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Aktuelles zu Alitalia


Mamluk

Empfohlene Beiträge

vor 5 Stunden schrieb cityshuttle:

Mittlerweile auch in deutschsprachigen Medien:

 

https://www.aerotelegraph.com/rom-bringt-lufthansa-bei-alitalia-wieder-ins-spiel

 

Wobei ein LH Manager á la Jörg Eberhardt eigentlich wissen sollte, dass der LH Konzern auch noch BRU als Hub hat ... 

 

 

Freudscher Versprecher im Sinne von "BRU ist eh kein Hub" oder gedankliche Vorwegnahme eines zukünftigen Zustands "BRU ist kein Hub mehr"

 

😉

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Ich denke das Thema ist für LH aktuell nicht interessant.

 

Die Italiener kommen jetzt plötzlich wieder daher, weil sie es nun doch eine ganz tolle Idee finden was sie zuvor abgelehnt hatten... Wahrscheinlich nur um bei ihrer Regierung Kompromissbereitschaft zu zeigen. Das ist sicher nur strategisches Gelaber....

 

Und das Interview mit Jörg Eberhart war vor der Pandemie... finde ich etwas schwammig sich in einem Bereich darauf zu beziehen.

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Also bisher sind das doch alles Ideen, die von Seiten der neuen Regierung in Italien kommen.

Italien hat von der EU die Ansage bekommen, dass man nicht einfach nur einen neuen Namen geben kann, einen Schuldenschnitt macht und dann so weiter arbeitet wie bisher. (Der Schuldenschnitt wäre nämlich die von der EU zu genehmigende "Beihilfe")

Nun sucht die neue Regierung nach anderen Lösungen und ist auf die Idee gekommen, dass es so laufen könnte, wie bei der Swiss/Swissair.

Nur ist das zum Einen wohl kaum mit den/dem gedachten Investor abgestimmt, es ist nicht mit der EU geklärt und es ist nicht einmal die Machbarkeit geprüft worden. Es sind im Moment alles nur Ideen!

 

Und selbst wenn das alles so klappen sollte, muss man doch noch einmal nachsehen, wie das mit der Swiss und LH denn tatsächlich gelaufen ist. Denn die Übernahme durch LH war der letzte Schritt, nachdem man vorher so einiges anderes schon alleine gemacht hatte.

Die Swissair war ab dem 2.10.2001 insolvent.

Die Regional-Tochter Crossair wurde im Zuge der Insolvenz an Schweizer Banken verkauft.

Dann wurden Flugzeuge der Swissair an Crossair übertragen.

Am 13.5.2002 wurde Crossair in Swiss International Air Lines umbenannt.

Die "neue" Airline wollte sich selber sanieren, wollte in die OneWorld eintreten. Im Ergebnis hat man rund 2 Mrd. Franken neue Schulden angesammelt. (In nur 3 Jahren!!!)

Erst am 22.3.2005 kam es dann zur Übernahme durch die LH und dem Beginn der eigentlichen Sanierung, die zur jetzigen Situation geführt hat.

 

Überträgt man das nun auf die Alitalia, so müsste zunächst die Alitalia Cityliner aus der Alitalia herausgelöst werden.

Unter der Bedingung, dass man dort einen "günstigeren" Tarifvertrag, incl. dem Wegfall der bei der Alitalia üblichen sonstigen Vergünstigungen, hat, müssten dann die Flieger, die man weiter betrieben will, an diese neue Gesellschaft übertragen werden.

Alitalia wird dann in die Insolvenz geschickt und liquidiert.

Und dann, wenn man das in Italien geschafft hat, dann kann man sich Gedanken machen, ob und wie man das alleine hin bekommt,  oder ob man sich eine große Airline als Partner/Investor dazu holt.

Selbst wenn man damit heute anfängt, würde eine LH frühestens in 2024, ehr in 2025 überhaupt in Spiel kommen, wenn die dann denn wollen (und dürfen) würde. 

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Das einzige, was man retten könnte, wäre der Name. Den Rest muss man neu aufbauen und Alitalia vermutlich dicht machen. Das Netz, die Flotte, den Markt, das muss man doch alles neu ausrichten?

 

Für LH wäre es sowas wie Air Dolomiti in groß und teuer. Ob LH für sowas Geld übrig hat, wo nicht mal Etihad mit all dem Geld Erfolg hatte?

 

Ich sehe eine große Gefahr darin, dass jeder Investor, der richtig restrukturieren und einschneidend sparen muss, dort bald als "Killer" dasteht. Das Image kann schnell ruiniert sein.

Bearbeitet von Nosig
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Das Crossair-Schema kann man ja wieder spielen, aber wenn man statt Alitalia Cityliner Air Dolomiti als Keimzelle der neuen Alitalia nimmt, könnte ich mir durchaus einen Erfolg vorstellen, unter folgenden Bedingungen: Nur werthaltige Assets von AZ werden übernommen (Marke, Slots, brauchbare Flieger und Mille Miglia fallen mir gerade ein), das Management ist das Dolomiti-Management, die sollten sich ja mit dem italienischen Markt auskennen. Personal wird entweder in den Dolomiti-TV geschoben, der ja wohl recht billig ist, sonst würde ja nicht selbst die CLH Flugzeuge an Dolomiti abgeben müssen, und LH hat natürlich über ein Stiftungsmodell das alleinige Sagen im Hühnerstall. So könnte ich mir eine erfolgreiche Alitalia NewCo vorstellen, ansonsten nicht.

 

Das Dilemma zwischen Mailand und Rom bleibt natürlich ein Mühlstein für sämtliche Airlines, die in Italien Hubs betreiben wollen.

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Wobei ich stark vermute, dass die Tage für Mille Miglia bei tatsächlicher Übernahme durch LH dann auch gezählt sein dürften ...

 

Zwar hat man SN und EW neben M&M auch ein eigenes Programm gelassen, aber richtig Sinn würde es ja als Full-Service-Tochter in Italien nicht machen, wenn man nicht mittelfristig komplett zu M&M switcht.

 

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vor 5 Stunden schrieb cityshuttle:

Wobei ich stark vermute, dass die Tage für Mille Miglia bei tatsächlicher Übernahme durch LH dann auch gezählt sein dürften ...

 

Zwar hat man SN und EW neben M&M auch ein eigenes Programm gelassen, aber richtig Sinn würde es ja als Full-Service-Tochter in Italien nicht machen, wenn man nicht mittelfristig komplett zu M&M switcht.

 

Wie jetzt? Miles&More in Mille Miglia integrieren?😉

 

Spass beiseite; beides ist M&M in den Initialen: zwei Brands, ein Produkt - was spricht dagegen?

 

Grundsätzlich muss man sich aber auch einige prinzipielle, strategische Überlegungen anstellen: LH schielt ja auch öfters mal in Richtung SAS - ein "Lufthansa-Sperriegel" längs durch Europa von Longyearbyen bis Palermo dürfte aber bei der EU-Wettbewerbskomission auf wenig Gegenliebe stossen. Insofern muss man meiner Ansicht nach durchaus aufpassen, dass ein Griff nach Italien nicht auch einer in den sprichwörtlichen Lokus wird.

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vor 17 Stunden schrieb Leon8499:

Das ist klar, aber würde man den bisherigen MilleMiglia-Kunden das Meilenkonto leerrappen und "Ätsch, fangt wieder von vorne an" sagen, würde man sich die Kundschaft nicht unbedingt vergrößern.


Schon klar, da muss es eine faire Umrechnung der Meilen und Anerkennung des Status geben ... ansonsten wäre das völlig sinnfrei.

 

 

vor 14 Stunden schrieb Luca di Montanari:

Grundsätzlich muss man sich aber auch einige prinzipielle, strategische Überlegungen anstellen: LH schielt ja auch öfters mal in Richtung SAS - ein "Lufthansa-Sperriegel" längs durch Europa von Longyearbyen bis Palermo dürfte aber bei der EU-Wettbewerbskomission auf wenig Gegenliebe stossen. Insofern muss man meiner Ansicht nach durchaus aufpassen, dass ein Griff nach Italien nicht auch einer in den sprichwörtlichen Lokus wird.


Und es gab ja vor Covid-19 auch Überlegungen, gemeinsam mit UA eine Übernahme von TP zu prüfen und zu initiieren ...

 

Bearbeitet von cityshuttle
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