Guest Jörgi

Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG

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Auf SPON war gerade zu lesen, daß Lufthansa mit einem massiven Streik der Piloten rechnet. VC wird wohl noch heute das Ergebnis der Urabstimmung vorstellen und es ist wohl bereits in dieser Woche mit Aktionen zu rechnen. Gemäß SPON wird in einer Größenordnung des Streiks wie 2001 gerechnet.

 

Bleibt zu hoffen das die Sturköpfe der VC (sollte man die nicht eher Vereinigung Lufthansa Passage Cockpit nennen?) endlich mal einlenken und nicht an dieser unsinnigen Klausel (>70 Sitze = LH Passage) festhalten. Gehaltssteigerung im Cockpit der Passage zu fordern ist ohnehin maßlos (da können sich die hier vertretenen Passage Piloten gern darüber aufregen, aber einige sind ja nicht nur beruflich ein wenig weit vom Boden entfernt).

vokswirtschaftlich betrachtet sind Lohnsteigerungen in Deutschland unumgaenglich, damit endlich ein Ausgleich erreicht wird fuer das letzte Jahrzehnt, bei dem die Lohnsteigerungen in Deutschland dem Produktivitaetszuwachs hintergehinkt haben. Ausserdem wuerde ich mich auch mit Haenden und Fuessen wehren, wenn jemand nur deshalb auslagert, um die Loehne zu druecken.

 

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Ich würd gern bezgülich dieses Themas einen Spiegel Artikel hier in die Runde werfen und Eure Meinung dazu wissen ;-)

 

Arbeitskampf bei der Lufthansa

Premium-Piloten blamieren sich mit Streikposse

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehm...,678462,00.html

 

Ich kann mich mit der Art und Weise, wie dieser Artikel verfasst wurde, einfach nicht anfreunden.

Daher würd ich gern mal wissen, ob ich vielleicht schon eine nicht mehr objektiv genug reichende Sichtweise habe, oder der Spiegel-Artikel doch ein wenig "seltsam" erscheint...

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vokswirtschaftlich betrachtet sind Lohnsteigerungen in Deutschland unumgaenglich, damit endlich ein Ausgleich erreicht wird fuer das letzte Jahrzehnt, bei dem die Lohnsteigerungen in Deutschland dem Produktivitaetszuwachs hintergehinkt haben. Ausserdem wuerde ich mich auch mit Haenden und Fuessen wehren, wenn jemand nur deshalb auslagert, um die Loehne zu druecken.

 

Hier geht es um die LH-Passage-Piloten und nicht um die allgemeine volkswirtschaftliche Betrachtungsweise. Haben die nicht erst 2001 einen Zuschlag von 30% erhalten?

Bezahlt die VC eigentlich den Verdienstausfall der Flugbegleiter (Spesen, die sie eigentlich hätten bekommen können), oder geht das denen so am A.. vorbei?

Ach ja, habe komplett vergessen, dass es sich hier um eine elitäre Berufsgruppe handelt, ähnlich die der Banker, die nur ihre persönlichen Interessen wahrnimmt, das Fussvolk ist denen eh egal. Und die wollen im Vorstand mitbestimmen? Schämen sollten sich diese Damen und Herren, einschliesslich die ver.di-Anhänger.

 

PS: Ansonsten stimme ich dir zu, insbesondere mit dem Inhalt des letzten Satzes.

Edited by gerri

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Ich würd gern bezgülich dieses Themas einen Spiegel Artikel hier in die Runde werfen und Eure Meinung dazu wissen ;-)

 

Arbeitskampf bei der Lufthansa

Premium-Piloten blamieren sich mit Streikposse

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehm...,678462,00.html

 

Ich kann mich mit der Art und Weise, wie dieser Artikel verfasst wurde, einfach nicht anfreunden.

Daher würd ich gern mal wissen, ob ich vielleicht schon eine nicht mehr objektiv genug reichende Sichtweise habe, oder der Spiegel-Artikel doch ein wenig "seltsam" erscheint...

 

Nun der Artikel ist sicherlich in keinem neutralen Ton geschrieben, inhaltlich liegt er aber doch dicht an der Wahrheit. Die Piloten des KTV sind innerhalb des LH-Konzerns überdurschnittlich gut aufgestellt (nicht nur Geld, sondern auch Einfluß). Das Verständnis der Kollegen am Boden für die geplanten Streiks tendiert,vorsichtig gesagt, gegen Null und das ist auch schon aufgerundet.

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Ich würd gern bezgülich dieses Themas einen Spiegel Artikel hier in die Runde werfen und Eure Meinung dazu wissen ;-)

 

Arbeitskampf bei der Lufthansa

Premium-Piloten blamieren sich mit Streikposse

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehm...,678462,00.html

 

Ich kann mich mit der Art und Weise, wie dieser Artikel verfasst wurde, einfach nicht anfreunden.

Daher würd ich gern mal wissen, ob ich vielleicht schon eine nicht mehr objektiv genug reichende Sichtweise habe, oder der Spiegel-Artikel doch ein wenig "seltsam" erscheint...

Nun, verwunderlich ist der Artikel nicht. Das ist mal wieder so 'ne typische SPIEGEL-Chose. Ein paar Wahrheiten, stilistisch gekonnt versetzt mit Meinungen und markigen Sprüchen (dafür gibt es dort ja eine ganze Abteilung), damit es schön lesbar wird, dazu noch die heutzutage übliche Prise Klassenkampf, ohne die geht's ja sowieso nicht, verkauft sich auch besser, und der unbedarfte und häufig völlig ahnungslose Leser/Leserin fühlt sich in seinen Vorurteilen bestätigt. Von Letzterem sind wir, die manchmal Besserwissenden, ja auch nicht ausgenommen. Was fällt mir sonst noch ein? Ach ja, das Rheinische Grundgesetz. Darauf ziehe ich mich ja immer zurück, wenn ich auch keine Lösung weiß. Aber das kennt Ihr ja schon von mir.

:)

 

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Das Verständnis der Kollegen am Boden für die geplanten Streiks tendiert,vorsichtig gesagt, gegen Null und das ist auch schon aufgerundet.

 

ja neee, is klar, die haben auch keine Ahnung worum es geht bzw. haben noch nicht gemerkt, dass ihre Arbeitsplätze auch schön langsam ausgelagert werden. Wir sprechen uns wieder wenn ein Großteil derer, die kein Verständnis haben, in tiefster Dankbarkeit ihre Kündigung entgegennehmen.

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Das Verständnis der Kollegen am Boden für die geplanten Streiks tendiert,vorsichtig gesagt, gegen Null und das ist auch schon aufgerundet.

 

ja neee, is klar, die haben auch keine Ahnung worum es geht bzw. haben noch nicht gemerkt, dass ihre Arbeitsplätze auch schön langsam ausgelagert werden. Wir sprechen uns wieder wenn ein Großteil derer, die kein Verständnis haben, in tiefster Dankbarkeit ihre Kündigung entgegennehmen.

 

Genau das ist der Zynismus! NOCH gibt es keine Möglichkeit ein Flieger mit nur 1 Piloten fliegen zu lassen.

Das wäre doch das neue Climb 2020! Nur 1 Pilot das würde vieeeellll Geld sparen wenn das mal möglich wird!

 

Dank der Forderungen aus dem Cockpit muss an anderer Stelle das wieder eingespart werden. Also liebe Piloten, Ihr stellt uns mit Euer Aktion in vielen Bereichen die Kündigung aus! Am Checkin/Ticketing wird mehr per Automaten/Internet abgefertigt, beim Catering wird es eben bald nur noch Sprudelwasser für alle geben geben, dafür braucht man auch keine Leute....

 

Wisst Ihr was Ihr da macht?

 

Denkt Ihr auch an die anderen im Konzern?

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Hallo Crewmeal,

 

ich kann Deinen Frust und Ärger nachvollziehen. Falls Du im Bereich Check-In oder Passagierbetreuung arbeitest wird die nächste Woche wahrscheinlich kein Zuckerschlecken...

Trotzdem möchte ich für Dein Verständnis werben! Dun kannst mir glauben, dass keiner von uns Spass an einem Streik hat, leider scheint unser Vorstand keine andere Sprache zu verstehen, denn die Gespräche ziehen sich nun schon seit Monaten hin.

 

Was wir fordern ist der Erhalt der Arbeitsplätze bei der Lufthansa. Wie Du wahrscheinlich gemerkt hast, versucht das Management seit Jahren möglichst viele Arbeitsplätze auszulagern. Das betrifft die Bodenabfertigung, die Technik und eben auch die Operation, also uns alle!

Wenn unsere Kunden heute ein LH-Ticket kaufen, kann es sein, dass Sie auf Ihrer ganzen Reise keinen Kontakt mit LH-Mitarbeitern haben (Callcenter... ausgelagert, Check-In...ausgelagert, Flugzeug von Contact Air o.ä.... Crew also auch ausgelagert...). Ist das noch ein Lufthansa-Flug?

 

Es geht in dieser Auseinandersetzung darum eine Erosion unserer aller Arbeitsbedingungen und des LH-Produktes zu verhindern!

 

Andere Firmen haben mit einem Überdrehen der Kostenschraube, riskanter Expansionspolitik und der Verlagerung der Produktion ins Ausland bereits ihr Image ramponiert und leiden schwer darunter ( z.B. Daimler...). Diesen Weg wollen wir nicht mittragen!

 

Es ist auch ein absoluter Irrglaube, wenn Du meinst, bei uns eingespartes Geld würde bei Dir landen bzw. Deinen Arbeitsplatz sichern. Das Management nimmt sich jede Mitarbeitergruppe einzeln vor, wenn wir jetzt kein klares Zeichen setzen.

Im übrigen liegt das Angebot einer Nullrunde lange auf dem Tisch, wir sind auch zu weiteren finanziellen Zugeständnissen bereit, aber eben nur wenn wir sicher sein können, dass wir auch was davon haben, und das Geld nicht zur Verlagerung unserer Jobs genutzt wird.

Was die derzeitige Krise angeht : unsere Gehälter sind recht variabel gestaltet, d.h. wir haben in 2009 ca. 15% weniger verdient als 2008. Das war beim Tarifabschluss auch so gewollt und ist völlig ok, aber Du siehst es ist nicht so dass wir keinen Krisenbeitrag leisten würden. Im gleichen Zeitraum hat sich unser Vorstand übrigens 15% Gehaltserhöhung gegönnt.

 

Zum Schluss noch : Hast Du schon einen Cockpitmitarbeiter getroffen der sich über die Streiks von Boden, Technik oder Kabine mokiert hat?

 

Lieben Gruss von einem Cockpit-Kollegen

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Das Verständnis der Kollegen am Boden für die geplanten Streiks tendiert,vorsichtig gesagt, gegen Null und das ist auch schon aufgerundet.

 

ja neee, is klar, die haben auch keine Ahnung worum es geht bzw. haben noch nicht gemerkt, dass ihre Arbeitsplätze auch schön langsam ausgelagert werden. Wir sprechen uns wieder wenn ein Großteil derer, die kein Verständnis haben, in tiefster Dankbarkeit ihre Kündigung entgegennehmen.

 

Wie für blöd hältst du eigentlich deine Kollegen am Boden, dass die nicht wissen, um was es hier geht, typischer Standesdünkel, der uns Deutsche überall in der Welt auch nachgesagt wird, und hier auch wieder zum Ausdruck gebracht wird.

Warum wird ausgelagert, weil deine Gier und Deinesgleichen irgendwie aufgefangen werden muss. Leider trifft es wieder einmal die Falschen, die tagtäglich darum bemüht sind, dass ihr sorgenfrei und ohne Angstgefühle von A nach B kutschieren könnt. Mann oh mann, wie kleingeistig ist eigentlich deine Denkweise, teamwork besteht nicht nur aus vorne links und rechts, sondern fängt schon ganz woanders an. Wahrscheinlich hast du die Vorlesung verpennt, anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Ihr sitzt doch alle in einem Boot, ohne den Anderen geht es halt nicht, aber soweit geht die Denkweise der Privilegierten eben doch nicht, insbesondere nicht bei den Schmalspurgewerkschaftlern.

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Wie für blöd hältst du eigentlich deine Kollegen am Boden, dass die nicht wissen, um was es hier geht, typischer Standesdünkel, der uns Deutsche überall in der Welt auch nachgesagt wird, und hier auch wieder zum Ausdruck gebracht wird.

Warum wird ausgelagert, weil deine Gier und Deinesgleichen irgendwie aufgefangen werden muss. Leider trifft es wieder einmal die Falschen, die tagtäglich darum bemüht sind, dass ihr sorgenfrei und ohne Angstgefühle von A nach B kutschieren könnt. Mann oh mann, wie kleingeistig ist eigentlich deine Denkweise, teamwork besteht nicht nur aus vorne links und rechts, sondern fängt schon ganz woanders an. Wahrscheinlich hast du die Vorlesung verpennt, anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Ihr sitzt doch alle in einem Boot, ohne den Anderen geht es halt nicht, aber soweit geht die Denkweise der Privilegierten eben doch nicht, insbesondere nicht bei den Schmalspurgewerkschaftlern.

nein, das ist ja gerade was die Schergen im Lufthansa Vorstand wollen, dass sich die einzelnen Teilbereiche aufeinander losgehen. Wenn man ueber die Forderungen von Mitarbeitern spricht, dann muss erst einmal fragen, ob die aktuellen Unternehmensziele ueberhaupt sachgerecht sind und inwieweit Managementfehler vorliegen bzw. wo umgesteuert werden muss.

Die Lufthansa hat doch in Deutschland sehr viele Privilegien (gehabt), man siehe nur das Geschrei, als auf einmal Air Berlin die Strecke HAM-FRA aufgenommen hat.

Es muss aber sehr kritisch gesagt werden, dass VC zu wenig sieht, dass man durch eigenes elitaeren Standesduenkel nicht nur die Arbeitsplatzsicherheit anderer Unternehmensbereiche beeintraechtigt, sondern sich auch selbst in eine schwache Verhandlungsposition manoeuvriert.

 

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Wenn unsere Kunden heute ein LH-Ticket kaufen, kann es sein, dass Sie auf Ihrer ganzen Reise keinen Kontakt mit LH-Mitarbeitern haben (Callcenter... ausgelagert, Check-In...ausgelagert, Flugzeug von Contact Air o.ä.... Crew also auch ausgelagert...). Ist das noch ein Lufthansa-Flug?

 

Darf ich dazu als schlichter Lufthansa.Kunde meinen Senf dazugeben?

 

Es mir egal, wo die Mitarbeiter angestellt sind und was auf dem Flugzeig steht.

 

Ich habe gewisse Vorstellungen davon, welche Attribute eine Reise mit der Lufthansa aufweisen sollte. Wie die Lufthansa es macht, dieser Erwartungshaltung zu entsprechen, ist nicht mein Problem - es geht mich im Grunde auch nichts an. Wenn mich der Callcenter-Mitarbeiter kompetent in meiner Muttersprache berät, ist es für mich ohne Belang, ob er in Frankfurt oder in Mumbai sitzt. Es würde für mich erst dann ein Thema, wenn er micht nicht kompetent beriete, weil er in Mumbai sitzt.

Genauso ist das mit dem Contact Air / Air Dolomiti / British Midland-Flieger. Und gilt genauso für einen Code-Share Flug mit United, auch wenn diese Fluggesellschaft nicht zur Lufthansa-Gruppe gehört. Der Kranich verkauft mir das als Lufthansa-like, dann erwarte ich auch eine Lufthansa-like Reise.

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Wie für blöd hältst du eigentlich deine Kollegen am Boden, dass die nicht wissen, um was es hier geht, typischer Standesdünkel, der uns Deutsche überall in der Welt auch nachgesagt wird, und hier auch wieder zum Ausdruck gebracht wird.

Warum wird ausgelagert, weil deine Gier und Deinesgleichen irgendwie aufgefangen werden muss. Leider trifft es wieder einmal die Falschen, die tagtäglich darum bemüht sind, dass ihr sorgenfrei und ohne Angstgefühle von A nach B kutschieren könnt. Mann oh mann, wie kleingeistig ist eigentlich deine Denkweise, teamwork besteht nicht nur aus vorne links und rechts, sondern fängt schon ganz woanders an. Wahrscheinlich hast du die Vorlesung verpennt, anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Ihr sitzt doch alle in einem Boot, ohne den Anderen geht es halt nicht, aber soweit geht die Denkweise der Privilegierten eben doch nicht, insbesondere nicht bei den Schmalspurgewerkschaftlern.

 

 

also nur zur Richtigstellung, ich fliege nicht bei LH, sondern bei dem anderen Verein. Aber das spielt keine Rolle, denn das Schema ist immer das selbe und lässt sich beliebig bei jedem Laden anwenden. Wie ein Vorredner schon gesagt hat ist das das typische Spiel des AG die unterschiedlichen Unternehmensbereiche gegeneinander auszuspielen und zu instrumentalisieren.

NUR wenn du glaubst, dass eine Komplettaufgabe der jetzigen Forderungen deinen Arbeitsplatz oder irgendeinen anderen im Bodenbereich sichert, dann glaubst du auch das der Zitronenfalter Zitronen faltet. Wenn es irgendjemanden gibt, der DEINEN Job billiger macht als du, wird dieser gefunden werden und du kannst in die Wüste gehen. Dabei ist es sch...egal ob ein Pilot zu viel, viel, mäßig, schlecht oder gar nichts verdient. Darüber kann man lamentieren und wüste Beschimpfungen austoßen, es ändert aber nichts an der Tatsache.

Als Deutsche BA zur dba wurde haben wir auf Gehaltsbestandteile verzichtet und dem Boden hat es nichts aber auch gar nichts gebracht. Die IT wurde dichtgemacht usw. usw.

 

Stellt euch drauf ein, ungeachtet dessen, wie der Machtkampf zwischen VC und GL ausgehen wird, die nächsten seid ihr, die Bereiche die es betrifft stehen nur etwas weiter unten auf Franz's Zettel. Wehrt euch, oder wehrt euch nicht. Mir persönlich kann es eigentlich egal sein, aber ich wünsche mir, dass jeder seinen Job behält und eine planbare Zukunft hat, egal ob fliegendes, oder Bodenpersonal. Aber macht denen keinen Vorwurf, die in der Lage sind sich zu wehren und erkannt haben in welche Richtung dieses Possenspiel der GL's geht.

Ich habe einige Freunde bei den Regios, denen diese GL schon den Stecker gezogen hat und das allerschlimmste ist, dass die Musik gerade angefangen hat zu spielen und der Tanz noch nicht zu Ende ist. Hast du mit den Leuten auch soviel Mitleid wie mit dir selbst?

 

Schönen Tag noch

 

P.S.: An die KTV Kollegen hier im Forum, thumbs up, lasst euch nicht unterkriegen

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@B737-300

 

Eigentlich wollte / will ich mich zu dem aktuellen Thema nicht näher in einem Forum äußern, möchte Dir aber dennoch für das Posting danken was mir wirklich aus der Seele spricht...

 

Danke!

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Beschimpft Euch nicht, das hilft auch in der Diskussion nicht weiter. Ich versuche deshalb mal auf die Ursachen einzugehen, warum die Situation jetzt so ist wie sie ist.

Vorweg möchte ich aber sagen, daß Arbeitskämpfe nun wirklich nichts Unschickliches sind. Sie sind für viele unbequem, zugegeben, aber sie gehören auch zu unserem Leben in demokratisch verfaßten Gesellschaften. Und immer trifft es diejenigen, die gar nicht direkt beteiligt sind, hier nun mal die Paxe des LH-Konzerns. Aber, sind wir doch mal ehrlich, sind sie wirklich nicht beteiligt?

Nutzen wir nicht alle auch die positiven Seiten des Umbruchs in der Luftverkehrswirtschaft? Nutzen nicht stetig mehr Menschen die LCC, auch diejenigen, die vor 10 Jahren nicht im Traum daran dachten, mit MOL oder Stelios zu fliegen?

Und stimmt es etwa nicht, daß so mancher aus Kostengründen auf Kurz- und Mittelstrecken die Holzklasse nutzt? Und haben wir nicht auch unseren Teil dazu beigetragen, daß wir uns heute in einer der schwersten Wirtschaftkrisen befinden, die vor kaum einer Branche haltmacht? Und sie hat eben auch die Airlines, Flughäfen, Bodendienste, usw. ergriffen. Und dort arbeiten Menschen, die verständlicherweise zuerst ihre eigene Situation retten oder sogar verbessern wollen. Das ist legitim.

Um zu LH zurückzukehren. Die Konzernspitze muß den Laden neu organisieren. Sonst geht er vor die Hunde, womit niemandem gedient ist. Die Aussage, da säßen "Schergen" ist dabei weder zutreffend noch angemessen. Ich halte es auch für nicht zutreffend, wenn behauptet wird, die Konzernspitze wolle die verschiedenen Bereiche gegeneinander ausspielen. Das sind so Argumente aus der Mottenkiste des Klassenkampfes. Wenn Bsirske sich so schon mal in der Öffentlichkeit äußert, nimmt ihn niemand für voll, der etwas Ahnung von Unternehmenskultur hat. Und im Aufsichtsrat pflegt selbst er eine andere Sprache.

Und nun komme ich auf die Damen und Herren in Reihe 0.

Ich weiß es schlicht nicht, ob die Forderungen von ver.di und VC berechtigt sind oder übertrieben. Hieraus aber eine Art Klassenkampf zu zimmern, ist sicher der falsche Weg. Die Formel, wir Kleinen hier am Boden und die Damen und Herren in Reihe 0 dort oben (einkommensmäßig betrachtet) ist zu einfach. Diese Denkweise führt immer nur zum "Catch as catch can". Und so simpel denken die Herren Mayrhuber, Franz und Kollegen auch nicht.

Dieser Konzern muß umgebaut werden, und das ist für viele ein schmerzhafter Prozeß, und da bleiben auch welche am Wegesrand liegen. In der Regel gilt aber, wer hoch qualifizierte Arbeit leistet, egal ob im Cockpit, der Kabine oder am Boden, wird eher gut aus dem Umstrukturierungsprozess herauskommen, als diejenigen, die ihren Job nur zu 80% machen.

 

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Herrschaften,

 

ich verstehe das Argument der "ins Ausland Verlagerung" alsallgemeines sehr gut, aber im Falle LH verstehe ich es nicht.

 

Denn wenn ich richtig inforiert bin sind Piloten der Swiss und der Aua teurer. bei BMI und brussels weis ich es nicht - vielelicht kannd a ja jemand helfen

 

Und LHI wird momentan von LH - Leuten bereedert, was dazu führt, dass es keine Flüge in gewisse Non-Schengen Länder gibt

Und AZ Piloten kosten deutlich mehr (also zumindest vor der Pleite) - die frage ist daher, ob itlaienische Piloten mit einem Italienischen AOG ernsthaft billiger wären?!

 

Zum Thema CL - 70-Sitzer: man muss mit der Zeit gehen, auch Sitzplätze in Flugzeugen unterliegen einer gewissen "Inflation" - und wennman 1992-2009 mit 3% nimmt, ist man bei 155 - und bei CLH reden wir vom E195, nicht von A320

 

Einstiegsgehälter von 60k sind schon Luxus, 4 Tage zu streiken und damit 100mio zu zerstören ist unter diesem umständen eine Unverschämtheit...

 

Was nicht heißt, dass ich einen Streik für Arbeitsplatzgarantien (ja, selbst bei VW und Daimler in der Krise möglich) für völlig unangebracht halte, aber ebend nicht 4 Tage - Luxusarbeiter die am liebsten alle 200k verdienen möchten...

 

Unter diesen Unständen ist eine veröagerung ins Ausland ja wirklich eine Überlegung wert - LH sollte LOT oder CSA kaufen, und die Flotte verzehnfachen, denn die Piloten kostet wohl tatsächlich weniger...

 

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Was auch bedacht werden sollte:

 

Jeder Tag Streik schwächt nicht nur die LH/4U, sondern stärkt auch noch die Wettbewerber!

 

Bei AB gehen langsam die Plätze aus... Die machen das Geschäft des Jahres. - Es wird schon gemunkelt, AB hätte die Preise ordentlich angezogen und Buchungsklassen verschwinden lassen. Ob dies einfach durch Ausbuchungen oder durch das Management kommt, kann ich nicht beurteilen.

Auch BA, AF/KLM, FR und Easy werden sich über steigende Buchungen freuen.

 

Und was ist mit den ganzen kleinen Krautern?

 

Von HI, über XL, WDL, Cirrus, Contact, Augsburg, Germania und wie die sich alle nennen: Ihr könnt davon ausgehen, dass die im WetLease rund um die Uhr für LH/4U fliegen. Und man wird von denen nicht verlangen, für kleines Geld zu fliegen. Stellt Euch vor, BlueWings hätte es noch bis in diesen Monat geschafft...

 

Wir dachten ja immer, dass es neben BlueWings noch den einen oder anderen Kleinen diesen Winter erwischen wird.

Jetzt können die sich alle noch mal schön die Kasse voll machen und die (vielleicht langsam nötige) Marktbereinigung bleibt aus.

Und auf die Marktbereinigung hat ja auch LH/4U gehofft um langfristig irgendwann mal wieder höhere Preise durchzusetzen.

 

Edited by karstenf

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Das Verständnis der Kollegen am Boden für die geplanten Streiks tendiert,vorsichtig gesagt, gegen Null und das ist auch schon aufgerundet.

 

ja neee, is klar, die haben auch keine Ahnung worum es geht bzw. haben noch nicht gemerkt, dass ihre Arbeitsplätze auch schön langsam ausgelagert werden. Wir sprechen uns wieder wenn ein Großteil derer, die kein Verständnis haben, in tiefster Dankbarkeit ihre Kündigung entgegennehmen.

 

Hübsch formuliert, demnach haben nur die Kollegen im Cockpit einen Blick über das große Ganze und der Rest der Kollegen bei LH ist ein bisschen zu blöd die Strategie der Konzernspitze zu verstehen. Vermutlich sollte ich möglichst der VC beitreten, da nur diese im Stande ist Unheil vom Konzernmitarbeiter abzuwenden. Okay, daß war natürlich ein bisschen spitz formuliert, aber ich hör damit auch schon auf.

 

Bei LH ist einiges im Argen, man nehme nur LTMI, LTLS, Leiharbeit usw. da wurde schon hübsch ausgelagert umstrukturiert etc. Allerdings wird soetwas durch einen Streik der KTV-Piloten etc. sicherlich nicht verhindert werden. Ich bin auch davon überzeugt, daß selbst ein hoher Tarifabschluß (der aber noch nicht einmal im Mittelpunkt steht) nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen in anderen Konzernbereichen führen würde ("gerri" schrieb so etwas in die Richtung) Permanent wird man durch interne und externe Medien darauf hingewiesen, wie dürfte LH schon längst nicht mehr am Markt sein. Die Forderungen der VC bzw. unseres Cockpitpersonals, besonders aber den geplanten Streik, halte ich aber für völlig unverhältnismäßig. Mit Bezug auf dein Zitat, wird alles was VC vielleicht erreichen wird, lediglich für die Piloten im KTV gelten. Alle anderen Berufsgruppen werden von irgendwelchen Zugeständnissen des Managements an die VC keine Vorteile für sich ableiten können (Bsp.: wo, außer bei den Piloten und Altverträgen mit Bestandsschutz, gibts noch jährliche Gehaltssteigerungen oder eine allgemeine Schichtzulage?)

 

Wenns also noch Anmerkungen gibt, ich bin bereit gern sachlich weiter zu diskutieren.

 

 

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Ich habe mal versucht, die neuen Strecken der LH-Gruppe in und exDeutschland zusammenzufassen:

Germanwings:

CGN-TLV/FDH

HAJ - ZAG/DBV/SPU/STN/PMI/FCO/BUD/VKO/BCN/BASTIA/HERAKLION/MXP

Swiss

BRE-ZRH

AirDolomiti

DRS-MXP

Lufthansa in MUC

MUC-ZAD/RLG/TLL/BRI

Lufthansa in DUS

DUS-ATH/GDN/LIS/EDI/NAP

Lufthansa in Stuttgart

STR-MAN/ATH

 

Macht in Summe 27 neue Strecken in/exD in Europa!

 

Dazu kommen noch div. neue Strecken von LHI, SN, BMI, etc., n paar neue Langstrecken (in MUC) und Frequenzerhöhungen/Kapazitätserhöhungen.

 

Sicher gibt es auch die ein oder andere Einstellung a la STR-CDG oder AUA NUE-VIE aber unterm Strich stehen trotzdem deutlich mehr Strecken in/exD.

 

Das ist doch ne massive Expansion in die Breite - oder?!

 

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War doch abzusehen bei der Masse an Fliegern, die beschäftigt werden muß. Das wird wohl die nächsten Jahre so weiter gehen (da wird man von jedem Kuhdorf ins andere fliegen können). Fragt sich nur, ob es dann auch wirklich rentabel ist.

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Ich habe mal versucht, die neuen Strecken der LH-Gruppe in und exDeutschland zusammenzufassen:

Germanwings:

CGN-TLV/FDH

HAJ - ZAG/DBV/SPU/STN/PMI/FCO/BUD/VKO/BCN/BASTIA/HERAKLION/MXP

Swiss

BRE-ZRH

AirDolomiti

DRS-MXP

Lufthansa in MUC

MUC-ZAD/RLG/TLL/BRI

Lufthansa in DUS

DUS-ATH/GDN/LIS/EDI/NAP

Lufthansa in Stuttgart

STR-MAN/ATH

 

Macht in Summe 27 neue Strecken in/exD in Europa!

 

Dazu kommen noch div. neue Strecken von LHI, SN, BMI, etc., n paar neue Langstrecken (in MUC) und Frequenzerhöhungen/Kapazitätserhöhungen.

 

Sicher gibt es auch die ein oder andere Einstellung a la STR-CDG oder AUA NUE-VIE aber unterm Strich stehen trotzdem deutlich mehr Strecken in/exD.

 

Das ist doch ne massive Expansion in die Breite - oder?!

 

bei germanwings hast du ZAD ex HAJ vergessen und bei Lufthansa fehlt DBV ex DUS.

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Ich würde gerne mal auf den Beitrag von L49, #138, eingehen. Ich arbeitete lange Zeit für ein global agierendes Reservierungssystem in der Reisebranche. Das läuft inzwischen "customer driven", so wie das L49 sagt. Wir haben als Kunden z.B. SQ und CX, die schreiben vor, was wie zu Laufen hat (VS ist auch nicht schlecht...). Bei den Ausschreibungen gab es so harte Kriterien, die Mitbewerber in den Ruin getrieben hätten und sich daraufhin zurückgezogen haben/mussten (auch eine LH IT-Tochter). Auch LH kommt da langsam auf den Trichter. Und wenn das nicht läuft, dann gibt's massive Probleme. Das ist aber auch ein gegenseitiges Spiel. Schaut Euch doch mal u.a. die Cargo-Branche an, da diktieren die Spediteure, was läuft. Wenn LH da nicht mitzieht, sind sie den Kunden los. Warum gibt es denn Aerologic, währenddessen LH MD11 in die Wüste gehen? Ich denke, man kann das Outsourcing nicht komplett aufhalten, sollte es aber in einem verträglichen Rahmen diskutieren/belassen. "Made in Germany" und Reliability zählen noch etwas... Wo und wie das produziert wird, interessiert den Kunden letztendlich nicht, siehe LH Callcenter in Kapstadt, Istanbul, San Francisco etc.. Die Qualität + das Produkt müssen stimmen... Und eine LH Italia ist doch nichts Schlechtes, die gräbt AZ und Skyteam in Norditalien das Wasser ab, wenn das läuft.

Edited by condor769

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Wo und wie das produziert wird, interessiert den Kunden letztendlich nicht, siehe LH Callcenter in Kapstadt, Istanbul, San Francisco etc.. Die Qualität + das Produkt müssen stimmen...

 

Ich gebe DIr im Prinzip recht. Nur das Beispiel der LH Call Centre ist ein schlecht gewähltes. Der Qualitätsunterschied zwischen den von Dir genannten Orten und dem Team in Kassel ist gewaltig. Leider wird das Team dort abgebaut, und dann stimmt die Qualität und das Produkt nicht mehr. Sehr sehr schade um Kassel...

 

 

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Hi NoCRJ,

 

dazu kann ich Dir nichts sagen. Ich hatte mal abends umbuchen müssen, war ein Full-Fare C-Class Flug Langstrecke Fernost (und da reden wir so um €3.500plus für das Ticket), landete dann im LH Call Center SFO (wohl wegen der Zeitverschiebung). Hatte dann die Wahl, ob englisch oder deutsch. Die haben dort wohl deutsche Ehefrauen von Expats lokal eingestellt, letztendlich hatte ich englisch gewählt, das geht wohl schneller, der Job wurde gut gemacht. Das Problem ist, das wird nicht transparent für den Kunden; egal ob Kassel oder woanders, Hauptsache, gut gemacht. Tut mir auch leid für die Leute in Kassel. In speziellen Fällen kann Kassel bestimmt mehr machen als irgendso ein Call Center in der Welt, aber vielleicht 90% sind vermutlich Mainstream... Das erlebt man ja auch bei anderen Unternehmen (rufe mal bei otto.de an, da landest Du in einem Call Center in Sachsen-Anhalt, wenigstens in Deutschland). Wenn es dann echt die letzten 10% betrifft, haben die ein qualifiziertes Backup in der Abwicklung. Diese Entwicklung ist schwierig, aufzufangen oder abzuwehren. Ich hatte auch einmal tagsüber bei LH angerufen, war dann in Kapstadt gelandet, auch dort sprechen die deutsch. Ich habe eine Freundin in Singapore, die ging mit ihrem Ehemann dorthin. Die ist froh, dort einen Job zu finden, die machen es bestimmt billiger als hier in Deutschland. Da geht es erst einmal nicht so sehr primär um das Gehalt (ihr Mann ist Expat), sondern um die tägliche Aufgabe (und sie ist qualifiziert). Und LH hat ja einen tollen Ruf weltweit (weisst Du, wie toll es ist, wenn der LH Jumbo in Jakarta vor dem Terminal vorbei rollt; das ist "Heimat"). Das ist die Konkurrenz für Kassel... und dagegen ist es schwer, anzukommen, obwohl Kassel sich ja vermutlich nicht so auf Rhein-Main-Gebiet Gehaltsniveau befindet, aber das wird nicht helfen.

 

Sorry für die Info, aber so ist das wohl.

Edited by condor769

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