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airliners.de

Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Aerodude:

 

Man muss überhaupt keine gewisse Anzahl an Fliegern bewegen und Personal einsetzen. 

 

Wenn es den Kapitalabfluss bremst, was spricht dagegen die Kurzarbeit auszubauen und weniger zu fliegen?

 

Wir reden hier über 400 Millionen / Monat Kapitalabfluss als Ziel. Das muss man sich mal vergegenwärtigen. 

Wenn es so einfach wäre, dann hätte man dies vermutlich schon im April gemacht.

Aber man hat Verträge mit Zulieferen, Leasingfirmen, Flughäfen usw..

Geschrieben
Gerade eben schrieb Fluginfo:

Wenn es so einfach wäre, dann hätte man dies vermutlich schon im April gemacht.

Aber man hat Verträge mit Zulieferen, Leasingfirmen, Flughäfen usw..

 

Grundsätzlich ist das richtig, und da Frage ich mich rückwirkend schon, ob das Schutzschirmverfahren analog zur Condor nicht die bessere Wahl gewesen wäre. 

 

Schlussendlich können wir die Verträge und die dadurch entstehenden Kosten nicht einsehen, auch wissen wir nicht, mit welcher Vorlaufzeit welcher Vertrag gekündigt werden kann. 

 

Aber: Wir reden hier von einem Konzern mit eigener Technik und eigenem Catering. Mit den gleichen Optionen für Kurzarbeit. Die Flotte ist größtenteils Eigentum. Mich würde es - und das meine ich ehrlich - interessieren, warum man in dieser Konstellation 400 Millionen Euro im Monat verbrennt. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Minuten schrieb Aerodude:

 

Grundsätzlich ist das richtig, und da Frage ich mich rückwirkend schon, ob das Schutzschirmverfahren analog zur Condor nicht die bessere Wahl gewesen wäre. 

 

Schlussendlich können wir die Verträge und die dadurch entstehenden Kosten nicht einsehen, auch wissen wir nicht, mit welcher Vorlaufzeit welcher Vertrag gekündigt werden kann. 

 

Aber: Wir reden hier von einem Konzern mit eigener Technik und eigenem Catering. Mit den gleichen Optionen für Kurzarbeit. Die Flotte ist größtenteils Eigentum. Mich würde es - und das meine ich ehrlich - interessieren, warum man in dieser Konstellation 400 Millionen Euro im Monat verbrennt. 

 

 

So hört sich dies schon ganz anders an. Dann bin ich bei dir!

Durch massive Sparmaßnahmen kann Lufthansa nur 100 Millionen einsparen im Monat, dann frag ich mich schon was Lufthansa an Fraport für Gebäude, Abstellfläche, Wartungshangar usw. im Monat zahlt. Auch dürften nicht alle Maschinen im sogenannten Kostenlosmodus stehen und nicht zu 100% abbezahlt sein. Die Modelle der Lufthansa kennen wir nicht, aber wenn ich in einer außerordentlichen Lage nicht zumindest das Minus pro Monat halbieren kann, stimmt irgendwas im System nicht. Nur was halt?

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben

Habt ihr mal die Buchungszahlen angeschaut? Von den 30% an Flugkapazität sind die Maschinen gefühlt bestenfalls halbvoll. Das wird auch im Winter so bleiben. Dazu kommt dass die Sitze dir zu Spottpreisen hinterhergeworfen werden, damit überhaupt noch jemand freiwillig bucht. 

 

Ich habe keine konkreten Zahlen, würde aber mal behaupten, dass ein Flug mit 50% Auslastung keinen Gewinn abwirft. Sprich die Airline legt im schlimmsten Fall drauf,um den Flug durchzuführen. Dazu kommen die Gehälter von denen die keine 100% Kurzarbeit machen können und Vertragsgebühren, die nicht gesenkt werden können. Dass also ein Riesenkonzern wie die Lufthansa "nur" 400 - 500 Millionen pro Monat verliert, hat mich persönlich überrascht. Trotzdem reicht das hinten und vorne nicht.

Geschrieben (bearbeitet)

Das sind immerhin nochmals 3 MrD € Minus bis Ende WFP 2020/2021. Und der Sommer 2021 wird sicherlich nicht gleich wieder durchstarten wie vor Corona. Vielleicht ist das Minus dann "halbiert" ab April/Mai 2021, aber immerhin noch ein Minus.

Zugleich muss man die Darlehen bereits zurückzahlen. Erste kleine Gewinnaussichten sehe ich erst im Hochsommer 2022, wenn überhaupt! Durch Schrumpfung der Geschäftsaktivitäten wird selbst im Idealfall keine neuen Rekorde eingeflogen. Man muss sich tatsächlich auf deutlich kleinere Brötchen einstellen im Konzern oder die Auslandsaktivitäten in Brüssel, Wien und Zürich irgendwie im Zeitfenster der nächsten 5 Jahre beenden.

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Fluginfo:

Das sind immerhin nochmals 3 MrD € Minus bis Ende WFP 2020/2021. Und der Sommer 2021 wird sicherlich nicht gleich wieder durchstarten wie vor Corona. Vielleicht ist das Minus dann "halbiert" ab April/Mai 2021, aber immerhin noch ein Minus.

Zugleich muss man die Darlehen bereits zurückzahlen. Erste kleine Gewinnaussichten sehe ich erst im Hochsommer 2022, wenn überhaupt! Durch Schrumpfung der Geschäftsaktivitäten wird selbst im Idealfall keine neuen Rekorde eingeflogen. Man muss ich tatsächlich auf deutlich kleinere Brötchen einstellen im Konzern oder die Auslandsaktivitäten in Brüssel, Wien und Zürich irgendwie im Zeitfenster der nächsten 5 Jahre beenden.

Meine Meinung: Das kann so nur in weiteren Staatshilfen enden. Einen weg aus dieser Situation mit eigenen Mitteln sehe ich nicht.

 

Übrigens: Das Problem der Auslandsaktivität in Zürich könnte sich dank unrealistischen Bedingungen von selbst lösen:

 

"Denn für die Swiss reicht es nicht allein, aus den roten Zahlen herauszukommen – sie muss schnellstmöglich profitabel werden. Der Bund fordert nämlich im Gegenzug zur Gewährung der Staatshilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Franken, dass Swiss hochgesteckte finanzielle Ziele erreichen muss. Im Jahr 2023 bereits, soll das EBITDA, also die Erträge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation bei 500 Millionen Franken liegen. Im Folgejahr dann sogar bei 600 Millionen. Anderenfalls könnte der Bund die Anteile der Swiss übernehmen und somit zum Eigentümer werden."

 

Quelle: https://reisetopia.ch/news/bund-gewinnvorgaben-swiss/

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Minuten schrieb Oregano:

Meine Meinung: Das kann so nur in weiteren Staatshilfen enden. Einen weg aus dieser Situation mit eigenen Mitteln sehe ich nicht.

 

Übrigens: Das Problem der Auslandsaktivität in Zürich könnte sich dank unrealistischen Bedingungen von selbst lösen:

 

"Denn für die Swiss reicht es nicht allein, aus den roten Zahlen herauszukommen – sie muss schnellstmöglich profitabel werden. Der Bund fordert nämlich im Gegenzug zur Gewährung der Staatshilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Franken, dass Swiss hochgesteckte finanzielle Ziele erreichen muss. Im Jahr 2023 bereits, soll das EBITDA, also die Erträge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation bei 500 Millionen Franken liegen. Im Folgejahr dann sogar bei 600 Millionen. Anderenfalls könnte der Bund die Anteile der Swiss übernehmen und somit zum Eigentümer werden."

 

Quelle: https://reisetopia.ch/news/bund-gewinnvorgaben-swiss/

Oder man lenkt ab Sommer 2021 (soweit wieder einigermaßen Reisefreiheit vorhanden incl. Impfstoff) die Verkehrsströme via Zürich, dann wird aber Lufthansa und AUA verstärkt Minus einfahren. Egal wie man es dreht, die Auslandszusagen für die Darlehen (Österreich, Schweiz) werden noch zu größeren Problemen führen.

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben

Wenn die Schweiz die Swiss zurückwill, steht die dann aber alleine da. Damit ist auch nicht viel gewonnen. Die Zusage wurde in der damaligen Lage gegeben und die Lage hat sich geändert. Der gemeinsame Wille ist ja, den Laden zu erhalten.

Geschrieben

Aus dieser Baustelle, also Länderübergreifend kommt man aber nicht mehr so leicht raus.

Und eine kleinere Swiss wird nicht mehr den Profit vor Corona einfliegen, dies dürfte doch auch jedermann klar sein.

Ohne Swiss kann eine Lufthansa die oberen Klassen selbst dann wieder deutlich besser füllen. Swiss generiert dies ja in erster Linie auch durch Umsteiger in Zürich und selbst aus der Schweiz kommen bestenfalls zu 50% der Paxe.

Geschrieben

Aber Swiss ist auf Dauer zu klein, um alleine am Markt zu bestehen. Falls Swiss an den Bund fällt, würde der auch in besseren Zeiten schauen, diese zu veräußern. 

 

Swiss stand schon mal ganz kurz vor einer Übernahme durch BA und wäre dann heute wahrscheinlich Teil der IAG. 

 

Das wird man bei LH verhindern wollen, es fragt sich aber, wie man in den nächsten Jahren bei LX die entsprechenden Zahlen generieren möchte, ohne die Kernmarke, SN oder OS zu kanibalisieren. 

Geschrieben

Dummerweise steht man aber bei den Regierungen der anderen Länder im Wort was Größe und Art der dortigen Airlines aussieht, da man von ihnen Staatshilfe angenommen hat.

Im Zusammenhang mit der Prioritätensetzung bei der Lufthansa selbst wie wir sie ab März gesehen haben (Fokus FRA) und den letzten Flottenentscheidungen ("Münchner" 346/380 gehen ins long-term  storage und kommen nur im Falle einer positiven Überraschung zurück, der "Frankfurter" 744 scheint dieses Schicksal vorerst erspart zu bleiben) dürfte relativ klar sein wo in nächster Zeit die meisten Kürzungen zu erwarten sind.

Geschrieben
8 minutes ago, 8stein said:

Dummerweise steht man aber bei den Regierungen der anderen Länder im Wort was Größe und Art der dortigen Airlines aussieht, da man von ihnen Staatshilfe angenommen hat.

 

Dafür gäbe es einen "sehr einfachen" Ausweg, die Insolvenz.

 

Die will aber gerade keiner, die Politik will keine medienwirksame Unruhe, die langjährigen LH-Mitarbeiter wollen ihre Altersversorgung behalten, der Vorstand will natürlich weiterhin seine Bezüge, und, und, und.

 

In Bezug auf MUC sind wir wohl einer Meinung, da wird aber gleich wieder ein Aufschrei kommen...

Geschrieben

Frage mich warum Lufthansa das Kapitel "Ocean" in jetziger überhaupt anfängt. Müssen doch froh sein die Maschinen irgendwi gefüllt zu bekommen.

Da sollte man lieber wo der Charterverkehr fast ganz am Boden liegt, alle möglichen Paxe abgreifen.

Wenn es mal an Kapazitäten fehlen sollte zu Spitzenzeiten, halt größerers Fluggerät nehmen.

Denke da wird auch eine LH umdenken müssen die nächsten Monate.

Selbst Dreiecks-Flüge werden wieder in Mode kommen um genug Paxe in die Maschine zu bekommen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Aerodude:

Aber Swiss ist auf Dauer zu klein, um alleine am Markt zu bestehen. Falls Swiss an den Bund fällt, würde der auch in besseren Zeiten schauen, diese zu veräußern. 

 

Swiss stand schon mal ganz kurz vor einer Übernahme durch BA und wäre dann heute wahrscheinlich Teil der IAG. 

 

Das wird man bei LH verhindern wollen, es fragt sich aber, wie man in den nächsten Jahren bei LX die entsprechenden Zahlen generieren möchte, ohne die Kernmarke, SN oder OS zu kanibalisieren. 

Im 10vor10 im SRF hat der Leiter der eidgenössischen Finanzverwaltung ev. Verhandlungsraum angetönt. D. h. die Schweizer Regierung sieht die aktuellen negativen Veränderungen in der Flugbranche. Es ist klar die Swiss kann die Zukunft nur mit einem starken Partner angehen und überleben. 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Elio:

Im 10vor10 im SRF hat der Leiter der eidgenössischen Finanzverwaltung ev. Verhandlungsraum angetönt. D. h. die Schweizer Regierung sieht die aktuellen negativen Veränderungen in der Flugbranche. Es ist klar die Swiss kann die Zukunft nur mit einem starken Partner angehen und überleben. 

Was wiederum heisst, dass der Steuerzahler ein Geschenk gemacht hat und später noch draufzahlen darf.

Geschrieben

Wieso Geschenk?

vor 59 Minuten schrieb schwarzerAbt:

Frage mich warum Lufthansa das Kapitel "Ocean" in jetziger überhaupt anfängt. Müssen doch froh sein die Maschinen irgendwi gefüllt zu bekommen.

Da sollte man lieber wo der Charterverkehr fast ganz am Boden liegt, alle möglichen Paxe abgreifen.

Wenn es mal an Kapazitäten fehlen sollte zu Spitzenzeiten, halt größerers Fluggerät nehmen.

Denke da wird auch eine LH umdenken müssen die nächsten Monate.

Selbst Dreiecks-Flüge werden wieder in Mode kommen um genug Paxe in die Maschine zu bekommen.

Es sind ja keine neuen Kapazitäten, die gab es ja schon als EW (op by XG+SN...)

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb d@ni!3l:

Wieso Geschenk?

War nur eine Randbemerkung. Wenn Verhandlungsraum angekündigt wird, geht es doch in Richtung dass die Kredite nicht wie vereinbart zurckbezahlt werden müssen und zusätzlich die LX bei LH bleibt.  Ein Geschenk eben :). 

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb Fluginfo:

Zunächst wird in 2021 erstmal noch etwas draufgelegt, so dreckig geht es der Swiss.

Das wird bei allen passieren. Und nicht nur im Airline Business.

Geschrieben
4 hours ago, 8stein said:

"Münchner" 346/380

Quelle? Ich kenne nur etwas von 10 A346 und 8 A380 (die übrigens alle aus FRA abgezogen wurden, 5 2018, 3 2020). Wo steht, dass das alles Münchner A346 sind? Also ohne jetzt eine FRA-MUC Diskussion zu eröffnen, würde mich einfach interessieren. 

Geschrieben (bearbeitet)

Straight from the horse's mouth:

 

Zitat

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen. Diese Flugzeuge würden nur im Falle einer unerwartet schnellen Markterholung wieder reaktiviert werden können. Darüber hinaus werden die verbleibenden sieben Airbus A340-600 endgültig außer Dienst gestellt.

 

Vor Corona war der Plan 6 380er an Airbus zurückzugeben und die restlichen 8 in München zu konzentrieren - jetzt fallen alle A380 weg, wenn nicht ein epidemiologisches Wunder geschieht.

Auch die A340-600 war im letzten Sommer überwiegend (12 zu 5 stationierte Maschinen, wenn ich den Zahlen des mucforums glauben kann) in München stationiert, ergo trifft ihre Ausflottung auch wieder überproportional München.

 

Edit, auch wenn es wie Nachtreten gegen @Fluginfo aussieht, so ist es nicht gemeint aber das Zitat fast meine Argumentation perfekt zusammen, ziemlich genau dieses Szenario hat sich im Mai schon angedeutet:

Am 20.5.2020 um 21:34 schrieb Fluginfo:

Mag ja sein, aber durch Abstellen der A346 und A388 Fehlen fast 15 Maschinen in München auf Langstrecke.

Ich glaube nicht das mehr als 10 tägliche Flüge gestrichen werden.

Kann durchaus sein für Juni-September  aber ab Oktober fliegen wieder deutlich mehr. Welches Gerät?

A333 und A343 sind keine in MUC.

 

 

Bearbeitet von 8stein
Geschrieben (bearbeitet)

Vielleicht schwächt man Münchens Flotte gegenüber FRA überproportional, um die Swiss-Langstrecken und die Größe von Swiss einigermaßen erhalten zu können?

Bearbeitet von Nosig

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