Zum Inhalt springen
airliners.de

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Fluginfo:

Irgendwie hat man hier schon das Gefühl, dass niemand mehr etwas den anderen, ob Airline oder Flughafen gönnt und daher im Umkehrschluss alles andere Sch.... sein muss.

Das ausgerechnet von dir ... Da ist es echt schwer nichts dazu zu sagen :D

Aber um nicht nur persönlich zu schreiben:

 

vor 2 Minuten schrieb Fluginfo:

Auf welcher Welt lebst du denn?

Auf dieser.

 

vor 2 Minuten schrieb Fluginfo:

Woher soll nach zwei Tage Freischaltung von 1/3 Zusatzkapazität denn plötzlich eine überragende Buchungslage herkommen.

Natürlich nicht, darum geht es mir aber auch nicht. Dennoch nur durch einen FlugPLAN  darauf zu schließen, dass man brutal wächst ist doch wirklich als wäre man das letzte Jahr im Winterschlaf gewesen. Auf welcher Welt (um in deinen Worten zu bleiben) wurde denn ein PLAN erfüllt? Wir führen doch hier eine sehr, sehr hypothetische Debatte.... 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Minuten schrieb Fluginfo:

Doch weil andere Kapazitäten bereits abgebaut haben und diese planerisch in 2021 nicht genutzt wird, bzw. die TUifly mit echter Reduzierung der Flotte.

 

Na ich hab es darauf bezogen das jeder die Kapazität seiner Vorhandenen Flotte bei der Planung ausreizt.

Das andere Airlines mehr Flotte reduziert haben ist mir bewusst, darum geht es aber nicht.

 

Die Diskussion begann mit der Frage ob die Condor mehr Flüge anbietet als sie Kapazitäten in Ihre Flotte hat und diese These hast Du selbst aufgestellt.

 

Den Vergleich mit anderen Airlines hast auch Du selbst eingebracht der stand vorher nicht zur Debatte.

 

 

Bearbeitet von SKYWORKS
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb SKYWORKS:

 

Na ich hab es darauf bezogen das jeder die Kapazität seiner Vorhandenen Flotte bei der Planung ausreizt. Das andere Airlines mehr Flotte reduziert haben ist mir bewusst.

Okay, kein Problem.

Wenn man wirklich Geld verdienen will in den schwierigen Zeiten, dann gehören die Flieger in der Luft.

Ob dies die C O R O N A - Vieren auch so sehen werden wir verfolgen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Minuten schrieb Fluginfo:

Wenn man wirklich Geld verdienen will in den schwierigen Zeiten, dann gehören die Flieger in der Luft.

 

Notfalls auch fast leer, da Treibstoff und Crew kostenlos sind? Außer du beschränkst dich auf die Umsatz-Seite, dann ja. Aber das ist ja halt nicht alles.

vor 3 Minuten schrieb Fluginfo:

Ob dies die C O R O N A - Vieren auch so sehen werden wir verfolgen.

Man wird doch wohl mal alle fünfe gerade sein lassen können ;-) Aber die Thematik ist ja nunmal da

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Fluginfo:

Okay, kein Problem.

Wenn man wirklich Geld verdienen will in den schwierigen Zeiten, dann gehören die Flieger in der Luft.

Ob dies die C O R O N A - Vieren auch so sehen werden wir verfolgen.

 

So ist es... und das versucht jede Airline mit den ihnen maximal zur Verfügung stehenden Kapazitäten, zumindest in der Planung.

 

Was anschließend abgeflogen wird ist ein anderes Thema.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb d@ni!3l:

Das ausgerechnet von dir ... Da ist es echt schwer nichts dazu zu sagen :D

Aber um nicht nur persönlich zu schreiben:

 

Auf dieser.

 

Natürlich nicht, darum geht es mir aber auch nicht. Dennoch nur durch einen FlugPLAN  darauf zu schließen, dass man brutal wächst ist doch wirklich als wäre man das letzte Jahr im Winterschlaf gewesen. Auf welcher Welt (um in deinen Worten zu bleiben) wurde denn ein PLAN erfüllt? Wir führen doch hier eine sehr, sehr hypothetische Debatte.... 

Buchungszahlen in UK steigen wöchentlich kräftig an, weil dort Aussagen getroffen worden sind was Reisetätigkeit im Sommer angeht.

Vielleicht spekuliert Condor auch auf einen Öffnungszeitpunkt in Deutschland, was m.E. gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Minuten schrieb SKYWORKS:

Natürlich werden die Flüge das so zusammen gelegt das sie rentabel sind.

Klar, aber deshalb schickt man im Zweifel ja nicht  "alle in die Luft" ;-)

 

vor 4 Minuten schrieb Fluginfo:

Buchungszahlen in UK steigen wöchentlich kräftig an, weil dort Aussagen getroffen worden sind was Reisetätigkeit im Sommer angeht.

Vielleicht spekuliert Condor auch auf einen Öffnungszeitpunkt in Deutschland, was m.E. gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Ohne Frage, dort geht es bergauf (vielen Dank nochmal an alle, die bei uns nicht dazu beigetragen haben, dass es bergauf gehen kann...) und hier wird es auch folgen. Aber deshalb schon zu schlussfolgern, dass man im Sommer zu klein ist ist ja erstmal weit hergeholt, weil es ja schon einen "kleinen" Unterschied macht, ob Deutschland vor oder nach den Sommerferien bspw. öffnet. Das könnte da eine recht wichtige Variable werden.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Aerodude:

Mal ehrlich: Würde es hier nicht um CFG sondern um EW oder TUIfly gehen, es würde deutlich sachlicher bleiben. Ich weiß nicht, warum man das nicht einfach mal rational diskutieren kann?!

 

Wo ist man denn nicht sachlich?

Das Problem sind zwei Diskussionen die hier parallel laufen.

Auf der einen Seite scheint Condor für den Sommer plötzlich einen ziemlichen Ausbau des Programms an einigen Standorten vorzubereiten. Mit einem System, was ich so bislang von Condor nicht kannte. Es wäre mir neu das man Strecken wie DUS-HER bislang (vor Corona) zweimal täglich anbot. Das ist schon eine Veränderung gegenüber dem bislang üblichen 1-2-3/7 Programmen.

Also kommt die Frage auf: Wieso, womit und warum ausgerechnet jetzt?

Das man wenn möglich alles was man an fliegendem Material hat in die Luft bekommen muss ist klar. Aber mir persönlich sieht das schon nach Abteilung Brechstange aus.

 

Gleichzeitig die Diskussion um die scheinbar knapper werdenden flüssigen Mittel. Anders ist es ja wohl nicht zu erklären das man sich über weitere Hilfen informiert. Ob andere da nun 2, 4 oder 8 mal so viel Verbrennen ist nicht relevant. In diesen Punkt fließt auch immer noch ein: Wie geht es eigentlich mittel bis langfristig bei Condor weiter?

 

Die Kombination aus beidem führt dann zu: Wie kann es sich Condor erlauben solche Massen in Märkte zu werfen, auf denen ein Preiskampf schon unter normalen Bedingungen vorprogrammiert ist, wo man doch gar nicht weiß was dieses Jahr überhaupt geht?

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb d@ni!3l:

Klar, aber deshalb schickt man im Zweifel ja nicht  "alle in die Luft" ;-)

 

Natürlich nicht... Ich denke das war auch eher so gemeint von @Fluginfo das man all die Flieger in die Luft bringen soll die Geld bringen. ;) Aber das ist natürlich im Moment nur die Entscheidung von Coronimoni. :D 

 

vor 5 Minuten schrieb DE757:

 

Wo ist man denn nicht sachlich?

Das Problem sind zwei Diskussionen die hier parallel laufen.

Auf der einen Seite scheint Condor für den Sommer plötzlich einen ziemlichen Ausbau des Programms an einigen Standorten vorzubereiten. Mit einem System, was ich so bislang von Condor nicht kannte. Es wäre mir neu das man Strecken wie DUS-HER bislang (vor Corona) zweimal täglich anbot. Das ist schon eine Veränderung gegenüber dem bislang üblichen 1-2-3/7 Programmen.

Also kommt die Frage auf: Wieso, womit und warum ausgerechnet jetzt?

Das man wenn möglich alles was man an fliegendem Material hat in die Luft bekommen muss ist klar. Aber mir persönlich sieht das schon nach Abteilung Brechstange aus.

 

 

Ziel ist die Flieger so voll wie möglich zu bekommen. 

Wenn man mehr Flüge anbietet werden mehr Interessen und Gäste erreicht und Buchungen generiert. Ob die Flüge dann stattfinden ist ein anderes Thema. Aber man hat die Buchung vom Gast und die kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit dann auf einen anderen Flug schieben, damit man eben nur volle Flüge startet.

 

 

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb DE757:

Die Kombination aus beidem führt dann zu: Wie kann es sich Condor erlauben solche Massen in Märkte zu werfen, auf denen ein Preiskampf schon unter normalen Bedingungen vorprogrammiert ist, wo man doch gar nicht weiß was dieses Jahr überhaupt geht?

Mal eine (gewagte) Hypothese: Je mehr Buchungen man hat, desto "systemrelevanter" ist man, da man den Kunden / Wählern ja nicht den Urlaub vermiesen will, so dass "blind Kapazitäten auf den Markt werfen" ggf. indirekt zu einer Rettung führen kann!?

 

Und - um von der "wird man alle Buchungen so fliegen können oder nicht"-Glaskugel-Thematik wegzukommen und mal auf die eventuellen Hilfen einzugehen (die hier glaube ich noch nicht diskutiert wurden): Wenn Condor nochmal Hilfen bekommen sollte, macht das deren Tilgung nicht noch unwahrscheinlicher? Weil a) je größer der Berg ist, desto schwieriger wird es und b) ein potentieller Käufer je mehr Schulden da sind mehr Schulden mitnimmt, so dass eine Neugründung sich umso mehr lohnt  (es heißt ja immer das DE-Personal ist ein Asset - ja, ABER das könnte man ja bei einer Pleite auch einstellen...).  

 

Die Diskussion hatten wir ja nach dem TC aus vor 1,5 Jahren schonmal, aber seitdem könnten die Schulden ja - jenachdem was jetzt nochmal kommen soll - um Faktor 3 steigen, was die Thematik noch mehr verschärft. 

 

Also wohin soll der Weg eigentlich gehen? Also mir fehlt da bei aller Sympathie für die Condor langsam irgendwie die Perspektive, wo ich die Tage gesehen hab, dass das Geld erneut knapp sei. Ist das eine Debatte wert?

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb d@ni!3l:

Also wohin soll der Weg eigentlich gehen? Also mir fehlt da bei aller Sympathie für die Condor langsam irgendwie die Perspektive, wo ich die Tage gesehen hab, dass das Geld erneut knapp sei. Ist das eine Debatte wert?

 

Sehe ich auch so. Des Weiteren sind Investitionen Fällig deren Finanzierbarkeit durch weitere Kredite ja immer schlechter darstellbar werden. Klar hat man jetzt vielleicht eine schlanke Kostenstruktur, aber die ist irgendwann auch ausgereizt.

Geschrieben

Nur mal zur Info, Condor ist bereits im Sommer 2019 tgl. von FRA, DUS und MUC nach Heraklion (überwiegend mit B753) geflogen.

Zusätzlich waren noch andere Mitbewerber unterwegs (Tuifly auch jeweils 7/7) und über LTU/Air Berlin/Laudamotion/Ryanair auch fast täglich. Bei Condor hat man im Sommer 2020 bereits gute Erfahrungen mit Griechenland gemacht.

Und nochmals, neben Griechenland hat Spanien sozusagen bereits Garantien für Touris abgegeben, weil dort ist ohne Touristen noch weniger als bei uns bei strengsten Verboten dann los.

Daher sind pandemiebedingte Vorbehalte immer berechtigt, aber nicht in der Argumentation wie sie hier vorgebracht werden.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Fluginfo:

Aegean Airlines, Skyexpress, diverse amerikanische LCC'ler, Wizzair usw. unterhalten größere Flotten im Sommer 2021 als im Jahr 2019

 

Wir sind also doch im persönlichen Show-Down gelandet, dem möchte ich mich nicht entziehen.

 

Ob sie denn fliegen werden und das auch noch aus dem Geschäftsbetrieb heraus profitibel ist doch die Frage. Aber vor lauter Kurzarbeitergeld, Sozialstaat, Durchhalteparolen und vermeintlichen Wettbewerbsbeschränkungen scheint das Denken schwerzufallen.

 

Ach du Schreck, jetzt bin ich also auch noch deinen Sperren schuldig? Ziemlich viele deiner wahnsinnig wahrheitsgetreuen "statistischen" Analysen@Fluginfo konnten schon als Lügen widerlegt werden, ob es der Wasserrohrbruch in New York war, die Zahl der Inlandspassagiere an deinem Lieblingsflughafen oder jetzt halt die Anzahl der Condor-Flugzeuge, aber egal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vor 19 Minuten schrieb Fluginfo:

Daher sind pandemiebedingte Vorbehalte immer berechtigt, aber nicht in der Argumentation wie sie hier vorgebracht werden.

 

Sondern immer nur so, wie es dir gerade passt, gell?

 

Und mit der LTU hast du mir gerade den Tag versüsst, ich gehe jetzt zwar nicht mit Schnappatmung joggen, aber das Enten-Confit muss tatsächlich noch vorbereitet werden und damit frohes Weiterdiskutieren....

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb Besserwisser:


LH hat aber auch kein Schutzschirmverfahren hinter sich! Bei Condor konnte man sich allen unliebsamen Verträgen entledigen, die Konkurrenz dies nicht! Schon traurig wenn die Kohle dann wieder nicht reicht. Alle haben ihre Flotten verkleinert, nur bei Condor hält man es nicht für nötig den Gürtel in Hinsicht auf die Flotte enger zu schnallen. Ist ja leichter nochmal 150 Millionen abzugreifen, als den Rotstift bei der Flotte anzusetzen. Schließlich kostet die Museumsflotte ja nicht viel Geld, ist ja auch egal ob die Flieger ungenutzt rumstehen. 

Dann freu dich doch einfach für die Condor, dass man im Markt mit der am schnellsten prognostizierten Erholung keine Flotte reduzieren muss. Oder wurde bei deinem Flugzeug woanders der Rotstift angesetzt? Wenn nicht rege dich nicht auf über Dinge, die dich nicht betreffen und genieß das Leben. 

 

Bearbeitet von Skydiver
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Emanuel Franceso:

 

Die Finanzspritze braucht man ja, weil das eingeplante Ostergeschäft größtenteils ausfällt. Ich gehe davon, dass Condor einen neuen Kredit bekommen wird. Falls nicht von Investoren, kommt es vom Bund. Ne Condor Pleite wird kein Politiker in diesem Jahr verantworten wollen. 


Mittlerweile hätte ein fallenlassen der Condor keine Auswirkung auf die politische Reputation. Dem gegenüber stehen Millionen Arbeitnehmer in der Dienstleistungsbranche die seit Monaten nicht arbeiten dürfen. Da ist die „Rettung“ von 4000 Leuten ein Fliegenschiss. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 25 Minuten schrieb Skydiver:

Dann freu dich doch einfach für die Condor, dass man im Markt mit der am schnellsten prognostizierten Erholung keine Flotte reduzieren muss. Oder wurde bei deinem Flugzeug woanders der Rotstift angesetzt? Wenn nicht rege dich nicht auf über Dinge, die dich nicht betreffen und genieß das Leben. 

 

Es ging ja mal darum, warum es immer der Condor Thread ist der eskaliert und unsachlich wird und es wurde einem bestimmtem User (ungleich diesem) vorgeworfen. Ich sehe vor allem sowas als Grund ;-)  Edit: Der nachfolgende Post umso mehr.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Besserwisser:


Oh da ist aber jemand leicht gereizt, langsam wird man wohl in Neu-Isenburg nervös. Es war nur ein Denkanstoß wie man vielleicht ein bisschen mehr hätte sparen können. Du vergleichst die kleine Condor ja gerne mit dem LH Konzern, wo alleine Eurowings vor der Krise die doppelte Größe von Condor hatte. Dass man man bei 5 Airlines mit 5 Verwaltungen in 4 Ländern, mehr Geld verbrennt als Condor mit 50 Fliegern und durchlaufenem Schutzschirmverfahren, ist doch wohl auch dir klar oder?

Nimm es mir nicht böse aber das Rumgesülze seit 1,5 Jahren von Unbeteiligten und wahrscheinlich Branchenfremden nervt einfach. Und Leute wie du kommen kommen immer nur aus ihrem Loch gekrochen, wenn es schlechte Nachrichten gibt. 

Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Skydiver:

Wenn nicht rege dich nicht auf über Dinge, die dich nicht betreffen und genieß das Leben. 

 

Ähm, joa. Guter Credo.

 

Am 6.3.2021 um 19:11 schrieb Skydiver:

Bei Condor betrug dieser für die Coronazeit lediglich 250 Mio Euro und wäre z.B. bei einer eurowings schon nach 4 Monaten aufgebraucht gewesen. 

 

vor 4 Stunden schrieb Skydiver:

Warum sollten sie nicht? Die kolportierten 150 Mio verbrennt LH in 15 Tagen, das sollte kein Problem sein die zu bekommen. 

 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Besserwisser:


Ich kann mich seit Beginn der Corona-Krise an keine guten Nachrichten erinnern. Ob Branchenfremd oder nicht, tut doch nicht viel zur Sache oder? Ich diskutiere auch gerne mit Leuten die eine andere Meinung haben als ich, da ist mir die Branche aus der die kommen egal. Leute die nicht für eine Airline arbeiten sind wohl meist deutlich objektiv, als welche die hier ihren Arbeitgeber mit allen Mitteln verteidigen möchten. 

Seltsames Geschwätz, ich schon z. B. den CL-Sieg des FC Bayern. 9_9

Geschrieben

Ich bevor ich diesen Thread, den Lufthansa- oder Corona-Thread öffne

 

Ich glaube, ein Teil des Grundes, warum diese Debatte so emotionalisiert geführt wird, ist, dass hier jeder das Gefühl hat, es seien *seine* Schäfchen mit involviert. Sei es weil man mit Condor direkt oder indirekt als Arbeitnehmer verbunden ist, weil man direkt oder indirekt mit der Konkurrenz verbunden ist, wo sich natürlich durch eine staatliche Subventionierung Condors die Zukunftsaussichten auch nicht bessern, oder sei es schlichtweg, weil man einfach nur Steuerzahler ist und als solcher hier "sein" Geld wegfließen sieht.

 

Auf eine Art verstehe ich beide Seiten: Ich verstehe Condorianer, die den Untergang der Airline mit diesen Rahmenbedingungen unfair fänden, ich verstehe aber auch sehr gut das Argument, warum man sich als Investor eine Condor ans Bein binden sollte, wenn man auch mit den besten Konditionen (Leasing, Workforce etc.) seit Jahren mit einem Clean Sheet Design zu starten.

 

Meines Empfindens nach täte es beiden Seiten gut, ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen fürs Gegenüber zu zeigen. Die Kritiker dürfen gerne Kritik anbringen, solange man bedenkt, dass da eben echte Arbeitnehmer auf der Gegenseite stehen, von denen sicherlich nicht wenige dachten, dass Condor ihr Arbeitgeber fürs Leben wird, weil es eben bisher gerade in Sachen Arbeitnehmerrechten eine Bank im deutschen Luftverkehr war. Es sollte eben ein bisschen fundierter sein als nur "Ich hoffe dieser Laden geht bald pleite, nicht dass da noch mehr Geld versenkt wird". Auf der anderen Seite täte es sicherlich den Condor-Fans gut, auch mal Kritik einzugestehen und nicht zu versuchen, jeden Aspekt an Condor als die eierlegende Wollmilchsau darzustellen. Ich erinnere nur an absurde Lobeshymnen auf den supermodernen Top-Flieger B767. 

 

Ich glaube, was die Debatte so verwoben macht, ist die unglückliche Vermischung von post-TC-gerettet-Condor und Corona-Condor. Hätte es die TC-Situation nicht gegeben, hätten wir hier keine Seiten gefüllt mit solchen Diskussionen, weil es dann, analog zu Lufthansa und TUI ganz klar wäre, wie man mit Condor verfahren sollte. Es ist höchst unglücklich, dass genau nach der ersten Rettung Corona kam, weil sich so eine breite Angriffsfläche bietet, um gegen Condor zu argumentieren. Es gibt schlichtweg keine Datenbasis, es weiß keiner, wie es Condor in einer normalen Wirtschaft ohne Corona, aber auch ohne Veranstalter im Rücken, langfristig gehen würde. Ich bin da auch ob meiner Meinung hin- und hergerissen, auf der einen Seite steht da mein Glaube, dass Condor, insbesondere im Zuge der Restrukturierung sicherlich schon kompetitiv agieren kann, auf der anderen Seite höre ich dann wieder Aussagen von Tecke, dass man ohne die Langstrecke und ohne deren Feed auch in normalen Zeiten ganz schön mau dastehen würde, und da frag ich mich auch wieder, wie erklecklich dann das Geschäft in anderen Geschäftsbereichen (Mittelstrecke) sein kann.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 31 Minuten schrieb Lucky Luke:

Es sollte eben ein bisschen fundierter sein als nur "Ich hoffe dieser Laden geht bald pleite, nicht dass da noch mehr Geld versenkt wird".

Ich stimme dir ja in deinem guten und ausgewogenem Beitrag grundsätzlich zu und ja, es ist emotional und deshalb (teilweise) unsachlich.

 

Aber das (zitierte) hat hier wirklich niemand gewünscht bzw. wäre es mir nicht aufgefallen. Es gibt halt nur die Frage, wieso man dort Geld reinstecken sollte, wenn es ggf. keine Perspektive gibt bzw. wo die Perspektive sein könnte. Also mMn gibt es halt nur zwei Varianten mit Perspektive: "Rettung aus eigenen Mitteln" (wobei es dort jedes bisschen mehr Schulden schwieriger macht) bzw. eine Übernahme, wobei es dort ja nicht mal Gerüchte gibt, wer dies sein könnte. Naja und die Variante 2,5: Schuldenschnitt vom Staat um das erste zu ermöglichen. Aber dies ist seitdem X3 und LH auch Geld bekommen haben schwierig zu rechtfertigen (ohne es dort auch zu machen) und dann wird es richtig teuer...

 

vor 31 Minuten schrieb Lucky Luke:

auf der anderen Seite höre ich dann wieder Aussagen von Tecke, dass man ohne die Langstrecke und ohne deren Feed auch in normalen Zeiten ganz schön mau dastehen würde, und da frag ich mich auch wieder, wie erklecklich dann das Geschäft in anderen Geschäftsbereichen (Mittelstrecke) sein kann.

Das ist übrigens ein interessanter Punkt. Wäre es - um sich für einen potentiellen Investor "schick" zu machen - in diesem Kontext nicht ggf. sinnvoll sich noch mehr auf die Langstrecke zu fokussieren und sich das Leasing / Abschreibung für die 32S und 757 zu sparen und diese Mittel noch stärker in die Langstrecke zu stecken, wenn dieses Geschäft doch scheinbar lukrativer ist als die Mittelstrecke (bzw. höherer ROI wenn man so will)? Ich finde dies sogar plausibel, dass die Langstrecke erfolgreicher ist da die Konkurrenz auf der (direkten-) Langstrecke ja auch deutlich kleiner ist (und wohl auch bleiben wird.) Ich meine: Wann wäre es einfacher bzw. günstiger als aktuell sich diesbezüglich strukturell anzupassen? Und aktuell verbessert die Bahn ja auch scheinbar die Zubringer nach FRA, die Super-Sprinter helfen da ja eher, sollte die LH nicht helfen (müssen). 

 

Ganz "nebenbei" würde man so auf die bereits geäußerte (und mMn nicht so ganz unberechtigte) Kritik reagieren:

vor 1 Stunde schrieb Besserwisser:

Alle haben ihre Flotten verkleinert, nur bei Condor hält man es nicht für nötig den Gürtel in Hinsicht auf die Flotte enger zu schnallen

 Ich finde man sollte alle möglichen "Hausaufgaben" gemacht haben, bevor der Staat nochmal einspringt. Und dies "auszusitzen" und so den relativen Marktanteil ausbauen zu können ist schon, naja. Es würde auf jeden Fall Cash sparen ;-)

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben

Mir als Außenstehender fehlt die Strategie für die Zukunft. Kostensenkungen schön und gut, aber wie möchte man in den kommenden Jahren Geld verdienen. Wie finanziert man die Erneuerung der Langstreckenflotte, die in den kommenden Jahren notwendig wird. Wie zahle ich die Schulden zurück. Auf der Kurzstrecke dürften finanziell keine großen Sprünge zu erwarten sein. Auf der Langstrecke bekommt man mit EW Discover einen Konkurrenten, der nicht so schnell verschwinden wird. Dazu die Frage, ab wann die Kreuzfahrten wieder in großem Stiel möglich sein werden. Es tut mir ja leid für die Mitarbeiter, aber ich sehe aktuell keine rosige Zukunft für Condor.

Geschrieben

Warum möchte man in Condor investieren? No Risk no Return.

Weil man eine hohe Rendite erzielen möchte und in der Lage ist, das damit einhergehende Risiko (hohe Ausfallwahrscheinlichkeit) zu tragen. 

 

Zum Schuldenschnitt und den Wettbewerbern. Ich erwarte, dass die Schulden, die Lufthansa in den vergangenen Monaten aufgenommen hat zum überwiegenden Teil in Eigenkapital umgewandelt werden. Aus dem Grund sind es Wandelanleihen. Egal was das LAC verlautet, nachhaltig ist die Fremdkapitalbelastung dort nicht. 

 

Die Frage ob es richtig ist, die Flotte bei 50 Flugzeugen zu belassen ist ganz einfach: Welche Ausgaben spare ich jetzt, wenn ich die Flugzeuge abstosse? Welche Einnahmen generiere ich dadurch.  Wieviel Geld benötige ich dann. Wie schnell/zu welchen Kondtionen bekomme ich Ersatz, wenn der Markt wieder anzieht. 

 

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...