linie32 Geschrieben 2. September 2010 Melden Geschrieben 2. September 2010 @shamu, dein Gedankengang ist nicht abstrus, sondern ganz gut vergleichbar. In deinem Supermarkt Beispiel hast du zwei unabhängige Güter, die du kaufst. Die Steuerbelastung kann daher problemlos unabhängig voneinander berechnet werden, da du ja auch einfach zweimal einkaufen gehen könntest. Bei den Flügen ist das anders. Du kaufst ja rechtlich nicht zwei Flüge, sondern den Transport von A nach B (über C). Das ist das gleiche, wie wenn die Würstchen noch eine Plastikgabel inklusive hätten. Da wird dir ein Produkt (Wurst mit Gabel) ja auch nicht auseinandergedrösselt, und auf den anteiligen Würstchenwarenwert 7 Prozent und auf den Gabelwarenwert 19 Prozent berechnet.
aaspere Geschrieben 2. September 2010 Melden Geschrieben 2. September 2010 Man braucht gar kein so witziges Beispiel wie Würstchen mit Gabel zu nehmen. Wenn Du ein Paket Cornflakes kaufst, dann bezahlst Du an der Kasse zum einen den Inhalt der Packung (incl. 7%) und den Packungskarton (19%). die Finanzverwaltung argumentiert jetzt: der Wert der Cornflakes ist wesentlich höher als die Verpackung. Also wird das Gesamtprodukt, bestehend aus Cornflakes und Verpackung mit 7% beaufschlagt. Der Hersteller (Kellogg) kauft das Rohmateriel für die Herstellung der Cornflakes mit 7% Vorsteuer ein. Die Verpackung wird aber mit 19% Vorsteuer eingekauft. Macht aber nichts, insgesamt sind es für den Verbraucher dann doch nur 7%. Es ist nicht alles logisch, was das Steuerrecht bietet, aber nicht so schlecht wie sein Ruf. Es wird sich aber zeigen, ob die Luftverkehrsunternehmen neue, kreative Produkte anbieten, um die Preisdifferenz zu umgehen. Etwas gesponnen wäre z.B., die Buchungsmöglichkeit A-B und B-C in getrennten Verträgen anzubieten, wobei B-C bei vorheriger Buchung von A-B rabattiert wird und besondere Konditionen genießt (z.B. Umsteigen bei Verspätung von A-B etc...) So etwas kann ich mir auch vorstellen. Die Marketingfritzen haben jetzt ihre große Stunde.
lukifly Geschrieben 2. September 2010 Melden Geschrieben 2. September 2010 Auch ich habe leichte Verständnisprobleme. Kostet CDG-FRA-BKK die Steuer, weil es auch einen Direktflug CDG-BKK gibt?
shamu Geschrieben 2. September 2010 Melden Geschrieben 2. September 2010 Alle Unklarheiten beseitigt, ich hab's kapiert =) Ich glaube aber auch, dass sich die Airlines sehr schnell was einfallen lassen. Vielleicht wird einfach die Umsteigeverbindung als zwei Bestellungen ausgewiesen. Statt A-C (via B ) gibts dann automatisch B-C zum Normalpreis, eine weitere Rechnung mit A-B als Zubringertarif zum Schnäppchenpreis plus eine Umsteigegarantie. Wer hätte gedacht, dass eine Umsteigeverbindung auf einem Ticket mal zum Nachteil wird. Airlines wie BA, Airfrance oder KLM wären doof wenn sie diesen extremen Vorteil nicht für sich nutzen würden.
aaspere Geschrieben 2. September 2010 Melden Geschrieben 2. September 2010 Auch ich habe leichte Verständnisprobleme. Kostet CDG-FRA-BKK die Steuer, weil es auch einen Direktflug CDG-BKK gibt? Dem Manne kann geholfen werden. Das könnte sich der Bundesfinanzminister wohl wünschen, aber keine Chance. Der Präsident der Republik würde dann sagen: "Warum marschiert Ihr Deutschen dann nicht gleich wieder ein, da habt Ihr doch Übung. Aber bleibt dann bitte nicht so lange, wie beim letzten Mal."
jensbert Geschrieben 3. September 2010 Melden Geschrieben 3. September 2010 Also für mich nochmal zur Klarstellung. Ein Europaflug LYS-FRA-HAJ-MUC-LYS würde 8,-- EUR kosten, weil der Rückflug in HAJ beginnt. Ein Europaflug HAJ-MUC-LYS-FRA-HAJ würde auch 8,-- EUR kosten, weil der Hinflug in HAJ beginnt. Ein Flug BSL-FRA-JFK-FRA-BSL würde als Umsteigeverbindung nichts kosten? Jetzt zugegeben zugespitzt, wenn der Feederflug gecancelt ist und ich mit der Bahn nach FRA gebracht werde um dort zu starten. Kurz um jeder der seinen Anfangs- oder Wendepunkt in D hat ist der angeschmierte. Es spielt keine Rolle ob ich LEJ-FRA-JFK oder LEJ-CDG-JFK fliege. Bloss gut, dass meine Homeport BSL ist. Vielen Dank und liebe Grüsse
aaspere Geschrieben 3. September 2010 Melden Geschrieben 3. September 2010 Also für mich nochmal zur Klarstellung. Ein Europaflug LYS-FRA-HAJ-MUC-LYS würde 8,-- EUR kosten, weil der Rückflug in HAJ beginnt. Ein Europaflug HAJ-MUC-LYS-FRA-HAJ würde auch 8,-- EUR kosten, weil der Hinflug in HAJ beginnt. Ein Flug BSL-FRA-JFK-FRA-BSL würde als Umsteigeverbindung nichts kosten? Jetzt zugegeben zugespitzt, wenn der Feederflug gecancelt ist und ich mit der Bahn nach FRA gebracht werde um dort zu starten. Kurz um jeder der seinen Anfangs- oder Wendepunkt in D hat ist der angeschmierte. Es spielt keine Rolle ob ich LEJ-FRA-JFK oder LEJ-CDG-JFK fliege. Bloss gut, dass meine Homeport BSL ist. Vielen Dank und liebe Grüsse Du hast das völlig zutreffend bei Deinen Beispielen dargestellt. Auch wenn Deine Buchung LYS-FRA-HAJ-MUC-LYS ein Rechtsvorgang ist, sind es zwei getrennte Flüge. Da übrigens ist der Gesetzentwurf unlogisch, weil er sonst immer auf die Anzahl der Rechtsvorgänge abhebt, in diesem Fall aber nicht. Der Hinflug nach HAJ kostet nix, weil er auf einem ausländischen Flughafen begonnen und via FRA nach HAJ ging. Der Rückflug aber wird in HAJ angetreten, einem inländischen Flughafen, und unterliegt damit der Steuer. Beim Beispiel Lyon ist da ja noch einfach, da alles in Euro bezahlt wird. Was aber passiert, wenn jemand in China eine Reise nach HAJ via FRA und zurück ebenso bucht und bezahlt. Dann muß das Reisebüro in Peking die 45 Euro in Yuan umrechnen, bzw. Air China bei seiner Buchungsseite dies berücksichtigen. Na dann viel Spaß. Wenn in Deinem Beispiel oben BSL-FRA-JFK-FRA-BSL der Feederflug gestrichen wird, und Du per Bahn nach FRA geschafft wirst, dann dürfte das so behandelt werden, als ob der Flug BSL-FRA dennoch stattgefunden habe. Das ist jetzt aber nur eine Vermutung von mir, die sich aus der Logik des Geschehens ergibt. Mann, Mann, wir machen schon was mit. Und das Rheinische Grundgesetz hilft da auch nicht weiter.
monsterl Geschrieben 3. September 2010 Melden Geschrieben 3. September 2010 Ich bin mal gespannt, wie Luxair reagieren wird: Ich gehe davon aus, dass LG ihre Zwischenstops in Saarbrücken streicht und dann wieder wie gewohnt LUX-TXL-LUX / LUX-HAM-LUX fliegen wird.
aaspere Geschrieben 4. September 2010 Melden Geschrieben 4. September 2010 Ich bin mal gespannt, wie Luxair reagieren wird: Ich gehe davon aus, dass LG ihre Zwischenstops in Saarbrücken streicht und dann wieder wie gewohnt LUX-TXL-LUX / LUX-HAM-LUX fliegen wird. Warum sollten sie das? Entscheidend sind doch der Abflughafen und der Zielflughafen des Passagiers. Der Passagier, der von Hamburg nach Saarbrücken und zurück will, zahlt 16 Euro. Wenn er aber nach Luxemburg und zurück will, dann zahlt er insgesamt 8 Euro. Ob der Flieger eine Zwischenlandung in Saarbrücken macht oder nicht, ist dafür nicht entscheidend. Viel interessanter ist die Frage, ob Luxair jetzt nicht einen eigenen Billigflieger gründet, der von Luxemburg aus Ryanair in Hahn das Wasser abgraben könnte. Die müssen es nur ganzn streng nach FR-Modell machen und nicht wie seinerzeit BA und KL mit ihren erfolglosen Billigtöchtern. Aus logischen Gründen kopiere ich hier hinein einen Beitrag, den ich soeben im Ryanair-Fred gepostet habe. Er gehört aber eben auch hier hinein. Wegen der Idee mit der Mehrwertsteuer habe ich heute mit einem Bundestagsabgeordneten der FDP gesprochen, von dem ich wußte, daß er gegen die Flugverkehrssteuer ist. Er sagte, daß das Rennen gelaufen sei, man also in der Koalition im Moment nicht mehr dran drehen würde. Im Bundestag würde nach seiner Einschätzung das ganze Paket (besteht ja nicht nur aus der Flugverkehrssteuer) abgesegnet werden. Hinsichtlich Bundesrat wollte er keine Prognose abgeben, war also da schon vorsichtiger. Auf meine Frage, was denn die Mehrwertsteuersenkung in der Hotellerie gebracht habe, sagte er, daß teilweise die Hotels die Preise in bestimmten Regionen gesenkt hätten, andere hätten Investitionen getätigt oder würde solche noch machen. Also, das zurückzudrehen sei aus seiner Sicht nicht ratsam. Ja, eine Klage wegen der Verfassungsfrage könnte noch was bringen, aber wohl eher nicht kurzfristig. Meinen Hinweis auf ein Eilverfahren nahm er kommentarlos zur Kenntnis, schloß es aber offensichtlich auch nicht aus. Auf meine Frage hinsichtlich der Alternative einer Mehrwertsteuererhöhung winkte er ab. Das wäre mit der FDP nicht zu machen. Er fand meinen Gedanken zwar nicht unlogisch, aber die FDP scheut wohl eine Mehrwertsteuererhöhung wie der Teufel das Weihwasser (das ist jetzt meine Wortwahl). Also, stellt Euch ein auf die höheren Flugpreise.
jb1991 Geschrieben 4. September 2010 Melden Geschrieben 4. September 2010 Nachdem Lufthansa jetzt die Luftverkehrsabgabe unter dem Punkt "Andere Steuer/Gebühr" eingearbeitet hat scheinen bei einem Langstreckenflug mit zubringer die Strecken nun doch irgendwie einzeln besteuert zu werden. So zeigt mir dieser bspw. für eine Buchung DRS-MUC-PEK/SIN-MUC-DRS 53 EUR dieser Gebühren an und bei innerdeutschen Verbindungen 19,04€ wegen der Mwst. :angry: Ganz nebenbei hat es LH auch gleich dazu genutzt die Preise zu erhöhen - DRS-FRA-DRS ab 1.1.11 günstigstens 147€ statt bisher 99€ - eine schöne Preissteigerung um 50 %
aaspere Geschrieben 4. September 2010 Melden Geschrieben 4. September 2010 Nachdem Lufthansa jetzt die Luftverkehrsabgabe unter dem Punkt "Andere Steuer/Gebühr" eingearbeitet hat scheinen bei einem Langstreckenflug mit zubringer die Strecken nun doch irgendwie einzeln besteuert zu werden. So zeigt mir dieser bspw. für eine Buchung DRS-MUC-PEK/SIN-MUC-DRS 53 EUR dieser Gebühren an und bei innerdeutschen Verbindungen 19,04€ wegen der Mwst. :angry: Ganz nebenbei hat es LH auch gleich dazu genutzt die Preise zu erhöhen - DRS-FRA-DRS ab 1.1.11 günstigstens 147€ statt bisher 99€ - eine schöne Preissteigerung um 50 % Die Angabe von 53 Euro (=45 Euro für den Hinflug + 8 Euro offensichtlich für den Rückfluganteil von MUC nach DRS) ist effektiv falsch berechnet. Ich habe eine Probebuchung von BRE nach LAX für den Januar 2011 durchgeführt und komme zum selben Ergebnis: + 53 Euro. Da hat offensichtlich jemand bei LH das ganze System nicht verstanden. Das wird aber sicher noch korrigiert, denke ich. EDIT: Bei einer weiteren Probebuchung für den Januar von Frankfurt nach Rom und zurück wurde die Steuer korrekt mit 8 Euro angegeben.
Snappy Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Auch für sowas wie PAD-MUC-FCO-MUC-PAD werden 16 Euro berechnet. Für einen Oneway PAD-MUC-FRA-HOQ sind es 19,04 Euro.
monsterl Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Gehen wir von folgendem Szenario aus: Es kommt zu keiner Luftverkehrsabgabe. Refundiert Lufthansa die bereits heute in Rechnung gestellten Abgaben? :lol: Im Zuge der Abgabe werde ich verstärkt ab ausländischen (mir noch in der Statistik fehlenden) Airports wie Metz, Strassbourg, Maastricht, Liege, Lille, Antwerpen, Rotterdam, Eindhoven und Co im nächsten Jahr zurückgreifen. Passt perfekt. :lol:
Micha Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Wenn die Abgabe gekippt wird, werden LH und Co. dies zurück erstatten müssen, auf der Rechnung läuft dies ja unter Gebühren und Steuern, nicht als eigendlicher Flugpreis.
tbal Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Ich bin mal gespannt, wie Luxair reagieren wird: Ich gehe davon aus, dass LG ihre Zwischenstops in Saarbrücken streicht und dann wieder wie gewohnt LUX-TXL-LUX / LUX-HAM-LUX fliegen wird. Was LG ex SCN angeht, habe ich da mal wenig bis keine Bedenken. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: die Ziele, die LG ab SCN domestic nonstop anbietet (HAM/TXL/MUC), haben eine günstigere Tarifstruktur als die Abflüge ex LUX. Beispiel: für einen Flug LUX-TXL (geroutet via SCN) kostet der Full Fare Business 889,25 EUR. Wenn man aber nur die Legs SCN-TXL-SCN fliegt, kostet der Spaß 691,93 EUR (inkl. MwSt). Unter Hinzurechnung von insgesamt 16 EUR Schäubletax kämen wir auf 707,93 EUR, also noch gut 180 EUR billiger als der Flug ex LUX ohne Schäubletax. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Unternehmen oder Freiberufler die mit dem Ticket gezahlte MwSt i.H.v. 19% steuerlich geltend machen können (Vorsteuer), ergibt sich bei dem überwiegenden Teil der Klientel, die ex SCN mit Luxair fliegt, keine Veranlassung, die Reise in LUX zu beginnen. Das wäre überdies auch ein mehrfacher Zeitnachteil (1. Fahrt nach LUX, 2. Flug dauert ex LUX länger, da via SCN) Generell halte ich von dieser Steuer jedoch nichts. Zwar gehört das Klappern und Ausmalen von Horrorszenarien in jeder Branche, der Belastungen drohen, zum Geschäft. Trotzdem hätte es sicherlich andere Möglichkeiten zur Refinanzierung gegeben. Für Ryanair ist es natürlich ganz besonders unangenehm, da ein Ticket plötzlich mindestens mal 8,01 EUR bzw. 14,01 EUR oneway kostet. Interessant ist ein Abflug aus dem benachbarten Ausland bei Kurzstrecken nur für diejenigen, die in Grenznähe wohnen, da ansonsten die Ersparnis durch die Kosten für die Anreise wieder aufgehoben werden . Bei Langstrecken kommt es auf den Airport an. Ab den allermeisten grenznahen Flughäfen im Ausland kann man mit Star via FRA/VIE/ZRH/CPH/WAW losdüsen. Zum Teil bieten sich auch Umstiege mit Sky und One an. In LUX hat man die Qual der Wahl aufgrund vielfältigem Codeshare. Angebunden ist LUX an alle Allianzen(AF by LG nach CDG, KL nach AMS, LH by LG nach FRA/MUC, BA nach LGW). Ein aktueller Vergleich im Januar nach JFK: ex FRA 440 EUR mit AA, ex LUX 430 EUR mit AA od. DL, ex BSL 367 EUR mit AA, ex SZG 480 EUR mit BA, Mileage Credit bei AA 100%, bei BA 25%. Ein R&F Ticket kostet ~ 50 EUR/RT in der 2.Klasse egal ob nach FRA oder BSL. In diesem Fall wäre BSL günstiger, da man mit AA sowieso umsteigen muss (entweder in LHR oder ORD) Insgesamt dürfte aber der Rauch um die Zusatzabgabe irgendwann verflogen sein, da ein Gewöhnungseffekt eintritt. Wenn nicht, muss sie wieder abgeschafft werden. Warnende Beispiele aus den Nachbarländern gibt es ja. Dies zeigt aber auch die Ratlosigkeit der Regierung, die sich nicht mehr anders zu helfen weiß. Touristik ist zum überwiegenden Teil wohl ein arg preissensibles Geschäft. Die Vollzahler, die auf Firmenkosten jetten, dürften sich weniger dafür interessieren, da die Abgabe im Vergleich zum Ticketpreis verschwindend gering ist. Selbst AB wird, vermute ich mal, weniger stark darunter leiden. Die Einstiegspreise wurden dort zuletzt auf EUR 39 angehoben. War das ein Vorgriff? Zudem scheint der klassische AB Gelegenheitsflieger zwar preisbewußt zu sein, aber mit der grds. Bereitschaft, einen die Leistung widerspiegelnden Preis zu zahlen. Dies scheint auch bei 4U so zu sein. Es hilft alles nichts. Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten.
Andy Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Frankreich hat ja seit 2006 so ne Abgabe: http://news.lindeonline.at/archives/2279-A...Frankreich.html Wie sind dort die Effekte?
PHIRAOS Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Keine Ahnung, aber komm bloß nicht mit positiven Beispielen. Dann fühlt sich Schäuble noch bestätigt. Warum muss jetzt eine bestimmte Ziegruppe (in diesem Fall die Flugreisenden) die ...karte ziehen? Warum kann man nicht die Schiffreisenden zur Kasse bitten? Warum kann man nicht ein Autobahnmaut auch für PKW einführen? Natürlich würden die "Betroffenen" immer am lautesten meckern, so wie wir jetzt und auch wird man sich an die gestiegenen Flugticketpreise gewöhnen, aber ich finde es schlicht und einfach als ungleiche Behandlung wenn jetzt nur eine Branche darunter leiden muss. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass eine Mehrwertsteuererhöhung wesentlich effektiver gewesen wäre. Aspeere hat das ja auch recht gut mit Zahlen belegt und wenn man jetzt mal von 1% Steigerung ausgeht, dürfte das uns nicht sooo arg belasten, schließlich ist wegen der letzten Anhebung von 16% auf 19% auch bislang keiner gestorben. Klar von etwas teureren Flugpreisen wird soo schnell auch keiner sterben, aber hier besteht doch die Gefahr, dass Leute nun wegen des teureren Preises auf Flüge verzichten. --> die zahlen somit keine Luftverkehrssteuer ---> Herr Schäuble bekommt nix.----> Erfolg bleibt aus. Eine Mehrwertsteuer fällt nun bei allen ausgaben des täglichen Lebens an, ein Einnahmeninstrument des Staates welches sowieso da ist und was man als Normalmensch nicht so ohne weiteres umgehen kann. Zwar würde es dadurch für uns auch "teurer" werden, aber ich könnte damit besser leben wenn ich weiß, dass alle, aber wirklich alle an der deutschen Haushaltssanierung beteiligt werden und nicht jetzt mal die Flugreisenden zur Kasse gebeten werden, in zwei Jahren fällt denen dann wieder eine andere Abgabe ein, die man erheben kann. Aber das Flugzeug scheint schon abgehoben zu sein und wir werden uns auf höhere Flugpreise einstellen müssen.
CarstenS Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Ohne die Luftvergehrsabgabe jetzt gut heissen zu wollen - die Argumentation 'warum nicht auch die anderen Verkehrsträger' zieht nun ehrlich gesagt absolut gar nicht - denn der Luftverkehr ist die Verkehrsgattung die bisher absolut überhaupt nicht besteuert ist - mit Ausnahme der MwSt auf innerdeutschen Flügen. Man kann jetzt die Argumentation bringen - trägt sich auch selbst (Gebühren etc), ohne staatliche Zuschüsse - aber nichts desto trotz gibt es kaum eine Dienstleitung/ Produkt, dass in Deutschland nicht besteuert ist, unabhängig ob nun hintenrum staatlich gefördert oder nicht. Wenn der Staat mehr Geld will (worum es im Kern ja geht), dann ist aus Sicht der anderen durchaus mal der Luftverkehr an der Reihe. Bei aller Liebe sollte man nicht zu sehr den Tunnelblick aufsetzen. Übrigens, wenn es um die Alternative geht - 2 Mrd jährlich (sind das die erwarteten Einkünfte?) einzusparen - das Geschrei der Betroffenen kann ich mir schon vorstellen. Will heißen - irgendwer kriegt den schwarzen Peter - soviel Ehrlichkeit sollte sein. Carsten
PHIRAOS Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Wenn es darum geht den Flugverkehr nun generell zu besteuern, dann sollte meiner Meinung aber auch der Frachtflugverkehr mit einbezogen werden. Wenn Du schon argumentierst, dass der Flugverkehr wegen seiner bisherigen steuerfreiheit nun "auch mal an der Reihe sei", dann aber bitte gänzlich. - oder halt gar nicht. Ich meine diese Abgabe soll 1 Mrd. € jährlich bringen. Die sprichst von Einsparungen. Richtig, genau meine Meinung. Aber unte Einsparungen, Sparpaket verstehe ich die Augabenseite zu verringern. Der dt. Staat spart aber eher durch Erhöhung der Einnahmen, welche eine Erhöhung der Ausgaben der Bevolkerung bedeutet. Ich könnte jetzt einige Millionengräber nennen, an denen der dt. Staat deutlich was einsparen könnte, aber ich will mir keinen wegen Diskriminierung einfangen.
CarstenS Geschrieben 5. September 2010 Melden Geschrieben 5. September 2010 Ich meine diese Abgabe soll 1 Mrd. € jährlich bringen. Die sprichst von Einsparungen. Richtig, genau meine Meinung. Aber unte Einsparungen, Sparpaket verstehe ich die Augabenseite zu verringern. Der dt. Staat spart aber eher durch Erhöhung der Einnahmen, welche eine Erhöhung der Ausgaben der Bevolkerung bedeutet. Ich könnte jetzt einige Millionengräber nennen, an denen der dt. Staat deutlich was einsparen könnte, aber ich will mir keinen wegen Diskriminierung einfangen. Ich rede auch davon, Ausgaben einzusparen. Nur wie du schon sagst - irgendwenn trifft es (sei es durch Ausgabenkürzungen oder durch Steuerhöhungen), und die Betroffenen schreien auf. Und deren Argumentation, warum gerade sie nicht, ist genauso gut oder schlecht wie im Bereich der Luftfahrt, warum diese verschont werden soll. Carsten
PHIRAOS Geschrieben 6. September 2010 Melden Geschrieben 6. September 2010 Ich rede auch davon, Ausgaben einzusparen. Nur wie du schon sagst - irgendwenn trifft es (sei es durch Ausgabenkürzungen oder durch Steuerhöhungen), und die Betroffenen schreien auf. Und deren Argumentation, warum gerade sie nicht, ist genauso gut oder schlecht wie im Bereich der Luftfahrt, warum diese verschont werden soll. Carsten Dass die betroffenen immer am lautesten schreien, habe ich ja selber auch festgestellt und gerade deshalb fände ich eine Mehrwertsteueranhebung um ein bis zwei Prozent wesentlich effektiver, weil dadurch alle "betroffen" bzw. am Sparprogramm beteiligt wären. So und jetzt dürfen gerne mal 82 Mio. Leute ganz laut schreien.
snooper Geschrieben 6. September 2010 Melden Geschrieben 6. September 2010 Bin mal gespannt, wie lange AirBerlin seine Überseeziele noch ex Berlin anbietet! Schade um die neue MIA Route... 45 Euro FürNichtsSteuer machen sich auf jedem Ticket bemerkbar und wenn man die durch OneStop Flüge über AMS oder CDG vermeiden kann und dann nur noch 8€ zahlt, werden eine Menge Leute das tun! Meine Person eingeschlossen! Pech für LH, AB und DE Aber.. lange wird sich diese FürNichtsSteuer eh nicht halten!
linie32 Geschrieben 6. September 2010 Melden Geschrieben 6. September 2010 Da wäre ich mir nicht so sicher. Man geht 2x volles Risiko, den Anschluss zu verpassen. Gerade wenn ich an den letzten Winter zurückdenke, ist ein Durchgangsticket wohl eher zu empfehlen...
Koelli Geschrieben 6. September 2010 Melden Geschrieben 6. September 2010 Ohne die Luftvergehrsabgabe jetzt gut heissen zu wollen - die Argumentation 'warum nicht auch die anderen Verkehrsträger' zieht nun ehrlich gesagt absolut gar nicht - denn der Luftverkehr ist die Verkehrsgattung die bisher absolut überhaupt nicht besteuert ist Aber es kann nicht sein, dass Passagiere für ein Flugticket einen Aufschlag zahlen müssen, Frachtflugzeuge aber nicht. Es ist schließlich ein und dasselbe Verkehrsmittel! Somit wird hoffentlich allein schon aufgrund dieser Ungleichbehandlung ein juristisches Verfahren eingeleitet werden. Und seltsam: Für den Stuttgart21-Bahnhof gehen massenhaft Leute auf die Straße. Aber eine neue Abgabe in Höhe von bis zu 45 Euro lassen sich die Bürger ohne jeden Protestmarsch gefallen...
aaspere Geschrieben 6. September 2010 Melden Geschrieben 6. September 2010 Lest Euch mal den FAZ Artikel hier http://www.faz.net/s/RubE2FB5CA667054BDEA7...n~Scontent.html durch. Jetzt wird es richtig gediegen. Danach würden auf die 8, bzw. 16 Euro für inländische Flüge noch 19% MwSt. aufgeschlagen. Was ist das denn für ein Blödsinn? Man kann doch nicht auf eine Steuer auch noch MwSt. erheben. Abgesehen davon taucht in dem ganzen Papier, das vom Kabinett Beschlossen wurde weder Umsatzsteuer noch Mehrwertsteuer auf. Drehen die jetzt alle völlig durch?
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