B717

Small Planet Airlines auf dem deutschen Markt

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vor 4 Minuten schrieb Tschentelmän:

Zumindest gibt es ab jetzt rund um Small Planet keine Diskussionen mehr über aktuelle Verspätungen, AOGs und Fluggastansprüche - zum Glück....

Naja, Fluggastansprüche kann man ab dem 01.12. bei dem Insolvenzverwalter geltend machen.

Zitat

Sie werden nach der Insolvenzeröffnung ein Schreiben erhalten mit der Aufforderung, Ihre Forderung im Insolvenzverfahren zur Insolvenztabelle anzumelden.

Das habe ich gestern per Mail erhalten.Aber ernsthaft glaube ich nicht, dass da was bei rum kommt.

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vor 21 Minuten schrieb lz-ltb:

Das habe ich gestern per Mail erhalten.Aber ernsthaft glaube ich nicht, dass da was bei rum kommt.

 

Ich schließe mich deinem Pessimismus nan. Du wirst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit null Cent bekommen. Aber versuchen kann man es ja trotzdem....

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Der Einzelne wird in der Tat dort nicht viel ausrichten können. 

 

Da aber viele Geschädigte Ansprüche aus der EU-Verordnung 261/2004 herleiten können und gerade diese Ansprüche lt. Medien einen Großteil der ausstehenden Forderungen ausmachen soll, könnten deren Interessenvertreter ( Anwälte, Fluggastrechthelfer-Organisationen) beispielsweise die Möglichkeiten einer Insolvenzanfechtung prüfen lassen. Um auszuschließen, dass evtl. nur bestimmte Gläubiger kurz vor Eröffnung der Insolvenz in Eigenverwaltung bevorzugt bedient wurden. 

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vor 6 Stunden schrieb Hubi206:

mit solchen Unterstellungen solltest Du sehr vorsichtig sein

Wie Miami (oder Panama City) heute aussehen würden, wären es nicht Zentren der Geldwäsche gewesen, ist eine interessante Spekulation. Wie Mexikos Wirtschaft aussieht, wenn man all das gewaschene Vermögen konfisziert ist dagegen einfach: Es gibt sie nicht mehr. Wer Narcos auf Netflix für unrealistisch hält hat insofern recht, als dass die Realität noch viel brutaler und zynischer ist.

 

Soweit so gut, ob sich die Luftfahrtbranche zur Geldwäsche eignet ist mir unbekannt. Immobilien sind da deutlich besser geeignet. Man frage den aktuellen US-Präsidenten, der kann aus eigener Erfahrung berichten.

 

 

Edited by OliverWendellHolmesJr

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vor 20 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Soweit so gut, ob sich die Luftfahrtbranche zur Geldwäsche eignet ist mir unbekannt. Immobilien sind da deutlich besser geeignet. Man frage den aktuellen US-Präsidenten, der kann aus eigener Erfahrung berichten.

...

unser täglisches Trump-Bashing gib uns heute

und führe uns nicht in den Brexit

,,,

SCNR

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Ich habe dieses Posting schon als Beispiel im Germania-Thread gebracht, aber zur Info passt es hier auch gut:

 

Wozu Dumpingpreise führen habe ich letzte Woche erfahren.

Sunexpress wollte von FTI letztes Jahr eine moderate Steigerung von 2,5% pro Blockstunde haben

Smallplanet hat das Sunex-Angebot um rund 25% unterboten und natürlich den Vertrag bekommen

FTI sah sich aufgrund der indiskutablen Performance von SMP dazu gezwungen, zu Sun zurückzukehren und hat kommentarlos deren Preisvorstellung geschluckt, was maßgeblich zur Insolvenz von SMP beigetragen hat. Sun fliegt aktuell zu 85% Ägypten mit den B737, Hauptkunde ist FTI...

 

Wie man mit Preisen 25% unter denen der Konkurrenz operativ eine schwarze Null schaffe will ist mir schleierhaft!

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vor 9 Stunden schrieb ATN340:

Wie man mit Preisen 25% unter denen der Konkurrenz operativ eine schwarze Null schaffe will ist mir schleierhaft!

 

Im Vergleich zu anderen Airlines hat SMP nun (leider / zum Glück... kann jeder selbst definieren) keine Chance mehr, aus den (Rechen-)Fehlern zu lernen.

 

Vergleichbare Beispiele gibt es genauso in fast jeder anderen Branche. Mit Dumpingpreisen auf den Markt - eine Kalkulation, die auf Kante mit extrem gewagten Annahmen genäht ist und geringste Abweichungen die dann zum Crash führen können.

 

Man darf gespannt sein, ob / wann / wie und in welcher Mission das bisherige SMP-Management aus Litauen und Deutschland wieder in Erscheinung treten wird. 

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Alles eine Frage der Statistik. Wenn Airline A bei 10 Flügen zweimal 5 Minuten zu spät ist, während Airline B bei 10 Flügen einmal 48 Stunden zu spät ist, ist sie je nach Lesart doppelt so pünktlich wie A. Oder man nimmt die Anzahl der Verspätungen pro Tag, würde ich der Bild auch zutrauen. Da hat Small Planet die letzten Wochen richtig Boden gut gemacht. 

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vor 14 Minuten schrieb white wings:

Laut Bild Zeitung von heute ist Small Planet die dritt pünktlichste Airline 2018. Ohne Worte........

 

Da hat wahrscheinlich noch keiner bemerkt, dass die längst vom Markt verschwunden sind. :ph34r:

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Keine Verspätung in den letzten 2 Monaten. Das hebt den Pünktlichkeitsfaktor 2018 enorm. 

Edited by emdebo

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vor 36 Minuten schrieb white wings:

Laut Bild Zeitung von heute ist Small Planet die dritt pünktlichste Airline 2018. Ohne Worte........

 

Bild als Zeitung zu bezeichnen ..... Nun ja, jedem das seine, aber als Quelle für eine Statistik würde ich jetzt nicht unbedingt auf ein Blatt verweisen, deren Wahrheitsgehalt durchschnittlich doch noch ordentlich Ausbaufähig ist.

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vor 3 Stunden schrieb ZuGast:

 

Bild als Zeitung zu bezeichnen ..... Nun ja, jedem das seine, aber als Quelle für eine Statistik würde ich jetzt nicht unbedingt auf ein Blatt verweisen, deren Wahrheitsgehalt durchschnittlich doch noch ordentlich Ausbaufähig ist.

 

 

Böse unterstellt - Viele Bild-Leser sind ihrer Meinung nach auch schon mit einer Boeing 380 und einem Airbus 747 geflogen.... 

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vor 4 Stunden schrieb Tschentelmän:

 

 

Böse unterstellt - Viele Bild-Leser sind ihrer Meinung nach auch schon mit einer Boeing 380 und einem Airbus 747 geflogen.... 

 

Jop! Kallharte Fakten! 

 

BILD, BILDet !11eins!elf!!

 

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Die beiden verbliebenen deutschen A321 wurden jetzt vom Leasinggeber (Apollo Aviation) ins österreichische Register überführt.

Edited by AeroSpott

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Bei der ganzen Geschichte, wer nun Schuld ist an der Insolvenz, dem ganzen Chaos und wer welche Entscheidungen getroffen hat, die auch der Herr Pawel in seinem Interview angeschnitten hat, ist mir bei anderen Recherchen ein ganz anderer Name ins Auge gefallen, der vermutlich auch zu einem guten Teil die Schuld an dem Debakel der Small Planet Germany und vor allem auch bei dem Germania A321-Debakel in der Pawel-Wobig-Ära trägt: Ein gewisser Herr Sven D.

 

Er war zur der damaligen Zeit laut eigenen Angaben Technical Director bei der Germania, unter anderem zuständig für CAMO als Postholder Continuing Airworthiness, Verhandlung von Leasingverträgen, Flottenplanung und die Aufsicht über die Wartung der Maschinen. Er wird also ein gutes Stück mitgeredet haben, als es darum ging, dass die Problem-A321er eingeflottet werden. 
Erstmals ist sein Name wirklich in der Öffentlichkeit beim "Tango-Papa bleibt am Boden"-Debakel in einer Lokalzeitung aus Bremen erschienen, als die D-ASTP innerhalb von einer Woche drei oder viermal im Bremen mit verschiedenen Problemen (laut seiner Aussage immer nur banale Fehler im Überwachungssystem) verreckt war - die Maschine war danach wochenlang in der Werft.

Achso, nicht zu vergessen: 3 Tage später war Hr. Balke Geschäftsführer bei der Germania und Hr. Wobig, Hr. Pawel und auch Hr. D. waren arbeitslos.

 

Soweit, so gut. Jetzt wird es spannend:

Wer war ab Mitte 2015 bei Small Planet Germany ebenfalls angestellt?

Als Postholder Continuing Airworthiness und zuständig für CAMO?

Richtig, genau dieser Herr D. - und es geht noch weiter: Ab Mitte 2017 war dieser als Chief Technical Officer für die gesamte Small Planet Gruppe unterwegs... zuständig für alle Flugzeuge der Gruppe, mit voller Budgetverantwortung, als Leiter der Gruppen-CAMO und wieder für die Leasingverträge.

 

Wenn man mal 1 und 1 zusammenzählt, dürfte relativ klar sein, wer für die alten Small Planet Gurken mitverantwortlich war und diese eingeflottet hat, und damit ziemlich genau die gleichen Probleme bekam, die damals die Germania bereits mit ähnlichen Maschinen hatte. Offensichtlich reicht es nicht, mit einer Strategie einmal auf die Schnauze zu fliegen. Mal sehen, wann wir die nächste Airline mit den drei Namen in der Führungsebene auftauchen (und wahrscheinlich auch wieder schnell verschwinden) sehen.

 

 

Habe in dem Zusammenhang auch noch ein ganz nettes Zitat hier aus dem Forum gefunden, was man nun auf Small Planet anwenden kann:

Zitat

(Wobig und Pawel hatten die selben Ziele, welche aber nicht die Gesellschafter haben.)

Manchmal ist es besser, mit dem zufrieden zu sein was man hat, und das Vorhandene zu verbessern, als in einen Größenwahn zu verfallen.

Genau das, was Small Planet offensichtlich zum Verhängnis geworden ist. ;)

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vor 19 Minuten schrieb AeroSpott:

Bei der ganzen Geschichte, wer nun Schuld ist an der Insolvenz, dem ganzen Chaos und wer welche Entscheidungen getroffen hat, die auch der Herr Pawel in seinem Interview angeschnitten hat, ist mir bei anderen Recherchen ein ganz anderer Name ins Auge gefallen, der vermutlich auch zu einem guten Teil die Schuld an dem Debakel der Small Planet Germany und vor allem auch bei dem Germania A321-Debakel in der Pawel-Wobig-Ära trägt: Ein gewisser Herr Sven D.

 

Er war zur der damaligen Zeit laut eigenen Angaben Technical Director bei der Germania, unter anderem zuständig für CAMO als Postholder Continuing Airworthiness, Verhandlung von Leasingverträgen, Flottenplanung und die Aufsicht über die Wartung der Maschinen. Er wird also ein gutes Stück mitgeredet haben, als es darum ging, dass die Problem-A321er eingeflottet werden. 
Erstmals ist sein Name wirklich in der Öffentlichkeit beim "Tango-Papa bleibt am Boden"-Debakel in einer Lokalzeitung aus Bremen erschienen, als die D-ASTP innerhalb von einer Woche drei oder viermal im Bremen mit verschiedenen Problemen (laut seiner Aussage immer nur banale Fehler im Überwachungssystem) verreckt war - die Maschine war danach wochenlang in der Werft.

Achso, nicht zu vergessen: 3 Tage später war Hr. Balke Geschäftsführer bei der Germania und Hr. Wobig, Hr. Pawel und auch Hr. D. waren arbeitslos.

 

Soweit, so gut. Jetzt wird es spannend:

Wer war ab Mitte 2015 bei Small Planet Germany ebenfalls angestellt?

Als Postholder Continuing Airworthiness und zuständig für CAMO?

Richtig, genau dieser Herr D. - und es geht noch weiter: Ab Mitte 2017 war dieser als Chief Technical Officer für die gesamte Small Planet Gruppe unterwegs... zuständig für alle Flugzeuge der Gruppe, mit voller Budgetverantwortung, als Leiter der Gruppen-CAMO und wieder für die Leasingverträge.

 

Wenn man mal 1 und 1 zusammenzählt, dürfte relativ klar sein, wer für die alten Small Planet Gurken mitverantwortlich war und diese eingeflottet hat, und damit ziemlich genau die gleichen Probleme bekam, die damals die Germania bereits mit ähnlichen Maschinen hatte. 

Eine interessante Personalie, aber ich glaube du machst es dir zu einfach!

Das Thema "Altmetall" war bei Smallplanet schon gängig, bevor es die deutsche Tochter gab und die Kombo Wobig/Pawel/Konsorten eingetreten sind.

 

Ich würde dir aber zustimmen, dass es vom Top-Management kein schlauer Zug war, diese "vorbelastete" Truppe mit den von dir beschriebenen Kompetenzen auszustatten.

Der ohnehin fragwürdige Zustand bei der Flottensituation in der SMP-Gruppe kann durch solche Akteure mit exponentiellem Tempo in dramatische Sphären kommen, dass ist wie beim Kochen.

Eine versalzene Suppe kannst du nicht dadurch retten, indem du einen neuen Koch holst der nochmal nachsalzt ;-) 

 

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vor 24 Minuten schrieb ATN340:

Eine interessante Personalie, aber ich glaube du machst es dir zu einfach!

Das Thema "Altmetall" war bei Smallplanet schon gängig, bevor es die deutsche Tochter gab und die Kombo Wobig/Pawel/Konsorten eingetreten sind.

 

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die Maschinen vor der Zeit unbedingt neuer waren. Dafür waren aber die Vorbesitzer in meinen Augen zum Großteil besser ;) z.B.: Thomas Cook UK, Jetstar, Aeroflot, Air Astana, und jede Menge von China Eastern (Ausnahmen bestätigen die Regel). Davon flogen auch die meisten sehr zuverlässig.

Dann kamen die Kisten von Yamal, AtlasGlobal und Monarch. Und vor allem mit den ex. AtlasGlobals gab es massig Ärger dieses Jahr.

 

Die anderen AOCs haben ja auch halbwegs performt. Deutschland war die Katastrophe, Polen hatte am Anfang zu kämpfen weil die Monarch Maschinen nicht pünktlich ausgeliefert wurden - danach lief die Bude auch wieder relativ rund, was man so gesehen hat. Small Planet Litauen hatte übrigens die letzte Einflottung 2016 (von den beiden Transfers dieses Jahr abgesehen), Polen hatte übrigens von den Monarch Maschinen abgesehen die letzte Einflottung 2016. Alles vor der Zeit des Herrn D.

 

Edited by AeroSpott

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Am 16.11.2018 um 22:43 schrieb AeroSpott:

D-ASPI wird möglicherweise auch zerlegt, dafür gibt es aber noch keine gesicherten Infos. 

 

Die Maschine steht gerade vermutlich zum Verkauf, für schlappe $1.900.000. Wer will zugreifen? 

Edited by AeroSpott

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Am 4.2.2019 um 11:29 schrieb AeroSpott:

 

Die Maschine steht gerade vermutlich zum Verkauf, für schlappe $1.900.000. Wer will zugreifen? 

 

Ist das ein normaler Preis für einen A320 des Alters? Oder ist da bereits ein gewisser Runter-Geratzt-Faktor abgezogen?

 

Nur rein Interesse-halber... Nicht dass ich das Ding kaufen will.... In meiner Garage ist kein Platz mehr für nen Düsenflieger... 😉

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vor 48 Minuten schrieb Tschentelmän:

 

Ist das ein normaler Preis für einen A320 des Alters? Oder ist da bereits ein gewisser Runter-Geratzt-Faktor abgezogen?

 

Nur rein Interesse-halber... Nicht dass ich das Ding kaufen will.... In meiner Garage ist kein Platz mehr für nen Düsenflieger... 😉

 

Ich vermute ein gewisser "Das-Ding-sollte-eigentlich-nach-Kemble" Faktor ist dabei. 

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Von der Monarch Flotte wurde die A320 MSN1605 im Juli 18 zerlegt, bei einer Wette das wir scrapped in 2019 auch bei Maschinen aus der Small Planet Flotte zu lesen bekommen wird niemand dagegen halten.

Zwei A321 die MSN864 und 1421 gingen nach der Monarch Pleite 17 an Small Planet und die älteren Maschinen oft an ACMI Airlines.

Also lautet die Frage, was bringt der Verkauf eines zerlegten A320 oder A321, mehr als 2 Mio. ?

 

 

 

Edited by bernd.e32

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vor 3 Stunden schrieb Tschentelmän:

Fragt sich, ob die Triebwerke im Preis enthalten sind?!

 

https://flugzeugbilder.de/v3/show.php?id=1540370

 

Vermutlich nicht. Sind ja keine mehr dran...

 

Ein flugfähiger A320 aus dem Jahre 2000 kostet einsatzfähig noch rund 20 Mio USD inkl. Triebwerke.

Ready to scrap und ohne Triebwerke sind es dann noch 10% davon.

Edited by ramsesp

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