FKB Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 @aib 2h Anstehen an einer Sicherheitskontrolle ist nicht akzeptabel. Nicht in MUC, nicht in Deutschland nicht sonstwo auf der Welt! Wieso erlebe ich das immer nur In Deutschland? In letzter Zeit habe ich nirgendwo länger als 5 Min. gewartet. Grund: Ich meide inzwischen deutsche Flughäfen. 2
AeroSpott Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) vor 16 Minuten schrieb FKB: @aib 2h Anstehen an einer Sicherheitskontrolle ist nicht akzeptabel. Nicht in MUC, nicht in Deutschland nicht sonstwo auf der Welt! Wieso erlebe ich das immer nur In Deutschland? In letzter Zeit habe ich nirgendwo länger als 5 Min. gewartet. Grund: Ich meide inzwischen deutsche Flughäfen. +1. Ich habe in den letzten drei Jahren circa 20 verschiedene europäische Flughäfen erlebt, inkl. chronisch überlasteter Touri-Airports in Griechenland oder Spanien zu Stoßzeiten, und egal wo, ich habe nirgends ansatzweise so lange an der Siko warten müssen, wie es in Deutschland regelmäßig, äh immer, der Fall war, egal ob in Frankfurt, Hannover, Düsseldorf oder München. Selbst mein letzter Versuch in Köln lief trotz Fast-Lane nicht zufriedenstellend, wenn ich dort auch 15 Min anstehe außerhalb der Stoßzeit! Einziger Lichtblick in dem ganzen Chaos war Nürnberg, dort lief es ziemlich gut. Selbst im völligen Trubel in Lissabon nach dem WJT mit 3 Mio. Teilnehmern letztes Jahr (wo es am Checkin chaotisch wurde), haben wir trotz tausender zusätzlicher Passagiere am Flughafen keine 10 Min für die Sicherheitskontrolle gebraucht. Bearbeitet 4. Oktober 2024 von AeroSpott 1
Fluginfo Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor einer Stunde schrieb aib: Deswegen schrieb ich "zumeist". Ausnahmen bestätigen die Regel. Freunde von mir sind gestern MUC-DUS geflogen und brauchten mit Start der Wareschlange "draußen" weniger als 1,5h. Warum ich darauf nichts gebe? Weil es genauso anekdotisch ist wie x Berichte auf Reddit. Die Ausnahme ist aber innerhalb 1 Woche mind. 2x über Stunden vorhanden gewesen. Und der nächste Gau droh am Sonntag. Was ist eigentlich mit den Koffern von Personen die nach Einchecken ihren Flieger nicht bekommen haben.
d@ni!3l Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) Kann diese Erfahrungen nur genauso teilen. Übrigens nicht nur bei der SiKo, sondern auch bei der Gepäckausgabe, die ist auch in Deutschland weltweit verglichen sehr schlecht. Ich hatte neulich einen Chinesen neben mir am Band, der die ganze Zeit ungläubig geguckt hat, mich dann gefragt hat, ob er am richtigem Band steht und es dann immer noch nicht glauben konnte, dass die Koffer nach 30 Min noch nicht da sind in DUS. Und das war nicht zu einer Stoßzeit auf nem Flug mit ggf. 40 Koffern... Aber dafür verdient der Flughafen dann ganz gut, wenn die Abholer auf dem Kurzzeit-Parkplatz plötzlich ne Stunde warten Aber - wie woanders mal gesagt - dafür sind die Flughäfen hier auch fast am teursten, "Qualität" hat ihren Preis, wobei es hier eher Qual-ität ist. Bearbeitet 4. Oktober 2024 von d@ni!3l 2
Fluginfo Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 33 Minuten schrieb FKB: @aib 2h Anstehen an einer Sicherheitskontrolle ist nicht akzeptabel. Nicht in MUC, nicht in Deutschland nicht sonstwo auf der Welt! Wieso erlebe ich das immer nur In Deutschland? In letzter Zeit habe ich nirgendwo länger als 5 Min. gewartet. Grund: Ich meide inzwischen deutsche Flughäfen. Habe ich aber schon mehrfach in Manchester und Gatwick erlebt mit Wartezeiten über 2 Stunden. Scheinbar ist dies häufiger als gedacht ein Problem. Gerade eben schrieb d@ni!3l: Kann diese Erfahrungen nur genauso teilen. Übrigens nicht nur bei der SiKo, sondern auch bei der Gepäckausgabe, die ist auch in Deutschland weltweit verglichen sehr schlecht. Ich hatte neulich einen Chinesen neben mir am Band, der die ganze Zeit ungläubig geguckt hat, mich dann gefragt hat, ob er am richtigem Band steht und es dann immer noch nicht glauben konnte, dass die Koffer nach 30 Min noch nicht da sind in DUS. Und das war nicht zu einer Stoßzeit auf nem Flug mit ggf. 40 Koffern... Damit die Probleme behoben werden können, müsste man die Gebühren mind. 1/3 erhöhen. Bei den mittlerweile höchsten Kosten in Europa ist dies nicht möglich, deshalb ist die Servicequalität an Flughäfen häufig DB-Niveau.
d@ni!3l Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) vor 4 Minuten schrieb Fluginfo: Damit die Probleme behoben werden können, müsste man die Gebühren mind. 1/3 erhöhen. Bei den mittlerweile höchsten Kosten in Europa ist dies nicht möglich Ja stimmt, bei uns muss ja auch die Luftfahrt - da es einfach ist - den Bundeshaushalt retten, wenn es irgendwo knapp wird und den Luftverkehr zu zerstören bzw. (mind.) weniger "sexy" zu machen ist politisch ja auch nicht so ganz ungewollt. Aber wenn die Bahn nicht klappt, Brücken zerfallen oder gesperrt werden müssen usw., wieso sollten auch ausgerechnet Flughäfen funktionieren Bearbeitet 4. Oktober 2024 von d@ni!3l 1
Fluginfo Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Vielleicht ändert sich ja bald was, wenn der grüne Spuk vorbei ist. Es müsste einen Verkehrsgipfel geben und alle Defizite auf den Tisch. Aber es sollte nicht nur Vertreter der Lufthansa, Fraport, FMG dabei teilnehmen, sondern Vertreter alles Flughäfen und Behörden incl. DFS. Auch dort gibt es ja massiv Probleme!
derflo95 Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 11 Minuten schrieb Fluginfo: Vielleicht ändert sich ja bald was, wenn der grüne Spuk vorbei ist. Es müsste einen Verkehrsgipfel geben und alle Defizite auf den Tisch. Aber es sollte nicht nur Vertreter der Lufthansa, Fraport, FMG dabei teilnehmen, sondern Vertreter alles Flughäfen und Behörden incl. DFS. Auch dort gibt es ja massiv Probleme! 1. die Missstände haben ja kaum was mit den Grünen zu tuen, zumal die Verkehrsminister eigentlich immer von der Union oder FDP gestellt waren... 2. welche Probleme bei der DFS meinst du? Ja heute gab es dort technische Probleme, die aber wiederum auch schnell gelöst wurden. (und klar hat das für heute teils noch Nachwirkungen, aber so ist das leider manchmal - aber sicherlich kein Dauerzustand) 4
Flugopa Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 7 Minuten schrieb derflo95: 1. die Missstände haben ja kaum was mit den Grünen zu tuen, zumal die Verkehrsminister eigentlich immer von der Union oder FDP gestellt waren... 2. welche Probleme bei der DFS meinst du? Nun, die Grünen "tuen" ja den Flugverkehr fördern wie sie nur können tuen. Ist klar. -- Sieht man auch an der grünen Familienministerin Paus, wie viel Einfluss sie auf ihre grünen Lieblingsprojekte hat, im Endeffekt null. Personalmangel? Fachkräftemangel? Nachwuchsmangel? Mit "du hast die Rechenaufgabe schon ganz fast richtig gelöst, toll, toll, toll und niemand wird zurückgelassen" kann halt die DFS nichts anfangen.
TobiBER Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Vielleicht mal die Löhne erhöhen - MUC ist vom Lebensunhalt nicht wirklich günstig - Wohnen kosten in der Regel einen 4stelligen Wert - vor allem bei Neubezug. Der MVV hat zu 2025 wieder mal eine saftige Erhöhung angeküdigt - 231,80 Euro kostet das Monatsticket für die Fahrt ins Zentrum (wenn man das D-Ticket nicht nutzen will).
derflo95 Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 7 Minuten schrieb Flugopa: Nun, die Grünen "tuen" ja den Flugverkehr fördern wie sie nur können tuen. Ist klar. -- Sieht man auch an der grünen Familienministerin Paus, wie viel Einfluss sie auf ihre grünen Lieblingsprojekte hat, im Endeffekt null. Ja deshalb ihnen alles in Schuhe schieben - okaaaayyy... Kann man machen, wenn man es sich einfach machen will Ist jetzt auch nicht direkt meine Lieblingspartei, aber das Grünen-Bashing scheint ja grade In zu sein^^ vor 9 Minuten schrieb Flugopa: Personalmangel? Fachkräftemangel? Nachwuchsmangel? Mit "du hast die Rechenaufgabe schon ganz fast richtig gelöst, toll, toll, toll und niemand wird zurückgelassen" kann halt die DFS nichts anfangen. Naja so krass ist es bei uns nicht wirklich. Ja bei 100% sind wir sicherlich nicht, aber auch nicht so knapp besetzt das gar nichts laufen würde - da gibt es ganz andere Nadelöhre... Außerdem kann die Personalplanung nur so gut sein wie die dazugehörigen Verkehrsprognosen aus Brüssel/von Eurocontrol. Wenn dann die Airlines meinen von jetzt auf gleich Kapazitäten rauf-/runterzufahren steht man ganz schnell bei zu viel/zu wenig Personal da - so schnell kann gar nicht nachgeführt werden (dauert halt 2,5 bis 3 Jahre bis son Lotse fertig ausgebildet ist!). Trotz extrem guter Bezahlung und TOP Arbeitsbedingungen muss man um den Nachwuchs kämpfen, wo die Firma schon sehr viel macht: auf Messen, in Zeitungen, Fernsehen, Internet - aber schwierig wenn Jugendliche nur noch Influencer werden wollen, oder XYZ auf Bachelor studieren wollen
Lucky Luke Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor einer Stunde schrieb TobiBER: (wenn man das D-Ticket nicht nutzen will). Ist jetzt Offtopic, aber: Warum genau sollte eigentlich irgendjemand in so einem Use-Case das Deutschland-Ticket nicht nutzen wollen? 4
NCC1701 Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Eben hat eine Pressekonferenz der Geschäftführung der FMG stattgefunden. Ich habe nur teilweise und auch nur mit einem Ohr zugehört. Hauptproblem ist die Personalsituation bei der kleineren Dienstleistern am MUC. Als eine Entlastungsmassnahme (für Sonntag?) sollen die Passagiere von Discover via T1 (nur Siko?) abgefertig werden und nach der Siko per Bus in den gesicherten Bereich von T2 gebracht werden. Erwartete Entlassung ca. 1000 Pax. ...NCC1701
jetstream Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Zumindest macht man sich ja mal Gedanken … 🫣
daxreb Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Also ich kenne mich ja nicht wirklich damit aus wie das ist mit welcher Dienstleister darf am Flughafen arbeiten und welcher nicht, aber da solche Aktionen wie jetzt (unabhängig davon, ob die Schuldzuweisung an die kleineren Dienstleister jetzt tatsächlich richtig ist, oder eher ein Mittel um die Schuld von sich selbst abzuweisen) durchaus den Ruf des Flughafens schädigen denke ich durchaus schon, dass der Flughafen da ein Wörtchen mitzureden hat. Zumindest passiv aka "wenn ihr eure Operations nicht innerhalb von der und der Zeit in den Griff bekommt, dann seid ihr am MUC raus" muss da ja wohl etwas möglich sein. Und ohne Drohungen geht´s hier wohl nicht mehr, da die Verantwortlichen dafür, an welchem Ende auch immer, den Schuss offenbar nicht gehört haben. Aber selbst wenn es hier jetzt besonders um die Wartezeit an der SiKo geht, das ist ja weitaus nicht das einzige Problem. 2022 war ich beruflich recht oft am MUC und reihenweise haben die Airlines ihre Gäste im Flieger auf Außenpositionen 30 Minuten oder noch länger warten lassen müssen, weil kein Bus da war (sofern bis dahin überhaupt die Treppen da waren). Und dann fliege ich zuletzt wieder nach München rein --> Außenposition... und denke mir, die werden in zwei Jahren schon was gemacht haben. Aber auch hier wieder braucht der Bus über 30 Minuten. Wohlgemerkt der erste Bus. Und wenn ich dann einmal nicht mit dem Bus unterwegs bin, dann beginnt (!) die Gepäckausgabe nach über einer Stunde. Es hakt hier gewaltig an allen Ecken und Enden und das mMn nicht nur bei kleinen, sondern auch großen Dienstleistern und auch nicht nur bei denen, sondern auch beim Flughafen selbst. Und da man ja weiter fleißig eigene Töchter an Dienstleister veräußert und sich dadurch zum Teil gänzlich sogar die Möglichkeit nimmt, aktiv einzugreifen (wenn man denn einen Grund dafür sehen WÜRDE), glaube ich langsam aber sicher, dass der Flughafen überhaupt gar keine Änderung WILL... 5
Lucky Luke Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Laut einem Bericht in einem anderen Forum sucht der Flughafen jetzt offenbar unter allen Mitarbeitern händeringend Aushilfen fürs Wochenende. Wenns nicht so traurig wäre, würde ich ja vor Lachen nicht mehr in den Schlaf kommen. Freitagnachmittags fällt einem ein, dass am Wochenende Land unter ist. Was ein Managementversagen. Als Mitarbeiter würde ich da jetzt gemütlich mein Wochenende auf der Wiesn verbringen und den Trottel-Chefs genüsslich dabei zuschauen, wie ihr Laden mit Ansage absäuft. 3
Avroliner100 Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb daxreb: Zumindest passiv aka "wenn ihr eure Operations nicht innerhalb von der und der Zeit in den Griff bekommt, dann seid ihr am MUC raus" muss da ja wohl etwas möglich sein. Die Sicherheitskontrolle in MUC ist eine 100% Tochter des Flughafen Münchens. Aka wird nicht passieren. Dass die Airlines dem Flughafen nicht die richtigen Passagierzahlen genannt haben sollten ist lachhaft. Warum sollten sie? Natürlich bekommt der Airport verlässliche Passagierzahlen, dass ist zu 100% ein Versagen des Flughafens. Wie so oft und auch nicht nur in MUC. vor 5 Stunden schrieb Fluginfo: Damit die Probleme behoben werden können, müsste man die Gebühren mind. 1/3 erhöhen. Die Flughäfen sind so schon teuer genug und mir kann keiner erzählen, dass mit diesen Charges and Fees nichts zu machen sei. Wenn man nicht grade nach LHR oder AMS will, zahlt man selten mehr als hierzulande. Und grade bei den Sicherheitsentgelten frag ich mich sowieso, wo die das Geld verrauchen. Der Sicherheitsbeauftragte casht Spitzenlöhne* (*darüber kann man streiten, aber zum Vergleich: So ziemlich jeder, der sonst am Airport in der Abfertigung tätig ist, hat für deutlich mehr Leistung deutlich weniger auf dem Konto.) im Abfertigungssegment ein, ist grundsätzlich nie im Stress und vor allem nie schuld am Chaos. Das kann’s doch nicht sein. Andere Airports bekommen es auch hin. Und die nehmen kein variables Passagierentgelt von 16€ (Schengen Transit, der Airport muss keinen Finger krümmen, sondern nur ein Dach über dem Kopf bereitstellen) bis 23€ (Non-Schengen, Lokal) pro Kopf. Ja ich weiß, die Sicherheitskontrolle kommt nochmal oben drauf, ist oft für sich alleine im niedrigen einstelligen Euro Bereich. Im Vergleich zur restlichen Abfertigung ist das trotzdem einiges, dort wird in der Regel je nach Dienstleistung im Cent Bereich pro Passagier gerechnet. Und mal im Ernst: Der Airport bekommt mindestens 16€ pro Kopf und da sind sämtliche Gebühren wie Landegebühr, Abfertigung und co noch nicht mal ansatzweise reingerechnet. Da hat noch nicht einer einen Finger gerührt. Das kommt alles noch on top. Diese Gebühr existiert einfach nur dafür, dass der Passagier existiert. Und die Gebühr ist höher, als das, was die Airline im Schnitt unter dem Strich mit dem Ticket verdient. Was zum Henker macht der Airport eigentlich damit? Eine Dienstleistung, die diesen Preis auch nur ansatzweise rechtfertigen würde erbringt er schon mal nicht. Esseiden die Toblerone Pyramide (Stückpreis 7€, jeder Edeka träumt davon), über die jeder im Duty Free stolpert ist so eine Dienstleistung. Mag teilweise überzeichnet klingen, aber es ist teilweise eine Frechheit, was die Airports ihren Kunden (Airlines, die die Passagiere bringen) und Gästen (die grade ihren Bausparvertrag für das Parkhaus aufgelöst haben) bieten und welche Gebühren sie für diese Schlechtleistung aufrufen. Und ja, Corona hat uns alle getroffen. Das ist für Airport und Flugsicherung immer ein guter Grund, mit den Gebühren anzuziehen. Die Airline fragt natürlich keiner, wer das zahlen soll und wofür eigentlich. Wie man auch jetzt gut sieht. Auch bei den Holländern läuft es schlecht … mit AMS und mit den Finanzen. Die Rechnung geht halt nicht auf, wenn der Passagier das nicht zahlt. Das tut er nicht nur bei Lufthansa nicht, das tut er ganz offensichtlich auch bei KLM, Ryanair und dem Aktienkurs nach selbst bei IAG nicht. Im Zweifel fliegt man über den Bosporus oder den Sandkasten, da gibt es viele dieser Probleme nicht. Auch verständlich, der Passagier hat ja auch weniger im Geldbeutel. Am Airport, bei der Flugsicherung, bei der SiKo und auch bei der Regierung (die Haushaltsprobleme lösen muss) juckt das aber natürlich keinen. Wen trifft es dann am Ende wirklich: Den armen Abfertiger, der in seiner Ausschreibung 5 Cent pro Kopf zu teuer war und jetzt den Auftrag verliert. Den Gepäcklader, den Rampi, wen auch immer. Jeder, der eben für die Airline arbeitet. Weil das die einzigen Kosten sind, die man als Airline kontrollieren kann, während alle anderen um einen rum nach freiem Belieben zuschlagen. Disclaimer: Nicht jeder Airport in Deutschland ist so. Es gibt durchaus auch Juwelen, die echt einen guten Job machen. Aber es gibt da schon die ein oder anderen Kandidaten … —— Wer den Ärger nicht nachvollziehen kann, der möge bei seinem nächsten Flugticket mal genauer auf die Zusammensetzung seines Flugpreises schauen und dort feststellen, was er eigentlich mittlerweile anteilig an Abgaben, Fees, Steuern und Gebühren zahlt … und wie viel gemessen daran am tatsächlich verbleibenden Flugpreis tatsächlich „noch übrig bleibt“. Bearbeitet 4. Oktober 2024 von Avroliner100 3
Tschentelmän Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 Aufgrund der langen Wartezeiten verpassten am Donnerstag 750 Passagiere in MUC ihren Flug. https://www.n-tv.de/panorama/750-Passagiere-verpassten-in-Muenchen-ihre-Flieger-article25270913.html 2
JSQMYL3rV Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 7 Stunden schrieb FKB: Wieso erlebe ich das immer nur In Deutschland? In letzter Zeit habe ich nirgendwo länger als 5 Min. gewartet. Grund: Ich meide inzwischen deutsche Flughäfen. Ich hatte in letzter Zeit auch ein paar ausländische Flughäfen mit längerer Schlange an der Siko Vor 2 Wochen habe ich in SXB mal über eine Stunde gewartet statt den gewohnten 5min. Allerdings war das Donnerstag Abend nach der EU-Parlamentswoche. Waren viele Parlamentarier unter den Passagieren und die Siko war extrem streng, so dass fast jeder mehrfach durchmusste. Es waren aber alle Kontrollstellen besetzt
FKB Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 25 Minuten schrieb JSQMYL3rV: Vor 2 Wochen habe ich in SXB mal über eine Stunde gewartet statt den gewohnten 5min. Offenbar reichen die 12km Entfernung zur deutschen Grenze nicht aus, um sich dem negativen Einfluss zu entziehen Aber wie Du es geschildert hast war das ein plausibler Ausnahmezustand und nicht der Alltag.
Guenni Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) Der Münchner Flughafen wird meines Erachtens nicht richtig geführt. Die verantwortlichen Manager halte ich für unfähig. Den Aufsichtsrat für zu träge, um zu reagieren. Die vielen Meldungen über verspätetes und fehlgeleitetes Gepäck sowie lange Wartezeiten auf dem Flugfeld oder an der Sicherheitskontrolle werden auch durch ein sehr negatives persönliches Erlebnis im Juli diesen Jahres ergänzt, als ich von Zürich über München nach Singapur geflogen bin. Ich hatte ein günstiges Ticket ergattert, das aber eine Zwischenlandung in München mit gut 7 Stunden Aufenthalt beinhaltete. Leider kam der LH A319 in München ne gute halbe Stunde verpätet an und hier begann dann das Chaos. Wir bekamen keine Finger- sondern nur eine Außenposition und saßen dort erst einmal weitere 30 Minuten ohne Bus im Flieger. Dann kam ein einziger(!) Gelenkbus, in den ein vollbesetzter A319 reinpassen sollte. Auf dem Flugfeld war es 30°C. Im Bus waren es bei nicht vorhandener Klimaanlage 40°C. Die Quetsch-Dichte im Bus war mit Sicherheit so hoch, da wäre ein MVG-Bus aus Sicherheitsgründen nicht mehr losgefahren. In T2 angekommen war ich dann komplett durchgeschwitzt. Glücklicherweise konnte ich mir in dem völlig überteuerten T2-Luxus-Verkaufsbereich ein halbwegs günstiges frisches T-Shirt kaufen, damit ich meinen Sitznachbarn auf dem Flug nach Singapur dann nicht zur last fiel. Bei soviel Wartezeit im Terminal beobachtet man auch und unterhält sich mit anderen Fluggästen oder auch mal mit Flughafenpersonal. Am Servicepoint der Lufthansa fiel mir auf, dass bei einer sehr langen Schlange an Fluggästen es mehr Mitarbeiter der Flughafensicherheit als Service-Mitarbeiter gab. Daraufhin begann ich ein Gespräch mit dem Sicherheitspersonal: Deren Aussage bestand im wesentlichen aus zwei Teilen: (1) Der Flughafen München wäre in seinen Dienstleistungen mittlerweile derart schlecht, dass Fluggäste vermehrt auf aggressive Weise das Servicepersonal am Infopoint der Lufthansa angehen, sodass man es für nötig hält, das Sicherheitspersonal dort aufzustocken. (2) Die Mängel bestehen im Wesentlichen seit Ende von Corona und das Management wäre unfähig adequat zu reagieren. Nunja, nach einem angenehm ruhigen Flug mit einem nagelneuen A350 wurde mir am Changie Airport gezeigt, wie man einen Flughafen richtig führt. Für einen Europäer kann dieser Flughafen nur ein Traum sein. Bearbeitet 5. Oktober 2024 von Guenni Typo 8
CAMO Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 (bearbeitet) An den Beitrag von Guenni anknüpfend ist Ironie der Geschichte, dass die FMG sich noch immer als "Sister Airport" des Changi Airports bezeichnet und weiterhin das makabere Mantra vom 5-Star Airport vor sich trägt. In meinen Augen ist das ganze Münchner Flughafenkonstrukt inzwischen ein Desaster und die Verantwortlichen können leider stets jegliche Schuld von sich weisen. Das liegt meines Erachtens in der Organisationsstruktur. Vor langer Zeit begann der Flughafen damit, die Kernaufgaben und das Nebengeschäft allesamt in billigere Tocherfirmen auszulagern (Aeroground / Aerogate / Cargogate / Eurotrade / Allresto / etc.) Die Angestellten waren somit nicht mehr direkt bei der "besseren" FMG angestellt, sondern bei einer Billigtochter. Während der Corona Zeit wurden am MUC bei den Töchtern massiv Leute ausgesiebt, während man bei der FMG selbst extremst lange auf Kurzarbeit setzte. Dies führte nach Corona zu einem gravierenden Personalmangel, der bis heute anhält und überall am Flughafen spürbar ist. Gleichzeitig wurde ein Sparprogramm verordnet und das Management fokussierte sich zusehends auf Gewinnmaximierung bzw. Zahlenoptimierung. Dies ist für die Passagiere auch in den letzten Jahren leicht allerorten erkennbar. Elementare Prozesse, wie Bodenabfertigung, Gepäckverladung, Security etc. funktionieren immer schlechter und dauern beschämend lang. Gleichzeitg wurden viele Prestigeprojekte außerhalb des Kerngeschäfts ausgebaut: Immer mehr Luxusboutiquen, Lab Campus, Airport Academy, MAI als pseudo Beratungsunternehmen und sonstiges Zeug außerhalb des Kerngeschäfts kamen hinzu. Die FMG entfernt sich somit immer mehr vom öffentlichen Dienstleistungsauftrag und die elementare Infrastruktur verkommt. Meines Erachtens besteht das Kernproblem darin, dass es in Management- und Aufsichtsratspositionen bei der FMG aber auch bei der SGM traditionell oftmals fachfremde Politiker und abgeorderte Beamte gibt. Diese würden sich logischerweise nicht gegenseitig ans Bein pinkeln. Verantwortlichkeiten kann man angesichts des Gesamtkonstrukts leicht von sich weisen. Das Resultat dieser Entwicklung kann derzeit live erlebt werden. Es ist wahnsinnig traurig zu sehen, was aus diesem ehemals wirklich hervorragenden Airport geworden ist. Bearbeitet 4. Oktober 2024 von CAMO Typo 7
d@ni!3l Geschrieben 4. Oktober 2024 Melden Geschrieben 4. Oktober 2024 vor 10 Minuten schrieb CAMO: dass die FMG sich noch immer als "Sister Airport" des Changi Airports bezeichnet und weiterhin das makabere Mantra vom 5-Star Airport vor sich trägt. Ohje, ohne Einsicht keine Besserung.
Guenni Geschrieben 5. Oktober 2024 Melden Geschrieben 5. Oktober 2024 (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb CAMO: Die FMG entfernt sich somit immer mehr vom öffentlichen Dienstleistungsauftrag und die elementare Infrastruktur verkommt. Meines Erachtens besteht das Kernproblem darin, dass es in Management- und Aufsichtsratspositionen bei der FMG aber auch bei der SGM traditionell oftmals fachfremde Politiker und abgeorderte Beamte gibt. Diese würden sich logischerweise nicht gegenseitig ans Bein pinkeln. Verantwortlichkeiten kann man angesichts des Gesamtkonstrukts leicht von sich weisen. Das Resultat dieser Entwicklung kann derzeit live erlebt werden. Es ist wahnsinnig traurig zu sehen, was aus diesem ehemals wirklich hervorragenden Airport geworden ist. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen und Erlebnissen. Die einzelnen Mitarbeiter sind grundsätzlich sehr motiviert, dem Fluggast zu helfen, sie sind aber überlastet und in den Rahmenbedingungen, die man Ihnen vorgibt, gefangen. Der Fisch stinkt vom Kopf her, danke für diesen gut erklärenden Beitrag. Bearbeitet 5. Oktober 2024 von Guenni Gramma
Nicht noch ein Benutzernam Geschrieben 5. Oktober 2024 Melden Geschrieben 5. Oktober 2024 Viele Flughäfen in Deutschland erinnern mich an den schlecht geführten Supermarkt um die Ecke. Die Kassenbesetzung sowie der Warenbestand ist am Mittwoch vor dem Feiertag gleich wie an jedem Mittwoch und man wundert sich dann über lange Schlangen an der Kasse und dass die Kunden verärgert sind, da viele Waren ausverkauft sind. Entsprechend viele Beschwerden und Nachfragen. => Personal hat auch keinen Spaß daran. Der Inhaber bekommt nichts mit, denn er sitzt am PC und versucht krampfhaft Personal anzuwerben. An der Kernursache: Er hat nicht den Hut auf, um solche Situationen im Voraus zu entschärfen, ändert sich nichts. Und so geht es munter weiter… Ein Supermarkt ist irgendwann pleite. Ein Flughafen verliert bestenfalls Airlines und Ruf.
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