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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


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Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Emanuel Franceso:

Hier ist die Rede davon, dass die 5 A380 anstelle der 5 A346 kommen sollen. LH hat mittlerweile aber auch dementiert, dass aktuell ein Einsatz des A380 im kommenden Jahr geplant und/oder durchgerechnet wird.

Ist ein gutes Zeichen, wenn schnell dementiert wird. 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Emanuel Franceso:

Hier ist die Rede davon, dass die 5 A380 anstelle der 5 A346 kommen sollen. LH hat mittlerweile aber auch dementiert, dass aktuell ein Einsatz des A380 im kommenden Jahr geplant und/oder durchgerechnet wird.

 

Meines Wissens gab es wirklich solche Überlegungen (ebenso stand auch die B748 in der Auswahl, der A380 hat als erstes die Segel gestrichen) , allerdings schon vor ein paar Wochen, ehe man sich final für den A340-600 entschieden hat. Letzte Woche hat ja Lufthansa außerdem den älteren A380-Piloten eine Sonderprämie angeboten, wenn sie eher in Rente gehen. 
 

Das Ganze wäre auch etwas widersprüchlich mit den Informationen bezüglich der Ersatzteilversorgung für den A380, welche zum Verkauf ausgeschrieben ist.

 

Aber wie so oft, vor allem bei Lufthansa, wendet sich das Blatt sehr schnell und oft.

Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb Emanuel Franceso:

Hier ist die Rede davon, dass die 5 A380 anstelle der 5 A346 kommen sollen. LH hat mittlerweile aber auch dementiert, dass aktuell ein Einsatz des A380 im kommenden Jahr geplant und/oder durchgerechnet wird.

Jap, ändert nichts daran, dass man aus Flughafenkreisen (offenbar wissen die da eben auch schon was davon) teilweise auch weitere Möglichkeiten hört. 

 

Dass man sowas dementiert ist doch recht normal würde ich sagen. Das passiert so ziemlich immer. Was aber auch klar ist ist schon, dass wirklich erstaunlich oft das, was von Insidern kommt, im Endeffekt auch öffentlich kommuniziert wird einige Wochen später. 

Geschrieben

Im Augenblick kann man den Markt doch gar nicht einschätzen? Macht er auf oder wieder zu? Asien verschärft wieder, Israel, Spanien, selbst die Niederlande. Das geht auf und zu zugleich.

Da passt ein Riesenflugzeug nicht, weil man die Sitze nicht verkauft kriegt. Sobald es sich wieder dauerhaft lockert, sieht das sofort wieder anders aus.

Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb anonymous:

Letzte Woche hat ja Lufthansa außerdem den älteren A380-Piloten eine Sonderprämie angeboten, wenn sie eher in Rente gehen. 

Das wundert mich auch nicht, ist meiner Meinung nach aber auch absolut kein Zeichen für einen Abschied der A380er. 

 

Wie viele Crews hat man mittlerweile in München umgeschult?

Man hat ohnehin auf der einen Seite die Crews, die mit den 6 A380 die zu Airbus gehen, das Unternehmen möglichst verlassen sollten, dann hat man auch noch die Piloten, die mit den 8-5=3 A380, bei denen es (laut den ein oder anderen "Insidern") eine Reaktivierung in Richtung 2023 geben könnte fliegen würden und dann hat man allgemein meines Wissens nach bei Lufthansa ohnehin nur Piloten mit A380 Typerating ONLY, was man in Zukunft sicherlich mit dem A350 TR zusammenlegen würde. Also ein weiterer Grund die A380 Piloten los werden zu wollen, weil man im Endeffekt mit ihnen nichts mehr anfangen kann. Es kommen ja A350 Piloten genug nach aus dem A340 Bestand. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb Nosig:

Im Augenblick kann man den Markt doch gar nicht einschätzen? Macht er auf oder wieder zu? Asien verschärft wieder, Israel, Spanien, selbst die Niederlande. Das geht auf und zu zugleich.

Da passt ein Riesenflugzeug nicht, weil man die Sitze nicht verkauft kriegt. Sobald es sich wieder dauerhaft lockert, sieht das sofort wieder anders aus.

Richtig, aber die Marktlage wird nach Wegfall des Kurzarbeitergeldes ab 2022 viel schwieriger werden. Daher werden m.E. die Überlegungen bezüglich Personal und Personaleinsatz nicht leichter werden. Der Impffortschritt läuft ja leider in den Länder und Kontinenten nicht einheitlich. Aber von einer Öffnung des Hauptmarktes der Lufthansa Europa - USA geht derzeit noch jeder aus.

Die Pläne in 2020 für SFP 2021 waren noch auf einer ganz anderen Grundlage und von deutlich mehr Risiken behaftet.

Und rund 20% weniger Kapazität als 2019 zur Verfügung zu stellen ist auch eine Menge Holz was reduziert wurde. Wenn man davon vielleicht 3/4 wirklich absetzt sollte man in 2022 auch zufrieden sein. Liegt aber deutlich über den 2021 Werten.

 

Außerdem gibt es jetzt schon wieder etliche Ziele, die ab FRA/MUC/VIE und ZRH gleichzeitig ohne Marktöffnung nach USA aktuell bedient werden. Sind natürlich überall auch Amis und Transitpaxe mit dabei. Aber bei Bündelung wäre ein A380 unter den möglichen Voraussetzungen für 2022 im Sommer doch auch möglich. Wobei mir persönlich mehr kleine Flieger und mehr Ziele besser gefallen würde, weil man breiter aufgestellt wäre und weniger riskant. In Deutschland ist man wohl auch in der Luftfahrt übervorsichtig was längerfristige Planungen angeht. 

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Fluginfo:

Jeder zusätzliche Umsteiger auf Langstrecke verbessert die Kurz- und Mittelstreckensituation. daher wird sich der A380 für das Gesamtsystem rechnen, mehr als kleinere Langstreckenmaschinen. Ströme werden dann wieder mehr verschoben nicht wie aktuell mit Zentralisierung auf Frankfurt, also auf das Niveau vor der Krise und damit ist Lufthansa von 2016 - 2019 bestens gefahren.

Diese Aussage halte ich so für zu pauschal. In der Praxis generieren die Langstrecken-Pax meistens keine zusätzlichen Einnahmen auf den Zubringerflügen. Im Gegenteil, sie verursachen nur Kosten, da xxx-FRA/MUC-yyy i.d.R. gleich günstig oder sogar billiger ist als FRA/MUC-yyy. Natürlich kann man durch unterschiedliche interne Verrechungsansätze die Kurz- oder Langstrecke schön oder schlecht rechnen, aber im Ergebnis ist es so.
Bis Mitte/Ende der 80‘ mussten Kurzstreckenflüge als Anschluss an die Langstrecke separat dazu gebucht bzw. getrennt bezahlt werden. Da war das Preissystem transparent und Zubringerflüge haben echte Mehreinnahmen generiert. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Sheremetyevo:

Bis Mitte/Ende der 80‘ mussten Kurzstreckenflüge als Anschluss an die Langstrecke separat dazu gebucht bzw. getrennt bezahlt werden. Da war das Preissystem transparent und Zubringerflüge haben echte Mehreinnahmen generiert. 

 

Etwas fortschrittlicher hieß das bei der Lufthansa "Super-Flieg und Spar-Tarif" und war auf Nonstop-Verbindungen oder diese komischen Konstrukte "(f) Flugzeugwechsel unterwegs" begrenzt. Der "Flieg und Spar-Tarif" auch mit Zubringerflügen war teurer.  Hossa, wie die Zeit vergeht.

 

Heute sind in der Tat die Nonstopper in den meisten Fällen (deutlich) teurer als Umsteigeverbindungen, nicht nur in Deutschland.  Aber mit einer Konzernkostenrechnung und innerbetrieblicher Verrechnungen und Kostenstelle hier und Kostenstelle da kriegt man alles so hingedreht, wie man/frau es denn gerade so braucht oder haben will...

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Sheremetyevo:

Diese Aussage halte ich so für zu pauschal. In der Praxis generieren die Langstrecken-Pax meistens keine zusätzlichen Einnahmen auf den Zubringerflügen. Im Gegenteil, sie verursachen nur Kosten, da xxx-FRA/MUC-yyy i.d.R. gleich günstig oder sogar billiger ist als FRA/MUC-yyy. Natürlich kann man durch unterschiedliche interne Verrechungsansätze die Kurz- oder Langstrecke schön oder schlecht rechnen, aber im Ergebnis ist es so.
Bis Mitte/Ende der 80‘ mussten Kurzstreckenflüge als Anschluss an die Langstrecke separat dazu gebucht bzw. getrennt bezahlt werden. Da war das Preissystem transparent und Zubringerflüge haben echte Mehreinnahmen generiert. 

Ticketpreise sind ja auch identisch, egal welches Gerät den Zubringerflug macht. Aber die A32N und A321 sind bei guter Auslastung kostengünstiger als ein CRJ900. Daher bringen die Umsteiger und daraus resultierend ein Einsatz von größeren Gerät schon etwas.

Klar ist, pauschal sind die Aussagen in keiner Richtung. Eventuell kann auch eine höhere Frequenz beim Zubringer geflogen werden und die Preise können höher sein, weil das Zeitfenster günstiger liegt auch für die anderen Paxe und die Preise deshalb höher. Es gibt schon einige Abhängigkeiten die zu beachten sind.

Geschrieben

Hier den Überblick zu behalten ist echt nicht einfach. 

 

Mal etwas was feststeht:

Die deutsche Olympiamannschaft fliegt am Sonntag mit LH 716 von FRA nach HND.

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Sheremetyevo:

Diese Aussage halte ich so für zu pauschal. In der Praxis generieren die Langstrecken-Pax meistens keine zusätzlichen Einnahmen auf den Zubringerflügen. Im Gegenteil, sie verursachen nur Kosten, da xxx-FRA/MUC-yyy i.d.R. gleich günstig oder sogar billiger ist als FRA/MUC-yyy. Natürlich kann man durch unterschiedliche interne Verrechungsansätze die Kurz- oder Langstrecke schön oder schlecht rechnen, aber im Ergebnis ist es so.

In der internen Verrechnung bei LH ist es soweit ich weiß genau so: Die Feeder-Tickets sind pro rata (auf vermutlich niedrigem Level), und der Trunk-Umsatz entsprechend variabel verbucht. Logisch, KONT soll ja auch kein Cost Center für IKONT sein. Zeigt aber auch, dass ein gut gefüllter A380 nicht unbedingt profitabel ist: Die variablen Kosten auf dem Ding sind immens, die Blockstundenrate selbst für LH- ebenfalls substanziell, und in Summe ergibt das nicht unerhebliche Ansprüche an das Preisgefüge um entsprechende Kosten decken zu können. Die extrem simplifizierte Gleichung "A380=Mehr IKONT-Kapa = mehr Paxe = bessere Situation", die hier ein Forist aufstellt, ist also nicht unbedingt immer gültig.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Netzplaner:

In der internen Verrechnung bei LH ist es soweit ich weiß genau so: Die Feeder-Tickets sind pro rata (auf vermutlich niedrigem Level), und der Trunk-Umsatz entsprechend variabel verbucht. Logisch, KONT soll ja auch kein Cost Center für IKONT sein. Zeigt aber auch, dass ein gut gefüllter A380 nicht unbedingt profitabel ist: Die variablen Kosten auf dem Ding sind immens, die Blockstundenrate selbst für LH- ebenfalls substanziell, und in Summe ergibt das nicht unerhebliche Ansprüche an das Preisgefüge um entsprechende Kosten decken zu können. Die extrem simplifizierte Gleichung "A380=Mehr IKONT-Kapa = mehr Paxe = bessere Situation", die hier ein Forist aufstellt, ist also nicht unbedingt immer gültig.

Danke @ Netzplaner, genau deshalb hat ja auch die Verlagerung von Frankfurt nach München gesprochen beim A380, weil dort die Kosten niedriger, aber immer noch sehr hoch waren in der Vergangenheit.

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb Fluginfo:

Ticketpreise sind ja auch identisch, egal welches Gerät den Zubringerflug macht. Aber die A32N und A321 sind bei guter Auslastung kostengünstiger als ein CRJ900.


Ich weiß, was du meinst, würde aber trotzdem widersprechen. Die Preise in den einzelnen Buchungsklassen sind gleich. Jedoch wird der Durchschnittserlös durch die Verfügbarkeit gesteuert. Das bedeutet, dass in der günstigsten Buchungsklasse prozentual weniger Tickets angeboten werden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Fluginfo:

Danke @ Netzplaner, genau deshalb hat ja auch die Verlagerung von Frankfurt nach München gesprochen beim A380, weil dort die Kosten niedriger, aber immer noch sehr hoch waren in der Vergangenheit.

Ob genau das der Grund war? Soweit ich weiß mussten die Crews zur Bereederung der A380 in MUC aus FRA eingeflogen werden weil man logischerweise in MUC keine lokalen A380-Crews hatte. Damit kann der vermeintliche Kostenvorteil MUC wieder egalisiert sein. Ich war immer der Annahme, dass man den A380 nach MUC gestellt hat, um der Fraport auf gleich 2 Feldern Druck zu machen. Punkt 1: Infrastrukturseitig an der Qualität arbeiten, einerseits um Prozessstabilitäten und -durchläufe zu erhöhen, andererseits um der Lufthansa produktseitig größeren Spielraum zu lassen (den sie in MUC haben, weil sie Miteigentümer sind - in FRA aber nicht).  Punkt 2: Gebührenerlasse - in dem Thema hat es sich die Fraport (Stichwort LCC) nicht nur mit der LH, sondern auch mit den (mittlerweile) Neu-Isenburger Kollegen verkackt. Die Kapazität im IKONT und speziell die größere Zahl der Premium-Paxe, die durch die A380 in FRA verloren gegangen sind, sind nicht zu unterschätzen - das weiß (jetzt?) vermutlich auch die Fraport.

 

Bearbeitet von Netzplaner
Kleine Ergänzung
Geschrieben (bearbeitet)
vor 31 Minuten schrieb Netzplaner:

Ob genau das der Grund war? Soweit ich weiß mussten die Crews zur Bereederung der A380 in MUC aus FRA eingeflogen werden weil man logischerweise in MUC keine lokalen A380-Crews hatte. Damit kann der vermeintliche Kostenvorteil MUC wieder egalisiert sein. Ich war immer der Annahme, dass man den A380 nach MUC gestellt hat, um der Fraport auf gleich 2 Feldern Druck zu machen. Punkt 1: Infrastrukturseitig an der Qualität arbeiten, einerseits um Prozessstabilitäten und -durchläufe zu erhöhen, andererseits um der Lufthansa produktseitig größeren Spielraum zu lassen (den sie in MUC haben, weil sie Miteigentümer sind - in FRA aber nicht).  Punkt 2: Gebührenerlasse - in dem Thema hat es sich die Fraport (Stichwort LCC) nicht nur mit der LH, sondern auch mit den (mittlerweile) Neu-Isenburger Kollegen verkackt. Die Kapazität im IKONT und speziell die größere Zahl der Premium-Paxe, die durch die A380 in FRA verloren gegangen sind, sind nicht zu unterschätzen - das weiß (jetzt?) vermutlich auch die Fraport.

 

Punkt 2 war mir als Argument eigentlich immer etwas zu billig, so unter dem Motto: Ich mag Dich nicht mehr, deshalb lasse ich jetzt mein bestes Produkt von München aus fliegen, ich glaube schon, dass das sehr gut durchgerechnet wurde, von wo aus es auf manchen Strecken mehr Sinn macht, bzw. gemacht hat, den A380 nun stattdessen von MUC aus einzusetzen. Natürlich kann man den Seitenhieb nutzen, um Druck auszuüben.
Zu Punkt 1, ja, da gab und gibt es Verbesserungspotential, allerdings ist zum Beispiel im A/Z-Bereich und z.T. auch im B-Bereich die Lufthansa für die Positionierung und Gate-Vergabe zumindest mitverantwortlich. Und da gibt es trotz aller Kapazitätsengpässe mit Sicherheit Verbesserungspotential, auch von LH-Seite. 

Bearbeitet von SE-REG
Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Netzplaner:

Soweit ich weiß mussten die Crews zur Bereederung der A380 in MUC aus FRA eingeflogen werden weil man logischerweise in MUC keine lokalen A380-Crews hatte.

Anfangs ja, um die Flotte dort hochzuziehen, aber man hat ja relativ schnell damit begonnen, MUC Crews auf A380 umzuschulen um langfristig diesen Kostennachteil nicht zu haben. 

 

Grundsätzlich würde ich den Druck auf FRA eher als Nebeneffekt sehen und die Gründe für die Verlagerung primär am MUC suchen. 

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb medion:

 

Heute sind in der Tat die Nonstopper in den meisten Fällen (deutlich) teurer als Umsteigeverbindungen, nicht nur in Deutschland.  Aber mit einer Konzernkostenrechnung und innerbetrieblicher Verrechnungen und Kostenstelle hier und Kostenstelle da kriegt man alles so hingedreht, wie man/frau es denn gerade so braucht oder haben will...

 

Diesen Punkt haben ich bis jetzt in der Argumentation vermisst.

 

Wie die Erlöse aufgeteilt werden ist letztendlich eine Managemententscheidung, je nachdem wie man eine Investition darstellen möchte. Und wenn man einen Schlüssel festgelegt hat, dann kann dies für eine einzelne Verbindung als solche betrachtet günstig oder ungünstig ausfallen.

 

Generell ist es so, das die Langstrecke ohne Zubringer nicht funktioniert - selbst wenn man ausschliesslich kleine Langstreckenflieger nehmen würde, wäre die Mehrheit der Paxe zumindest in der "Lufthansawelt" auf einen Umstieg angewiesen.

 

Auf der anderen Seite funktioniert die Kurzstrecke nicht mit den Kostenfaktoren der Langstrecke. Beispiele? Die "alte" Germanwings die mit KTV Strukturen nie Geld verdiente, die ex "dezentralen" Strecken die beim Transfer 300 Mio Verluste pro Jahr machten usw.

 

Es besteht also eine Doppelte Quersubventionierung - zum einen ist es fraglich ob die Kurzstrecke bei KTV Kosten als solche profitabel wäre -> die Teile die nicht am System Langstrecke angebunden waren zeigen historisch gesehen ein eindeutiges Bild. Zum Anderen ist ein Kostensplit bei dem die Kurzstrecke pro Forma Pauschalen oder Pro Rata Vergütung angerechnet bekommt eher eine verstecke Quersubventionierung der Langstrecke.

 

Wenn man es "gerecht" machen müsste, dann wäre Kurz- und Langstrecke Profit Center für sich, die Kurzstrecke müsste an sich profitabel sein und marktgerechte Preise in der Kurzstreckenrealität intern in Rechnung Stellen. Blöd nur - sie würden dann EurowingsDiscovertheHub heissen.

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb Netzplaner:

Ob genau das der Grund war? Soweit ich weiß mussten die Crews zur Bereederung der A380 in MUC aus FRA eingeflogen werden weil man logischerweise in MUC keine lokalen A380-Crews hatte. Damit kann der vermeintliche Kostenvorteil MUC wieder egalisiert sein. Ich war immer der Annahme, dass man den A380 nach MUC gestellt hat, um der Fraport auf gleich 2 Feldern Druck zu machen. Punkt 1: Infrastrukturseitig an der Qualität arbeiten, einerseits um Prozessstabilitäten und -durchläufe zu erhöhen, andererseits um der Lufthansa produktseitig größeren Spielraum zu lassen (den sie in MUC haben, weil sie Miteigentümer sind - in FRA aber nicht).  Punkt 2: Gebührenerlasse - in dem Thema hat es sich die Fraport (Stichwort LCC) nicht nur mit der LH, sondern auch mit den (mittlerweile) Neu-Isenburger Kollegen verkackt. Die Kapazität im IKONT und speziell die größere Zahl der Premium-Paxe, die durch die A380 in FRA verloren gegangen sind, sind nicht zu unterschätzen - das weiß (jetzt?) vermutlich auch die Fraport.

 

Was du beschreibst hat aber nur temporär gegolten, weil die Crews später dann ja den Standort gewechselt haben. Und man sollte nicht nur von Saison zu Saison denken. Hauptgrund dürften die Engpässe in Frankfurt sei, und die können auch nicht mit Druck behoben werden, weil man nicht einfach neue Terminals, neue Rollwege, neue Start- und Landebahnen beliebig erweitern kann, nur weil einer der Hauptakteure in Frankfurt dies gerne so gehabt hätte. Frankfurt ist nicht Atlanta, wo 85% der Verkehrs eine Airline stellt.

Lufthansa ist einfach zu groß geworden um an einem Standort den Betrieb durchzuführen.

Wird es Ende des Jahrhundert vielleicht durch neuen Boom in der Luftfahrt der Abstand zwischen den beiden Flughäfen noch kleiner werden, weil man in München wachsen kann, was in Frankfurt nur sehr schwer und komplex in den Betriebsabläufen möglich sein wird.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Minuten schrieb Tschentelmän:

Meine Güte - irgendwann schaffen wir wohl auch noch "der" und "die" ab und sagen zu allem nur noch "das"...

 

 

Oh nein, eine Firma geht mit einem Trend der Zeit und versucht, inklusiver zu agieren, schrecklich, ich bin als CIS-Mann nicht mehr der Nabel der Welt, oh nein, alles geht den Bach runter. Der Untergang des Abendlands ist nahe, wenn statt "sehr geehrte Damen und Herren", "sehr geehrte Fluggäste" aus dem blechernen PA-System erklingt. 

 

Ach komm geh weiter, allein die Tatsache, dass sich Leute darüber aufregen, zeigt, dass wir in Sachen Inklusion noch nicht an dem Punkt sind, an dem es uns wirklich egal sein kann. Ich versteh auch einfach nicht, welche Felle man hier davonschwimmen sieht, wenn man nicht mehr explizit mit "Damen und Herren" begrüßt wird oder wenn die Gesellschaft genderfluider wird. Da ziehst du doch als CIS-Gender absolut keinen Nachteil raus?

 

EDIT:

Ich sehe es schon kommen, es wird gleich ein Feuerwerk von *innen-Witze und ähnlicher humoristisch absolut wertvoller Pointen gezündet. Bei solchen Themen denkt auf einmal irgendwie jeder Reaktionäre, er ist gerade zum besten Komiker der Nation geworden.

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben

Also ich finde auch nicht jeden Genderwahn gerade gut noch zielführend oder sinnvoll, erst recht wenn die Sprache quasi völlig "misshandelt" wird.

ABER in diesem Fall wenn man aus "sehr geehrte Damen und Herren" nun eben "Sehr geehrte Fluggäste / Guten Morgen liebe Fluggäste / Willkommen an Bord" finde ich das überhaupt nicht schlimm, völlig ok und ehrlichgesagt auch irgendwie "zeitgerechter" als das "Sehr geehrte Damen und Herren"...

 

Es muss ja nicht gleich wie beispielsweise Delta "Hi everyone" sein das dort eingeführt wurde, aber "Sehr geehrte Fluggäste" ist doch absolut zeitgemäß und würde ich jetzt nicht unter "Genderwahn" ansiedeln.

Geschrieben

Ach und den schwarzen Peter hat dann die Besatzung? Was soll sie denn konkret sagen? Hallo alle ImflugzeugdrinseinendenInnen?

 

Ob das tatsächlich ein Trend ist oder gerade nur zum Trend gemacht wird, egal, mich amüsiert es eigentlich nur noch, liebe ForumsteilnehmendenInnen, AbsolventenInnen und FreundeInnen: Erinnert mich ein bisschen an Veggie-Fleischersatzprodukte und Beyond-Meat, ein Riesenbohei und Marketing, selbst Wiesenhof und Rügenwälder haben irgendeinen veganen "Mettwurstaufstrich" im Programm, Marktanteil in Deutschland 2020: Unter einem Prozent (Quelle: Deutsche Lebensmittelzeitung).

 

Ob irgendwelche Regenbohnenbindchen (auf die WM in Qatar bin ich tatsächlich gespannt!) oder Sprachverhutzelungen der Inklusion als solches einen Dienst erweisen, wage ich persönlich zu bezweifeln. Und meine (Um-) Welt ist tatsächlich sehr bunt!

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Fluginfo:

Was du beschreibst hat aber nur temporär gegolten, weil die Crews später dann ja den Standort gewechselt haben.

I stand corrected.

vor 22 Minuten schrieb Fluginfo:

Und man sollte nicht nur von Saison zu Saison denken.

Tut hier doch niemand?

vor 24 Minuten schrieb Fluginfo:

Hauptgrund dürften die Engpässe in Frankfurt sei, und die können auch nicht mit Druck behoben werden, weil man nicht einfach neue Terminals, neue Rollwege, neue Start- und Landebahnen beliebig erweitern kann, nur weil einer der Hauptakteure in Frankfurt dies gerne so gehabt hätte. Frankfurt ist nicht Atlanta, wo 85% der Verkehrs eine Airline stellt.

Die Qualitätsprobleme, die VV öffentlichkeitswirksam gleichzeitig mit der Verschiebung der A380 nach MUC damals angesprochen hatte, waren prozessualer Natur - die Probleme an der SiKo und der Immigration in FRA sind relativ bekannt. Hierauf hat auch eine LH kaum Einfluss.

vor 26 Minuten schrieb Fluginfo:

Lufthansa ist einfach zu groß geworden um an einem Standort den Betrieb durchzuführen.

Dein Punkt? Das stand und steht hier doch nicht zur Debatte.

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb FlyingSickbag:

Sehr geehrte Fluggäste / Guten Morgen liebe Fluggäste

 

Das ist laut Genderator so nicht zulässig. Richtig ist nur FluggästeInnen! B|

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