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Geschrieben (bearbeitet)

Wieviel schlechter ist denn die tatsächliche Reichweite bzw. ggf. der höhere Spritverbrauch ?

 

Wenn es stimmt (laut dem Artikel), dass statt über 200 Mio $ nur noch 100 Mio $ pro Maschine gefordert werden, wäre es ja eigentliche nur eine simple Rechenaufgabe ... Mehrkosten <--> Ersparnis !

 

Wenn der Unterschied nicht soooo gravierend ist, wäre das doch eine Möglichkeit, dass z.B. AB sich die 8 'terrible Teens' 787 zum Preis von 4 'retrofitted' 787 organisieren könnte.

 

Gut, die Kaufentscheidung wird nicht direkt am Saatwinckler Damm getroffen ... aber wenn die frühen Modelle dennoch den Zweck erfüllen und ins Streckenprofil passen, kann man doch eine Menge Geld sparen.

Bearbeitet von cityshuttle
Geschrieben

Wieviel schlechter ist denn die tatsächliche Reichweite bzw. ggf. der höhere Spritverbrauch?

Ich habe mehrfach von unter 7.000 miles (statt 7.850 spezifizierten) gelesen. Das würde einen enormen Speckmantel an den Problemmaschinchen bedeuten. Wenn der Preis und das Streckenprofil stimmen kann das aber wirtschaftlich aufgehen.

 

Problematischer sehe ich die Möglichkeit durch die lange Standzeit vorzeitig einsetzende Korrosion und wie stark die Maschinen vom Serienstand abweichen. Mit beiden Punkten dürften die Servicemannschaften ihre Freude haben.

Geschrieben

AB wollte aber zuletzt WENN die -9, nicht die -8, aber selbst dafür sind die Anschaffungskosten wohl zZt nicht tragbar. Ggf sind zudem die A332 kaum schlechter, wieso dann terrible teens 787?

 

Es gibt eine Menge Analysen (z.B. hier: http://abeweb.org/proceedings/Proceedings13/Schwartz.pdf), die sich u.a. mit der Preisbildung bei der 787 beschäftigen. Das Wall Street Journal sprach mal von 30 bis 61% Preisnachlass. Bevor AB sich jetzt also ein vermeintliches Schnäppchen an der Resterampe in Seattle abholt, wird man wohl eher ein auf dem aktuellen Serienstand befindliches Flugzeug aus den laufenden Etihad-Orders bekommen, so groß ist der Preisvorteil der Terrible Teens im Vergleich zu einer stramm rabattierten 788 (Liste: 218,3 Mio USD) nicht, wenn man die genannten Discounts zugrunde legt; der Sponsor in der Wüste muss ja ohnehin bei der Finanzierung unter die Arme greifen.....

  • 3 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Kein 787-exklusives Problem, aber sie scheint derzeit am massivsten betroffen zu sein: Sitzhersteller Zodiac hat enorme Probleme, mit der Lieferung von Sitzen für auszuliefernde Flugzeuge nachzukommen. Beispielsweise werden derzeit mehrere AA 788 mangels Sitzen nicht ausgeliefert. Airbus ist auch betroffen, und laut Reuters denkt einer der beiden Hersteller gar darüber nach, Zodiac aus der Liste der Zulieferer zu werfen.

  • 4 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Sollte dieser sog. Sicherheitsmodus eine Software Angelegenheit sein, kann man das Problem durch Umprogrammierung sicher dauerhaft lösen. Interressant wäre zu wissen, was dieser Sicherheitsmodus verhindern soll.

Geschrieben

Erinnert mich ein wenig an das 49-Tage-Problem von Windows 95 (+98). Das wurde erst 1999 gefunden, weil in der Praxis kein Windows so lange durchlief...

 

Aber gut, dass man es jetzt weiß und mit einem rechtzeitigen Neustart jegliche Gefahr gebannt ist.

Geschrieben

Einen solchen Fehler im System zu finden,Hut ab kann ich da nur sagen.

Ein anderer Hersteller scheiterte kläglich daran die Wichtigkeit einer funktionierenden elektrischen Staurohr Heizung zu erkennen.

 

Soviel zum "lieben Strom".

 

Nun ist es aber nicht so, dass eingefrorene Pitot-Röhrchen nur bei "einem anderen Hersteller" vorgekommen sind.Das Problem hat auch schon beim Hersteller aus Everett für Abstürze gesorgt.

 

g.

Geschrieben

Durch regelmäßige Checks wäre eh zwischendurch der Strom weg gewesen, also eher ein theoretisches Problem glaube ich...

Warum soll denn für Checks der Strom weg sein? Bei den meisten Wartungsarbeiten steht der Flieger "normal gepowert (durch eine GPU)" auf dem Vorfeld oder in der Halle.

Geschrieben

Warum soll denn für Checks der Strom weg sein? Bei den meisten Wartungsarbeiten steht der Flieger "normal gepowert (durch eine GPU)" auf dem Vorfeld oder in der Halle.

Da die APU aber normalerweise nicht läuft, wenn der Flieger in die Halle geschleppt wird, hat d@ni!3l schon recht mit dem "theoretisches Problem"!

Geschrieben

Der 787 Betreiber den ich kenne nutzt entweder das APU bis in die Halle oder eine GPU auf dem Schlepper -wenn irgendwie möglich.

... und welchen Sinn soll das haben, außer unnötig Kerosin oder Diesel zu verbraten?

PS: Welcher Betreiber ist das denn?

 

Geschrieben

Sollte dieser sog. Sicherheitsmodus eine Software Angelegenheit sein, kann man das Problem durch Umprogrammierung sicher dauerhaft lösen. Interressant wäre zu wissen, was dieser Sicherheitsmodus verhindern soll

Der Sicherheitsmodus wird aktiviert, weil ein interner Softwarefehler in einen nicht definierten Bereich geht (Laufzeit im negativen Zeitbereich).

Etwas genauer hier:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Reboot-hilft-gegen-Stromausfall-Software-Fehler-bei-Boeing-787-Dreamliner-2631259.html

 

bzw. ein Kommentar eines Programmierers im Forum dort:

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Reboot-hilft-gegen-Stromausfall-Software-Fehler-bei-Boeing-787-Dreamliner/Anfaengerfehler-10-ms-2-hoch-31-248-55-Tage/posting-3324420/show/

 

Schlimm finde ich nur, dass dann so ein Aggregat einfach seinen Dienst verweigert und abgeschalten wird - egal ob in der Luft oder am Boden. Unverantwortlich und nicht zu Ende getestet.

Geschrieben

Schlimm finde ich nur, dass dann so ein Aggregat einfach seinen Dienst verweigert und abgeschalten wird - egal ob in der Luft oder am Boden. Unverantwortlich und nicht zu Ende getestet.

 

Welche Alternativen siehst Du? Die Generatoren werden per Software gesteuert und die Software befindet sich in einem nicht erwarteten Zustand. Da bleibt nicht viel anders übrig als in so einem Fall auf "not-aus" zu gehen, ansonsten hast Du ganz schnell mal 1000V in einer 100V-Leitung. Da finde ich die Alternative "Not-Aus" und Warten auf die RAT deutlich besser.

 

Was ich eher überraschend finde: Dass dieses Softwareproblem alle Generatoren betrifft. Eigentlich sollte ja aus Redundanzgründen unterschiedliche Software die unterschiedlichen Generatoren kontrollieren.

Geschrieben

... und welchen Sinn soll das haben, außer unnötig Kerosin oder Diesel zu verbraten?

PS: Welcher Betreiber ist das denn?

 

Wie schon vorher hier jemand geschrieben hat, war es (zumindest am Anfang der 787 Ops) recht aufwendig alle Fehler nach hochfahren der Systeme zu "reseten".

Geschrieben

Welche Alternativen siehst Du?

vernünftiges Software Design. Solche Dinge sollten seit dem Ariane 5 Erstflug und Y2K eigentlich Geschichte sein. In einem niegelnagel Flugzeug ist Code, der entweder so schlampig programmiert oder aus recycelten, prähistorischen Codefragmenten besteht, schon peinlich.

Das 32-Bit auch endlich sind sollte sich rum gesprochen haben.

 

Was ich eher überraschend finde: Dass dieses Softwareproblem alle Generatoren betrifft. Eigentlich sollte ja aus Redundanzgründen unterschiedliche Software die unterschiedlichen Generatoren kontrollieren.

Muss nicht so sein, eben weil es unterschiedliche Generatoren sind. Ist recht unwahrscheinlich das alle Generatoren and beiden Triebwerken mit den gleichen Fehlern aussteigen.

Ist ja nicht wie beim FCS, wo alle Rechner die gleichen Inputs haben und dann natürlich alle gleichzeitig mit dem gleichen Bug an der selben Stelle aussteigen.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

vernünftiges Software Design. Solche Dinge sollten seit dem Ariane 5 Erstflug und Y2K eigentlich Geschichte sein. In einem niegelnagel Flugzeug ist Code, der entweder so schlampig programmiert oder aus recycelten, prähistorischen Codefragmenten besteht, schon peinlich.

 

Kein Widerspruch. Bei jeder einzelnen Variable muss ein Programmierer überlegen, ob diese Zahl "überlaufen" kann. Und das ausgerechnet bei einem Counter der solange Strom da ist hochzählt zu verpennen ist eine heftige Schlamperei.

 

Mir ging es mit der Frage nach Alternativen aber darum, was die Systeme machen sollen, wenn das Kind schon im Brunnen ist, also die Software -warum auch immer- abgestürzt ist. Und da gibt es nunmal zum Abschalten keine wirkliche alternative,

 

 

Das 32-Bit auch endlich sind sollte sich rum gesprochen haben.

 

64 Bit genauso, nur später. Wer 32 Bit zum nicht abgefangenen Überlauf bekommt, programmiert bei 64-bit erst Recht schlampig und rennt dort in genau die gleichen Probleme...

Geschrieben

64 Bit genauso, nur später. Wer 32 Bit zum nicht abgefangenen Überlauf bekommt, programmiert bei 64-bit erst Recht schlampig und rennt dort in genau die gleichen Probleme...

Also ich würde jetzt keinem Programmierern Vorwürfe machen wenn er sich denkt "Mmh... 3 Milliarden Jahre, sollte reichen, muss ich nicht abfangen." ;)

Nur Gedanken machen muss er sich halt.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Also ich würde jetzt keinem Programmierern Vorwürfe machen wenn er sich denkt "Mmh... 3 Milliarden Jahre, sollte reichen, muss ich nicht abfangen." ;)

 

Das geht solange gut, solange nicht irgendwann jemand in ein paar Jahren sagt: "Speicherkapaziät und Rechenpower sind so gestiegen, dass wir die Taktung massiv erhöhen um noch genauere Daten zu erhalten" und dabei die alten Programmroutinen weiterbenutzt.

 

Deshalb gehört sowas immer abgefangen.

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