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Bundestagswahl am 26.09.2021


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Reine Wahlkampf-Show... Zunehmend populär werdende Umwelt-Themen bloß nicht den Grünen allein überlassen - und ein paar andere unbequem wirkende Forderungen ordentlich hauen und bashen... Man erinnere sich nur an Laschet's "Brücken-Lockdown-Verkündung", nur um der ganzen Welt mitzuteilen, dass er nun auch endlich den Ernst der Lage erkannt haben will - morgens im Bad machte es wohl plötzlich Peng... Aber das gehört eben dazu - und da werden sicherlich noch ein paar andere Pengs kommen und auch die eine oder andere Fehlzündung...

 

Alles in allem bisher trotzdem ein fairer und anständiger Wahlkampf - allerdings habe ich mehr und mehr den Eindruck, die Kanzlerkandidaten wollen am Ende der Saison deutscher Meister werden, obwohl sie derzeit noch in der zweiten Liga spielen....

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Schlussfolgerungen ziehe ich auch nicht. Aber, Rückenwind für die CDU/CSU möchte ich da schon attestieren. Da schöpfe ich aus meiner eigenen Politikerfahrung. 
Ich will aber nicht verhehlen, dass mir die 22,5% für die AfD doch etwas Sorgen machen. Das ist aber auch ein Wert, den man dem Ostdeutschlandfaktor zuordnen muss.

Bearbeitet von aaspere
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Es sieht zwar intresant aus, aber lasst und den Abend nicht vor dem Tag loben. Schauen wir mal, wie die Auszählung der Briefwahl sich auswirken wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn zumindest die Prozente der Rechten massiv nach unten gehen würde, weil die geht bzw. darf einfach gar nicht.

 

...NCC1701

Bearbeitet von NCC1701
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vor 58 Minuten schrieb NCC1701:

Schauen wir mal, wie die Auszählung der Briefwahl sich auswirken wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn zumindest die Prozente der Rechten massiv nach unten gehen würde

 

Schöner Wünsch - aus meiner Sicht aber eher unwahrscheinlich.... Sollte sich die Briefwahl-Auszählung jedoch tatsächlich stark negativ auf das Abschneiden der AfD auswirken, gäbe es danach womöglich eine ziemlich schmutzige und unwürdige Diskussion der Rechtsextremen über Wahlmanipulation - nach dem Trump-Muster - und leider vermutlich auch nicht wenige Rechts-Wähler, die den Blödsinn sogar glauben würden... 

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Am 6.6.2021 um 18:20 schrieb aaspere:

Schlussfolgerungen ziehe ich auch nicht. Aber, Rückenwind für die CDU/CSU möchte ich da schon attestieren. Da schöpfe ich aus meiner eigenen Politikerfahrung. 
Ich will aber nicht verhehlen, dass mir die 22,5% für die AfD doch etwas Sorgen machen. Das ist aber auch ein Wert, den man dem Ostdeutschlandfaktor zuordnen muss.

@aaspereweisst Du, um was ich mir Sorgen mache (nicht nur für die Bundestagstwahl,auch im Land) : Die Wahlbeteiligung lag wohl bei ca.61% , und ca.9% haben andere Parteien gewählt,die sowieso nicht vertreten sind im Landtag. Also, Die im Landtag vertretenen Parteien (ohne Wertung der Farbe) haben fast die hälfte der Bevölkerung nicht erreicht. Sprich,die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich von keiner der Parteien dort vertreten. Und DAS sollte nachdenklich machen,die Politikmüdigkeit .

Ich nehme jetzt nur mal ein Beispiel : In allen Großstädten (Berlin,München,Frankfurt usw) sind Mieten kaum noch bezahlbar.( Nur wenn es mehr Wohnungen gibt,als Nachfragen,regelt der Markt die Mietpreise )

Zumindest in Berlin gibt es EINE Partei , die sagt,wir müssen neue Wohnungen BAUEN ! (nicht enteignen)Aber diese Partei kümmert um die 6% rum,also sagen potenzielle Wähler,die haben eh keine Chance,da gehe ich eben gleich gar nicht wählen....

Bearbeitet von born4fly
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@born4fly
Was Du ansprichst, ist ein tiefgehendes Schiff und geeignet für ein Seminar in Politikwissenschaft. Etwas vereinfacht dargestellt hat es zu tun mit den Erfahrungen aus der Weimarer Republik, weshalb die 5%-Klausel eingeführt wurde, und der Frage, ob man noch von einer repräsentativen Demokratie bei einer Wahlbeteiligung von z.B. 50% sprechen kann.
Die 5%-Klausel hat sich bewährt und ist ein Garant für politische Stabilität. Das ist aber nur die eine Seite. Viel wichtiger ist die Aufgabe der gesellschaftlich relevanten Institutionen und Interessenvertretungen, um gegen Desinteresse und Politikverdrossenheit anzukämpfen. Ich brauche nicht aufzuzählen, wer alles für diese Aufgabe verantwortlich ist, und diese auch wahrnimmt. Seit Beginn unserer Republik 1949 funktioniert dieses System, nicht immer ohne Probleme, aber hinreichend gut. Warum also hatten wir bei Bundestagswahlen zwischen 1953 und 1987 immer Wahlbeteiligungen von mehr als 80% und seitdem sinkende Werte? Ich sehe für Deutschland noch keine Gefahr, aber Bedarf an mehr Aufmerksamkeit für die Gründe dieser Werte.


Edit
Ich möchte noch erwähnen, dass ich sehr sicher bin, dass wir im September eine hohe Wahlbeteiligung haben werden, weil wir einen Bruch habe. Merkel hört auf, die SPD kämpft ums Überleben, die Grünen wittern Morgenluft, die Linke bietet nur Ausstiegsforderungen und die AfD will alle Unzufriedenen einsammeln. Beste Voraussetzung für einen Wahlkampf.

Bearbeitet von aaspere
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Mittlerweile ist es sowieso kaum noch möglich, Tendenzen im Wählerverhalten zu erkennen und vorauszusagen... Demoskopen liegen immer öfter und deutlicher daneben - zuletzt auch in Sachsen Anhalt... Und die Voraussetzungen für die nächste Bundestagswahl sind ebenfalls kaum mit vergangenen Wahlen vergleichbar... Angela Merkel tritt nicht mehr an - Laschet als umstrittener CDU-Kandidat - die Corona-Krise mit vielen Zerwürfnissen in Politik und Gesellschaft und niemand kann genau sagen, wie viele Betriebe das nicht überleben - dazu immer dringendere Umwelt-Themen und eine Never-End-Diskussion um Flüchtlinge und Migration...

 

Da kann wohl wirklich niemand wirklich voraussagen, wie das am 26.9 ausgehen wird...

 

Die einzige Konstante ist die SPD, die kaum mehr richtig aus dem Quark zu kommen scheint - und die AfD, die sich immer stärker nach rechts bewegt...

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Noch ein Gedanke zum Thema.
Die Alten mit ihren Grundüberzeugungen, konservativ - liberal - sozialdemokratisch, sterben jetzt aus. Die mittlere Altersgruppe und die Jungen haben z.T. andere Vorstellungen von Politik (Stichwort Bürgerinitiativen) und wandern zwischen den Parteien bei Wahlen in weit stärkerem Maße als das früher der Fall war. Grundsatzprogramme oder Wahlprogramme der Parteien liest niemand mehr. Flyer an den immer noch lustigen Wahlkampfständen (immer mit Sonnenschirm) mit 5 Punkten wofür die Partei ist und 5 Punkten wogegen, sollen die Entscheidung beeinflussen. Ich hab das früher ja alles auch mitgemacht, und meine Frau und die Töchter zogen mich Samstag beim Frühstück auf: "Na, willste wieder Bundeskanzler werden?"

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Bei mir im Freundeskreis unterhalten wir uns viel über Politik (Altersgruppe ca. 40 -  ca. 60) und Niemand fühlt sich gut vertreten. Uns allen fehlt auch das "Wie". 5 Punkte für und 5 Punkte gegen eine Sache ist ja lediglich gut für Seite 2 der Präsentation. Auch die Wahlprogramme schreiben (halt auf 70 Seiten) nur das Wofür und Wogegen.

Nirgends steht, welche Probleme es gibt bei der Umsetzung, was es kostet, wie realistich die Ziele in 5, in 10, in 15 Jahren sind, usw..

 

Stattdessen werden problematische Punkte nicht klar benannt und es wird versucht, es allen recht zu machen. So kann das nichts werden.

Deswegen sind die Leute eher unentschlossen und es ist schwierig, Wahlergebnisse vorherzusagen.

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vor 21 Stunden schrieb aaspere:

@born4fly
 


Edit
Ich möchte noch erwähnen, dass ich sehr sicher bin, dass wir im September eine hohe Wahlbeteiligung haben werden, weil wir einen Bruch habe. Merkel hört auf, die SPD kämpft ums Überleben, die Grünen wittern Morgenluft, die Linke bietet nur Ausstiegsforderungen und die AfD will alle Unzufriedenen einsammeln. Beste Voraussetzung für einen Wahlkampf.

Und seit heute gibt es noch einen Grund mehr für einen Wahlkampf. Ausgerechnet Experten der Bundesregierung sprechen sich nun für eine weitere Erhöhung der Lebensarbeitszeit aus (Renteneintrittsalter ) . Damit könnten genau diese Experten unfreiwillig Steigbügelhalter für einen Linksruck werden.

Eine (heute, 08.06.) aktuelle Umfrage bei RTL hat ein eindeutiges Ergebnis gezeigt. Auf die Frage : Können sie sich vorstellen,bis 68 zu arbeiten,haben 94% mit nein geantwortet,4 % mit ja,und die anderen waren unentschlossen .

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Das ist schon richtig. Aber,um mal nur bei der Luftfahrt zu bleiben. Welche Jobs kann man denn unbedenklich ins Alter "erweitern " ? Bei Piloten sicher nicht,aus Sicherheitsgründen. Flugbegleiter: Kannst Du Dir Besatzungen Ü 60 vorstellen ? Bodenpersonal: Zumindest,alles,was mit Gepäck zu tun hat, schafft Ü60 die Leistung nicht mehr.

 

Edit: Für alle ,die jetzt schreiben werden,man kann ja imAlter ruhiger werden,und sich einen anderen Job suchen,hier mal eine kleine Lebenensepisode:

Eine Verkäuferin(50) wurde arbeitslos,weil ihr Arbeitgeber Pleite ging. Sie bewarb sich dann auf eine Stellenausshreibung einer großen Bäckereikette . Beim Vorstellungsgespräch dann die große "Klatsche" :

Chefin : "Ich reibe mich an ihrem Alter,mir wären zwei 25 jährige mit der Berufserfahrung einer 50 jährigen lieber"

Zu guter Letzt der Erfolg: Mit einem privaten Arbeitsvermittler und der Bezahlung dessen mit einem "Vermittlungsgutschein" vom Arbeitsamt fand sie dennoch woanders einen neuen Job.

Bitte nur mal drüber nachdenken,wenn zig tausende mit Ü60 einen neuen Job suchen müssten. Die "Alten" will keiner mehr !

Bearbeitet von born4fly
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Das Problem ist halt bei der Rente, dass sie eben nicht, wie es seinerzeit Minister Blüm sagte, sicher ist.

Sie steht bei uns schlicht auf tönernen Füßen!

 

Vor Jahrzehnten hätten wir das System umstellen müssen, als nämlich das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen noch in Ordnung war. Ein Blick in die Schweiz wäre hilfreich gewesen. Jetzt kann man nur noch nach Schweden schauen und das dortige Modell versuchen zu kopieren.

 

Denn immer länger arbeiten ist in vielen Branchen eben NICHT die Lösung. Da bin ich zu 100% bei @born4fly.

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vor 2 Stunden schrieb aaspere:

Flyer an den immer noch lustigen Wahlkampfständen (immer mit Sonnenschirm) mit 5 Punkten wofür die Partei ist und 5 Punkten wogegen, sollen die Entscheidung beeinflussen.

 

Nee, das reicht nicht zur Beeinflussung. Meine Stimme kostet 2 Kugelschreiber und 5 Luftballons im Parteibranding.

vor 46 Minuten schrieb born4fly:

Das ist schon richtig. Aber,um mal nur bei der Luftfahrt zu bleiben. Welche Jobs kann man denn unbedenklich ins Alter "erweitern " ? Bei Piloten sicher nicht,aus Sicherheitsgründen. Flugbegleiter: Kannst Du Dir Besatzungen Ü 60 vorstellen ? Bodenpersonal: Zumindest,alles,was mit Gepäck zu tun hat, schafft Ü60 die Leistung nicht mehr.

 

Zum Thema Renteneintrittsalter gibt es eine humoristische Aufarbeitung:

https://youtu.be/syFMdLqNLYM

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vor 22 Minuten schrieb HAJ-09L:

Nee, das reicht nicht zur Beeinflussung. Meine Stimme kostet 2 Kugelschreiber und 5 Luftballons im Parteibranding.


Klasse. Jetzt wissen wir alle: Du bist heterosexuell, verheiratet und hast 5 Kinder. Früher warst Du CDU-Wähler, bist aber jetzt Zielgruppe der Grünen. Ob Du schon Grün wählst, hängt vom Alter und Geschlecht Deiner Kinder ab. Wenn es nur Mädchen sind, biste für die CDU verloren. Bei Jungs ist noch Hoffnung für Laschet; hängt aber auch vom Alter der Jungs ab. Das ist der ideale Nährboden für innerfamiliäre Bestechungen. Verhaltensempfehlungen von mir nur gegen Vorkasse und per PN. :D:D:D

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vor 15 Stunden schrieb jubo14:

Denn immer länger arbeiten ist in vielen Branchen eben NICHT die Lösung. Da bin ich zu 100% bei @born4fly.

Aus Sicht der Rentenkasse müssen die Arbeitnehmer nicht länger arbeiten. Es reicht schon aus, wenn sie aufgrund des höheren Renteneintrittsalters mit höheren Abschlägen in Frührente gehen.

Es wird ja wohl niemand realistisch erwarten, dass ein Zimmermann oder Straßenbauer bis 68 arbeitet, und dass es nicht genügend Führungspositionen für all die Älteren gibt, sollte eigentlich auch selbsterklärend sein.

 

Ich sehe die einzige Lösung in einem investitionsbasierten System. Also weg vom Generationenvertrag, hin zu "jeder spart seine spätere Rente selbst an", mit staatlicher Unterstützung für geringe Einkommen. Langfristig in die Zukunft denkt die Politik aber nur dann, wenn man damit neue Steuern argumentieren kann... 

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vor 31 Minuten schrieb Nosig:

Man müsste auch die Beamten in das Rentensystem einbeziehen und deren Pensionen aufgeben.

Aber selbst das würde das Problem lediglich etwas aufschieben. (Wenn überhaupt!)

 

Der "Generationenvertrag" ist rein mathematisch nicht haltbar. 

Es werden in den kommenden Jahren extrem viele Mitmenschen in Rente gehen und es werden nur sehr wenige (im Verhältnis dazu) neu ins Berufsleben eintreten.

Ich habe es nicht mehr genau im Kopf wann es soweit ist, aber in ein paar Jahren haben wir einen Stand erreicht, wo ein Berufstätiger für einen Ruheständler aufkommen muss. Wie soll das gehen?

 

Ich würde mal ernsthaft in die Schweiz gucken, wo es eine gesetzlich garantierte Mindestrente gibt. (1.Topf)

Darüber hinaus gibt es die gesetzlich vorgeschriebene "private" Rentenversicherung, wo sich der Beschäftigte lediglich aussuchen kann, wo, und nicht ob, er sich versichern will. (2. Topf)

Und oben drauf gibt es dann die gesetzlich vorgeschriebene Betriebsrente. (3. Topf)

Bei den Töpfen 2 und 3 wird ein Teil immer über den Kapitalmarkt "vermehrt", so dass hier mitunter durchaus ansehnliche, auf jeden Fall aber im Vergleich zu Deutschland traumhafte, Renten zustande kommen.

Man muss aber dabei immer im Auge behalten, dass ein Umstellung in etwa 40 Jahre dauert! Und so lange muss man das System massiv mit Steuergeldern stützen. Irgendwie ist es hier nicht 5 vor 12, sondern ehr schon halb Eins!

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Ne zeitlang hat man ja leider versucht, dem Schneeball durch Zuwanderung zu mehr Schnee zu verhelfen... Das soll jetzt kein Argument gegen Zuwanderung sein, sondern eher ein Beweis dafür, dass man auf die Politik nicht hoffen darf. Denn jeder Arbeitnehmer von heute geht morgen in Rente, vergrößert also nur das Problem in der Zukunft.

 

Anderseits sollte auch schon jedem klar geworden sein, dass man auch selbst aktiv werden muss. Wer sich auf die staatliche Rente verlässt, wird verlassen sein.

Zumindest wer die finanziellen Möglichkeiten hat, sollte selbst frühzeitig vorsorgen. Und dabei aber ganz genau hinschauen, denn nicht alles, was beworben wird, macht für jede individuelle Einkommenssituation auch Sinn. 

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