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Das Corona-Virus - Auswirkung auf die Airlines und Luftfahrtindustrie


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Geschrieben
vor 1 Minute schrieb DE757:

Wenn man für das Restaurant nichtmal zwei Stunden auf den Glimmstängel verzichten kann, kann es ja so dolle nicht sein.

 

Oder man hat ein ganz anderes Problem....

Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb medion:

 

Natürlich, deshalb muss ja Deutschland auch Trauer tragen und in Spanien, Italien und Frankreich wird gefeiert....

 

 

In Italien sind die Fallzahlen meines Wissens deutlich geringer als in Frankreich und Spanien... Aber wie ich bereits erwähnte und wie es auch im Artikel steht - die Gründe sind vielfältig und haben offenbar einiges mit lokalen Gegebenheiten zu tun... 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb EDCJ:

...

2 . Habe ich nicht behauptet,das Herr Spahn das Rauchen auf Mallorca verbietet, sondern das Reisen dorthin behindern will,mit der Erklärung zum "Risikogebiet" (dort wo ich hinfahre,abgelegen,kein Massentourismuß,völlig unbegründet)

3. Was das Rauchverbot der roten Regierung auf Mallorca betrifft: Damit werden Raucher vom öffentlichen Leben ausgesperrt.

...

Aber selbst DIESES läßt man uns nicht,wir werden also im Urlaub zum Selbstversorger,weil Restaurants für uns verboten!

 

 

2.1 Die Reise wird nicht behindert, nur man muss halt mit Konsequenzen leben (für viele das erste Mal im Leben...).

 

2.2 Der Ferienort kann noch so abgelegen sein, spätestens am Flughafen sitzt du im Zweifel neben Personen, die vllt. mitten im Trubel geurlaubt haben. Genau die Vermischung im Flieger ist das große Problem, weswegen auch Pläne im Sinne von Regulierungen je Resort (wie oben mal angesprochen) nicht funktionieren. 

 

3. Ist es Rauchern weder verboten am öffentlichen Leben teilzunehmen, noch ins Restaurant zu gehen. Im Flieger nach PMI rauchst du doch auch 3h nicht... 

Wo ist also das Problem? 

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb jubo14:

..., aber er werden doch Stimmen laut, die die Öffnung Spaniens für die Touristen als Fehler und Grund für die derzeitigen Zahlen in Spanien sehen.

Und da  habe ich dann von spanischen Arbeitskollegen durchaus die Überlegung übermittelt bekommen, ob es nicht besser gewesen wäre z.B. die Deutschen alle nach Mallorca und die Engländer nach Ibiza zu schicken und gleichzeitig die eigenen Landsleute von den Balearen fern zu halten...

 

Das "Böse" ist immer nur im Ausland ... Egal aus welchen Land man schaut. Super.

Problematisch wird es in der Argumentationskette, wenn die Infektionen irgendwie nicht in den Touristenhochburgen ansteigen, sondern hauptsächlich in den Wohnvierteln unter den Einheimischen. Ich wohne im Alt Emporda, direkt in einem Küstenort und verfolge alles detailliert, vieleicht auch zuviel. Aber wenn ich Anrufe von langjährigen Kunden bekomme, und sie mir ihre Vorstellung von unserer Situation schildern , dann kommt mir die Galle hoch. Alle Kunden, die seid Ende Juni hier waren, haben ihren Urlaub genossen und waren angetan, von den Vorsichtsmaßnahmen die hier gelten und auch von den Menschen umgesetzt werden, egal ob sinnvoll oder nicht. Das erleben sie in Ihren Heimatländern nicht so, bei viel weniger Auflagen.

Und das sich niemand wehrt, einen SpanienUrlaub mit einem Ballmann-Sauf-Wochenende gleichzusetzen, ich verstehe es nicht. ...

 

Aber zurück zur Luftfahrt. Nach der womöglich neuen Regelung ab 01.10. wird hier im Herbst nichts mehr gehen. RyanAir hat nach Girona schon fast alles weggekürzt. BRE ging dieses Jahr gar nicht, HHN, FRA, FMM und POZ sind zum Ende August ausgelaufen, NRN zum Ende September und nur FKB aktuell bis Ende Oktober. Für den Winter ist noch GAR NICHTS freigegeben. Es wird ruhig werden und die Menschen sollten sich nicht wundern, wenn sie in den nächsten Jahren nicht mehr die Infrastruktur vorfinden werden, die sie gwohnt sind. ... 

 

Wen nicht nur ein Ticker bei n-tv interessiert oder die Haltung vom Auswärtigen Amt, hier sind die offiziellen Zahlen vom spanischen Gesundheitsministerium und der Regionalregierung von Katalonien. Bitte nicht verwundert sein, ja, es sind seit Wochen nur 4-6% der Krankenhauskapazitäten in ganz Spanien belegt, selbst in Madrid stand heute nicht mehr als 14%.Katalonien übrigens 5%. Und am mangelnden Testen liegt es auch nicht, Die Woche vom 22.08. - 29.08. waren es 565.000 Tests, das ist auf die Einwohner gebrochen, um die 30% mehr als in Deutschland ...

 

Spanien: https://www.mscbs.gob.es/profesionales/saludPublica/ccayes/alertasActual/nCov/situacionActual.htm

Katalonien: https://aquas.gencat.cat/ca/actualitat/ultimes-dades-coronavirus/

 

Nachdenkliche Grüsse

 

cavaman

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb cavaman:

Und am mangelnden Testen liegt es auch nicht, Die Woche vom 22.08. - 29.08. waren es 565.000 Tests, das ist auf die Einwohner gebrochen, um die 30% mehr als in Deutschland ...

 

Man muss die Testkapazitäten vermutlich nicht nur mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis setzen sondern auch mit der aktuellen Entwicklung der Neuinfektionen... Offensichtlich gibt es in Spanien sehr viele "Glutnester", die bislang nicht entdeckt waren, was einerseits daran liegen kann, dass die Kontaktverfolgung nicht gut funktioniert - aber auch, dass die Testkapazitäten im Vergleich zum tatsächlichen Infektionsgeschehen unzureichend sind - und/oder daß die gesamte Teststrategie im Land mangelhaft koordiniert ist.... 

 

In der aktuellen Diskussion ergibt sich jedoch generell die Frage für alle Länder, ob die Teststrategie geändert werden muss... das bisherige PCR-Verfahren ist sehr exakt, die Infektionszahlen zeigen aber nur ja/nein - jedoch ohne Unterscheidung zur Infektiösität bzw die Viruskonzentration, obwohl dies ein wichtiger Faktor ist... Derzeit ist es ungefährso als würde man eine Geschwindigkeitsmessung auf der Autobahn machen und in der Statistik nur ausweisen, dass XY % aller Fahrzeuge zu schnell sind, wobei +1 km/h und +100 km/h drüber gleichermaßen im Ergebnis vertreten wären...

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb EDCJ:

1. Stecke ich mich in keine Schublade,wenn ich der Meinung bin,Menschen sollen für ihre verfassungsmässigen Rechte demonstrieren gehen -in diesem Fall geht es mir um Reisefreiheit.

 

 Ah, o.k. endlich dämmert es mir. Jetzt verstehe ich auch die ganzen Grundgesetz-Experten, die nach der Merkel-Diktatur, der Öko-Diktatur, der Klima-Diktatur nun die Corona-Diktatur ausgerufen haben und ständig Vergleiche mit der DDR ziehen.

Mangelnde Reisefreiheit gab es ja auch in der DDR und im weiteren Sinne konnte man ja auch von Reisewarnungen nach Westdeutschland sprechen.

 

Die besten sind dann noch die, die vor der russischen Botschaft stehen und sich Putin als Regenten wünschen, den lupenreinen Demokraten.

 

Welche Diktatur kommt als nächstes dran?

Bearbeitet von Spie10
Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb EDCJ:

2 . Habe ich nicht behauptet,das Herr Spahn das Rauchen auf Mallorca verbietet, sondern das Reisen dorthin behindern will,mit der Erklärung zum "Risikogebiet" (dort wo ich hinfahre,abgelegen,kein Massentourismuß,völlig unbegründet)

Du bist der Nabel der Welt. Wie kann man so verdammt egoistisch sein. 
 

vor 18 Stunden schrieb EDCJ:

3. Was das Rauchverbot der roten Regierung auf Mallorca betrifft: Damit werden Raucher vom öffentlichen Leben ausgesperrt.

Um bei mir zu bleiben,wir verbringen unseren Urlaub ganz privat in Andratx im Ortsteil "sa Coma"(nicht der Ferienort,ist wirklich ein Ortsteil von Andratx).

Wenn ich dort von unserem Privatquartier zu unserem Restaurant "Can Paco" laufe,so ca.800 m ,treffe ich da niemanden,außer vielleicht 1-2 Leute,die ihre Hunde ausführen. Das Restaurant "Can Paco" (wer es kennen sollte) , hat im hinteren Freiluftbereich genügend Platz,das da irgendwo ein Paar sitzen kann,und raucht,ohne das andere belästigt werden.

Aber selbst DIESES läßt man uns nicht,wir werden also im Urlaub zum Selbstversorger,weil Restaurants für uns verboten!

Wir sind darüber wütend,aber auch unglücklich,das das Gastgewerbe dadurch den Bach runtergeht.

 

Um nun wieder an den Anfang zu kommen,genau DESWEGEN bin ich FÜR Demos -in Berlin wie in Palma.


Sehr schöner Ort auf Mallorca. Aber schaffst du es ehrlich nicht, mal 2-3 Stunden auf deine Zigarette zu verzichten, einer Industrie die Milliarden damit verdient dich schneller ins Grab zu bringen, und damit „eurem“ Lokal Can Paco zu helfen zumindest etwas Geld zu verdienen? Machst du es in diesem Jahr nicht steigt auch leider die Wahrscheinlichkeit, dass du es im nächsten Jahr gar nicht mehr machen kannst. Mal an andere denken, denen es viel schlechter geht als Dir. Würde dir bestimmt auch gut stehen. 
 

Ansonsten

vor 8 Stunden schrieb Benedikt:

Ganz ehrlich: Schämen sie sich, sie haben den Schlag echt nicht gehört.

Wäre dem nämlich nichts mehr hinzuzufügen. 

 

vor 19 Stunden schrieb ZuGast:

 

Finde ich ziemlich unfair. Vorausgesetzt es ist noch immer so, dass eigentlich nur Gran Canaria so stark betroffen ist und der Rest halt nur weil wegen durchschnitt..... 

Naja, so unfair ist das nicht. Die Zahlen auf den Kanaren steigen seit Wochen bedenklich, seit fast 2 Wochen ist die Inzidienz bei über 50, was bedeutet, dass den Kanaren doch recht lange Zeit gelassen wurde. Die neuen Maßnahmen haben nicht bedeutend gegriffen bis jetzt. Da das Außenministerium nicht nur einzelne Städte, sondern ganze Gebiete zu Risikogebieten erklärt ist bekannt und konsequent. Es tut mir aber auch leid für, meiner Meinung nach, eine der schönsten Gebiete Europas.
Wir sind selbst von der Warnung betroffen und gestern wiedergekommen. Die Inseln waren erschreckend leer- 50% der Hotels & Bars waren zu, in manchen Ecken von Playa de Las Américas 75% geschlossen oder komplett dicht gemacht. 
Eine Stunde vor der Landung haben wir vom Kapitän die Info bekommen, dass die Kanaren jetzt Risikogebiet sind und wir uns testen lassen müssen. Ärgerlich aber in Ordnung- was soll man machen? Jetzt genießen wir in Quarantäne das tolle Regenwetter in Deutschland. :-)

Bearbeitet von PG1
Geschrieben
7 minutes ago, PG1 said:

Wir sind selbst von der Warnung betroffen und gestern wiedergekommen.

 

Vielleicht geht es ohne Emotionalität (wahrscheinlich nicht), aber wo genau ist jetzt der Unterschied zwischen ich auf Teneriffa und ich auf Mallorca, wo sich doch die Entwicklung auf den Kanaren seit Wochen so abzeichnete?

 

Manche drücken sich vielleicht etwas unglücklich aus, aber vieles wird auch gerne mal grenzenlos überinterpretiert (dann kann man immer schön Trump, Putin, AfD, Verschwörung oder ich bin Arzt einwerfen, dann kann man sich kurz wieder persönlich besser fühlen?).

 

Corona Virus ohne Airlines, darauf laufen wir doch gerade zu, nachdem uns Jahre lang Europa ist Eins eingetrichtert worden ist.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb medion:

 

Vielleicht geht es ohne Emotionalität (wahrscheinlich nicht), aber wo genau ist jetzt der Unterschied zwischen ich auf Teneriffa und ich auf Mallorca, wo sich doch die Entwicklung auf den Kanaren seit Wochen so abzeichnete?

Dann muss ich dich nach den Parallelen fragen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb Benedikt:

Ich bin Arzt. 

 

Arbeiten im OP täglich (Mit Maske): ca. 8-12 Stunden

Arbeiten auf der Intensivstation (Mit Maske): ca. 8-10 Stunden am Stück. Bei Arbeit an COVID-19 Patienten mit FFP-Maske, FaceShield, Kittel, Doppelt Handschuhen, auch in diesem Outfit stundenlang am Stück.

Arbeiten als Notarzt (Mit FFP Maske): Leute Reanimieren (Mit FFP Maske). Unfallopfer aus Autos schneiden lassen (Mit FFP Maske).

 

Und sie regen sich auf, dass sie mit Maske in den Urlaub fliegen müssen! Ganz ehrlich: Schämen sie sich, sie haben den Schlag echt nicht gehört. Entschuldigung für diese drastischen Worte, aber ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Dieser Post ist ein Schlag ins Gesicht für uns alle, die in dieser Krise unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit für die Allgemeinheit kämpfen. Danke. 

Hallo Hr. Benedikt,ich habe sehr viel Respekt vor Ärzten,die jeden Tag für unsere Gesundheit in der Regel auch mehr als 8 Stunden arbeiten. Und,ich ziehe auch den Hut vor Ihnen,das alles mit Maske zu bewältigen.

Aber das gibt ihnen noch lange nicht das Recht,das ich mich dafür schämen muß,Corona -Maßnahmen zu hinterfragen.

Was mich eigentlich schon im Mai zum Nachdenken gebracht hat (über Sinn und Unsinn von Corona-Maßnahmen):

Ich wurde mit Fieber und extremen Entzündungswerten in ein Helios-KH in Berlin eingeliefert.

Dort kam ich in ein 4-Bett-Zimmer,was (incl.mir) mit 3 Personen belegt war. ALLE hatten Fieber , und ähnliche Diagnosen (bei mir steht z.B. Erysepel des rechten Unterschenkels) . Also dick geschwollen,hart,dunkelrot,feuerheiss und sehr schmerzhaft.Laufen konnte ich nicht mehr damit. Mein Bettnachbar genau das gleiche.

Aber: Wir alle 3 im Zimmer sind -obwohl Fieber- NIE auf Corona getestet worden!

Das macht nachdenklich-bis Heute!

Edit:bei Bedarf kann ich Ihnen gern meine Entlassungsakte per PN schicken

Bearbeitet von EDCJ
Geschrieben
Am 2.9.2020 um 16:38 schrieb medion:

Die normalen Deutschen kriegen einfach Helgoland, ganzjährig, und sonst nix mehr. 

[...]

Lanzarote weiterhin für UK und Irland. Teneriffa ebenso.

 

Einspruch, Euer Ehren. Die UKler bekommen die Isle of Man und Isle of White. Meinetwegen noch die Äußeren Hebriden, die Faröer und die Bäreninsel.

Geschrieben

Hallo Luftfahrtfreunde

 

Lange, sehr lange habe ich nur mitgelesen. Aber jetzt muss ich einfach mal etwas vom Herzen schreiben in dieser beispiellosen Krise und der verständlich emotionalen und komplexen Diskussion. 

 

Ich habe studiert, nichts medizinisches. Ich bin kein Absolvent der YouTube Universität. Ich hatte vor Corona keine Ahnung von Impfstoffen, Antikörper, der Dynamik einer Infektionskrankheit oder der möglichen Schutzmassnahmen und deren Effektivität. Habe ich zum grössten Teil natürlich immer noch nicht. Darum rede ich auch keinem Experten rein und akzeptiere deren Aussagen.

 

Doch darf ich hier mal kurz verdeutlichen, was meiner Meinung nach das wichtigste eines jeden Mitbürgers ist, der durch die Pandemie beeinträchtigt wird? Kritisches Denken! Wenn ich eines gelernt habe im Studium, dann ist es dass man Gegebenes nicht einfach so hinnehmen darf. Man muss hinterfragen und sich überlegen was könnte anders gemacht werden. Der Lockdown schien nötig, ja vielleicht war er es auch. Doch hinterfragen muss man ihn. Die Maskenpflicht scheint auch nötig zu sein. Doch hinterfragen muss man sie genau so. Das hat nichts mit Covidiot zu tun oder Youtube Absolvent! Das erwarte ich von einem Menschen in freien Ländern wie unsere! Nur wenn man hinterfrägt kann man sich weiterentwickeln.  

 

Die Pandemie hat sich seit dem Sommer nicht aufhalten lassen. Praktisch kein Land hat die Lage wirklich im Griff. Es trifft Länder mit und ohne Maskenpflicht genau gleich hart. Ich würde sagen unsere Massnahmen sind gescheitert. Aber an was liegt es dann? Ist das Maskentragen vielleicht doch nicht so effektiv? Anstatt wie verrückt Maske Maske Maske zu rufen, würden wir nicht anhand der Daten lieber uns neue Wege ausdenken die wirklich helfen? Ihr seht, ich sage nicht ich bin gegen das Maskentragen, sondern für effektive Massnahmen. Ich bin kein Covidiot! Anhand der Daten und der Interpretation zu der ich fachlich imstande bin, finde ich es aber mehr als richtig die Maske zu hinterfragen. Die Leute sagen immer, Masken tragen im Laden ist ja nicht so schlimm, dann mach ich es halt eben. Ja richtig, es ist nicht so schlimm. Aber hats dann auch was gebracht? 

 

Und noch ein Punkt um zurück zur Luftfahrt zu kommen. Schaut euch mal die Zahlen von z.B Spanien oder Frankreich an.

https://coronavirus.jhu.edu/map.html

 

Die täglichen Ansteckungen sind höher als im März/April. Doch die täglichen Todesfälle sind kaum gestiegen. Das lässt für mich nur zwei Schlüsse zu: Entweder das Virus hat sich abgeschwächt oder die Zahlen vom Frühling sind kreuzfalsch. Und da reden wir nicht von "maximal 3x mehr Fälle" als erfasst, wie es die Behörden sagten, sondern ein vielfaches Mehr. WIe auch immer, die Daten zeigen sehr deutlich, dass die Situation trotz mehr Ansteckungen nicht mehr so schlimm ist. Und trotzdem kommen Regierungen und definieren anhand offensichtlich sehr falsche Zahlen wieder falsche Massnahmen. Länder werden als Risikoländer bezeichnet, nur weil sie vielleicht jetzt eine bessere Teststrategie haben als im März.Kleine Kantone in der Schweiz kommen auf die Quarantäne Liste von Belgien, nur weil sich zwei Familien und deren Umfeld angesteckt haben und der Kanton das Pech hatte wenig Einwohner zu haben. Spaniens Tourismus wird hingerichtet nur weil anhand der  falschen Zahlen vom März ein falscher Schwellenwert festgelegt wird.

 

Eine kritische Reflektion der Situation höre ich nicht in der Öffentlichkeit. Weder von Medien, von Spezialisten noch von Behörden und Regierungen. Alles was man hört ist zweite Welle und Panik. Und jetzt kommen Leute hier im Forum oder anderswo die wissen sollten was bei vielen von uns auf dem Spiel steht und sagen quasi "Halt die Klappe und hinterfrag das nicht". Doch verd**nochmal, ich werde mich hüten das alles nicht zu hinterfragen! Denn ich werde meine Job und mit ihm meine Existenz und alles was ich mir beruflich aufgebaut habe verlieren wenn das so weitergeht. Und das alles nur weil niemand den Mut hat etwas zu hinterfragen!

 

Habe Fertig!

 

Geschrieben

Stimmt schon, man an sollte alles hinterfragen dürfen... Und eigene Meinungen bilden. Ich bin auch nicht überzeugt von den Masken, aber sie schaden halt auch nicht, also trage ich sie halt. Ist mir halt schlicht egal,

 

Aber um auf deine "Falschen" Zahlen zurück zu kommen: wenn man etwas in die Details schaut, erkennt man noch was anderes: das Durchschnittliche Alter der Infizierten ist sehr stark gesunken , verglichen mit dem Frühjahr. 

Allein dass könnte schon eine Wichtige Rolle spielen, bei der Antwort auf der Frage nach den Toten.,.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb Oregano:

Ich würde sagen unsere Massnahmen sind gescheitert.

 

FALSCH!!!! Unsere Maßnahmen sind nicht gescheitert. Guckst du mal in die Länder um uns herum, dann kannst du dir die Antwort selbst geben ob wir gescheitert sind oder nicht. 
 

In Italien wurde die Toten mit LKW der Arme zum beerdigen gefahren weil keiner mehr wusste wohin, wir haben in Deutschland Patienten aus anderen Ländern in Krankenhäusern aufgenommen WEIL wir die Lage einigermaßen in Schacht halten konnten.

Sind wir deiner Meinung nach gescheitert weil du 6 Wochen nicht zum Friseur konntest? Klar sind einige Unternehmen an dieser Krise zu Grunde gegangen, aber wären sie das nicht vielleicht eh bald?

Bearbeitet von Aero88
Geschrieben (bearbeitet)
vor 30 Minuten schrieb Oregano:

Es trifft Länder mit und ohne Maskenpflicht genau gleich hart. Ich würde sagen unsere Massnahmen sind gescheitert. Aber an was liegt es dann?

 

 

1. Ich bin Ingenieur und auch alles andere als Mediziner und selbstverständlich sollte man sich eigene Meinungen bilden und Tatsachen hinterfragen (was ich tagtäglich tue) aber

 

2. zum Thema, dass die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen "falsch" waren bzw wir gescheitert wären:

 

Die BGZA hat schon 2018 das Präventionsparadox beschrieben:

https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/praeventionsparadox/

 

Drosten hat das im Frühjahr aufgegriffen und gut erläutert:

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/pandemie-und-verhalten-praeventions-paradox-wenn-erfolg-gefaehrlich-wird

 

Kurzzusammenfassung: du tappst genau in diese Falle - je effektiver präventive Katastrophenmaßnahmen waren/sind, desto eher werden sie in Frage gestellt "weil ja nicht das schlimmste passiert, was prognostiziert wurde". Hätten wir nämlich nicht "nur" ca. 10.000 Tote, sondern 150, dann wäre dies im Übrigen noch viel ausgeprägter.

 

Gescheitert sind (weil politisch so herbeigeführt) die USA, Brasilien und das Vereinigte Königreich. Spanien, Italien und Frankreich aufgrund hoher Cluster und einer nicht in dieser Form durchgezogenen (oder zu späten, weil vom Fallgeschehen überrumpelten) Prävention bzw. der med. Infrastruktur sowie der kulturellen Aspekte des geselligen Zusammenseins.

 

Gruß

Moe

 

Bearbeitet von Isavind
Geschrieben

@Oregano, danke für deine Anmeldung in diesem Forum und deinen Diskussionsbeitrag.

 

Ich finde es ebenfalls sehr wichtig, Dinge erstmal zu hinterfragen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Dafür benötigt man Informationen aus Quellen, denen man vertraut. Bei mir sind dieses unter anderem die öffentlich-rechtlichen Sender, aber auch Zeitungen, einige Politiker und die meisten Wissenschaftler. Die Wirkung der Maske wurde anfangs - auch von mir - unterschätzt. Man muss bereit sein, seine Meinung bei einer neuen Informationslage anzupassen.

 

Die steigenden Infektionszahlen u. a. in Spanien gehen laut Medienberichten zu einem großen Teil auf Familienfeste, feiernde Jugendliche und andere enge Zusammenkünfte zurück, bei denen in der Regel nicht durchgängig eine Maske getragen wurde und Abstände nicht eingehalten wurden. Die steigenden Zahlen sagen also nicht aus, dass die Maskenpflicht nichts bringen würde.

 

Deine Aussage, dass du den Job verlieren würdest, "nur weil niemand den Mut hat etwas zu hinterfragen", ist Unsinn. Bei allem Verständnis für deine Situation: Diese wäre nicht besser, wenn alle Menschen "hinterfragen" würden und deshalb nicht mehr auf Maske und Abstand achten würden. Dann wäre - sehr wahrscheinlich - die Situation um ein Vielfaches schlimmer als jetzt mit noch schwereren Folgen für die Wirtschaft und die Menschen. "Hinterfragen" endet leider viel zu oft in "verweigern" und dann ist man doch wieder bei den "Covidioten" und Verschwörungstheoretikern, die einfach alles leugnen, was ihnen nicht in ihr Weltbild passt.

 

@Benedikt, wirklich großartige Beiträge mit interessanten Beispielen aus der Praxis und guten Argumenten! Nur auf dem Doktortitel sollte man als Arzt nicht so herumreiten, der ist in dem Fach nicht ganz so schwer zu bekommen ;)

Geschrieben

Viel Dank für eure bisherigen Antworten. Ich möchte nur ganz kurz klarstellen:

 

1. Mit massnahmen gescheitert meine ich nicht Deutschland, sondern die Welt als ganzes, oder mindestens Europa. Und ich meine nicht die Massnahmen hätten nichts gebracht. Ich denke sie haben nicht das gebracht was wir wollten. Wir konnten die Ansteckungen nicht so tief halten wie wie wir wollten.

 

Und @2ndOrbit: Hinterfragen der Masken muss nicht im Maskenverweigerer resultieren. Ich hinterfrage die Maske auf deren Effektivität und ob es nicht besseres gibt, wie lüften oder was weiss ich. Ich denke die Maske als Instrument gegen Corona ist unbestritte. Aber über deren Bedeutung würde ich gerne mehr wissen.

 

Danke für die sachlichen Reaktionen.

Geschrieben (bearbeitet)

@Oregano Selbstverständlich ist jeder berechtigt, alles zu hinterfragen und Zweifel zu äußern... Im Falle der Corona-Krise wird das Tag für Tag auf allen Ebenen getan. Sobald es medizinisch, rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich vertretbar ist, Beschränkungen zu reduzieren, wird dies auch getan - aktuelles Beispiele gibt es genug, die ernsthafte Diskussion zur Verkürzung der Quarantäne auf 5 Tage, genauso wie die Wiederzulassung von Zuschauern bei großen Sport- oder Musikevents - dazu und einiges mehr - auch die Teststrategie steht wohl zur Debatte.

 

Das stets vertretene Motto lautet immer, den verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie in unseren Alltag zu integrieren, ohne sich übertrieben einzuschränken und die Gefahr des Virus aus dem Blick zu verlieren. Natürlich ist aber auch die derzeitige Entwicklung "sehr interessant", dass die Zahl der Neuansteckungen teils massiv hoch geht, während die Krankenhäuser im Verhältnis zum Frühjahr deutlich weniger Corona-Patienten versorgen müssen. Diese Tendenz muss wissenschaftlich ergründet werden - und wir können uns sicher sein, dass das auch sehr gewissenhaft geschieht. Gesicherte medizinische Erkenntnisse brauchen aber immer Zeit und auch genügend belastbare Erkenntnisse - Medizinische Studien haben da ihre speziellen Eigenheiten und Regeln. Bis die Politik weitere Entscheidungen daraus ableitet, dauert es weitere Zeit - aber das liegt auch in der Natur der Sache, da die Politik alle Aspekte berücksichtigen muss....

 

Was dieses Forum betrifft - ich denke, man kann hier durchaus ernsthaft auch über die Corona-Krise diskutieren. Aber es ist wie immer im Leben - der Ton macht die Musik. Schlechte Musik macht schlechte Stimmung und umgekehrt. Das ist aber ein gesamt-gesellschaftliches Thema - die Stimmung ist vielleicht gerade deshalb zur Zeit so aufgeheizt, weil wir uns (hauptsächlich Deutschland, Europa) gefühlt in einer weniger gefährlichen Phase befinden, während Mediziner, Virologen und Politiker aufgrund der genannten Gründe nicht so schnell "Entwarnung" geben können... Vielfältig, komplex und emotional eben....

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb chrigre:

Aber von den zu Beginn der "Pandemie" prognostizierten 1,5 Millionen Corona-Toten allein in der BRD sind wir noch ein Stück weit weg, oder?!

Auch hier gilt: Präventionsparadaxon. Man will es nicht wahrhaben und meint, die Maßnahmen seien übertrieben gewesen. Aber wenn ich sehe, wie jetzt die Krankenhäuser alle ohne Druck arbeiten können, dann haben die Maßnahmen sich ausbezahlt.

 

Das geht in manchen Kopf nicht hinein.

 

Würde man heute die Schulen wieder schließen ?
Nein, man lernt immer dazu. Aber andere Dinge wie Großveranstaltungen bleiben weiterhin tabu bei der nächsten Pandemie.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb chrigre:

Aber von den zu Beginn der "Pandemie" prognostizierten 1,5 Millionen Corona-Toten allein in der BRD sind wir noch ein Stück weit weg, oder?!

Wer hat denn vor Beginn der Pandemie (ohne Anführungszeichen, der Zustand ist außer in Kreisen der Verschwörer und AfDler zweifelsfrei) solche apokalyptischen Szenarien prognostiziert? Oder geht's ums Narrativ? Oder besser: "Narrativ"?

Klick Dich mal durch die ersten Seiten des Threads. Wie hier und auf jeder nur denkbar möglichen Plattform auch haben sich sehr viele mit den Zahlen und Weltuntergangsszenarien überboten. Die User, die derzeit für einen maßvollen Blick auf die Lage und den Umgang mit der Pandemie (erneut ohne Anführungszeichen, s.o.) werben, haben dies auch vor Monaten getan. Diejenige, die aber immer nur laut rumkrakelen, alles relativieren, besser wissen, auf vermeintlich ironische Weise ins Lächerliche ziehen usw. ließen sich damals und lassen sich auch heute nicht auf die Argumente und Tatsachen ein. Bringt vielleicht schon längst nichts mehr, sich mit denjenigen auseinanderzusetzen. Sie profitieren am Ende wie immer davon, dass die mit riesigen Abstand vernünftige, rational denkende Masse der Bevölkerung ihrer Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit nachkommt. Da kann ein Promille der Bevölkerung sich halt den Punk erlauben. Die anderen bügeln es immer aus.

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