Mamluk

Aktuelles zu Alitalia

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Wer weiß. Es könnte im Oktober 2020 ja auch zwei Premieren geben. Alitalia landet mit neuem Investor und frisch saniert als erste Airline überhaupt am BER. Die italienische Regierung sollte da mal mit Brandenburg & Berlin verhandeln :-)

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vor 16 Stunden schrieb aaspere:

Kommen wir mal wieder zurück zu den Bemühungen, Alitalia zu verscherbeln.

Wenn ich das jetzt lese:

http://www.airliners.de/alitalia-investor-china/46710,

dann wage ich die Prognose, dass der BER eher fertig wird, als Alitalia einen neuen Miteigentümer erhält.

 

Die italienische Lösung ist also vom Tisch wie es scheint. Besser so.

Ob der "Einkauf" von Chinesen so viele Vorteile bringt, darf man mit Vorsicht betrachten, aber am Ende verhandeln ja eigentlich zwei Politikbetriebe miteinander und weniger zwei wirtschaftende Airlines. Dennoch sind ja in der Vergangenheit auch mit den kauffreudigen Chinesen auch der eine oder andere Deal geplatzt. Politische Lösungen in der Airline-Welt fand ich selten den Brüller. 9_9

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vor 4 Stunden schrieb aaspere:

Die Wunschinvestoren finden die Braut nicht attraktiv genug. Kann nicht jemand mal den Stecker ziehen?

http://www.airliners.de/staatliche-investoren-alitalia/46868

Solange die EU Zuschüsse des italienischen Staates an Alitalia nicht strikt unterbindet, wird der italienische Staat weiter fleißig Geld in Alitalia pumpen. Unter der jetzigen Regierung wird es keine Lösung für Alitalia geben. Das war und ist abzusehen. 

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vor 9 Stunden schrieb Tefron:

Solange die EU Zuschüsse des italienischen Staates an Alitalia nicht strikt unterbindet, wird der italienische Staat weiter fleißig Geld in Alitalia pumpen. Unter der jetzigen Regierung wird es keine Lösung für Alitalia geben. Das war und ist abzusehen. 

Nehmen das denn die italienischen Steuerzahler einfach so hin, daß ein Teil ihres Geldes permanent (bis wann auch immer) in dieses "Schwarze Loch" Alitalia gepumpt wird ?

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vor 13 Minuten schrieb Waldo Pepper:

Nehmen das denn die italienischen Steuerzahler einfach so hin, daß ein Teil ihres Geldes permanent (bis wann auch immer) in dieses "Schwarze Loch" Alitalia gepumpt wird ?

 

hat sich nach "Mario Barth deckt auf!" irgendwas in Deutschland geändert? alle sind schockiert über die Steuer Verschwendung aber interveniert wird wenig bis gar nicht. 

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vor 37 Minuten schrieb Waldo Pepper:

Nehmen das denn die italienischen Steuerzahler einfach so hin, daß ein Teil ihres Geldes permanent (bis wann auch immer) in dieses "Schwarze Loch" Alitalia gepumpt wird ?


Hat man eine politische Alternative? Ich bin jetzt kein großer Italien-Experte, aber bekomme mit das dort gefühlt jährlich die Regierung wechselt und alle im Bezug auf AZ gleich handeln: Sie kippen Geld nach (verbrennen es). Also wenn es alle Parteien machen hat man als Wähler kaum eine Alternative. Ist bei "unseren" Steuergräbern ja ähnlich - dort gibt es politisch auch kaum Konsequenzen (BER und co).

Edited by d@ni!3l

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vor 45 Minuten schrieb Waldo Pepper:

Nehmen das denn die italienischen Steuerzahler einfach so hin, daß ein Teil ihres Geldes permanent (bis wann auch immer) in dieses "Schwarze Loch" Alitalia gepumpt wird ?

Die Alitalia ist einer der größten Arbeitgeber in Italien und einer der größten italienischen Konzerne in Italien. Von daher wird es von vielen Teilen der Bevölkerung zumindest geduldet.

Meine Vermutung ist übrigens, dass die Regierung auf den finalen Schlussstrich durch die EU wartet. Denn wenn dann der Schlussstrich gezogen werden muss, kann sich zumindest die Regierung medienwirksam vor die Menschen stellen und sagen: ‚wir wollten ja, aber leider nicht die EU‘. Denn nur so kann eine Regierung gesichtswahrend aus der Alitalia-Krise hervorgehen. Keine italienische Regierung will für den Sturz der Alitalia und den damit verbundenen Arbeitsplatzabbau verantwortlich sein. Wenn man die EU als Sündenbock präsentieren kann, dann kann die rechtspopulistische Partei damit sogar medialen Profit rausschlagen.

 

Die Alitalia ist nicht mehr zu retten. Das sehen auch einige staatliche Konzerne so. So hat die italienische Post kein Interesse an einer Übernahme der Alitalia. Die staatliche Investitionsbank hat sich ebenfalls aus der Affäre gezogen, indem sie auf ihre Statuten verwies: sie könne kein Unternehmen unterstützen, dass in der Insolvenz sei.

somit ist m.M.n. die italienische Lösung ebenfalls vom Tisch. Auch glaube ich kaum, dass die italienische Staatsbahn ein Finales Interesse an der Alitalia haben wird. Man darf gespannt sein, wie es bei Alitalia weitergehen wird.

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vor 22 Minuten schrieb Tefron:

 

somit ist m.M.n. die italienische Lösung ebenfalls vom Tisch. Auch glaube ich kaum, dass die italienische Staatsbahn ein Finales Interesse an der Alitalia haben wird

 

Sehe ich anders. Man könnte den Laden mal wieder teilen, in "good" und "bad". "CAI-reloaded" sozusagen. Wer da investiert ? Ganz einfach: Der italienische Steuerzahler (wie jetzt auch schon). Geht nicht ? Richtig, nicht direkt zumindest. Aber wer käme da in Frage ? Genau: Die Post zum Beispiel, die im Gegenzug das staatlich festgelegte Portoentgelt zur Gegenfinanzierung erhöhen darf, die Bahn (entsprechend mit den verkauften Tickets), die Autobahnbetreiber (dürfen die Maut in den nächsten Jahren erhöhen)......die Liste ist lang. Ist schon bei der CAI so gewesen. Man gibt der Alitalia ein zinsloses Darlehen und holt sich das Geld in den nächsten Jahren dann langsam wieder. zurück... ;) . Niemand in Brüssel könnte jemals nachweisen, dass das erhöhte Portoentgelt mit der Rettung der Alitalia zusammenhängt... ;)

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vor 54 Minuten schrieb Tefron:

Die Alitalia ist einer der größten Arbeitgeber in Italien und einer der größten italienischen Konzerne in Italien. Von daher wird es von vielen Teilen der Bevölkerung zumindest geduldet.

Meine Vermutung ist übrigens, dass die Regierung auf den finalen Schlussstrich durch die EU wartet. Denn wenn dann der Schlussstrich gezogen werden muss, kann sich zumindest die Regierung medienwirksam vor die Menschen stellen und sagen: ‚wir wollten ja, aber leider nicht die EU‘. Denn nur so kann eine Regierung gesichtswahrend aus der Alitalia-Krise hervorgehen. Keine italienische Regierung will für den Sturz der Alitalia und den damit verbundenen Arbeitsplatzabbau verantwortlich sein. Wenn man die EU als Sündenbock präsentieren kann, dann kann die rechtspopulistische Partei damit sogar medialen Profit rausschlagen.

 

Die Alitalia ist nicht mehr zu retten. Das sehen auch einige staatliche Konzerne so. So hat die italienische Post kein Interesse an einer Übernahme der Alitalia. Die staatliche Investitionsbank hat sich ebenfalls aus der Affäre gezogen, indem sie auf ihre Statuten verwies: sie könne kein Unternehmen unterstützen, dass in der Insolvenz sei.

somit ist m.M.n. die italienische Lösung ebenfalls vom Tisch. Auch glaube ich kaum, dass die italienische Staatsbahn ein Finales Interesse an der Alitalia haben wird. Man darf gespannt sein, wie es bei Alitalia weitergehen wird.

 

Ich gebe dir recht das keine Regierung bisher den Mut hatte unter Alitalia den Schlussstrich zu ziehen. Allerdings ehr aus Nationalismus und Prestige, denn einer der größten Arbeitgeber ist Alitalia nicht. Jedenfalls tauchen Sie nicht in der Forbes Liste der größten Unternehmen auf.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Unternehmen_in_Italien

 

 

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vor 26 Minuten schrieb Almaviva:

 

Ich gebe dir recht das keine Regierung bisher den Mut hatte unter Alitalia den Schlussstrich zu ziehen. Allerdings ehr aus Nationalismus und Prestige, denn einer der größten Arbeitgeber ist Alitalia nicht. Jedenfalls tauchen Sie nicht in der Forbes Liste der größten Unternehmen auf.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Unternehmen_in_Italien

 

 

 

Das entscheidende Kriterium ist hier ja die Mitarbeiterzahl und da müsste Alitalia auf Platz 16 liegen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Alitalia mehr Personal in Italien beschäftigt als z.B. Prada.

Was auffällt, man hat das 1,5-fache Personal der AB aber nur drei-viertel der alten AB-Flotte.

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Das stimmt schon, es hängen mit Sicherheit auch noch mehr Arbeitsplätze an Alitalia, die nicht direkt bei Unternehmen beschäftigt sind. Allerdings trifft das auf die anderen Konzerne auch zu.

 

Der wirtschaftliche Schaden ohne Alitalia betrifft zuerst die äußerst gut bezahlten Angestellten. Auch nach Alitalia wird man in Italien noch via Flugzeug reisen können.

Der Schaden wäre größer ginge eine der Groß-Banken pleite. Luftverkehrstechnisch kann es für den italienischen Steuerzahler kaum noch dicker kommen mit Alitalia jetzt.

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb EZY:

 

Sehe ich anders. Man könnte den Laden mal wieder teilen, in "good" und "bad". "CAI-reloaded" sozusagen. Wer da investiert ? Ganz einfach: Der italienische Steuerzahler (wie jetzt auch schon). Geht nicht ? Richtig, nicht direkt zumindest. Aber wer käme da in Frage ? Genau: Die Post zum Beispiel, die im Gegenzug das staatlich festgelegte Portoentgelt zur Gegenfinanzierung erhöhen darf, die Bahn (entsprechend mit den verkauften Tickets), die Autobahnbetreiber (dürfen die Maut in den nächsten Jahren erhöhen)......die Liste ist lang. Ist schon bei der CAI so gewesen. Man gibt der Alitalia ein zinsloses Darlehen und holt sich das Geld in den nächsten Jahren dann langsam wieder. zurück... ;) . Niemand in Brüssel könnte jemals nachweisen, dass das erhöhte Portoentgelt mit der Rettung der Alitalia zusammenhängt... ;)

Sorry, aber da will ich dir widersprechen. Eine Teilung in Good And Bad bringt nichts. Es ändert nichts an:

- hohen Personalkosten

- hohe Leasingraten

- starke Gewerkschaften, die alle Restrukturierungen blockieren.

Die Flugzeuge fliegen mit einer Auslastung von über 80%. Die Tickets werden nicht verschenkt und dennoch kommt die Airline nicht voran.

solange sich an den Fundamentaldaten nichts ändert, bringt auch keine Aufteilung in Good And Bad Bank irgendetwas. Dazu kommt, dass sich das Umfeld von Alitalia deutlich verändert. Die neue Airitaly steigert ihre Aktivität zum teils deutlich. Die Airline ist gesund und hat mit Quatar Airways einen finanzstarken Investor im Rücken, der bereit ist, auch mehr Geld für Airitaly bereit zu stellen. Die Konkurrenzsituation verschärft sich durch LCCs immer weiter. Der Kerosinpreis steigt wieder an. Zwar kann die Airline Erfolge vermelden, steigen die Kerosinpreise aber weiter an, wovon auszugehen ist, werden die finanziellen Erfolge durch gesteigerte Kerosinausgaben aufgezehrt.

Und all dies wird eine Aufteilung in Good and Bad Bank nichts ändern. Und selbst wenn es geschafft wird, die Kosten durch neue Vertäge zu senken, die Airline benötigt mehr Investitionen in die eigene Struktur, in die Flugzeuge und im Marketing. Woher soll denn Alitalya dieses Kapital nehmen? Ohne einen starken Investir wird das nichts.

die von dir genannten Unternehmen haben bei diesem Thema bereits abgewunken. Und selbst wenn: Porterhöhung, damit Alitalya frisches Kapital erhält? Eine Erhöhung der Maut, damit alitalya frisches Kapital erhält? Daran glaubst du doch nicht wirklich. Die Autobahnbetreiber stehen nach dem Brückeneinsturz von Genua genug unter Druck. Das Geld wird vor Allem in die Infrastrktur investiert, damit sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholt.

Warum derartige Erhöhungen zur Zeit auch schwer möglich sind? Weil die italienische Wirtschft nach wie vor schwächelt. Die Wirtschaftsleistung legt kaum zu, die Arbeitslosenquote liegt bei fast 11%, in Süditalien sogar deutlich drüber. Erhöhungen durch Staatskonzerne führen nur zum Aufstand in der Bevölkerung und das können sich weder die Unternehmen, noch die Regierung leisten. Und die mediale Rückkoppelung kann ich mir auch gut vorstellen: ‚höheres Porto wegen Alitalya‘; ‚nach Brückeneinsturz Erhöhung der Maut für Alitalya‘. Muss man dazu noch mehr sagen?

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vor 1 Stunde schrieb Tefron:

Sorry, aber da will ich dir widersprechen. Eine Teilung in Good And Bad bringt nichts. Es ändert nichts an:

- hohen Personalkosten

- hohe Leasingraten

- starke Gewerkschaften, die alle Restrukturierungen blockieren.

 

Du hast leider noch nicht verstanden, wie Italien funktioniert.

Was Du sagst, mag ja alles stimmen. Doch ist Alitalia quasi die Pensionsbeschäftigung vieler Politiker und Funktionäre. Ein Wust an Menschen, die irgendwann bei ALI einen gut dotierten Vertrag fürs Nichtstun bekommen haben. Warum sollen sie daran was ändern ? Keiner will da wirklich aufräumen, lieber zeigt man erstmal auf den nächsten.... 

 

Die Arbeitslosenquote hat wenig Aussagekraft, da ein unglaublicher Betrag an der Steuer vorbei erwirtschaftet wird...aufgrund der hohen Steuern. Das hat dort echt System und es schauen viel zu wenig Leute hin..das wissen die Bürger natürlich und deswegen fliegen viel zu wenig dabei auf.

 

Wenn morgen im TV eine Meldung käme, dass die Post 20 Mrd in die marode Alitalia investieren wolle, würde das dort keine Sau kratzen. Die Alitalia gehört halt zum Land wie der Mozzarella und die Pizza...

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vor 1 Stunde schrieb oldblueeyes:

Umso einfacher ist es Alitalia kommerziell Marktanteile wegzunehmen. Die LH müsste dafür Dolomiti vom reinen MUC Zubringer und Wetleaseanbieter weiterentwickeln.

 

Der Markt in Italien wird sich verändern, aber bestimmt nicht durch die LH und Dolomiti. Mit Air Italy kommt Qualität zu Niedrigstpreisen angeflogen. Wenn die LH Glück hat, dann werden die sich erstmal auf Italien konzentrieren. Wenn die LH Pech hat, dann werden diese Aktivitäten in Kürze in München und Wien zu spüren sein. Die Indien-Flüge von Air Italy starten demnächst...

Mailand - Bangkok ist ziemlich preisgünstig. Eurowings kann da ab München offensichtlich schon nicht mehr mithalten.

Es ist zu erwarten, dass die Zubringer aus Italien gen Norden in Zukunft ziemlich leer sind.

Edited by Realo

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Mal langsam.

 

Ja Qatar wird die Billigschiene forcieren, aber Norditalien war kein Eurowingsmarkt.

Und es geht um Chancen - das müssen nicht die Mainstreamrouten sein.

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vor 15 Stunden schrieb d@ni!3l:


Hat man eine politische Alternative? Ich bin jetzt kein großer Italien-Experte, aber bekomme mit das dort gefühlt jährlich die Regierung wechselt und alle im Bezug auf AZ gleich handeln: Sie kippen Geld nach (verbrennen es). Also wenn es alle Parteien machen hat man als Wähler kaum eine Alternative. Ist bei "unseren" Steuergräbern ja ähnlich - dort gibt es politisch auch kaum Konsequenzen (BER und co).

Da muß ich dir recht geben, das "schwarze Loch" BER wird von uns Steuerzahlern ja auch einfach hingenommen.

 

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Das ist mir zu einfach. Natürlich ist das Thema BER desaströs und für den Standort Deutschland ein hochnotpeinliches Aushängeschild. Nur: Welche Alternative gäbe es denn? Sicher wäre es in der Rückschau billiger gewesen, das Terminal 2012 abzureißen und neu zu bauen. Aus der ex-ante-Position wäre es keine Option gewesen und war es auch keine. Jede Regierung der Welt hätte in der Situation (und auch in den folgenden bis heute) gesagt: Da müssen wir jetzt durch, es gibt kein zurück mehr. Denn alles andere wäre dem Steuerzahler auch nicht zu erklären gewesen. Insofern gibt es zum "Hinnehmen" gar keine Alternative. Ob es gelingen wird, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, wird man sehen. Finanziell ist das dann aber nicht mal der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Aber sorry: Natürlich passt das mehr zum angerissenen Thema BER, nicht zum hiesigen Thread.

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Eine weitere Episode der schier unendlichen Geschichte:

 

Wie die mailänder Tageszeitung Corriere della Sera gestern meldet, möchte die italienische Regierung Alitalia mit einer erneuten Finanzspritze unterstützen. Es geht dem Bericht zufolge um 2 Milliarden Euro, die über die staatliche Eisenbahngesellschaft FS und die Spar- und Darlehenskasse cdp an Alitalia fließen sollen. Der italienische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Luigi Di Maio bezeichnete den Plan als "Relaunch von Alitalia"

Idee ist, Alitalia in einen guten und einen bösen Teil aufzusplitten. Der gute Teil soll die Flotte und die Slots bekommen, der böse die Schulden. Die Arbeitnehmer sollen alle im guten Teil bleiben.

Etwas abenteuerlich finde ich die Begründung für die Staatsfinanzierung: Das Alitalia Management habe klare Vorstellungen von Alitalias Zukunft und außerdem stehe der Alitalia-Relaunch im Koalitionsvertrag. Diesen zu missachten bedeute, den Wähler zu betrügen – und das würde die Regierung niemals tun...

Geradezu phantastisch muten zwei weitere Aussagen an: 1. Das Geld sei nötig, um die Langstreckenflotte zu erneuern. 2. Die strategische Partnerschaft mit der Eisenbahngesellschaft ermögliche ankommenden Touristen, sich mit nur einem Ticket in Italien zu bewegen.

 

Der Pressebericht bezeichnet den Weg der Regierung immerhin als einen schmalen Grat, da der letzte Staatskredit an Alitalia von 900 Millionen Euro Ende 2018 fällig wird. Im Falle der Nichtzurückzahlung drohen Italien eine Reihe von Verfahren seitens der EU.

Alitalia habe 2018 bereits 313 Millionen Euro Schulden angehäuft, mehr als eine Million Euro pro Tag.

 

Quelle: www.corriere.it

 

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vor 44 Minuten schrieb Allberto:

Der gute Teil soll die Flotte und die Slots bekommen, der böse die Schulden. 

 

Voll gemein.

 

Alitalia könnte ein Hubschraubertaxi von Westgenua nach Ostgenua aufziehen.

Edited by Flotte

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vor 21 Minuten schrieb Flotte:

 

Voll gemein.

 

Alitalia könnte ein Hubschraubertaxi von Westgenua nach Ostgenua aufziehen.

Die können machen was sie wollen- der Staat rettet sie eh und deshalb werden die weiterhin massiv Verluste machen. Zumal die Konkurrenz immer größer wird.

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Die Beteiligung der staatlichen Eisenbahngesellschaft FS an der Alitalia wurde heute im Aufsichtsrat der FS beschlossen, als Teil des oben erwähnten Rettungsplans. Zusätzlich soll es noch einen Partner geben, der mitfinanziert, wobei dieser noch nicht näher genannt wird. Es soll sich aber um einen "wichtigen internationalen Technikpartner" handeln.

 

https://orf.at/stories/3087041/

 

Damit dürfte wohl weitergewurschtelt werden, wenn die EU es zulässt.

In wiefern es sich um eine Re-Verstaatlichung handelt, oder doch nur versteckte Finanzspritzen, müssen die zuständigen Gremien klären.

 

 

Edited by MH23

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