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airliners.de

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Geschrieben

Es spielen ja viele Faktoren rein:

Wer ist der Leasinggeber? Möchte oder darf er seine Flugzeuge nicht im russischen Luftraum sehen ...

Wer versichert es?

Risikomanagement der Airline ...

Ein Charter im Auftrag eines russischen Veranstalters dürfte bereits heikel sein. Zumindest hat der Fall Southwind gezeigt, dass man durchgreifen kann, hier sah man es als erwiesen an, dass Geld und Drahtzieher aus Russland kommen.

Geschrieben
Am 25.3.2025 um 13:56 schrieb Lucky Luke:

Weil inwiefern die in Russland registrierten und (mutmaßlich) mangelhaft gewarteten Flugzeuge jetzt westliche Airlines davon abhalten sollen, bei einer erneuten Marktöffnung wieder dorthin zu fliegen, erklärt sich jetzt mir nicht so wirklich.

Russland wird vermutlich darauf bestehen, dass der Luftraum auf Gegenseitigkeit geöffnet wird. Wenn also die EU diese Flugzeuge nicht rein lässt, wird Russland auch keine EU Flugzeuge reinlassen

Geschrieben

Man sollte dies nicht isoliert betrachten, die Luftfahrt ist nur ein Teil der Gesamtwirtschaft, und damit werden Verhandlungsmöglichkeiten größer, aber auch komplexer.

Wenn es eine schönen Tages Anlass zur Annäherung gibt, dürften deutlich mehr russische Privatpersonen Anspruch auf ihre eingefrorenen Vermögenswerte anmelden, als andersrum.

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Micha:

Wenn es eine schönen Tages Anlass zur Annäherung gibt, dürften deutlich mehr russische Privatpersonen Anspruch auf ihre eingefrorenen Vermögenswerte anmelden, als andersrum.

Vermögen, die Anspruch auf ihre eingesperrten Besitzer erheben? ;)

 

Die Öffnung des Flugverkehrs wird mit Sicherheit nur gegenseitig erfolgen.

Aber bevor das erste Flugzeug, das vormals mit einer Registrierung aus der Karibik unterwegs war, und nun mit russischer Registrierung daherkommt, den westlichen Luftraum ansteuert, müssen eine ganze Menge Dinge geregelt werden.

Und da ist das Nachholen der ausstehenden Checks das letzte der Probleme.

Denn fernab aller staatlichen Regelungen kann niemand eine Leasing-Gesellschaft daran hindern, ihr Eigentum wieder in Besitz zu nehmen, wenn sie dessen habhaft werden kann. Damit dürften sämtlichen Flüge in den Westen mit solchen Fliegern One-Way-Tripps werden.

Und ich wage es zu bezweifeln, dass sich in absehbarer Zeit eine Leasing-Gesellschaft findet, die bereit ist Flugzeuge nach Russland zu verleasen. Also werden die russischen Airlines erst einmal sehr viel Geld ausgeben müssen, um sich dann neue (gebrauchte) Flugzeuge zu kaufen.

Es wird also noch "etwas" dauern!

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb Micha:

Wenn es eine schönen Tages Anlass zur Annäherung gibt, dürften deutlich mehr russische Privatpersonen Anspruch auf ihre eingefrorenen Vermögenswerte anmelden, als andersrum.

Sehe ich nicht, da es niemanden der russischen "Privatpersonen" gelingen wird nachzuweisen, dass er sein Vermögen legal erworben hat, es nicht versteckte Werte des russischen Staats oder der Mafia sind. 

 

Sofern das Vermögen nicht eh schon liquidiert wurde und zur finanziellen Stützung der Ukraine verwendet wurde. Dann kann man es auf den Schaden anrechnen der durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden ist. 

Geschrieben
Am 28.3.2025 um 12:30 schrieb jubo14:

Vermögen, die Anspruch auf ihre eingesperrten Besitzer erheben? ;)

Es gibt auch Nichtrussen die eingefrorene Vermögenswerte in Russland haben.

 

Die luftrechtlichen Angelegenheiten, Besitzverhältnisse usw. stelle ich nicht Frage.

Man vergisst jedoch, dass es bereits vor Kriegsbeginn auch Flugzeuge in russischen Besitzverhältnissen gab. Teilweise waren diese sogar an nicht russische Airlines verleased.

 

https://www.aero.de/news-42526/Sanktionen-stellten-Easyjet-vor-Wartungsprobleme.html

 

Für Wiederaufnahme des Verkehrs von russischer Seite müssen nicht zwingend die früheren Akteure in der ersten Reihe stehen, so stellte nach Angriff die Airline Royal Flight den Betrieb ein und hab ihre geleasten Flugzeuge zurück.

 

Am 28.3.2025 um 12:40 schrieb OliverWendellHolmesJr:

Sofern das Vermögen nicht eh schon liquidiert wurde und zur finanziellen Stützung der Ukraine verwendet wurde. Dann kann man es auf den Schaden anrechnen der durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entstanden ist.

 

Zumindest in Deutschland stehen diese Vermögen unter Zwangsverwaltung.

Ich bin deiner Meinung, wenn es um Mittäter geht. Bei Kollektivschuld trennen sich unsere Wege.

 

Persönlich kann ich mir kein gesundes Verhältnis mit der jetzigen Regierung Russlands vorstellen. Das Misstrauen ist zu fest manifestiert.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb Micha:

Persönlich kann ich mir kein gesundes Verhältnis mit der jetzigen Regierung Russlands vorstellen. Das Misstrauen ist zu fest manifestiert.

 

Zunächst einmal muss der Ukraine-Krieg beendet werden und zwar langfristig.

 

Hier liegt aber der große Knackpunkt, da Putin ein Kriegsende nur zu seinen Bedingungen akzeptieren wird - und die stehen bekanntlich in Widerspruch zum Völkerrecht oder setzen schmerzliche Anerkenntnisse von westlichen Ländern voraus, beispielsweise zur offiziellen Abtretung annektierter Gebiete an Russland - und selbst danach ist zu befürchten, dass Putin weiter zündelt.

 

Eine Wiederaufnahme der Flugverbindungen von und nach Russland sind keine offizielle Rehabilitation - trotzdem wäre es ein symbolischer Akt für Deeskalation und Stabilisierung - Zeitpunkt und Rahmenbedingung sind dabei jeweils schwierig abzuwägen - davon sind wir aber sicherlich noch weit entfernt.

Geschrieben

Moin,

 

ich denke auch, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir wieder russische Flugzeuge im EU-Luftraum sehen. Zumal ein Flugzeugmangel vorherrschen würde, da sie mittlerweile vieles dazu einsetzen, ihre innerussischen Verbindungen z.B. nach Wladiwostok zu bereedern.

Wie die Flugzeuge instandgehalten werden wäre mal interessant zu wissen. Von "weiter so, wie bisher" bis "wir machen nur etwas, wenn es ausfällt" ist ein riesiger Bereich. Auch die Qualität der IH-Unterlagen wird sicher recht fragwürdig sein, weil man sich sicher über Zwischenhändler sich einiges an Ersatzteilen beschafft hat (aufgrund von Sanktionen), welche sicher unzureichend dokumentiert sind. 

Ich frage mich immer noch, wie man für 777-300ER oder A350 Ersatzteile bekommt, da die Overhaul-Shops an einer Hand abzuzählen sind (gerade Fahrwerk/Triebwerk)?

Bei den Teilen können die Hersteller dies schon besser kontrollieren können, als bei A320/737 Teilen welche von teilweise 25-jährigen ausgeschroteten Flugzeugen stammen.

Bis zum Krieg war die russische Flotte (zumindest der großen Airlines) relativ jung und gut gepflegt. Wenn man aber sein Flugzeug über Jahre mit fragwürdigen Teilen instand hält, kann man meiner Meinung nach schon sagen, dass alles, was ca. über 10 Jahre alt ist, nicht mehr über die Leasingfirmen vermarktbar ist. Denn eine Re-Zertifizierung der fragwürdigen Ersatzteile ist dann unwirtschaftlich, da ist ein buy-as-is von den russischen Betreibern der einzig gangbare Weg und das A/C wird Russland nie verlassen oder es kommt der scrap dealer. Auf jeden Fall ein erheblicher Verlust der Leasingfirmen.

 

Gruß,

Jochen 

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