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Gerichtsurteile aus der Luftfahrt


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470 Antworten in diesem Thema

#451 aaspere

aaspere
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Geschrieben 27 Juli 2014 - 22:20

......und falls jetzt jemand auf den Gedanken kommen sollte, Chris und ich bekämen Provision, nein, das ist verboten.

 

Edit

Hier vielleicht noch was zum Schmunzeln für Euch; das Ende des damaligen Falls, mein Brief an LH:

Sehr geehrte Herren ……………….,
der Anwalt meiner Frau, Herr .........., hat meiner Frau Ihr Schreiben vom 29.11.2011 
zugesandt, und damit ist die Angelegenheit dankenswerterweise von Ihnen zu einem 
guten Ende gebracht worden.
Ich habe jetzt, getreu der preußischen Beschwerdeordnung, ein paar Tage über den Fall 
nachgedacht und bitte um Verständnis, wenn ich Ihnen das Ergebnis meiner Überlegungen 
mitteilen möchte. 
Vorweg, ich bin kein Querulant und eher auf Ihrer (LH) Seite als auf der Seite von 
denjenigen, die über die 261/2004 ihre Kosten senken wollen. Ich schaue nur gerne auch 
hinter die Vorgänge, und bei dem Blick hinter diesen Vorgang stellte ich doch, 
psychologisch betrachtet, eine kleine Katastrophe fest. Wenn Sie Katastrophenmeldungen 
ungern lesen (davon haben Sie ja auch täglich genug), dann sollten Sie auch hier 
aufhören. Wenn ich Sie aber neugierig gemacht habe, dann lesen Sie bitte weiter.
Die kurze Nacht im Hotel in Florenz aufgrund eines Technicals bei Air Dolomiti war ja der klassische Fall für die 
261/2004; ich denke, da stimmen Sie mir zumindest nickend zu. Das war auch alles nicht wirklich schlimm, nur eben 
unbequem; und der Service am Schalter von Air Dolomiti war zwar umfassend und korrekt, aber ziemlich schleppend. 
Nachdem meine Frau dann ihre Ansprüche nach der 261/2004 am 12.10.2011 angemeldet hatte, wurde es 
psychologisch interessant. Zuerst kam ein Brief von Ihnen (Frau……….) mit Bedauern und Entschuldigung, 
den anderen, leider üblichen Textbausteinen und der Ablehnung einer Zahlungspflicht. 
Am Schluss des Briefes kam dann der schon erwartete, ich nenne das jetzt mal „Bestechungsversuch“ mit den 
drei Flaschen Wein (klingt härter als von mir gemeint). Bei Ihnen wusste man aber bereits, dass die Forderung 
meiner Frau berechtigt war, und meine Frau wusste es natürlich auch, dass Sie das wussten. 
Und das ist immer sehr spaßig, wenn jeder vom anderen weiß, dass er voll im Bilde ist, und dann dennoch die 
alten Rituale der Schattengefechte bemüht werden.
Es folgt, was ja kommen musste, der zweite Brief meiner Frau mit Fristsetzung. Und genau so folgerichtig ignorierten 
Sie den zweiten Brief meiner Frau. Es war wie in einer Komödie von Molière.
Jetzt könnte es sein, dass Sie hofften, meine Frau würde nun Ruhe geben. Spielte die Erkenntnis, dass Ihre Kundin 
eine Frau war, dabei etwa eine Rolle? Wir wissen alle, dass wir Männer mit Frauen in geschäftlichen Dingen manchmal
anders umgehen, als mit unseren Geschlechtsgenossen. Die Welt ist böse, aber sie ist nun mal so.
In Wahrheit befürchteten Sie aber schon den nächsten Schritt meiner Frau, der dann auch prompt eintrat – 
die Beauftragung des Anwalts.
Und da Sie darauf vorbereitet waren, haben Sie auch nicht versucht, es zur Klageeinreichung kommen zu lassen. 
Mit anderen Worten, Sie sind, zwar vordergründig ehrenvoll, aber dennoch eingeknickt. Und dieser Brief von Ihnen 
beiden, war dann ein Paradebeispiel dafür, wie man es eigentlich nicht machen sollte. Man sollte wirklich den Mut 
haben, mannhaft unterzugehen. Das schafft Respekt.
Was machten Sie jedoch? Sie führten das Scheingefecht noch weiter und erklärten, dass LH auch weiterhin die 
Möglichkeit des Entlastungsnachweises sehen würde. Und dann kommt dieser Textbaustein, den ich so liebe: 
„Aus kundendienstlichen Gründen haben wir uns jedoch (und jetzt kommt es) ohne Anerkennung einer Rechts-
pflicht……….usw.“ Der Vorhang fällt, das Publikum tobt, die Kritiker sind des Lobes voll. 
Nur, in der letzten Reihe sitzt der Ehemann von Frau……………. und fragt sich, wenn LH meint, den Entlastungs-
nachweis führen zu können, warum lässt sich LH dann nicht verklagen? Wenn LH jedoch weiß, dass keine Chance 
besteht, einen Rechtsstreit auch zu gewinnen, warum wird dann dieser Satz geschrieben? 
Und sehen Sie, liebe Lufthanseaten, das hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack. Und das ist die kleine 
Katastrophe, psychologisch betrachtet. 
Ich hoffe, dass ich den richtigen Ton getroffen habe. Letztlich angetrieben hat mich das Thema Ihres Unternehmens-
bereichs „Kundendialog“. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Brief zum Anlass nehmen, Ihr Dialogsystem zu 
verbessern. Ich bin ja auch nicht einzigartig mit meinen kritischen Anmerkungen; in verschiedenen Luftfahrtforen, 
in denen ich mich bewege, ist das ein Thema. Übrigens nicht nur bei LH, sondern bei vielen Airlines.

Bearbeitet von 744pnf, 28 Juli 2014 - 13:33.

  • 3

#452 MHG

MHG
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Geschrieben 28 Juli 2014 - 18:39

Da würde mich mal interessieren, ob LH auf so ein Schreiben überhaupt reagiert ... :blink:

Wenn überhaupt, dann ist wohl kaum zu erwarten, daß zu den angesprochenen Scheingefechten Stellung bezogen wird.

Soviel "Mut" wird man in der Rechtsabteilung kaum haben, denn andernfalls würde man möglicherweise (rechtlich) doch möglicherweise angreifbar werden ... :ph34r:


Bearbeitet von MHG, 28 Juli 2014 - 18:46.

  • 0
Don't argue with fools. They will drag you down to their level and beat you with experience.


#453 aaspere

aaspere
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  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 29 Juli 2014 - 16:49

Nein, da kam natürlich keine Antwort. Das war übrigens nicht die Rechtsabteilung sondern die Abteilung Kundendialog in Gütersloh.

Ich glaube aber, daß ich jetzt einen Hinweis auf meinem Datenblatt habe: Nicht streiten - zahlen, wenn er nicht unverschämt ist.  :) 


Kein Urteil, weil keine Zivilklage.

http://www.airliners...ieb-nicht/33220

Eine nachvollziehbare Entscheidung vom DUS. Alles andere wäre fruchtlos, im Gegensatz zu der Studentin damals.


  • 0

#454 ramsesp

ramsesp
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  • 289 Beiträge

Geschrieben 30 Juli 2014 - 16:03

Nein, da kam natürlich keine Antwort. Das war übrigens nicht die Rechtsabteilung sondern die Abteilung Kundendialog in Gütersloh.

 

 

...und damit nicht einmal die Hansa selber. Geschrieben hat Deiner Frau (oder ihrem Anwalt) die nette Firma Arvato.


  • 0

#455 aaspere

aaspere
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  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 30 Juli 2014 - 23:05

Es war ein Lufthansabriefpapier, Lusthansabriefkopf und mit Deutsche Lufthansa AG - Kundendialog unterschrieben. Für mich ist das Lufthansa. Ja, ich weiß um Arvato; das kratzt mich aber wenig. Im Negativfal hätten wir ja auch nicht Arvato sondern Lufthansa verklagt.


  • 0

#456 aaspere

aaspere
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Geschrieben 20 August 2014 - 18:32

Nanu, wäre auch in Deutschland die Gerichtsentscheidung so ausgefallen?

http://www.airliners...r-pflicht/33394


  • 0

#457 PHIRAOS

PHIRAOS
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  • 1.427 Beiträge

Geschrieben 21 August 2014 - 08:03

Ich denke mal das hängt damit zusammen, dass man als Passagier ja einen Vertrag mit der Airline und nicht mit dem Flughafen hat und die Airline halt "Ansprechpartner" für "alle" Probleme ist. Die Airline wird dann ihrerseits Ansprüche gegenüber dem wahren Verursacher des Schadens geltend machen. 


  • 0

#458 aaspere

aaspere
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  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 21 August 2014 - 09:24

Was ist denn dann aber mit Besuchern des Flughafens,  die jemanden abholen oder hinbringen? Die haben keinen Vertrag mit einer Airline. Das würde mich jetzt doch brennend interessieren.


  • 0

#459 Andy

Andy
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  • 1.196 Beiträge

Geschrieben 21 August 2014 - 11:25

Nanu, wäre auch in Deutschland die Gerichtsentscheidung so ausgefallen?

http://www.airliners...r-pflicht/33394

 

Ähnliche Urteile existieren bereits bezüglich der DB. Wer in einem Bahnhof stürzt, hat einen Schadenersatzanspruch gegenüber der jur. Person, mit der der Beförderungsvertrag geschlossen wurde. Ansonsten haftet der Gebäudenbetreiber.


Bearbeitet von Andy, 21 August 2014 - 11:25.

  • 0

#460 Herr Asterix

Herr Asterix
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  • 1.742 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 08:09

Was ist denn dann aber mit Besuchern des Flughafens,  die jemanden abholen oder hinbringen? Die haben keinen Vertrag mit einer Airline. Das würde mich jetzt doch brennend interessieren.

 

Na ja, einen Vertrag nicht, aber der Flughafen ist ein öffentlicher Raum, und der Flughafen hier in der sog "Verkehrssicherungspflicht".

 

Hier mal eine etwas ausführlichere Berichterstattung:

http://www.austriana...alunfaelle.html

 

Zu Bedenken gilt: Es geht hier um den Anspruch der Passagierin auf Schadensersatz, und wer in diesem Rechtsverhältnis der zu Beklagende ist. Das ist in diesem Fall die Airline. Es sagt aber noch gar nichts darüber aus, wie es um das Rechtsverhältnis zwischen Airline und Airport bzw. der Reinigungsfirma bestellt ist. Die Airline wird den Airport ggfls. ebenfalls verklagen.


  • 0

#461 aaspere

aaspere
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  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 10:26

Danke für den Link. Habe ihn aufmerksam gelesen und kann der Begründung sogar folgen, wenngleich ich feststelle, daß man sich das Leben in Österreich auch kompliziert gestalten kann. Aber so sind sie nunmal, unsere rotweissen Nachbarn. Und dann, Hundekot war die Ursache. Wer zum Teufel ist so saublöd und nimmt seinen Hund mit ins Flughafengebäude?

Also verfolgen wir den Klageweg:

1. Klage der Geschädigten gegen den Flughafen Wien - abgewiesen

2. Klage der Geschädigten gegen die Airline

3. Klage der Airline gegen den Flughafen Wien

4. Klage des Flughafens Wien gegen die Reinigungsfirma

5. Klage der Reinigungsfirma gegen den Hundehalter

 

Da fällt mir assoziativ nur noch ein Lied von Georg Kreisler ein, worin der Satz "....geh'mer Tauben vergiften im Park..."

 

Die Frage ist aber immer noch nicht beantwortet: Wie würde das im deutschen Rechtssystem ablaufen?


  • 0

#462 Herr Asterix

Herr Asterix
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  • 1.742 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 10:50

Ähnlich, deutsches und österreichisches recht sind sich sehr ähnlich. Auch in Deutschland ist das befördernde Unternehmen in der Pflicht gegenüber dem zu befördernden Gast.

 

Übrigens, Österreich ist nicht komplizierter als Deutschland....wir bleiben nur gelassener dabei.... :D

 

Du gibst nebenbei noch einen guten Hinweis auf ein Problem in der ganzen Sache. Auf dem Flughafen ist das Führen von Hunden uasserhalb von Transportboxen nicht erlaubt. In der Tat darf man dem betreffenden "Herrchen" oder "Frauchen" mal die freundliche Frage stellen - sofern man sie ermitteln kann - ob sich ihre Vierbeiner auch in den eigenen vier Wänden oder im Supermarkt oder sonstwo in Gebäuden einfach so erleichtern dürfen...


  • 0

#463 Hubi206

Hubi206
  • Mitglied
  • 297 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 12:10

Ähnlich, deutsches und österreichisches recht sind sich sehr ähnlich. Auch in Deutschland ist das befördernde Unternehmen in der Pflicht gegenüber dem zu befördernden Gast.

Die Begründung kann ich absolut nicht einsehen. Der Richter hat für mich einen 'Knall'.

 

Wo beginnt denn der Punkt, an dem die Airline sichere Gänge zur Verfügung zu stellen muss.

 

- nach der Ausfahrt aus der eigenen Garage?
- auf der Straße?
- auf der Autobahn?

- im Flughafen Parkhaus?

- im Zubringer vom Parkhaus zum Flughafengebäude?

 

Für mich gibt es auch so etwas wie 'Eigenverantwortun für mich'. Wenn ich so dusselig bin und auf einem Hundehaufen ausrutsche, dann sind schon wieder andere dafür verantwortlich.

 

Unabhängig davon, daß man vielen 'blöden Hundenbesitzern' endlich mal gehörig Anstand beibringen muß. Das betrifft aber nicht  nur Flughäfen sondern Bürgersteige, Parks etc.


  • 0

#464 aaspere

aaspere
  • Mitglied
  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 12:34

Ähnlich, deutsches und österreichisches recht sind sich sehr ähnlich. Auch in Deutschland ist das befördernde Unternehmen in der Pflicht gegenüber dem zu befördernden Gast.

 

Übrigens, Österreich ist nicht komplizierter als Deutschland....wir bleiben nur gelassener dabei.... :D

 

Du gibst nebenbei noch einen guten Hinweis auf ein Problem in der ganzen Sache. Auf dem Flughafen ist das Führen von Hunden uasserhalb von Transportboxen nicht erlaubt. In der Tat darf man dem betreffenden "Herrchen" oder "Frauchen" mal die freundliche Frage stellen - sofern man sie ermitteln kann - ob sich ihre Vierbeiner auch in den eigenen vier Wänden oder im Supermarkt oder sonstwo in Gebäuden einfach so erleichtern dürfen...

 

Das Recht mag ähnlich sein. Hier geht es aber um Rechtsprechung, und da könnte es schon Unterschiede geben.

Die angebliche Gelassenheit ist nur der Ausdruck von tiefer Depression wegen 40 Jahren GroKo. :D


  • 0

#465 Jimmyy

Jimmyy
  • Mitglied
  • 57 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 12:38

Die Begründung kann ich absolut nicht einsehen. Der Richter hat für mich einen 'Knall'.
 
Wo beginnt denn der Punkt, an dem die Airline sichere Gänge zur Verfügung zu stellen muss.
 
- nach der Ausfahrt aus der eigenen Garage?
- auf der Straße?
- auf der Autobahn?
- im Flughafen Parkhaus?
- im Zubringer vom Parkhaus zum Flughafengebäude?
 
Für mich gibt es auch so etwas wie 'Eigenverantwortun für mich'. Wenn ich so dusselig bin und auf einem Hundehaufen ausrutsche, dann sind schon wieder andere dafür verantwortlich.
 
Unabhängig davon, daß man vielen 'blöden Hundenbesitzern' endlich mal gehörig Anstand beibringen muß. Das betrifft aber nicht  nur Flughäfen sondern Bürgersteige, Parks etc.


Davon abgesehen, dass ich bei einem einzelnen Hundehaufen auch leicht zwischen der von dir angesprochenen Eigenverantwortung und dem "Irgendwer hat durchaus dafuer zu Sorgen dass ein Flughafen ausreichend sicher genutzt werden kann" schwanke, so ist es aus meiner Sicht auf jedenfall vollkommen richtig dass die Fluggessellschaft haftet.

Was wuerde passieren wenn dem nicht so wäre?
Fluggast fällt auf die Nase und will Kosten von Fluggessellschaft erstattet haben.
Diese sagt: Nein, wende dich an den Flughafen, der hat sein Terminal nicht gesichert.
Fluggast wendet sich an den Flughafen. Der sagt: Sorry, Putzfirma Schmutzfink hat sich schlecht gekümmert. wende dich an die.
Fluggast wendet sich an Putzfirma. Die sagt, sorry, subunternehmer war zustaendig, koennen wir nicht direkt was dafuer. Wenden sie sich doch mal an den.
Am Ende der Kette ist bestimmt jemand nicht sehr liquides.

Finde ich korrekt, dass die Fluggessellschaft haftet. Mit der hat der Reisende schliesslich ne Vertragsbeziehung, kennt Ansprechpartner, ladungsfähige Adresse etc. Die können dann ermitteln wer als naechstes zustaendig ist. Und bei komischen konstrukten ist der angeschmiert, der den nicht liquiden geschaeftspartner angestellt hat.
  • 0

#466 aaspere

aaspere
  • Mitglied
  • 5.491 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 12:42

Die Begründung kann ich absolut nicht einsehen. Der Richter hat für mich einen 'Knall'.

 

 

Das war nicht ein Richter, das waren die Richter in drei Instanzen, mithin eine ganze Richtergeneration. Das Urteil OGH wird Eingang finden in die Liste der bedeutenden Entscheidungen der Republik Österreich und in hundert Jahren noch werden Studenten der Jurisprudenz mit diesem Kasus malträtiert.


Am Ende der Kette ist bestimmt jemand nicht sehr liquides.
 

 

Falsch. Am Ende steht der verdammte Köter, und der ist schon längst standrechtlich erschossen worden.


  • 0

#467 Jimmyy

Jimmyy
  • Mitglied
  • 57 Beiträge

Geschrieben 22 August 2014 - 12:45

Und irgendwo muss eine haftung anfangen, denn spätestens bei eisbedeckten bahnsteigen bin ich dann nichtmehr der Meinung dass der ausrutschende eben zu dusselig war. (Auch wenn ich fuer insgesammt eher weniger Salzeinsatz im Winter waere.....aber an manchen Orten muss es dann wohl doch sein, aber spätestens jetzt schweife ich ab.)

Das war nicht ein Richter, das waren die Richter in drei Instanzen, mithin eine ganze Richtergeneration. Das Urteil OGH wird Eingang finden in die Liste der bedeutenden Entscheidungen der Republik Österreich und in hundert Jahren noch werden Studenten der Jurisprudenz mit diesem Kasus malträtiert.

 
Falsch. Am Ende steht der verdammte Köter, und der ist schon längst standrechtlich erschossen worden.


Wenn dann bitte das Herrchen (ich bin selbstverständlich gegen jede Todesstrafe, aber das Tier kann auch nix fuer sein Herrchen). Ich befürchte nur, in der Realitaet werden alle ermittlungsversuche des verursachers scheitern.

Bearbeitet von Jimmyy, 22 August 2014 - 12:46.

  • 0

#468 aaspere

aaspere
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Geschrieben Heute, 12:31

Au Backe. Wenn dieses Urteil rechtskräftig werden sollte,dann müssen fast alle Airlines ihre Ticketpreise neu kalkulieren. Das LG Berlin hat der Klage eines Verbrauchervereins recht gegeben (AZ: 52 O 175/13).

http://www.airliners...g-faellig/33469

Ich stelle mir das dann in der Praxis so vor:

Buchung wird bestätigt, vorbehaltlich der Zahlung, sagen wir mal 14 Tage vor Reiseantritt.

Erhöhter Verwaltungsaufwand bei der Airline, weil sie den Kunden erinnern muß.

Kunde vermasselt die Zahlung dennoch.

Kunde wird am CI abgewiesen.

Großer Ärger. BILD-Leserreporter berichtet von Prügelei im Flughafen.

 

Im Prinzip liegt die Kammer beim LG Berlin richtig mit ihrer Entscheidung; sie ist nur sowas von praxisfremd, daß es schon wieder weh tut. Es ist doch viel einfacher, wenn der Kunde bei der Buchung gleich bezahlt und dann auch keine Probleme bekommen wird. Das bißchen Zinsverlust fällt doch überhaupt nicht ins Gewicht, zumal ein tatsächlicher Zinsverlust auch nicht eintritt, weil er ja auch nicht von seinem Sparbuch bezahlt.


  • 0

#469 Faro

Faro
  • Mitglied
  • 703 Beiträge

Geschrieben Heute, 13:30

Au Backe. Wenn dieses Urteil rechtskräftig werden sollte,dann müssen fast alle Airlines ihre Ticketpreise neu kalkulieren. Das LG Berlin hat der Klage eines Verbrauchervereins recht gegeben (AZ: 52 O 175/13).

http://www.airliners...g-faellig/33469

Ich stelle mir das dann in der Praxis so vor:

Buchung wird bestätigt, vorbehaltlich der Zahlung, sagen wir mal 14 Tage vor Reiseantritt.

Erhöhter Verwaltungsaufwand bei der Airline, weil sie den Kunden erinnern muß.

Kunde vermasselt die Zahlung dennoch.

Kunde wird am CI abgewiesen.

Großer Ärger. BILD-Leserreporter berichtet von Prügelei im Flughafen.

 

Im Prinzip liegt die Kammer beim LG Berlin richtig mit ihrer Entscheidung; sie ist nur sowas von praxisfremd, daß es schon wieder weh tut. Es ist doch viel einfacher, wenn der Kunde bei der Buchung gleich bezahlt und dann auch keine Probleme bekommen wird. Das bißchen Zinsverlust fällt doch überhaupt nicht ins Gewicht, zumal ein tatsächlicher Zinsverlust auch nicht eintritt, weil er ja auch nicht von seinem Sparbuch bezahlt.

Ich habe gerade mal in meinen gesammelten Tickets herumgestöbert: 2003 war das bei Air Berlin tatsächlich noch so, dass ich bei einer Flugbuchung (Gesamtbetrag 136€) mehr als 28 Tage vorher nur 40€ anzahlen musste, den Rest dann später. Auf der Buchungsbestätigung stand aber der Satz: " Buchung ist nur bei gültiger Zahlart Kreditkarte oder Lastschrift verbindlich!" Was damals ging, sollte doch heute (rein technisch gesehen) also auch kein Problem darstellen, zumal man bei Lastschrift bzw Kreditkarte auch niemand im Vorfeld zu erinnern braucht. Dass das für die Airlines zu einer anderen Kalkulation führen würde, steht auf einem anderen Blatt Papier. Dem Verbraucher bliebe es dann aber erspart, sich hinterher um die Erstattung von Gebühren etc. zu bemühen, wenn die Anzahlung genau dem entspräche, was an Erstattung übrig bliebe.


  • 0

#470 aaspere

aaspere
  • Mitglied
  • 5.491 Beiträge

Geschrieben Heute, 14:06

Man kann das in der Tat von beiden Seiten schlüssig belegen. Daß das mit Air Berlin früher (gefühlt vor dem 30-jährigen Krieg :D) möglich war, wußte ich nicht. Ich glaube aber, daß die wenigsten Airlines Lastschrift zulassen; dann ist das natürlich auch kein Problem für den Kunden. Er kann den Zeitpunkt der Lastschrift aber dann auch nicht beeinflussen. Bei Kreditkarte oder EC-Karte wird jedenfalls sofort belastet. Ich muß mal gleich nachschauen, wie die gängigen Airlines das jetzt im Angebot haben. Leider ist das Urteil noch nicht im Netz einsehbar, so daß ich auch nicht weiß, um welche Airline es sich hier gehandelt hat

 

@ STN-EBJ

Kannst Du den Urteilstext finden?


  • 0

#471 touchdown99

touchdown99
  • Moderator
  • 7.274 Beiträge

Geschrieben Heute, 15:02

...und damit nicht einmal die Hansa selber. Geschrieben hat Deiner Frau (oder ihrem Anwalt) die nette Firma Arvato.

 

Das finde ich interessant - mit welcher rechtlichen Legitimation erbringt denn Arvato Rechtsdienstleistungen für die Lufthansa? Sowas ist nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz erlaubnispflichtig (weshalb die Unternehmen, die Ansprüche für Passagiere durchsetzen, eine Inkassoerlaubnis haben oder bei genauem Hinsehen Anwaltskanzleien sind).


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