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Bundesrat: Ausweisüberprüfung durch Airlines

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"Bislang müssen die Daten der Passagiere nur bei der Buchung der Tickets erfasst werden. Beim Boarding ist die Kontrolle der Personalausweise durch das Personal der Fluglinien freiwillig. Dies soll nun obligatorisch werden, vorausgesetzt, der Bundestag stimmt zu."

 

Quelle und Bericht: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bundesrat-will-airlines-zur-ueberpruefung-von-passagieren-verpflichten-a-1229346.html

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Blinder Aktionismus!

 

Als wenn ein Mitarbeiter beim Boarding feststellen könnte, ob der Ausweis echt ist.

Einzig die Übereinstimmung des Namens auf Bordkarte und Ausweis kann geprüft werden.

Sowohl in Zürich (vor Jahren), als auch in LHR im letzten Jahr bin ich mit dem Ausweis und der Bordkarte meiner Frau, und die mit meinem, völlig unbehelligt in den Flieger eingestiegen. Und wir sehen uns nicht wirklich ähnlich!

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Nach dem verlinkten SPIEGEL-Artikel sollen die Airlines bei Abflügen aus Spanien, Frankreich und Belgien ja bereits zur Identitätsüberprüfung verpflichtet sein. Weiß jemand, ob das stimmt und wie das dort gehandhabt wird?

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vor 5 Stunden schrieb aaspere:

Nach dem verlinkten SPIEGEL-Artikel sollen die Airlines bei Abflügen aus Spanien, Frankreich und Belgien ja bereits zur Identitätsüberprüfung verpflichtet sein. Weiß jemand, ob das stimmt und wie das dort gehandhabt wird?

M.W.n. wird das auch in GB schon seit Jahren so gehandhabt (Vorschrift von der CAA)

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vor 7 Stunden schrieb aaspere:

Nach dem verlinkten SPIEGEL-Artikel sollen die Airlines bei Abflügen aus Spanien, Frankreich und Belgien ja bereits zur Identitätsüberprüfung verpflichtet sein. Weiß jemand, ob das stimmt und wie das dort gehandhabt wird?

Ja, in Spanien und Frankreich wird beim Boarding immer der Ausweis mit der Bordkarte verglichen. Das handhaben auch viele nicht-europäische Länder so. Dann ist natürlich immer eine Frage wie genau das ist. Bei meiner letzten Reise nach Spanien hatte ich mein Portemonnaie vergessen, aber man hat mich trotzdem zurück fliegen lassen, obwohl ich mich nicht ausweisen konnte.

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Ich denke da steckt wohl auch eher etwas "psychologisches" dahinter - ein Gefühl der Sicherheit, dass eben doch zu einem gewissen Grad kontrolliert wird. Im Moment ist es ja wirklich so, dass man innerdeutsch/europäisch fast ungehindert durchmarschieren kann. Übrigens ist auch die Boardkartenkontrolle an der Security mangelhaft. Auf meinen letzten Ryanair Flug ab SXF wurde die Person vor mir erst am Gate(!) abgewiesen, weil sein Flug eigentlich gestern war und auch nur, weil der Automat Rot blinkte.

Ähnliches gilt ja für Zollkontrollen am Flughafen: die 5 Beamten und der Drogenhund stehen dort ja nicht um Mutter Erna mit Ihren 10 Pfund Kaffee aus Kenia zu behelligen, sondern um Präsenz zu zeigen, dass der Staat eben auch "da" ist. Die wirklich zollrelevanten Dingen passieren in einem Staat wie Deutschland z.B. in den internationalen Postzentren oder im Hamburger Containerhafen. 

 

In der Summe bin ich aber auch der Meinung: Blinder Aktionismus der auf keine Fall ausgebildetes Personal der Exekutive ersetzt, sondern scheinbare Sicherheit auf den Rücken einfachster und (sorry für diesen Ausdruck: ) billigster Arbeitnehmer verlagert.  

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Man darf da ruhig etwas weiterdenken. Automatische Gesichtskontrollen in Verbindung mit maschinenlesbaren, biometrischen Ausweisen. Um die einzulesen, braucht man auch eine entsprechende gesetzgeberische Grundlage. Und im Idealfall ganz ohne dort eingesetztes Personal

bearbeitet von emdebo

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vor 2 Stunden schrieb emdebo:

Man darf da ruhig etwas weiterdenken. Automatische Gesichtskontrollen in Verbindung mit maschinenlesbaren, biometrischen Ausweisen. Um die einzulesen, braucht man auch eine entsprechende gesetzgeberische Grundlage. Und im Idealfall ganz ohne dort eingesetztes Personal

 

Sehe ich auch so. Erst dann würde es wirklich Sinn machen, weil dann erst eine direkte Verbindung zu dem relevanten Datenbestand der Bundesbehörden hergestellt werden kann. Derzeit, insbesondere bei Paxen mit Online-Checkin, kann am Gate nur ein Namens- und Photoabgleich (Ausweisphoto + Paxgesicht) stattfinden. Da würde dann @jubo14 mit den Papieren seiner Frau auffallen (oder auch nicht :), wenn er sich ordentlich aufbrezelt und auf den Dreitagebart verzichtet).

 

@MHG

UK ist ein Sonderfall, da nicht Schengenraum. Bei Reisen nach (z.B. mit FR) London wurde der Abgleich Ticket+Perso/Pass schon immer gemacht (vor dem Gate), da FR sonst nämlich für den sofortigen Rücktransport bei der Immigration verantwortlich war.

 

Was ich aber noch nicht ganz verstehe: Warum hat die niedersächsische Landesregierung diesen Antrag im Bundesrat eingebracht? Wenn es Hessen oder Bayern gewesen wär, könnte ich das noch nachvollziehen.

 

Mein Eindruck:

Objektiv betrachtet, gibt es hier tatsächlich eine Sicherheitslücke, weshalb ich da auch nicht von blindem Aktionismus sprechen möchte. Das Problem, das ich sehe, ist die Umsetzung eines solchen Gesetzes, weil die Mitarbeiter am Gate (in BRE sind das AHS-Mitarbeiter) aus meiner Sicht dafür nicht geeignet sind; da müßte dann am Gate auch noch ein Bundespolizist eingesetzt werden. Man könnte das Geschehen natürlich auch in die Siko verschieben; da ist ja Bundespolizei zumindest in Rufweite.

Also warten wir es mal ab, wie die Bundesregierung entscheidet, und danach auch noch der Bundestag. 

bearbeitet von aaspere

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vor 46 Minuten schrieb aaspere:

Was ich aber noch nicht ganz verstehe: Warum hat die niedersächsische Landesregierung diesen Antrag im Bundesrat eingebracht?

 

 

Vielleicht spielen hier weniger sachliche Bedürfnisse als vielmehr parteipolitische Überlegungen eine Rolle.

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Also im Moment stehen politisch ausschließlich sachliche Bedürfnisse im Vordergrund! *scnr*

bearbeitet von d@ni!3l

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Am 23.9.2018 um 12:10 schrieb jubo14:

Blinder Aktionismus!

 

Als wenn ein Mitarbeiter beim Boarding feststellen könnte, ob der Ausweis echt ist.

Einzig die Übereinstimmung des Namens auf Bordkarte und Ausweis kann geprüft werden.

Sowohl in Zürich (vor Jahren), als auch in LHR im letzten Jahr bin ich mit dem Ausweis und der Bordkarte meiner Frau, und die mit meinem, völlig unbehelligt in den Flieger eingestiegen. Und wir sehen uns nicht wirklich ähnlich!

Naja,so "blind" finde ich das nun auch wieder nicht. leider gibt es ja nicht nur ehrliche Menschen,die nix zu verbergen haben. Es gibt auch die,die sich aus irgendwelchen Gründen sehr schnell "unsichtbar oder unauffindbar" machen wollen.

Ohne Pass/Ausweiskontrolle könnte ein potenzieller "Ortsflüchtling" hinter der Sicherheit mit einem Helfer die Bordkarte tauschen...Der eine hat gebucht nach A,der andere nach B , und schon wäre der "Ortsflüchtling" weg. Wenn der das gleiche am Zielflughafen hinter der Sicherheit mit einem weiteren Helfer macht,ist er ganz weg...

Ich glaube , das kontrollieren von Ausweispapieren ist schon wichtig,damit Straftäter nicht mit Hilfe anderer einfach unnachvollziehbar verschwinden können.

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Kommt ja auch täglichen millionfach vor .... 

 

Also ich bin ja auch immer dafür, mit Nuklearwaffen auf Mücken zu schießen , nur um auf Nummer sicher zu gehen.

 

Man kann nie Vorsichtig genug sein ! 

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Am 26.9.2018 um 20:37 schrieb ZuGast:

Kommt ja auch täglichen millionfach vor .... 

 

Also ich bin ja auch immer dafür, mit Nuklearwaffen auf Mücken zu schießen , nur um auf Nummer sicher zu gehen.

 

Man kann nie Vorsichtig genug sein ! 

Funktioniert nicht.

Es ist bekannt, daß Insekten einen Nuklearschlag überleben ...

Sorry, konnte nicht widerstehen ...

 

Davon abgesehen halte ich es für unrealistisch daß Check-In Mitarbeiter die Echtheit zuverlässig feststellen können, wenn sie nicht spezielle Schulungen und ausreichend Zeit dafür dafür bekommen.

Eine zuverlässige Überprüfung ist nicht mal eben in 2-3 Sekunden möglich und wenn´s dann letztlich doch nur oberflächlich wird, ist es sinnlos.

Abgesehen davon wird dann der Check-In Prozess dadurch signifikant verlangsamt, was ultimativ zu höheren Kosten führen wird.

Problematisch ist es eigentlich nur, wenn Passagiere im Inland bzw.Schengenraum bleiben.

Bei Flügen aus Schengen/EU raus kontrolliert ja die BP mit ihrem geschulten Personal.

Zusätzliche Kontrollen bzg. "Echtheit" direkt beim Boarding am Gate sind Augenwischerei ohne nennenswerte Erhöhung dier Sicherheit - reiner Aktionismus.

Ein Abgleich, daß der Name und das Ausweisdokument (mit dem Konterfei des Passagiers) übereinstimmen ist aber i.O.

bearbeitet von MHG

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vor 10 Stunden schrieb MHG:

Ein Abgleich, daß der Name und das Ausweisdokument (mit dem Konterfei des Passagiers) übereinstimmen ist aber i.O.

Genau das hatte ich gemeint mit meinem Posting. Ausweiskontrolle,um Sicherzustellen,das der auf dem Bild auch der ist,der fliegt . Mehr nicht.

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Ausweiskontrolle am Gate ? Hört sich in der Theorie ja sinnvoll an. Biometrische Systeme sind für viele bestimmt eine gute Idee, allerdings nur solange bis es um das Bezahlen dieser geht. Wenn der Boarding Agent am Gate (stelle mir z.B. gerade einen jungen Studenten vor, der nur Saisonkraft ist und das Boarding vielleicht erst 2 oder 3mal selbstständig durchgeführt hat), das dann zusätzlich machen soll, ist so eine Kontrolle nur eine Farce, die bestenfalls viel Zeit kostet. Da müsste dann schon ein Bundespolizist stehen, der die Ausweiskontrolle übernimmt. Das sind dann aber Extra-Kosten für die BP. Und Ausweiskontrollen bei der Siko ist meiner Meinung nach auch keine gute Idee. Wenn da richtig Betrieb herrscht und die Luftsicherheitsassistenten das auch noch machen sollen, ist diese Ausweiskontrolle auch nur eine Farce, die auch hier viel Zeit kosten würde. Eventuell müsste die BP Ausweiskontrollen bei Non-Schengen und Schengenflügen durchführen. Aber auch da haben wir wieder das zusätzliche Zeit- und Kostenproblem. Da ja (auch) im Luftfahrtgeschäft die Kostenreduzierung eine mehr als hohe Priorität hat, kann ich mir deswegen momentan nicht vorstellen, wie man die Durchführung solcher Kontrollen praktisch umsetzen will.

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Ironischerweise findet ja auch jetzt schon eine Kontrolle der Reisepässe/Ausweise durch Gate-Agenten statt - allerdings nur auf Non-Schengen-Flügen, wo die BuPo eh vorher schon einmal den Ausweis kontrolliert hat. (Hintergrund sind INADs - also Inadmissible Passengers - Leute die im Zielland nicht einreisen dürfen und dann von der Airline auf eigene Kosten und mit Strafzahlung zurückbefördert werden dürfen. Die Airline reicht diese Kosten natürlich an den Handlingpartner am Abflughafen weiter...)

 

Ich halte die Idee für kompletten Bullshit. Gate-Agenten haben weder die Zeit noch die Fähigkeiten für diese (eigentlich hoheitliche) Aufgabe und abgesehen davon werden sie auch nicht für so etwas bezahlt. Es besteht auch das Risiko der Willkür ggü. unsympathischen Paxen: Ich habe eine Zeit lang für eine Airline gearbeitet, die ihre Gate-Agenten engagiert hat, bei jedem kleinsten Zweifel an der Echtheit des Passes den Pax zu reporten, die Bundespolizei dazuzuziehen und mit der UK Border Agency (waren ausschließlich Flüge nach UK) zu telefonieren. In einem halben Jahr hatte ich locker 5x den Fall, dass den Kollegen etwas komisch vorkam, dann das Prozedere abgezogen, surprise surprise alles i. O. Ende vom Lied war jeweils mindestens 30min Delay + verpassten Slot und weiteren Delay für den Flieger. Wenig überraschend kamen auch die meisten Verdachtsfälle bei der immergleichen Kollegin vor.

Jetzt kann man sagen - Safety first, alles richtig gemacht. Ist aber Mumpitz, weil der Pax bereits die Sicherheitskontrolle durchlaufen hatte und somit sogar im Falle eines wirklich gefälschten Passes zwar mit anderer Identität, aber immer noch ohne Waffen unterwegs war.

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Am 29.9.2018 um 21:33 schrieb Lucky Luke:

Jetzt kann man sagen - Safety first, alles richtig gemacht. Ist aber Mumpitz, weil der Pax bereits die Sicherheitskontrolle durchlaufen hatte und somit sogar im Falle eines wirklich gefälschten Passes zwar mit anderer Identität, aber immer noch ohne Waffen unterwegs war.

heisst beispielsweise im Fall Amri :zwar ohne Waffen unterwegs , aber entkommen...

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vor 17 Stunden schrieb EDCJ:

zwar ohne Waffen unterwegs , aber entkommen...

 

Naja... Erstens sind die Gate-Mitarbeiter nicht darauf geschult, gefälschte Pässe zu erkennen. (Ich kenne sogar manche, die explizit gesagt haben, sogar wenn sie Zweifel an der Echtheit eines Passes haben, es ist ihnen egal, denn es ist nicht Teil ihres Jobs Betrüger zu fangen.) Zweitens - und da kenne ich mich nicht genügend mit der polizeilichen Hintergrundarbeit aus - am Gate könnte er sogar seinen echten Pass zeigen und es würde keinem auffallen. Denn von dort aus hat man ja keinen Zugriff auf Fahndungslisten, sondern kontrolliert nur, ob der Name, der im Reisepass steht mit dem übereinstimmt, der auf der Bordkarte steht.

 

Abgesehen davon ist das halt der (wenig überraschende) Nachteil, wenn ich ein Schengener Abkommen schließe. An den Außenkontrollen würde er ja (theoretisch) aufgehalten werden. Und wenn man sich den Fall Ali B. anschaut, dann reicht auch eine mehrfache Kontrolle der Papiere nicht unbedingt, um flüchtige Leute aufzuhalten.

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