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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb d@ni!3l:

Genau, und LH riskiert den Streik um eine Lösung zu verhindern, die für sie als Arbeitgeber günstiger ist, weil die das alles nicht wissen!?

 

Diese Logik, die du und andere hier in jeder Diskussion bringen, kann ich nicht nachvollziehen. Denn das würde bedeuten, dass jede Entscheidung, die ein Unternehmen trifft, immer die logisch richtige ist. Unternehmen bzw. deren Vorstände treffen jeden Tag Entscheidungen, die für das Unternehmen eben nicht gut sind, eben nicht günstiger sind. Ein Blick in den Flottenbestand der Lufthansa Airline müsste doch schon genügen um zu sehen dass nicht immer die rational klügste Entscheidung gewinnt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb FACoff:

Ein Blick in den Flottenbestand der Lufthansa Airline müsste doch schon genügen um zu sehen dass nicht immer die rational klügste Entscheidung gewinnt.

Sorry, das Argument ist doch ausgelutscht. Mit der Begründung, dass Airlines Fehler machen kann man ja alles, wirklich alles immer hinterfragen. Also natürlich war das im Nachhinein falsch, aber hätte man damals im Zeitpunkt der Bestellung gesagt: Die Flugzeuge werden 10 Jahre später kommen als gedacht hätte das ja auch niemand geglaubt.

 

Aber ganz davon ab: Wenn ich Mitarbeitern einen Zinssatz garantiere ohne zu wissen, wo der Marktzins in x Jahren liegen wird, gehe ich ein Risiko ein, dass der Zinssatz den ich zahle "zu hoch" (i.S.v. teurere Lösung ist). Zu sagen: Ich zahle x Euro ein und der Markt entscheidet am Ende was das Wert ist, ist für das Unternehmen deutlich planbarer. Und manchmal ist "planbar" wichtiger als "günstiger".

 

Allgemein tu ich mich immer schwer damit, wenn hier einzelne mehr "wissen" als ganze Stäbe einzelner Airlines (und zwar im Zeitpunkt der Entscheidung, die meisten beurteilen ja nur jetzt, was vor x Jahren falsch war - Kunststück), aber da muss ja jeder selber wissen was er/sie glaubt. 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb d@ni!3l:

Sorry, das Argument ist doch ausgelutscht. Mit der Begründung, dass Airlines Fehler machen kann man ja alles, wirklich alles immer hinterfragen. Also natürlich war das im Nachhinein falsch, aber hätte man damals im Zeitpunkt der Bestellung gesagt: Die Flugzeuge werden 10 Jahre später kommen als gedacht hätte das ja auch niemand geglaubt.

 

Aber ganz davon ab: Wenn ich Mitarbeitern einen Zinssatz garantiere ohne zu wissen, wo der Marktzins in x Jahren liegen wird, gehe ich ein Risiko ein, dass der Zinssatz den ich zahle "zu hoch" (i.S.v. teurere Lösung ist). Zu sagen: Ich zahle x Euro ein und der Markt entscheidet am Ende was das Wert ist, ist für das Unternehmen deutlich planbarer. Und manchmal ist "planbar" wichtiger als "günstiger".

 

Allgemein tu ich mich immer schwer damit, wenn hier einzelne mehr "wissen" als ganze Stäbe einzelner Airlines (und zwar im Zeitpunkt der Entscheidung, die meisten beurteilen ja nur jetzt, was vor x Jahren falsch war - Kunststück), aber da muss ja jeder selber wissen was er/sie glaubt. 

Grundsätzlich machen Unternehmen Fehler, sonst hätten wir nicht so viele Insolvenzen. Dies gilt in der Luftfahrt nicht anders als dem großen Rest.

Geschrieben

Den Vergleich mit der Flotte finde ich gar nicht mal so schlecht.

 

Denn, zum Zeitpunkt der Entscheidung kann man nur auf Annahmen die aus der Vergangenheit resultieren, arbeiten. Selbst wenn Puffer mit eingebaut werden in der Annahme, sind massiv eintretende Veränderungen einfach nicht vorhersehbar.

Geschrieben

Allgemein tu ich mich immer schwer damit, wenn hier einzelne mehr "wissen" als ganze Stäbe einzelner Airlines

Umgekehrt finde ich es lustig, wenn einzelne ihre Fahne immer in den Fahrtwind der Fluggesellschaft hängen, die sie gerade verteidigen. Macht Airline X etwas ist es richtig, macht Airline Y das selbe ist es falsch. Vor allem dann, wenn man die zugrunde liegenden Thematiken nicht verstanden hat.

 

vor einer Stunde schrieb Netzplaner:

Und die Erfahrungswerte die du zitierst beziehen sich ausschliesslich auf den Zeitraum der letzten 10 Jahre und stellen damit einen sinnvollen Bezugszeitraum der historisch einmaligen Niedrigstzinsphase her, oder auf die 40 Jahre davor in denen der Rechnungszins wesentlich höher war?

Da die Zinsen bei beiden Varianten die selbe Wirkung haben ist die Fragestellung hinfällig.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Vor allem dann, wenn man die zugrunde liegenden Thematiken nicht verstanden hat.

Genau diese Attitüde nervt. Immer anzunehmen als einziger Mensch auf der Welt Themen zu verstehen. ALLE anderen liegen immer falsch...

 

Auf der einen Seite arbeiten x Leute interdisziplinär zusammen. Auf der anderen Seite sitzt einer und weiß mehr. Für Leute ohne Verantwortung ist Demut wohl schwer.

vor 1 Stunde schrieb Fluginfo:

Grundsätzlich machen Unternehmen Fehler, sonst hätten wir nicht so viele Insolvenzen. Dies gilt in der Luftfahrt nicht anders als dem großen Rest.

Absolut richtig. Da arbeiten unzählige Leute zusammen und geben ihr bestes und trotz der Ansammlung unterschiedlicher Fähigkeiten reicht es manchmal nicht aus. Und deshalb ist es anmaßend, wenn einer meint er wüsste es besser. Wenn 100 Leute als kollektiv irren können, wie wahrscheinlich ist es dann, dass ein einzelner irrt bzw mehr weiß?

 

Wahrscheinlich ist das sogar häufig der Grund warum Unternehmen scheitern: Wenn Top-Down entschieden wird in der Anmaßung von Wissen und ohne die Experten zu konsultieren.

 

So entsteht bspw sowas wie Allegris, wo augenscheinlich auf die Expertise des Engineerings verzichtet wurde  ;) 

 

Klar, ggf. ist das bei der Verhandlung auch der Fall, dass einzelne sich über kompetente Teams hinwegsetzen,  aber das was YankeeZulu1 schreibt ist ja schon sehr plausibel. 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor 27 Minuten schrieb oldblueeyes:

Wäre nur konsequent. 

Irgendwie aber auch nicht, gibt genügend Europastrecken die ebenfalls defizitär sind. Gerade mit FMO habe ich meine Probleme, weil ja bereits PAD und DTM ebenfalls eingestellt wurden. Auf FMO sind derzeit auch A320 unterwegs, weil kein anderes Gerät zur Verfügung steht, wenn aber nur knapp 100 Paxe an Bord, rechnet es natürlich nicht. Läuft einfach nicht rund bei Lufthansa was Flotte und Auslastung betrifft. Sollten mal zur Nachhilfe bei der gelbblauen Konkurrenz gehen.

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben (bearbeitet)
vor 37 Minuten schrieb oldblueeyes:

Wäre nur konsequent. 


Und leider ein allgemeiner Spiegel für den wirtschaftlichen Abschwung im Land - ich frage mich, wann man da endlich mal umsteuert und die Rahmenbedingungen des Standorts im globalen Wettbewerb wieder attraktiver macht. Man hat ja viel über die Ampel gelästert…aber jetzt mal Hand aufs Herz: Trotz vollmundiger Ankündigungen ist das Kabinett Merz/Klingbeil bislang wirtschaftspolitisch fast genauso blass, wenn nicht sogar ein Totalausfall. 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Avroliner100:


Und für das Land verheerend. Man hat ja viel über die Ampel gelästert…aber jetzt mal Hand aufs Herz: Trotz vollmundiger Ankündigungen ist das Kabinett Merz/Klingbeil bislang sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch mindestens blass, wenn nicht sogar eine komplette Nullnummer. 

Dafür boomt die allgemeine Luftfahrt, zwecks fehlenden Alternativen auch durch den Lufthansa-Konzern. Ob dies Spohr oder der Politik gefällt?

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb FACoff:

ist doch toll, dann hat in 10 jahren jeder Regionalflughafen seine eigene (virtuelle) Airline am Start..... 

Ich will ja nicht gleich wieder eine Grundsatzdiskussion wegen Röhrengröße anfeuern. Aber wenn die Lufthansa für Deutschland die Rahmenbedingungen nicht mehr siehe um Geldvzu verdienen, dann sollte man sich schon landesweit Gedanken machen, ob eine eigene Inlandairline, die auch Zubringer für Lufthansa und Condor fliegt hier nützlich wäre.

vor 3 Minuten schrieb 101er:

https://www.welt.de/wirtschaft/article68f216d7ce7f32a4dfb9a81a/luftfahrtkrise-lufthansa-will-100-innerdeutsche-fluege-pro-woche-streichen.html

 

Begründet wird die voraussichtlichen Flugstreichung mit dem Boom von Videokonferenzen. Es sind also nicht nur die Standortkosten.

Sind es nicht eher die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland mit Abbau von Arbeitsplätzen.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Fluginfo:

Aber wenn die Lufthansa für Deutschland die Rahmenbedingungen nicht mehr siehe um Geldvzu verdienen, dann sollte man sich schon landesweit Gedanken machen, ob eine eigene Inlandairline, die auch Zubringer für Lufthansa und Condor fliegt hier nützlich wäre.


Ich weiß nicht, woher dieser Trugschluss kommt, dass ohne Lufthansa alles besser wird. Das ist nicht der Fall. Auch Condor verdient derzeit keinen müden Cent, sondern ist genauso defizitär wie der Kranich. Wo ist die EasyJet? Im innerdeutschen Verkehr jedenfalls nicht mehr. In Deutschland auch noch kaum in der Fläche präsent und vom ehemaligen AB-Hub, den EasyJet in Berlin übernommen hat, ist auch nicht mehr viel übrig.

Geschrieben (bearbeitet)

Lasst uns mal strukturiert das Thema angehen, auch mit Verständnis das unsere Sichtweisen wirtschaflich, politisch, gesellschaftlich unterschiedlich sein mögen.

 

Die Lufthansa ist eine private Airline und ihr Ziel ist nicht die Daseinsfürsorge, sondern profitabel ihre Dienstleistung anzubieten. Wenn sie das nicht mehr machen kann, sind es unterschiedliche Faktoren die eine Wirkung haben, aber kein Blame Game auf nur eine Ursache. Wie man dies dann öffentlich kommuniziert ist auch eine andere Sache.

 

Ich würde folgende Blöcke als Ursachen für die Entwicklung sehen:

 

- eine generell sich verändernde Arbeitswelt -Teams und Zoom sind nun mal da und werden ihren Einfluss haben; sie ersetzen nicht Face-to-Face Treffen, aber beeinflussen die Nachfrage

- eine Schwäche Deutschlands als Standort - können wir feststellen, ohne näher darauf einzugehen, das Thema ist sowohl komplex als auch politisch geladen

- Branchenfeindliche Politik - künstliche Verteuerung des Angebotes seit der Rot-Grünen Regierung und keine Veränderungen in der neuen

- interne Herausforderungen innerhalb der Lufthansa, Stichwort Kosten 

-Anspruchsdenken in Deutschland - das Land ist multizentrisch, dementsprechend entstehen auf vielen "lokalen" Strecken Wünsche und Ansprüche, aber kaum kritische Masse für P2P

- 2 Hubs - das wird einige nicht freuen, aber die Lufthansa ist die einzige Airline Europas die sich im Heimatmarkt 2 Hubs leistet, demensprechend werden die Zubringerflüge auch auf 2 Flughäfen geteit und die Kalkulation mit P2P für den Rest der Kapazität kann wanken ( Beispiel hier- warum sollte P2P Dresden-München funktionieren, wenn es Dresden -Stuttgart nicht funktioniert - in der Konsequenz kann man alle Transferpaxe auch via FRA konzentrieren; gilt umgekehrt auch)

 

Diese Ankündigung hat aber auch was positives - vielleicht ist sie auch eine Folge des neuen Ankerinvestors - man nimmt nicht alles gottgegeben hin und wurschtelt sich durch, sondern man ist bereit auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb oldblueeyes:

Lasst uns mal strukturiert das Thema angehen, auch mit Verständnis das unsere Sichtweisen wirtschaflich, politisch, gesellschaftlich unterschiedlich sein mögen.

 

Die Lufthansa ist eine private Airline und ihr Ziel ist nicht die Daseinsfürsorge, sondern profitabel ihre Dienstleistung anzubieten. Wenn sie das nicht mehr machen kann, sind es unterschiedliche Faktoren die eine Wirkung haben, aber kein Blame Game auf nur eine Ursache. Wie man dies dann öffentlich kommuniziert ist auch eine andere Sache.

 

Ich würde folgende Blöcke als Ursachen für die Entwicklung sehen:

 

- eine generell sich verändernde Arbeitswelt -Teams und Zoom sind nun mal da und werden ihren Einfluss haben; sie ersetzen nicht Face-to-Face Treffen, aber beeinflussen die Nachfrage

- eine Schwäche Deutschlands als Standort - können wir feststellen, ohne näher darauf einzugehen, das Thema ist sowohl komplex als auch politisch geladen

- Branchenfeindliche Politik - künstliche Verteuerung des Angebotes seit der Rot-Grünen Regierung und keine Veränderungen in der neuen

- interne Herausforderungen innerhalb der Lufthansa, Stichwort Kosten 

-Anspruchsdenken in Deutschland - das Land ist multizentrisch, dementsprechend entstehen auf vielen "lokalen" Strecken Wünsche und Ansprüche, aber kaum kritische Masse für P2P

- 2 Hubs - das wird einige nicht freuen, aber die Lufthansa ist die einzige Airline Europas die sich im Heimatmarkt 2 Hubs leistet, demensprechend werden die Zubringerflüge auch auf 2 Flughäfen geteit und die Kalkulation mit P2P für den Rest der Kapazität kann wanken ( Beispiel hier- warum sollte P2P Dresden-München funktionieren, wenn es Dresden -Stuttgart nicht funktioniert - in der Konsequenz kann man alle Transferpaxe auch via FRA konzentrieren; gilt umgekehrt auch)

 

Diese Ankündigung hat aber auch was positives - vielleicht ist sie auch eine Folge des neuen Ankerinvestors - man nimmt nicht alles gottgegeben hin und wurschtelt sich durch, sondern man ist bereit auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Haben wir hier jetzt alles von dir schon mehrfach aufgezählt bekommen. Kein neuer Punkt dabei. Auch wenn Lufthansa eine AG ist, hat sie als ehemalige Staatsairline schon eine andere Verantwortung als andere Airlines für Deutschland. Durch die Ansagen und tlw. Umsetzung will CS Druck auf die Bundesregierung ausüben. Durch Reduzierung von Inlandverbindungen macht man ja doppelt Druck, der auf Basel oder Salzburg nicht vorhanden ist. Zudem fehlt immer noch passendes Gerät als CRJ900 Ersatz. Und ich glaube nicht an den Erfolg der Gesamtbilanz durch Wegfall von zwei Inlandrouten, die wegen fehlender Maschinen ohnehin nicht mehr längerfristig bedient werden können.

vor einer Stunde schrieb oldblueeyes:

Lasst uns mal strukturiert das Thema angehen, auch mit Verständnis das unsere Sichtweisen wirtschaflich, politisch, gesellschaftlich unterschiedlich sein mögen.

 

Die Lufthansa ist eine private Airline und ihr Ziel ist nicht die Daseinsfürsorge, sondern profitabel ihre Dienstleistung anzubieten. Wenn sie das nicht mehr machen kann, sind es unterschiedliche Faktoren die eine Wirkung haben, aber kein Blame Game auf nur eine Ursache. Wie man dies dann öffentlich kommuniziert ist auch eine andere Sache.

 

Ich würde folgende Blöcke als Ursachen für die Entwicklung sehen:

 

- eine generell sich verändernde Arbeitswelt -Teams und Zoom sind nun mal da und werden ihren Einfluss haben; sie ersetzen nicht Face-to-Face Treffen, aber beeinflussen die Nachfrage

- eine Schwäche Deutschlands als Standort - können wir feststellen, ohne näher darauf einzugehen, das Thema ist sowohl komplex als auch politisch geladen

- Branchenfeindliche Politik - künstliche Verteuerung des Angebotes seit der Rot-Grünen Regierung und keine Veränderungen in der neuen

- interne Herausforderungen innerhalb der Lufthansa, Stichwort Kosten 

-Anspruchsdenken in Deutschland - das Land ist multizentrisch, dementsprechend entstehen auf vielen "lokalen" Strecken Wünsche und Ansprüche, aber kaum kritische Masse für P2P

- 2 Hubs - das wird einige nicht freuen, aber die Lufthansa ist die einzige Airline Europas die sich im Heimatmarkt 2 Hubs leistet, demensprechend werden die Zubringerflüge auch auf 2 Flughäfen geteit und die Kalkulation mit P2P für den Rest der Kapazität kann wanken ( Beispiel hier- warum sollte P2P Dresden-München funktionieren, wenn es Dresden -Stuttgart nicht funktioniert - in der Konsequenz kann man alle Transferpaxe auch via FRA konzentrieren; gilt umgekehrt auch)

 

Diese Ankündigung hat aber auch was positives - vielleicht ist sie auch eine Folge des neuen Ankerinvestors - man nimmt nicht alles gottgegeben hin und wurschtelt sich durch, sondern man ist bereit auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Das Deutschland die schlechteste Flughafeninfrastruktur im Verhältnis zur Bevölkerungszahl hat ist bei dir scheinbar spurlos vorrüber gegangen. LHR und LGW und CDG und ORY gebe ich dir auch noch mit in deine Überlegungen.

vor 1 Stunde schrieb oldblueeyes:

 2 Hubs - das wird einige nicht freuen, aber die Lufthansa ist die einzige Airline Europas die sich im Heimatmarkt 2 Hubs leistet, demensprechend werden die Zubringerflüge auch auf 2 Flughäfen geteit und die Kalkulation mit P2P für den Rest der Kapazität kann wanken ( Beispiel hier- warum sollte P2P Dresden-München funktionieren, wenn es Dresden -Stuttgart nicht funktioniert - in der Konsequenz kann man alle Transferpaxe auch via FRA konzentrieren; gilt umgekehrt auch).

Mit einem Hub hätte man in Deutschland viel mehr Konkurrenz als den Zweien. Somit hat Lufthansa zu anderen Hub sogar dadurch Vorteile. Hat die letzten zwanzig Jahre super geklappt und ist nicht das Kernproblem.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Fluginfo:

Auch wenn Lufthansa eine AG ist, hat sie als ehemalige Staatsairline schon eine andere Verantwortung als andere Airlines für Deutschland.

 

Nein.

 

vor 11 Minuten schrieb Fluginfo:

Durch die Ansagen und tlw. Umsetzung will CS Druck auf die Bundesregierung ausüben.

 

Was absolut legitim ist und von jedem momentan so gemacht wird. Seien es jetzt Ryanair, Condor, EasyJet...Selbst eine TUI sagt recht offen, dass die Airlines in anderen Staaten besser laufen.

 

vor 12 Minuten schrieb Fluginfo:

Zudem fehlt immer noch passendes Gerät als CRJ900 Ersatz.

 

Ich denke auch, dass eine Flotte ohne Äquivalent in der Größe auf einigen Strecken längerfristig Probleme machen kann. Vor allem wenn es in der Gruppe dann auch langsam dünn wird und das nächstgrößere EN mit der E95 ist. Aber der fehlende Ersatz der CR9 in der Zukunft sorgt sicherlich nicht dafür, dass die LH stand heute kein Geld verdient.

 

vor 13 Minuten schrieb Fluginfo:

Und ich glaube nicht an den Erfolg der Gesamtbilanz durch Wegfall von zwei Inlandrouten, die wegen fehlender Maschinen ohnehin nicht mehr längerfristig bedient werden können.

 

Das ist völlig richtig und da sind wir wieder bei strukturellen Problemen. Zum einen Inhouse (die sind ohne Frage sehr groß), zum anderen durch Standortbedingungen.

 

vor 14 Minuten schrieb Fluginfo:

Das Deutschland die schlechteste Flughafeninfrastruktur im Verhältnis zur Bevölkerungszahl hat ist bei dir scheinbar spurlos vorrüber gegangen.

 

Die Aussage versteh ich ehrlicherweise nicht. Wo hat denn die Infrastruktur so signifikante Nachteile? Ja, MUC ist ab und an Slottechnisch mal voll. Ansonsten siehts im Vergleich zu LON, PAR oder AMS eher entspannt aus mit Infrastruktur. Wer nach Deutschland fliegen will, weil es Verkehrsrechte und Wirtschaftlichkeit zulassen, der kann es auch.

Geschrieben

Wieso soll sich DRS-FRA rechnen? Die reinen Zubringer bringen kein Geld in die Kasse. Wenn man sich diese Routen nicht mehr leisten will, dann nagt die Vorortkonkurrenz schon gewaltig bei der Lufthansa. Jahrzehntelanger Preiskampf mit der Konkurrenz hinterlässt in der Neuzeit doch tiefe Spuren.

vor 1 Minute schrieb DE757:

 

Nein.

 

 

Was absolut legitim ist und von jedem momentan so gemacht wird. Seien es jetzt Ryanair, Condor, EasyJet...Selbst eine TUI sagt recht offen, dass die Airlines in anderen Staaten besser laufen.

 

 

Ich denke auch, dass eine Flotte ohne Äquivalent in der Größe auf einigen Strecken längerfristig Probleme machen kann. Vor allem wenn es in der Gruppe dann auch langsam dünn wird und das nächstgrößere EN mit der E95 ist. Aber der fehlende Ersatz der CR9 in der Zukunft sorgt sicherlich nicht dafür, dass die LH stand heute kein Geld verdient.

 

 

Das ist völlig richtig und da sind wir wieder bei strukturellen Problemen. Zum einen Inhouse (die sind ohne Frage sehr groß), zum anderen durch Standortbedingungen.

 

 

Die Aussage versteh ich ehrlicherweise nicht. Wo hat denn die Infrastruktur so signifikante Nachteile? Ja, MUC ist ab und an Slottechnisch mal voll. Ansonsten siehts im Vergleich zu LON, PAR oder AMS eher entspannt aus mit Infrastruktur. Wer nach Deutschland fliegen will, weil es Verkehrsrechte und Wirtschaftlichkeit zulassen, der kann es auch.

Hier meine ich auf ein Onehubkonzept wie LHR und CDG ist Deutschland nicht vorbereitet und durch das Anwachsen mit der Wiedervereiniging gab es auch keinen Ruck, siehe Stellenwert BER.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb DE757:

Die Aussage versteh ich ehrlicherweise nicht. Wo hat denn die Infrastruktur so signifikante Nachteile? 


An ihrem Preisschild.

vor 1 Stunde schrieb Fluginfo:

Wieso soll sich DRS-FRA rechnen?


Weil es Sinn einer AG ist, am Ende des Tages mit mehr Geld in der Kasse nach Hause zu gehen, als da ursprünglich mal drin war. Ist ja nicht die Caritas.

 

vor 1 Stunde schrieb Fluginfo:

Wenn man sich diese Routen nicht mehr leisten will, dann nagt die Vorortkonkurrenz schon gewaltig bei der Lufthansa.


Welche Vorortkonkurrenz? In DRS ist tote Hose, LH mit der letzte Netzwerker. Nahezu alle anderen haben schon längst die Segel gestrichen. Man vergisst oft gerne, dass LH mit der letzte Anbieter ist, der die Hubanbindung überhaupt noch aufrecht erhält - selbst wenn nichts daran verdient ist. Aber irgendwann wird die Durststrecke halt zu lang … was aber nicht nur an der Dürre im Business-Verkehr liegt, sondern auch daran, dass einem gebührentechnisch künstlich zusätzlich noch der Wasserhahn abgedreht wird. 
 

 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Fluginfo:

 Zudem fehlt immer noch passendes Gerät als CRJ900 Ersatz.

 

Nein, es fehlt nicht und es wird auch nicht vermisst.

Diesen Tenor haben wir auch bei der Ausflottung der 50Sitzer und 70 Sitzer gehört.

 

Es ist nun mal Fakt dass die Kosten pro Sitzkilometer mit kleiner werdednen Grösse stark zunehmen. Wenn das Risiko zu notwendigen Preise keine ausreichende Kundschaft zu bekommen zu gross ist, machst du das Angebot in der Grösse zu.

 

Wenn man vorausschauend erst mal im Regelfall und unter eigenem Investitionsrisiko nicht mehr unter der E95 Grösse agieren möchte, ist das zu akzeptieren. Die betroffenen Standorte können sich dann über die Eigene (un)Wichtigkeit Gedanken machen, Trotzreaktionen  hervorrufen oder zum Teil auch die Angebote Wahrnehmen für die sie Jahrelang als "Tor zur Welt" gesehen haben und wofür sie auch Subventionen bereit gestellt haben. Wenn 2x die Woche nach Stanstead mit Ryanair bestellt wurde, dann sollte man damit auch zufrieden sein.

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb oldblueeyes:

 

Nein, es fehlt nicht und es wird auch nicht vermisst.

Diesen Tenor haben wir auch bei der Ausflottung der 50Sitzer und 70 Sitzer gehört.

 

Es ist nun mal Fakt dass die Kosten pro Sitzkilometer mit kleiner werdednen Grösse stark zunehmen. Wenn das Risiko zu notwendigen Preise keine ausreichende Kundschaft zu bekommen zu gross ist, machst du das Angebot in der Grösse zu.

 

Wenn man vorausschauend erst mal im Regelfall und unter eigenem Investitionsrisiko nicht mehr unter der E95 Grösse agieren möchte, ist das zu akzeptieren. Die betroffenen Standorte können sich dann über die Eigene (un)Wichtigkeit Gedanken machen, Trotzreaktionen  hervorrufen oder zum Teil auch die Angebote Wahrnehmen für die sie Jahrelang als "Tor zur Welt" gesehen haben und wofür sie auch Subventionen bereit gestellt haben. Wenn 2x die Woche nach Stanstead mit Ryanair bestellt wurde, dann sollte man damit auch zufrieden sein.

Aber dann bräuchte man ca. 30 A319/A320 mehr. Die wurden als Ersatz nie bestellt und damit schrumpft das Streckennetz. Auf der anderen Seite schrumpfen die Märkte bei der Konkurrenz aber nicht. Auch die Inlandziele zähle ich dazu. Ab Dresden wird mehr denn je nach Prag ausgewichen. Als keine Einnahme an deutschen Flughäfen und deutschen Airlines. Ähnlich die Situation im nördlichen NRW, wo LCC-Verkehr überdurchschnittlich gewachsen ist. Wird am FMO ebenfalls passieren und etwas nach Holland gehen. 

vor 2 Stunden schrieb Avroliner100:


An ihrem Preisschild.


Weil es Sinn einer AG ist, am Ende des Tages mit mehr Geld in der Kasse nach Hause zu gehen, als da ursprünglich mal drin war. 

 

 

Ob ich in München oder in Frankfurt das Minus einfliege ist doch egal. P2P gibt es auch nach Frankfurt viel zu wenig, sogar weniger als nach München. Aber die Slots müssen belegt werden wegen Condor, weil die in den nächsten 12 Monaten ihre Präsenz in Frankfurt weiter kräftig ausbauen. Somit gibt es zunehmend Preiskrieg und die Einnahmen werden bei der Lufthansa nicht steigen. Aber die Paxe in FMO und DRS hat man zumindest zum Teil verloren.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Fluginfo:

Auch wenn Lufthansa eine AG ist, hat sie als ehemalige Staatsairline schon eine andere Verantwortung als andere Airlines für Deutschland.

Jetzt mal ernsthaft: Wie kannst du so einen kompletten Stuss schreiben, dir das danach durchlesen, dann auf absenden klicken und dir dann wirklich denken, dass du da heftig argumentiert hast?

 

Das. ist. an. Lächerlichkeit. nicht. zu. überbieten.

 

Die meisten Leute hier diskutieren auf der Basis von Fakten und einem grundlegenden Verständnis dafür, wie Wirtschaftsunternehmen arbeiten. Du diskutierst mal wieder auf der Basis von Vibes only und Traumschloss Inc.

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