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737 MAX Grounding Thread


BÄHM!

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Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb bueno vista:

Wieviele wollten wohl nach Eschede kein ICE mehr fahren? Wieviele nach AF447 keine Fuß mehr in einen Baguette-Jet setzen? Wieviele nach dem Elchtest keine A-Klasse mehr aufs Kreuz legen? Wieviele nie mehr in Madeira Bus fahren? Die Pyramiden besichtigen? EHEC-Sprossen essen? Reicht das?

Ja, wieviele denn? Hast du die entsprechenden Zahlen?

 

Sorry, statt EHEC-Sprossen würde ich lieber auf DC-10 und De Havilland Comet verweisen.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Der_Stevie:

Ja, wieviele denn? Hast du die entsprechenden Zahlen?

 

Sorry, statt EHEC-Sprossen würde ich lieber auf DC-10 und De Havilland Comet verweisen.

 

Ich bleibe trotzdem bei der Behauptung - wenn die 737 Max wieder fliegen darf und so schnell keine weiteren unfallträchtigen Schlagzeilen produziert, dann werden die Passagiere und die Medien spätestens in wenigen Jahren kaum noch über die beiden Abstürze sowie die damit verbundenen Ursachen nachdenken.

 

Ein gewisser Rest-Zweifel wird bei manchen Leuten womöglich bleiben, aber dennoch lässt sich der massenhafte Einsatz des Flugzeugtyps für die Zukunft nicht aufhalten - quasi eine erhebliche Systemrelevanz für die Fliegerei aufgrund der riesigen Anzahl von Bestellungen.

 

Allerdings würde die Sache wohl dramatisch anders aussehen, falls bald schon eine weitere 737- Katastrophe hinzukäme, oder zumindest ein schwerer Unfall/Zwischenfall aufgrund technischer Schwierigkeiten oder anderer Ungereimtheiten mit dem Bordcomputer (natürlich hoffentlich nicht!!).

 

Die "Übergangszeit" (vielleicht 2-3 Jahre ab Aufhebung des Startverbotes) wird aus meiner Sicht dafür entscheidend sein... Wenn die Zeit unfallfrei bleibt besteht eine gute Chance, die 737 Max doch noch zur Normalität für nehezu Jedermann werden zu lassen - den aktuell weit verbreiteten Vorbehalten und Ängsten zum Trotz...

 

Ansonsten spricht bald vermutlich kaum noch jemand über die beiden Abstürze und die Zweifel an der Sicherheit dieses Flugzeugtyps...

Geschrieben

ntv berichtet jetzt darüber, dass 10 Luftfahrtbehörden aus aller Welt die Nachbesserungen von Boeing 3 Monate lang überprüfen werden.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zehn-Luftfahrtbehoerden-testen-Boeing-Update-article20979602.html

Die Prüfungen sollen allerdings unter der Regie der FAA in USA stattfinden. Für mich ein geschickter Schachzug der Amerikaner, die diese Art der Krisenbewältigung perfekt beherrschen. Man lädt ausländische Mitarbeiter ein, hofiert diese über Monate mit allem was möglich ist und anschließend werden alle berichten, die Nachbesserungen sind ok. Ich weiß, dass ist eine böse Anschuldigung von mir, ich bin aber persönlich davon überzeugt, dass es so oder ähnlich ablaufen wird.

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Hubi206:

Man lädt ausländische Mitarbeiter ein, hofiert diese über Monate mit allem was möglich ist und anschließend werden alle berichten, die Nachbesserungen sind ok.

 

Es macht ja erstmal Sinn, wenn Behörden gewisse Erkenntnisse teilen und teils auch gemeinsam beraten.

 

Ganz so einfach dürfte es diesmal aber nicht ablaufen, dass man die Behörden mal eben "einwickeln" kann. Zumindest für die EASA und auch für die chinesische Luftfahrtbehörde glaube ich persönlich absolut nicht daran. Dafür gibt es einerseits zu viel politischen Druck zur Unabhängigkeit (inkl diverse andersgelagerte Spannungen mit den Amis) und zum anderen wird auch die Presse mit Argusaugen hinschauen und das Thema ruckzuck nach oben spielen...

Geschrieben

Für die FAA ist dass aber Win-Win-Win-Win(or later lose all) Situation.

 

- Kommt gemeinsam zum OK ( ob gekauf oder überzeugt ist vollkommen egal) und es passiert was , kann keiner mit dem Finger auf die FAA zeigen.

 

- kommt man nur mit großen zusätzlichen Förderungen zum gemeinsamen OK , kann die FAA , mit den Finger ,auf die anderen zeigen.

 

- finden die anderen noch große Fehler die , die FAA übersehen hat, oder übersehen wollte, ist dass natürlichen ein Beleg für die Funktion diese Gremiums. Und damit ein Erfolg für die FAA

 

-Kommt zu keinem gemeinsam OK , ist das "natürlich" politisch motiviert. Und die FAA kann trotzdem ihr OK geben. Passiert dann doch was ,( und dabei ist es fast egal ob Mensch oder Maschine versagt) werden alle auf die FAA zeigen.

 

Ich glaube Punkt 4 findet nicht statt.

Geschrieben

Hier der Artikel der New York Times von gestern:

www.nytimes.com/2019/04/20/business/boeing-dreamliner-production-problems.html?action=click&module=Top Stories&pgtype=Homepage

Da graust es einen schon wenn man das liest. Vor einigen Jahren gab es auch ähnliche Probleme bei der Produktion der 737NG,

die wurden auch durch ehemalige Mitarbeiter aufgedeckt!

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb ZuGast:

kommt man nur mit großen zusätzlichen Förderungen zum gemeinsamen OK , kann die FAA , mit den Finger ,auf die anderen zeigen.

 

Ich glaube nicht, dass die FAA in der Position ist, mit dem Finger auf andere zu zeigen - das ist immerhin eine der wichtigsten und größten Luftfahrtbehörden - und primär sind sie für ihr Heimatland verantwortlich. So gesehen muss die FAA die Zertifizierung rechtlich gesehen komplett eigenverantwortlich entscheiden.

 

Aber ich gebe dir Recht, dass es gemessen an der Komplexität und Tragweite durchaus Sinn zu machen scheint, wenn die Behörden aus verschiedenen Ländern miteinander kommunizieren und die Informationen austauschen. Über die Freigabe entscheiden und die nationale Verantwortung tragen muss dann aber am Ende jeder selbst.

Geschrieben

Es gab in der Geschichte der 737 ja bereits mehrere Unglücke, teilweise mit Todesfolgen, die ebenfalls technische Änderungen zur Folge hatten. 

 

Einmal gab es den Fall wo der 737 aufgrund von Strukturschwäche das Dach weggeflogen ist. 

 

Dann gab es zur Anfangszeit der Classic Reihe Probleme mit Vibrationen der Triebwerke was gepaart mit den anfangs schlecht ablesbaren Triebwerksanzeigen im Cockpit auch mal zu einem Absturz geführt hat, weil die Piloten soweit ich weiß das falsche, also intakte Triebwerk abgeschaltet und entsprechend mehr Leistung auf das eh schon scheppernde Triebwerk gegeben haben. 

 

Als drittes fällt mir noch eine Sache ein, die unter bestimmten Umständen dafür gesorgt hat, dass sich die Steuerbefehle für das Seitenruder umgekehrt haben. 

 

Trotz alle dem hat sich die 737 zu Boeings Verkaufsschlager entwickelt und ich denke wenn das Software-Update für die MAX jetzt vernünftig ist, wird sich auch dieser Typ prächtig verkaufen. 

 

Geschrieben

Ohne jetzt die Fanboy Diskussion los treten zu wollen, aber gab es , abgesehen von dem  extra peinlichen  und leider missglückten low pass bei einer Flugshow , ähnliche Probleme in der Geschichte vom A320?

Geschrieben
3 hours ago, ZuGast said:

abgesehen von dem  extra peinlichen  und leider missglückten low pass bei einer Flugshow

 

und vor allem völlig unnötigem....

 

Damals gab es aber keine Handys und keine social Media und China war ein tiefschlafender unbedeutender "Kommunismus"-A*loch-Riese...

 

Solange es den eigenen Belangen dient, ist das neue Getue mit Facebook, Instagram und Co. ja alles immer sehr willkommen, aber wehe es dreht sich mal ins Gegenteil: Dann ist das alles schnell vergessen. Einige die bis vor Kurzem Trumps Toupethaare gezählt und nach Farbe sortiert haben, krakelen jetzt, dass Boeing to big to fail sei und sie volles Vertrauen in das Software-Update von Boeing und die Aufsicht der FAA haben? Interessant.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb ZuGast:

Ohne jetzt die Fanboy Diskussion los treten zu wollen, aber gab es , abgesehen von dem  extra peinlichen  und leider missglückten low pass bei einer Flugshow , ähnliche Probleme in der Geschichte vom A320?

 

Nicht direkt. Aber bei Indian 605 kamen die Piloten mit dem Fly-by-Wire nicht klar, bei Air Inter 148 hat das Design den Pilotenfehler begünstigt.

 

Man muss da aber ganz klar sagen: Airbus konnte beim A320 aus den Fehlern der anderen lernen, quasi standing on the shoulders of giants.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb Hubi206:

ntv berichtet jetzt darüber, dass 10 Luftfahrtbehörden ...

 

Schrieb ich Samstag bereits. Hier wird wohl lieber geschrieben als gelesen.

vor 12 Stunden schrieb VS007:

... Man muss da aber ganz klar sagen: Airbus konnte beim A320 aus den Fehlern der anderen lernen, ...

 

Und hat trotzdem so ziemlich alles an Avionik neu entwickelt, ein Meilenstein. Gehört aber hier nicht hin.

Geschrieben

Derweil hat AV-Simon nicht geruht und tief in der Max-Dokumentation gewühlt. Die Beschreibung der beiden Cutouts ist nicht konsistent. Beide Schalter sind im Normalfall so ausgelegt, dass sich MCAS nach Cutout nicht von allein wieder aktivieren kann. Ich habe aber noch nicht verstanden was der Unterschied der beiden Schalter ist und ob man beide betätigen muss.

 

http://avherald.com/h?article=4c534c4a/0045&opt=0 (Apr 19th 2019)

 

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb white wings:

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/naechste-krise-bei-boeing-massive-maengel-bei-dreamliner-produktion-61382286.bild.html

 

Das wirft kein gutes Bild auf Boeing. Natürlich ist da vieles an den Haaren herbeigezogen, aber ein Körnchen Wahrheit ist immer dabei. 

Und das betrifft generell alle Flugzeug Typen von Boeing. Der Imageschaden ist durch solche Artikel enorm. 

 

Das spezielle Thema scheint jedoch nicht ganz neu zu sein. Qatar soll bereits 2014 verlangt haben, dass deren bestellte B787 aufgrund von wiederholten Beanstandungen nicht in Charleston gebaut werden dürfen. In den letzten paar Jahre scheint sich die Presse jedoch nicht wirklich für das Thema interessiert zu haben.

 

 

https://www.n-tv.de/20980478

 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb bueno vista:

Ich habe aber noch nicht verstanden was der Unterschied der beiden Schalter ist und ob man beide betätigen muss.

Die beiden Cutout Switche (S272 und S149) sind in Reihe geschaltet und unterbrechen den Steuerstrom für die elektrische Trimmung.
Dieser Steuerstrom schaltet auch erst über das Relay R64 die Stromversorgung zum Trimmotor durch.
Wird also auch nur einer der beiden Cutout Switche in Cutout gelegt tut sich elektrisch beim Trim nichts mehr.
l5zjflew.jpg

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Waldo Pepper:

Die jetzigen Anschuldigungen bezgl. der Dreamliner-Produktion werden dem Image der 737 MAX enorm schaden. Das allgemeine Vertrauen in Boeing-Produkte schwindet.

 

Gut tut es ihnen definitiv nicht, auch wenn die angeblichen Dreamliner-Mängel technisch gesehen ein ganz separates Thema sind.

 

Allerdings muss man schon fragen, warum die Anschuldigungen genau jetzt hoch gespielt werden, obwohl die Hinweise bereits seit Jahren vorhanden zu sein scheinen und zumindest in Teilen offenbar auch öffentlich bekannt gewesen sein müssen...

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb Tschentelmän:

Allerdings muss man schon fragen, warum die Anschuldigungen genau jetzt hoch gespielt werden

 

So funktioniert Journalismus häufig. Eine einzelne "Bei Boeing wird geschlampt" Story für sich ist relativ uninteressant und wird klein oder gar nicht gedruckt. Nach der MAX-Geschichte wird das nach dem Motto "es ist alles noch viel Schlimmer" deutlich interessanter und es wird oft ähnliches wieder ausgegraben und weiter recherchiert. Für sich muss das nicht unbedingt schlechter Journalismus sein, aus gegebenem Anlass genauer hinzuschauen ist ja nicht falsch. Man darf es nur nicht übertreiben (Ich denke da an das Wulffsche Bobbycar).

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb ilam:

 

So funktioniert Journalismus häufig. Eine einzelne "Bei Boeing wird geschlampt" Story für sich ist relativ uninteressant und wird klein oder gar nicht gedruckt. Nach der MAX-Geschichte wird das nach dem Motto "es ist alles noch viel Schlimmer" deutlich interessanter und es wird oft ähnliches wieder ausgegraben und weiter recherchiert. Für sich muss das nicht unbedingt schlechter Journalismus sein, aus gegebenem Anlass genauer hinzuschauen ist ja nicht falsch. Man darf es nur nicht übertreiben (Ich denke da an das Wulffsche Bobbycar).

 

Da hast du Recht. Die Tatsache, dass grundsätzlich über angebliche Missstände berichtet wird, ist nicht das Problem - genauso wenig wie genaues hinschauen und das Aufdecken weiterer belastender Indizien. Sollte etwas dran sein, wäre dies tatsächlich pures Gift für das Boeing-Image...

 

Wenn man jedoch ließt, dass bspw Qatar Airways bereits vor ca. 5 Jahren seine Konsequenzen beim Dreamliner gezogen haben soll, dann wirft das einerseits doppelt schlechtes Licht auf Boeing (Motto = die haben es offenbar noch immer nicht im Griff) - andererseits eben eine offensichtlich uralte Basis-Story frisch aufgekocht und Boeing damit eine volle Breitseite verpasst... 

 

Aber was soll's - bin trotzdem gespannt ob und wie Boeing die neue Sache entkräften oder erklären kann...

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb BobbyFan:

Die beiden Cutout Switche (S272 und S149) sind in Reihe geschaltet ...

 

Danke - aber warum braucht man dann zwei Schalter? Und worin liegt der Unterschied welchen ich nutze?

vor 2 Stunden schrieb wartungsfee:

... Die kommen mit ihrer Story und hoffen auf etwas Cash. Die Wahrheit liegt in der Mitte ...

 

Es sind einfach zu viele Sachen die da zusammen kommen, die daran zweifeln lassen, in welche (falsche) Richtung sich Boeings Firmenkultur entwickelt hat. Vergessene Werkzeuge, Späne, unglaublich schlampiges Sicherheitsdesign und das nicht als Einzelfälle und über Baureihen hinweg, werfen kein gutes Licht auf den Konzern und auch nicht auf die staatlichen Kontrollinstanzen, die auch die Produktionsabläufe auditieren.

 

Boeing und die FAA haben das Fliegen über Jahrzehnte sicherer gemacht, das muss man anerkennen. Man scheint der guten Tradition aber nicht mehr konsequent zu folgen.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb bueno vista:

Danke - aber warum braucht man dann zwei Schalter? Und worin liegt der Unterschied welchen ich nutze?

Genutzt werden nach Procedure immer beide. Wenn sie benutzt werden, dann ist man ja eigentlich schon in einem Ausnahmefall und durch die Reihenschaltung stellt man sicher, dass der Strom auf jeden Fall unterbrochen wird (Redundance).

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb BobbyFan:

Genutzt werden nach Procedure immer beide. Wenn sie benutzt werden, dann ist man ja eigentlich schon in einem Ausnahmefall und durch die Reihenschaltung stellt man sicher, dass der Strom auf jeden Fall unterbrochen wird (Redundance).

Das erscheint mir eine Technik vom Mittelalter. Ich will den Stromkreislauf unterbrechen. Nachdem ich das gemacht habe, unterbreche ich nochmals, damit ich ganz sicher bin?!?!?!

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