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airliners.de

Aktuelles zu nordamerikanischen Airlines


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Avroliner100:

Mangels Nachfrage zieht sich Air Transat bis Juni 2026 vollständig aus dem US-Markt zurück. Noch vor einem Jahr bediente man 9 Destinationen in den USA. Heute sind es nur noch FLL und MCO ab YUL, YQB und YHZ. In den vergangenen 10 Monaten war die Nachfrage zwischen Kanada und den USA um rund 22% eingebrochen.

 

Fairerweise muss man allerdings sagen: Rein von der Kapazität her ist das für Air Transat jetzt kein enorm großer Schritt - auch zuvor waren die USA für die Airline eher ein Randmarkt. Die größten Ströme der Airline gingen auch früher schon im Winter in den Karibikraum und im Sommer nach Europa. Die Realität wird vermutlich auch nicht sein, dass die Floridastrecken von Air Transat komplett leer sind … sondern eher, dass das Flugzeug durch die veränderte Nachfrage auf anderen Strecken z.B. in die Karibik profitabler eingesetzt werden kann.

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/airlines/air-transat-streicht-alle-usa-strecken/n9t73zt

Na dann kitzelt der verrückte aus dem Weißen Haus ja bald wieder neue Zölle gegen Kanada auf seine Kreidetafel und rudert spätestens 14 Tage danach wieder zurück.

 

Air Transat macht es genau richtig. Die Kanadier sind mir eh lieber wenn sie in Zukunft in Europa Urlaub machen.

40% der Kanadier sind übrigens stand jetzt dafür, dass Kanada der EU beitreten sollte. 
Air Transat ist für seine Flexibilität bekannt, erschließt Märkte für ihre Kunden da, wo die Kunden hin wollen. Sorgen mache ich mir mit dem Rückzug aus dem US-Markt nicht um Air Transat. Die finden sicher schnell neue Märkte.

Geschrieben (bearbeitet)

Mal wieder ein Sinnbild für die (gefühlt nicht endende) P&W Misere:

Spirit Airlines hat zwei wirklich extrem junge A320neo zum Ausschlachten an einen Teilehändler verkauft. Es handelt sich um die MSN 10769 mit Baujahr 2021 und die MSN 10921 mit Baujahr 2022. Beide mit P&W Motoren. Die Flugzeuge sollen in Goodyear zerlegt werden und sind die bislang mit Abstand jüngsten A320neo, die zum Teileverwerter gehen. Schade drum.
 

Quelle:

https://www.aero.de/news-51876/Fast-neue-Airbus-A320neo-werden-ausgeschlachtet.html

 

Selbst wenn der Preis für diese (fast neuen) Frames durch das Spirit Chapter11 Verfahren vergleichsweise günstig gewesen sein sollte: Dass sich sowas für die Teileverwerter überhaupt rechnet demonstriert ganz gut, wie abstrus die Preise & Verfügbarkeit für Ersatzteile (grade im P&W Motorenbereich) durch die Decke gegangen sein müssen und wie wenig P&W die Lage nach wie vor im Griff hat. Nachdem sich das jetzt schon Jahre zieht und die Motoren nach wie vor nur eine verkürzte Lebensdauer haben kann ich mir ehrlich gesagt unter Einbezug aller Kompensationszahlungen und wirtschaftlichen Schäden kaum vorstellen, dass P&W mit dieser (Fehl-)Entwicklung noch irgendwie in die schwarzen Zahlen kommen wird. 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 38 Minuten schrieb Avroliner100:

wie abstrus die Preise & Verfügbarkeit für Ersatzteile (grade im P&W Motorenbereich) durch die Decke gegangen sein müssen

Frag dich mal, wieso die knapp 100 Flieger seit Monaten gestored rumstehen. Weil sie niemand mit PW Engines haben will. Hätten sie Leap wären sie längst weg. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Stunden schrieb Starliner:

Frag dich mal, wieso die knapp 100 Flieger seit Monaten gestored rumstehen. Weil sie niemand mit PW Engines haben will. Hätten sie Leap wären sie längst weg. 


Passend dazu geht auch Airbus mittlerweile hart mit P&W ins Gericht: Airbus ringt um Planungssicherheit und wird seine Lieferziele für die A320Neo Serie in 2026 und 2027 möglicherweise nicht erfüllen können, da P&W kaum mehr in der Lage ist, neue Motoren zu liefern. 

 

Zitat

«Pratt & Whitney möchte einen Großteil seiner Mittel, seines Materials und seiner Triebwerke für die Unterstützung der Flotte bereitstellen», sagte Faury. Airbus sei mit dieser Priorisierung «sehr unzufrieden» und «nicht einverstanden». Der Triebwerksbauer müsse seine Verpflichtungen für aktive und für neu gebaute Flugzeuge erfüllen, so der Airbus-Chef.


P&W möchte sich hingegen erst mal darauf fokussieren, „wenigstens“ die am Boden stehenden Flieger wieder in die Luft zu bekommen - und scheitert schon daran.
 

Zitat

Der Triebwerksbauer habe darauf verwiesen, dass die Zahl der aktiven Flugzeuge, die bei Fluggesellschaften am Boden bleiben müssten, nicht so stark gesunken sei wie geplant und erwartet.


Damit wird es für P&W noch ungemütlicher, denn man kämpft zunehmend an zwei Fronten: Einerseits die unzufriedenen Airline Kunden mit ihren AOGs, Klagen und Kompensationen. Andererseits will auch Airbus nun den Rechtsweg gegen P&W gehen:

 

Zitat

Der Airbus-Chef sagte, dass der Triebwerkshersteller seine vertraglichen Verpflichtungen derzeit nicht erfülle. «Wir wollen unsere vertraglichen Rechte durchsetzen», so Faury. Daher habe man «einen Prozess gemäß den vertraglichen Anforderungen für Streitfälle eingeleitet». 

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/flugzeuge/airbus-ist-nicht-einverstanden-mit-den-prioritaeten-von-pratt-und-whitney/khddphs
 

Bearbeitet von Avroliner100
  • 1 Monat später...
  • 3 Wochen später...
Geschrieben

United Airlines (oder zumindest CEO Scott Kirby) denkt offenbar an einen Zusammenschluss mit American Airlines.

Zitat

American Airlines und United Airlines mischten 2025 mit 181,0 Millionen und 223,5 Millionen Passagieren unter international tätigen Flugkonzernen ganze vorne mit - nun steht eine Fusion der Schwergewichte im Raum.
Zumindest habe United-Vorstandschef Scott Kirby diese Idee Ende Februar bei US-Präsident Donald Trump platziert, meldet "Bloomberg" unter Berufung auf Kreise.

https://www.aero.de/news-52339/United-Airlines-denkt-Fusion-mit-American-Airlines-an.html

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wettbewerbsbehörden einen Zusammenschluss genehmigen würden.

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Emanuel Franceso:

United Airlines (oder zumindest CEO Scott Kirby) denkt offenbar an einen Zusammenschluss mit American Airlines.

https://www.aero.de/news-52339/United-Airlines-denkt-Fusion-mit-American-Airlines-an.html

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wettbewerbsbehörden einen Zusammenschluss genehmigen würden.

Und Chicago würde Dallas als größten Hub der beiden Airlines ablösen.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Emanuel Franceso:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wettbewerbsbehörden einen Zusammenschluss genehmigen würden.

Vielleicht wäre aber eine gewisse Person stolz darauf den "greatest merger ever" organisiert zu haben.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 45 Minuten schrieb BWE320:

Vielleicht wäre aber eine gewisse Person stolz darauf den "greatest merger ever" organisiert zu haben.

Sobald er im November die Mehrheit im Senat und Kongress verliert, wird er nichts mehr durchbekommen. Ein Zusammenschluss bei der Größe dauert mindestens ein Jahrzehnt. Gut möglich, dass diese gewisse Person das gar nicht mehr miterlebt. 

Bearbeitet von speedman
Schreibfehler - Text besser lesbar gemacht
Geschrieben

kann mir auch nicht vorstellen, dass die Kartellbehörden außerhalb der USA zustimmen. Damit würden 2 der 3 größten Airlines der Welt fusionieren und es auf vielen Märkten ein Monopol bzw zumindest ein Oligopol geben

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb JSQMYL3rV:

Damit würden 2 der 3 größten Airlines der Welt fusionieren und es auf vielen Märkten ein Monopol bzw zumindest ein Oligopol geben

Würde es wirklich einen Unterschied außerhalb Nordamerikas machen? Mal etwas vereinfacht betrachtet, sowohl United als auch American fliegen z.B. nach Frankfurt. Wenn beide unter einem Dach firmieren würden, aber die selbe Frequenz aufrecht halten, sind doch immer noch gleich viele Flieger im Einsatz.

Und höhere Preise wären auch kaum durchsetzbar, weil die durchaus vorhandene Konkurrenz doch sofort darauf anspringen würde.

Natürlich könnten sie die Frequenz erhöhen, aber da auch zwei so große Fluggesellschaften nicht einfach Flugzeuge aus dem Ärmel schütteln können, müsste irgendwo anders dafür reduziert werden.

 

Nischen mag es bestimmt geben, aber im großen Maßstab funktioniert der Wettbewerb doch recht gut. Aus europäischer oder indischer oder chinesischer Sicht, sollte es doch fast egal sein, ob man gegen United und American oder gegen United American anfliegt. Kleinstaaten hätten vermutlich verloren, aber deren Kartellbehörden sind auch nicht gerade weltweit mit Beachtung gesegnet.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb abdul099:

Würde es wirklich einen Unterschied außerhalb Nordamerikas machen? Mal etwas vereinfacht betrachtet, sowohl United als auch American fliegen z.B. nach Frankfurt. Wenn beide unter einem Dach firmieren würden, aber die selbe Frequenz aufrecht halten, sind doch immer noch gleich viele Flieger im Einsatz.

Die Stärke von ausländischen Airlines wird ja sogar genau als ein Grund genannt, der für den Merger spricht. Auch wenn die EU das sicher anders sehen würde…
Bis auf Chicago und teilweise LAX sind die jeweiligen Hubs ja doch recht gut verteilt, die müsste man dann entsprechend runterfahren. Delta oder Alaska würden da bestimmt nicht Nein zu sagen, einen weiteren Hub von wahlweise AA oder UA zu übernehmen. Gerade Alaska könnte in der aktuellen Expansions-Phase durchaus davon profitieren, womöglich recht günstig an weitere Flieger + Crews + einen internationalen Hub zu kommen. Dadurch hätte man dann vielleicht sogar einen neuen „US3“, wenn AA rausfällt. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Starliner:

Bis auf Chicago und teilweise LAX sind die jeweiligen Hubs ja doch recht gut verteilt, die müsste man dann entsprechend runterfahren.

Washington nicht zu vergessen: American Airlines ist Marktführer am Reagan Airport und United Airlines ist Marktführer am Dulles Airport.

Und dann: Braucht es wirklich 2 Hubs in Texas (Dallas/Fort Worth und Houston) oder reicht vllt. doch einer der beiden? Und was ist mit der Ostküste: Braucht es Hubs in New York (Newark, La Guardia und JFK), Philadelphia und Washington? Oder ist vllt. doch einer davon abkömmlich.

Was passiert mit der Allianz Zugehörigkeit: One World oder Star Alliance oder gar keine? Das Gleiche bei den Joint Ventures: American Airlines in die Joint Ventures von United Airlines oder umgekehrt? Oder steigen beide aus ihren Joint Ventures aus? 

 

Man muss auch bedenken: Scott Kirby (CEO von United Airlines) hat eine Vergangenheit bei American Airlines. Er war dort Präsident und ging 2016 zu United Airlines u.a. auch deshalb, weil er bei American Airlines nicht CEO wurde. 

Geschrieben

La Guardia ist aber aus meiner Sicht kein Hub, weil der Umsteigeranteil zu vernachlässigen ist. 

Überall wo die Einwohnerzahl sehr hoch ist, wird es mehr als einen Hub brauchen, z. B. LAX und SFO.

Im Osten könnte man wohl am einfachsten auf PHL verzichten. Washington als Hauptstadt wird sicherlich nicht aufgegeben werden. Im Vergleich zu Europa sind es in Amerika ja sowieso nicht so viele Hubs, oder spielen wie ATL, DTW und MSP als DL-Drehkreuze in dieser Betrachtung keine Rolle. Spannend würde es nur in New York werden, könnte aber ähnlich wie in London aufgeteilt werden nach Zielgebieten.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb abdul099:

Mal etwas vereinfacht betrachtet, sowohl United als auch American fliegen z.B. nach Frankfurt. Wenn beide unter einem Dach firmieren würden, aber die selbe Frequenz aufrecht halten, sind doch immer noch gleich viele Flieger im Einsatz.

Und höhere Preise wären auch kaum durchsetzbar, weil die durchaus vorhandene Konkurrenz doch sofort darauf anspringen würde.

wie viel Konkurrenz hat es dann noch? Durch das JV wäre dann sicher ein sehr hoher Anteil (ich sage einfach mal ohne Beweise >80%) der Nordamerika Direktflüge in einer Hand. Der Anteil ist jetzt schon sehr hoch und künftig hätte man nur noch Condor und Delta als Konkurrenz. Die werden preislich aber nicht dagenhalten können (Condor)/wollen (Delta)

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb JSQMYL3rV:

wie viel Konkurrenz hat es dann noch? Durch das JV wäre dann sicher ein sehr hoher Anteil (ich sage einfach mal ohne Beweise >80%) der Nordamerika Direktflüge in einer Hand.

Das ist durchaus ein Argument. Anderseits dürfte der Großteil der Passagiere Frankfurt nur als Wegpunkt nutzen und nicht originär aus der Region kommen. Und mit steigenden Preisen für Direktflüge wären Umsteigeverbindungen dann attraktiver, womit wir zu IAG und AF/KLM als großen Konkurrenten kommen. Plus diverse Kleinere (Finnair oder Icelandair z.B.).

Aber klar, dass jemand ins Gras beißen müsste und eben Direktflüge teurer werden dürfte sehr wahrscheinlich sein, solange nicht die Kartellbehörden passende Auflagen machen.

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb JSQMYL3rV:

Durch das JV wäre dann sicher ein sehr hoher Anteil (ich sage einfach mal ohne Beweise >80%) der Nordamerika Direktflüge in einer Hand.

Naja, die IAG existiert auch noch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach einem potenziellen Merger LH einen Feed ins BA- und Iberia-Netz respektieren würde und vice versa.

Geschrieben (bearbeitet)

Sollte es dazukommen, was ich nicht hoffe, wird es die Allianzen sprengen.

 

Eine Alaska würde mindestens 10 Jahre brauchen um eine AA in der OneWorld zu ersetzen.

 

Diese neue Airline würde einen Status erhalten, wie so manche Banken, too Big to fail. Ist es das was man möchte?!

Bearbeitet von MatzeYYZ
Geschrieben

Ggf müsste die neue "United American" auch aus dem Nordatlantik JV (Was dann das Ende des JVs wäre?) raus... Das wiederum würde ja eher - zumindest hier - für mehr Konkurrenz sorgen... 

Geschrieben

Hätte das was geändert? Würde es Jetblue jetzt besser gehen?

 

Die Argumente sind die selben in jeder Konsolidierungswelle und vielleicht ist die Antwort, wenn der Markt angeblich nicht groß genug für acht, dann fünf und jetzt drei, dann irgendwann zwei Legacy-, bzw. Low-Frill- Fluggesellschaften ist, das der Markt kaputt ist und nicht die Geschäftsmodelle der Fluggesellschaften. Dann müsste man überlegen, wie man den Markt neu gestalten kann. 

 

Wo wir wieder bei meinen Lieblingsthemen sind: die Interkontinental-JV und die Vergabe von Slots an den wirtschaftstarken Standorten sind. 

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