d@ni!3l Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Also da stimme ich dir volkswirtschaftlich nicht zu. Ja, Jobs sind für eine Volkswirtschaft sinnvoll, aber nicht zu jedem Preis und kein Selbstzweck. Um es mal deutlich zu machen übertreibe ich - wenn es nur um Jobs ginge, dann müssten Länder wo es eine staatliche Vollbeschäftigung gibt ja volkswirtschaftlich florieren und man müsste jeden Arbeitslosen irgendwo bezahlt Löcher graben lassen, einfach nur unter der Annahme, dass das dort investierte Geld woanders bemerkbar macht - ich weiß nicht, ob Keynes da so recht hat. Im Grunde führt dies nur zu Staatsverschuldung und das kommende Generationen dies zahlen. Wenn man es dem Markt überlässt, fallen die Jobs kurzzeitig weg, kommen aber (wahrscheinlich) an anderer Stelle wieder, da - wenn die Kapazitäten gebraucht WÜRDEN (eben das bezweifel ich ja) - andere in die Lücke springen (damit hätten die Flughafenabfertiger und co auch wieder zu tun). Demnach wäre der Verlust nur kurzzeitig, der Staat könnte aber viel Geld sparen und woanders inevstieren. Wenn nun aber Geld ungezielt in den Markt strömt und damit die falschen gerettet werden ist dieser ganze Mechanismus kaputt.
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 2 Minuten schrieb vielflieger2020: @ Jubo14 und wie sieht die volkswirtschaftliche Betrachtung aus wenn man zwar Condor verstaatlicht und im Gegenzug z.B. eine LH Eurowings um 50 Flieger (kurz und lang) verkleinert? Oder Sundair wegfällt? Dann fallen eben dort die Arbeitsplätze weg. Hier würde eine Rettung ohne zukünftig vorhandenen Markt erfolgen der den Wettbewerb verzerrt. Da die Arbeitsplätze bei Condor besser bezahlt werden als bei EW und sundair, hätte sich das Geld bei CFG auf jeden Fall mehr gelohnt. Und bis jetzt hat doch niemand gesagt, dass sundair z.B. keinen Kfw-Kredit bekommt.
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 4 Minuten schrieb Besserwisser: Dann werden halt bei Gesunden Unternehmen Kapazitäten aus dem Markt genommen. Die Überkapazitäten sind einfach da. Diese Schönrechnererei kennt man ja bereits von anderen Projekten. Wo auch immer die Stellen nun verloren gehen wird man sehen. EW ist alles andere als Kerngesund und ohne LH gar nicht überlebensfähig.
d@ni!3l Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor 6 Minuten schrieb Skydiver: Da die Arbeitsplätze bei Condor besser bezahlt werden als bei EW und sundair, hätte sich das Geld bei CFG auf jeden Fall mehr gelohnt. Und bis jetzt hat doch niemand gesagt, dass sundair z.B. keinen Kfw-Kredit bekommt. Das ist aber schön für die Mitarbeiter bei EW und Sundair, dass ihre Steuern dafür genutzt werden, dass die Konkurrenz besser zahlen kann. Und ein Kredit ist etwas anderes als Verstaatlichung. Ich gebe @vielflieger2020 da schon recht - man rettet Arbeitsplätze und riskiert an anderer Stelle welche. Aber die Folgen hat bis dahin vllt eine andere Regierung auszubaden, das ist ja das Kalkül dabei und das stört mich. vor 3 Minuten schrieb Skydiver: EW ist alles andere als Kerngesund und ohne LH gar nicht überlebensfähig. Ja und? Die LH trägt diese Verluste, das ist IHRE Entscheidung. Diese Missgunst und Vgl. zu EW hinkt. Solange der LH Konzern als ganzes profitabel ist und mit den Gewinnen der Vorjahre die Verluste aktuell auffangen kann ist die Situation der EW nicht mehr der DE vergleichbar, die andere zahlen lässt. Bearbeitet 2. April 2020 von d@ni!3l 2
Sunflyer1234 Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 1 Minute schrieb Skydiver: EW ist alles andere als Kerngesund und ohne LH gar nicht überlebensfähig. Ist irrelevant. EW ist LH.
Jeremy Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Um einen negativen Effekt auf Mitbewerber und somit auf die deutsche Marktwirtschaft zu vermeiden, müsste die neue DE doch aus Märkten mit Überkapazitäten austreten, oder? Oder warum sollte der Staat mit günstigen Tickets privaten Fluggesellschaften das Leben schwer machen, und sich selbst nebenher die Steuereinnahmen verringern? Der Reisemarkt wird sich über Marktaustritte selbst wieder auf eine normale Größe schrumpfen. Wenn es die DE nicht erwischt, dann eben andere... 1
d@ni!3l Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) Bingo. Aber von der Sicht auf den Markt mal abgesehen. Ich verstehe ja, dass man helfen will, dass DE die Corona Zeit überlebt und man unmittelbar danach(!) einen Käufer finden soll, so dass der Staat die Kredite wieder bekommt. Aber was wenn nicht? Wenn man nicht direkt nach Corona einen Käufer findet hat der Staat drei Möglichkeiten. A) DE Pleite gehen lassen - dann hat man dem vielen Geld noch weiteres hinterher geschmissen, B) die Condor weiter fliegen zu lassen als staatliches Unternehmen mit dem o.g. Einfluss auf den Markt. C) Condor verschenken - da würde der Steuerzahler einer Firma aber ein riesen Geschenk machen Also ich verstehe den Ansatz nicht ganz, warum es eine Verstaatlichung sein muss und ein Kredit nicht reicht. Bearbeitet 2. April 2020 von d@ni!3l
Jeremy Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 6 Minuten schrieb Skydiver: EW ist alles andere als Kerngesund und ohne LH gar nicht überlebensfähig. Schon mal von Marktabschottung gehört? EW ist DAS Werkzeug dafür. Instrumente dafür kosten nun mal. 1
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Klar habe ich davon gehört, aber hier wurde behauptet das EW ein kerngesundes Unternehmen ist. Und das ist es halt nicht, da noch nicht 1€ verdient wurde die letzten Jahre. (Von der Ur-EW mal abgesehen) Wenn der Staat entscheidet zu verstaatlichen wird er dafür einen triftigen Grund haben und diesen auch in einer Pressemitteilung bekannt geben. Bis dahin müssen sich alle Luftfahrtexperten hier noch ein wenig gedulden aber es handelt sich wohl nur noch um Tage.
Sunflyer1234 Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Wird es keinen driftigen Grund geben. Rein politisch und symbolisch. Zu Lasten anderer.
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Genau, das Wirtschaftsministerium verteilt ohne Prüfung der Fakten Steuergelder. Aus Symbolik und als Samariter. Wenn CFG verstaatlicht wird wurde eine Systemrelevanz festgestellt, die auch begründet werden wird. Also einfach abwarten oder eure Expertise ans Wirtschaftsministerium weitergeben.
Sunflyer1234 Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 Systemrelevanz einer Condor? Also bitte...
d@ni!3l Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 6 Minuten schrieb Skydiver: Wenn der Staat entscheidet zu verstaatlichen wird er dafür einen triftigen Grund haben Und da der Staat nie irrt darf man dies nicht anzweifeln oder kritisieren? vor 5 Minuten schrieb Sunflyer1234: politisch und symbolisch Das fürchte ich auch. Genau das führt ja zu Punkt 1 - da werden Entscheidungen getroffen, die nicht immer rational begründet sind.
moddin Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Stimmt, diese Frage hatten wir doch vor ein paar Tagen hier von einem User, dessen Flug gestrichen wurde, aber dann durch (ohne ihn) durchgeführt wurde. Aber ist das echt doppelt bezahlt? Die Kunden bekommen doch das Geld für den gestrichenen Flug zurück, oder? Aber sie geben bis dahin einen kleinen Kredit. Von Condor kommt da derzeit gar nix. Die ersten Gäste sind dementsprechend schon beim Anwalt vorstellig geworden und beraten die weiteren Schritte. Buchungen waren bei den meisten nach der Pleite von Thomas Cook. Bearbeitet 2. April 2020 von moddin
Leon8499 Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 13 Minuten schrieb d@ni!3l: Bingo. Aber von der Sicht auf den Markt mal abgesehen. Ich verstehe ja, dass man helfen will, dass DE die Corona Zeit überlebt und man unmittelbar danach(!) einen Käufer finden soll, so dass der Staat die Kredite wieder bekommt. Aber was wenn nicht? Wenn man nicht direkt nach Corona einen Käufer findet hat der Staat drei Möglichkeiten. A) DE Pleite gehen lassen - dann hat man dem vielen Geld noch weiteres hinterher geschmissen, B) die Condor weiter fliegen zu lassen als staatliches Unternehmen mit dem o.g. Einfluss auf den Markt. C) Condor verschenken - da würde der Steuerzahler einer Firma aber ein riesen Geschenk machen Also ich verstehe den Ansatz nicht ganz, warum es eine Verstaatlichung sein muss und ein Kredit nicht reicht. Option D: IPO an der Börse, darüber habe ich gestern schon nachgedacht. vor 7 Minuten schrieb Skydiver: Klar habe ich davon gehört, aber hier wurde behauptet das EW ein kerngesundes Unternehmen ist. Und das ist es halt nicht, da noch nicht 1€ verdient wurde die letzten Jahre. (Von der Ur-EW mal abgesehen) EW war sogar glaub ich profitabel, bis sie mit den AB-Resten aufgefüllt wurde. Wie so ne Bad Bank quasi...
d@ni!3l Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor 3 Minuten schrieb Leon8499: Option D: IPO an der Börse, darüber habe ich gestern schon nachgedacht. Mit dem Risiko, dass nur einer bietet und alles für einen Euro übernimmt. Auf der einen Seite würde man so zwar auch die Schulden übernehmen, auf der anderen Seite profitiert der Käufer davon, die Verluste während der Corona-Zeit nicht getragen haben zu müssen. Wenn nochmal PGL zuschlägt hat der Steuerzahler sie gut durch die Corona-Phase gebracht, indem man sie nicht dazu genötigt hat die entsprechenden Zahlungen zu tragen. Dann haben sie genau ihr Ziel erreicht. Ich finde dieses Cherrypicking darf nicht unterstützt werden. Bearbeitet 2. April 2020 von d@ni!3l
D-ABUI Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor einer Stunde schrieb exitrow: Angeblich (!) hat sich Ralf Nagel die 2 ex Germania Flieger gesichert und will eine eigene Ops mit Hilfe von Investoren (wieder) auf die Beine stellen. Ähnliche Geschichte also wieder wie damals bei AB Aviation. Nur jetzt ein Investor zu finden.... good luck. Aber Ralf Nagel halt... Die soll(t)en doch auch zu DE gehen?
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 2 Minuten schrieb Besserwisser: Ja die Systemrelavanz wird ja seit Tagen von Condor in den Medien publik gemacht. LH hätte mit ihren Flieger genauso die Leute in Australien abholen können. Aber Medienwirksam wurden 4 alte 767 nach Australien geschickt. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Wieso hat der Staat ausgerechnet Condor nach Australien geschickt? Man hätte bei LH wahrscheinlich besseres Gerät für die Strecke gehabt. Lieber Besserwisser, die Australienflüge hat nicht der Staat organisiert sondern Phönix Reisen. Bisschen besser informieren bitte. LH ist nicht so flexibel wie Condor anscheinend was die Rückholflüge betrifft. So ist die Lage, da kann Condor auch nix dafür.
Aerodude Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor 7 Minuten schrieb Besserwisser: Ja die Systemrelavanz wird ja seit Tagen von Condor in den Medien publik gemacht. LH hätte mit ihren Flieger genauso die Leute in Australien abholen können. Aber Medienwirksam wurden 4 alte 767 nach Australien geschickt. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Wieso hat der Staat ausgerechnet Condor nach Australien geschickt? Man hätte bei LH wahrscheinlich besseres Gerät für die Strecke gehabt. Das war nicht der Staat sondern Phoenix-Reisen als Veranstalter der Kreuzfahrt. Muss man denen schon überlassen, wen sie beauftragen. Und inwiefern hätte LH besseres Gerät als die „4 alten B767“ gehabt? Hätten es auch nicht nonstop geschafft. Wo also wäre der Mehrwert gewesen, wenn LH geflogen wäre? Bearbeitet 2. April 2020 von Aerodude
Leon8499 Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 4 Minuten schrieb d@ni!3l: Mit dem Risiko, dass nur einer bietet und alles für einen Euro übernimmt. Auf der einen Seite würde man so zwar auch die Schulden übernehmen, auf der anderen Seite profitiert der Käufer davon, die Verluste während der Corona-Zeit nicht getragen haben zu müssen. Wenn nochmal PGL zuschlägt hat der Steuerzahler sie gut durch die Corona-Phase gebracht, indem man sie nicht dazu genötigt hat die entsprechenden Zahlungen zu tragen. Dann haben sie genau ihr Ziel erreicht. Ich finde dieses Cherrypicking darf nicht unterstützt werden. Es gibt ja bei jedem IPO eine bestimmte Preisspanne, in der gezeichnet werden kann, die würde wohl kaum auf einen Cent pro Aktie festgesetzt werden. So viel finanziellen Sachverstand würde ich dem Staat schon zutrauen. vor 1 Minute schrieb D-ABUI: Die soll(t)en doch auch zu DE gehen? Letzter Stand war, dass die gesamte Flotte von TCA zu DE gehen soll. Inwiefern es da Änderungen im Plan gibt, habe ich außer dem von dir zitierten Post auch nichts gefunden.
chris_flyer Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor 7 Minuten schrieb Skydiver: Lieber Besserwisser, die Australienflüge hat nicht der Staat organisiert sondern Phönix Reisen. Bisschen besser informieren bitte. LH ist nicht so flexibel wie Condor anscheinend was die Rückholflüge betrifft. So ist die Lage, da kann Condor auch nix dafür. Auch LH, Sunexpress, Sundair oder Eurowings führen eine Menge Flüge aus. Dass Sunexpress im Westafrika unterwegs war, wird nicht beachtet. Dass LH in Mittelamerika, Südamerika und Afrika die EU-Bürger einsammelt wird kaum beachtet. Die Airlines sind alle im Austausch mit dem AA. Und dann wird nach Bedarf entschieden. Bearbeitet 2. April 2020 von chris_flyer
McTech Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 2 Stunden schrieb PhlY3r: Mich wundert immer, wie dieses "Condor ist eine Cashcow"-These jemals entstanden ist. Klar wurden da Gewinne ausgewiesen, es stand aber auch ein gigantischer Reisekonzern dahinter, der für eine feste Auslastung, feste Preise und mit dem Bonus eines gigantischen Vertriebsnetzes gestanden hat. Nichts davon ist mehr verfügbar. Condor ist jetzt "eine von vielen" da draussen, in einem sehr angeschlagenen Reisemarkt. Mit reichlich Überkapazitäten, einem angeschlagenen Markt und kaum finanziellen Reserven. Dafür aber mit Fluggerät und Personalkosten einer "Traditionsairline". So einfach ist das. Warum hat sich die Käufersuche für Condor sehr schwierig gestaltet ? Glaubt ihr nicht, dass "prächtige Bücher" in Zeiten von Negativ-Zinsen Grund genug gewesen wären, Investoren anzuziehen ? Stattdessen musste der Staat schon dafür sorgen, dass DE mit frischen Geldern ventiliert wurde, bevor der Exitus eintrifft. Die Bundesregierung propagiert immer stärker den Umstieg auf die Schiene, macht den Flugverkehr durch immer neue Abgaben wie CO2-Steuer, Luftverkehrsabgabe, wahrscheinlich einer Kerosinsteuer irgendwann und permanenten Debatten, wie schädlich Fliegen für die Umwelt ist zum Sündenbock, um sich dann aufgrund eines Virus mit dem Einsatz einer halben Milliarde Steuermittlen an einer Airline mit 4900 Mitarbeitern zu beteiligen ? Wie soll ich das denn erklären ? Wo besteht denn da der "Gewinn" für den Steuerzahler ? Wenn Daimler (nur als Beispiel) demnächst 10.000 Mitarbeiter entlassen muss, weil der Verkauf von Fahrzeugen stockt, kommt dann auch der Staat und fängt diese Leute durch eine Beteiligung auf ? Daimler war ja immer, siehe Eröffnungsthese ganz oben, profitabel ! Da muss dann der Staat kommen und Daimler zur Hilfe eilen mit einer Übernahme ? Vergesst mal den Blödsinn mit "Auswahl für den Kunden"-Aspekt. Flugzeuge, Personal und willige Airlines gibt es in den nächsten JAhren sicherlich genug. Da braucht es schlichtweg keine Condor. Selbst die immer groß gehandelten "Slots" würde ich auf absehbare Zeit nicht als großen Asset ansehen. In Frankfurt wird sicher einiges an Kapazität freiwerden, wie an vielen Airports in Europa und der Welt. Und bevor jetzt das Bashing losgeht: Mir selber ist die Condor wurscht. Als Kunde war es für mich immer ok. Ich wünsche den Condorianern das goldene Ei, sichere Arbeitsplätze und eine Zukunft in der Luftfahrt. Aber "schaffen" müssen sie das ganz alleine mit den normalen Mitteln des Kapitalmarkts. Nicht über Verstaatlichung ! die Condor ist Profitabel und macht bisher seit Jahren Gewinn. Das ist schonmal Fakt. Der “große” Thomas Cook Reisekonzern war marode und hat Geld verbrannt. Da wurden die Gewinne der Condor abgezogen zum Reisekonzern um dort die Löcher zu stopfen. TC hat ja 2018 schon versucht all seine Airlines zu verkaufen und weil dem Reisekonzern das Wasser bis zu Hals stand verlangte man einen überteuerten Preis, wodurch der Verkauf nicht zustande kam. Man hat versucht das letzte Tafelsilber zu verkaufen. Der achso große Reisekonzern hat eben nicht für eine feste Auslastung und feste Preise und riesigen Vorteil über sein Vertriebsnetz gesorgt. Es waren nur 20% , die der Reisekonzern belegt hat. Die 20% wurden nach der Pleite auch mehr als gut gefüllt. das einzige was man vom Reisekonzern hatte, waren verärgerte Kunden und Hoteliers etc... die versucht haben die Forderungen von TC auf die Condor zu übertragen. Die Condor hat zum Schluss auch keine Geld von TC für die durchgeführten und von Tc verkauften Flüge gesehen. Daher das Schutzschirmverfahren, denn man hat bei Condor Flüge durchgeführt und keine Hotels geführt. Das kann man alles in der Presse nachlesen. Negativ Zinsen gibt es bei Krediten nicht. Das Argument ist somit Humbug. Negativ Zinsen gibt es nur bei Guthaben, damit die Bank dran verdient, bei Krediten gibt es positive Zinsen, damit die Bank dran verdient.man hat ja mehrere Käufer gehabt und PGL hat zugesagt. Nun will PGL zurücktreten vom Kauf, dafür kann die Condor auch nichts. Laut Presse wollte PGL eine komplett staatliche Absicherung des Deals - um dann zum 0%-Risiko sich auch den Gewinn abzuziehen ? Da kann der Staat dann auch selber direkt sich beteiligen wenn er schon das Risiko selber trägt und dann Geld daran verdienen. Zudem weiß man ja nicht wie die angebliche Verstaatlichung aussehen soll. Man liest ja von einer vorrübergehenden Beteiligung. Bei staatlichen oder Landes-Beteiligungen muss man sich nur VW und co ansehen. Da beschwert sich auch niemand. Der Staat propagiert auf die Schiene umzusatteln - es fährt ja meines Wissens nach keine DB über den Atlantik. Ebenso führt Condor keine Inlandsflüge durch - die auch von einer Verlagerungen auf die Bahn betroffen wären. Natürlich würde der Staat bei Daimler einspringen... siehe VW Argument. Was der Staat davon hat ? Durch den Kredit verdient der Staat Geld an der Condor. Die Mitarbeiter sind weiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt, bringen dem Staat somit auch etwas. Das Monopol Argument darf man ja nicht ansprechen. 2
chris_flyer Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 (bearbeitet) vor 14 Minuten schrieb McTech: die Condor ist Profitabel und macht bisher seit Jahren Gewinn. Das ist schonmal Fakt. Der “große” Thomas Cook Reisekonzern war marode und hat Geld verbrannt. Da wurden die Gewinne der Condor abgezogen zum Reisekonzern um dort die Löcher zu stopfen. TC hat ja 2018 schon versucht all seine Airlines zu verkaufen und weil dem Reisekonzern das Wasser bis zu Hals stand verlangte man einen überteuerten Preis, wodurch der Verkauf nicht zustande kam. Man hat versucht das letzte Tafelsilber zu verkaufen. Der achso große Reisekonzern hat eben nicht für eine feste Auslastung und feste Preise und riesigen Vorteil über sein Vertriebsnetz gesorgt. Es waren nur 20% , die der Reisekonzern belegt hat. Die 20% wurden nach der Pleite auch mehr als gut gefüllt. das einzige was man vom Reisekonzern hatte, waren verärgerte Kunden und Hoteliers etc... die versucht haben die Forderungen von TC auf die Condor zu übertragen. Die Condor hat zum Schluss auch keine Geld von TC für die durchgeführten und von Tc verkauften Flüge gesehen. Daher das Schutzschirmverfahren, denn man hat bei Condor Flüge durchgeführt und keine Hotels geführt. Das kann man alles in der Presse nachlesen. Negativ Zinsen gibt es bei Krediten nicht. Das Argument ist somit Humbug. Negativ Zinsen gibt es nur bei Guthaben, damit die Bank dran verdient, bei Krediten gibt es positive Zinsen, damit die Bank dran verdient.man hat ja mehrere Käufer gehabt und PGL hat zugesagt. Nun will PGL zurücktreten vom Kauf, dafür kann die Condor auch nichts. Laut Presse wollte PGL eine komplett staatliche Absicherung des Deals - um dann zum 0%-Risiko sich auch den Gewinn abzuziehen ? Da kann der Staat dann auch selber direkt sich beteiligen wenn er schon das Risiko selber trägt und dann Geld daran verdienen. Zudem weiß man ja nicht wie die angebliche Verstaatlichung aussehen soll. Man liest ja von einer vorrübergehenden Beteiligung. Bei staatlichen oder Landes-Beteiligungen muss man sich nur VW und co ansehen. Da beschwert sich auch niemand. Der Staat propagiert auf die Schiene umzusatteln - es fährt ja meines Wissens nach keine DB über den Atlantik. Ebenso führt Condor keine Inlandsflüge durch - die auch von einer Verlagerungen auf die Bahn betroffen wären. Natürlich würde der Staat bei Daimler einspringen... siehe VW Argument. Was der Staat davon hat ? Durch den Kredit verdient der Staat Geld an der Condor. Die Mitarbeiter sind weiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt, bringen dem Staat somit auch etwas. Das Monopol Argument darf man ja nicht ansprechen. Wenn wir schon bei VW sind. Das Land Niedersachsen ist beteiligt. Nicht der Staat. So braucht schon Niedersachsen weniger Geld aus dem Länderfinanzausgleich. Also bei Daimler müsste das Land BaWü einsteigen. Und wenn wir lustig sind, dann steigen wir überall bei jedem Unternehmen ein. Denn alle Unternehmen sind systemrelevant, da sie für Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge sorgen. Hallo, aufwachen. Wir leben nicht mehr in der DDR. Bearbeitet 2. April 2020 von chris_flyer 2
locodtm Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 13 Minuten schrieb chris_flyer: Wenn wir bei VW sind. Das Land Niedersachsen ist beteiligt. Nicht der Staat. So braucht schon Niedersachsen weniger Geld aus dem Länderfinanzausgleich. Also bei Daimler müsste das Land BaWü einsteigen. Und wenn wir lustig sind, dann steigen wir überall bei jedem Unternehmen ein. Denn alle Unternehmen sind systemrelevant, da sie für Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge sorgen. Hallo, aufwachen. Wir leben nicht mehr in der DDR. Wir leben in Corona-Zeiten. Wir werden noch eine ganze Reihe an (Teil-)Verstaatlichungen sehen. Sollten VW oder Daimler vor dem Aus stehen, wird der Bund selbstverständlich eingreifen. Der Markt ist erstmal kaputt. Weltweit werden wir daher viele Eingriffe sehen. Btw., die beiden größten Anteilseigner bei AF-KL sind Frankreich und die Niederlande. vor 47 Minuten schrieb Besserwisser: Die Fliegerei in Deutschland ist derzeit einfach größtenteils unrentabel! Lauda verdient kein Geld, Ryanair gleicht es aus. Alles nicht schön aber so funktioniert freie Marktwirtschaft! Alle haben irgendwo ihre Geldgeber, auch eine Sundair und SunExpress. Alle leiden unter den Überkapazitäten und irgendwen wird es erwischen! Aus Sicht des Bundes ist es zu bevorzugen, dass es keine in Deutschland ansässige Airline erwischt. Mag sein, dass Lauda, FR und co. auch hier Abfertigungsgebühren zahlen, aber wo sitzen deren Back-Offices? Nur mal als Hausnummer, in den USA sollen 50 Mrd. + in die Airlines gesteckt werden. Zudem wird bei einer länger anhaltenden Krise auch die Lufthansa in die Notwendigkeit von Staatshilfen kommen.
Skydiver Geschrieben 2. April 2020 Melden Geschrieben 2. April 2020 vor 14 Minuten schrieb chris_flyer: Hallo, aufwachen. Wir leben nicht mehr in der DDR. Wenn ich mir die Supermärkte die letzten Tage angucke, bist du da sicher?? Spaß beiseite.. hier kann dir bestimmt geholfen werden: [email protected] Einfach deine Bedenken äußern und am besten noch Qualifikationen wie abgeschlossenes Studium im Bereich BWL und Wirtschaftsrecht, jahrelange Erfahrung in Airline Management etc. zufügen, um die Ernsthaftigkeit der Email zu unterstreichen. Und was super wäre, wenn du hier die Antwort mit uns teilen könntest. Gilt natürlich auch für alle anderen Kritiker hier.
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