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Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Besserwisser:

Wäre Condor als eigenständige Airline überlebensfähig würden wir hier alle nicht diskutieren.

 

Es tut mir leid, wenn ich jetzt hier für dich das Geheimnis lüfte, aber in den letzten Wochen hat sich im internationalen Luftverkehr eine recht einzigartige Situation entwickelt. Sollte diese anhalten, ist keine Airline dieser Welt überlebensfähig.

Wie die finanzielle Lage in den Monaten vorher bei Condor ausgeschaut hat, kann hier keiner beurteilen. Zumindest hat man keine Nachrichten gehört, dass der Kredit vorzeitig aufgebraucht wurde, also dürfte sich die Performance im vorkalkulierten Rahmen bewegt haben. Nicht übel soweit.

 

 

@Skydiver Deine Fußball-Analogie ist aber auch unglücklich. Für gewöhnlich machen Vereine keine Pressekonferenz mit ihrem Neuzugang, solange der Deal nicht unter Dach und Fach ist.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Skydiver:

Welche offizielle Quelle hast du dengepostet. Gerne nicht persönlich aber du musst deine Behauptungen schon belegen. Interessiert mich wirklich, weil ich bis jetzt im Internet nichts zu offiziellen Statement von CFG und co gefunden habe. 

 

Sehe ich auch so.

War es eigentlich nicht angesagt Behauptung bzw. Infos definitiv mit Quellennachweis zu posten?!

 

Geschrieben

Sorry, beim Punkt privat stimme ich dir zu. Aber ein Thema sollte man schon in mehr als 2 Posts bearbeiten/besprechen und man sollte auch widersprechen dürfen. Es geht hier doch um Diskussionen (und Meinungen, die übrigens keine Quellen brauchen, das ist hier kein Fazit einer akademischen Arbeit) und nicht nur einen reinen Nachrichten-Ticker finde ich. Wenn einen etwas nicht interessiert kann man ja auch einfach "zurück" drücken ohne etwas zu lesen.

 

Aber jetzt ist das Thema eh durch glaub ich.

Geschrieben

Man liest hier immer wieder dubiose neue Dinge, wie etwa das Monopole zu höheren Gewinnen und in Folge dessen zu potentiellen höheren Löhnen führt. Höhere Gewinne ja, aber zu lasten der Verbraucher, die es Zahlen, in dem sie höhere Preise als notwendig zahlen. Deshalb soll die Wettbewerbspolitikpolitik die Entwicklung von Monopolen ja unterbinden oder zumindest eindämmen.

Ohne starke und Einflussreiche Gewerkschaften (oder Gesetzgebung) werden Monopole aber nicht zu höheren Löhne führen da Nachfragemonopole ähnlich wirken wie Angebotsmonopole.

 

Ohne die Corona-Krise gibt es keinen Grund dafür, dass die Bundesregierung als temporärer Eigentümer einspringt. In der aktuellen Situation, in der die gesamte Reisebranche staatliche Hilfen und vermutlich auch Eigenkapital zur Stützung bekommen kann man auch Condor stützen. Das Argument, dass Condor zu wenig finanzielle Reserven hat, da man alles an die Eigentümer ausgeschüttet hat gilt in abgeschwächter Form für Lufthansa und andere Fluggesellschaften. 

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Deshalb soll die Wettbewerbspolitikpolitik die Entwicklung von Monopolen ja unterbinden oder zumindest eindämmen.

Auch ohne DE gäbe es kein Monopol.  Nur größere Stücke des Kuchens für den Rest. Den Rest erledigen Gewerkschaften, genau. Ich wusste nicht, dass man immer die ganze Kette aufzeichnen muss. Aber dass der Wettbewerb ZU groß ist siehst du nicht so?

 

 

vor 11 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

temporärer Eigentümer

Aber was kommt danach? Man schießt den bisher gewährten Krediten ja noch mehr Geld hinterher.  Muss der Staat das Risiko eingehen?

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Korbi_EDDM:

 

Allein wird Condor nicht überleben können, das stelle ich auch garnicht in Frage. 

Aber auch bei dem ersten "Bieterinnen" gab es Interessenten, die ich jetzt nicht auf dem Zettel hatte.

 

Und, dass Lufthansa für eine Übernahme von den Wettbewerbshütern grünes Licht bekommt, ist sehr sehr unwahrscheinlich, wie ja hier auch schon des Öfteren Thema war.

 

Welcher Deal würde in der aktuellen Situation kein grünes Licht bekommen? Es geht aktuell NUR um kurzfristiges Handeln und darum diese Unternehmen in Europa zu retten. Warum kräht den kein Hahn aus Brüssel aktuell nach Italien bezüglich Alitalia?Solange nicht gerade Easyjet und Ryanair oder IAG und AF-KLM fusionieren wollen wird wohl ne ganze Menge durchgewunken werden, wenn man dazu glaubhaft versichern kann Arbeitsplätze retten zu können.

 

vor 4 Stunden schrieb Skydiver:

Nö nicht vom Staat aber von der Mama, wenn da 380 Mio reichen für das Desaster auf der EW Langstrecke die letzten Jahre. 

 

Eben. Von der Mama. Damit ist doch alles gesagt. Die können mit ihrer Kohle machen was sie wollen. Die Lufthansa kann sich auch auf die Terrasse stellen und die Kohle verbrennen. Wird schwer den Aktionären das beizubringen, aber egal. Condor arbeitet aktuell nur auf Basis von fremden Geld. Und dieses Geld haben sie schon damals nur mit der Berechtigung bekommen, dass sie überleben sollen.

 

vor 3 Stunden schrieb Skydiver:

Bis jetzt ist nicht 1€ an Steuergeldern verschleudert worden

 

Bis jetzt nicht. Aber die Situation hat sich in den letzten 2 Monaten verändert, die Perspektive mittelfristig einfach verschlechtert. Wenn man jetzt weiteres Geld in die Hand nimmt ist die Wahrscheinlichkeit großer das man davon nichts mehr wiedersieht als im Herbst.

 

vor 3 Stunden schrieb Korbi_EDDM:


Andere sparen sich aber auch schnell wieder ein Polster an. Schonmal daran gedacht? 
Wenn du jetzt hier auf die Situation in Deutschland anspielst, denke ich nicht, dass die vorher „schwachen“ nachher so groß sind, wie die, die auch vorher schon groß waren.

Außerdem hat Condor einen Markt, in dem sie schon immer operiert. Auch schon bevor LH diesen Markt (wieder) in Angriff nahm. 
Da muss man nur 1 und 1 zusammenrechnen und schon sieht man, wer jetzt hier die Überkapazitäten verursacht.

 

Für die Überkapazitäten haben alle gesorgt. Easy, Ryanair, Vueling, Wizz, Maltabriefkastenairlines, bestimmt auch Eurowings und so weiter. Das hat doch aber mit der Debatte hier nichts zu tun. Die Überkapazitäten sind nunmal da, das Geschäftsfeld ist schwer zu bespielen. Ende.

 

vor 2 Stunden schrieb D-ABUI:

Der Unterschied ist doch aber, dass Air Berlin nie auf einen grünen Zweig gekommen ist. Wie viele Jahre haben die denn ohne Verlust abgeschlossen? Das kannst du an einer Hand abzählen. Condor steckt bekanntlich in der Situation, weil Thomas Cook sie ausgequetscht hat. Von daher hätte Condor eher ne Chance verdient. 

Und was die Flotte abgeht: Klar, die Flotte von DE ist alt und viel ist geleast. Air Berlin hat aber soweit ich weiß auch so gut wie kein Flugzeug mehr gehört

 

 

Klar hat Condor eine Chance verdient. Die Frage ist aber wo man das Geld am sinnvollsten einsetzen kann, denn die Staatskohle ist nicht endlos. Wenn ich z.B. weitere 500 Mio in Condor pumpe und dort einen ungewissen Ausgang habe fehlen diese 500 Mio einfach an anderer Stelle. Gibt es dieses Geld und Condor ist nach seriöser Abwägung das Unternehmen, was am ehesten Erfolg und Überleben verspricht: Nur hin mit dem Geld.

Dann muss aber auch direkt geklärt werden wie es langfristig weiterläuft, wann der Staat aussteigt und wie der Staat aussteigt.

 

vor 1 Stunde schrieb 0815:

Mich würde ja mal interessieren, ob die Gewinne der Condor in den letzten Jahren auf evt. nicht marktfähigen/bevorzugten Inhousekonditionen der Thomas Cook beruhten, oder ob man tatsächlich so gut gewirtschaftet hat. 

 

Tatsächlich eine interessante Frage, die aber niemand beantworten können wird. Ich vermute jedoch eher das Thomas Cook etwas eher Vergünstigungen bekam damit deren Bilanz besser aussah. 

 

Condor hat im Geschäftsjahr 2018/2019 57 Mio Gewinn eingefahren. Das ist aller ehren wert, aber es sind auch nur 57 Mio. Wenn man sich die Zahlen der konkurrierenden Konzerne ansieht sind das gerade mal Krümel. Seit dem Abschluss des Geschäftsjahres am 30.9.19 haben wir a) eine Insolvente Mutter und - ja auch nur mit vergleichsweise wenig Anteil - fehlende Großkundin b) fehlende Synergieeffekte mit den ehemaligen Konzernschwestern (=erhöhte Kosten) und c) eine Luftfahrtwirtschaft die gerade im Schleudergang durch die Waschmaschine läuft und da mit völlig ungewissem Ausgang rauskommt.

Man kann den Mitarbeitern nur die Daumen drücken und ich habe große Achtung davor was sie dieser Tage an Deutschen nach Hause schleppen, aber ich denke als Außenstehender das es dann doch andere Unternehmen gibt die mehr Perspektive haben.

 

Ganz allgemein sehe ich sowieso nicht wo ein Wegfall von Condor zu großen Monopolen führen könnte. Innerdeutsch fliegt man sowieso nix, die meisten Europaziele dürfen von jedem der will beflogen werden, in die USA sieht das ähnlich aus. Bleiben noch Ägypten, die Karibik und afrikanischen Ziele. Dort gibt es mit Tui, Eurowings/LH, Sundair, maltesischen Briefkastenairlines und so weiter auch genug Optionen den Markt zu bedienen.

Geschrieben

Auch ohne DE gäbe es kein Monopol.

Das habe ich auch nicht behauptet: Aber hier wurde behauptet: 

Mit weniger Konkurrenz [= Monopolisierung] im Markt wären steigende Löhne durch höhere Gewinne realistischer.

Und das ist schon eine absurde, nicht belastbare Reaktionskette, die als Meinung vielleicht durchgeht. Auch Meinungen sollten auf belastbaren Fakten beruhen. 

 

Welche Sicherheit gibt es eigentlich, dass Lufthansa die aktuelle Krise übersteht und die Zeit danach aus auch einer Position der Stärke heraus reagieren kann?

Wenn die akute Krise vorbei ist gibt es zwei Dinge im Überfluss billiges Kapital und verfügbare Flugzeuge. Es sei denn, irgendwer kann Airbus und Boeing davon überzeugen, die Flugzeugproduktion rapide zu reduzieren und Leasinggeber, gebrachte Flugzeuge aus dem Markt zu nehmen. Das bei mittelfristig gedämpfer Nachfrage. Eine ideale Situation für aggressive Neueinsteiger.

 

 

 

Geschrieben

Man man, hier ist ja ein Dynamik drin. 
Können wir an dieser Stelle vielleicht mal festhalten, sofern das mit Condor und Verstaatlichung über Haupt stimmt, dass dadurch in dieser Krise über 3500 Arbeitsplätze gerettet werden. Das ganze Familien gerade die letzten Wochen gezittert haben ob sie nächste Woche noch einen Job haben (ja ich weiß, auch andere haben die Angst derzeit. Hier geht es jetzt aber um Condor).

 

Und was machen die meisten „Experten“ hier? Sich den Kopf zerbrechen ob da Steuergelder verschleudert werden oder wer dadurch wann und wie Monopol bekommt. 
 

ICH für meinen Teil kann das gerade alles mal gut ausblenden und freue mich (falls es so sein sollte) das ganz viele Angestellte in dieser Krise jetzt ein Stück mehr Sicherheit bekommen.

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb d@ni!3l:

Auch ohne DE gäbe es kein Monopol.  Nur größere Stücke des Kuchens für den Rest. Den Rest erledigen Gewerkschaften, genau. Ich wusste nicht, dass man immer die ganze Kette aufzeichnen muss. Aber dass der Wettbewerb ZU groß ist siehst du nicht so?

 

 

Aber was kommt danach? Man schießt den bisher gewährten Krediten ja noch mehr Geld hinterher.  Muss der Staat das Risiko eingehen?

 

Der Staat bzw. wir Steuerzahler werfen gutes Geld Schlechtem hinterher. Wie ich schonmal geschrieben habe, sehe ich keinerlei Substanz bei Condor, die solche Schritte rechtfertigen. Das Investment würde auf Sicht definitiv nicht wieder zurück verdient werden können. Es wird keine Interessenten geben, die das notwendige Kapital aufbringen können und Condor selber wird dieses Geld nie selber zurück verdienen können.

 

Außer man verstaatlicht gleich noch alle deutschen Reiseveranstalter mit und vereint sie zusammen mit Condor direkt unter einer verstaatlichten TUI, deren Anteile man dann später wieder an bzw. über die Börse veräußern könnte. So könnte mit viel Fantasie sogar Gewinn mit der Situation gemacht werden. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 30 Minuten schrieb Besserwisser:


Worauf möchtest du denn hinaus? Lufthansa gehören ca. 90% der Flugzeuge und wohl diverse Immobilien usw. bis Lufthansa zahlungsunfähig ist muss noch einiges passieren! Eine Garantie dass eine Airline derzeit überlebt gibt es wohl nicht. Aber es gibt Airlines wie LH mit hohem Eigenkapital und eben Fluggesellschaften wie Condor mit einem Kredit den sie aus eigener Kraft wahrscheinlich nicht zurückzahlen können. 

Wir wissen doch jetzt alle das Lufthansa am geilsten ist und das es extrem Sinn macht, einen Konzern mit fast 800 Flugzeugen (wo wir übrigens auch wieder bei den 500 Mio € Starthilfe vom österreichischen Steuerzahler für die AUA wären)  und eine Airline mit 60 Flugzeugen, deren Mutter vor 6 Monaten Insolvenz angemeldet hat zu vergleichen. 

Bearbeitet von Skydiver
Geschrieben (bearbeitet)

Wo unterstelle ich dir das du bei LH arbeitest? Ich sage nur, das

s es keinen Sinn macht, einen Konzern wie LH mit Eigenkapital, Flugzeugen und co mit Condor in der momentanen Situation zu vergleichen. 
 

Was man vergleichen könnte, Profitabilität EW Langstrecke - CFG Langstrecke oder Tuifly mit CFG Kurzstrecke. Das wäre mal interessant.

Bearbeitet von Skydiver
Geschrieben

Der Vergleich hinkt schon allein wenn man sich die Rechtsform der Beiden Unternehmen anschaut. 

 

Und wer weiß wofür es am Ende gut war, dass DE nicht in polnische Hände fällt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Minuten schrieb Besserwisser:

Aber ich kann dir versichern, würde wir hier über eine Verstaatlichung von Sundair reden, wären meine Argumente ziemlich ähnlich! Und ich habe weder etwas gegen Condor noch gegen Sundair oder sonst wen! 


das ist genau der Punkt. Wer bei Condor A sagt, müsste bei Sundair B sagen. Warum hat es Condor „mehr“ verdient verstaatlicht gerettet zu werden als Sundair? Oder LH? Oder TUIfly? 
 

und diese Vergleiche von EW Langstrecke vs DE Langstrecke usw. sind leider Quatsch. Entscheidend ist allein die Finanzkraft (der Eigentümer)

 

also entweder Verstaatlichungs-Rettungsschirm für alle oder eben für keinen. Condor alleine ist (leider) nicht in Summe systemrelevant und unersetzlich 

Bearbeitet von Winglet3
Geschrieben

Was ist hier denn aufeinmal los? Ich wusste ja, dass Condor Befürworter und Gegner hat, aber soviel Emotion hätte ich dann doch nicht erwartet...

 

Ich kann die Skepsis verstehen, eigentlich sehe ich die Verstaatlichung von Unternehmen auch kritisch. Die Frage ist hier aber, ob Corona nicht eine besondere Situation darstellt - gerade für die Luftfahrtbranche

 

vor 4 Stunden schrieb Besserwisser:

ich frage mich eben nur wo der Wert einer Condor liegt?

 

Condor sorgt halt dafür, dass es für den Verbraucher noch Auswahl am Markt, und eine Alternative zum LH-Konzern gibt. Viele schätzen es, bei einem Traditionsunternehmen buchen zu können, bei dem zumindest noch ein kleines Bisschen vom Charakter der klassische "Ferienflieger" übrig geblieben ist.

Ohne Condor gäbe es auf der Langstrecke aus Deutschland keine Alternative mehr zum Lufthansa-Konzern. Wenn man von den paar Strecken von Tuifly, die ja auch ständig damit liebäugeln, ihre Airline zu verkaufen, und Lowcostern wie FR oder U2 absieht, wäre selbst auf der Kurz- und Mittelstrecke keine Alternative mehr gegeben.

Ich würde es schon befürworten, wenn Condor nicht verstaatlicht würde, aber wenn sich in der derzeitigen Lage kein Investor findet, wäre es auch bitter, dass Condor an Corona zugrunde geht.

 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Mathi:

Ohne Condor gäbe es auf der Langstrecke aus Deutschland keine Alternative mehr zum Lufthansa-Konzern. 

 

Muss es denn zwingend “deutsche” Konkurrenz sein? Ich glaube im Bereich des Wettbewerbsrecht nicht wirklich. Und internationalen Wettbewerb gibt es auf der Langstrecke ex Deutschland mehr als genug. Über die Atlantik wären da BA, AF, AA uvm. Richtung Asien noch mehr dank den Kollegen aus dem Sandkasten.

 

Ich persönlich bin auch gegen eine Verstaatlichung. Es ist aber trotzdem, stand heute Abend, nicht klar ob es so weit kommen wird. Nach den Versprechungen der Politik (“Es wird um jeden Arbeitsplatz gekämpft”) wird DE sicher Hilfe erhalten (in welcher Form auch immer). Ob das langfristig Condor in der Luft hält? Da habe ich schon größere Zweifel.

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Mathi:

Was ist hier denn aufeinmal los? Ich wusste ja, dass Condor Befürworter und Gegner hat, aber soviel Emotion hätte ich dann doch nicht erwartet...

Um auf Nr sicher zu gehen. Ich habe nichts gegen DE. Lange nicht mit denen geflogen, man hört aber gutes über die Crews. Ich halte nur wenig von Verstaatlichung und Eingriffe in den Wettbewerb.

 

Wollte ich nur kurz los werden. Ich wünschte auch dafür alles wäre nicht nötig und Corona wäre vorbei.

Geschrieben
vor 46 Minuten schrieb aib:

Muss es denn zwingend “deutsche” Konkurrenz sein? Ich glaube im Bereich des Wettbewerbsrecht nicht wirklich. Und internationalen Wettbewerb gibt es auf der Langstrecke ex Deutschland mehr als genug. Über die Atlantik wären da BA, AF, AA uvm. Richtung Asien noch mehr dank den Kollegen aus dem Sandkasten..

 

Ich habe kein Problem mit Airlines aus anderen Ländern - buche die auch gerne, wenn mir das Angebot besser gefällt. Nicht vergleichbar ist das für mich deswegen, weil das a) keine Nonstopflüge ex Deutschland sind, und b) alles eher auf Businessverkehr ausgerichtete Carrier sind.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Besserwisser:

Eben das ist der Unterschied da werden keine Steuergelder verschleudert bei Condor schon!

Da werden keine Steuergelder verschleudert, da wurde ein Kredit vergeben, der mit Zinsen zurückgezahlt wird. Es ist kein Verschenken von Geld. 
Zudem ist die Condor seit Jahren profitabel, das Problem war die TC Mutter, die den Gewinn rausgesucht hat. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb McTech:

Zudem ist die Condor seit Jahren profitabel, das Problem war die TC Mutter, die den Gewinn rausgesucht hat. 

 

Mich wundert immer, wie dieses "Condor ist eine Cashcow"-These jemals entstanden ist. Klar wurden da Gewinne ausgewiesen, es stand aber auch ein gigantischer Reisekonzern dahinter, der für eine feste Auslastung, feste Preise und mit dem Bonus eines gigantischen Vertriebsnetzes gestanden hat. Nichts davon ist mehr verfügbar. Condor ist  jetzt "eine von vielen" da draussen, in einem sehr angeschlagenen Reisemarkt. Mit reichlich Überkapazitäten, einem angeschlagenen Markt und kaum finanziellen Reserven. Dafür aber mit Fluggerät und Personalkosten einer "Traditionsairline". So einfach ist das.

 

Warum hat sich die Käufersuche für Condor sehr schwierig gestaltet ? Glaubt ihr nicht, dass "prächtige Bücher" in Zeiten von Negativ-Zinsen Grund genug gewesen wären, Investoren anzuziehen ? Stattdessen musste der Staat schon dafür sorgen, dass DE mit frischen Geldern ventiliert wurde, bevor der Exitus eintrifft.

 

Die Bundesregierung propagiert immer stärker den Umstieg auf die Schiene, macht den Flugverkehr durch immer neue Abgaben wie CO2-Steuer, Luftverkehrsabgabe, wahrscheinlich einer Kerosinsteuer irgendwann und permanenten Debatten, wie schädlich Fliegen für die Umwelt ist zum Sündenbock, um sich dann aufgrund eines Virus mit dem Einsatz einer halben Milliarde Steuermittlen an einer Airline mit 4900 Mitarbeitern zu beteiligen ? Wie soll ich das denn erklären ? Wo besteht denn da der "Gewinn" für den Steuerzahler ? 

 

Wenn Daimler (nur als Beispiel) demnächst 10.000 Mitarbeiter entlassen muss, weil der Verkauf von Fahrzeugen stockt, kommt dann auch der Staat und fängt diese Leute durch eine Beteiligung auf ? Daimler war ja immer, siehe Eröffnungsthese ganz oben, profitabel ! Da muss dann der Staat kommen und Daimler zur Hilfe eilen mit einer Übernahme ?

 

Vergesst mal den Blödsinn mit "Auswahl für den Kunden"-Aspekt. Flugzeuge, Personal und willige Airlines gibt es in den nächsten JAhren sicherlich genug. Da braucht es schlichtweg keine Condor. Selbst die immer groß gehandelten "Slots" würde ich auf absehbare Zeit nicht als großen Asset ansehen. In Frankfurt wird sicher einiges an Kapazität freiwerden, wie an vielen Airports in Europa und der Welt.

 

Und bevor jetzt das Bashing losgeht: Mir selber ist die Condor wurscht. Als Kunde war es für mich immer ok. Ich wünsche den Condorianern das goldene Ei, sichere Arbeitsplätze und eine Zukunft in der Luftfahrt. Aber "schaffen" müssen sie das ganz alleine mit den normalen Mitteln des Kapitalmarkts. Nicht über Verstaatlichung !

Geschrieben

Was ich nicht verstehe ist die Argumentation, dass bei einer staatlichen Beteiligung noch unfassbare Summen Geld verpulvert würden.

Genau anders herum wird ein Schuh daraus. Unterstützt man nun nicht, sind die bisher geleisteten Gelder unwiederbringlich verloren. Das wäre ein satter Millionen-Verlust.

Niemand kann von uns im Moment sagen, wie diese staatliche Beteiligung überhaupt aussehen soll und welches Geld dafür in die Hand genommen wird.

Zunächst bekommt Condor erst einmal die identischen Leistungen, die auch Lufthansa bekommt.

Und was darüber hinaus an Geldern fließen wird, muss man sehen, wenn es soweit ist. Denn auch denkbar wäre, dass man die bisherigen Kredite umwandelt und das dann die staatliche Beteiligung ist. Dann wäre der Staat nicht mehr der Kreditgeber, sondern der größte Anteilseigner. Uns als solcher könnte er dann eine aktive Rolle spielen, wenn es darum geht zu retten was zu retten ist. Das könnte, neben einem Verkauf, dann auch eine geordnete Abwicklung des Unternehmens sein.

 

Eine Frage lässt sich aber einfach beantworten.

Der Gewinn für den deutschen Steuerzahler sind der vorübergehende Erhalt von 4.900 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.

Davon werden in den kommenden Monaten leider genügend wegfallen. Da hilft das Erhalten dieser wenigstens ein bisschen.

Geschrieben

von diesen 4900 Arbeitsplätzen zahlt der Staat eh via Arbeitsagentur und das Tool Kurzarbeit ungefähr eh das, was er an ALG1 zahlen müsste. Also das kann kein Argument sein. Diese Ausgaben sind neutral.

Nachdenklich machen die Aufstockungen zum Kurzarbeitergeld die gezahlt werden können. Dafür scheint es zu reichen

Geschrieben (bearbeitet)

@jubo14 & @vielflieger2020   - ich würde aber anmerken, dass eine Airline nicht nur aus Gehältern besteht. Ja, diese würde der Staat aktuell ungefähr so oder so zahlen. Aber es gibt auch sowas wie Mieten für GuG, Leasing für Flugzeuge, Versicherungen usw., die andere Airlines weiterzahlen, bei der DE aber der Staat übernimmt wenn dieser der Eigner wird. Natürlich sind dies weitere Gelder, die da rein fließen. Und geht es danach dennoch schief ist NOCH mehr Geld weg. Also nur weil eh Geld weg ist mehr rein stecken finde ich fraglich.

 

Auch Erhalt von Arbeitsplätzen sehe ich mit einem Fragezeichen. Der Logik nach müssten ja alle Unternehmen im Land verstaatlicht werden. Was ist bspw. mit Vapiano (>7.000 MA)? Ist man mit bspw. 4.900 dafür groß genug, mit bspw. 4.500 aber nicht?

Bearbeitet von d@ni!3l

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