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Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Nosig:

Mit solchen windigen Leasingpartnern riskiert man, dass mal was passiert. Das ist kein adäquater Ersatz für einen LH-Flug.

 

Das ist genau das, was bei mir auch die ganze Zeit im Hinterkopf mitschwingt. Das geht so lange gut, bis etwas schief geht, und dann wird es ungemütlich. Fingerpointing auf den ACMI Partner gegenüber der breiten Öffentlichkeit wird schwierig - der Zwischenfall ist dann auf einem Eurowings (oder auch TUI, Condor, whatever) Flug passiert, Hans und Bärbel interessiert es nicht, ob da Avion Express, Smartwings, Heston, Getjet, Smartlynx, BUC oder sonstwer geflogen ist, der Imageschaden liegt klar bei der deutschen Fluggesellschaft.

Das wird dann ein Aufschrei und Medienecho, wie bei Birgenair damals, und da kommt man kaum wieder raus, und das Gejammere seitens des Managements der deutschen Fluggesellschaft wird dann auch schwierig, es ist ja öffentlich bekannt, dass bei diversen ACMI Buden etwas im Argen liegt, "wir haben davon nichts gewusst" nimmt denen dann auch kaum jemand ab. 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb AeroSpott:

 

Das ist genau das, was bei mir auch die ganze Zeit im Hinterkopf mitschwingt. Das geht so lange gut, bis etwas schief geht, und dann wird es ungemütlich. Fingerpointing auf den ACMI Partner gegenüber der breiten Öffentlichkeit wird schwierig - der Zwischenfall ist dann auf einem Eurowings (oder auch TUI, Condor, whatever) Flug passiert, Hans und Bärbel interessiert es nicht, ob da Avion Express, Smartwings, Heston, Getjet, Smartlynx, BUC oder sonstwer geflogen ist, der Imageschaden liegt klar bei der deutschen Fluggesellschaft.

Das wird dann ein Aufschrei und Medienecho, wie bei Birgenair damals, und da kommt man kaum wieder raus, und das Gejammere seitens des Managements der deutschen Fluggesellschaft wird dann auch schwierig, es ist ja öffentlich bekannt, dass bei diversen ACMI Buden etwas im Argen liegt, "wir haben davon nichts gewusst" nimmt denen dann auch kaum jemand ab. 

Dann zitiere ich oldblueeyes der manchen Schreiber hier ja Beratungsresistenz vorwirft, ob er dies dann bei einem Vorfall auch noch so meint. 

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb AeroSpott:

 

Das ist genau das, was bei mir auch die ganze Zeit im Hinterkopf mitschwingt. Das geht so lange gut, bis etwas schief geht, und dann wird es ungemütlich. Fingerpointing auf den ACMI Partner gegenüber der breiten Öffentlichkeit wird schwierig - der Zwischenfall ist dann auf einem Eurowings (oder auch TUI, Condor, whatever) Flug passiert, Hans und Bärbel interessiert es nicht, ob da Avion Express, Smartwings, Heston, Getjet, Smartlynx, BUC oder sonstwer geflogen ist, der Imageschaden liegt klar bei der deutschen Fluggesellschaft.

Das wird dann ein Aufschrei und Medienecho, wie bei Birgenair damals, und da kommt man kaum wieder raus, und das Gejammere seitens des Managements der deutschen Fluggesellschaft wird dann auch schwierig, es ist ja öffentlich bekannt, dass bei diversen ACMI Buden etwas im Argen liegt, "wir haben davon nichts gewusst" nimmt denen dann auch kaum jemand ab. 

Und du glaubst die Wetlease beauftragenden Gesellschaften wie EW, DE usw wissen das alles nicht ? 

Geschrieben
Gerade eben schrieb d@ni!3l:

Und du glaubst die Wetlease beauftragenden Gesellschaften wie EW, DE usw wissen das alles nicht ? 

In Deutschland ist dieses Konstrukt ja besonders in Mode gekommen und es wird gepusht. AF/KL praktizieren es wie LX, nur im Verhältnis deutlich geringer. British nur ein wenigen einzelnen Fällen. Mal kein Beispiel aus USA, sondern in Europa.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb d@ni!3l:

Und du glaubst die Wetlease beauftragenden Gesellschaften wie EW, DE usw wissen das alles nicht ? 

 

Geld und Gier siegen leider halt oft über Vernunft und die Auswahl der Partner.

 

Ohne jetzt die DE-LH-EW Diskussion wieder lostreten zu wollen, muss man sagen, DE hat in der Vergangenheit schon Konsequenzen gezogen und ACMI Partner kurzfristig vor die Tür gesetzt, während bei EW insbesondere Smartwings munter weiter machen darf.

Geschrieben

Dagegen muss doch das LBA einschreiten? Ramp checks bis zum Abwinken, pingelig denen das Leben zur Hölle machen, Papierlage prüfen. Und dann die Auftraggeber mal einbestellen, wie sie solche Mängel abstellen.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Nosig:

Dagegen muss doch das LBA einschreiten? Ramp checks bis zum Abwinken, pingelig denen das Leben zur Hölle machen, Papierlage prüfen. Und dann die Auftraggeber mal einbestellen, wie sie solche Mängel abstellen.

Ob sich dann noch Wetleases rechnen, die ja ohnehin Saison für Saison auch teurer werden?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Minuten schrieb Fluginfo:

In Deutschland ist dieses Konstrukt ja besonders in Mode gekommen und es wird gepusht. AF/KL praktizieren es wie LX, nur im Verhältnis deutlich geringer. British nur ein wenigen einzelnen Fällen. Mal kein Beispiel aus USA, sondern in Europa.

Du vergleichst schon wieder Hub-Airlines mit Leisure Airlines und dem anderen Bedarf an Saisonalität. Ich gehe die "Beratungsresistenz" jetzt mal mit, ich sehe keine Chance, dass du wirklich den Sinn des Einsatzes verstehst oder - da komme ich dir entgegen - verstehen willst. Du willst nur (mal wieder) groll abladen, dass die alles falsch machen.

 

vor 5 Minuten schrieb AeroSpott:

Geld und Gier siegen leider halt oft über Vernunft und die Auswahl der Partner.

 

Ah das Bullshit-Bingo mit "Gier" wieder. Also man zahlt selbst Mio für Sicherheit - wir unterstellen mal EW, LH usw. sparen da nicht - und spart dann 1,50€ an anderer Stelle um der "Gier" gerecht zu werden? Das soll irgendwo Sinn machen? 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Fluginfo:

Ob sich dann noch Wetleases rechnen, die ja ohnehin Saison für Saison auch teurer werden?

 

Produziert man halt wieder selbst. Gibt ja auch andere Airlines in Europa, die ein saisonales Geschäft fahren, und dann im Winter die Flotte teilweise oder ganz einmotten. Warum das ausgerechnet bei deutschen Airlines so schlecht klappt... 

 

vor 3 Minuten schrieb Nosig:

Dagegen muss doch das LBA einschreiten? Ramp checks bis zum Abwinken, pingelig denen das Leben zur Hölle machen, Papierlage prüfen. Und dann die Auftraggeber mal einbestellen, wie sie solche Mängel abstellen.

 

Haha, dein Ernst? Du weist, wie gut deutsche Behörden kontrollieren? Unabhängig vom LBA, trifft auf viele Bereiche zu. Dafür fehlt Personal, Motivation und insbesondere weniger Bürokratie.

vor 2 Minuten schrieb d@ni!3l:

Ah das Bullshit-Bingo mit "Gier" wieder. Also man zahlt selbst Mio für Sicherheit - wir unterstellen mal EW, LH usw. sparen da nicht - und spart dann 1,50€ an anderer Stelle um der "Gier" gerecht zu werden? Das soll irgendwo Sinn machen? 

 

Kein Bullshit-Bingo, harte Realität.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb d@ni!3l:

Du vergleichst schon wieder Hub-Airlines mit Leisure Airlines. Ich gehe die "Beratungsresistenz" jetzt mal mit, ich sehe keine Chance, dass du wirklich den Sinn des Einsatzes verstehst oder - da komme ich dir entgegen - verstehen willst. Du willst nur (mal wieder) groll abladen, dass die alles falsch machen.

 

Generell bemängele ich, dass in Deutschland zu viel ausgelagert wird und darin natürlich Folgeprobleme entstehen. Lufthansa und deren Töchter sind besonders stark davon betroffen. Alles ein Gemischtwarenladen geworden und für den Kunden mehr als unübersichtlich. Dies hat nichts mit Hub-Airlines und Leisure Airlines zu tun, weil die Vermengung fließend ist. In Düsseldorf steigen auch etliche Leute bei Eurowings um. Du drehst dir schon wieder die Argumente so hin, wie es dir gefallen.

Geschrieben
Gerade eben schrieb AeroSpott:

. Gibt ja auch andere Airlines in Europa, die ein saisonales Geschäft fahren, und dann im Winter die Flotte teilweise oder ganz einmotten. Warum das ausgerechnet bei deutschen Airlines so schlecht klappt... 

Da bin ich sogar gar nicht weit von dir entfernt. Der Konzern hat mittlerweile genug alte, abgeschriebene Flugzeuge auf der Kurzstrecke die bald ersetzt werden. Mit geringen Kapitalkosten lassen sich diese nur im Sommer betreiben (wie es bspw. DL mit Teilen ihrer 752 oder AC mit alten 320-211 (teilweise 34 Jahre alt) macht. Also flottenseitig gerne - auch, weil deren Hardproduct immer noch besser ist als das wo man bei X8 etc sitzt.


Man muss sich nur im Crews einigen, dass die im SFP 6 Monate lang an die EASA Grenze von 100 BH gehen und dann die 300 restlichen BH im Jahr auf 6 Monate verteilen - kurz, dass der Familienurlaub im Sommer entfällt.

 

Wäre das möglich wäre das bestimmt günstiger und besser (im Produkt) als Wetleases. Aber das wissen die Verantwortlichen auch behaupte ich mal. Es scheint irgendwas zu geben, was dessen Umsetzung unmöglich macht - wahrscheinlich Crews finden die darauf Bock haben.

vor 4 Minuten schrieb AeroSpott:

Kein Bullshit-Bingo, harte Realität.

Der Begriff "Realität" ist hier wohl falsch verwählt. Was du meinst ist "Vermutung" bzw. "Unterstellung". Also du glaubst eine Airline investiert tausende Euro in ne neue Haustür und lässt zeitgleich das Fenster im Erdgeschoss weit auf und keiner dort merkt es - nur du ? 

Geschrieben (bearbeitet)

Sommerflugplan beginnt mittlerweile im März und endet im November. Die Zeit der sauren Gurkenzeit ist viel kürzer geworden und nur noch max. 4 Monate. Dazwischen noch eine Unterbrechung durch Weihnachten.

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Minuten schrieb Nosig:

So ein Beschiss mit einem fake Kapitän ist jedenfalls ein richtiger Skandal. Das muss Konsequenzen haben.

Im Ergebnis ja - das ist ein Skandal. Aber der auch woanders vorgekommen ist. Also ernsthaft gemeinte Frage, nicht rhetorisch:

Wie prüft man, ob ein Zeugnis echt ist, wenn es da jemand mit voller Absicht drauf anlegt das perfekt zu fälschen? Wenn es geht (also mir einer erklärt, dass es geht) und andere Airlines das 100% hinbekommen, dann ja, dann ist das ein riesen Bock von Avion. Aber wenn das nicht geht und nur zufällig dort vorkam (bzw. auffiel, wer sagt, dass dies woanders nicht auch vorkommt aber nicht auffällt?), dann würde ich weniger verallgemeinern.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)

Richtig, bei Lufthansa schließe ich das komplett aus, aber bei den Wetleasebuden aus Osteuropa oder Airlines aus anderen Kontinenten eben nicht.

Warum greifen z. B. kanadische Airlines gerne auf westeuropäischen Gerät in deren Peaksaison zurück, und nicht unbedingt aus Südamerika?

Bearbeitet von Fluginfo
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Nosig:

Es gibt Datenbanken für sowas. Bei der FAA sogar öffentlich. Das muss man prüfen und solche Leute nie wieder irgendwie beschäftigen.

Es gibt Datenbanken wo man weltweit jedes "Kapitäns-Patent" prüfen kann? Sicher? Wenn ja, dann gebe ich dir recht, dann ist das ein Mega-Bock

Geschrieben
Zitat

Richtig, bei Lufthansa schließe ich das komplett aus, aber bei den Wetleasebuden aus Osteuropa oder Airlines aus anderen Kontinenten eben nicht.

 

Dann müssen die deren Papiere und die fliegerischen Fähigkeiten immer vorher genauestens prüfen. Das Schlampen können nicht die Passagiere ausbaden müssen.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb d@ni!3l:

Der Konzern hat mittlerweile genug alte, abgeschriebene Flugzeuge auf der Kurzstrecke die bald ersetzt werden.

 

Das gleiche Prinzip fährt im Endeffekt eine BUC. Und im Grunde auch viele andere ACMI Buden. Da gibt es halt einige ältere Maschinen, die günstig im Leasing sind oder gar der Firma selber gehören, die dann in der Nebensaison stehen bleiben und gleichzeitig aber auch gut dafür sind, entstehende Maintenance-Engpässe wieder auszugleichen ("TUI-Problem"). 

 

vor 5 Minuten schrieb d@ni!3l:

Also flottenseitig gerne - auch, weil deren Hardproduct immer noch besser ist als das wo man bei X8 etc sitzt

 

Schau dir die alten DE-A320 an - das bemerkt der normale Gast gar nicht, dass die Alt sind, weil man zwischenzeitlich mal einige Euros in die Kabine investiert hat, und neben Sitzen und Teppichen auch die PSUs, Wandpaneele und Gepäckfächer getauscht hat.

 

vor 7 Minuten schrieb d@ni!3l:

Man muss sich nur im Crews einigen, dass die im SFP 6 Monate lang an die EASA Grenze von 100 BH gehen und dann die 300 restlichen BH im Jahr auf 6 Monate verteilen - kurz, dass der Familienurlaub im Sommer entfällt.

 

Selbst der wäre bei intelligenter Roster-Planung noch drin, die Sommersaison fängt tendenziell ja jetzt auch schon vor/zu Ostern, als Anfang April, an, wo man die eigenen Kapazitäten fast voll nutzen kann. 

 

vor 8 Minuten schrieb d@ni!3l:

Wäre das möglich wäre das bestimmt günstiger und besser (im Produkt) als Wetleases. Aber das wissen die Verantwortlichen auch behaupte ich mal. Es scheint irgendwas zu geben, was dessen Umsetzung unmöglich macht - wahrscheinlich Crews finden die darauf Bock haben.

 

ACMI ist billiger und einfacher - der Crewfaktor kommt sicher auch dazu, andererseits schaffen kleinere Airlines, auch flexibles Personal zu gewinnen, wie LEAV zum Beispiel.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Fluginfo:

Warum greifen z. B. kanadische Airlines gerne auf westeuropäischen Gerät in deren Peaksaison zurück, und nicht unbedingt aus Südamerika?

Weil dann Europa eben keinen Peak hat und man dort froh ist das Gerät (woanders) zu beschäftigen. Erneut: Saisonalität. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Fluginfo:

Generell bemängele ich, dass in Deutschland zu viel ausgelagert wird und darin natürlich Folgeprobleme entstehen. Lufthansa und deren Töchter sind besonders stark davon betroffen. Alles ein Gemischtwarenladen geworden und für den Kunden mehr als unübersichtlich. Dies hat nichts mit Hub-Airlines und Leisure Airlines zu tun, weil die Vermengung fließend ist. In Düsseldorf steigen auch etliche Leute bei Eurowings um. Du drehst dir schon wieder die Argumente so hin, wie es dir gefallen.

 

Grundsätzlich hast du damit recht.

Aber es gibt auch Tarifparteien, Arbeitsrecht, Managementkultur (evtl. Konfliktscheue) usw.

 

Und last but not least - wir reden im Wetleasebereich immer noch über einen Markt den man dem gewöhnlichen Deutschen Arbeitnehmer nicht zumuten möchte.

 

Jeder möchte gerne Ende Mai Spargel essen, aber beim Einsatz Deutscher Saisonarbeiter ist das Produkt doch zu teuer bezw will niemand hierzulande nur 8 Wochen gebückt schuften. Wenn es die Osteuropäer machen dann ist man pro Forma über die Arbeitsbedingungen empört, aber die Preisvorstellung passt.

 

Ähnlich ist es mit Urlaubsflüge im Sommer - man sieht es als Grundrecht an das jeder Taugenichts sich am Mittelmeer eine Liege leisten muss.

 

Ich bin mir sicher das man diese Saisonalität auch von Deutschland aus anbieten könnte, allerdings würde man da beim fliegenden Personal vermutlich einiges an den sozialen Komponenten verlieren. Stell dir vor, man würde in der Kabine nur Saisonbeschäftige einstellen, die Empörung wäre riesig.

 

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