Waldo Pepper Geschrieben 29. November 2016 Autor Melden Geschrieben 29. November 2016 Blackboxes wurden sichergestelltt: Kolumbien: Beide Blackboxes nach Flugzeugabsturz gefunden - SPIEGEL ONLINE
DE757 Geschrieben 29. November 2016 Melden Geschrieben 29. November 2016 Ich bin sicherlich kein Experte aber Erde so tief im Triebwerksinneren sind doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass sie noch liefen oder?
triumph61 Geschrieben 29. November 2016 Melden Geschrieben 29. November 2016 Sollten dann die Blades nicht verbogen sein?
Lima Golf Geschrieben 29. November 2016 Melden Geschrieben 29. November 2016 Ich bin sicherlich kein Experte aber Erde so tief im Triebwerksinneren sind doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass sie noch liefen oder? Nein, überhaupt nicht. Die Turbinenräder drehen ("millen") im Luftstrom eines Luftfahrzeugs im Fluge ohnehin - und bei geschätzten mind. 100 kts im letzten Teil des Fluges sogar ganz munter.
bueno vista Geschrieben 29. November 2016 Melden Geschrieben 29. November 2016 Das ist auch meine Vermutung, der Dreck kann da allein schon vom Aufprall stammen. Ein schnell rotierender Fan würde nach Bodenkontakt anders aussehen. Kaum zu glauben dass der Aufprall Überlebende zurück ließ.
PAX Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Dieses Schweizer Blatt behauptet, der Pilot wäre die Runde geflogen, um Treibstoff abzulassen: http://www.20min.ch/panorama/news/story/26423720 Meine Frage: Kann eine Avro in irgendeiner Config "fuel dump"? Und warum wäre er dann die Runde und nicht das kurze Stück zum Flughafen geflogen?
FKB Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Dieses Schweizer Blatt behauptet, der Pilot wäre die Runde geflogen, um Treibstoff abzulassen: http://www.20min.ch/panorama/news/story/26423720 Meine Frage: Kann eine Avro in irgendeiner Config "fuel dump"? Und warum wäre er dann die Runde und nicht das kurze Stück zum Flughafen geflogen? Der Artikel ist ein Paradebeispiel für die Qualität von heutigen "Journalisten". Völlig hanebüchener Unsinn - sowohl aus technischer Sicht als auch der Tatsache, dass Sprit höchstens kurz nach dem Start abgelassen wird (was ein RJ nicht kann und auch nicht braucht),
alxms Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Dieses Schweizer Blatt behauptet, der Pilot wäre die Runde geflogen, um Treibstoff abzulassen: http://www.20min.ch/panorama/news/story/26423720 Meine Frage: Kann eine Avro in irgendeiner Config "fuel dump"? Und warum wäre er dann die Runde und nicht das kurze Stück zum Flughafen geflogen? Das kann nur völliger Schwachsinn sein, sorry.
Florian Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Achja, die klassischen Spekulationen der Medien. RTL Luftfahrtexperte und "Urlaubsretter" Ralf Benkö hat gestern auch wieder fleißig seinen Senf abgegeben. Ich bin mal gespannt, was die Auswertung des Stimmrekorders ergibt.
sukram Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Flugbegleiterin berichtet von technischen Problemen ... "Das wenige, was sie sagen konnte, war, dass die Lichter 40, 50 Sekunden vor dem Absturz zu flackern begannen und ausgingen", ... Hat die Avro eine Ram Air?
DE757 Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Nein. Soweit ich weiß haben sie das nicht. Edit: Galileo macht bei der Journalismusmisere mit und vergleicht den Piloten mit Sullenburger, da er durch das Fuel dumpen eine Explosion verhindert habe wodurch 5 Menschen überlebten.
triumph61 Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 Das soll sich um den Funkverkehr handeln. Leider auf Spanisch http://globoesporte.globo.com/sc/futebol/times/chapecoense/noticia/2016/11/novo-audio-mostra-piloto-do-aviao-da-chapecoense-insistindo-para-pousar.html http://globoesporte.globo.com/sc/futebol/times/chapecoense/noticia/2016/11/filmagem-de-helicoptero-mostra-que-aviao-da-chape-colidiu-antes-da-queda.html
sukram Geschrieben 30. November 2016 Melden Geschrieben 30. November 2016 "Treibstoff-Notfall", sagt der Pilot der verunglückten Maschine laut des Mitschnitts, der vom Sender "W Radio" veröffentlicht wurde. Da der Pilot zunächst aber keinen Notfall angibt, wird erst einem anderen Flugzeug die Landeerlaubnis gegeben. Dann meldet sich der Pilot des Charterfliegers der in Bolivien gemeldeten Gesellschaft Lamia wieder: "Wir brauchen Priorität bei der Landung, uns wird ein Treibstoffproblem angezeigt." Dann werden die Meldungen immer verzweifelter, das Flugzeug verliert zwölf Kilometer vor dem Flughafen an Höhe: "Vectores, Vectores, Señorita", ruft der Pilot der Frau im Tower zu. Da scheinbar die Elektronik nicht mehr funktioniert - eine überlebende Stewardess hatte auch von ausgefallenem Licht berichtet - bitte er dringend um eine Navigation Richtung Landepiste. Dann bricht der Kontakt ab, eine Stimme sagt: "Keine Antwort mehr." http://www.spiegel.de/panorama/kolumbien-treibstoffproblem-wahrscheinlich-hauptursache-fuer-flugzeugabsturz-a-1123866.html Nicht zu fassen. Aber Linie mit dem gemeinen Volk wollten die Herrschaften ja nicht fliegen... NS: Es muss doch auch in so einer Kiste irgendeine Notversorgung für's Nötigste geben? Edit: Funk ging ja noch...
Windyfan Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Mal eine hypothetische Frage: Hätte bei der Avro im Notfall-Endanflug mit geringem Leistungsbedarf Sprit gespart werden können, wenn man die beiden äußeren TW abgeschaltet hätte? Das Windmilling braucht natürlich Leistung, die verbleibenden 2 TW müssen dann höhere Leistung bringen, könnte das etwas für einen Notfall bringen? Vielleicht sind si da sogar in einem ökonomischen Bereich? Für den Reiseflug ganz klar ist das Quatsch, aber im Endanflug?
comeback Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Sieht leider ganz so aus als hätten die Piloten aus falsch verstandenem Stolz oder Angst vor Bestrafung/Jobverlust/ökonomischen Zwängen/etc. zu spät Mayday gefunkt. Tragisch sowas.
Waldo Pepper Geschrieben 1. Dezember 2016 Autor Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Die Piloten haben also erstmal akzeptiert, ins Holding geschickt zu werden, obwohl ihnen ihre Treibstoffsituation klar gewesen sein muß. Das ganze auch noch bei Regen und Dunkelheit. Wie groß muß der Druck gewesen sein, unter dem die standen, wenn man sein eigenes und das Leben der Passagiere so aufs Spiel setzt. Denke, daß man von der Airline noch einiges hören wird.
ilam Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Denke, daß man von der Airline noch einiges hören wird. Oder recht wenig, wenn man so an Pan Am, Helios und Lauda Air denkt...
blackbox Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Die Piloten haben also erstmal akzeptiert, ins Holding geschickt zu werden, obwohl ihnen ihre Treibstoffsituation klar gewesen sein muß. Das ganze auch noch bei Regen und Dunkelheit. Wie groß muß der Druck gewesen sein, unter dem die standen, wenn man sein eigenes und das Leben der Passagiere so aufs Spiel setzt. Denke, daß man von der Airline noch einiges hören wird. Unfälle muss man vom Anfang her denken. Warum wurde LMI2933 überhaupt dispatched ? Eine RJ-85 auf eine Reise an die Grenze ihrer Reichweite mitten in die Anden zu schicken wirft Fragen auf. Die Tankquittung in Viru-Viru möchte ich mal sehen. Selbst eine Diversion nach Bogota hätte wohl deren Minimum Reserve Fuel angebrochen. In keinem Fall wäre die Rechnung aufgegangen. Niemals hätten die Piloten in diese Situation kommen dürfen. Bei unklarer Treibstofflage (elektr. Failure) sollte man erst recht auf Nummer Sicher gehen und vorher landen. Warum sie dennoch weiterflogen und sogar ein Holding akzeptierten die spannende Frage. Kein Pilot riskiert bewusst sein Leben. Der 2. Notfall des VivaColombia A320 trug ebenfalls zu den Verzögerungen bei. Es fehlen aber immer noch zu viele Puzzlestücke.
Windyfan Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Ist der Notfall der A320 bestätigt?
Ollio Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Sieht leider ganz so aus als hätten die Piloten aus falsch verstandenem Stolz oder Angst vor Bestrafung/Jobverlust/ökonomischen Zwängen/etc. zu spät Mayday gefunkt. Tragisch sowas. Angeblich soll der Pilot ja einer der Mit-Inhaber der Fluginie sein. Spielt bei der Betrachtung der "ökonomischen Zwänge" sicherlich auch eine Rolle.
wartungsfee Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Warten wir dochmal ab, angeblich hatte die Behörde den (direkt) Flug so nicht genehmigt und laut Aussage war ja ein Fuel-Stop geplant. Ob das so nun stimmt, oder nicht, ob der Pilot sich im Flug um entschieden hat oder ob da wer Druck gemacht hat... werden wir nicht durch die Klatschpresse erfahren, sondern im Unfallbericht.
FKB Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Miteigentümer wird von Austrianwings bestätigt: https://www.austrianwings.info/2016/12/avro-jet-absturz-in-kolumbien-funkverkehr-belegt-treibstoffmangel/ "Ökonomische Zwänge" klingt mir zu gut.Geldgeilheit oder so trifft es wohl besser. Dummheit in erheblichen Dosen war auch mit im Spiel. Dummheit klingt mir zu gut. Kriminelle Energie trifft es wohl besser.
Cumulus-Nimbus Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Vielleicht sollte man mit voreiligen Urteilen oder sogar Verurteilungen warten, bis hundertprozentig sicher ist, was wie und warum genau passiert ist! Oder war jemand persönlich dabei und kennt die genauen Umstände und ist auch noch Experte in Sachen Avro fliegen!??!
Nosig Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Er muss bei der Landung mindestens 30 Flugminuten Sprit an Bord haben. Sonst muss er sich im Flug melden, wenn er diese Reserve im Flug angreift und unterschreitet. Die Situation hätte normalerweise so nie entstehen dürfen und können. Diese Strecke war mit den vorgeschriebenen Reserven im RJ85 nicht nonstop fliegbar.
EDDS Geschrieben 1. Dezember 2016 Melden Geschrieben 1. Dezember 2016 Die final reserve war wahrscheinlich schon lange vor dem holding entry angebrochen. Denn vom Einflug ins holding bis zum Verlust des Radarkontaktes waren es gerade mal 13 min. Theoretisch müssten die also schon mindestens 20 min. mit der final reserve unterwegs gewesen sein, bevor sie in das holding eingeflogen sind. Denn selbst nach Ende der letzten Reserve, laufen die Pumpen nicht von der einen auf die andere Sekunde trocken. Unglaublich...
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