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Luftfahrt & Gewerkschaften


Gast

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Ich finde nur schlimm,das Gewerkschaften sich die Schwächsten als Opfer aussuchen. Wie jetzt am vergangenem WE in Sachsen (DRS&LEJ ),wo die Winterferien begonnen haben,und Familien,die nur zu diesem Termin fliegen können,bestraft werden. Niemand kann wirklich mehr irgend etwas sicher planen. Wenn in der Folge Menschen nur noch kurzfristig buchen,müssen sich Airlines/Flughäfen nicht wundern,wenn auch SIE nix mehr vorrausplanen können. 

Irgendwann gibt es keine Urlaubscharter mehr,weil weder Veranstalter noch Airlines das Risiko tragen wollen. Dann gibt es nur noch Linie auf niedrigem Niveau,und wenn Maschine voll,dann voll. Traurige Entwicklung :(

Bearbeitet von born4fly
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vor 8 Stunden schrieb born4fly:

Ich finde nur schlimm,das Gewerkschaften sich die Schwächsten als Opfer aussuchen.

Das sind aber nicht die Schwächsten!

 

Die Schwächsten sind die, die streiken.

Frage Dich doch mal bitte, wieviele derjenigen, die dort streiken, finanziell in der Lage sind, den Urlaub, den sie den anderen vermiesen, selber anzutreten.

Der Trend, außerhalb des Cockpits, geht doch leider in die Richtung, dass sich die Beschäftigten das, wofür sie arbeiten, selben nicht mehr leisten können.

Da habe ich jedes Verständnis für einen Streik!

 

Bei dem einen oder anderen Pilotenstreik, sieht das dann durchaus anders aus.

Und was die VC eigentlich wirklich will, ist mir ab und an ein Rätsel.

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vor einer Stunde schrieb jubo14:

 

Der Trend, außerhalb des Cockpits, geht doch leider in die Richtung, dass sich die Beschäftigten das, wofür sie arbeiten, selben nicht mehr leisten können.

Da habe ich jedes Verständnis für einen Streik!

 

 

Ich empfehle da einmal Volker Pispers: Golfplätze für alle geht nicht. Wenn sich jeder Porschemitarbeiter einen Porsche leisten müssen kann, dann wird es in der Tat schwierig.

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vor einer Stunde schrieb 0815:

 

Ich empfehle da einmal Volker Pispers: Golfplätze für alle geht nicht. Wenn sich jeder Porschemitarbeiter einen Porsche leisten müssen kann, dann wird es in der Tat schwierig.

Möchtest Du mich jetzt bewusst missverstehen?

 

Das ich hier den Dienstleistungssektor meine, sollte klar sein.

Das sich auch der Airbus-Mitarbeiter niemals einen A320 wird leisten können, ist mir durchaus bewusst.

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vor 7 Minuten schrieb jubo14:

Möchtest Du mich jetzt bewusst missverstehen?

 

Das ich hier den Dienstleistungssektor meine, sollte klar sein.

Das sich auch der Airbus-Mitarbeiter niemals einen A320 wird leisten können, ist mir durchaus bewusst.

 

und eine Putzkraft im Hotel konnte sich auch bis dato nur in den seltensten Fällen das Zimmer leisten, welches jene Putzkraft zu reinigen hat. 

 

Es geht um soziale Standards, da stimmen wir überein.

Das macht diejenigen in unteren Lohngruppen aber nicht zu den schwächsten.  

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vor 26 Minuten schrieb 0815:

Das macht diejenigen in unteren Lohngruppen aber nicht zu den schwächsten. 

Und wer sollte das sonst sein?

 

Bitte nicht der "arme Passagier", der durch eine Mehrzahlung von EINEM Euro für sein Ticket die Löhne der Abfertiger um rund 1,- €/h erhöhen könnte.

Das wären dann über den Daumen 150,- € im Monat mehr, und damit ein gewaltiger Unterschied für die unteren Lohngruppen.

(Ok, natürlich nur, wenn dieser Euro dann auch zu den Dienstleistern durchgereicht würde und nicht bei der Airline "versickert".)

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vor 13 Stunden schrieb born4fly:

Niemand kann wirklich mehr irgend etwas sicher planen. Wenn in der Folge Menschen nur noch kurzfristig buchen,müssen sich Airlines/Flughäfen nicht wundern,wenn auch SIE nix mehr vorrausplanen können. 

Irgendwann gibt es keine Urlaubscharter mehr,weil weder Veranstalter noch Airlines das Risiko tragen wollen. Dann gibt es nur noch Linie auf niedrigem Niveau,und wenn Maschine voll,dann voll. Traurige Entwicklung :(

 

Bislang kann man für eine derartige Entwicklung allerdings keinerlei Anzeichen entdecken - es ist ja gerade NICHT die Ferienfliegerei, die schwächelt.

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Auch wenn das Thema sehr emotional sein kann, sollten wir auf den Boden der Tatsachen bleiben.

 

Egal wo auf der Welt, in angelernten Tätigkeiten die geringe Mindestqualifikationen verlangen ist es schwierig eine Kaufkraft der Mitte der jeweiligen Gesellschaft zu erreichen.

Gleichwohl sind die grosse und mittlere Flughäfen dieser Welt nicht "in der Pampa" sondern im Umkreis von Metropolen und grössere Städte mit höheren Lebenshaltungskosten als mitten im nichts.

Und es ist fair genug zu sehen dass eine hohe Inflation überproportional diejenigen trifft die einen erheblichen Teil ihres Einkommens fürs Überleben ausgeben müssen.

 

Ansonsten wertet jeder moralisch das Vorgehen je nach persönlicher Situation, Interessen oder Empathie.

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vor 7 Stunden schrieb jubo14:

Und wer sollte das sonst sein?

 

Bitte nicht der "arme Passagier", der durch eine Mehrzahlung von EINEM Euro für sein Ticket die Löhne der Abfertiger um rund 1,- €/h erhöhen könnte.

Das wären dann über den Daumen 150,- € im Monat mehr, und damit ein gewaltiger Unterschied für die unteren Lohngruppen.

(Ok, natürlich nur, wenn dieser Euro dann auch zu den Dienstleistern durchgereicht würde und nicht bei der Airline "versickert".)

Um mich nicht misszuverstehen: Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Arbeitnehmer mittels Streik um ihre Rechte kämpfen. Und ich wäre auch bereit,ein paar Euros pro Buchung mehr zu zahlen. 

Aber,mein Einwand war der Zeitpunkt des Streiks,eben Ferienbeginn ! Und die Schwächsten der Gesellschaft sind nun mal die Kinder. Und denen ihre Ferien zu versauen,DAS finde ich nicht fair !

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Streiks finden per se häufig dann statt, wenn man den höchsten Druck „im Kessel“ aufbauen kann. So ist das nunmal. Eine 08/15 Aktion in einer x-beliebigen Arbeitswoche außerhalb der Feriensaison findet a) medial bei weitem nicht die gleiche Resonanz und b) soll am Ende (insbesondere) dem AG „richtig weh tun“. Und wann tut‘s dem AG „richtig weh“? Richtig, wenn die Aktion „breit getreten“ wird und der AG möglicherweise Gefahr läuft mit seinem Business in Verruf zu geraten und dadurch zukünftig Geschäft zu verlieren. 

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  • 3 Wochen später...

Und munter geht's weiter:

 

Zitat

Der nächste ver.di-Warnstreik bei der Lufthansa trifft wieder die Passagiere. Die Gewerkschaft hat das gesamte Bodenpersonal der Fluggesellschaft für Donnerstag und Freitag dieser Woche zu einem Ausstand aufgerufen. Er soll in den passagiernahen Bereichen am Donnerstag um 4.00 Uhr beginnen und am Samstag um 7.10 Uhr enden.

 

Und um gleich konsequent alles lahmzulegen:

 

Zitat

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn will die GDL erneut streiken. Der Personenverkehr wird ab Donnerstag um 2.00 Uhr für 35 Stunden bestreikt, der Güterverkehr schon ab Mittwochabend. Gewerkschaftschef Weselsky kündigte anschließende "Wellenstreiks" an.

 

Fehlen eigentlich nur noch ein paar Trecker, die die Autobahnen dicht machen.

 

Quelle: tagesschau.de (zumindest für den ersten Teil)

 

Bearbeitet von NZQN23
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Ganz ehrlich, ich habe da Verständnis für..... Für die Verbraucher wird alles teurer, aber die Erzeuger bekommen immer weniger.....

 

Beispiel : Backwaren und auch das Mehl für die Bäcker wird immer teurer, der Weizen wird immer billiger.... Wir bekommen nicht einmal mehr 200 Euro.... , vor 2 Jahren war es noch weit über 400 Euro.

 

 

Wo versinkt die Differenz? 

 

In anderen Bereichen wird es nicht anders sein..... 

 

Ich stelle die Steile These auf, das sich gerade einige wenige,,die Taschen gewaltig voll stopfen.... 

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vor 10 Stunden schrieb d@ni!3l:

In der Tatsache, dass die Kosten durch mehr Faktoren beeinflusst werden als den Weizenpreis. Stichwort Energie, Lohn, etc. 

Die Statistiken zu Unternehmensbilanzen und Vermögensakkumulation bei Privatiers sprechen allerdings eine eindeutige Sprache. Da sieht man viele Indizien, die @ZuGast's These recht geben. Wir leben im Spätkapitalismus; what a time to be alive.

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Dann haben ja einige gute Chancen in den Markt einzusteigen. Man kann diese Preistreiber unterbieten und gleichzeitig noch eine Marge machen die hoch genug ist!? ...Oder helfen hohe Zinsen und Markteintrittsbarrieren wie Bürokratie und Co denen die schon da sind. Da liegt wohl dort ein Problem.

Bearbeitet von d@ni!3l
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Aber mal ganz allgemein wäre es mMn echt mal interessant zu sehen wie es gekommen ist, dass die Streiks immer mehr werden (gefühlt, habe keine Statistik):

 

Ist es weniger Entgegegenkommen des Arbeitgebers, ist es weniger Kompromissbereitschaft bei der Belegschaft (ggf "Selbstbewusstsein" durch den Arbeitnehmermarkt) oder ggf die Dummheit des Arbeitgebers zu suggerieren, dass Geld da ist, bspw durch das Erhöhen der Verstandsvergütung bei der Bahn, guten Abschlüssen für eine Gruppe der Belegschaft mit "Neid" bei der anderen oder bspw dem Kauf anderer Airlines?

 

Ich frage mich, wann MOL wieder mit "Streikhansa" kommt und ob die LH das wirklich will. Ich war ja sonst auch immer der Meinung die Streiks sind zu viel, aber ggf ist der Arbeitgeber doch mehr das Problem, als ich bisher zugegeben habe.

 

Ggf wird es Zeit von "alles möglichst günstig" zu "möglichst viel Ertrag, um hohe Kosten tragen zu können" zu schwenken. Diesen erreicht man durch zufriedenes Personal und eine hohe Zuverlässigkeit und "günstig" wird langfristig durch die Demographie und Energiekosten eh nicht mehr klappen.

 

Ggf wäre es eine Chance sich schon jetzt darauf einzustellen und mal gute Steigungen mit langen Laufzeiten zu verbinden. So gewinnen die Angestellten, die Kunden und langfristig auch die Airline, weil aktuell macht Flüge buchen echt keinen Spaß und günstiger bekommen andere immer hin.

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