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Diskussion zum Flughafen Kassel

Empfohlene Beiträge

Gibts schon was neueres zu den SUB's für Sundair im Juli? Bisher zu finden sind:

3x NIKI (B737-700) nach PMI
1x Aeagean (A320) nach HER
2x Astra (BAE146) nach HER
3x AlMasria Universal Airlines (A320) nach HRG
2x FlyEgypt (B737-800) nach HRG

Bisher keine Ersatzflüge nach LPA und FUE.

bearbeitet von Florian

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Wie im "Aktuellen zum KSF" gechrieben lag der Betriebsverlust mit -6,2 Mio. € sogar minimal über dem Verlust des Vorjahres. Hinzu kommen noch 3,04 Mio. € für hoheitliche Aufgaben. Das macht in der Summe 9,24 Mio. €

 

Der Flughafen Kassel-Calden hatte gem. Wikipedia 2016 54.822 Passagiere. Berücksichtigt man, das Kassel bereits vor der Inbetriebnahme des Ausbaus bereits minimal 16.000 Passagiere p.a. hatte, dann kommen wir auf ca. 38.800 Passagiere in den Urlaubsfliegern. Jeder dieser Passagiere wurde somit rechnerish mit ca. € 238 subventioniert! Wieviele von diesen 38.800 Passagieren wäre wohl ab KSF geflogen, wenn sie diesen Betrag aus eigener Tasche hätte zahlen müssen? *Ironiemodus an* Müssen die Passagiere dies als geldwerten Vorteil versteuern, damit wenigstens ein Teil der Steuerverschwendung wieder rein kommt? *Ironiemodus aus*

 

Es ist bedauerlich, dass mit dieser Subvention anderen Airports Passagiere weggenommen werden und diese geschwächt werden. Evtl. fehlen da gerade nun die Passagiere um die eigenen Kosten zu decken. In PAD z.B. fehlten 2016 gegenüber 2015 ca. 69.000 Passagiere. Es liegt nahe zu vermuten, dass ein Großteil bestimmt ab KSF geflogen ist.

 

 

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Sehr richtig die Denkrichtung, Hame, allerdings verhält es sich mit diesen Zahlen noch viel schlimmer. Denn dieser Flughafen Kassel Calden berechnet in diesen Betriebsverlust die Abschreibung nicht sauber ein. Im Gegenteil er lässt sich diesen Betrag, den er vom Land Hessen, bzw. den Gesellschaftern erhält, übrigens steuerrechtlich sehr zweifelhaft mehrwertsteuerfrei als Umsatz einbuchen. Das sind noch einmal ca. 11,4 Mio €, die von Medien und Flughafen geflissentlich verschwiegen werden.

So kommen auf die 38.800 Urlaubsgäste über 20,6 Mio. rechnerischer Verlust und dann sind es 532 € Verlust pro Passagier pro Flug!

Da ja die meisten Passagiere hin und zurückfliegen, wenn Sie denn nicht wie ja aktuell so oft geschehen, von Kassel auf mindestens einer Strecke weggebucht werden, kommen sogar pro Passagier im Durchschnitt 1024 € an Subventionen zustande. Also Subventionen, die es bei Beibehaltung des alten Flughafens nicht gegeben hätte. Der hessische Steuerzahler subventioniert den für vielleicht 600 € nach Mallorca Reisenden mit ca. 1000 € .... Das ist höchst unsozial, unfair unfassbar und gehört sofort unterlassen.

Die Rückstufung würde bedeuten zumindest diese 9 Mio. Euro nicht mehr anfallen, oder nur noch zu einem kleinen Bruchteil, weil ja bei Weiterbetrieb trotz des verringerten Personals und die geringeren Sicherheitsanforderungen noch Verlust entstehen könnte. Aber der ohnehin schon gebeutelte Steuerzahler, der sich im Zweifel sogar überhaupt keinen Urlaub leisten kann, müsste nicht weiter die Urlaubsreisen Einzelner hochsubventionieren...

Auch ein sehr stark zunehmender Verkehr würde an dieser Rechnung wenig ändern. Daher ist die Rückstufung, das einzig richtige Instrumentarium!

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So Carvelle3, jetzt aber mal konsequent sein, aus der Anonymität treten und Strafanzeige stellen. Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung sind keine Kavaliersdelikte!

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vor 15 Minuten schrieb MarioEDVK:

So Carvelle3, jetzt aber mal konsequent sein, aus der Anonymität treten und Strafanzeige stellen. Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung sind keine Kavaliersdelikte!

Genau! Und anschließend bitte direkt vom Forum hier abmelden, damit wir uns diesem rumgenöle nicht mehr anhören müssen. Danke! 

 

Naja, bleibt aber sicherlich mal wieder nur der Ignore-Button...9_9

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vor 45 Minuten schrieb Carvelle3:

Denn dieser Flughafen Kassel Calden berechnet in diesen Betriebsverlust die Abschreibung nicht sauber ein. Im Gegenteil er lässt sich diesen Betrag, den er vom Land Hessen, bzw. den Gesellschaftern erhält, übrigens steuerrechtlich sehr zweifelhaft mehrwertsteuerfrei als Umsatz einbuchen.

Mir liegt nur der Jahresabschluss 2015 vor. Aber der oben beschriebene Sachverhalt ist dem nicht entnehmbar. 

Was geschieht ist, und das steht auch im Jahresabschluss, dass er Investitionszuschuss über die Nutzungsdauer aufgelöst wird. Man kann einen Passivposten nur erfolgswirksam auflösen. Ich kann hier auch nicht sehen, dass eine sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuerrechts vorliegt. 

Der Ausgleich des Jahresfehlbetrags über Eigenkapitalnachschüsse wird auch sauber ausgewiesen. 

Ich sehe hier bei schneller durchsicht keine Bilanzfälschung (oder Steuerhinterziehung).

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vor 10 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Mir liegt nur der Jahresabschluss 2015 vor. Aber der oben beschriebene Sachverhalt ist dem nicht entnehmbar. 

Was geschieht ist, und das steht auch im Jahresabschluss, dass er Investitionszuschuss über die Nutzungsdauer aufgelöst wird. Man kann einen Passivposten nur erfolgswirksam auflösen. Ich kann hier auch nicht sehen, dass eine sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuerrechts vorliegt. 

Der Ausgleich des Jahresfehlbetrags über Eigenkapitalnachschüsse wird auch sauber ausgewiesen. 

Ich sehe hier bei schneller durchsicht keine Bilanzfälschung (oder Steuerhinterziehung).

Ist dem Jahresabschluss auch die GuV anbei? Die wird tunlichst zurückgehalten und nicht veröffentlicht. Ansonsten würde ich mich über einen Link freuen. Dann kann ich den Sachverhalt überprüfen und nehme gerne, wenn berechtigt das Adjektiv zweifelhaft zurück! Mir liegen allerdings anderslautende Infos aus zuverlässiger Quelle vor!

Ich freue mich, dass hier zumindest nicht bestritten wird, dass ein Touristikpassagier im vierstelligen Bereich subventioniert wird. Das ist doch der schlimmste Aufregen, nachdem der frühere Geschäftsführer Ries doch damit angegeben hat, dass Calden neu im zweiten Betriebsjahr sogar ohne operativen Verlust dastehen würde!

vor 57 Minuten schrieb MarioEDVK:

So Carvelle3, jetzt aber mal konsequent sein, aus der Anonymität treten und Strafanzeige stellen. Bilanzfälschung und Steuerhinterziehung sind keine Kavaliersdelikte!

Ich hab keine Steuerhinterziehung und Bilanzfälschung festgestellt, sondern den Verdacht auf ziemlich ungewöhnliches Verbuchen geäussert. Daraus lässt sich vielleicht ein Vergehen ableiten. Aber das kann ich nicht abschliessend feststellen. Das müssen andere machen.
Problem hier in Kassel. Der Aufsichtsratschef von Calden ist als Finanzminister auch noch Chef der Finanzbehörden. Ziemlich delikat!

 

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vor einer Stunde schrieb Carvelle3:

Ist dem Jahresabschluss auch die GuV anbei? Die wird tunlichst zurückgehalten und nicht veröffentlicht. Ansonsten würde ich mich über einen Link freuen.

Wer Schlaumeier sein will, sollte auch in der Lage sein, sich vorher auch schlau zu machen. Natürlich ist im Jahresabschluß die G+V mit dabei. Jetzt möchtest Du 'nen Link; bekommste aber nicht von mir. Da mußt Du Dich schon selber tummeln. Ich kann Dir aber versichern, jeder kommt da dran.

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vor 2 Stunden schrieb Carvelle3:

Ich freue mich, dass hier zumindest nicht bestritten wird, dass ein Touristikpassagier im vierstelligen Bereich subventioniert wird.

Das ist dann doch krude Mathematik. Der Jahresverlust beträgt 6m EUR, bei 64.926 Passagieren sind es 92 EUR/Passagier. Zieht man den operativen Cashflow heran, muss die Abfertigung jedes Passagieres im Betrieb mit 153 EUR bezuschusst werden. 

Wenn man die erfolgswirksame und liquiditäsneutrale Auflösung des Investitionszuschusses herausrechnet beträgt der Verlust je Passagier immer noch nur 280,02 EUR, weit von vierstellig entfernt. 

Wenn man die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigt, also den Investitionszuschuss heraussrechnet, bleiben Erträge von 5,3m EUR. Darunter befinden sich unter anderem die Zahlungen für hoheitliche Leistungen, dass diese Zahlungen umstritten sind wird auch ausgewiesen.

Der testierte Jahresabschluss ist im Unternehmensregister einsehbar. Daher kann man auch nicht behaupten, dass der Jahresabschluss zurückgehalten wird. Kritisch ist höchstens, dass die Offenlegungsfristen maximal ausgenutzt werden, der Abschluss für 2015 wurde erst im März 2017 veröffentlicht. Aber da es viele Unternehmen machen, die nicht an den Kapitalmarkt berichten ist es auch eher ein Aufreger für Leute, die sich aufregen wollen.

vor 2 Stunden schrieb Carvelle3:

sondern den Verdacht auf ziemlich ungewöhnliches Verbuchen geäussert. Daraus lässt sich vielleicht ein Vergehen ableiten.

Nochmal, soweit ich das sehen kann, gibt es für die Aussage keine Rechtfertigung. Die Flughafen-GmbH hat einen Zuschuss über +200m EUR für den Ausbau erhalten. Dieser wurde auf der Passivseite (Kapitalherkunft) erfasst und wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagen erfolgswirksam aufgelöst.
Die Anlagen sind in der Bilanz aktiviert und werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, damit neutralisieren sich die Posten mehr oder weniger. Der einmal geflossene Zuschuss für den Ausbau wird so periodisiert. Das ist eine Anforderung in der Bilanzierung.

Das Kassel so besser gestellt wird als ein Flughafen, der seinen Ausbau aus eigener Kraft finanzieren muss ist richtig, das ist eine politische Entscheidung.

bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Klarheit

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vor einer Stunde schrieb Carvelle3:

Die GuV ist meines Wissens nicht veröffentlicht!

Dein Wissen ist eben nicht ausreichend.
Dann geb ich Dir mal 'nen Tipp: Schon mal etwas von einer Bundesbehörde gehört, bei der Kapitalgesellschaften ihre Jahresabschlüsse einreichen?

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Am 20.9.2017 um 17:31 schrieb Hame:

Rein theoretisch wäre deren KSF-Flieger doch diesen Sommer schon voll ausgelastet gewesen. Wie will man da die 3 neuen Flüge unterbringen? Erfolgt die Bedienung im W-Pattern durch die Berlin-Maschine oder ist KSF Zwischenstopp ab Berlin oder werden andere Strecken dafür ab KSF reduziert/gestrichen?

Es wird nur gehen wenn SILR auch von sehr weit her - ausserhalb des eigentlichen Einzugsgebiet die Reisenden anwirbt. Die werden dann durch Preisvorteile angelockt. 
Die können dann bei der zeitaufwendigen Autoanreise ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie dann auf den Landstrassen zum Flughafen in eine der zahlreichen Blitzerfallen geraten. Und falls sie mit der Bahn anreisen wollten, sollten sie ca. 3 Stunden vor Abflug am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe eintrudeln. Bei den morgendlichen Abflügen auch ziemlich abenteuerlich...

Dazu kommt die Unsicherheit, ob diese Sundair, die jetzt nur für Unfähigkeit bei der Zulassung eines Flugzeugs geglänzt hat, überhaupt in der Lage ist, einen stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten. Denen ist alles zuzutrauen.
Die Zukunft von KSF steht damit wohl ziemlich in den Sternen.

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Genau die kommen wie schon dieses Jahr aus NRW wegen dem Preisvorteil angelockt nach Kassel, weil aber die Radarfallen in NRW noch nicht erfunden bzw. aufgestellt wurden, fahren also die ganzen NRW Preisvorteil Bucher in diese bösen Radarfallen.

 

Ganz ehrlich wie albern ist das den, hinter der hessischen Grenze in NRW dort stehen die Wälder an Blitzern, an die sich jeder dieser Preisvorteil NRW Sucher schon lange gewöhnt hat.

PS. die Zukunft ist heute Morgen gerade im Anflug auf den KSF mit seinen A320 und nicht in den Sternen und schöne Grüsse ins Erzbistum.

 

 

bearbeitet von bernd.e32

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Man reibt sich immer wieder die Augen, wenn man sieht dass einzelner User hier das Landen eines Flugzeuges monatelang herbeisehnen und dann als Aufbruchsignal in die Zukunft werten.

Wenn man es nicht besser wüßte, könnte man glauben, es gehe hier um eine Region im afrikanischen Urwald, die nun erstmalig an die Zivilisation angeschlossen wird. Doch nein - es ist Nordhessen.

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Ja richtig, stimmt Zivilisation ist da wo ein Bundesland 6 Flughäfen unterhalten darf, damit das gelingt muss u.a. ein Mrd. Betrag auch für Infrastrukturen über den Länderfinanzausgleich aus Hessen kommen, was mit seinen nördlichen Teil doch gerade erst an die Zivilisation angeschlossen wird und ganz verwerflich ist es  wenn diese Länder selbst Flughäfen unterhalten möchten, diese Errungenschaften der Zivilisation stehen niemanden sonst zu.

 

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vor 15 Stunden schrieb bernd.e32:

Genau die kommen wie schon dieses Jahr aus NRW wegen dem Preisvorteil angelockt nach Kassel, weil aber die Radarfallen in NRW noch nicht erfunden bzw. aufgestellt wurden, fahren also die ganzen NRW Preisvorteil Bucher in diese bösen Radarfallen.

 

Ganz ehrlich wie albern ist das den, hinter der hessischen Grenze in NRW dort stehen die Wälder an Blitzern, an die sich jeder dieser Preisvorteil NRW Sucher schon lange gewöhnt hat.

PS. die Zukunft ist heute Morgen gerade im Anflug auf den KSF mit seinen A320 und nicht in den Sternen und schöne Grüsse ins Erzbistum.

 

 

bezgl. der Zukunft in Gestalt der im Anflug befindlichen A320: Optimismus in allen Ehren, aber ist das nicht ein wenig verfrüht ?. Genauso wenig wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so macht eine A320 noch keinen erfolgreichen Flughafen. Aber zumindest mit dem Sundair- AOC wird es ja wohl klappen. 

bearbeitet von Waldo Pepper

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vor 14 Stunden schrieb bernd.e32:

Ja richtig, stimmt Zivilisation ist da wo ein Bundesland 6 Flughäfen unterhalten darf, damit das gelingt muss u.a. ein Mrd. Betrag auch für Infrastrukturen über den Länderfinanzausgleich aus Hessen kommen, was mit seinen nördlichen Teil doch gerade erst an die Zivilisation angeschlossen wird und ganz verwerflich ist es  wenn diese Länder selbst Flughäfen unterhalten möchten, diese Errungenschaften der Zivilisation stehen niemanden sonst zu.

 

Selten so einen Blödsinn gelesen.

Ich stimme Dir zu, dass es in NRW zu viele Flughäfen gibt, aber schau dir bitte mal an, wer diese Flughäfen betreibt bzw. permanent bezuschusst. Das Land NRW ist es nicht. In Dortmund sind es beispielsweise die Stadtwerke, dessen Chef gerade dadurch Aufmerksamkeit erregt, dass er einen Dienstwagen mit 435 PS fährt.

Der Flughafen Kassel soll also der Anschluss der Region an die Zivilisation sein, und vor der Eröffnung gab es diesen nicht? In welcher Welt lebst Du?

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Die Region wird zwar von der EU als luftverkehrlich unterversorgt eingestuft, ist aber natürlich durch andere Verkehrsträger gut erschlossen.

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Natürlich kann man die Stationierung klein reden. Wenn man aber bedenkt, dass man lediglich mit etwa 400.000 Passagieren rechnet (zzgl. der anderen Bausteine), um ein erträgliches Jahresergebnis zu schaffen, sollte man doch auch mal anerkennen, dass man mit Sundair und Schauinsland einen großen Schritt in die richtige Richtung macht.   

bearbeitet von MarioEDVK

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vor 51 Minuten schrieb MarioEDVK:

Die Region wird zwar von der EU als luftverkehrlich unterversorgt eingestuft, ist aber natürlich durch andere Verkehrsträger gut erschlossen.

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Natürlich kann man die Stationierung klein reden. Wenn man aber bedenkt, dass man lediglich mit etwa 400.000 Passagieren rechnet (zzgl. der anderen Bausteine), um ein erträgliches Jahresergebnis zu schaffen, sollte man doch auch mal anerkennen, dass man mit Sundair und Schauinsland einen großen Schritt in die richtige Richtung macht.   

Für eine Bewertung, ob das ein richtiger Schritt war, ist es sicherlich noch zu früh.

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@MarioEDVK: Dann war also der Hauptgrund für den Bau des KSF die Erhaltung eines Industriestandortes ? Hat es denn einen spürbaren Anstieg bezgl. der Anzahl von Firmen am KSF gegeben im Vergleich zu der Zeit vor dem Bau ? War die Anzahl der Geschäftsreiseflüge so stark gestiegen, daß diese am "alten" Flugplatz nicht oder nur noch mit Problemen durchgeführt werden konnten ? Was die Fracht betrifft: Gibt es am KSF die nötige Ausrüstung (Geräte zum röntgen von Containern etc.) für die Fracht ? Ich kenne die Antworten nicht. Was den Passagierverkehr betrifft: Natürlich ist es besser, eine Airline am Airport zu haben, als überhaupt keine planmäßigen Flüge anbieten zu können. Aber wie "Spie10" schon schrieb, ob mit Sundair der richtige Schritt gemacht wurde, dafür ist es noch zu früh, speziell nach der "Performance" von Sundair die letzten Wochen !

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Damals kamen mehrere Dinge zusammen. Der Zustand des Flughafens machte zunächst einmal erhebliche Investitionen notwendig. Die FAG hatte für die FGK ein Gutachten erstellt, das einen wirtschaftlichen Betrieb nur bei Ausrichtung auf den Charterflugverkehr in Aussicht stellte. Die Politik wollte Strukturpolitik betreiben (die Arbeitslosenquote war damals doppelt so hoch). Die IHK hatte die Unterstützung des Gewerbes am Flugplatz und die Unternehmen der Region im Fokus.

Es sind einige Unternehmen dazu gekommen. Die Arbeitsplätze sind von 700 (2013) auf etwa 1.000 gestiegen. Leider gibt es noch immer keine Vereinbarung der Gesellschafter zum Gewerbepark am alten VLP und daher keinen Bebauungsplan. Dies liegt einzig daran, dass die Landesregierung einen Evaluierungstermin zur Zukunft des Flughafens gesetzt hat. Vier verschenkte Jahre für die Entwicklung dieses Filetstücks. Das Resultat eines im Koalitionsvertrag verschriftlichten  Komprisses der schwarz-grünen Landesregierung.

bearbeitet von MarioEDVK

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vor 11 Stunden schrieb MarioEDVK:

Damals kamen mehrere Dinge zusammen. Der Zustand des Flughafens machte zunächst einmal erhebliche Investitionen notwendig. Die FAG hatte für die FGK ein Gutachten erstellt, das einen wirtschaftlichen Betrieb nur bei Ausrichtung auf den Charterflugverkehr in Aussicht stellte. Die Politik wollte Strukturpolitik betreiben (die Arbeitslosenquote war damals doppelt so hoch). Die IHK hatte die Unterstützung des Gewerbes am Flugplatz und die Unternehmen der Region im Fokus.

Es sind einige Unternehmen dazu gekommen. Die Arbeitsplätze sind von 700 (2013) auf etwa 1.000 gestiegen. Leider gibt es noch immer keine Vereinbarung der Gesellschafter zum Gewerbepark am alten VLP und daher keinen Bebauungsplan. Dies liegt einzig daran, dass die Landesregierung einen Evaluierungstermin zur Zukunft des Flughafens gesetzt hat. Vier verschenkte Jahre für die Entwicklung dieses Filetstücks. Das Resultat eines im Koalitionsvertrag verschriftlichten  Komprisses der schwarz-grünen Landesregierung.

Es sieht also so aus, daß mit Fracht, Geschäftsfliegerei oder Gewerbegebieten nicht gerade große Einnahmen generiert werden können. Es kommt also auf planmäßige, in diesem Falle Touristenflüge an. Auch wenn die Sundair jetzt ihr AOC hat und ihre Flüge durchführt, da muss natürlich erheblich mehr kommen, um nur in die Nähe von 400.000 Paxen zu kommen. Um den Evaluierungstermin (wann ist der eigentlich ?) braucht man sich am KSF ja keine Sorgen zu machen, Hr. Schäfer wird den Hafen nicht hängenlassen.  

bearbeitet von Waldo Pepper

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Da kann ich nur zustimmen. Es funktioniert nur eine gemischte Nutzung. Daher geht auch die Rückstufungsdebatte an der Sache vorbei. Die Rückstufung/Einstellung des kommerziellen Luftverkehrs führt nicht zu wesentlichen Einsparungen beim Aufwand (1 Mio wurden mal genannt) sondern bei den Erträgen und beim Wachstum. Im letzten Betriebsjahr vor dem Ausbau wurde bereits ein Defizit von 3,6 Mio. eingefahren. Ich würde mich wundern, wenn die, die jetzt noch Rückstufung rufen, bereit wären, auf Dauer ein solches Ergebnis bei eingeschränkter Funktion des Flughafens zu akzeptieren. Letztlich würde dann eine Schließungsdiskussion folgen.

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Am 26.9.2017 um 09:44 schrieb MarioEDVK:

KSF ist nicht in erster Linie für den touristischen Verkehr ausgebaut worden. Er war vielmehr schon immer Industriestandort, den es zu erhalten galt. Die Touristik ist dabei nur ein Baustein, neben Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr.

Aber jetzt hat man nur den touristischen Verkehr. Mit max. 2 regelmäßigen Abflügen am Tag - im Winter weniger. Dabei hat man früher von Linienanbindugnen an Hubs für die Wirtschaft in Nordhessen gesprochen und damit den Flughafenausbau begründet. Und man hat sogar ganz groß geträumt:

 

Nordhessische Träume

 

Die einzige Linienanbindung an ein Hub von KSF aus wurde schnell wieder eingestellt. Wernn sich jemand erinnert - es handelte sich um das Mega-Hub Splitt. 

 

Und auch die Frachttfliegerei findet nicht in Kassel statt. Kassel hat nicht die Voraussetzungen um ausgehende Fracht abzufertigen und einkommend nur, wenn es sich um Fracht aus der EG handelt, Regelmäßige Flüge gibt es auch in diesem Bereich nicht.

 

Somit finden jetzt nur regelmäßige Flüge im Touristikbereich statt, für den der Airport gar ausgebaut werden sollte gem. den o.g. Zitat. Das zeigt wie alle ursprünglichen Planungen fernab jeder Realität waren. Eine bessere Besätigung als das hunderte Millionen EUR für den Ausbau und zig Millionen für den Betrieb n den Sand gesetzt wurden gibt es ja wohl kaum. Und jetzt ist dieser Touristikbereich plötzlich der Hoffnunsträger mit über das Jahr gesehen im Schnitt noch nicht einmal 2 täglichen Flügen. Die Bausteine Fracht, Industrie und Geschäftsreiseverkehr fehlen. Das ist so, als wenn man ein Haus Fundemanet baut und sich dann wudnert, dass einem beim ersten Sturm die Kritik um die Ohren fliegt.

 

Der eigentliche Skandal in Deutschland ist aber, dass niemand für eine deraut eklatante Fehlplanung verantwortlich ist - weder Gutachter, noch Entscheider. Der Steuerzahler zahlt und damit ist es gut. Sicherlich auch ein kleiner Punkt dafür, dass die Bundestagswahl am Sonntag so ausgegangen ist, wie sie es ist.

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Die fehlende Hubanbindung ist eine offene Flanke. Linienverkehre fallen nicht vom Himmel. Die Airlines werden immer versuchen, den Flughafen mit ins Risiko zu nehmen. Nicht ohne Grund stellt bspw. PAD 2017 für neue Verbindungen 500 TEUR bereit (ich nehme mal an für PAD-FRA). Bei der derzeitigen politischen Lage, eher schwer zu verwirklichen. Weiterhin gibt es wachsend Geschäftsreisende, die Taxiverkehre oder eigene Maschinen nutzen (Wintershall, K+S).

Bei den Frachtflügen gibt es derzeit 4 wöchentliche Flüge für GLS und Charterflüge. Zugegeben in kleinem Rahmen.

"Kassel-Calden ist ein untypischer Flughafenstandort: Unternehmen der Luftfahrtindustrie dominieren." Dieses Zitat aus einem Gutachten stimmt noch immer: ZF Luftfahrttechnik, Airbus und Piper hier mal als Beispiele genannt. 65 % der Arbeitsplätze sind dem verarbeitenden Gewerbe zuzuordnen (Stand 2013).

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