Der_Stevie Geschrieben 13. April 2019 Melden Geschrieben 13. April 2019 Auch wenn die Quelle hier anscheinend verpönt ist, die Info habe ich in diesem Thread nicht gesehen. https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/boeing-737-max-absolviert-testprogramm-mit-neuer-software-a-1262518.html
bueno vista Geschrieben 14. April 2019 Melden Geschrieben 14. April 2019 In diesem Artikel kann man schön zwischen den Zeilen lesen, wie umfänglich "die Branche" das Thema betrachtet. https://www.aero.de/news-31452/FAA-spricht-mit-Airlines-ueber-Wiederzulassung.html
Tschentelmän Geschrieben 14. April 2019 Melden Geschrieben 14. April 2019 Man kann aus dem Bericht sehr deutlich herauslesen, dass alle Beteiligten stark verunsichert sind, dass absolut keine voreilige Entscheidung getroffen wird - und dass das Vertrauen in Boeing und das 737 Max-Programm allerseits erschüttert sein dürfte. Selbst wenn Boeing nun durchweg positive Testergebnisse der Software-Updates präsentiert, könnte es bis zur endgültigen Freigabe dennoch etwas länger dauern.
ZuGast Geschrieben 14. April 2019 Melden Geschrieben 14. April 2019 Zumindest AA wird seine Max (fast) den ganzen Sommer nicht mehr bewegen. https://de.euronews.com/2019/04/14/american-airlines-boeing-737-max-bleiben-bis-zum-19-august-am-boden Also genauer: mindestens bis zum 19.08. will man auf der Max verzichten.
ilam Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 10 Stunden schrieb ZuGast: Also genauer: mindestens bis zum 19.08. will man auf der Max verzichten. Wenn man die Produktion (inkl. der leichten Drosselung) hochrechnet kommt man bis zu diesem Datum auf über 200 "auf Halde" produzierten Maschinen. Pro Stück 121 Mio US-$ Listenpreis, wenn man von 75 Mio $ Verkaufspreis ausgeht, sind das eben mal über 15 MRD $, die fehlen...
EDDS Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 Das Datum welches American genannt hat, hat ja erstmal nichts mit dem Zeitplan von Boeing bzw. der Wiederzulassung zu tun. Man braucht als Airline einfach einen gewissen Planungshorizont, da man sich nicht von heute auf morgen Ersatz beschaffen kann. TUIfly hat ja auch schon für den gesamten Sommerflugplan den Just Us Subcharter festgemacht.
ilam Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 Schon klar, nur ohne Hintergrundinfos wird American nicht entsprechend planen. Zudem wird Boeing die Maschinen nach Grounding-Ende kaum innerhalb weniger Tage ausliefern können, so dass dann nicht auf einen Schlag die Einnahmen wieder da sind. Es ging mir nur um eine Hausnummer, was direkt in der Kasse fehlt (ja, zu einem großen Teil nicht bei Boeing sondern bei Zulieferern, die erst nach Auslieferung bezahlt werden).
Gast Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 Donald hat eine Idee: http://www.airliners.de/naechster-us-carrier-737-max-august-boden/49713
medion Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 9 hours ago, ilam said: Es ging mir nur um eine Hausnummer, was direkt in der Kasse fehlt (ja, zu einem großen Teil nicht bei Boeing sondern bei Zulieferern, die erst nach Auslieferung bezahlt werden). Die Problematik der Zulieferer kam ja bisher hier kaum vor, selbst wenn es ein an den Problemen in keinster Weise beteiligter ist, der wird es dann nicht lange aushalten, weil Boeing nicht zahlt (reine Vermutung!!!), dann gibt es die nächste Herausforderung. Rein "vernünftig" betrachtet, ist die 737MAX tot. Aus wirtschaftlichen, national/territorialen und meinetwegen noch wettbewerblichen Gründen wird irgendwie eine nachträgliche Lösung gesucht.
medion Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 12 minutes ago, wartungsfee said: Man brauch sich keiner Illusion hingeben, [...] Airbus wird dann einen wesentlich stärkeren Gegner haben. Aha. Derweil schlägt z. B. Southwest Purzelbäume vor Freude, lässt die kalifornische Wüste auf eigene Kosten planieren als Abstellflächen für die nächste Hundertschaft (zum Glück sind ja Überführungsflüge erlaubt) und überweist fröhlich weiter die Abschlagszahlungen an Boeing? Es scheint, als brächten komische Flugzeuge interessante Leute auf komische Ideen....
ZuGast Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 13 Minuten schrieb wartungsfee: Airbus wird dann einen wesentlich stärkeren Gegner haben. Oder, je nach Dauer des Groundings 2 Gegner , je ein in in Ost und West. Dauert es wirklich sehr lange , möglicherweise sogar 3! Ein in West, einer in Ost und einer ganz im Osten. Dann würden die Karten neu gemischt.
Tschentelmän Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 52 Minuten schrieb wartungsfee: Ich persönlich glaube, das Desaster wird Boeing nachhaltig verändern. Airbus wird dann einen wesentlich stärkeren Gegner haben. Das Desaster wird (oder zumindest "sollte") die gesamte Luftfahrtbranche nachhaltig verändern, vor allem das Verhältnis zwischen der Flugzeugindustrie und den Luftfahrtbehörden - genauso wie auch der Umgang mit komplexen Steuerungssystemen. Der Wettbewerb zwischen den Giganten wird unvermindert weitergehen, wobei Boeing finanziell erstmal einige Blessuren davontragen wird - wenn auch vermutlich nicht lebensbedrohlich. Weder Airbus noch Boeing werden hiervon längerfristig und nachhaltig profitieren oder geschädigt werden - davon bin ich überzeugt... Sie sind schließlich dazu verdammt, immer effizientere und bessere Flugzeuge zu bauen und ihre Marktanteile zu halten oder auszubauen. Man wird das Thema Sicherheit jedoch (hoffentlich) stärker im Fokus haben. Einziger "Profiteur" ist hoffentlich der Passagier, der sich nicht in ein übereilt entwickeltes Flugzeuge setzen muss...
ilam Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 2 Stunden schrieb medion: Die Problematik der Zulieferer kam ja bisher hier kaum vor, selbst wenn es ein an den Problemen in keinster Weise beteiligter ist, der wird es dann nicht lange aushalten, weil Boeing nicht zahlt (reine Vermutung!!!), dann gibt es die nächste Herausforderung. Solche Fälle gab es ja (in kleinerer Dimension) schon öfter, sei es beim 787-Grounding, bei der A380-Verzögerung oder auch bei der A400M. Das wird immer recht still gehandhabt. Den Flugzeugherstellern ist klar, dass ein spezialisierter Zulieferer sowas oft nicht lange durchhält und selbst ein Riesenproblem, wenn der Zulieferer in der Zwischenzeit pleite geht, denn bis ein anderer Zulieferer einspringen und entsprechend zertifizierte Teile liefern kann, dauert es mindestens etliche Monate. Daher fließt in solchen Phasen oft trotzdem Geld um den Zulieferer am Leben zu erhalten, nur wird das nicht an die große Glocke gehängt...
ilam Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 12 Minuten schrieb Tschentelmän: Der Wettbewerb zwischen den Giganten wird unvermindert weitergehen, wobei Boeing finanziell erstmal einige Blessuren davontragen wird - wenn auch vermutlich nicht lebensbedrohlich. Theoretisch halte ich die aktuelle Situation für lebensbedrohlich. Die Maschine, die das wirtschaftliche Rückgrad von Boeing ist, bringt derzeit keinerlei Einnahmen und verursacht nur Kosten. Da ist die Frage nur, wie lange Boeing das durchhalten kann. Praktisch ist Boeing aber "systemrelevant" und somit eine Firma, die die US-Regierung um jeden Preis retten würde, so dass man sich dort gar keine Sorgen machen muss.
bueno vista Geschrieben 15. April 2019 Melden Geschrieben 15. April 2019 vor 2 Stunden schrieb medion: Es scheint, als brächten komische Flugzeuge interessante Leute auf komische Ideen.... Es ist keine komische Idee davon zu sprechen, dass Boeing genau so "systemrelevant" wie damals die Banken ist. Man wird seinen größten Rüstungsausstatter nicht in die Binsen gehen lassen.
Windyfan Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 Ich denke die Umbenennung wäre keine gute Idee, der wäre gleich verbrannt und so etwas bleibt viel fester in den Paxköpfen verankert als der alte Name, der sich ja nur durch drei Buchstaben von der erfolgreichsten Flugzeugserie überhaupt unterscheidet. Max wird sich im Laufe der Zeit eher verwischen.
ilam Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 vor 8 Stunden schrieb wartungsfee: Und ob man weiter Abschlag zahlt, weiß ich nicht. Könnte da nur laienhaft Vergleich ziehen, wenn der hausbankfinanzierte VW durch einen ungelösten Defekt (Garantie) in der Werkstatt steht, muss ich erstmal weiterhin die Rate begleichen. Nur zahlst Du keinen Cent, bis Dein vorbestellter und nach Wunsch konfigurierter VW an Dich übergeben wurde... Beim Flugzeug mag es Abschläge geben, allerdings gleichzeitig auch Strafzahlungen für Verzögerungen. Da sieht es für Deinen Autobauer, dessen Kiste nach Übergabe nicht will, deutlich entspannter aus...
Tschentelmän Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 vor 3 Minuten schrieb ilam: Beim Flugzeug mag es Abschläge geben, allerdings gleichzeitig auch Strafzahlungen für Verzögerungen. Abschläge dürfte es in "normalen" Situationen geben - im Detail auch abhängig von der Vertragsgestaltung. Ich halte es dabei für möglich, dass Jahrzehnte lange Großkunden generell in einer besseren Verhandlungsposition sind - das gilt nicht nur für Boeing sondern auch für Airbus. In der jetzigen Situation glaube ich nicht, dass Abschläge von den 737 Max-Bestellern an Boeing fließen. Das ist schließlich eine völlig ungeplante Ausnahmesituation - und niemand weiß genau, wann und unter welchen Bedingungen das Flugverbot aufgehoben wird - hier hat keiner etwas zu verschenken - die Umstände erfordern bereits diverse teure Maßnahmen für die Airlines. Noch dazu dürften betroffene Gesellschaften wie z.B. Southwest, American oder TUI schon längst ihre internen und externen Anwälte aktiviert haben, um die rechtliche Situation zu Abschlagszahlungen bewerten zu lassen - da bin ich mir sicher, dass dazu geraten wurde, erstmal nicht weiter Abschläge zu bezahlen.
ilam Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 Komplizierter wird es bei den Triebwerken. Die werden ja häufig von den Airlines direkt bei den Triebwerkherstellern gekauft, sind also nie im Eigentum von Boeing. Bei der 787 wurden dann ja Gewichte unter die Tragflächen gehängt...
Tschentelmän Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 vor 25 Minuten schrieb ilam: Komplizierter wird es bei den Triebwerken. Die werden ja häufig von den Airlines direkt bei den Triebwerkherstellern gekauft, sind also nie im Eigentum von Boeing. Bei der 787 wurden dann ja Gewichte unter die Tragflächen gehängt... Vielleicht werden dabei Abschlagszahlungen an die Triebwerkhersteller fällig. Die daraus entstehenden finanziellen Nachteile könnten von den Airlines womöglich später als Schadenersatz gegenüber Boeing geltend gemacht werden. Dort liegt schließlich immer noch die Gesamtverantwortung für das komplette Flugzeug...
ilam Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 Sagen wir es mal so: Die Juristen in Seattle und an den Sitzen der Airlines haben schon die $$$-Zeichen in den Augen, für die lohnt es sich definitiv.
Jeremy Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 https://airlinerwatch.com/legal-document-reveals-the-737-max-8-is-not-suitable-for-hot-and-high-airports/ Habe ich diese Problematik hier überlesen?
ZuGast Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 Ja https://forum.airliners.de/topic/56366-737-max-grounding-thread/page/28/?tab=comments#comment-821418
medion Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 20 hours ago, ilam said: Praktisch ist Boeing aber "systemrelevant" und somit eine Firma, die die US-Regierung um jeden Preis retten würde, so dass man sich dort gar keine Sorgen machen muss. Die Rüstungssparte wäre schnell unter irgendeinem Sondergesetz ausgegliedert, wir sind ja dort nicht in der EU. Systemrelevant ist relativ relevant, das entscheiden immer nur wenige und das meist auch noch spontan und dann geht es ganz schnell. Damals waren offensichtlich nicht alle relevanten Banken auch systemrelevant... 18 hours ago, wartungsfee said: Dein Teilzitat reißt mein Text aber aus dem Zusammenhang und vermittelt eine unzutreffende , falsche Botschaft. Von Southwest habe ich ja garnicht geschrieben, daher ist dein Beispiel ungeeignet. muss ich erstmal weiterhin die Rate begleichen. Boeing ist mit Airbus nunmal Monopolist in dieser Klasse. Ich wollte lediglich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen, dass Boeing irgendwie gerade gestärkt aus irgendetwas hervorgeht? (Southwest als Großkunde und offensichtlich unzutreffendes Beispiel hat also doch kein Interesse an den "Gott sei Dank" erlaubten Transferflügen?) Zum Autokauf mit Mängeln am selbigen und zur weiteren automatischen Zahlungspficht zur Zahlung der Raten anrate ich dir hiermit fachkundanwaltlichen Ratschlag einzuholen, das könnte in Zukunft (dein) Geld einsparen. Inwieweit zwei multinationale Konzerne ein Monopol bilden können, darüber muss ich noch nachdenken....
ilam Geschrieben 16. April 2019 Melden Geschrieben 16. April 2019 vor 2 Stunden schrieb medion: Die Rüstungssparte wäre schnell unter irgendeinem Sondergesetz ausgegliedert, wir sind ja dort nicht in der EU. Systemrelevant ist relativ relevant, das entscheiden immer nur wenige und das meist auch noch spontan und dann geht es ganz schnell. Damals waren offensichtlich nicht alle relevanten Banken auch systemrelevant... Ich meinte auch nicht nur Rüstung und Raumfahrt. McDonnell Douglas durfte "weg", weil es Boeing gab. Pan Am durfte weg, weil es genügend andere US-Airlines gab. Wenn Boeing weg ist, verabschieden sich die USA defacto vom Weltmarkt der Verkehrsflugzeuge und das wird die US-Regierung nicht zulassen. Dies hat auch nichts mit Trumps "America First" zu tun, ein Präsident der Demokraten würde genauso handeln.
Empfohlene Beiträge
Archiviert
Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.