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airliners.de

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb ATN340:
  • EW wird von vielen Kunden mit LH assoziiert und es wird "LH-Level" zum Lidl-Preis erwartet

 

Kann man auf Basis dieses Status Quo wieder normal diskutieren?

 

Nein. Schaut doch mal nach, was für Returnflüge am selben Tag innerhalb Deutschlands, Richtung Österreich und Schweiz etc. für Preise verlangt werden. Da finde ich nicht einmal Angebote aus der Feinkostabtleiung im Kaufhof.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Lufticus:

 

Nein. Schaut doch mal nach, was für Returnflüge am selben Tag innerhalb Deutschlands, Richtung Österreich und Schweiz etc. für Preise verlangt werden. Da finde ich nicht einmal Angebote aus der Feinkostabtleiung im Kaufhof.

 

ATN340 schrieb "erwartet". 

 

Eurowings Aufgabe ist vom Yield her das Maximale zu erwirtschaften und nicht die LIDL-Erwartungen zu erfüllen.

 

Auch Wizzair verlangt mal auf die eine oder andere Rennstrecke 350 EUR pro Flug wenn man in 6 Stunden fliegen muss. Trotzdem sind sie ein Billigflieger und verstehen sich als ULCC.

 

Und als Kunde bist du frei dieses Angebot abzulehnen. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb ATN340:
  • EW soll die breite Masse bedienen, die preisbewusst Flüge bucht und deren Anteil sich in den letzten ca. 20 Jahren mit dem Durchbruch des Low-Cost-Prinzips in Europa vervielfacht hat (Und den "Etablierten" wie LH, AF das Leben schwer gemacht hat)
  • EW ist diesem Wachstum strukturell nicht hinterhergekommen und daran kränkelt die tägliche Ops und der Kundenservice

 

Treffend dazu:

 

"Das Durcheinander treibt die Kosten hoch – und schränkt gleichzeitig die Flexibilität ein. Ein wenig erinnert diese Strategie des Überall-dabei-sein-Wollens an einen gescheiterten Wettbewerber: Air Berlin. Woran der zugrunde ging, müsste Carsten Spohr eigentlich noch wissen."

 

Aus einem aktuellen Capital-Bericht: Dicke Luft bei Eurowings

Geschrieben

Nochmal, auch wenn es keiner glauben mag: die wichtigsten Besitztümer, die heute eine Airline haben kann, sind Airportslots. Hätte man nicht in einer Hauruck Aktion riesige Air Berlin Slots und somit Kapazität übernommen, hätten es andere gemacht. LH Group wäre dann Deutschlandweit gemessen nicht so stark vertreten wie jetzt. 

 

Ob wer vergrault wird, die Ops mies läuft, die Flieger leer sind oder was auch immer, interessiert strategisch erstmal niemanden.

 

Wichtig ist nur, die Konkurrenz so weit es geht klein zu halten. Und das lässt man sich in der Gruppe auch was kosten, angefangen bei hohen Kosten durch Komplexität bis zu Ausgleichszahlungen für Passagiere.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb Mahag:

 

Ob wer vergrault wird, die Ops mies läuft, die Flieger leer sind oder was auch immer, interessiert strategisch erstmal niemanden.

 

Ich würde da mal die Medien verfolgen. Wirtschaftsmagazine, die wohl auch von der LH-Kundschaft gelesen werden, berichten über pures Chaos. Wer zahlt denn hohe Preise für pures Chaos?

Bearbeitet von Realo
Geschrieben

Weil es pures Chaos einfach nicht gibt? Es wird auch durch ständige Wiederholung nicht richtiger. (Völlig unabhängig davon, dass alles viel besser laufen könnte, aber die Prioritäten sind gerade andere)

 

Heute in Köln: zwei von ca. 70 EW-Flügen gestrichen, einer von sechs EZY Flügen gestrichen, einer von einem Small Planet gestrichen....

Geschrieben

Könnten wir denn endlich mal die Mär vom Billigflieger=Billigtickets=Kein Service zu Grabe tragen?

Eurowings macht mit günstigen Flügen Werbung, die bekommt man auch, aber nur genau dann, wenn die Buchungslage entweder schlecht oder der Termin noch ganz weit im Voraus bei mäßiger Buchungslage ist.

Hier mal exemplarisch die Preise meiner Flüge für Dienstreisen ab Düsseldorf. Es sind meine fünf jüngsten, dienstlichen Buchungen (nicht weit im Voraus, aber auch nicht unmittelbar vor dem Termin gebucht, wie es im Geschäftsleben halt so ist), jeweils Hin und Zurück auf der Kurzstrecke. Und das haben die Returns gekostet: 290,- 370,- 440,- 470,- 520,- € überwiegend in SMART (Best/Biz, wenn der preisliche Unterschied zu SMART gering war). Da darf ich doch wohl erwarten, dass der geschlossene Beförderungsvertrag eingehalten wird?

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb Mahag:

Nochmal, auch wenn es keiner glauben mag: die wichtigsten Besitztümer, die heute eine Airline haben kann, sind Airportslots. Hätte man nicht in einer Hauruck Aktion riesige Air Berlin Slots und somit Kapazität übernommen, hätten es andere gemacht. LH Group wäre dann Deutschlandweit gemessen nicht so stark vertreten wie jetzt. 

 

Ob wer vergrault wird, die Ops mies läuft, die Flieger leer sind oder was auch immer, interessiert strategisch erstmal niemanden.

 

Wichtig ist nur, die Konkurrenz so weit es geht klein zu halten. Und das lässt man sich in der Gruppe auch was kosten, angefangen bei hohen Kosten durch Komplexität bis zu Ausgleichszahlungen für Passagiere.

Im Prinzip hast du recht, Slots, Flugzeuge und Personal sind ein richtiges "Asset" der AB gewesen und grundsätzlich war es richtig das LH von dem Kuchen was abhaben wollte und auch gekriegt hat.

 

Aber so wie es läuft hat Carsten Spohr mittlerweile die Mitgliedsnummer 1 im EW Boomerang-Club :D 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb medion:

Weil es pures Chaos einfach nicht gibt? Es wird auch durch ständige Wiederholung nicht richtiger. (Völlig unabhängig davon, dass alles viel besser laufen könnte, aber die Prioritäten sind gerade andere)

 

Heute in Köln: zwei von ca. 70 EW-Flügen gestrichen, einer von sechs EZY Flügen gestrichen, einer von einem Small Planet gestrichen....

 

Bitte nicht blind kommentieren, man sollte die Artikel schon gelesen haben. Es geht nicht um einzelne Flüge, sondern um das Gesamtbild. Spohr hat sich in Sachen Eurowings offensichtlich völlig verplant. Ist aber auch kein Wunder, nach der AB-Pleite dachten auch viele, der kann über Wasser gehen. Führte prompt zu der Fehleinschätzung seinerseits, dass in Zukunft die Ticketpreise relativ stabil sind. Heute wissen wir mehr.

Geschrieben

Das kann er natürlich nicht!! Völlig verplant sehe ich allerdings auch nicht.

 

Warum sollen die Ticketpreise nicht stabil sein? Dazu gibt es derzeit sehr viele Unbekannten, wo man den Ausgang noch nicht kennt.

 

 

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb medion:

 

Heute in Köln: zwei von ca. 70 EW-Flügen gestrichen,

Dafür waren gestern fast alle EW Flieger ab nachmittags 1-2 Stunden delayed. 

vor 22 Minuten schrieb linie32:

Eurowings macht mit günstigen Flügen Werbung, die bekommt man auch, aber nur genau dann, wenn die Buchungslage entweder schlecht oder der Termin noch ganz weit im Voraus bei mäßiger Buchungslage ist.

 

Mallorca bekommt man auch 2 Tage vorher noch für 29,90

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb medion:

 

 

Warum sollen die Ticketpreise nicht stabil sein?

 

 

 

Weil die in Deutschland seit April fallen, näheres unter Destatis.

Bearbeitet von Realo
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb Realo:

(...) Spohr hat sich in Sachen Eurowings offensichtlich völlig verplant. (...)

Nein, der Plan ist voll aufgegangen. Er hieß: Übernahme und Halten einer maximalen Menge an wertvollen Slots aus der Insolvenzmasse der Air Berlin.

1. Übernahme hat geklappt

2. Halten sollte ebenfalls zum größten Teil geklappt haben. Er hat eben NICHT zu Gunsten einer Stabilisierung der Operations das Angebot an die real zur Verfügung stehenden Ressourcen angepasst und damit Slots geplant verfallen lassen (80%-Regel). Die resultierenden Begleiterscheinungen sind nun hoffentlich Teil des "Folgeplans"...

Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Minuten schrieb medion:

Aha. Lufthansa sagt was anderes.

 

Ich vertraue da mehr auf Destatis.

vor 18 Minuten schrieb linie32:

 

1. Übernahme hat geklappt

 

 

Halte ich für eine Fehlinformation. Oder sind alte Flugzeuge gemeint?

Bearbeitet von Realo
Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Realo:

Halte ich für eine Fehlinformation. Oder sind alte Flugzeuge gemeint?

Vielleicht mal den ganzen Post lesen...

Oder sind LGW und große Teile der AB nicht bei EW gelandet? Welche Airline bestreitet in diesem Jahr 50% der Flüge in DUS und besitzt damit jeden zweiten Slot?

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Mahag:

Was ich übrigens sehr interessant finde, warum hier im Forum das Thema EW mehr polarisiert als vieles Andere. Ich frage mich, warum das so ist.

 

Vielleicht sollte auch noch eine Frage außerhalb der Luftfahrt gestattet sein, warum VW bei den Dieselmotoren so beschissen hat. :o 

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb linie32:

Er hat eben NICHT zu Gunsten einer Stabilisierung der Operations das Angebot an die real zur Verfügung stehenden Ressourcen angepasst und damit Slots geplant verfallen lassen (80%-Regel).

 

Trick 17: Wir verkaufen nicht so viele Flugtickets, wie wir von den Operations her auch tatsächlich bewerkstelligen können (total *sic* und eher ein Fall für die Aufsichtsbehörden), sondern blockieren unlauter die allerorten knappen Slots und bepöbeln öffentlich auch noch die Flughäfen, warum die so einen beschissenen Service haben und belehren diese im selben Atemzug, sie sollten doch mehr auf qualitatives Wachstum achten. Und gibt dann hinterher kleinlaut zu, man sei doch etwas unpünktlich.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 33 Minuten schrieb linie32:

Vielleicht mal den ganzen Post lesen...

Oder sind LGW und große Teile der AB nicht bei EW gelandet? Welche Airline bestreitet in diesem Jahr 50% der Flüge in DUS und besitzt damit jeden zweiten Slot?

 

 Eine Slot-Blockade ist in DUS tatsächlich leicht durchführbar, ein LH-Paradies. Insbesondere, wenn nach Spohrs Idee auch noch die Vergaberegeln aufgeweicht werden. Helfen wird es insgesamt nicht. Aber: Damit wird DUS wohl die letzte Bastion des hochpreisigen Fliegens.

vor 28 Minuten schrieb Mahag:

Was ich übrigens sehr interessant finde, warum hier im Forum das Thema EW mehr polarisiert als vieles Andere. Ich frage mich, warum das so ist.

 

Weil EW die neue AB ist.

Bearbeitet von Realo
Geschrieben

Und jetzt nochmal die Bitte alles aus Unternehmenssicht zu betrachten.

 

Sinne und Zweck eines Unternehmes ist Profit zu machen. Dies erreicht man langfristig durch den Aufbau privilegierter Marktpositionen,dH. hohen Hürden für den Wettbewerb.

 

Was die Lufthansa gemacht? Sie ist ALL IN eingegangen und hat inkl. die Nikikapazitäten geplant. (Man könnte jetzt darüber streiten ob sie Niki L dazu benutzt hat zuerst eine "österreichische Lösung" anzustreben und damit erst mal IAG ausstechen wollte). Strategisch war es richtig um soviel wie möglich von den besten Slots sichern zu können. Operativ auch, da man mit Niki L anfangs Wetleases plante, also de facto auch ein Eurwingsdeal durch die Hintertür.

 

Als Niki die Wende zu Ryanair vollzog, war es richtig dabei zu bleiben? Ja, eben weil man einen neuen Wettbewerber hatte der zuerst nicht voll skaliert fliegen konnte.

 

War es risikoreich? Klar - wir reden von 20 Flieger in einer Flotte (mit Brussels) von 150 (Heuwender nicht dazu gezäht). Wäre Ryanair operativ besser aufgestellt wenn plötzlich 60 Flieger fehlen würden - um mal die Verhältnisse realistisch darzustellen...

 

War dies zu managen? Klar, es geht ja um die Hauptsaison im Sommer - 10 Reserveflieger ausgereitzt, hier und da ein Wet lease - und der Rest wurde gemanagt.

 

Und rechnen wir mal nach ob dies gelungen ist:

 

Angenommen es fehlten 7 Flugzeuge:

- macht bei 6 Rotationen im Schnitt 42 Flüge täglich

- oder  1.260 Flüge monatlich die kapazitätsmässig fehlten

- oder gröblich 7.500 Flüge im Halbjahr für die eine Lösung gefunden werden musste

 

Und was sagt die Statistik des Capitals?

 

- 442 stark verspätete Flüge (über 3 Stunden) in den ersten 5 Monate - wollen wir dies grosszügig auf 600pro Halbjahr erhöhen?

 

Das sind verglichen mit den 7.500 für die es keine Kapizät gab wenig - 8%!

 

Der Rest wurde innerhalb der annehmbaren Verspätung gemanagt oder einfach gestrichen und von der Angebotsseite operativ optimiert.

 

Im Gesamtkontext reden wir von ca 200.000 Flüge / 6 Monate und ein Risiko von 7.500 Flüge die zu Lösen waren - im Betracht der einmaligen Gelegenheit sich den Markt neu aufzuteilen sicherlich aus Unternehmenssicht die strategisch richtige Entscheidung.

 

Ist dies kurzfristig kundenfreundlich ? NEIN. War es trotzdem richtig? JA.

 

Business ist manchmal zynisch, aber das macht den richtigen Manager aus. Schöne Trainingsbücher über Kundenbindung usw. werden von Trainer geschrieben die nie ein Business geleitet haben - abseits des eigenen Bücher- und Seminarverkaufs.

 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb oldblueeyes:

Sinne und Zweck eines Unternehmes ist Profit zu machen. Dies erreicht man langfristig durch den Aufbau privilegierter Marktpositionen,dH. hohen Hürden für den Wettbewerb.

 

Ich glaube da ist der Denkfehler. Hürden funktionieren besser, wenn man auch wirklich etwas in der Hand hat. Wahlweise Kosten- oder Qualitätsführerschaft. Mit keinem der beiden wartet EW auf - zumal die gemeine Commodity-Kundschaft (die EW nunmal anspricht) auf Qualität pfeift, wenn sie ein Schnäppchen schießen kann.

 

Die Slot-Blockade ist nur eine künstlich erzeugte Hürde, die über kurz oder lang bröckeln wird. Hat es AB jemals etwas gebracht Platzhirsch in DUS, TXL und früher PMI zu sein? Nein. Mag sein, dass man die Konkurrenz vorerst auf Distanz halten kann. Die (deutlich effizienteren) Konkurrenz genügt jedoch eine kleine Lücke, um den Fuß in die Tür zu bekommen und wird dann sukzessive verdrängen (wie gerade eindrucksvoll in Wien passiert! ).

 

Jetzt könnte man blauäugig sein und davon träumen, dass EW die - durch die Blockade - gewonnene Zeit nutzen kann, um ihre Kosten um >20% auf LCC zu senken, oder man sieht ein, dass Spohrs EW-Abenteuer (im jetzigen Set-up) früher oder später enden wird wie AB: die effizientere Konkurrenz übernimmt.

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