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Shain-Air

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Geschrieben
Das ist doch einfach Bullshit, sorry. ....Daran ändern Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und all dieser schreckliche Gewerkschaftskram rein gar nichts.

 

Doch, das ganze "Zeugs" ändert heutzutage leider eine ganze Menge.

 

"Modern" aus der Sicht des Unternehmers ist heute doch folgendes: Maximale Flexibilität der Arbeitnehmer, maximale Flexibilität auf Seiten des Arbeitgebers, das Personal entsprechend dem Bedarf anzupassen und das alles mit möglichst wenig Vorlauf.

Ethik etc kann man sich abschminken, was übrigens branchenübergreifend gilt.

 

Wenn man jetzt mit erfahrenem Personal eine neue Airline aus dem Boden stampft, wird sich der/die Investoren dieser neuen Unternehmung niemals nehmen lassen, sich in etwa kostenmäßig auf die Stufe der beiden LoCo-Platzhirsche zu stellen. Alleine schon, um nicht von Tag Eins an schon mit schlechteren Karten zu Spielen.

 

Konkret heißt das z.Bsp.:

-Befristete Arbeitsverträge (in der Kabine eh schon gängiges Mittel) auch für Copiloten,

-keine Standortgarantien (Umstationierung nach Bedarf der Airline ohne Kostenausgleich),

-Beteiligung an Ausbildungskosten (neuer copilot zahlt 40.000 Euro für sein Typerating)

-Saisonpeaks werden bequem durch Kontraktpiloten abgefedert

 

etc etc etc.....

 

Ich finde das persönlich nicht gut. Ich mache dieses Geschäft aber nun seit mehr als 20 Jahren und das, was ich da beschreibe, findet schon längst auf die ein-oder andere Weise statt.

 

Und wenn ein neuer Airlinemanager mit 50 Flugzeugen und 300 Mio Startkapital "beschenkt" wird und ihm der Scheich sagt: "MACH MAL !", dann wird sich niemand, der Plan von der Sache hat, zu irgendwelchen Tarifverträgen und Vereinbarungen ("Betonwoche") hinreissen lassen. Forget it !

 

Wer in Deutschland bleiben will, womöglich sein finanziertes Eigenheim in Meerbusch weiter bedienen muss, wird dennoch bleiben. Das wissen "Die" natürlich auch. Und deswegen gibts auch nix mehr geschenkt dann....

 

Sorry folks, ich seh das genauso schwarz, wie es kommen wird im Fall der Fälle.

Geschrieben
Doch, das ganze "Zeugs" ändert heutzutage leider eine ganze Menge.

 

"Modern" aus der Sicht des Unternehmers ist heute doch folgendes: Maximale Flexibilität der Arbeitnehmer, maximale Flexibilität auf Seiten des Arbeitgebers, das Personal entsprechend dem Bedarf anzupassen und das alles mit möglichst wenig Vorlauf.

Ethik etc kann man sich abschminken, was übrigens branchenübergreifend gilt.

 

Wenn man jetzt mit erfahrenem Personal eine neue Airline aus dem Boden stampft, wird sich der/die Investoren dieser neuen Unternehmung niemals nehmen lassen, sich in etwa kostenmäßig auf die Stufe der beiden LoCo-Platzhirsche zu stellen. Alleine schon, um nicht von Tag Eins an schon mit schlechteren Karten zu Spielen.

 

Konkret heißt das z.Bsp.:

-Befristete Arbeitsverträge (in der Kabine eh schon gängiges Mittel) auch für Copiloten,

-keine Standortgarantien (Umstationierung nach Bedarf der Airline ohne Kostenausgleich),

-Beteiligung an Ausbildungskosten (neuer copilot zahlt 40.000 Euro für sein Typerating)

-Saisonpeaks werden bequem durch Kontraktpiloten abgefedert

 

etc etc etc.....

 

Ich finde das persönlich nicht gut. Ich mache dieses Geschäft aber nun seit mehr als 20 Jahren und das, was ich da beschreibe, findet schon längst auf die ein-oder andere Weise statt.

 

Und wenn ein neuer Airlinemanager mit 50 Flugzeugen und 300 Mio Startkapital "beschenkt" wird und ihm der Scheich sagt: "MACH MAL !", dann wird sich niemand, der Plan von der Sache hat, zu irgendwelchen Tarifverträgen und Vereinbarungen ("Betonwoche") hinreissen lassen. Forget it !

 

Wer in Deutschland bleiben will, womöglich sein finanziertes Eigenheim in Meerbusch weiter bedienen muss, wird dennoch bleiben. Das wissen "Die" natürlich auch. Und deswegen gibts auch nix mehr geschenkt dann....

 

Sorry folks, ich seh das genauso schwarz, wie es kommen wird im Fall der Fälle.

 

 

EZY, deine praktischen Erfahrungen und deine Kompetenz stellt glaube ich keiner in Zweifel.

 

So wie ich es verstanden habe, wollte tosc mit der etwas barschen Kritik an deinem Post auf was anderes raus:

 

AB kann sich so lange wie sie will neu strukturieren, um- und ausgliedern, bei einer Neugründung das Personal schlechter stellen, etc.

All das hilft aber wohl nichts, wenn die betriebliche Organisation nicht effizienter wird und die gegebenen Ressourcen maximal profitabel eingesetzt werden.

Liest man sich mal quer durchs Netz, entsteht schnell der Eindruck, dass AB nicht gerade optimal organisiert ist und es nicht so gut wie andere Airlines versteht den operativen Einsatz zu planen.

Derart verpuffen große Teile der gewonnen Effekte einer Neugründung wieder sehr schnell und das Drama geht von vorne los.

Geschrieben
.....

 

AB tut mir leid, Herrn Wowereit wird man zwar ein Grab am Invalidenfriedhof basteln, welches er als historisch größter Vernichter von Steuermillionen nie verdient hat, aber es wird der persönlich organisierte Untergang der Berliner Airline sein, dass unmittelbar auf sein Konto geht, auch wenn das keiner wahr haben will.

 

Meine Hoffnung: TK kauft AB 2014. Das macht Sinn.

 

Auch wenn es hier eigentlich nicht hinein gehört:

 

Wieso würde es Sinn machen, wenn ein *A Mitglied ein Mitglied der OW aufkauft, welches zeitgleich mit Skyteam flirtet?

Zudem baut TK gerade massiv den Verkehr von IST nach Europa aus, um das eigene Streckennetz zu federn.

 

Das größte Problem ist aber ein anderes:

 

Die Türkei gehört meines Wissens nach nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum an und demgemäß würde AB bei einer Übernahme das deutsche AOC verlieren und damit fast alle Streckenrechte.

 

 

.......

Ohja, es ist auch wirklich schon wieder ganz schön lange her, dass diese Platte aufgelegt wurde. Die arme AB, die von den Berliner Flughäfen sehenden Auges in den Abgrund gestoßen wird. Ich bin ja echt mal gespannt, wie raketenhaft AB abgehen wird, wenn BER dann offen ist. Dann wenn AB endlich Umsteigeverkehre generieren kann (geht ja in TXL nicht) und wenn wie von Zauberhand die Yields durch die Decke gehen. Das wird ein Schauspiel! :rolleyes:

 

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, musste AB einen Teil seiner angedachten Wellen und zeitlichen Abstimmungen nach der erneuten Verschiebung der Eröffnung BERs absagen. Oder täusche ich mich? (Bitte korrigiert mich)

 

So dies aber stimmen sollte, ist IMHO durchaus von einer "Verschlechterung" der operativen Situation zu sprechen.

Klar, objektiv hat sich nichts verschlechtert und es ist lediglich beim alten Stand geblieben.

Wenn ein Kunde des BERs allerdings seine Strategie auf das Versprechen einer neuen Infrastruktur abstellt, dieses nicht erfüllt wird, dann kann durchaus von qualitativ geminderten Rahmenbedingungen gesprochen werden.

 

TXL als HUB:

Gehe ich recht in der Annahme, dass du den einen oder anderen Hub dieser Welt schon gesehen hast?

Gehe ich recht in der Annahme, dass du dir regelmäßig einen Überblick über die Preise für Flugverbindungen verschaffte?

 

AB unterscheidet sich preislich häufig nicht sonderlich von den anderen Netzwerk-Carriern.

Das Bord-Produkt von AB unterscheidet sich zumindest kontinental auch nicht sonderlich von den Mitwettbewerbern, auf der Langstrecke reicht es nur in der Eco an diese heran.

 

In einer solchen Situation kann es für "erfahrene" Kunden durchaus ein Argument contra AB sein, wenn sie in TXL umsteigen sollen.

Mit Verlaub, aber TXL ist so ziemlich der ungeeigneteste, unbequemste Umsteigeflughafen den man in Deutschland finden kann.

 

 

 

@aaspere

 

Das wäre doch einmal ein Einsatz für die Gelder des Volkers:

 

Unsere gewählten Vertreter nehmen billigend einen Fußpilz in Kauf, um Gelder für die permanente Neubeschaffung von Gummistiefeln zu sparen.

Das würde die Kosten für BER sicherlich entscheidend deckeln ... ;)

Geschrieben
Und wenn ein neuer Airlinemanager mit 50 Flugzeugen und 300 Mio Startkapital "beschenkt" wird und ihm der Scheich sagt: "MACH MAL !", dann wird sich niemand, der Plan von der Sache hat, zu irgendwelchen Tarifverträgen und Vereinbarungen ("Betonwoche") hinreissen lassen. Forget it !

 

Wer in Deutschland bleiben will, womöglich sein finanziertes Eigenheim in Meerbusch weiter bedienen muss, wird dennoch bleiben. Das wissen "Die" natürlich auch. Und deswegen gibts auch nix mehr geschenkt dann....

 

Ach du je. Selbst wenn es so kommen sollte macht man halt die ersten sechs Monate gute Miene zum bösen Stil, und dann lässt man gepflegt eine Woche die Flieger stehen und der Scheich kann entscheiden ob er halt noch mal weitere 300 Millionen in die Hand nimmt und noch eine Neugründung macht oder halt den Tarifverträgen zustimmt. Nur weil bei EZY und RYR niemand den Arsch in der Hose hat um zu streiken und Tarifverträge zu machen die auch die Einsteiger schützt muss das doch der Rest der Welt nicht so machen. Vor allem weil die Leute mit dem Eigenheim in Meerbusch im Zweifelsfall selber schon 30 Jahre gewerkschaftlich tätig waren.

 

Die grundlegenden Probleme liegen eh in anderen Bereichen, zum Beispiel der Netzstruktur und der Abstimmung zwischen Verkauf und Netzplanung. Und interessanterweise ist die LTU-Langstrecke so ziemlich der einzige Geschäftsbereich der Geld macht, darum auch das Bestreben da zu wachsen wann immer es irgendwie geht.

Geschrieben
Ach du je. Selbst wenn es so kommen sollte macht man halt die ersten sechs Monate gute Miene zum bösen Stil, und dann lässt man gepflegt eine Woche die Flieger stehen und der Scheich kann entscheiden ob er halt noch mal weitere 300 Millionen in die Hand nimmt und noch eine Neugründung macht oder halt den Tarifverträgen zustimmt.

 

Na klar. Wenn Du "den Flieger stehen" läßt, obwohl Du einen gültigen, individuellen Arbeitsvertrag hast, ist das nichts anderes als Arbeitsverweigerung und vor dem Arbeitsgericht hast du damit letztendlich....äh.....gar keine Karten. Du wirst schlichtweg gefeuert.

Du/er/sie/es hat es nämlich ohne Druck unterschrieben und ohne Dialog mit dem AG geht's Dir da schlichtweg an den Kragen.

Also fasel nicht so einen Unfug. Und immer daran denken, da stehen dann noch 6.000 ohne Job in der Schlange hinter Dir. Und es wird immer einen geben, der es stattdessen macht.

 

Ich sehe das alles sehr negativ, ich bin sicher auch auf Deiner Seite aber man hat einfach sehr wenige Werkzeuge auf Arbeitnehmerseite, realistisch gesehen.

 

Ferner:

Nur weil bei EZY und RYR niemand den Arsch in der Hose hat um zu streiken und Tarifverträge zu machen die auch die Einsteiger schützt muss das doch der Rest der Welt nicht so machen.

 

Im Falle von EJ gibt es sehr wohl gültige Tarifverträge und alle Gewerkschaften der jeweiligen Länder sind ebenfalls anerkannt.

Was sich geändert hat, sind die Arbeitsverträge der Neu-FO´s aus dem eigenen Stall, die derzeit unbefristet lang mit temporären Kontrakten arbeiten, dies aber bei der Unterschrift unter den Schulungsvertrag auch gewußt haben und jeder für sich selbst entscheiden konnte, ob man das so will oder nicht.

 

Bei FR ist das nochmal eine andere Sache, aber zumindest bei EJ kann man sehen, daß Erfolg auch MIT tarifvertraglich angestelltem Personal möglich ist.

Geschrieben
... Bei FR ist das nochmal eine andere Sache, aber zumindest bei EJ kann man sehen, daß Erfolg auch MIT tarifvertraglich angestelltem Personal möglich ist.

Na dann frag mal in Berlin nach, wie das vor zwei Wochen angekommen ist, dass U2 Stewardessen nicht weiter beschäftigt, da sie zu teuer würden.

Der Ver.di Sprecher hat schon einen harten Arbeitskampf für die Zeit nach dem Ende der Friedenspflicht angekündigt. Dabei muss natürlich sehen, dass Ver.di in der Vergangenheit ziemlich blauäugig verhandelt hat und jetzt erkennen muss, das der Verhandlungserfolg und Lohnzuwachs einfach dadurch umgangen wird, die Flugbegleiter mit ihren befristeten Arbeitsverträgen nicht weiter zu beschäftigen, sondern statt dessen neues Personal zu suchen. Aber auch sehen muss man, dass Ver.di jetzt ganz anders für die Flugbegleiter kämpfen wird, und auch kann, da die Geschichte mit den 29 Stewardessen doch ziemlich die interne Atmosphäre bestimmt und für Rückendeckung sorgt.

Als Vorbild für AB taugt so ein Modell jedenfalls nicht, finde ich, mal abgesehn dass es auch nicht durchsetzbar wäre.

 

Link

Geschrieben
Wenn man sich anschaut was die Veranstalter noch für z.B. AYT Flüge zahlen (pro verkauftem Platz wohlgemerkt!), dann ist das nur absolut vernünftig sich aus dem Geschäft weitestgehend zurückzuziehen. Über die Vermarktung der Pegasus Flüge bleibt man noch soweit drin, als das man dem Markt was mit dem Namen Air Berlin anbieten kann - das muss reichen.

Immer die gleiche Leier...... die Preise seien zu gering und nicht, AB und LH unfähig. Wir malen uns eine Rosa Welt, die anderen sind Schuld.

 

10€ für einen Europaflug sind heute Standard! Da sollte die Airline jubeln wenn man für AYT 15€ bekommt und Ihre Kosten entsprechend senken. Wenn man keinen Wasserkopf hat geht das!

 

Wenn man aber 90% des Flugpreises erstmal in Managergehälter steckt, geht das natürlich nicht. AB und Co braucht die Welt eben nicht!

 

Mit dem 100€ Gutschein kann man 7 Tage Antalya für 15€ effektiv buchen,als Pauschalreise inklusive Hotel, das sind realistische Preise! Und nicht 150€ für Flug, Transfer, Hotel....

 

MOD: gefühlte 120 Rechtschreib- & Grammatikfehler wegen schwerer Lesbarkeit bereinigt.

Zum Inhalt: No Comment! Stellt aber nicht die Meinung von uns da, davon distanzieren wir uns.

 

 

Geschrieben
10€ für einen Europaflug sind heute Standart! Da sollte die Airline jubeln wenn man fü AYT 15€ bekommt und Ihre Kosten entsprechend senken. Wenn man keinen Wasserkopf hat geht das!

 

Das ist der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe! Wie können 10€ Standard sein, wenn alleine die Kerosinkosten für die Airline pro Pax schon über 10€ liegen??? Genauso liegen die Flughafengebühren über den 10€ pro Passagier! Bei dir klappt das einfachste Einmaleins schon nicht!

 

Das ganze mit 10€ kann nur funktionieren, wenn man andere Plätze in der Maschine zu hohen Preisen verkauft und somit die Billigtickets quersubventioniert. Und schon kann man nicht mehr von Standard sprechen!

Geschrieben
Wenn ich es recht in Erinnerung habe, musste AB einen Teil seiner angedachten Wellen und zeitlichen Abstimmungen nach der erneuten Verschiebung der Eröffnung BERs absagen. Oder täusche ich mich? (Bitte korrigiert mich)

 

Du täuscht dich. Der AB-Flugplan von sagen wir Anfang April 2012 hat sich auch nach dem 8. Mai nicht verändert, keine Verbindung wurde gestrichen und keine Welle wurde abgesagt. Es konnte alles in TXL untergebracht werden und dank deutlich mehr Personal konnte die generelle Pünktlichkeit der Flugzeuge in TXL nach dem 3. Juni trotz 30 täglicher Starts zusätzlich sogar noch erhöht werden. Es ist daher immer wieder erstaunlich, wie leistungsfähig dieser Flughafen ist.

 

Das Umsteigen dürfte am BER dennoch ohne Frage eine andere Welt sein, in TXL ist eben alles ein großes, dafür aber funktionierendes Provisorium. Den personellen Mehraufwand, den man in TXL zum Abwickeln des BER-Programms braucht, wird man sich von der FBB bezahlen lassen. Ansonsten sind die Gebühren in TXL deutlich niedriger, als sie am BER sein werden. Ob oder wie hoch die BER-Verschiebung tatsächlich ein finanzielles Problem für AB darstellt sei also mal dahingestellt.

 

 

So dies aber stimmen sollte, ist IMHO durchaus von einer "Verschlechterung" der operativen Situation zu sprechen.

Klar, objektiv hat sich nichts verschlechtert und es ist lediglich beim alten Stand geblieben.

Wenn ein Kunde des BERs allerdings seine Strategie auf das Versprechen einer neuen Infrastruktur abstellt, dieses nicht erfüllt wird, dann kann durchaus von qualitativ geminderten Rahmenbedingungen gesprochen werden.

 

Einen Imageverlust für AB sehe ich auch nicht, denn für den angebotenen "Service" in TXL können sie nichts, das sollte dank der medialen Berichterstattung zum BER so ziemlich jeder Fluggast wissen. In wie fern sich nun ein Fluggast wegen der BER-Verschiebung gegen eine Umsteigeverbindung via Berlin entscheidet ist daher reine Spekulation und beinhaltet mehr Hysterie als Fakten.

 

Festzuhalten bleibt, dass AB zum SFP 2013 das Angebot in TXL nochmals deutlich erhöht. Es kommt WAW 18/7, ORD 5/7, KRK wird von 12/7 auf 18/7 erhöht, KGD geht von 4/7 auf 7/7 und CPH und ARN gehen von 18/7 auf 24/7. Sind auch schon wieder mehr als 7 tägliche Flüge zusätzlich, ein Wachstumshemmer ist TXL also definitiv nicht. Auch hier ist es wieder reine Spekulation, ob oder in wie fern eine Eröffnung des BER am 3. Juni 2012 diese oder andere Erhöhungen des Flugangebotes hätte deutlicher ausfallen lassen. Ich persönlich sage: gar nicht!

Geschrieben
...

10€ für einen Europaflug sind heute Standart! Da sollte die Airline jubeln wenn man fü AYT 15€ bekommt und Ihre Kosten entsprechend senken. Wenn man keinen Wasserkopf hat geht das!

...

 

Wirklich totaler Blödsinn. Selbst bei Ryanair kostet ein Flugticket (oneway) durchschnittlich 45€ (gemäss Investorenpräsentation zum Geschäftsjahr 11/12).

Geschrieben

Du solltest Deine Einschätzung dem AB-Management zukommen lassen.

Die sehen es nämlich offenbar anders:

"Vor allem aber wird airberlin in besonderem Maße durch die wettbewerbsverzerrende Luftverkehrsabgabe und die verschobene Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) belastet, wodurch der Sommerflugplan nicht wie vorgesehen im neuen hochmodernen airberlin Terminal starten konnte."

(Quelle: airberlin, Zwischenfinanzbericht zum 30.Juni 2012)

 

Entweder ist AB wirklich ïn besonderem Maße" durch die BER-Verschiebung belastet, womit irgendwo in Deiner Einschätzung der Wurm drin sein müsste, oder aber das AB-Management bastelt bereits jetzt an einer Generalentschuldigung, um von der eigenen Unfähigkeit ablenken zu können, wenn die Zahlen wieder nicht hübsch werden.

 

grisu

P.S.: Vielleicht kann man die letzten AB-lastigen Berichte besser ins entsprechende Unterforum verschieben...

Geschrieben
Es gab halt zuletzt keine nennenswerten Airbeitskämpfe, einen harten Winter, Vulkanausbrüche o.ä.

Den Nagel auf den Kopf getroffen.

 

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, musste AB einen Teil seiner angedachten Wellen und zeitlichen Abstimmungen nach der erneuten Verschiebung der Eröffnung BERs absagen. Oder täusche ich mich? (Bitte korrigiert mich)

Dem ist nicht so. AB hat nach der BER-Verschiebung alles geflogen, was sie auch am BER geflogen wären. Keine abgesagten Wellen, Frequenzen oder Ziele.

 

Mit Verlaub, aber TXL ist so ziemlich der ungeeigneteste, unbequemste Umsteigeflughafen den man in Deutschland finden kann.

Ob ich das so ausdrücken würde, weiß ich nicht, aber es hat nie jemand behauptet, dass TXL für Umsteigeverbindungen gemacht ist. Ob aber nun bequem, geeignet oder nicht, Fakt ist, dass AB in TXL Umsteigeverkehre von nicht unerheblichem Ausmaß generiert. Ich ziehe hier keine Vergleiche zu Hubs wie FRA oder MUC, aber mir scheint, dass immer noch nicht allen bewusst ist, wieviel Umsteigeverkehr in TXL wirklich stattfindet. Und wie oben schon gesagt: im ersten Schritt hätte es auch am BER nicht mehr Umsteigewellen gegeben, als es sie jetzt in TXL gibt.

Wenn das alles so furchtbar schlimm wäre in TXL, hätte LH dann 4U in den "Norden" geholt, um ein Umsteigen zwischen beiden Airlines zu ermöglichen?

 

 

Du solltest Deine Einschätzung dem AB-Management zukommen lassen.

Die sehen es nämlich offenbar anders:

"Vor allem aber wird airberlin in besonderem Maße durch die wettbewerbsverzerrende Luftverkehrsabgabe und die verschobene Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) belastet, wodurch der Sommerflugplan nicht wie vorgesehen im neuen hochmodernen airberlin Terminal starten konnte."

(Quelle: airberlin, Zwischenfinanzbericht zum 30.Juni 2012)

Merkst du es selbst? Oder muss ich dich wirklich fragen, wie objektiv die Meinung des AB-Managements hier einzuschätzen ist? Die AB, der keine Ausrede für den eigenen Misserfolg zu blöd ist. Die AB, die Schadensersatzansprüche gegen die Flughafengesellschaft geltend macht und daher ja gar nicht anders kann als öffentlich "draufzuhauen".

Genauso viel Gehalt hätte es, die fundamentalsten Flughafengegner zu fragen, ob sie zufrieden sind mit den Schallschutzmaßnahmen.

Geschrieben

Nur weil man eine begründete Entschädigung fordert, will man damit nicht 10 Jahren Management erklären, das ist doch gar nicht nötig und absoluter polemischer Humbug, der in der Aufklärung von Versäumnissen nichts nützt. Hier gehts um die Unfähigkeit der Verantwortlichen des BER, die das Unternehmen viel Geld gekostet hat:

 

AB verklagt BER

Geschrieben
Nur weil man eine begründete Entschädigung fordert, will man damit nicht 10 Jahren Management erklären, das ist doch gar nicht nötig und absoluter polemischer Humbug, der in der Aufklärung von Versäumnissen nichts nützt.

Du, ich hab's wirklich versucht: ich hab's einmal gelesen, ein zweites Mal, ein drittes und ja, auch ein viertes Mal. Aber beim besten Willen, ich verstehe den Satz nicht. Würdest du das bitte nochmal anders ausdrücken?

Geschrieben
Du, ich hab's wirklich versucht: ich hab's einmal gelesen, ein zweites Mal, ein drittes und ja, auch ein viertes Mal. Aber beim besten Willen, ich verstehe den Satz nicht. Würdest du das bitte nochmal anders ausdrücken?

 

schonmal den Google-Übersetzer beglückt? :rolleyes:

 

aber ich denke, er meint, dass eine Entschädigungszahlung nicht jahrelange Managementfehler ausbügeln können.

Geschrieben

will...nicht "könnte". :D

 

Wenn ich morgen meinen Mieter wegen nicht Nichtzahlung verklage, dann hat das auch nichts damit zu tun, dass ich meiner Freundin keinen Diamantring zu Weihnachten schenke, weil ich es mit nicht leisten will. Ich hoffe damit eine komplette Verzerrung darstellen zu können, weil das eine mit dem anderen eben nichts zu tun hat.

Geschrieben
will...nicht "könnte". :D

 

Wenn ich morgen meinen Mieter wegen nicht Nichtzahlung verklage, dann hat das auch nichts damit zu tun, dass ich meiner Freundin keinen Diamantring zu Weihnachten schenke, weil ich es mit nicht leisten will. Ich hoffe damit eine komplette Verzerrung darstellen zu können, weil das eine mit dem anderen eben nichts zu tun hat.

 

So ganz deutlich wird mir leider auch nicht, was du eigentlich sagen willst.

 

Zunächst geht es aber doch darum, überhaupt festzustellen, ob es einen Rechtsanspruch auf Entschädigung gibt, zumindest ist das so aus dem Artikel hier http://www.airliners.de/rahmenbedingungen/...betreiber/28415 herauszulesen. Erst wenn das positiv zugunsten von AB ausfällt, wird man versuchen den Schaden zu beziffern. Das halte ich in jedem Fall für eine vernünftige Maßnahme, den finanzieller Schaden ist aus den Verschiebungen allen Airlines entstanden, für AB mit den gravierensten Folgen, das lässt sich nicht abstreiten. Im Erfolgsfall könnten sich die anderen Airlines auch darauf berufen und ebenfalls Schadensersatz einfordern. Das hat glaube ich auch nichts damit zu tun, die Fehler, die man bei AB in der Vergangenheit gemacht hat, auszugleichen, sondern es ist eine Maßnahme, die AB und jedem anderern in einem Rechtsstaat zusteht. Und mit solchem Geld kann man ohnehin nicht auf die Schnelle rechnen, sondern bis die Ansprüche durch die Instanzen durchgesetzt und ausgezahlt sind, vergeht ja auch einige Zeit, so dass das auch eine ungeeignete Maßnahme wäre, Airberlin's Finanzprobleme kurzfristig und ggf mittelfristig zu lösen. Von daher verschafft dieser Schritt erst einmal eine grundsätzliche rechtliche Klärung und das finde ich begrüßenswert.

Geschrieben

Ich bin davon überzeugt, daß AB diesen Schritt auch gegangen ist, um einige Anleger zu beruhigen. Tatsache ist sicher, daß so ein Verfahren u.U. Jahre dauern kann und die AB den Ausgang des Verfahrens evtl. nicht mehr erlebt.

Im Moment scheint es ja wieder sehr kritisch bestellt um AB. Die Frankfurter Rundschau schreibt heute u.a. 'Die Lage der Airline ist dramatisch' und weiter 'Geschäftlich steht ihr das Wasser, sprich die Schulden, bis zum Hals'.

Ich denke, besser kann man die momentane Situation nicht ausdrücken. Auffallend scheint mir auch, daß AB mit den Quartalszahlen nicht rausrückt. Vielleicht sind die noch schlechter als erwartet und dann?!?!?!?

Geschrieben
Auffallend scheint mir auch, daß AB mit den Quartalszahlen nicht rausrückt. Vielleicht sind die noch schlechter als erwartet und dann?!?!?!?

Sehr auffallend, aber die scheinen sich an ihre Termine zu halten: Finanzkalender

War übrigens ganz leicht zu finden.

 

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