Avroliner100 Geschrieben vor 18 Minuten Melden Geschrieben vor 18 Minuten (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb schneekiller: Die Thomas Cook Pauschalreisegäste wurden aber auch von keiner anderen Airline mitgenommen. Condor hatte damit in dieser Hinsicht gar nichts zu tuen und alle Gäste die vertraglich mit ihnen verbunden waren auch transportiert. Wenn ein Reiseveranstalter Insolvenz anmeldet ist ja auch nicht die Airline mit der man fliegen wollte gleich mit insolvent. Condor ist auch dort ohne Insolvenz herausgekommen. Condor war Teil des Thomas Cook Konzerns und ist auch nicht ohne Insolvenz herausgekommen. Condor war faktisch insolvent. Am 1.12.2019 wurde das Insolvenzverfahren der Condor Flugdienst GmbH am Amtsgericht Frankfurt am Main eingeleitet. Darüber gibt es keine 2 Meinungen. Quelle: https://der-betrieb.de/meldungen/insolvenzverfahren-von-condor-eroeffnet/ Es wurde lediglich keine Liquidation, sondern eine Sanierung unter Eigenverwaltung im Schutzschirm-Verfahren angeordnet. Sachverwalter war wie schon bei Air Berlin Flöther. Auch das war nur möglich, weil die Gläubiger dem zugestimmt haben. Erst ein Jahr später hat Condor den Schutzschirm wieder verlassen. Es ist richtig, dass auch andere Airlines Thomas Cook Gäste seinerzeit nicht mitgenommen haben. Dennoch wurde das Vertrauen in die Marke in dieser unsicheren Zeit massiv geschädigt. Thomas Cook hat seit den 2000ern alles daran gesetzt, die Marken Thomas Cook, Condor und Neckermann in quasi ein Erscheinungsbild zu versetzen. Das ist gelungen, war beim Kunden im Reisebüro fest verankert und hat der Condor mit dem Sunny Heart auf dem Heck in dieser Situation auch nicht gerade gut getan. Thomas Cook war die ganze Reisekette. Vom Neckermann Reisebüro um die Ecke bis hin zum Veranstalter, Flug mit Condor und Übernachtung im Sentido o.ä. Das war die globale Nummer 2 nach TUI. Das Sunny Heart bzw. der Thomas Cook Globus war direkt hinter dem TUI-Smile global vermutlich die Marke mit der höchsten Bekanntheit. Und Condor war ein großer Teil davon. Vieles ist davon mittlerweile glücklicherweise wieder in Vergessenheit geraten und das ist auch gut so für die Marke. Es ist aber nicht so, als ob es in der jüngeren Zeitgeschichte nicht eine Phase höchster Unsicherheit bei Gästen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern gegeben hätte. Dass Condor heute noch lebt, verdankt sie den absolut bemerkenswerten Leistungen ihrer damaligen Geschäftsführung. Ganz vorne dabei Ralf Teckentrup. Irgendwo gab es mal einen bemerkenswerten Artikel der ganz gut beschrieben hat, wie Teckentrup mit seinem Team damals in zahlreichen nächtlichen Aktionen versucht hat, das Unternehmen zu retten. Dass er unter extremem Stress stand, das ganze Management Team zeitweise nicht wirklich viel und noch weniger gut geschlafen hat und er selbst irgendwie nach 20 Jahren wieder mit dem Rauchen angefangen hat und auch sonst sprichwörtlich komplett „durch“ war, bis die Condor irgendwie wieder gerettet war. Leider finde ich diesen Artikel auf die schnelle nicht mehr, er war aber lesenswert und versteckt sich mittlerweile vermutlich hinter irgendeiner Paywall. Will damit sagen: Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung, der Flieger „Danke Tecke“ ist mehr als verdient. Darüber ist sich vermutlich auch die ganze Branche einig. Und selbst Casten Spohr war sicherlich in gegenseitiger Anerkennung vor der Leistung des jeweils anderen auf seiner Verabschiedungsfeier. Da war zumindest menschlich nichts von Feindschaft zu vernehmen, die hier gerne proklamiert wird. Es war aber mit Sicherheit kein Spaziergang und es ist nicht so, als ob das alles nicht haarscharf gewesen wäre oder da nichts passiert wäre. Seid froh, dass die Ringelsocke lebt. Vermutlich eine der größten Leistungen in der jüngeren deutschen Luftfahrtgeschichte und ein Gegenentwurf zur Air Berlin. Ich sehe aber keinen Anlass, hier so zu tun als hätte es diese Zeit der höchsten Unsicherheit in der jüngeren Vergangenheit nicht gegeben. Bearbeitet gerade eben von Avroliner100 1
Emanuel Franceso Geschrieben vor 9 Minuten Melden Geschrieben vor 9 Minuten vor 8 Minuten schrieb d@ni!3l: Da würde ich übrigens zustimmen. Die LHG will mit TP den "Heimatmarkt" von IB angreifen (Südamerika), dann greift IAG den deutschen Markt an. Außerdem hat Vueling als P2P Airline in Europa in Deutschland einen recht weißen Fleck, den würden DE/DI gut ergänzen. BA kann ihr LHR nicht unbegrenzt wachsen, da sind Zukäufe ja fast schon nötig. AF/KL hat bei SK den ersten Schritt gemacht, IAG "muss" quasi nachziehen, wo sich FRA mit T3 ja schon anbietet, viele andere Optionen in Europa zu wachsen (inkl. Langstrecken Drehkreuz) gibt es nicht (wobei U2 noch spannend wird). Die LHG wächst ja bereits in FCO (und ggf. bald MUC). Dazu: Die DE Expertise bei Touristik könnte Level auch gut tun, die ja irgendwie nicht wirklich "vorwärts" kommen. Flotten Synergien gibt es auch und IAG ist sonst nicht so mit Übernahmen beschäftigt, wie alle anderen (AF/KL mit SK, LHG mit AZ, einer von beiden mit TP).... Also ... DBA 2 Wenn es IAG werden sollte, dann wird Condor die Etihad Kooperation gleich wieder beenden und im Gegenzug Doha neu ins Streckennetz aufnehmen können. Vueling ist in Deutschland gar nicht mal so schwach aufgestellt. Ab Barcelona bedient man alle größeren Flughäfen (außer Frankfurt). Ansonsten ist bei Vueling zu beobachten (wie auch bei Eurowings und Transavia), dass man sich außerhalb des Heimatmarktes schwer tut. Ab den Basen in Amsterdam und Rom geht es nur noch nach Spanien und auch Paris besteht das Angebot größtenteils aus Zielen in Spanien.
d@ni!3l Geschrieben vor 4 Minuten Melden Geschrieben vor 4 Minuten Gerade eben schrieb Emanuel Franceso: dann wird Condor die Etihad Kooperation gleich wieder beenden und im Gegenzug Doha neu ins Streckennetz aufnehmen können. Das sollte ja kein großes Problem sein, von EK hatte man sich ja auch schnell "getrennt" und ich glaube DXB/AUH waren auch eher P2P Ziel (wie bei EW). Ja stimmt, ein bisschen ist da - aber ggf. kommen genau da Übernahmen ins Spiel, wenn man organisch nicht in Märkte rein wachsen kann. Also mMn sind die der beste Fit - Banken und die Golf-Airlines inkl. TK schließe ich eher aus. AF/KL könnte auch passen (für Transavia gilt was ich für Vueling schrieb - ggf. sogar noch stärker), aber ich glaube AF hat mit SK erstmal genug zu tun und wollen ja auch TP. Alles drei würde ggf. zu viel auf einmal.
Der_Insider Geschrieben vor 3 Minuten Melden Geschrieben vor 3 Minuten (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Also ja, Attestor übernimmt die Condor Restschulden nun. Aber wenn man bei einer Buchung die Wahl hat, ob man eine Airline bucht die zum Zeitpunkt der Buchung Schulden hat und schon 2x staatlich gerettet werden musste und man vor einer Woche hier noch nicht wusste, wie es weiter geht oder eine andere, dann kann man doch jemanden, der das da vorsichtig ist nicht ernsthaft ins Lächerliche ziehen... Man wusste bis vor einer Woche nicht wie es weiter geht? Spannend erzähl uns mehr… Es ist seit Jahren bekannt, dass Attestor die restlichen 49% übernimmt, wenn der Kredit zurückgezahlt ist.. und von welchen Restschulden redest du? Bearbeitet vor 2 Minuten von Der_Insider
d@ni!3l Geschrieben vor 1 Minute Melden Geschrieben vor 1 Minute Gerade eben schrieb Der_Insider: kann Ist das entscheidende Wort dabei. Ja, es war naheliegend - aber sicher war es nicht, ob Attestor das auch macht und / oder ob ggf. direkt jemand anderes den staatlichen Teil und / oder den Attestor Teil kauft.
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