DutyJB777 Geschrieben 22. März 2025 Melden Geschrieben 22. März 2025 vor 37 Minuten schrieb JSQMYL3rV: Mir sind bei meinen letzten FR Flügen Sachen aufgefallen, die ich so bisher noch nicht mitbekommen hatte. Vllt hat hier jemand ne Erklärung für: 1. Vor der Durchsage "Boarding Completed", aber nachdem bereits alle an Bord waren, gab es auf dem Hinflug die Durchsage "25 in the back" und auf dem Rückflug "21 in the back; 2 - 1 in the back". Was bedeuten diese Durchsagen? 2. Beim Einsteigen wurde ich dediziert angesprochen, dass man meine Bordkarte scannen müsse. Die Pax vor/hinter wollten sie dann auch rauskramen, mussten sie aber nicht vorzeigen. Ich bin es gewohnt, dass auf Flughäfen wie HHN, bei denen man einen Marathon zum Flieger läuft und auch in den falschen abbiegen kann, nochmals geschaut wird, dass man im richtigen gelandet ist. Wenn der Flieger direkt vorm Gate parkt hatte ich es bisher noch nicht. Auch kenne ich nur das Vorzeigen, nicht aber das Scannen. Werden nach Zufallsprinzip Bordkarten gescannt oder wurde ich aufgrund von irgendwas dediziert ausgewählt? Hi Also bei den Durchsagen geht es um die Zonen Verteilung. Fwd/Mid/Aft .Die Nr 1 braucht die Zahlen um es kurz mit dem Lid vom Dispatcher zu vergleichen. Und da ist es Sind die Zonen FWD und AFT wichtig das diese stimmen. Und das die Wege in HHN lang sind naja! mfg
phoenix-andy Geschrieben 22. März 2025 Melden Geschrieben 22. März 2025 vor 45 Minuten schrieb JSQMYL3rV: Mir sind bei meinen letzten FR Flügen Sachen aufgefallen, die ich so bisher noch nicht mitbekommen hatte. Vllt hat hier jemand ne Erklärung für: 1. Vor der Durchsage "Boarding Completed", aber nachdem bereits alle an Bord waren, gab es auf dem Hinflug die Durchsage "25 in the back" und auf dem Rückflug "21 in the back; 2 - 1 in the back". Was bedeuten diese Durchsagen? 2. Beim Einsteigen wurde ich dediziert angesprochen, dass man meine Bordkarte scannen müsse. Die Pax vor/hinter wollten sie dann auch rauskramen, mussten sie aber nicht vorzeigen. Ich bin es gewohnt, dass auf Flughäfen wie HHN, bei denen man einen Marathon zum Flieger läuft und auch in den falschen abbiegen kann, nochmals geschaut wird, dass man im richtigen gelandet ist. Wenn der Flieger direkt vorm Gate parkt hatte ich es bisher noch nicht. Auch kenne ich nur das Vorzeigen, nicht aber das Scannen. Werden nach Zufallsprinzip Bordkarten gescannt oder wurde ich aufgrund von irgendwas dediziert ausgewählt? Der Dispatcher (Ryanair nennt den Turnaround Coordinator / Ramp Agent so) teilt der Nummer 1 (Purser/-in) mit, wie viele Passagiere sind im vorderen und hinteren Teil der Kabine befinden sollen. Daraufhin wird die Crew im hinteren Teil der Kabine informiert, um nachzuzählen (normalerweise wird hinten angerufen und nicht die komplette Kabine beschallt). Sollten die Zahlen nicht stimmen, werden die Passagiere, die nicht in dem Bereich sitzen, gebeten, sich auf den zugewiesenen Platz zu setzen. Hierbei geht es um den berechneten Schwerpunkt (nicht, dass hier jemand der Ryanair gleich etwas anderes unterstellen möchte 😉). Das Vorzeigen der Bordkarten ist eigentlich IMMER Vorgabe der Ryanair - hier macht man keinen Unterschied, wie der Flughafen aufgebaut ist. Liegt einfach daran, dass die Airline ein einziges Standardverfahren verfolgt, egal wo. Was das Scannen durch die Crew angeht: ist mir auch neu, kann ich aber demnächst mal erfragen. 1
Karlsruhe Geschrieben 22. März 2025 Melden Geschrieben 22. März 2025 (bearbeitet) vor 10 Minuten schrieb phoenix-andy: Das Vorzeigen der Bordkarten ist eigentlich IMMER Vorgabe der Ryanair - hier macht man keinen Unterschied, wie der Flughafen aufgebaut ist. Liegt einfach daran, dass die Airline ein einziges Standardverfahren verfolgt, egal wo. Das ist aber dann komisch, denn ich bin in den letzten 3 Jahren über 20 mal mit Ryanair geflogen, aber eine Bordkarte musste ich noch nie vorzeigen. Bearbeitet 22. März 2025 von Karlsruhe
teheran61246 Geschrieben 23. März 2025 Melden Geschrieben 23. März 2025 vor 11 Stunden schrieb phoenix-andy: Das Vorzeigen der Bordkarten ist eigentlich IMMER Vorgabe der Ryanair - hier macht man keinen Unterschied, wie der Flughafen aufgebaut ist. Liegt einfach daran, dass die Airline ein einziges Standardverfahren verfolgt, egal wo. Das Vorzeigen der Bordkarte an der Flugzeugtür wurde meiner Erinnerung nach mit Covid ausgesetzt und seitdem nicht wieder eingeführt. Das würde auch die unterschiedlichen Erfahrungen erklären. vor 11 Stunden schrieb Karlsruhe: Das ist aber dann komisch, denn ich bin in den letzten 3 Jahren über 20 mal mit Ryanair geflogen, aber eine Bordkarte musste ich noch nie vorzeigen.
Stargazer Geschrieben 23. März 2025 Melden Geschrieben 23. März 2025 vor 13 Stunden schrieb phoenix-andy: Was das Scannen durch die Crew angeht: ist mir auch neu, kann ich aber demnächst mal erfragen. Gescannt wird der erste Passagier an Bord. Damit wird der zeitliche Ablauf des Boarding dokumentiert. So hat es mir im Dezember der Purser erklärt...war auch neugierig warum Scan :-) 1
JSQMYL3rV Geschrieben 23. März 2025 Melden Geschrieben 23. März 2025 Danke für die Antworten. Ich war nicht der erste Passagier, sondern irgendwo in der Mitte (kein Prio Boarding). Vielleicht wurde es auch vergessen und dann schnell nachgeholt. @DutyJB777 das mit den langen Wegen war relativ gemeint. In HHN stehen 2 Flieger nebeneinander mit gemeinsamem Fußweg von verschiedenen Gates und man kann durchaus aus Versehen zum falschen abbiegen. Bei vielen anderen Flughäfen stehen die Flieger direkt vor dem Gate und man kann sich nicht verlaufen. In HHN wurde bei mir bisher bei jedem Passagier auf die Bordkarte geschaut, wenn mehrere Flieger fast zeitgleich Boarding hatten. Wenn nur einer da stand nicht. An Flughäfen mit Flieger direkt am Gate oder Busboarding kann ich mich nicht an Kontrollen erinnern. vor 20 Stunden schrieb phoenix-andy: Der Dispatcher (Ryanair nennt den Turnaround Coordinator / Ramp Agent so) teilt der Nummer 1 (Purser/-in) mit, wie viele Passagiere sind im vorderen und hinteren Teil der Kabine befinden sollen. Daraufhin wird die Crew im hinteren Teil der Kabine informiert, um nachzuzählen (normalerweise wird hinten angerufen und nicht die komplette Kabine beschallt). Bezieht sich dann die Durchsage auf die freien Plätze oder ist die Kabine in so kleine Abschnitte unterteilt, dass dort 25 bzw 21 Passagiere sitzen? (Der Flug mit "25" war voller als der mit "21")
Lucky Luke Geschrieben 23. März 2025 Melden Geschrieben 23. März 2025 vor 3 Stunden schrieb JSQMYL3rV: Bezieht sich dann die Durchsage auf die freien Plätze oder ist die Kabine in so kleine Abschnitte unterteilt, dass dort 25 bzw 21 Passagiere sitzen? (Der Flug mit "25" war voller als der mit "21") Yup, die Kabine wird in einzelne Abschnitte unterteilt. Bei Ryanair in drei (FWD, MID, AFT), bei den meisten Airlines sogar in vier Teile. In dem Thread hier ist sogar ein Beispiel eines Ryanair-Loadsheets aus den guten alten Zeiten, als noch der Rampie selber mit dem Kuli und Papier rechnen durfte. (Und die gingen bei Ryanair leider bis 2019, wäh.) Die Art, wie Ryanair damals Loadsheets gerechnet hat, war wirklich ein riesiger Schmerz im Arsch. Es war auch super unüblich, dass du den Schwerpunkt des Fliegers nicht über eine dieser Tabellen mit quergezeichneten Linien berechnet hast (Menschen, die schon mal ein anderes manuelles Loadsheet gesehen haben, wissen, was ich meine), sondern über die letzte Nachkommastelle bei den Gewichten, die du aus irgendeiner Tabelle entnommen hast. Das war legit die einzige Airline, für die wir Ramp Agents eine eigene zehnstündige Loadsheet-Schulung bekommen haben, weil es so unglaublich unhandlich und unüblich war. 4
Koelli Geschrieben 24. März 2025 Melden Geschrieben 24. März 2025 Ryanair hat das "Prime" Rabattprogramm gestartet. Für 79 Euro gibt es anscheinend 12 mal im Jahr spezielle Angebote und 12 kostenlose Sitzplatzreservierungen, sowie eine Reiseversicherung. Allerdings ist es wohl etwas unklar, wieviel man genau bei Flügen spart und für welche Flüge es genau gilt. Artikel dazu mit Einschätzung auf travel-dealz.
RED Geschrieben 25. März 2025 Melden Geschrieben 25. März 2025 vor 12 Stunden schrieb Koelli: Ryanair hat das "Prime" Rabattprogramm gestartet. Für 79 Euro gibt es anscheinend 12 mal im Jahr spezielle Angebote und 12 kostenlose Sitzplatzreservierungen, sowie eine Reiseversicherung. Allerdings ist es wohl etwas unklar, wieviel man genau bei Flügen spart und für welche Flüge es genau gilt. Artikel dazu mit Einschätzung auf travel-dealz. einfacher kann man den Leuten das Geld nicht aus der Tasche ziehen
Koelli Geschrieben 25. März 2025 Melden Geschrieben 25. März 2025 vor 2 Stunden schrieb RED: einfacher kann man den Leuten das Geld nicht aus der Tasche ziehen Beim Wizzair Discount Club weiß man wenigstens, dass man genau 10 Euro Rabatt bekommt und zwar auf jeden Flug. Hier bei Ryanair ist es wie gesagt nicht klar, wieviel und auf welchen Routen man spart. Sehr seltsam so, wie ich finde 1
Emanuel Franceso Geschrieben 25. März 2025 Melden Geschrieben 25. März 2025 (bearbeitet) In Leeds/Bradford sind im kommenden Sommer 3 Flugzeuge stationiert. https://corporate.ryanair.com/news/ryanair-announces-leeds-bradford-summer-2025-schedule/ Bearbeitet 25. März 2025 von Emanuel Franceso 1
RED Geschrieben 26. März 2025 Melden Geschrieben 26. März 2025 vor 20 Stunden schrieb Koelli: Beim Wizzair Discount Club weiß man wenigstens, dass man genau 10 Euro Rabatt bekommt und zwar auf jeden Flug. Hier bei Ryanair ist es wie gesagt nicht klar, wieviel und auf welchen Routen man spart. Sehr seltsam so, wie ich finde und es ist deutlich günstiger, man spart also spätestens nach dem 4. oneway Flug alleine. Ryanair ist einfach nur die Katze im Sack, wenn man auf 12 Sales warten muss...
JSQMYL3rV Geschrieben 26. März 2025 Melden Geschrieben 26. März 2025 Am 25.3.2025 um 13:23 schrieb Koelli: Beim Wizzair Discount Club weiß man wenigstens, dass man genau 10 Euro Rabatt bekommt und zwar auf jeden Flug. Hier bei Ryanair ist es wie gesagt nicht klar, wieviel und auf welchen Routen man spart. Sehr seltsam so, wie ich finde und bei Megavolotea spart man zwar auch nur ein paar Euro pro Flug, aber dafür bekommt man 10kg Gepäck gratis. Das kann sich lohnen. Das Ryanair Angebot lohnt sich eigentlich nur wenn man die Sitzplatzreservierungen sowieso nehmen würde (da alles weitere unbekannt ist)
emdebo Geschrieben 30. März 2025 Melden Geschrieben 30. März 2025 Ryanair - drastische Flugreduzierungen an 7 spanischen Regional-Airports wegen AENA-Preisgestaltung: https://www.mallorca-services.es/ryanair-verabschiedet-sich-von-7-spanischen-regionalflughaefen/
skorpion Geschrieben 31. März 2025 Melden Geschrieben 31. März 2025 Es ist eigentlich nichts Neues. Ryanair handelt schon seit Jahren so und erpresst die Flughäfen in seinem Sinne. MOL und seine Mitverantwortlichen ist es völlig egal, ob Flughäfen und Betreiber kostendeckende Einnahmen erzielen. Hauptsache die Gewinnmarge für Ryanair stimmt. 2
Lucky Luke Geschrieben 31. März 2025 Melden Geschrieben 31. März 2025 Natürlich ist es ihm das. Er ist seinen Aktionären gegenüber verpflichtet, nicht den Anteilhabern an irgendwelchen spanischen Third-Tier-Flughäfen. Von deren kostendeckendem Betrieb verbessert sich nämlich die Ryanair-Dividende kein Stück. 2
FKB Geschrieben 31. März 2025 Melden Geschrieben 31. März 2025 MOL bekommt im Restaurant "Extras" berechnet: https://www.mallorcazeitung.es/boulevard/travel/2025/03/31/ryanair-chef-muss-im-restaurant-draufzahlen-dv-115868641.html
skorpion Geschrieben 1. April 2025 Melden Geschrieben 1. April 2025 vor 22 Stunden schrieb Lucky Luke: Natürlich ist es ihm das. Er ist seinen Aktionären gegenüber verpflichtet, nicht den Anteilhabern an irgendwelchen spanischen Third-Tier-Flughäfen. Von deren kostendeckendem Betrieb verbessert sich nämlich die Ryanair-Dividende kein Stück. Dabei dürfte aber die Frage erlaubt sein, ob das eine echte partnerschaftliche Geschäftspolitik ist?. Flughäfen und Fluggesellschaften sind aufeinander angewiesen. Ohne Flughäfen kann eine Fluggesellschaft nicht operieren. Umgekehrt kann ein Flughafen ohne Fluggesellschaften nicht existieren. Beide Seiten brauchen einander. Ein Flughafen der dauerhaft defizitär arbeitet, wird irgendwann nicht mehr überleben können. Da geht es ihn nicht anders, wie ständige Verluste bei Fluggesellschaften. Ein Paradebeispiel war doch der Flughafen Hahn in Deutschland. Dieser musste vor Jahren Insolvenz anmelden. An den Passagierzahlen kann es nicht gelegen haben, die waren eigentlich dazu geeignet kostendeckend zu arbeiten. Das beweisen Flughäfen, die deutlich niedrigere Zahlen haben und hatten. Auch hier kann man dann die Frage stellen, wer einer der Hauptkunden und Nutzer des Hahn ist und war. Auch hier fällt der Name Ryanair. Damit will ich nicht ausdrücken das die Iren Schuld an der Insolvenz waren. Der Ende diesen Jahres ausscheidene Geschäftsführer des FMO hatte vor Jahren mal gesagt, dass Ryanair gerne zum FMO kommen könnte. Aber nach den damaligen Vorstellungen der Fluggesellschaft hätte der FMO bei jedem Passagier draufzahlen müssen. Mittlerweile bedienen die Iren mehrere Ziele ab dem FMO. Seit zwei Jahren erwirtschaftet der Flughafen auch wieder schwarze Zahlen und das mit jetzt "nur" knapp 1,3 Millionen Passagieren. In den Jahren 2012 bis 2022 sah das deutlich schlechter aus. Aus dieser Zeit stammt auch die Aussage von Rainer Schwarz. Ryanair und MOL sind sehr aggressiv am Markt unterwegs. Das ist die Geschäftspraktik seit mehreren Jahrzehnten. In manchen Dingen mag er auch durchaus Recht haben. So sind durch die Luftverkehrsabgabe in Deutschland die Standortkosten höher als in anderen europäischen Ländern. Darüber klagen alle Fluggesellschaften hier. Aber Ryanair ist auf Dauer nur schwer als verlässlicher Partner einzustufen. Solange es Förderungen an Flughäfen gibt fällt er wie eine Heuschrecke über den Airport her. Ist das Feld abgeerntet, ist er oftmals genauso schnell wieder weg, wie er gekommen war. Dafür gibt es europaweit zig Beispiele. Noch vor ein paar Monaten schimpfte er auf die Deutschen oder Schweden und lobte die Spanier, jetzt sind diese an der Reihe und er zieht sich dort zurück. Genau dieses Verhalten zeigt mir als Fazit auf, Ryanair betreibt eben keine partnerschaftliche Geschäftspolitik.
Lucky Luke Geschrieben 1. April 2025 Melden Geschrieben 1. April 2025 (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb skorpion: Dabei dürfte aber die Frage erlaubt sein, ob das eine echte partnerschaftliche Geschäftspolitik ist? Natürlich ist es das nicht. Es ist nicht nachhaltig, es ist nicht rücksichtsvoll gegenüber seinen Geschäftspartnern, es ist heuschreckenhaft. Aber: Juckt. Es finden sich halt immer wieder genügend Dumme, die das Spiel mitmachen. Und solange das so bleibt, kann sich MOL schön weiterhin Gewinne von der Gesellschaft querfinanzieren lassen, die dann üblicherweise auf den entstandenen Schulden an irgendwelchen Lokalfürsten-Schlössern sitzenbleibt. Dennoch gilt wie immer: Hasse das Spiel, nicht den Spieler. Bearbeitet 1. April 2025 von Lucky Luke x
101er Geschrieben 1. April 2025 Melden Geschrieben 1. April 2025 Man sollte aber auch so fair sein: Die nicht partnerschaftliche Geschäftspolitik und die klare Subventionserzwingung betrifft mittlerweile maximal 20 Prozent der Strecken. Ryanair ist mittlerweile an so vielen großen Flughäfen präsent, bei denen man zwar auch sehr hart um niedrige Entgelte kämpft, die man aber (auf Grund deren Alternativen) nicht so erpressen kann wie z.B. ehemals einen Flughafen Altenburg. An vielen Standorten (z.B. Inselflughäfen wie den Balearen, den Griechischen Inseln oder den Kanaren oder Flughäfen wie BER, wo die Politik Konkurrenzstandorte im eigenen Bundesland ausschließt) kann man auch als Ryanair nur mit indirekter Konkurrenz drohen (bei hohen Gebühren und ohne Marketingzuschüsse fliegen wir Euch weniger an). Und auch in 1b-Lagen (Bergamo statt Mailand, Stansted statt Heathrow oder Gatwick) hat der Flughafen durchaus eine starke und ertragreiche Position (auch Ryanair muss mittlerweile viele Flugzeuge unterbringen). Wenn man auf Grund der Situation und direkter Konkurrenz erpressbar ist (Saarbrücken / Zweibrücken / Hahn), dann nutzt das aber Ryanair nach wie vor schamlos aus, das ist deren Geschäftsmodell und unterscheidet sie von Low-Cost-Anbietern anderer Branchen (z.B. wurden Aldi harte, aber faire Verhandlungen und sehr langfristige Geschäftsbeziehungen nachgesagt).
Avroliner100 Geschrieben 3. April 2025 Melden Geschrieben 3. April 2025 (bearbeitet) Ryanair könnte einer der größten Verlierer von Trumps Zöllen in der europäischen Luftfahrt werden. Die Airline erhält in den kommenden Monaten 30 neue 737 MAX und könnte hierfür zusätzliche Einfuhrzölle von 500 Millionen Euro tragen müssen. Das Problem sind dabei noch nicht einmal potenzielle europäische Gegenzölle. (Die auch noch zusätzlich drauf kommen könnten, sollte die EU auf Trumps gestrige Maßnahme reagieren. Schließlich ist auch Airbus als EU Produkt im US-Markt betroffen - zumindest für alles, was nicht in Mobile vom Band läuft). Vielmehr bezieht Boeing einen großen Teil seiner Lieferkette aus China. Einfuhren aus China werden hingegen von Trump nun so massiv besteuert, dass Boeing diese Mehrkosten vermutlich an ihre Kunden weitergeben wird. Damit versetzt Trump Boeing - sowieso schon am Boden liegend - im internationalen Markt quasi einen sauberen Kopfschuss. https://www.aerotelegraph.com/flugzeuge/warum-boeing-und-ryanair-zu-grossen-opfern-der-trump-zoelle-werden-koennten/yynbvhy Bearbeitet 3. April 2025 von Avroliner100 2
Fluginfo Geschrieben 3. April 2025 Melden Geschrieben 3. April 2025 Großer Gewinner ist Tupolev und Ilyushin, die keinerlei amerikanischen Bauteile verwenden. Kleiner Joke am heutigen Frühlingstag. 2
jubo14 Geschrieben 3. April 2025 Melden Geschrieben 3. April 2025 vor 26 Minuten schrieb Avroliner100: Einfuhren aus China werden hingegen von Trump nun so massiv besteuert, dass Boeing diese Mehrkosten vermutlich an ihre Kunden weitergeben wird. Das würde aber voraussetzen, dass Ryanair die Flugzeuge zum "Tagespreis" gekauft hätte. Ich gehe doch mal stark davon aus, dass Ryanair einen fixen Preis pro Flugzeug vereinbart hat. Somit sind die Zölle für die Zulieferteile aus China ein alleiniges Problem von Boeing! Bei zukünftigen Verträgen dürfte sich der Preis der Flieger aus den USA aber deutlich nach Oben bewegen. Hier wäre dann Airbus der ungewollte Profiteur, was den Absatz von Flugzeugen abseits des US-Marktes angeht. 2
Avroliner100 Geschrieben 3. April 2025 Melden Geschrieben 3. April 2025 (bearbeitet) vor 12 Minuten schrieb jubo14: Das würde aber voraussetzen, dass Ryanair die Flugzeuge zum "Tagespreis" gekauft hätte. Ich gehe doch mal stark davon aus, dass Ryanair einen fixen Preis pro Flugzeug vereinbart hat. Somit sind die Zölle für die Zulieferteile aus China ein alleiniges Problem von Boeing! Würde eigentlich Sinn machen. Wenn allerdings diese Rechnung aus dem Aerotelegraph auch nur ansatzweise stimmt, ergeben aus 500 Millionen / 30 737 Mehrkosten von 16,6 Millionen Euro pro 737 Max. Da könnte schon die Frage sein, ob und wie lange das Boeing einfach so wegpuffern kann und wird. Zumal man bei FR als Großkunden eh schon keine so wahnsinnig große Marge haben wird. Zumal die Mehrkosten durch Zulieferer ja jede Auslieferung trifft. Also auch einen US-Kunden wie AA, DL, WN … ist halt die Frage, wie lange man an jede ausgelieferte MAX nochmal einen zweistelligen Millionenbetrag hinterher kleben kann und will. Bearbeitet 3. April 2025 von Avroliner100
Nosig Geschrieben 3. April 2025 Melden Geschrieben 3. April 2025 Ist es üblich, dass ein Hersteller, vertraglich garantiert, die Ausfuhr-Zölle seines Staates für den Kunden übernimmt? Kann ich mir nicht vorstellen, mag aber möglich sein. Allerdings hat Boeing ja einen guten Draht zur Regierung und ist sogar Hoflieferant, da findet sich vielleicht doch noch eine Lösung?
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