aib Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 Nach Spiegel Informationen will Dobrindt deutsche Fluggesellschaften und Flüghäfen finanzielle besser stellen. So soll die Luftverkehrssteuer abgeschafft werden und Passagierrechte bei Verspätungen eingeschränkt werden. Darüberhinaus sollen Nachtflugverbote dynamischer ausgestaltet werden. http://m.spiegel.de/wirtschaft/a-1085007.html
alxms Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 Na endlich, das ist doch mal ein Anfang.
EK056 Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 "Die Autoren der Studie empfehlen zudem, die Fluggastrechte zu beschneiden, etwa bei Schadensersatzregelungen für verspätete oder ausgefallene Flüge." Ist doch wohl ein Aprilscherz? Wie will Dobrindt sich über EU-Recht hinwegsetzen?
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 "Die Autoren der Studie empfehlen zudem, die Fluggastrechte zu beschneiden, etwa bei Schadensersatzregelungen für verspätete oder ausgefallene Flüge." Ist doch wohl ein Aprilscherz? Wie will Dobrindt sich über EU-Recht hinwegsetzen? Ich meine, dass es in der EU-Kommissionen Bestrebungen gibt die VO zu ändern, habe da aber keinen aktuellen Stand. Es wäre vollkommen angemessen, wenn die Entschädigung auf der Höhe des Ticketpreis begrenzt wird. Was Sicherheitsgebühren und Luftraum-Gebühren angeht, das ist ein sinnvoller Ansatz, das sind hoheitliche Aufgaben, die nicht unbedingt kostendeckend durch die Nutzer getragen werden müssen. Bei der Luftverkehrs-Steuer sehe ich es anders, sie benachteiligt deutsche Airlines nicht, sorgt aber dafür das nicht-deutsche Airlines mit Steuern zur refinanzierung des Staates beitragen. Das ist bei Körperschafts- und Kapitalertragssteuern nicht gegeben.
B2002 Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 Bei der Luftverkehrs-Steuer sehe ich es anders, sie benachteiligt deutsche Airlines nicht, sorgt aber dafür das nicht-deutsche Airlines mit Steuern zur refinanzierung des Staates beitragen. Das ist bei Körperschafts- und Kapitalertragssteuern nicht gegeben. Inwiefern benachteiligt die Luftverkehrssteuer deutsche Airlines nicht?
emdebo Geschrieben 1. April 2016 Melden Geschrieben 1. April 2016 Wer sind die Autoren der Studie? Klingt sehr nach Verbands- und Lobbyarbeit. Bisher sind Versuche, die EU-Verordnung 261/2004 in diesem Sinne zu ändern, im EU-Parlament gescheitert. Im übrigen wird das Monster "Ausgleichszahlungen" beschworen. Unter dem Strich ist es ein kleiner Prozentsatz, auf alle infragekommenden Flüge gesehen. Hab die Zahl mal irgendwo gelesen, kann sie momentan allerdings nicht finden. Von daher ...
744pnf Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 @B2002: Weil sie von allen zu entrichten ist, per Definition liegt also auch keine Benachteiligung vor: Hat OVH auch, mit etwas anderen Worten, geschrieben.
B2002 Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 @744pnf Wenn man es so sieht stimmt es natürlich, dass es keine Benachteiligung der deutschen Airlines ist. Jede Airline die nach Deutschland fliegt muss diese Steuer zahlen. Aber die deutschen Airlines sind gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten finanziell benachteiligt, da sie nicht nur auf einzelnen Flügen in ihrem Streckennetz diese Steuer zahlen müssen, sondern auf allen Flügen die sie durchführen!
H1Chris Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Indirekt kann man trotzdem von einer Schwächung sprechen. Immerhin betrifft dies nicht jede Airline in ihrem Heimatmarkt.
snooper Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 @B2002: Weil sie von allen zu entrichten ist, per Definition liegt also auch keine Benachteiligung vor: Hat OVH auch, mit etwas anderen Worten, geschrieben. Wie kommst Du darauf, dass 'alle Airlines' diese Steuer zahlen? Da diese im Ticketpreis inkludiert ist, zahlen die Bürger/Passagiere diese Steuer! Mit höheren Tickpreisen!
Dummi Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Wie kommst Du darauf, dass 'alle Airlines' diese Steuer zahlen? Da diese im Ticketpreis inkludiert ist, zahlen die Bürger/Passagiere diese Steuer! Mit höheren Tickpreisen! Wenn Airlines tatsächlich in der Lage sind diese Steuern weiterzugeben, denn sie werden nicht vom Passagier erhoben sondern sind von den Unternehmen zu bezahlen. Insofern, ja, es zahlen erst mal die Airlines, die Kunden lediglich dann wenn die Preise entsprechend angepasst werden können, ansonsten eben nicht. Oder anders herum gesagt, sie reduzieren den Gewinn beziehungsweise erhöhen den Verlust der Airlines.
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Wie kommst Du darauf, dass 'alle Airlines' diese Steuer zahlen? Da diese im Ticketpreis inkludiert ist, zahlen die Bürger/Passagiere diese Steuer! Mit höheren Tickpreisen! Das der Passagier am Ende zahlt ist klar, aufgrund des Wettbewerbs und des Preisdrucks würde ich davon ausgehen, dass zumindest in den unteren Preiskategorien die Airline die Kosten [=entgangener Gewinn] für die Steuer trägt indem sie den Tarif reduziert hat und dafür die Steuer ausweist. Das Ticket mit Steuer DUS AB LAX 156.03WNNPDE AB DUS 156.03WNNPDE NUC 312.06 END ROE 0.913258 XT 5.50DE 41.49OY 18.14RA 4.85YC 6.17XY 3.49XA 31.36US 4.94AY 280.00YQ 3.97XF LAX4.50 Das Ticket ohne Steuer [das die Airline den ganzen Steuerbetrag behält ist unwahrscheinlich, man muss empirisch die Preiselastizität untersuchen, um den Anteil zu schätzen, den die Airline behalten könnte] DUS AB LAX 169.76WNNPDE AB DUS 169.76WNNPDE NUC 312.06 END ROE 0.913258 XT 5.50DE []OY 18.14RA 4.85YC 6.17XY 3.49XA 31.36US 4.94AY 280.00YQ 3.97XF LAX4.50 @744pnf Wenn man es so sieht stimmt es natürlich, dass es keine Benachteiligung der deutschen Airlines ist. Jede Airline die nach Deutschland fliegt muss diese Steuer zahlen. Aber die deutschen Airlines sind gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten finanziell benachteiligt, da sie nicht nur auf einzelnen Flügen in ihrem Streckennetz diese Steuer zahlen müssen, sondern auf allen Flügen die sie durchführen! Es hindert niemand daran LH und AB mehr Flüge komplett außerhalb Deutschlands anzubieten. Dafür haben andere Märkte andere Vor- und Nachteile, weniger Geschäftskunden, zentralisierte Wirtschaftsstruktur, höhere Saisonalität, schlechtere Infrastruktur, ausreichend Kapazität, instabile Währung, usw. Das Argument wäre dann eher, dass aufgrund der Steuer bestimmte Strecken innerhalb oder aus Deutschland heraus nicht angeboten werden. Das kann nicht verneint werden. Das geht aber zu Lasten des Luftverkehrsmarkts und nicht zu lasten einzelner Anbieter, da es Ryanair, Easyjet , Vueling, Wizzair oder Norwegian genauso davon abhält, diese Strecken zu eröffnen. Aus protektionistischer Sicht könnte man genauso sagen LH/AB profitieren von der Steuer, weil andere Airlines ihre Marke nicht in Deutschland entwickeln können und so nicht noch extremer zu LH/AB in Konkurrenz treten können.
B2002 Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Aus protektionistischer Sicht könnte man genauso sagen LH/AB profitieren von der Steuer, weil andere Airlines ihre Marke nicht in Deutschland entwickeln können und so nicht noch extremer zu LH/AB in Konkurrenz treten können. Vielleicht sollte die Steuer dann überhaupt nicht Luftverkehrssteuer heißen sondern Deutsche-Airline-Schutz-Steuer? Du glaubst bestimmt auch wie vom Verkehrsminister behauptet, dass die Steuer keinen Einfluss auf den Luftverkehr hat, da im ersten Jahr nach Einführung die Passagierzahlen an deutschen Flughäfen gestiegen sind?
744pnf Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Wie kommst Du darauf, dass 'alle Airlines' diese Steuer zahlen? Da diese im Ticketpreis inkludiert ist, zahlen die Bürger/Passagiere diese Steuer! Mit höheren Tickpreisen! Ich meinte natürlich "die Passagiere aller Airlines" und unterstelle einmal, dass dies mit ein bisschen gutem Willen aus dem Zusammenhang auch so herauszulesen war. Ich finde übrigens folgendes amüsant: wenn man bei sich im Bekanntenkreis herumfragt ist jeder dafür, dass Besserverdienende steuerlich mehr zur Kasse gebeten werden sollten. Wenn man aber darauf hinweist, dass Hartz-4-Empfänger i.d.R. nicht in Urlaub fliegen und die Flugverkehrssteuer demzufolge erstens berechtigt ist und zweitens genau die richtige Zielgruppe trifft wird die Diskussion von der anderen Seite ruckzuck für beendet erklärt.
H1Chris Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Weil ja nicht alles was hinkt ein Vergleich ist.
ilam Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Wie will Dobrindt sich über EU-Recht hinwegsetzen? Siehe Autobahnmaut. Viel Getöse und dann wird es von der bösen EU (wie geplant) verhindert.
wartungsfee Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 Weil ja nicht alles was hinkt ein Vergleich ist. Ne, weil die Verteilung immer von oben nach unten gehen soll. Und da wo ich stehe ist unten. Ein Dilemma, an dem schon jede Steuer-Diskussion gescheitert ist.
sabre Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 ...nicht zu vergessen die eine MIO euronen für den Ebola A340 jeden Monat vom Staat, fürs Parken!
chris_flyer Geschrieben 2. April 2016 Melden Geschrieben 2. April 2016 ...nicht zu vergessen die eine MIO euronen für den Ebola A340 jeden Monat vom Staat, fürs Parken! Der wurde wieder umgebaut und fliegt normal herum.
744pnf Geschrieben 3. April 2016 Melden Geschrieben 3. April 2016 @H1Chris Genauso wenig wie jeder Vergleich, zu dessen argumentativer Entkräftung man nichts entgegenzusetzen hat, hinkt.
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