Viel-Flieger

Aktuelles zum Flughafen Frankfurt

Empfohlene Beiträge

Ich denke es ist schlicht eine Kosten-/Nutzenrechnung. Meiner Beobachtung nach ist mieses Winterwetter z.B. in Chicago ORD reine Routine, während es in Frankfurt eine Herausforderung darstellt, weil die Kapazitäten wohl einfach nicht vorgehalten werden. Die Frage ist, ob der Kunde wirklich zusätzliche Kosten auf die Ticketpreise akzeptieren würde um diese paar Tage im Jahr zu verhindern. 

FRA hat halt das Problem der schlechten Vorhersagbarkeit. Auch Winter völlig ohne Schnee sind da nich ungewöhnlich. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 30 Minuten schrieb JeZe:

Ich denke es ist schlicht eine Kosten-/Nutzenrechnung. Meiner Beobachtung nach ist mieses Winterwetter z.B. in Chicago ORD reine Routine, während es in Frankfurt eine Herausforderung darstellt, weil die Kapazitäten wohl einfach nicht vorgehalten werden. Die Frage ist, ob der Kunde wirklich zusätzliche Kosten auf die Ticketpreise akzeptieren würde um diese paar Tage im Jahr zu verhindern. 

FRA hat halt das Problem der schlechten Vorhersagbarkeit. Auch Winter völlig ohne Schnee sind da nich ungewöhnlich. 

Solange die Verantwortlichen es genauso bei sich selbst akzeptieren könnte man das irgendwie verstehen. Also wenn sie in einem Supermarkt lange an einer Kasse anstehen müssen wegen "schlechter Vorhersagbarkeit" und deshalb nur 1 Kasse geöffnet ist und sie das akzeptabel finden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde schrieb JeZe:

Die Frage ist, ob der Kunde wirklich zusätzliche Kosten auf die Ticketpreise akzeptieren würde um diese paar Tage im Jahr zu verhindern. 

Na erst einmal Frage ich mich, wie das die Airlines (in FRA besonders LH) das akzeptieren, dass sie bei etwas schlechtem Wetter, soviel Verspätung bzw. Streichungen durch schlechte Abwicklung haben. Den Flugbetrieb in dem Zustand weiter zu koordinieren und wieder dann ins Lot zu bringen, muss auch eine sehr dankbar Aufgabe sein.

...NCC1701

bearbeitet von NCC1701

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Bedingungen können ja aber immer und zu jeder Zeit so schlecht werden, dass auch mit entsprechender Vorbereitung überhaupt nicht geflogen werden kann (nicht nur wg. Schnee). Wahrscheinlich packt man in Frankfurt die paar Wintertage einfach mit in diese Gesamtmarge. 

Wenn man mal sieht, was in schneereichen Regionen am Boden rumsteht, so wäre es betriebswirtschaftlich sicherlich nicht sinnvoll das auch in Frankfurt vorzuhalten. Es kann sich ja jeder selbst überlegen, wie er als Airport-Betreiber vorgehen würde. :)

bearbeitet von JeZe

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 5 Stunden schrieb NCC1701:

... bei etwas schlechtem Wetter ...

Ich habe nur darauf gewartet, ohne echten Blizzard scheint man Südhessenschnee nicht als Unwägbarkeit zu akzeptieren. Wir hatten gestern 12h Dauerschneefall von der Sorte "nass und klebrig". Deshalb musste praktisch jede Maschine durch den Enteiser, während sich Pulverschnee schon beim Rollen verflüchtigt.

Ich fliege sehr oft via FRA, die beschriebenen Sparschäden im Service beobachte ich nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Zwei Probleme von FRA:
1) Die Runway-Kapazitäten sind ziemlich ausgenutzt. Wenn dann eine Bahn für 20 Minuten zum Räumen zugeht, kannst du auch 50 000 Deicing-Elefanten vorhalten, schneller gestartet werden kann trotzdem nicht.

2) Es ist ziemlich selten, dass man über so einen langen Zeitraum Schneefall hat. Denn bei Precipitation in gefrierenden Konditionen (Schnee, gefrierender Regen etc.) braucht man ein Two-Step-Deicing (erst den Schnee runterblasen, dann Schutzschicht gegen neues Eis). Das dauert überraschenderweise doppelt so lange, demnach stehen auch nur ca. die halben Kapazitäten zur Verfügung als wenns um einen Enteisungsvorgang geht, bei dem sich Eis auf dem Flügel gebildet hat aber nichts mehr aktuell vom Himmel kommt. (Geschätzt ca. 60% aller Enteisungsvorgänge in Mitteleuropa)

 

 

P.S.: Und MUC ist jetzt auch abgesoffen. Ich habe schon an beiden Airports gearbeitet und liebe eigentlich MUC, aber bei aktivem Schneefall und der Ausnutzung der Bahnen ist dann Hopfen und Malz verloren. Das endete darin dass ein A350 um 00:20 Uhr lokal nochmal von der 26L zur 26R rollen und neu enteisen durfte. ("München ist immer so strukturiert, die haben viel mehr einen Plan!")

 

Sogar in OSL und ARN kann man beobachten, dass bei aktivem Schneefall auch dort der Betrieb auf einmal nicht mehr so komplett reibungslos vonstatten geht.

bearbeitet von Lucky Luke

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 45 Minuten schrieb Lucky Luke:

Sogar in OSL und ARN kann man beobachten, dass bei aktivem Schneefall auch dort der Betrieb auf einmal nicht mehr so komplett reibungslos vonstatten geht.

Man kann "nicht mehr so komplett reibungslos" mit ~250x cancelled vergleichen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vermutlich müsste man die Flughäfen stärker an den Kosten solcher Verspätungen beteiligen? Wenn man die Übernachtungskosten und Verpflegung der gestrandeten Passagiere mit einer Servicegarantie auf die Airports abwälzen würde, lohnte sich das Pokern mit zu geringer Ausstattung nicht mehr. Das ist doch heute eine reine Kostenrechnung zu Ungunsten der Passagiere. Man wird als zahlender Kunde auf dem Feldbett einquartiert, wie ein Katastrophenopfer. Das geht heute in der Dienstleistungsbranche nicht mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Doch genau das geht. Geiz ist doch geil.

Das "Problem" sind immer die 'non-documents-pax', alle anderen haben ab einer entsprechenden Buchungsklasse garantiert kein Feldbett am Popöchen gespürt.

bearbeitet von medion

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 22 Minuten schrieb Nosig:

Vermutlich müsste man die Flughäfen stärker an den Kosten solcher Verspätungen beteiligen? Wenn man die Übernachtungskosten und Verpflegung der gestrandeten Passagiere mit einer Servicegarantie auf die Airports abwälzen würde, lohnte sich das Pokern mit zu geringer Ausstattung nicht mehr. Das ist doch heute eine reine Kostenrechnung zu Ungunsten der Passagiere. Man wird als zahlender Kunde auf dem Feldbett einquartiert, wie ein Katastrophenopfer. Das geht heute in der Dienstleistungsbranche nicht mehr.

Die De-Icing kosten zahlt die Airline, also am Ende der Pax, das Katastrophenopfer. Merkst es selbst? Ausstattung rauf = Kosten rauf = Preise für Airlines rauf = Ticketpreise rauf. Da braucht's keinen Airport dazwischen. Machen doch eh geknechtete Dienstleister.

bearbeitet von HLX73G

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kernproblem in Frankfurt ist auch speziell am Sonntag die Dichte der größeren Maschinen (speziell Frachter). Die Enteisung eines Frachtjumbos dauert halt länger als ein Lufthansa A319. Sonntag ist zwar weniger Betrieb, aber die größeren Maschinen haben genau am Sonntag den höchsten Anteil aller Verkehrstage. Hätte Lufthansa nicht 200 Flüge gestrichen, wäre der Verkehr echt zusammengebrochen, weil die Abstellpositionen wegen Vorfahrt Inbound einfach nicht ausreichen. Im Süden abgestellte Flieger brauchen doppelte bis dreifache Zeit bei Busen und anderen Fahrzeugen zur Be- und Entladung, auch hier entstehen enorme Verspätungen.

Somit darf es Sonntags in Frankfurt nicht schneien!!!

Problem kann nur gelöst werden, wenn der Inboundverkehr rechtzeitig reduziert wird wie früher, also mehr Diversions. Für Sonntag hätte man am späten Vormittag schon erste Flieger umleiten müssen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich finde es dennoch eine Zumutung für die Fluggäste. Erst recht, wenn es nicht mal mehr Hotelzimmer gibt. Solche Zustände halte ich für nicht hinnehmbar, auch nicht ein- oder zweimal im Jahr. 

Ganz erstaunlich, was für Blößen sich die sonst immer so stolze "Dienstleistungsbranche" Luftfahrt hier gibt. Statt dass alle mal zusammen drüber nachdenken, wie man das abstellt, heißt es "nicht mein Bereich", Schulterzucken und fertig.

bearbeitet von Nosig

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das mit den Hotelzimmern betrifft in der Regel nur Transferpassagiere, die nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Die können einfach nicht in die Hotels

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 1 Minute schrieb Nosig:

250 Leute haben jetzt wieder auf Pritschen geschlafen. Ob die nochmal in Frankfurt umsteigen?

Auf Pritschen schlafen zum Nulltarif wo gibt es dies sonst noch?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 6 Stunden schrieb Fluginfo:

Somit darf es Sonntags in Frankfurt nicht schneien!!!

 

Der war gut ... :/

 

Ich hatte mich dagegen gefragt was passiert wär wenn der Schnee nicht an einem Sonntag Morgen bis Nachmittag gefallen wär sondern an einem Wochentag.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
On 12/4/2017 at 3:12 PM, medion said:

Der deutsche Vorzeigeairport ist längst München, zumindest was umsteigen per Star Alliance angeht. Nicht von ungefähr gehen bald die ersten 380 von FRA nach MUC.

Ach komm. Es weis doch mittlerweile fast jeder, warum LH die A380 nach MUC schickt. Ist eigentlich wirtschaftlicher Wahnsinn aber halt politisch mitiviert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 9 Stunden schrieb Nosig:

Ich finde es dennoch eine Zumutung für die Fluggäste. Erst recht, wenn es nicht mal mehr Hotelzimmer gibt. Solche Zustände halte ich für nicht hinnehmbar, auch nicht ein- oder zweimal im Jahr. 

Richtig, sowas möchte niemand erleben. Vielleicht sollte man aber mal daran denken, dass Verkehr - und vor allem der durch die Luft - enorm von den Witterungsbedingungen abhängt. Technologiefortschritte machen uns nicht unverwundbar. Womit ich nicht sagen will dass man die Situation nicht besser hätte meistern können.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
3 hours ago, medion said:

Dann sprich Dich mal aus...

LH ist sauer auf FRAPORT, dass sie Ryanair große Rabatte geben. Daraufhin wurde gesagt, dass der LH-Wachstum eben an den anderen Hubs stattfindet. Das gipfelte in dem Tausch A380-A340, der zwei relativ kleine Sub-Flotten jetzt auf jeweils zwei Hubs aufteilt (vorher waren alle 380 in FRA und alle 346 in MUC).

Wie geschrieben, wirtschaftlich völlig sinnlos aber man baut Druck auf FRAPORT auf.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 1 Minute schrieb FRA-T:

LH ist sauer auf FRAPORT, dass sie Ryanair große Rabatte geben. Daraufhin wurde gesagt, dass der LH-Wachstum eben an den anderen Hubs stattfindet. Das gipfelte in dem Tausch A380-A340, der zwei relativ kleine Sub-Flotten jetzt auf jeweils zwei Hubs aufteilt (vorher waren alle 380 in FRA und alle 346 in MUC).

Wie geschrieben, wirtschaftlich völlig sinnlos aber man baut Druck auf FRAPORT auf.

Streng genommen hätte der Spohr auch die 380 verlegen können und im Gegenzug keine 346 auf den Hof in FRA zu stellen.

Dies wäre wirtschaftlich sinnvoll gewesen, weil man ex MUC neue Märkte wie TPE, KUL erschließen hätte können. Also was soll die Meckerei?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
7 minutes ago, Fluginfo said:

Streng genommen hätte der Spohr auch die 380 verlegen können und im Gegenzug keine 346 auf den Hof in FRA zu stellen.

Dies wäre wirtschaftlich sinnvoll gewesen, weil man ex MUC neue Märkte wie TPE, KUL erschließen hätte können. Also was soll die Meckerei?

Welche Meckerei?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden