klotzi

[24MAR15] Germanwings A320 (D-AIPX) über Südfrankreich abgestürzt

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Ich muss gestehen, dass mir die (fast schon sichere) Festlegung auf die Unfallursache irgendwie missfällt und deutlich verfrüht erscheint. Nicht alles, was sicher oder wahrscheinlich erscheint, muss tatsächlich auch im Ergebniss so eintreten.

Mal andersrum: Die CVR-Aufzeichnung ist eindeutig (wir kennen den Wortlaut nicht, ich gehe davon aus, dass es da extrem klar ist, sonst hätte sich der Staatsanwalt nicht so weit aus dem Fenster gelehnt), vor der offiziellen Bekanntgabe wurden die Angehörigen informiert. Restliche Funde können nur noch Details bringen (ob z.B. Medikamente im Körper waren, ob der Co im letzten Moment doch noch etwas geändert hat usw.), aber am Grundsätzlichen Ergebnis wird das alles nichts mehr ändern.

 

Und wenn es mal so früh eindeutig ist, warum es künstlich lange zurückhalten?

 

Das Einzige, was wirklich schlecht gelaufen ist: Die undichte Stelle zur Times, die verhindert hat, dass es die Angehörigen zuerst erfahren. Aber immerhin hat man mit ihnen vor der offiziellen Bekanntgabe ausführlich geredet.

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@ Fakt ist: Kein zusätzliches Risiko, kein Aufwand, keine Kosten, aber eine (um wie viel auch immer) erhöhte Sicherheit.

Und das kannst Du eben nicht als Fakten bezeichnen, solange Du es nicht völlig durchdacht hast. Auf diese Art und Weise ist auch die Cockpittür als erhöhte Sicherheit eingestuft werden.

 

Meiner Meinung nach kann man sowas machen, aber es muss genau klar, sein, was die Aufgabe des FAs in dem Fall ist, was er tun darf und was nicht, wo im Cockpit er sich aufhält, welche Kompetenzen er hat, etc.

Edited by JeZe
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"Wegen einer "schweren depressiven Episode" vor sechs Jahren sei er in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe sich auch vor dem Todesflug am vergangenen Dienstag in "besonderer, regelhafter medizinischer" Betreuung befunden"

Das ist in der Tat bedenklich. Das Selbstmordrisiko bei schweren depressiven Episoden beträgt 10%. Erstes Ziel der ärztlichen Behandlung ist selbstverständlich, diese Quote durch geeignete Medikamente und Therapie möglichst nahe Null abzusenken, denn nur ein überlebender Patient kann wieder gesunden.

 

Wenn aber der junge Mensch, wie von seinem Flugsportverein zu lesen ist, all seine Träume und Wünsche dem 'Fliegen' verschrieben hat, und versucht, dem alles andere inclusive die Krankheit unterzuordnen, und sich, obwohl er krank ist, dennoch zum Dienst meldet und ins Cockpit begibt, dann ist "Alarmstufe orangerot". Nur können das seine Kollegen und Vorgesetzte nicht erkennen. Denn wenn er als junger, hochintelligenter Mensch seit 6 Jahren mit dieser Erkrankung zu tun hat, hat er offenbar auch große Routine darin entwickelt, dies der Umwelt gegenüber zu verschleiern und zu verheimlichen.

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Die Süddeutsche Zeitung äußert sich nun deutlicher:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/germanwings-absturz-in-frankreich-copilot-war-wegen-psychischer-probleme-krankgeschrieben-1.2412826

Zitate: "Andreas L. war seit langer Zeit bei mehreren Medizinern in psychiatrischer Behandlung."

und

"L. hat die Krankschreibung offensichtlich zerrissen, weil er nach Vorlage dieses Attestes vermutlich für längere Zeit nicht hätte fliegen dürfen."

Edited by keeny
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Beschäftigst du dich eigentlich auch mal mit den Fakten der Staatsanwaltschaft (descent 1min (!!) nachdem der Pilot das Cockpit verlassen hat, Außerbetriebnahme des Schließmechanismus der Tür, Krankengeschichte des Copiloten)? Der einzige, der "simple Erklärungen" abgibt, scheinst du zu sein. Und dann noch der Seitenhieb mit Hitler, mehr geht nicht.

Deine Kommentierung ist so unterirdisch, dass selbst selbst der Begriff "Ignorant" nicht angemessen ist...in der Tat sind Suzizidkandidaten nicht so einfach zu klassfizieren, wie Airbus, Lufthansa und dieser Staatsanwalt es jetzt gern haetten. Und ich habe keinen Vergleich mit Hitler gezogen, sondern darauf hingewiesen, dass Selbstmorde recht komplexe Verhaltensmuster beinhalten koennen oder bist Du angefressen, weil ich den "Fuehrer" in ein schlechtes Licht gestellt habe?

Und die  "Fakten"  sind eben nur Vorlaeufige und wenn man bei andern Flugunfaelle Jahre braucht fuer die Ermittlung der Ursache, dann erscheinen mir 2 Tage etwas kurz.

Edited by ahoberg
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Und das kannst Du eben nicht als Fakten bezeichnen, solange Du es nicht völlig durchdacht hast. Auf diese Art und Weise ist auch die Cockpittür als erhöhte Sicherheit eingestuft werden.

 

Meiner Meinung nach kann man sowas machen, aber es muss genau klar, sein, was die Aufgabe des FAs in dem Fall ist, was er tun darf und was nicht, wo im Cockpit er sich aufhält, welche Kompetenzen er hat, etc.

Fürs erste reicht einfach der Auftrag "Präsenz" und ggf. "Hilfe holen". Und Fakt ist es wie gesagt, weil das Cockpit für FA's auch jetzt schon (Edit:) NICHT tabu ist. Es kann also durch dieses Verfahren kein Risiko ins Cockpit geholt werden, weil es sowieso schon Zugang hat.

Edited by Coronado
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Ich muss gestehen, dass mir die (fast schon sichere) Festlegung auf die Unfallursache irgendwie missfällt und deutlich verfrüht erscheint. Nicht alles, was sicher oder wahrscheinlich erscheint, muss tatsächlich auch im Ergebniss so eintreten. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass man sich  jemals in der Geschichte der Unfallermittlung, so früh auf einen möglichen Unfallgrund festgelegt hat. Vieles scheint plausibel und nachvollziehbar, aber hey, es ist noch nicht mal der Flugdatenschreiber ausgewertet!! Und ob einer der beiden nun wirklich einen Schaden hatte, oder krank war, wer will den wissen was da wirklich passiert ist?! Wenn einer der beiden nun wirklich erkrankt war (oder nicht) und er medikamentös behandelt wurde/wird, warum soll man da gleich Vorsatz unterstellen? Medikamentenunverträglichkeit soll es auch geben und wenn der Patient "schockt", dann atmet er doch u.U auch "normal und gleichmäßig" weiter. Mir persönlich ist es unangenehm was da momentan im TV und Internet geschieht und m.E waren die Informationen der fr. Staatsanwaltschaft vielleicht gut gemeint, aber zu früh öffentlich. Wem hilft das den weiter, was da momentan in den Medien passiert? Ich will niemanden in Schutz nehmen, aber so richtig sauber läuft das irgendwie nicht ab und, meiner Meinung nach auch nicht wirklich profesionell (zuviele Vermutungen und zu wenige Fakten, eine saubere und fundierte Ergebnissfindung die einer Probe wiedersteht, sieht anders aus [pers. Meinung]

 

Hättest du jetzt in deinem Beitrag ein Link zum kopp-verlag genannt, hättest du sicherlich keine 3 Likes bekommen  :D

 

 

Warum konnte der Pilot sich nicht wie hier in dem Video, über das Notfall-Prozedere Zugang zum Cockpit verschaffen? 

https://www.youtube.com/watch?v=ixEHV7c3VXs

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Die französische Staatsanwaltschaft hat den Ersten Offizier des Germanwings-Airbus schwer beschuldigt - und das relativ kurz nach dem Absturz. Das ist durchaus ungewöhnlich und wurde auch hier schon ausführlich diskutiert.

 

Wir haben jetzt hergeleitet, warum sich die Ermittler so sicher sein können:

http://www.airliners.de/ermittlungen-germanwings-absturz-erklaerung/35300

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Dann schicke dem Kopp-Verlag mal diesen Link:

 

http://forum.flightradar24.com/threads/8650-We-have-analysed-the-raw-data-from-the-transponder-of-4U9525-and-found-some-more-dat

 

 

 

 

Es gibt vorher ca. 30 Minuten Aufzeichnung. Da wird doch klar geworden sein, wer wer ist, oder? Selbst wenn sie sich nicht mit Namen angsprochen haben, gibt es eine eindeutige Kommandostruktur.

 

Oder diesen: http://www.vice.com/de/read/die-duemmsten-verschwoerungstheorien-zum-absturz-der-germanwings-maschine-111

... der hoffentlich bald aktualisiert wird :D

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dann erscheinen mir 2 Tage etwas kurz.

Wer weiß, wann die Staatsanwaltschaft ohne die undichte Stelle, die die N.Y. Times und AFP informiert hatte, an die Öffentlichkeit gegangen wäre.

 

Aber dann besser an die Öffentlichkeit gehen, als so ein Gerücht "in der Schwebe zu halten" oder gar (wider besseren Wissens) zu dementieren.

 

Guter Artikel bei Airliners.de, der das ganze zusammenfasst.

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...

Trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass die Leute, die jetzt kein Sicherheitsrisiko darin sehen die ersten sein würden, die die Frage aufwerfen würden, warum FAs eigentlich in’s Cockpit dürfen, wenn es irgendwann mal zu einem Unfall kommen würde, wo ein Pilot durch einen FA abgelenkt wurde.

 

Nette Unterstellung bei Personen, die du überhaupt nicht kennst.

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Danke: was Neues-

 

Die französische Staatsanwaltschaft hat den Ersten Offizier des Germanwings-Airbus schwer beschuldigt - und das relativ kurz nach dem Absturz. Das ist durchaus ungewöhnlich und wurde auch hier schon ausführlich diskutiert.

 

Wir haben jetzt hergeleitet, warum sich die Ermittler so sicher sein können:

 

In der "locked"-Position deaktiviert sich nämlich die Möglichkeit jeglicher Codeeingabe von außen. Selbst ein für Notfälle gedachter Emergency-Code funktioniert dann nicht mehr.

 

 

 

Und das gilt dann auch für die letzte Rettung "Kabinendruckabfall", nehme ich an?

 

Dann war wirklich nix mehr zu machen :-(

 

Eine Lösung vielleicht doch noch- mit einer Sitzbelegungsdetektion ausschließen, daß verriegelt werden kann, wenn nur ein Sitz belegt ist... aber dann hätten wir wieder die Gefahr bei der Geiselnahme eines Klogehers :-( 

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Verstehe nicht ganz was daran neu ist. Das wurde so doch schon gestern diskutiert...

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Anscheinend gibt es wohl viele die die bisherigen Fakten nicht glauben oder nicht glauben wollen! die ersten Verschwörungstheorien machen die runde von usa ist die Rede bis hin zu Verbindungen zu is!

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Anscheinend gibt es wohl viele die die bisherigen Fakten nicht glauben oder nicht glauben wollen! die ersten Verschwörungstheorien machen die runde von usa ist die Rede bis hin zu Verbindungen zu is!

 

Welch Überraschung.

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Welch Überraschung.

Dummerweise machen sich das die Medien wieder dann zu Nutze, wenn sie bei einem anderen Thema berechtigte Kritik als Verschwörungstheorien diffamieren wollen.

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Anscheinend gibt es wohl viele die die bisherigen Fakten nicht glauben oder nicht glauben wollen! die ersten Verschwörungstheorien machen die runde von usa ist die Rede bis hin zu Verbindungen zu is!

Mir geht es auch so, daß ich innerlich immer noch sage: 'das konn doch alles nicht wahr sein'. Das hat aber dann nichts mit Verschwörungstheorie o.ä. zu tun sondern nur damit, daß man das Schreckliche so 100%ig immer noch nicht realisiert hat, weil es unserer Vorstellung einfach widerspricht. Mir geht es jedenfall so.

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Würde zwei weit ausseinanderliegende Schalter helfen, die gleichzeitig z.B. innerhalb 1/5 Sec auf Lock gestellt werden müssen, ein solches Aussperren zu verhindern? Ggf muss einer der Schalter bei Unpässlichkeit eines Piloten von einem vorgeholten FB mitbetätigt werden.

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Würde zwei weit ausseinanderliegende Schalter helfen, die gleichzeitig z.B. innerhalb 1/5 Sec auf Lock gestellt werden müssen, ein solches Aussperren zu verhindern?

 

Hatte ich auch schon überlegt, aber bitte nicht vergessen, dass die Hauptaufgabe der Piloten das Fliegen ist und der Lock-Schalter für Situationen gedacht ist, in denen Angreifer die Kabine übernehmen, also eh schon irrsinniger Stress herrscht. Da klappt dann im Zweifelsfall das gleichzeitige Drücken nicht oder es lenkt so sehr ab, dass es mit dem Fliegen kritisch werden kann...

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Würde zwei weit ausseinanderliegende Schalter helfen, die gleichzeitig z.B. innerhalb 1/5 Sec auf Lock gestellt werden müssen, ein solches Aussperren zu verhindern? Ggf muss einer der Schalter bei Unpässlichkeit eines Piloten von einem vorgeholten FB mitbetätigt werden.

Bitte nicht vergessen, dass dieser Lock-Schalter ein schnelles Einschließen gegenüber Terroristen ermöglichen soll.

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Im Bild.de-Ticker steht:

 

 

 

In einem innerhalb der Lufthansa verbreiteten Brief schildern die Nachwuchsflugzeugführer (NFF) ihre Sorgen. Derzeit befänden sich 900 Flugschüler in der Warteschleife, von denen einige bereits vor fünf Jahren ihre Ausbildung begonnen hätten. Eigentlich soll nach 29 bis 33 Monaten alles gelaufen sein.


Wenn die alleine 900 (!) "in der Warteschleife" haben, nehmen die überhaupt noch Bewerber für ihre NFF-Lehrgänge auf angesichts dieser massiven Überkapazität?

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Bitte nicht vergessen, dass dieser Lock-Schalter ein schnelles Einschließen gegenüber Terroristen ermöglichen soll.

Ich denke, das kann durchaus trainiert werden. Die erlaubte Zeitdifferenz müsste das Locken durch eine einzelne Person unmöglich machen. Evtl. zusätzlich noch eine mechanische Hürde (Abdeckung, Timer), die von zwei Personen gleichzeitig vorab parallel erledigt werden kann, einen Einzelnen aber bei serieller Erledigung dann immer am Zeitlimit scheitern lässt.

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... und das ganze während des Landeanflugs mit Chaos in der Kabine und mit Terroristen vor der Tür? Und dann sollen beide im Cockpit gleichzeitig eine Hand frei haben, dazu der Druck zu wissen, dass die Terroristen gleich im Cockpit sind, wenn man das nicht getimed hinbekommt?

 

Vergiss es.

Edited by ilam
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