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Geschrieben

Da gehe ich mit, es ist nicht alles so schlimm wie es gemacht wird, ggf. aber auch nicht alles ideal (auch weil der Markt sich ja gerade eher trübt). Ich finde nur man könnte das - wie du es gemacht hast - argumentativ beantworten. So gehört es sich mMn in einem Forum. Oder man unterstellt jemandem einfach niedere Beweggründe für einen kritischen / hinterfragenden Post ohne auf einzelne Punkte einzugehen. So gehört es sich mMn nicht ;)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb David Haße:

Schaut Euch Lufthansa an: Die haben extra die alten Mühlen behalten und sogar auf Halde hingestellt in Frankfurt. Einfach damit man fliegen kann.

Wie man im LH- Geschäftsbericht lesen kann eine super Idee, Lufthansa ist damit so gewinnbringend unterwegs dass man Jahr für Jahr tiefer in die roten Zahlen fliegt und damit das Konzernergebnis belastet!

 

vor 1 Stunde schrieb David Haße:

Für die 757 ist die Ersatzteilversorgung noch problemlos

Klar, ich bekomme auf dem Markt problemlos auch noch Ersatzteile für einen Porsche Baujahr 1953!!! Die Frage ist zu welchem Preis und der ist bei allen mir bekannten Quellen bei Verschleißteilen für die 757 weit über anderen  am Markt üblichen Preisen. 

Dazu kommt das Teile nicht auf Lager liegen sondern vom anderen Ende der Welt herbeigeschafft werden müssen, was die Ausfallzeiten im AOG- Fall deutlich erhöht und zusätzliche Kosten verursacht.

Geschrieben

Mich würde interessieren, ob man bei Condor im vollen Wissen darüber, dass das SPA gekündigt wird, die Entscheidung zum Langstrecken-Ausbau immer noch so treffen würde. Oder ob man sich dann nicht doch lieber eine Rumpfflotte analog zur Ur-Condor mit der Zielgröße +-10 Flugzeuge auf den Hof gestellt hätte, um die klassischen Leisure-Ziele in Siebteln ab FRA und eventuell MUC und DUS abzufrühstücken.

 

Klar, jetzt hat man sein Bett bezogen, jetzt muss man auch drin schlafen. Diese Würfel sind gefallen. Aber ich befürchte immer noch, dass wir in zehn Jahren sagen werden, dass das der Sargnagel für den südamerikanischen Greifvogel war.

Geschrieben
6 minutes ago, Lucky Luke said:

Mich würde interessieren, ob man bei Condor im vollen Wissen darüber, dass das SPA gekündigt wird, die Entscheidung zum Langstrecken-Ausbau immer noch so treffen würde. Oder ob man sich dann nicht doch lieber eine Rumpfflotte analog zur Ur-Condor mit der Zielgröße +-10 Flugzeuge auf den Hof gestellt hätte, um die klassischen Leisure-Ziele in Siebteln ab FRA und eventuell MUC und DUS abzufrühstücken.

 

Klar, jetzt hat man sein Bett bezogen, jetzt muss man auch drin schlafen. Diese Würfel sind gefallen. Aber ich befürchte immer noch, dass wir in zehn Jahren sagen werden, dass das der Sargnagel für den südamerikanischen Greifvogel war.

Das weiß nur die Condor-GF. Meine Vermutung wenn ich mich in die Lage versetzen würde wäre die Entscheidung ja. Allein wenn man sich anschaut wie viele der kleineren Airlines in den letzten Jahren weggefallen sind. Bei den niedrigen Margen heute braucht es ne kritische Masse und idealerweise noch Wachstum. Und dezentrale Langstrecke funktioniert auch nicht. Also wirst Du, wenn Du Langstrecke machen willst und keine billigen externen Zubringer bekommst, automatisch zum Netzwerkcarrier. Gleichzeitig liegt in der Langstrecke aber eben auch noch das meiste Geld, sieht man auch an LH die hier in den nächsten Jahren überproportional wachsen will was die Flugzeugkapa angeht. Daher ist reine Kurz-/Mittelstrecke auch keine Option, zumal hier auch die LCC noch kräftig mitmischen. Condor hätte ja zudem die Flieger auch ohne Wachstum tauschen müssen, da die 767 langsam end of life waren.

Geschrieben
3 hours ago, d@ni!3l said:

"Kredit muss bis 2026 zurückgezahlt sein" --> noch hat man Schulden.

 

Was in Kombination mit "bisher nicht profitabel" keine gute Kombination ist, weil so die Schulden noch steigen.

Das stimmt nicht unbedingt. Ja, Schulden bzw. Zinsen sind liquiditäts- bzw. cashrelevant, Verluste bzw. fehlender Profit aber nicht zwingend. Ich kann netto Cash verdienen und trotzdem ein negatives Jahresergebnis einfahren aufgrund von Abschreibungseffekten oder Neubewertungen von Asset oder Liability Positionen, wo kein Cent Cash fließt.

 

Ich behaupte nicht, dass das bei Condor so ist, weil ich es schlicht nicht weiß, aber der Schluss "Kein Profit, also gehen Schulden hoch" ist kein Automatismus.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb SAF_Laden:

"Kein Profit, also gehen Schulden hoch" ist kein Automatismus.

Ist mir bewusst  -  aber der Effekt: GuV negativ und Cash-Flow positiv tritt m.E. eher auf, wenn man viel abgeschriebenes Anlagevermögen hat (was nicht der Fall ist) oder - wie du sagst - bei einer Neubewertung von Assets (aber diese hat man ja kaum). Bei einer (deutlich) überwiegend geleasten Flotte ist dies deshalb mMn eher unwahrscheinlich. Zumal EBIT ja bereits vor Zinsen ist  - also man macht schon Verlust bevor man die Zinsen (die hoch sein sollten) überhaupt zahlt.

 

Was nicht heißen soll, dass ich DE das nicht durchaus zutraue erfolgreich zu sein. Man hat viele gute Kooperationen geschlossen, eine junge, attraktive Flotte und hat eine Belegschaft, die dort gerne arbeitet (was man über die (fliegende) Belegschaft bei anderen Airlines nicht unbedingt behaupten kann ( ;) ) -  und was man hier im Forum auch immer sieht, wie die eigene Firma verteidigt wird ;)).

 

 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben

LOL, natürlich falsch: Ein negatives Ergebnis und positiver operativer Cash Flow kann bei anlagenintensiven Unternehmen auftreten. Wenn das Anlagevermögen abgeschrieben ist gibt es keine Abschreibungen, also auch keine negative Auswirkung aufs Ergebnis. Ein anderer Fall bei dem Ergebnis und Cash Flow unterschiedliche Vorzeichen haben kann ist wenn Zahlungs- und Ergebniswirksamkeit auseinanderfallen.

 

Aber alles nur leasen und sich damit zu Überschulden 

Ein guter Hinweis für die Deutsche Lufthansa AG.

  • airliners.de Team
Geschrieben

Laut CH-Aviation sind genau 5 Airbus A320 nicht geleast:

D-ATCH, D-AICA sowie CG, CH und CI. Das waren früher die Condor-Berlin-Flugzeuge.  

https://www.ch-aviation.com/aircraft#search=eyJpbnB1dCI6eyJsZXNzb3JfdHlwZSI6WyJvd25lciIsIm1hbmFnZXIiXSwidXBkYXRlX3R5cGUiOlsibmV3IiwidXBkIl0sIm11bHRpcGxlX29wZXJhdG9ycyI6Im5vIiwib3BlcmF0b3IiOnsiY29kZXMiOlsiQ0ZHIl0sIndldF9sZWFzZSI6dHJ1ZX19LCJwYXJhbWV0ZXJzIjp7ImNvbHVtbnMiOiJvcGVyYXRvcixvcGVyYXRvcl9kZWxpdmVyeSxhY21pX2N1c3RvbWVyLGFpcmNyYWZ0X3ZhcmlhbnQscmVnaXN0cmF0aW9uLGNuLG1zbixzdGF0dXMsb3duZXIsb3duZXJfY29kZSxtYW5hZ2VyLG93bmVyX21hbmFnZXJfY29kZSxvd25lcnNoaXBfdHlwZSxyZWdpc3RlcmVkX3RydXN0LHNwdixtYXJrZXRfbGVhc2VfcmF0ZSxjdXJyZW50X21hcmtldF92YWx1ZSxjb21iaW5lZF9sZWFzZV9lbmRfZGF0ZSxjb21iaW5lZF9sZWFzZV9lbmRfZGF0ZV90eXBlIiwic29ydCI6Im93bmVyIiwiYXNjZW5kaW5nIjp0cnVlLCJzYWx0IjowLjAzMDUwMjk4NTM0MDY2Nzc1NCwicGFnZSI6MX19


Die Leasingrate für einen neuen A321neo beträgt laut CH-Aviation geschätzt rund 450.000 USD pro Monat. Die einer 757-300 gut 150.000 Dollar.
https://www.ch-aviation.com/aircraft#search=eyJpbnB1dCI6eyJsZXNzb3JfdHlwZSI6WyJvd25lciIsIm1hbmFnZXIiXSwidXBkYXRlX3R5cGUiOlsibmV3IiwidXBkIl0sIm11bHRpcGxlX29wZXJhdG9ycyI6Im5vIiwiYWNfYWlyY3JhZnQiOlsiQjc1NyJdLCJhY192YXJpYW50IjpbIkI3NTczMDAiXSwiYWNfc3RhdHVzIjpbImFjdGl2ZSJdLCJvcGVyYXRvciI6eyJjb2RlcyI6WyJDRkciXSwid2V0X2xlYXNlIjp0cnVlfX0sInBhcmFtZXRlcnMiOnsiY29sdW1ucyI6Im9wZXJhdG9yLG9wZXJhdG9yX2RlbGl2ZXJ5LGFjbWlfY3VzdG9tZXIsYWlyY3JhZnRfdmFyaWFudCxyZWdpc3RyYXRpb24sY24sbXNuLHN0YXR1cyxvd25lcixvd25lcl9jb2RlLG1hbmFnZXIsb3duZXJfbWFuYWdlcl9jb2RlLG93bmVyc2hpcF90eXBlLHJlZ2lzdGVyZWRfdHJ1c3Qsc3B2LG1hcmtldF9sZWFzZV9yYXRlLGN1cnJlbnRfbWFya2V0X3ZhbHVlLGNvbWJpbmVkX2xlYXNlX2VuZF9kYXRlLGNvbWJpbmVkX2xlYXNlX2VuZF9kYXRlX3R5cGUiLCJzb3J0IjoiY24iLCJhc2NlbmRpbmciOnRydWUsInNhbHQiOjAuOTA1MTY4MjAzNzExNzg2fX0%3D

vor 14 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Ein negatives Ergebnis und positiver operativer Cash Flow kann bei anlagenintensiven Unternehmen auftreten. Wenn das Anlagevermögen abgeschrieben ist gibt es keine Abschreibungen, also auch keine negative Auswirkung aufs Ergebnis. Ein anderer Fall bei dem Ergebnis und Cash Flow unterschiedliche Vorzeichen haben kann ist wenn Zahlungs- und Ergebniswirksamkeit auseinanderfallen.

 

Condor bilanziert derzeit noch nach deutschem Handelsrecht HGB, das mit der internationalen Rechnungslegung IFRS nur schwer vergleichbar ist. Wenn ich das richtig verstehe, bestehen gerade bei Leasing-Themen deutliche Unterschiede. Vielleicht gibt es hier ja einen wirklich kompetenten Finanzfachmann dazu, aber das hier spuckt die KI aus, wenn man sie zu der zitierten Aussage in Bezug auf die Bilanzierungsstandards befragt:

Die Bilanzierung nach HGB statt IFRS hat erhebliche Auswirkungen, besonders für eine Airline wie Condor.
 

Hauptunterschiede mit Relevanz:


1. Leasingbilanzierung (besonders kritisch für Airlines)


HGB:

  • Operating-Leases bleiben off-balance (außerhalb der Bilanz)
  • Leasingraten werden direkt als Aufwand erfasst
  • Keine Abschreibungen auf geleaste Flugzeuge


IFRS 16:

  • Fast alle Leases müssen bilanziert werden
  • Schafft Nutzungsrechte (Assets) und Leasingverbindlichkeiten
  • Führt zu Abschreibungen + Zinsaufwand


Bedeutung für Condor: Bei überwiegend geleasten Flugzeugen (typisch für Airlines):

  • Nach HGB: Geringere Abschreibungslasten → besseres Ergebnis möglich
  • Nach IFRS: Hohe Abschreibungen auf Nutzungsrechte → schlechteres Ergebnis
  • Cash Flow bleibt in beiden Fällen gleich (tatsächliche Leasingzahlungen)


2. Die Aussage wird beeinflusst:


Die ursprüngliche Aussage "Wenn das Anlagevermögen abgeschrieben ist, gibt es keine Abschreibungen" gilt:

 

  • Bei HGB: Könnte für eigene Flugzeuge gelten, aber viele Leasingflugzeuge tauchen gar nicht erst in der Bilanz auf
  • Bei IFRS: Würde auch geleaste Assets einschließen, die laufend abgeschrieben werden


3. Vergleichbarkeit:


Bei Condor nach HGB könnte ein positiver operativer Cash Flow bei negativem Ergebnis andere Ursachen haben als bei einem IFRS-Unternehmen:

  • Tatsächliche Zahlungen für Leasing fließen aus
  • Aber: Geringere buchhalterische Belastung durch fehlende Leasingbilanzierung
     

Fazit: Bei HGB-Bilanzierung ist die Interpretation komplexer und weniger transparent, besonders bei leasingintensiven Geschäftsmodellen wie Airlines.

 

Geschrieben (bearbeitet)
2 hours ago, David Haße said:

[...]
 

Fazit: Bei HGB-Bilanzierung ist die Interpretation komplexer und weniger transparent, besonders bei leasingintensiven Geschäftsmodellen wie Airlines.

 

In einem früheren "Leben" durfte ich mich ein wenig mit sowas beschäftigen, daher vielleicht hier der Hinweis, dass es sich ein Stück ausgleicht, wenn man sich die wirkliche "bottom line", also das EBT oder EAT anschaut. Ob die "Abschreibung" dann im Operating Result schon drin ist oder erst im EBIT, ist dann an der Stelle Wurscht. Es gibt ja im Wesentlichen drei Wege:

 

  1. Operating Lease - ich bezahle monatlich über die Dauer des Vertrags, dann sind die Leasekosten immer cashrelevant und schmälern unter HGB das operative Ergebnis, bei IFRS aber nicht, weil die Kosten in Abschreibungen "umgerechnet" werden. Dafür bekomme ich zwei Bilanzpositionen (Assets=Nutzungsrecht für die Zukunft und Liabilities=offene Zahlungsverpflichtungen bis Vertragsende) in gleicher Höhe.
  2. Finance Lease - ich kaufe das Flugzeug, aber mit geliehenem Geld. Dann hab ich es auf der Bilanz und schreibe ab, der Effekt ist zwischen HGB und IFRS gleich (unterhalb operating result im EBIT). Dafür hab ich aber noch gleichzeitig einen Kredit, der cashrelevant Tilgung und Zinsen verursacht, NUR letztere verursachen dann noch einen Ergebniseffekt unterhalb des EBIT ("Interest"). Hier kann ich auch schon von Beginn an Differenzen zwischen Cash Flow und GuV haben, z. B. wenn ich den Kredit über 10 Jahre abzahle, das Flugzeug aber 20 Jahre nutze und auch so abschreibe. Dann habe ich in den ersten 10 Jahren ein schlechteres Cash Ergebnis als das Ergebnis reflektiert, nach Rückzahlung kehrt sich der Effekt aber um, weil ich noch Asset zum Abschreiben habe aber kein Cash mehr zahlen muss.
  3. Purchase - ich kaufe das Flugzeug aus Cashreserven (passiert vermutlich selten, aber der Vollständigkeit halber). Damit verhagele ich mir im Monat/Jahr des Kaufs den Cash Flow, zahle aber danach nichts mehr. Ich tausche auf der Asset Seite der Bilanz lediglich Cash gegen Flugzeugwert und schreibe dann ab (auch wieder unterhalb operating result). Bedeutet in den folgenden Nutzungsjahren habe ich ein schlechteres EBIT / EBT durch die Abschreibungen, ohne dafür Cash auszugeben (hab ich ja vorher schon).

Ich hoffe, ich hab nix vergessen. Größere Abweichungen zwischen GuV und Cash Flow kann aber auch aus Bilanzeffekten kommen. Zwei Beispiele:

 

  • Ich verkaufe ein Asset, das ich nicht mehr brauche, unter dem aktuellen Bilanzwert. Daraus bekomme ich positiven Cash Flow (ich bekomme ja Geld aus dem Verkauf), das Ergebnis wird aber insgesamt negativ beeinflusst, da dem Verkaufserlös eine höhere Ausbuchung aus der Bilanz gegenübersteht. Umgekehrt kann das natürlich auch passieren (Verkaufswert höher als Bilanzwert).
  • Gerade bei Airlines gibt es vermutlich größere Effekte aus Wechselkursschwankungen, besonders zum USD. Fuel, Leasing, teilweise Wartung werden meines Wissens oft in USD bezahlt. Wenn ich auf der Bilanz größere Payables oder Receivables habe, die in USD gezahlt werden, ich aber in EUR bilanziere, und der Wechselkurs ändert sich, kann ich teils massive Ergebniseffekte erhalten, nur weil meine Forderungen und/oder Verbindlichkeiten in meiner Buchhaltungswährung plötzlich mehr oder weniger wert sind. Nichts davon löst aber in dem Moment einen Cash Flow aus.

Mehr Infos gerne in meinem kostenpflichtigen Webinar kommende Woche. ;) 

Bearbeitet von SAF_Laden
Wording; Ergänzung zum Finance Lease
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb David Haße:

Cash Flow bleibt in beiden Fällen gleich (tatsächliche Leasingzahlungen)

Generell gilt die Aussage noch, das KI nicht zur Klärung von Rechtsfragen taugt. So auch hier. Die Aussage stimmt, der Rest ist mindestens unpräzise. 

 

Halten wir nochmal -ganz ohne Unterstützung von KI- fest:

1) Unterschiedliche Leasingvarianten haben unterschiedliche bilanzielle Auswirkungen und (bei gleicher Leasingrate) die selbe Cash-Flow Wirkung.

Wenn man operatives Leasing (Leasinggut wird nicht aktiviert) und Finanzleasing bilanziell miteinander vergleicht ist beim operativen Leasing das Betriebsergebnis schlechter (keine Abschreibungen, aber Mietaufwand), das Finanzergebnis besser (keine Zinsen) und die Bilanzsumme niedriger (da nicht aktiviert/passiviert).Beim Finanzleasing ist das Betriebsergebnis besser (Abschreibungen, kein Mietaufwand, Abschreibungen kleiner als der Mietaufwand), das Finanzergebnis schlechter (Zinsen) und die Bilanzsumme höher (Leasinggegenstand wird aktiviert, Leasingverbindlichkeiten werden passiviert)

2) Bei operativem Leasing ist der operative Cash Flow schlechter (Leasingaufwand), der Cash Flow aus Finanztätigkeit besser (keine Zinsen). Beim Finanzleasing sieht der Cash Flow mehr aus wie bei rechtlichem Eigentum. Der operative Cash Flow zeigt keinen Mietaufwand, der Cash-Flow aus Finanztätigkeit den Leasingaufwand. In der Summe ist der Cash Flow identisch.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb AeroSpott:

Und die Aussage lasse ich mal unkommentiert stehen. Rosarote Lufthansa Brille lässt grüßen. 

Ist halt nicht vergleichbar. LH macht das einfach nur aus Alternativlosigkeit. DE bekommt bald neue 32N/32Q. Klar wird man kurzfristig kleiner. Aber das ist im Winter nicht schlimm und dann kann man die Crews auch gut umschulen, statt sie auf einer kleinen Flotte zu binden. 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb Micha:

Ich vermute auch, dass die 753 nur deswegen so lange in der Flotte blieb, weil sie als Exot auch kaum einen vernünftigen Verkaufspreis erreicht hätte.

Naja - bis zum Eintreffen vom Neo war das Modell so ziemlich konkurrenzlos in seiner Klasse bzw. bedurfte es auch keinen zwingenden Austausch. Klar hätte man etwas vorziehen können. Das Thema wurde ja schon oft durchgekaut;-)

Bearbeitet von sportybo
Geschrieben

Die andere Seite der Medaille war aber auch, dass man seinerzeit lieber die 757-200 behalten hätte als die 757-300

Für letztere gab es aber keinen Markt, weshalb man damals bei der notwendigen Schrumpfung notgedrungen die B753 behalten hat

(sie dann aber später doch noch richtig lieb gewonnen hat)

Geschrieben

Sind die angeblichen Rosa und Pink gestreifte Sehhilfen wieder im Normalmodus?

 

Mögen "dramatisch" oder "besser als erhofft" die Lyriker der jeweiligen Argumentation befriedigen oder die Gegenseite zur Weissglut bringen, die Lage ist weder schwarz noch weiss, sondern grau mit Fragezeichen.

 

Vom Geschäftsmodell ist Condor getrieben von Private Equity,dH am Ende wird ein Exit angepeilt zu einer möglichst hohen Bewertung, mit einer Equity Story und einem Management das eine perfekte Skalierung vorlebt.

 

Die Equity Story ist offensichtlich getreieben von der Langstrecke, das traditionelle Leisurebusiness ist höchstens eine willkommene Cash cow.

Skalierung der Langstrecke von der Röhrengrösse her ( 767->339), Anzahl der Flugzeuge, Fokus auch auf Mainstreammärkteum LH dort Marktanteile anzuknabbern usw.

Marktmommentum bei der Flottenbeschaffung wurde bestens genutzt, Timing um alles skaliert zu haben ebenso auch vs Infrastruktur =T3 (schönen Gruss ins Berliner Langstreckensehnsuchtsforum, so wird es gemacht) und Marketing/Re-branding war auch eines erstklassige Umsetzung einer Awarenesscampagne.

 

Kommen wir aber auch zu den Lücken.

 

Die günstigen SPA Flüge sind weg - der Vorteil unter Quersubventionierung des Wettbewerbers und  nur das Filetteil aufzubauen ist nicht mehr da. Man kann sich dies noch so schön reden, wenn der Branchenkanon die Zubringer eher als Gesamtkostennahcteil- als Vorteil sieht, wird man das Rad nicht neu erfinden können. Dazu kommen auch Opportunitätskosten, denn jeder Flieger der Mailand oder Madrid (nb "Hauptsache Italien") als Zubringer im Einsatz kommt, fehlt es auf der angedachten Cashcowseite "Malle ist nur einmal im Jahr".

 

Operativ scheint man dieses Szenario nicht (oder nicht vor dem Exit) geplant zu haben und eine Supplysituation mit mehr Glück als Verstand wie bei den 339 (erinnern wir uns, das war hauptsächlich der grossen gecancellten AirAsiaX Order zu verdanken) um eine schnelle Reaktion hervorzurufen scheinen nicht als Plan B existiert zu haben.

 

Und nun zu den Erwartungen:

- laut Jahresabschlussbericht liegt der Verlust 2023/24 bei -62 Mio EUR ; zwar halbiert vs 2022/23 aber negativ und laut Aussage im Plan unter der gesteckten Ziele 

 Die Auslastung der Flüge lag dabei wiederum bei über 90 %.

Im Vergleich mit den im Budgetprozess vereinbarten Zielwerten für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde das prognostizierte Ergebnis vor Steuern nicht erreicht (siehe Kapitel „Prognose-Ist-Vergleich“).

- 2024/25 dürfte von diesem Ausgangspunkt und den Kosten des Ausbau eines Zubringernetzes belastet werden; niemand wird zaubern können

-gleichzeitig haben wir im Jahresbericht 2024 eine Aussage über die Liquiditätsplanung , die sowohl als sicher ( unter Annahme fremder Zubringer) als auch in der neuen Realität als zu validierenden Kenngrösse zu interpretieren ist.

Auf Basis der bestehenden Finanzierungen und Garantien sowie der Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 30. September 2026 sowie eine Ertrags- und Liquiditätsplanung bis zum 30. September 2027 umfasst, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Zeitraum bis 30. September 2027 mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei nicht vollständigem Eintreten der Annahmen gewährleistet ist.

Gleichzeitig wird an anderer Stelle auch das SPA Risiko erwähnt.

Die Auswirkungen aus der Entscheidung sind hoch und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Weitere Entwicklungen werden im Nachtragsbericht dargestellt.

 

Daher würde ich unter Berücksichtigung aller öffentlich verfügbaren Daten, ohne Interna und ohne Hörensagen folgende Erwartung haben:

- die aktuelle Austauschwelle mit A320 und A321 ist vereinbart und finanziell geplant

- die Langstrecke im SPA Modell dürfte ihren Break Even erreicht haben (nB hier , das kann auch Discover mit Altmetall); wenn die Auslastung bei  >90% bleibt wird man seitens Condor an der Preisschraube drehen müssen

- nachhaltig schwarze Zahlen wird man aufgrund des Drucks einen zubringernetz wenigstens ansatzweise aufzubauen noch nicht schreiben können

 

Nichts desto trotz, für eine Exit Story sind sämtliche Checkpunkte schon sehr weit operativ sehr gut umgesetzt:

- bald neue Clean Sheet Flotte ( gleiches Prinzip wie ITA, kein rocket Science, aber ein Aperol drauf!)

- operativ ein neues Terminal an einem zentralen Flughafen  - "dit find ick am Zeppelinheim knorke" B|

- klare Markenposition

Geschrieben
Am 1.10.2025 um 22:13 schrieb Patrick W:

Mal ne andere Frage welche 757 wird die nächste sein die ausscheidet ist schon was bekannt??!

Meiner letzten Info nach wird in folgender Reihenfolge ausgeflottet: OK - OH - ON - OG - OM - OI

 

ON letzter Flug am 26.10.

OG letzter Flug Ende Oktober 

OI letzter Flug am 02.11.

OM letzter Flug am 05.11.

Bei OH / OK weiß ich nicht wann der letzte Flug sein wird 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb nicklaurich:

Meiner letzten Info nach wird in folgender Reihenfolge ausgeflottet: OK - OH - ON - OG - OM - OI

 

ON letzter Flug am 26.10.

OG letzter Flug Ende Oktober 

OI letzter Flug am 02.11.

OM letzter Flug am 05.11.

Bei OH / OK weiß ich nicht wann der letzte Flug sein wird 

OI steht gerade in HRG und hat Probleme beim Start... one Engine not starting :) Drücken wir Ihr die Daumen im letzten Monat

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb launisches Wiesel:

OI steht gerade in HRG und hat Probleme beim Start... one Engine not starting :) Drücken wir Ihr die Daumen im letzten Monat

Ja mit den HRG läuft es irgendwie nicht so die letzten beiden Tage… ich hoffe auch das beste, wollte eigentlich noch mit ihr fliegen diesen Monat 🥲

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