Guest boeing380

Aktuelles zur Boeing 747-8

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Wenn man Boeing nicht nur Destruktivität unterstellt, ist es wirklich schwer nachzuvollziehen. Nochmal: nach deiner Logik verkauft Boeing Clark 150 77X. Nur um dann ein halbes Jahr später nochmal 100 "zum Vorzugspreis" hinterherzuwerfen? Von einem Produkt, das aller Voraussicht nach ein Topseller wird? Und das alles nur um Airbus eins verpassen? Machen wir uns nichts vor, Airbus muss so oder so einen A380NEO bringen. Das wird Boeing nicht verhindern. 

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Boeing wird eventuell bald keine 747 mehr bauen. Dann wäre es für Boeing und die 777 am Besten, wenn Airbus auch keine A380 mehr bauen würde. Das ist einem als Hersteller bestimmt ein kleines Sonderangebot wert. Dagegen sind 747-8 da aber kein heißes Eisen im Feuer.

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Ich würde das nicht überbewerten, es ist wohl mehr eine Stichelei von Boeing gegenüber Airbus. Es kostet Boeing einerseits nicht viel, so was zu tun, auf der anderen Seite haben sie bezüglich der 748 auch nicht mehr viel zu verlieren. Ich meine, die Idee dahinter ist ja wohl klar: wenn man es schaffen würde, 100 748i an EK zu verkaufen, wäre der A380neo sofort tot. Klappt es nicht, spielt es keine grosse Rolle mehr. Klappt es hingegen, würde ich viel Geld zahlen, um Fabrice Brégier's Gesicht sehen zu können... :ph34r:
 

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Mal generell gefragt, besteht den absolut kein 'Nischenbedarf' bei EK für eine 747-8 ???

 

Man hat etliche B 777 und A 330 / 340 und dann ist da eine Lücke bis zum A 380 ...

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LH hat bereits mehrfach betont, dass man LN1435 nicht abnehmen möchte. Anscheinend ist sie zu weit von der versprochenen Performance weg. Boeing nutzt die Maschine zur Flugerprobung, danach wird sie wohl als BBJ angeboten.

 

Edit: kurzer Blick auf die ersten 748i Pax-Versionen (sorry, Tab Format ging beim Posten verloren):

 

1434 747-8JKBBJ State of Kuwait 20/03/2011 9K-GAA

1435 747-830 - 05/05/2011 -

1439 747-8K8 BBJ Qatar Amiri Flight 31/01/2012 A7-HHE

1440 747-8Z5 (BBJ) United Arab Emirates Gvmt 30/06/2011 A6-PFA

1443 747-830 Lufthansa 08/02/2012 D-ABYA

1446 747-8JA(BBJ) Prince Sultan Bin Abdulaziz 30/05/2012 HZ-HMS1

1449 747-8KB(BBJ) Qatar Amiri Flight 31/03/2012 A7-HJA

1451 747-830 Lufthansa 07/06/2012 D-ABYC

Edited by bueno vista

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Ist mir übrigens rätselhaft, wie Flugzeughersteller das Personal bei solchen Entscheidungen schieben. Das muß doch ein extrem komplexer Personalaufwand sein, die ganzen Mitarbeiter von einer auf die andere Linie zu bringen, umzuschulen, etc. Aber dafür müßte man dann einen eigenen Thread aufmachen: "Personaleinsatz bei Einstellung eines Musters"

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... äh?

mal ne Gegenfrage: ist es billiger, einen FAZ-Journalist für die Welt "umzuschulen", oder einen Germanistiker für die Welt anzulernen?

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Ist mir übrigens rätselhaft, wie Flugzeughersteller das Personal bei solchen Entscheidungen schieben. Das muß doch ein extrem komplexer Personalaufwand sein, die ganzen Mitarbeiter von einer auf die andere Linie zu bringen, umzuschulen, etc. Aber dafür müßte man dann einen eigenen Thread aufmachen: "Personaleinsatz bei Einstellung eines Musters"

 

 

Ob Du jetzt 747- oder 737-Röhren zusammennietest, ist letztlich nicht wirklich von Belang; ein großer Teil der am Jumbo beteiligten Mitarbeiter kann kurzfristig auch auf anderen Baureihen eingesetzt werden.

Dazu kommt die Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Anteil der an der Produktion beteiligten Mitarbeiter gar nicht bei Boeing, sondern bei externen Personaldienstleistern beschäftigt ist. Das erhöht die Flexibilität zusätzlich (macht Airbus übrigens genau so: http://www.aero-hp.com/ )

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In den USA ist das nicht unbedingt so wie in Europa. der Facharbeiter wird auf einem Bereich eingeschult und den macht er. Der schraubt sein Arbeitsleben lang das Fahrwerk links hinten an, hat aber ein Problem, das Fahrwerk rechts hinten anschrauben. Da heißt nicht, dass die Leute dumm sind, sie lernen es nur nicht anders.

Dadurch erklären sich vielleicht tauch Teile der Anlaufprobleme in Charleston. Die Arbeiter, die dort eingesetzt wurden stammen mit Bestimmtheit nicht von der Straße unter der Brücke. Bei uns ist ein Mechaniker ein Mechaniker. In den USA ist ein Mechaniker ein Links hinten Bremsscheibenmontiermechaniker für rdas Modell XXX.

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Das deckt sich mit Beschreibungen aus der Automobilindustrie in den USA von einem Freund von mir. Der ist Entwicklungsingenieur und hat mir Sachen erzählt, die er in Firmen seines Konzerns in den USA gesehen hat, dort zeigt man beispielsweise Mitarbeitern mit Piktogrammen, wie man einen Schraubendreher zu halten hat. *oje*

 

Anderer Fall:

 

Bei einem Zulieferer gab es beispielsweise Größenlehren, eine Öffnung für zu klein, eine für zu groß. Jetzt war ihm aufgefallen, dass bei der Prüfung von den Arbeitern immer nur die Lehre "für zu klein" benutzt wurde. Auf seine Nachfrage warum sie nicht die zweite Lehrenöffnung auch testen (damit wird zu groß ausgesondert) hieß es: Das habe man ihnen nicht gesagt dass das wichtig sei, deshalb habe man das auch nicht benutzt........

 

Das ist vollkommen anders als bei uns, wo die Ausbildung von Fachkräften wohl ziemlich einmalig ist. Das schützt natürlich auch nicht vor Fehlern, macht aber die Arbeiter sensibel für mögliche Probleme.

Edited by Windyfan

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In den USA steckt halt oft noch die Theorie des "guten" alten Duos Taylor/Ford fest in den Köpfen derjenigen, die sich mit AO befassen.

Kurzgefasst lautet sie: Reduziere die Komplexität der Anforderungen an Deine Fachkräfte soweit, dass sie möglichst effektiv und routiniert ihre Arbeitschritte erledigen.

Das spart einerseits Geld beim Anlernen/in der Ausbildung der Arbeitskräfte, sorgt für gleichbleibende Qualität der Produkte und verringert die Abschreibungen für Ausschuss in der Produktion. Verringert aber andereseits die Flexibilität beim Einsatz der Arbeitskräfte (z.B. bei Krankheitswellen), kostet zusätzlich Geld wenn man sie umschulen muss und hat häufig eine negative Auswirkung auf Motivation (Arbeit wird als zu monoton wahrgenommen).

Edited by jumpseat

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In den USA steckt halt oft noch die Theorie des "guten" alten Duos Taylor/Ford fest in den Köpfen derjenigen, die sich mit AO befassen.

Kurzgefasst lautet sie: Reduziere die Komplexität der Anforderungen an Deine Fachkräfte soweit, dass sie möglichst effektiv und routiniert ihre Arbeitschritte erledigen.

Das spart einerseits Geld beim Anlernen/in der Ausbildung der Arbeitskräfte, sorgt für gleichbleibende Qualität der Produkte und verringert die Abschreibungen für Ausschuss in der Produktion. Verringert aber andereseits die Flexibilität beim Einsatz der Arbeitskräfte (z.B. bei Krankheitswellen), kostet zusätzlich Geld wenn man sie umschulen muss und hat häufig eine negative Auswirkung auf Motivation (Arbeit wird als zu monoton wahrgenommen).

 

und so sind dann teilweise auch die Wartungsunterlagen geschrieben.

Beim Ausbau eines Ölfilters am CFM56-7 stehen folgende Warnungen:

DO NOT TOUCH THE COMPONENTS OF THE OIL SYSTEM IF THE ENGINE IS HOT.

THESE COMPONENTS STAY HOTTER THAN OTHER COMPONENTS. HOT COMPONENTS CAN BURN YOU.

 

und

DO NOT OPEN THE OIL SYSTEM UNTIL THE PRESSURE GOES TO ZERO. THE PRESSURE GOES TO ZERO APPROXIMATELY 5 MINUTES AFTER AN ENGINE SHUTDOWN. A PRESSURIZED ENGINE CAN RELEASE A SPRAY OF HOT OIL THAT CAN BURN YOU.

 

sowie

DO NOT LET HOT OIL GET ON YOU. PUT ON GOGGLES AND OTHER EQUIPMENT FOR PROTECTION OR LET THE ENGINE BECOME COOL. HOT OIL CAN BURN YOU.

 

....... ach nee...

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Das ist aber die bösere Form der Beurteilung des US-amerikanischen Volkes, weil gesunder Menschenverstand nicht als Voraussetzung gilt sondern man mittels dieser Warnhinweise schriftlich bestätigt, dass der normale US-Bürger blöd ist. Und das ist für mich böse.

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In Deutschland steuert man doch auch sehr zielstrebig in die gleiche Richtung...

 

Es reden zwar alle noch von mündigen Bürgern usw., aber Verantwortung für sich selber wollen die Leute doch immer weniger übernehmen, sondern an andere abgeben. Und das Denken und den gesunden Menschenverstand gleich mit.

 

Bestes Beispiel sind für mich immer unbeschrankte Bahnübergange, da schreien auch immer alle nach mehr Sicherheit und schieben der Bahn die Schuld für Unfälle zu, selbst dann wenn es ein Lichtsignal gibt, was ein Autofahrer missachtet.

 

Also da braucht sich keiner über die Zustände in den USA lustig machen, bei uns gehts genau in die gleiche Richtung und das ganze auch ohne das dortige Rechtssystem.

Edited by scramjet

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Bestes Beispiel sind für mich immer unbeschrankte Bahnübergange, da schreien auch immer alle nach mehr Sicherheit und schieben der Bahn die Schuld für Unfälle zu, selbst dann wenn es ein Lichtsignal gibt, was ein Autofahrer missachtet.

 

Nicht zu vergessen sind die bösen Halbschranken, die den Autofahrer geradezu einladen um sie herum zu fahren.

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Mehr noch die Radfahrer.

Und, damit wir mal wieder die Kurve zur B 747-8 kriegen: Da besteht zum Glück keine Gefahr, daß der Vogel Halbschranken umfährt. :)

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