend bekannt sein. In der Konzernbilanz wurden die daraus resultierende Verluste übrigens mit den satten Gewinnen - der mit deutlich teureren Mainline-Konditionen - operierenden Passage ausgeglichen. 

 

Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Ich kenne keinen Konzern dieser Größenordnung, wo tarifpolitisch derartig häufig der Haussegen schief hängt. Gerade die jetzige Situation wäre in meinen Augen sehr gut dafür geeignet, mit der Belegschaft einen „New Deal“ zu machen und ein neues Miteinander zu schaffen. Stattdessen ist man aber in der Konzernführung anscheinend der Ansicht, dass man ein Unternehmen nur gegen die Belegschaft führen kann. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Aerodude:

Lebenshaltungskosten in Frankfurt


Wobei das ein fragwürdiger Maßstab ist. Rüsselsheim ist viel näher am Flughafen. In ZRH wohnen die meisten Angestellten z.b. Auch nicht in der Stadt, sondern in Kloten oder Winterthur.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Blablupp:


Wobei das ein fragwürdiger Maßstab ist. Rüsselsheim ist viel näher am Flughafen. In ZRH wohnen die meisten Angestellten z.b. Auch nicht in der Stadt, sondern in Kloten oder Winterthur.

 

Ob Frankfurt, Rüsselsheim, Wiesbaden, Mainz oder Darmstadt. Das nimmt sich preislich im Mittel - zumindest was das Wohnen betrifft alles nicht sehr viel.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb Blablupp:

Wobei das ein fragwürdiger Maßstab ist. Rüsselsheim...


Dann streichen wir Frankfurt und nehmen Rüsselsheim, dort ist der Mietspiegel vielleicht ein klein wenig günstiger. Dennoch wird‘s auch dort sportlich, von den Gehältern Wohnung, Auto, Gas, Wasser, Strom Versicherungen, Lebensmittel etc. zu stemmen. Für einen Schulabsolventen im WG-Zimmer für ein paar Jahre sicherlich machbar, aber mit ein paar Lenzen mehr und ggf. Nachwuchs nicht darstellbar. 

Bearbeitet von Aerodude
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Starwing-EAE:

Zum Glück. Ich glaube, die Gehälter sind noch einmal marktgerechter und in Summe für alle fairer. 

 

Ich drücke alle Daumen, dass die Marke ein Erfolg wird. Je mehr man die Lohnkosten auf eine marktgerechte und wettbewerbsfähigere Basis stellen kann, umso erfolgreicher kann auch die LH Group wieder werden.   Es wäre sehr sinnvoll, dass die LH Group durch Discover ein stärkeres Druckmittel gegen Ufo und Cockpit hätte bspw.  durch weitere Auslagerungen von Strecken etc. 

Was ein völliger perfider Anti Arbeitnehmer Beitrag. Pfui!!!

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Blablupp:


Wobei das ein fragwürdiger Maßstab ist. Rüsselsheim ist viel näher am Flughafen. In ZRH wohnen die meisten Angestellten z.b. Auch nicht in der Stadt, sondern in Kloten oder Winterthur.

Aber wer zieht wegen des Jobs extra in nen kleinen Ort wie Rüsselsheim? Wenn überhaupt Umzug wegen Job, dann in eine Großstadt 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Koelli:

Aber wer zieht wegen des Jobs extra in nen kleinen Ort wie Rüsselsheim? Wenn überhaupt Umzug wegen Job, dann in eine Großstadt 


Ist jetzt völlig offtopic: Rüsselsheim hat 65000 Einwohner, ist also sicherlich kein kleiner Ort. Und wenn man wegen eines Jobs umziehen muss, dann ist in dieser Gehaltsklasse der Preis ein gewichtiges Argument. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Aerodude:


Ist jetzt völlig offtopic: Rüsselsheim hat 65000 Einwohner, ist also sicherlich kein kleiner Ort. Und wenn man wegen eines Jobs umziehen muss, dann ist in dieser Gehaltsklasse der Preis ein gewichtiges Argument. 

Ich glaube, dass es für diese Art von Jobs keine großen Umzugsbewegungen gibt. Der Großteil der Bevölkerung wohnt nah genug zu einem Flughafen, so dass man nicht zwingend umziehen müsste.

 

Die Attraktivität des Jobs begründet sich im (antizipierten) Lifestyle. Ob der jetzt tatsächlich dem entspricht, bezweifle ich ein wenig.

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb Aerodude:


Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Ich kenne keinen Konzern dieser Größenordnung, wo tarifpolitisch derartig häufig der Haussegen schief hängt. Gerade die jetzige Situation wäre in meinen Augen sehr gut dafür geeignet, mit der Belegschaft einen „New Deal“ zu machen und ein neues Miteinander zu schaffen. Stattdessen ist man aber in der Konzernführung anscheinend der Ansicht, dass man ein Unternehmen nur gegen die Belegschaft führen kann. 

Puh... habe lange mit mir gerungen ob ich darauf eingehen soll da dein Post ziemlich undifferenziert ist. Ob deine wiederholende Aussage nun stimmt sei mal dahin gestellt (Ich persönlich verfolge nicht jeden Arbeitskampf).

Jedoch muss man sich doch auch immer die Frage stellen warum dies oder jenes so ist.

Theorie a) alle LH Group CEOs der letzten 10-20 Jahre waren gemein und hatten große Freude an Arbeitskämpfen

Theorie b) Fluggesellschaften sind (leider) Unternehmen die zu allermeist durch extrem niedrige Margen gekennzeichnet sind und in der Luftverkehrswertschöpfungskette mit das "schwächste" Glied sind.

 

Vielleicht ist es ja diese ausgeprägte geringe Finanzkraft, die dazu führt nach Potentialen zu schauen um die Kapitalkosten decken zu können. Denn zu allermeist verdienen die meisten Airlines die Kapitalkosten nicht.

Ich schreibe bewusst Potentiale. Denn nicht nur Kosteneinsparungspotentiale werden bei Airlines immer wieder durchleuchtet sondern auch Umsatzsteigerungs-Potentiale. Das ist u.a. eines der Gründe warum das sog. Revenue Management von Airlines "erfunden" wurde.

 

Abschließend möchte ich noch gern den Rat an alle geben bei der Berufswahl alle Komponenten zu betrachten. Denn soweit mich nicht alles täuscht gilt in Deutschland die freie Berufswahl.

Und bevor mit Steinen auf mich geschmissen wird: ich arbeite selbst in der Branche und war/bin mir bewusst, dass es die falsche Branche ist wenn die monetären Gründe meine Hauptmotivation im Job wären.

 

Frohe Pfingsten!

Geschrieben (bearbeitet)

@HX583 Zugegeben, mein Post war etwas undifferenziert! Dennoch bleibe ich dabei, dass die schlechte Stimmung zwischen Personal und Führung bei Lufthansa schon leicht pathologische Züge hat. Das ist jetzt vielleicht auch etwas überspitzt und um auf den Kritikpunkt der Undifferenziert einzugehen, sehe ich bei Lufthansa folgende Ursachen:
 

Die Mitarbeiter in großen tariflich organisierten Gruppen der Lufthansa (Techniker, Kabine, Cockpit) sind teilweise seit Jahrzehnten im Unternehmen und kommen oftmals direkt von der Schule in den Konzern. Ein junger Mensch ohne größere Lebenserfahrung kommt also in einen tarifpolitisch sehr homogen denkende Blase und weiß gar nicht was in der gleichen Branche sonst noch alles passiert. Und wenn beispielsweise eben jener Arbeitnehmer nach dem Abitur den DLR-Test bestanden und die LFT absolviert hat verdient er - ohne in seinem Leben beruflich mal auf die Nase gefallen zu sein - mit Anfang 20 3000€ netto und lebt dank Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen ein durchaus protegiertes Leben in eben dieser Blase an Menschen die es genau so durchlebt haben. Das Bewusstsein für die Existenz von Pay to Fly, selbstbezahlte Type-Ratings, fehlende Arbeitnehmervertretungen etc. etc. ist allenfalls rudimentär ausgeprägt und damit auch das Bewusstsein über die eigene privilegierte Position in einer Branche erodierender Arbeitsverhältnisse. Daher kommt es durchaus bei bestimmten Personen und auch Personengruppen zu mangelndem Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen/Anpassungen im Interesse des Unternehmens und damit auch im Interesse der Mitarbeiter. 
 

Auf der anderen Seite ist da ein Management, das schauen muss, dass der Konzern wettbewerbsfähig bleibt und da sind Gehälter/Arbeitsbedingungen natürlich ein Ansatzpunkt. Allerdings haben Ausgründungen wie Jump, Verkauf der (KTV-tarifierten) Condor und ein paar Jahre später Gründung der (nicht tarifierten) SXD, Aerologic, Jade Cargo, Betriebsübergang AUA/Tyrolean, immer weitere Aufweichung der Scope Clause auch sehr viel Porzellan zerschlagen ohne automatisch den gewünschten Effekt zu erzielen. 
 

Dieses Katz- und Mausspiel mündete in einem grundsätzlichen gegenseitigen Misstrauen. Eine Spirale aus Agieren und Reagieren ohne abschließend klären zu können, wer denn mehr Schuld trägt.  
 

Allerdings besteht dieser Interessenkonflikt in allen Luftfahrtkonzernen. Und natürlich wird dort auch versucht die Konditionen zu drücken. Iberia Express, etc. Allerdings ist es m.E. schon ein trauriges Alleinstellungsmerkmal der Lufthansa sich ständig über Kreuz zu liegen. Natürlich wurde bei British Airways schon gestreikt. Alitalia schließe ich aus meiner Argumentation ausdrücklich aus. Und wenn den Franzosen etwas nicht passt, legen die das ganze Land still. Und das auch einen Tag vor Weihnachten ohne mit der Wimpern zu zucken.

 

Aber ein derartiges Drama sucht man woanders vergebens.

Bearbeitet von Aerodude
Rechtschreibung
Geschrieben

Hat 4Y eigentlich auch andere Betriebsvereinbarungen bezüglich Ruhe- und Dienstzeiten, die sie (natürlich im EASA Rahmen) längere Strecken zu zweit im Cockpit fliegen lassen, wo die LH bspw. schon zu dritt fliegen muss? Wäre ja auch ein Vorteil...

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Mahag:

Was ein völliger perfider Anti Arbeitnehmer Beitrag. Pfui!!!

 

Und die Anti-Arbeitgeber-Beiträge sind besser?

 

Die LH-Main (darf man sie so nennen, oder springen die Münchner dann gleich wieder im Quadrat B|?)  hat für ihre Größe auch eine unglaubliche Vielzahl an Betriebsvereinbarungen, Privilegien und Goodis, die von den "alten" KTVlern in der VC auch bis zum Erbrechen/Streik verteidigt werden und eben wenig (Gestaltungs- )Spielraum lassen. Warum gibt es denn diese ganzen Spielchen mit City Line lang, Eurowings lang, Brussels, Discover? Das ist dann eben die andere Seite der Medaille.

 

New Deal mit der Belegschaft? Schön wär's ja. Wie soll der aussehen, die gutgestellte Belegschaft Stufe "alt" verzichtet freiwillig auch auf genau nichts! Und damit meine ich jetzt nicht, dass eine Gehaltserhöhung um sechs Monate nach hinten geschoben wird...

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Minuten schrieb d@ni!3l:

Hat 4Y eigentlich auch andere Betriebsvereinbarungen bezüglich Ruhe- und Dienstzeiten, die sie (natürlich im EASA Rahmen) längere Strecken zu zweit im Cockpit fliegen lassen, wo die LH bspw. schon zu dritt fliegen muss?


Ohne es jetzt zu wissen: 4Y ist eine Neugründung und daher gehe ich davon aus, dass dort beinhart nach EASA geplant/geflogen werden wird.  Jede Verbesserung (aus Arbeitnehmersicht) muss sich erst wieder erkämpft werden.

 

vor 15 Minuten schrieb d@ni!3l:

Wäre ja auch ein Vorteil...


Aus betriebswirtschaftlicher Sicht auf den ersten Blick schon. Allerdings ist bei einer unverstärkten Crew die maximal mögliche Dienstzeit bedeutend kürzer. Wir sprechen hier von maximal 13h (14h wenn extended geplant) vs. (Je nach Crewrest-Klassifizierung) 14:30. Im Falle eines Kommandantenentscheides sind zu dritt 3h mehr drin und zu zweit nur 2h. 
 

Rechnerisch ist unverstärkt natürlich attraktiv, aber es gibt gar nicht mal selten Situationen, in denen das 3er-Komplement auf Grund der oben angesprochenen Thematik den Tag gerettet hat. Beispiel: 

 

Wenn dann nach der Zwischenlandung auf Grund Medical zu zweit die verbleibende Dienstzeit für den Heimflug nicht mehr reicht und 270 Gäste nebst Crew ins Hotel müssen, EuGH-261-Entschädigung fällig wird und die Folgerotation ins Wasser fällt hat man mit 2 Mann nichts gespart.

 

Ferner wurde gerade die unverstärkte Fliegerei bei EWbySXD intern von der Flight Safety Abteilung kritisiert. 

Bearbeitet von Aerodude
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Aerodude:

 

Ferner wurde gerade die unverstärkte Fliegerei bei EWbySXD intern von der Flight Safety Abteilung kritisiert. 

Also SXD hat (auch) das gesetzliche Maximum genutzt? Weißt du (oder sonst jemand) ab wann dir DLH ca verstärkt fliegt?

 

vor 2 Minuten schrieb Aerodude:

Allerdings ist bei einer unverstärkten Crew die maximal mögliche Dienstzeit bedeutend kürzer. Wir sprechen hier von maximal 13h (14h wenn extended geplant)

Weiter kommt der 333 ja eh nicht  ;-)

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb d@ni!3l:

Also SXD hat (auch) das gesetzliche Maximum genutzt? Weißt du (oder sonst jemand) ab wann dir DLH ca verstärkt fliegt?


Ich gehe davon aus, dass es zumindest in den ersten Jahren so war. Aber irgendwann hat sich ja auch dort etwas in Richtung Tatifpolitik getan. Ob es noch Früchte in Form einer Verstärkerregelung gefunden hat, weiß ich leider nicht. Bzgl. LH kann ich dir auch keine Auskunft geben. Ostküste mit Sicherheit zu zweit, ab wann der Verstärker mit fliegt, habe ich leider keine Info.

 

vor 7 Minuten schrieb d@ni!3l:

Weiter kommt der 333 ja eh nicht  ;-)

 

Haha! Guter Punkt ;-)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb sabre:

 

...meinst du die Crewpartys in der Karibik??

 

Eine! Schlimm genug.

 

Möchtest du noch etwas Sinnvolles beitragen oder hast du vollkommen auf "der hat sich mit dem getroffen und ich weiß voll Bescheid" Modus umschalten?

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Aerodude:

@HX583 Zugegeben, mein Post war etwas undifferenziert! Dennoch bleibe ich dabei, dass die schlechte Stimmung zwischen Personal und Führung bei Lufthansa schon leicht pathologische Züge hat. Das ist jetzt vielleicht auch etwas überspitzt und um auf den Kritikpunkt der Undifferenziert einzugehen, sehe ich bei Lufthansa folgende Ursachen:
 

Die Mitarbeiter in großen tariflich organisierten Gruppen der Lufthansa (Techniker, Kabine, Cockpit) sind teilweise seit Jahrzehnten im Unternehmen und kommen oftmals direkt von der Schule in den Konzern. Ein junger Mensch ohne größere Lebenserfahrung kommt also in einen tarifpolitisch sehr homogen denkende Blase und weiß gar nicht was in der gleichen Branche sonst noch alles passiert. Und wenn beispielsweise eben jener Arbeitnehmer nach dem Abitur den DLR-Test bestanden und die LFT absolviert hat verdient er - ohne in seinem Leben beruflich mal auf die Nase gefallen zu sein - mit Anfang 20 3000€ netto und lebt dank Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen ein durchaus protegiertes Leben in eben dieser Blase an Menschen die es genau so durchlebt haben. Das Bewusstsein für die Existenz von Pay to Fly, selbstbezahlte Type-Ratings, fehlende Arbeitnehmervertretungen etc. etc. ist allenfalls rudimentär ausgeprägt und damit auch das Bewusstsein über die eigene privilegierte Position in einer Branche erodierender Arbeitsverhältnisse. Daher kommt es durchaus bei bestimmten Personen und auch Personengruppen zu mangelndem Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen/Anpassungen im Interesse des Unternehmens und damit auch im Interesse der Mitarbeiter. 
 

Auf der anderen Seite ist da ein Management, das schauen muss, dass der Konzern wettbewerbsfähig bleibt und da sind Gehälter/Arbeitsbedingungen natürlich ein Ansatzpunkt. Allerdings haben Ausgründungen wie Jump, Verkauf der (KTV-tarifierten) Condor und ein paar Jahre später Gründung der (nicht tarifierten) SXD, Aerologic, Jade Cargo, Betriebsübergang AUA/Tyrolean, immer weitere Aufweichung der Scope Clause auch sehr viel Porzellan zerschlagen ohne automatisch den gewünschten Effekt zu erzielen. 
 

Dieses Katz- und Mausspiel mündete in einem grundsätzlichen gegenseitigen Misstrauen. Eine Spirale aus Agieren und Reagieren ohne abschließend klären zu können, wer denn mehr Schuld trägt.  
 

Allerdings besteht dieser Interessenkonflikt in allen Luftfahrtkonzernen. Und natürlich wird dort auch versucht die Konditionen zu drücken. Iberia Express, etc. Allerdings ist es m.E. schon ein trauriges Alleinstellungsmerkmal der Lufthansa sich ständig über Kreuz zu liegen. Natürlich wurde bei British Airways schon gestreikt. Alitalia schließe ich aus meiner Argumentation ausdrücklich aus. Und wenn den Franzosen etwas nicht passt, legen die das ganze Land still. Und das auch einen Tag vor Weihnachten ohne mit der Wimpern zu zucken.

 

Aber ein derartiges Drama sucht man woanders vergebens.

 

Ach da gibt es Lösungen und wie es scheint werden sie kommen.

 

Solche Blasen entstehen wenn ein Zugang zum Job am Anfang stark geregelt wird und danach externenr Zugang unmöglich ist. 

 

Die Flugschule ist zu - lass zukünftig jeden der eine Flugschule absolviert hat sich um freie Jobs zu bewerben - als erstes wird man dieses Elitedenken in der Pilotenkaste verschwinden.

 

Zweitens - durchlüfte kräftig die Karrieren.  Dieses "ganze Leben im Konzern" denken ist noch Behördendenken. Überall tut frisches Blut gut und dies kannst du auch auf allen Ebenen erreichen - lass mal 2 Dutzend Kapitäne für die 789 von Extern anheuern und schon wirst du eine Keimzelle der Realität erschaffen.

 

Bezgl. deiner "New Deal" Aussage - da müssen aber alle mitmachen.

 

Jüngtes Beispiel - die Lufthansa hat sich vm Staat einen Rettungspaket geholt von 10 Mrd, davn wurden ca 3 Mrd abgerufen. Gleichzeitig musste die Lufthansa die Pensionsverpflichtungen um 6 Mrd. erhöhen, aufgrund einer Gesetzänderung.  Wo ist der Beitrag der (Alt) Belegschaft hier?Die garantierten Pensionen entstammen aus einer Zeit mit höherer Inflation UND Gehaltsanapassungen - in den letzten Jahren ging jedoch beides nach unten, dH die Formel niedrigere Inflation (und geringere Möglichkeiten die Anpassung zB über Staatsanleihen udn andere Sichere Einlagen die man gezwungen ist zu nehmen) aber gleiche Zusagen galt ausschliesslich für die Arbeitnehmerseite als Vorteil. 

 

 

Diese Situation kannst du nur auf dreifacher Weise lösen:

- eine markttechnische Anpassung für alle - in der Praxis bedeutet dies eine höhere Anpassung der Altverträge

-  der ein Auslauf der Altverträge und Neues entteht nur unter Neuverträge -> was für die LH auch neue Marken bedeutete

 

Das hier auch andere Ursachen zu nennen sind die nicht mehr zeitgemäss sind, sollte auch erwähnt werden, und dies gilt nicht nur für die Piloten - warum man sich leistet die Managementpositionen mit 60 in Rente zu senden und zu finanzieren darf auch gefragt werden, ebens wie die Tatsache das man zum einen als Pilot sich seine Weiterbeschäftigung einklagen kann, aber das Unternehmen die Absicherung trotzdem übernehmen muss.

 

 

Am 22.5.2021 um 15:34 schrieb Aerodude:


Definiere doch bitte mal marktgerecht. Und was bitte ist an einem FB-Gehalt, das für die Deckung der Lebenshaltungskosten in Frankfurt hinten und vorne nicht reicht fair?

 

 

Da sollten wir auch mal ein paar unangenehme Wahrheiten sagen.

 

- der Gehaltsanspruch basiert nicht auf die eigene Komfortzone - man hat keinen Anspruch als Cabin Crew in Westend zu wohnen, genause wie kein BA Purser in Mayfair wohnen muss und auch keiner von Air France sich eine Wohnung in 16ten Pariser Arrondissement leisten kann

 

-  wir reden immer noch von einer Anlerntätigkeit und keinen Lehrberuf! Mindestvoraussetzungen:

         a. abgeschlossene Schulausbildung - ist nichts anderes als eine Umschreibung für Hauptschulabschluss

         b. 3 monatige Schulung

 

Jeder der an der Hotelrezeption sitzt muss eine 3jährige Lehre durchgehen, um mal einen Vergleich zu haben.

 

Wenn Leute mit höheren Voraussetzungen wegen der sonstigen Vorteile die diese Tätigkeit mit sich bringt sich bewerben, dann ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet mehr zu zahlen. Daher sollte man sich auch im Klaren sein das es sich zwar um eine spezielle, aber trotzdem in der Arbeitswelt als Aushilfstätigkeit eingeordneten Qualifikation handelt. Und ja,

- es ist immer noch eine erstrebenswerte Tätigkeit wenn man nur einen Haupschulabschluss hat - auch die Verdienstmöglichkeiten sind für jemanden mit vergleichbarer Aus- und Bildungsstufe attraktiv

- und wenn man jung ist und ein paar Jahre was erleben möchte ist auch die Langstrecke ein cooler Job - aber auch nicht mehr als eine form von "Work and Travel" für Leute die 5 der 10 Jahre älter sind

 

Mehr ist es aber nicht, auch wenn das dem Ego der Beteiligten nicht schmeckt.

 

 

Geschrieben

Der Fairness halber möchte ich noch ergänzen, dass das Hauptproblem sicherlich nicht die Neuverträge der FlugbegleiterInnen bei der LH sind. Auch da mag es unter den "Altverdienten" noch ein paar Ausnahmen geben, sicherlich.  (besonders wenn sie blond und etwas fülliger sind und der Nachname mit einem B. beginnt...). Die Tätigkeit selber schätze ich schon als vielseitig und herausfordernd ein, da mag ich meinem Vorschreiber ein wenig widersprechen.

 

Noch zu bedenken möchte ich geben, dass in den Managementebenen die letzten Jahre für LH-Verhältnisse schon gehörig aufgeräumt worden ist. Natürlich gibt es auch dort noch einiges zu tun. Bleibt das Piloten-Corps, denen man zugute halten muss, dass sie gut organisiert sind und laut schreien können, aber auch dort wird sich etwas ändern (müssen). Und wenn es innen nicht geht, muss es halt von außen kommen. Dies kann durch externe Bewerber geschehen, das wird in der derzeitigen Lage allerdings noch eine Weile Zeit in Anspruch nehmen oder eben durch Dinge wie Discover. Wir hatten es weiter oben schon kurz, "Cityline Langstrecke" durfte eben wegen einer Betriebsvereinbarung nicht weiter ausgebaut werden...

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Besserwisser:


Sorry aber es ist doch von vorne bis hinten Schwachsinn. Als FB trägst du Verantwortung für Menschenleben, die Piloten werden über dem Atlantik bestimmt nicht aus dem Cockpit kommen und ein Feuer löschen. Der Job ist auch so viel mehr als nur Kaffee oder Tee. Ich kenne Kollegen die mehrmals in ihrer Karriere wiederbeleben durften. Glaub mir, auf einer toten Person rumzudrücken ist kein Spaß, danach kannst du erstmal in Therapie gehen. Du rufst ja nicht mal eben einen Krankenwagen, die Polizei oder die Feuerwehr. Nur weil man in 6 bis 8 Wochen nur das wesentliche lernt, heißt es nicht, dass es weniger anspruchsvoll ist als eine Ausbildung. Ich habe in meinem Leben beides gemacht und ich kann dir sagen, die Ausbildung war ein Sch…ßdreck gegen die FB Schulung.  

 

 

Tut mir leid, aber du verwechselst Voraussetzungen mit Ausübung der Tätigkeit.  

 

Zum Verlgeich:

 

Voraussetzung für einen Medizinstudium:

 - erfolgreich bestandenes Abitur

- teilweise Eignungstest

Tätigkeit eines Mediziners:

- Fähigkeit einer Diagnose zu erstellen

- Kompetenz in der Behandlung oder Weiterleitung

 

Es ist selbsterklärend das ein bestandenes Abitur nicht zur Fähigkeit einer Diagnose führt.

 

Um das auf deine Selbstwahrnehmung deines Berufstandes zurückzuführen - niemand bestreitet die Kompetenzen eines Flugbegleiters - aber diese werden primär in einem 3 Monatigen Kurs vermittelt. So viel ist es nicht, tut mir leid.

Und das änder auch nicht an den Voraussetzungen um sich zu bewerben (Auszug von der entsprechenden Seite der Lufthansa)

 

- Abgeschlossene Schulausbildung ( wie gesagt, ist die schöne Umschreibung von Haupschulabschluss)

- 18 Jahre ( sollte jeder schaffen, spätestens mit ein bisschen Geduld)

-sicherers Schwimmmen

- Deutsch und Englisch fliessend 

- körperliche Voraussetzungen

- Motivationsblabla

 

So leid es mir auch tut, besondere cognitive Fähigkeiten werden da nicht verlangt und dementsprechend sind alle Tätigkeiten auch auf der durschnittlichen geistige Begabung eines Haupschülers zuzuordnen. Wenn sie  herausfordenend erscheinen wie du es beschreibst, dann sind sie auch ein "right fit" , niemand sollte sich im Job unterfordert fühlen.

 

Ob ein durschnittlicher Hauptschulabslvent im Verlauf seiner schulischen Laufbahn  ausreichend Englischkenntnisse erlangen kann und ob in den sozialen Schichten aus denen diese Absolventen kommen ausreichend Ressourcen um entsprechende Schwimmkenntnisse zu erlangen vorhanden sind, ist ein anderes Blatt. Ebenso das Recht des Arbeitgebers bei überqualifizierten Kandidaten sich die besseren auszusuchen die diese Standards übertreffen.


Aber wenn der Job der zu vergeben ist heisst " Kellerwände malen", da werde ich auch nur einen üblichen Malerlohn zahlen, auch wenn mit einer ein Diplom der Akademie der Künste vorzeigt.

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Besserwisser:


Sorry aber es ist doch von vorne bis hinten Schwachsinn. Als FB trägst du Verantwortung für Menschenleben, die Piloten werden über dem Atlantik bestimmt nicht aus dem Cockpit kommen und ein Feuer löschen. Der Job ist auch so viel mehr als nur Kaffee oder Tee. Ich kenne Kollegen die mehrmals in ihrer Karriere wiederbeleben durften. Glaub mir, auf einer toten Person rumzudrücken ist kein Spaß, danach kannst du erstmal in Therapie gehen. Du rufst ja nicht mal eben einen Krankenwagen, die Polizei oder die Feuerwehr. Nur weil man in 6 bis 8 Wochen nur das wesentliche lernt, heißt es nicht, dass es weniger anspruchsvoll ist als eine Ausbildung. Ich habe in meinem Leben beides gemacht und ich kann dir sagen, die Ausbildung war ein Sch…ßdreck gegen die FB Schulung.  

 

Also erstens, kein FB dämmt einen Brand schneller oder langsamer ein, weil er/sie 1000€ mehr oder weniger verdient. Schließlich hängt ja auch das eigene Leben davon ab, so intrinsische Motivation und so...

Genausowenig ist eine CPR abhängig vom Verdienst. Am Ende des Tages sind dies auch absolute Ausnahmesituationen. Im Durchschnitt, und nur dafür wird man bezahlt, ist es ein normaler Job, ohne größere Ansprüche. 

 

Zweitens, da Du schon den Rettungsdienst oder die Feuerwehr nennst, diese verdienen in Hessen im Schnitt 2.200€ als Notfallsani (höchste Ausbildung unter Notarzt) und ca. 2.500€ bei der Feuerwehr als Beamter. Beides brutto mit mehrjähriger Berufserfahrung, beides mit Schichtsystem, beides mit einer höheren Ausbildung und definitiv höherer seelischer Belastung. 

 

Dagegen sind die 3000€+ brutto für einen FB mit Berufserfahrung doch schon auskömmliche Gehälter. Besonders, wenn man die Alternativen betrachtet, denn bei den meisten FB die ich kenne, sind da die Chancen in anderen Berufsgruppen nach oben sehr stark begrenzt, mangels entsprechenden Qualifikationsabschlüssen. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb oldblueeyes:

Ach da gibt es Lösungen und wie es scheint werden sie kommen.

 

Solche Blasen entstehen wenn ein Zugang zum Job am Anfang stark geregelt wird und danach externenr Zugang unmöglich ist. 

 

Die Flugschule ist zu - lass zukünftig jeden der eine Flugschule absolviert hat sich um freie Jobs zu bewerben - als erstes wird man dieses Elitedenken in der Pilotenkaste verschwinden.

 

Zweitens - durchlüfte kräftig die Karrieren.  Dieses "ganze Leben im Konzern" denken ist noch Behördendenken. Überall tut frisches Blut gut und dies kannst du auch auf allen Ebenen erreichen - lass mal 2 Dutzend Kapitäne für die 789 von Extern anheuern und schon wirst du eine Keimzelle der Realität erschaffen.

 

Bezgl. deiner "New Deal" Aussage - da müssen aber alle mitmachen.

 

Jüngtes Beispiel - die Lufthansa hat sich vm Staat einen Rettungspaket geholt von 10 Mrd, davn wurden ca 3 Mrd abgerufen. Gleichzeitig musste die Lufthansa die Pensionsverpflichtungen um 6 Mrd. erhöhen, aufgrund einer Gesetzänderung.  Wo ist der Beitrag der (Alt) Belegschaft hier?Die garantierten Pensionen entstammen aus einer Zeit mit höherer Inflation UND Gehaltsanapassungen - in den letzten Jahren ging jedoch beides nach unten, dH die Formel niedrigere Inflation (und geringere Möglichkeiten die Anpassung zB über Staatsanleihen udn andere Sichere Einlagen die man gezwungen ist zu nehmen) aber gleiche Zusagen galt ausschliesslich für die Arbeitnehmerseite als Vorteil.

 

Diese Situation kannst du nur auf dreifacher Weise lösen:

- eine markttechnische Anpassung für alle - in der Praxis bedeutet dies eine höhere Anpassung der Altverträge

-  der ein Auslauf der Altverträge und Neues entteht nur unter Neuverträge -> was für die LH auch neue Marken bedeutete

 

Das hier auch andere Ursachen zu nennen sind die nicht mehr zeitgemäss sind, sollte auch erwähnt werden, und dies gilt nicht nur für die Piloten - warum man sich leistet die Managementpositionen mit 60 in Rente zu senden und zu finanzieren darf auch gefragt werden, ebens wie die Tatsache das man zum einen als Pilot sich seine Weiterbeschäftigung einklagen kann, aber das Unternehmen die Absicherung trotzdem übernehmen muss.


Diesbezüglich stimme ich dir zu!

 

vor 4 Stunden schrieb oldblueeyes:

...der Gehaltsanspruch basiert nicht auf die eigene Komfortzone - man hat keinen Anspruch als Cabin Crew in Westend zu wohnen, genause wie kein BA Purser in Mayfair wohnen muss und auch keiner von Air France sich eine Wohnung in 16ten Pariser Arrondissement leisten kann


Das ist grundsätzlich richtig. Aber so wie „es reicht hinten und vorne nicht“ das eine Extrem ist, ist die Wohnung im Westend mit dem 911er vor der Tür das andere. Warum muss man mit solchen Extremen argumentieren, die ja niemand - selbst die UFO in ihrem Elfenbeinturm - fordert?

 

vor 4 Stunden schrieb oldblueeyes:

Überall tut frisches Blut gut und dies kannst du auch auf allen Ebenen erreichen - lass mal 2 Dutzend Kapitäne für die 789 von Extern anheuern und schon wirst du eine Keimzelle der Realität erschaffen.


Das eine gewisse „Frischzellenkur“ mal ganz gut tun würde, möchte ich überhaupt nicht in Abrede stellen. Aber es ist doch nachvollziehbar, dass die Pilotenschaft einer Einstellung von Extern in Zeiten, in denen immer noch die überwiegende Mehrheit der Kollegen in Kurzarbeit ist, maximalst kritisch sieht. Obendrein weil B789 und B777 ein Rating ist und man über genügend Expertise diesbezüglich in House seitens der LHC verfügt. 
 

Es wäre wieder mal so eine Brechstangenmethode, die das tiefgreifende gegenseitige Misstrauen nur befördern würde. 
 

Grundsätzlich aber maße ich mir überhaupt nicht an, beurteilen zu können, wer jetzt in welchen Bereichen mehr auf den anderen zugehen müsste um die Krise als Chance zu nutzen, diese ewigen Grabenkämpfe auf ein normales Maß eindämmen zu können. 

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