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Geschrieben

So sieht's nämlich aus. Die Frage ist somit eher: was für eine Rendite erwarten die sich von einem Investment wie Condor und wann ist dies erreicht. Vorher müsste ein gänzlich neuer Investor überdurchschnittlich viel aufbringen - warum sollte das also aktuell jemand tun? Klar kann man sich aktuell mal umschauen und dies auch kommunizieren. Den Handlungsdruck sehe ich nur als deutlich geringer an, als es hier mitunter dargestellt wird.

Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb groffel:

Letztlich liegt hier aber auch der deutlichste Hinweis darauf, dass Attestor an einer Insolvenz kein Interesse haben dürfte.

 

Wenn man so ein bisschen recherchiert, wer bei Attestor so als Geldgeber beteiligt ist, stellt dies das Condor Investment auch nochmal in ein ganz anderes Licht.

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb AeroSpott:

 

Wenn man so ein bisschen recherchiert, wer bei Attestor so als Geldgeber beteiligt ist, stellt dies das Condor Investment auch nochmal in ein ganz anderes Licht.

 

Könntest du das ggf. etwas ausführen? Zumindest ich finde nicht sonderlich viele Hinweise auf die Geldgeber von Attestor, daher wäre das spannend zu wissen.

Geschrieben

Vor Steuern ‌und Zinsen konnte Condor ihr Betriebsergebnis im vergangenen Geschäftsjahr bei 2,35 Milliarden Euro Umsatz auf 151 Millionen Euro ausbauen. Mit einer auf 70 Flugzeuge gewachsenen Flotte steigerte sich die Fluggesellschaft um 13 Prozent auf 9,6 Millionen Fluggäste.

© aero.de | Abb.: Condor | 24.07.2026 13:07

 

Wenn diese Zahlen die heute bei Aero nachzulesen sind stimmen, dürfte Condor weit von einer Insolvenz entfernt sein. Selbst nach Steuern und Zinsen bleibt da noch ein sehr ordentliches Ergebnis und 13% mehr Fluggäste ist für den deutschen Markt auch nicht wirklich schlecht.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb schneekiller:

Vor Steuern ‌und Zinsen konnte Condor ihr Betriebsergebnis im vergangenen Geschäftsjahr bei 2,35 Milliarden Euro Umsatz auf 151 Millionen Euro ausbauen. Mit einer auf 70 Flugzeuge gewachsenen Flotte steigerte sich die Fluggesellschaft um 13 Prozent auf 9,6 Millionen Fluggäste.

© aero.de | Abb.: Condor | 24.07.2026 13:07

 

Wenn diese Zahlen die heute bei Aero nachzulesen sind stimmen, dürfte Condor weit von einer Insolvenz entfernt sein. Selbst nach Steuern und Zinsen bleibt da noch ein sehr ordentliches Ergebnis und 13% mehr Fluggäste ist für den deutschen Markt auch nicht wirklich schlecht.

Eben nicht. Nach Steuern und Zinsen hat man ein negatives Ergebnis eingefahren. 

Das hat unter anderem zur Ursache, dass man auf IFRS16 Bilanzierung umgestellt hat, wodurch die Abschreibung der Flugzeuge zwar im EBIT enthalten ist, der Zinsaufwand der Leasingraten aber nicht, soweit ich es verstanden habe?

Ich habe aber auch verstanden, dass man wohl eine nicht lineare Abschreibungsmethode gewählt hat, wodurch gerade in den ersten Jahren nach flotten Modernisierung deutlich höhere Werte verbucht werden müssen. 

Dazu kommen dann noch diverse Zinsen, unter anderem auch jene an Attestor. Diese werden in Zukunft dann noch höher ausfallen, wenn Attestor nun 100% der Anteile besitzt. Und diese beeinträchtigen am Ende des Tages auch den Cashflow nicht.

Fakt ist: aus dem Geschäftsbericht lässt sich die Finanzlage nicht klar herauslesen. Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist durch die Umstellung des Bilanzierungsverfahrens nicht gegeben.

Die operativen Zahlen sind aber durchaus sehr stark.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb FlyingSickbag:

Die Gewerkschaft UFO berichtet nach einem Treffen mit der GF von „schlechten Zahlen“ und das Condor „auch dieses Jahr Geld verbrennen wird“.

 

Auf der andere Seite soll weiteres Wachstum bei Condor anstehen.

 

https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2752-gemeinsam-und-nicht-gegeneinander.html

Na klar die GF wird sich auch nicht hinstellen und Geld in Verhandlungen verschenken 😂

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb Faktencheck:

 

Könntest du das ggf. etwas ausführen? Zumindest ich finde nicht sonderlich viele Hinweise auf die Geldgeber von Attestor, daher wäre das spannend zu wissen.

U.a. soll die Familie eines italienischen Autobauers investiert haben. 

Bearbeitet von Der_Insider
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb cr94:

Eben nicht. Nach Steuern und Zinsen hat man ein negatives Ergebnis eingefahren. 

Das hat unter anderem zur Ursache, dass man auf IFRS16 Bilanzierung umgestellt hat, wodurch die Abschreibung der Flugzeuge zwar im EBIT enthalten ist, der Zinsaufwand der Leasingraten aber nicht, soweit ich es verstanden habe?

Ich habe aber auch verstanden, dass man wohl eine nicht lineare Abschreibungsmethode gewählt hat, wodurch gerade in den ersten Jahren nach flotten Modernisierung deutlich höhere Werte verbucht werden müssen. 

Dazu kommen dann noch diverse Zinsen, unter anderem auch jene an Attestor. Diese werden in Zukunft dann noch höher ausfallen, wenn Attestor nun 100% der Anteile besitzt. Und diese beeinträchtigen am Ende des Tages auch den Cashflow nicht.

Fakt ist: aus dem Geschäftsbericht lässt sich die Finanzlage nicht klar herauslesen. Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist durch die Umstellung des Bilanzierungsverfahrens nicht gegeben.

Die operativen Zahlen sind aber durchaus sehr stark.

 

die Bundesregierung verknüpfte beim Einstieg von Attestor die Rückzahlung von knapp 205 Mio. €,  also die sogenannte Junior Tranche, an den Unternehmenswert der Condor. Diese 205 Mio. müsste Attestor aus eigener Tasche zurückzahlen. Möchte Attestor die vollen 205 Mio. zurückzahlen? Natürlich nicht. Die genauen Rückzahlungsbedingungen sind zwar geschwärzt, aber ist ein negatives Geschäftsergebnis von Condor auf dem Papier in Attestors Interesse? Davon kann man ausgehen :-)

Und wenn man das dann bei anstehenden Tarifverhandlungen auch noch für sich nutzen kann, freut sich die Eigner/Arbeitgeber-Seite umso mehr

Geschrieben (bearbeitet)

Der große Verlierer des bisher nicht stattgefundenen Verkaufs ist der deutsche Steuerzahler. Für Attestor ist es im besten Interesse, dass Condor möglichst niedrig bewertet wird.

 

Ich empfehle den Podcast von airliners.de zu diesem Thema. David und Alex haben das bereits vor einigen Monaten so vorhergesagt. Siehe https://youtu.be/H59SZRen6Mg?si=ZoyglBEQFHNRw7Jd

Bearbeitet von leipziger17
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Minuten schrieb leipziger17:

Der große Verlierer des bisher nicht stattgefundenen Verkaufs ist der deutsche Steuerzahler. Für Attestor ist es im besten Interesse, dass Condor möglichst niedrig bewertet wird.

 

Ich empfehle den Podcast von airliners.de zu diesem Thema. David und Alex haben das bereits vor einigen Monaten so vorhergesagt. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=H59SZRen6Mg&t=3300s

Der deutsche Steuerzahler hat den Kredit zzgl. Zinsen vor der geplanten First zurückbekommen. Die deutsche Regierung kann das Geld sogar noch früher benutzen, um es für Sozialleistungen zu verbrennen. Wo bitte ist der deutsche Steuerzahler der größte Verlierer?

 

Du hast Recht, dass der deutsche Steuerzahler weltweit der größte Verlierer für die geleistete Aufwendung ist, aber das liegt sicher nicht an Condor. 

Bearbeitet von Der_Insider
Geschrieben
3 minutes ago, Der_Insider said:

Der deutsche Steuerzahler hat den Kredit zzgl. Zinsen vor der geplanten First zurückbekommen. Die deutsche Regierung kann das Geld sogar noch früher benutzen, um es für Sozialleistungen zu verbrennen. Wo bitte ist der deutsche Steuerzahler der größte Verlierer?

 

Für eine vollständige Erklärung schau dir bitte den Podcast ab ca. 25:00 an. Ich habe nicht mehr alle Details im Kopf. Der Staat hätte jedenfalls mehr Geld bekommen, sofern ein Verkauf stattgefunden hätte.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb leipziger17:

Der Staat hätte jedenfalls mehr Geld bekommen, sofern ein Verkauf stattgefunden hätte.

Das Problem hatte ich schon einmal erläutert: Bei der Vertragsgestaltung mit der KFW saßen auf der einen Seite Finanzmanager, die auch schon einen Blick für die weite Zukunft haben und auf der anderen Seite Beamte die nur im hier und jetzt handeln.

Man kann ja Attestor nicht zum Vorwurf machen, dass sie die besseren Konditionen für sich ausgehandelt haben. 

Sicher ist auf jeden Fall, dass die Chancen größer gewesen wären mehr einzunehmen ohne das Attestor Vorkaufsrecht, allerdings wäre damit auch das Risiko des Gesamtverlustes gestiegen, da ist es immer eine Frage der Abwägung.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Der_Insider:

Na klar die GF wird sich auch nicht hinstellen und Geld in Verhandlungen verschenken 😂


Hat ja niemand behauptet, war ein wertfreies Posting.

 

Ich bin generell ja bei dir, dass der AG bei solchen Veranstaltungen nicht posaunt, dass das Geld sprudelt.

 

Völlig bescheuert sich Verdi, UFO und VC aber auch nicht.

Wenn der AG also berichtet, man mache Verluste, dann wird nicht im verborgenen irgendwo der Goldtopf überlaufen oder die Millionen sprudeln wie teilweise im Gegenzug ja auch hier erzählt wird.

 

Gerade, wenn CFG ja immer ein gutes Verhältnis zu den Betriebs- und Tarifpartnern im Gegensatz zur LH pflegt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 54 Minuten schrieb exitrow:


Hat ja niemand behauptet, war ein wertfreies Posting.

 

Ich bin generell ja bei dir, dass der AG bei solchen Veranstaltungen nicht posaunt, dass das Geld sprudelt.

 

Völlig bescheuert sich Verdi, UFO und VC aber auch nicht.

Wenn der AG also berichtet, man mache Verluste, dann wird nicht im verborgenen irgendwo der Goldtopf überlaufen oder die Millionen sprudeln wie teilweise im Gegenzug ja auch hier erzählt wird.

 

Gerade, wenn CFG ja immer ein gutes Verhältnis zu den Betriebs- und Tarifpartnern im Gegensatz zur LH pflegt.

Bei 151 Mio Gewinn nach EBIT ist aber genug Gold da, den Abzug davon hat Attestor über Zinsen und Leasinggebühren eingesteckt. Und gestiegene Treibstoffkosten sind auch nicht das Risiko der Belegschaft (bei einem Ölpreis von 20$ gibt es ja auch nicht mehr Gehalt)  Muss die GF halt mit Attestor über die Finanzierungs-Konditionen verhandeln (teilweise über 20% Zinsen…), die Angestellten haben ein Anrecht auf ein Stück vom Kuchen (nach all den Entbehrungen in den letzten Jahren). Mich würde bei den Zahlen das Geplänkel der GF gar nicht interessieren.. 

Bearbeitet von Der_Insider
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Der_Insider:

Mich würde bei den Zahlen das Geplänkel der GF gar nicht interessieren

Das Geplänkel mit der GF geht nur bei Condor auch jetzt ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und schon gar nicht auf dem Rücken der Kunden wie bei anderen Fluggesellschaften.

Daher scheint das Verhältnis zwischen den Tarifparteien noch ziemlich in takt.

Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb tom aus l:

Condor will 4 x A 320 ex Spirit mieten, sollen diese Flugzeuge in der gelben Farbe von

Spirit weiter fliegen, oder malt man auf die Grundfarbe diesmal einfach weiße Ringel

drauf ?

https://www.aerotelegraph.com/airlines/condor-unter-druck-deutsche-fluglinie-verhandelt-mit-gewerkschaften-ueber/k9sne96

 

Das ist hier schon vor längerer Zeit diskutiert worden (wirkliche News gehen aber in der immer wiederkehrenden Insolvenz-Diskussion schnell mal unter).
 

Auch dass schon die ersten beiden Maschinen nach Shannon geflogen wurden, wohl zum Painten.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb C46:

Irgendwie hört sich dieser Artikel weniger optimistisch an, als die Beiträge geneigter Forumsteilnehmer...!

Das die Kabine nicht rafft warum die GF rumheult war mir klar. Es wird auch (wieder)  kein Geld verbrannt, letztes Geschäftsjahr wurden 151 Mio Euro verdient, der Rest ging an Attestor. Aber was will man von Verdi erwarten.. VC hört sich anders an.

Und die Crews sollen die neuen Flugzeuge am besten selber bezahlen .. Gähn.. 

Bearbeitet von Der_Insider
Geschrieben

Was hat die Kabine mit den -110,43 Mio. € zu tun; diese Zahlen waren schon lange bekannt?!

Und selbst wenn dieser Betrag geschlossen an die Investoren gegangen wäre (was er meines Wissens nach nicht ist), kann man ja nicht einfach behaupten, dass die Entity Condor diesen Betrag auf der hohen Kante hätte - das ist Wunschdenken!

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb C46:

Was hat die Kabine mit den -110,43 Mio. € zu tun; diese Zahlen waren schon lange bekannt?!

Und selbst wenn dieser Betrag geschlossen an die Investoren gegangen wäre (was er meines Wissens nach nicht ist), kann man ja nicht einfach behaupten, dass die Entity Condor diesen Betrag auf der hohen Kante hätte - das ist Wunschdenken!

In Zukunft muss man auch keine 22% Zinsen zahlen und ja das Geld ist über Zinsen und Leasing an Attestor Firmen genau dahin gegangen. 
 

Und ich würde sagen abwarten wie das Geschäftsjahr 26/27 wird. Da geht es dann nicht mehr darum soviel Geld wie möglich aus Condor rauszuziehen. Ist klar das man da gerne was von den Angestellten hätte… vor allem für das Wachstum. 

Bearbeitet von Der_Insider

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