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Gerichtsurteile aus der Luftfahrt


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452 Antworten in diesem Thema

#451 aaspere

aaspere
  • Mitglied
  • 5.309 Beiträge

Geschrieben 27 Juli 2014 - 22:20

......und falls jetzt jemand auf den Gedanken kommen sollte, Chris und ich bekämen Provision, nein, das ist verboten.

 

Edit

Hier vielleicht noch was zum Schmunzeln für Euch; das Ende des damaligen Falls, mein Brief an LH:

Sehr geehrte Herren ……………….,
der Anwalt meiner Frau, Herr .........., hat meiner Frau Ihr Schreiben vom 29.11.2011 
zugesandt, und damit ist die Angelegenheit dankenswerterweise von Ihnen zu einem 
guten Ende gebracht worden.
Ich habe jetzt, getreu der preußischen Beschwerdeordnung, ein paar Tage über den Fall 
nachgedacht und bitte um Verständnis, wenn ich Ihnen das Ergebnis meiner Überlegungen 
mitteilen möchte. 
Vorweg, ich bin kein Querulant und eher auf Ihrer (LH) Seite als auf der Seite von 
denjenigen, die über die 261/2004 ihre Kosten senken wollen. Ich schaue nur gerne auch 
hinter die Vorgänge, und bei dem Blick hinter diesen Vorgang stellte ich doch, 
psychologisch betrachtet, eine kleine Katastrophe fest. Wenn Sie Katastrophenmeldungen 
ungern lesen (davon haben Sie ja auch täglich genug), dann sollten Sie auch hier 
aufhören. Wenn ich Sie aber neugierig gemacht habe, dann lesen Sie bitte weiter.
Die kurze Nacht im Hotel in Florenz aufgrund eines Technicals bei Air Dolomiti war ja der klassische Fall für die 
261/2004; ich denke, da stimmen Sie mir zumindest nickend zu. Das war auch alles nicht wirklich schlimm, nur eben 
unbequem; und der Service am Schalter von Air Dolomiti war zwar umfassend und korrekt, aber ziemlich schleppend. 
Nachdem meine Frau dann ihre Ansprüche nach der 261/2004 am 12.10.2011 angemeldet hatte, wurde es 
psychologisch interessant. Zuerst kam ein Brief von Ihnen (Frau……….) mit Bedauern und Entschuldigung, 
den anderen, leider üblichen Textbausteinen und der Ablehnung einer Zahlungspflicht. 
Am Schluss des Briefes kam dann der schon erwartete, ich nenne das jetzt mal „Bestechungsversuch“ mit den 
drei Flaschen Wein (klingt härter als von mir gemeint). Bei Ihnen wusste man aber bereits, dass die Forderung 
meiner Frau berechtigt war, und meine Frau wusste es natürlich auch, dass Sie das wussten. 
Und das ist immer sehr spaßig, wenn jeder vom anderen weiß, dass er voll im Bilde ist, und dann dennoch die 
alten Rituale der Schattengefechte bemüht werden.
Es folgt, was ja kommen musste, der zweite Brief meiner Frau mit Fristsetzung. Und genau so folgerichtig ignorierten 
Sie den zweiten Brief meiner Frau. Es war wie in einer Komödie von Molière.
Jetzt könnte es sein, dass Sie hofften, meine Frau würde nun Ruhe geben. Spielte die Erkenntnis, dass Ihre Kundin 
eine Frau war, dabei etwa eine Rolle? Wir wissen alle, dass wir Männer mit Frauen in geschäftlichen Dingen manchmal
anders umgehen, als mit unseren Geschlechtsgenossen. Die Welt ist böse, aber sie ist nun mal so.
In Wahrheit befürchteten Sie aber schon den nächsten Schritt meiner Frau, der dann auch prompt eintrat – 
die Beauftragung des Anwalts.
Und da Sie darauf vorbereitet waren, haben Sie auch nicht versucht, es zur Klageeinreichung kommen zu lassen. 
Mit anderen Worten, Sie sind, zwar vordergründig ehrenvoll, aber dennoch eingeknickt. Und dieser Brief von Ihnen 
beiden, war dann ein Paradebeispiel dafür, wie man es eigentlich nicht machen sollte. Man sollte wirklich den Mut 
haben, mannhaft unterzugehen. Das schafft Respekt.
Was machten Sie jedoch? Sie führten das Scheingefecht noch weiter und erklärten, dass LH auch weiterhin die 
Möglichkeit des Entlastungsnachweises sehen würde. Und dann kommt dieser Textbaustein, den ich so liebe: 
„Aus kundendienstlichen Gründen haben wir uns jedoch (und jetzt kommt es) ohne Anerkennung einer Rechts-
pflicht……….usw.“ Der Vorhang fällt, das Publikum tobt, die Kritiker sind des Lobes voll. 
Nur, in der letzten Reihe sitzt der Ehemann von Frau……………. und fragt sich, wenn LH meint, den Entlastungs-
nachweis führen zu können, warum lässt sich LH dann nicht verklagen? Wenn LH jedoch weiß, dass keine Chance 
besteht, einen Rechtsstreit auch zu gewinnen, warum wird dann dieser Satz geschrieben? 
Und sehen Sie, liebe Lufthanseaten, das hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack. Und das ist die kleine 
Katastrophe, psychologisch betrachtet. 
Ich hoffe, dass ich den richtigen Ton getroffen habe. Letztlich angetrieben hat mich das Thema Ihres Unternehmens-
bereichs „Kundendialog“. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Brief zum Anlass nehmen, Ihr Dialogsystem zu 
verbessern. Ich bin ja auch nicht einzigartig mit meinen kritischen Anmerkungen; in verschiedenen Luftfahrtforen, 
in denen ich mich bewege, ist das ein Thema. Übrigens nicht nur bei LH, sondern bei vielen Airlines.

Bearbeitet von 744pnf, Gestern, 13:33.

  • 3

#452 MHG

MHG
  • Mitglied
  • 1.342 Beiträge

Geschrieben Gestern, 18:39

Da würde mich mal interessieren, ob LH auf so ein Schreiben überhaupt reagiert ... :blink:

Wenn überhaupt, dann ist wohl kaum zu erwarten, daß zu den angesprochenen Scheingefechten Stellung bezogen wird.

Soviel "Mut" wird man in der Rechtsabteilung kaum haben, denn andernfalls würde man möglicherweise (rechtlich) doch möglicherweise angreifbar werden ... :ph34r:


Bearbeitet von MHG, Gestern, 18:46.

  • 0
Don't argue with fools. They will drag you down to their level and beat you with experience.


#453 aaspere

aaspere
  • Mitglied
  • 5.309 Beiträge

Geschrieben Gestern, 20:24

Nein, da kam natürlich keine Antwort. Das war übrigens nicht die Rechtsabteilung sondern die Abteilung Kundendialog in Gütersloh.

Ich glaube aber, daß ich jetzt einen Hinweis auf meinem Datenblatt habe: Nicht streiten - zahlen, wenn er nicht unverschämt ist.  :) 


  • 0


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