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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb elmofo:

Das Senioritätsprinzip hat Vor- und Nachteile für alle Beteiligten. Es steht auch nicht zur Debatte. Hat daher keinen "Höchstpreis".

 

Also ist es, gewissermaßen, alternativlos? ;)

 

vor 4 Stunden schrieb elmofo:

Die VC ist derzeit dabei eine Group-Tarifkommission zu bilden. Diese Vertritt, den Kern und Teile der Peripherie.

Dadurch erhöht sich gerade die , wie du es nennest "Wirkunsmöglichkeiten" der Piloten der gesamten Group. 

 

Warum sollten sich Piloten beispielsweise der CLH oder Discover von einer DLH-dominierten Tarifkommission vertreten lassen, wenn sie eh nur

 

vor 4 Stunden schrieb elmofo:

Peripherie

 

sind? Die VC ist in erster Linie eine DLH-Interessenvertretung. Da sollten sich die Belegschaften anderer Airlines nicht viel von versprechen. Es hat schon einen Grund, warum bei der Eurowings statt VC/UFO recht viel über die Verdi läuft. Die obige Wortwahl könnte damit zusammenhängen.

 

vor 4 Stunden schrieb elmofo:

Die Mainline und auch die CLH werden sich keine "Perspektiven" einkaufen. 

 

Die CLH hat dies ja auch gar nicht nötig, Stichwort LHX. Für die Mainline ist es fair enough, dann wird die Flotte aber in den nächsten Jahren schrumpfen. Was im Kern wieder heißt, dass es dort noch weniger Bedarf für neue Kapitäne gibt, also wieder "Karrierestau". Der ja aber nicht unlösbar wäre...

 

vor 4 Stunden schrieb elmofo:

Warum sollten Piloten auf Gehalt verzichten, damit sie ein neues Flugzeug kriegen ? Damit der Kern nicht schrumpft. Und bei den nächsten Tarifverhandlungen? Wieder etwas abgeben, damit der Kern nicht schrumpft. Und dann? Bei den nächsten Tarifverhandlungen? ...

 

Du stehst kurz davor, es zu verstehen. So etwas wie Besitzstandsprivilegien gibt es auch in der deutschen Wirtschaft nicht. Frage mal die Thyssenkrupp-MA, deren Stahl nun in China gekocht wird, oder die Bochumer Opelaner, deren Modelle nun in Ellesmere Port und Saragossa gefertigt werden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb Leon8499:

...

Die gemeinsame Tarifkommission wird nicht DLH-dominiert sein, da jeder Flugbetrieb jeweils 2 Mitglieder für die gemeinsame Tarifkommission stellt. Somit ist jeder Flugbetrieb gleich vertreten.  

 

Und das bei EWG angeblich viel über die UFO läuft ist totaler Schmarrn, höchstens bei der Kabine, aber nicht im Cockpit. 

Bearbeitet von redhotbird
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Leon8499:

Frage mal die Thyssenkrupp-MA, deren Stahl nun in China gekocht wird, oder die Bochumer Opelaner, deren Modelle nun in Ellesmere Port und Saragossa gefertigt werden.

 

Oder Peter von Frosta, wo sein Nasi Goreng herkommt! #LuftfahrtForum

 

vor 1 Stunde schrieb Leon8499:

Also ist es, gewissermaßen, alternativlos? ;)

 

 

Nein.

Aber noch einmal: Das Senioritätsprinzip steht nicht zur Debatte. 

 

vor 1 Stunde schrieb Leon8499:

Warum sollten sich Piloten beispielsweise der CLH oder Discover von einer DLH-dominierten Tarifkommission vertreten lassen,

 

Warum sollten?

Sie werden künftig von einer Tarifkommission vertreten, in die sie gewählte Vertreter entsenden, die innerhalb der Tarifkommission ihre Interessen vertreten. Sie sitzen am Tisch verhandeln und entscheiden mit. 

Die Gründe sich einer Gruppe anzuschließen sind mannigfaltig : Synergieeffekt, die Unterstützung einer noch größeren Anzahl von Mitgliedern, ein erhöhter Wissensaustausch / mehr Erfahrung, soziale Dynamik , das Konzept von 1+1=3 etc pp.  Die Idee ist aber, sich nicht mehr gegeneinander ausspielen zu lassen, weil die Mitglieder der GTK eine gemeinsame Strategie verfolgen.

 

Man kann allerdings auch versuchen ganz alleine für sich zu kämpfen und ...naja, im schlimmsten Fall, jetzt gegen den ganzen großen Rest.

Warum? Weil ich weiter oben Peripherie geschrieben habe!

vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

Die obige Wortwahl könnte damit zusammenhängen.

 

Wirklich?!

Im Wirtschaftlichen Kontext meint "Peripherie" Tochtergesellschaften oder Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft des Konzerns gehören. In der Regel sind das Geschäftsbereiche oder Unternehmen, die entweder unterstützende Funktionen erfüllen, in anderen Branchen oder Märkten tätig sind. 

 

 

vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

Die CLH hat dies ja auch gar nicht nötig, Stichwort LHX.

 

 

LHX wird gegründet, um Druck auf die Verhandlungen auszuüben und schlußendlich mit der Intention TVs zu umgehen.

Auch die der CLH.

LHX ist deshalb keine wirkliche Perspektive für CLH Piloten. Alles was sich die CLH-Piloten tarifvertraglich und betrieblich erarbeitet haben, wäre mit einem Wechsel zu LHX Geschichte! 

 

Hier geht es nicht um "Besitzstandsprivilegien". 

Man will mehr. Nicht nur die Inflation ausgleichen. Die LHG ist ein gesunder Konzern und die Aussichten sind deutlich positiv. Die Piloten möchten gerne am Erfolg ihres Unternehmens partizipieren. Ihr Forderungen sind nicht abgehoben sondern durch Benchmarks erhoben und zum Teil bereits bei Töchtern gelebte Praxis. Ob und in welchem Maße man Erfolg haben wird bleibt abzuwarten.

Fakt ist aber, dass die Chancen auf Erfolg , als GTK zusammenstehend, deutlich besser sind, als die des einzelnen, allein!

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb elmofo:

Warum sollten?

Sie werden künftig von einer Tarifkommission vertreten,

 


 …nett, dass die VC sich die Anmaßung herausnimmt, die einzig wahre legitime Vertretung für die Interessen aller Konzerntöchter zu sein. Bei einer EW oder einer AeroLogic wird man darüber bestimmt begeistert sein. 
 

vor 2 Stunden schrieb elmofo:

Im Wirtschaftlichen Kontext meint "Peripherie" Tochtergesellschaften oder Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft des Konzerns gehören.


Das Kerngeschäft der Lufthansa Group sind Airlines bzw. die Beförderung von Passagieren und Fracht in Flugzeugen - inklusive aller Airline-Marken. Egal ob LH, EW, EN oder SN. Nicht zu unterscheiden von der Namensgebenden Kernmarke DLH. Diese ist zwar ein großer Teil der Group, aber nicht gleichzusetzen mit dem Kerngeschäft.

Peripherie wäre die jetzt verkaufte Air Plus. 
 

vor 2 Stunden schrieb elmofo:

Hier geht es nicht um "Besitzstandsprivilegien". 

Man will mehr. Nicht nur die Inflation ausgleichen.


Selbstverständlich, darf es sonst noch etwas sein? Dass einen das Unternehmen mehr als zwei Jahre lang verhältnismäßig gut durch die grösste Luftfahrtkrise der Geschichte geführt hat, gerät da allerdings schnell in Vergessenheit. 

 

vor 2 Stunden schrieb elmofo:

Die Piloten möchten gerne am Erfolg ihres Unternehmens partizipieren.


Nachvollziehbar und sinnvoll, zur Partizipation gehört allerdings immer auch eine brauchbare Initiative. (Gerne auch über den Tellerrand hinaus … denn Piloten sind ohne Zweifel eine extrem wichtige Personenkategorie einer Airline … aber eben nicht die einzige, die viel für den täglichen Betrieb leistet - bei weit schlechteren Konditionen.) Ansonsten ist es keine Partizipation sondern eine Forderung. Abgesehen davon, dass der Flugbetrieb DLH noch nicht profitabel ist.

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben

Wenn die Piloten mit Ihren realitaetsfernen Gehaltsforderungen am Erfolg des Unternehmens partizipieren wollen,empfiehlt sich der Kauf von Lufthansa-Aktien.Aber Vorsicht.Aktien bedeuten Risiko.Das ist das genaue Gegenteil von einem gesicherten Job bei der LH.Und nein.Das Unternehmen gehört nicht den Angestellten und das Haus auch nicht den Menschen,die darin wohnen.Das wusste selbst Karl-Marx,der sich bei den "Problemen" der heutigen Angestellten wohl im Grabe herumdrehen würde.

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb AB123:

Wenn die Piloten mit Ihren realitaetsfernen Gehaltsforderungen...

 

Wie kommen Sie auf realitätsfern? Es wurde jetzt schon mehrfach in sachlicher Art und Weise erklärt (unter anderem im sehr guten Beitrag von @elmofo), dass man damit den allgemein am Markt gezahlten Gehältern folgt (Stichwort Benchmark).

 

Geschrieben (bearbeitet)

Nur eine hypothetisch Frage: Würden die Piloten denn auch 20%  bei anderen Berufsgruppen nachvollziehen können oder würden sie sich  - wenn nicht selbst betroffen- sorgen um die

Konkurrenzfähigkeit machen ?  Also wenn Gruppe x immer gesagt wird: Mehr als x  (mit x <<10%) geht nicht und anderen sind 18% zu wenig wirft das schon Fragen auf. Ggf auch Neid, aber ist ja auch nicht immer irrational, Gefühle sind halt da. Ob sinnvoll oder nicht.

 

Also auf der einen Seite kann man sagen, dass die, die absolut schon mehr haben als andere nun auch relativ höhere Sprünge bekommen sollen als andere macht halt angreifbar (ja, Neid innerhalb der gleichen Belegschaft - oder bei Pax, die im Extremfall stehen bleiben- ist schon ein subjektives Gefühl), andererseits kann man halt auch sagen: Halt besser verhandelt.

 

Ich habe keine Ahnung, kenne da zu Details für ein echtes Urteil, aber dass Max Mustermann mit 30k im Jahr und 5% plus wenig Akzeptanz dafür hat, dass der mit sechsstelligem Gehalt- natürlich verkürzt- 18%+ ablehnt, finde ich schon nachvollziehbar. Nur "Neid' ist mir das zu einfach, ggf wäre es sinnvoll, wenn alle Mitarbeiter gemeinsam verhandeln, und nicht jede Gruppe für sich (vor allem unter dem Eindruck, dass es gefühlt alle 3 Wochen eine andere Gruppe betrifft). Aber das sprengt meine Kompetenz.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben

Also eigentlich sind‘s ja nur (mindestens) 5% in 2024 und (mindestens) 3,5% in 2025. Es gab halt schon im letzten Jahr während der Tarifgespräche zweimal 490€ mehr pro Monat. Aber 18,5% mehr Gehalt als Header liest sich halt reißerischer.

 

Persönliche Anmerkung: nein, ich bin kein Freund der hohen Gehälter und Steigerungen bei der Pilotenzunft, aber jeder kann (zumindest hier in Deutschland) seinen Job frei wählen und kann es somit beeinflussen, ob er/sie/es Hausmeister/in (oder wie es heutzutage heißt: Facility Manager) oder Pilot/in werden will. Und man muss der VC auch den Respekt zollen, sich so für ihre Mitglieder einzusetzen, und nicht so weichgekocht zu sein wie die meisten anderen Gewerkschaften, die eher arbeitgeberfreundlich gesinnt sind und den Kopf einziehen, wenn es eng wird.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Minuten schrieb moddin:

Aber 18,5% mehr Gehalt als Header liest sich halt reißerischer.

Naja, ohne die außerplanmäßigen Sprünge, sind es halt schon mehr. Also ich finde man muss schon Zeitpunkt n und n+1 vergleichen. Ist ja bei jedem anderen Abschluss auch so, dass es bei n+0,5 auch was gab muss ja eher die Arbeitnehmerseite anerkennen. Es steht ja "Neid" im Raum,  und da ist n und n+1 der Referenzzeitraum, in dem sich andere (natürlich) messen.

 

vor 4 Minuten schrieb moddin:

Und man muss der VC auch den Respekt zollen, sich so für ihre Mitglieder einzusetzen, und nicht so weichgekocht zu sein wie die meisten anderen Gewerkschaften, die eher arbeitgeberfreundlich gesinnt sind und den Kopf einziehen, wenn es eng wird.

Absolut. Wenn man es fordern kann und bekommt, ist es nachvollziehbar und richtig. Wieso sich nicht am Maximum orientieren?

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
Am 22.6.2023 um 13:30 schrieb elmofo:

 

Ich weiß nicht was du beruflich machst, aber hast du jemals auf Gehalt verzichten müssen, um eine Beförderung , einen neuen PC, oder ein neues Büro zu bekommen? Warum sollten Piloten auf Gehalt verzichten, damit sie ein neues Flugzeug kriegen ? Damit der Kern nicht schrumpft. Und bei den nächsten Tarifverhandlungen? Wieder etwas abgeben, damit der Kern nicht schrumpft. Und dann? Bei den nächsten Tarifverhandlungen? ...

 

 

Ich bin nicht in der Airlineindustrie beschäftigt, aber mein Berufsalltag beinhaltet regelmässige Vertragsverhandlungen B2B.

Und gerade deshalb hatte ich gefragt wo aus deiner Sicht eine tragbare Einigung zu finden wäre.

Jede Seite hat in einer Verhandlung ein eigenes Idealszenario, einige No Gos und Kompromisse die man in gewisse Abstufungen diskutieren kann.

Und dabei muss sich jede Seite vom eigenen Idealszenario bewegen.

 

Und da du dieses "damit der Kern nicht schrumpft" so oft erwähnst, nur ein paar Beobachtungen von Aussen:

- wenn keine neuen Piloten in diesen Kern nachkommen schrumpft es automatisch - am biologischen Ende der Arbeitswelt gehen die Leute in Rente

- in dieser Situation gibt es eigentlich 2 Wege:

    a. der Kern schrumpft, es kommt niemand nach und Nachbesetzungen finden auf andere Plattformen statt - in diesem Szenario verliert ein Teil nichts (man hat es links geschafft), man hat relative Verlierer rechts (ewige FO's)

   b. der Kern schrumpft nicht - dann gibt es "frisches Blut" und die "ewigen FO's" kriegen eine Chance links zu wechseln

 

Es ist kein Problem sonstiger Gruppen - wer jetzt links sitzt hat nur die Boomer vor sich , wer neu einsteigen sollte käme in einer Dimensionierung /Flottenzusage in der man eh seinen Weg findet, weil man nicht in der allerersten Senioritätsreihe sitzt.

 

Der Korps ist jetzt kleiner als bei der letzten Flottenzusage (Rente, Abfindungsprogramme). Die Extremoptionen sind:

- Flottenzusage auf den geschrumpften Korps anpassen 

- Flottenzusage gross behalten - dann Kosteneinsparungen gegenüber der ersten Option auf die gesamte zugesagte Grösse übertragen

 

Man wird einen Mittelweg finden, daher meine Frage - wo siehst du einen fairen Kompromiss, von Innen aus ? Ich verstehe den Argumentationsaufbau aller Positionen, aber wenn man etwas strukturell erreichen will muss man auch etwas als Gegenleistung anbieten.

 

Andersrum formuliert - was ist in deiner Sicht Euch am wichtigsten und was seid ihr bereit dafür der Gegenseite zu geben?

 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb moddin:

Und man muss der VC auch den Respekt zollen, sich so für ihre Mitglieder einzusetzen, und nicht so weichgekocht zu sein wie die meisten anderen Gewerkschaften, die eher arbeitgeberfreundlich gesinnt sind und den Kopf einziehen, wenn es eng wird.

 

 

Sind die anderen Gewerkschaften wirklich arbeitgeberfreundlich, oder haben sie aufgrund ihrer Grösse einfach alle Berufsbilder im Auge und alle Konsequenzen?

 

Die streitbarsten sind immer Nichengewerkschaften, weil sie Positionen definieren können die einer einzelnen Berufsgruppe zugute kommen.

 

Eine grosse Vertretung die alle Berufsgruppen vertritt muss auch die indirekten Konsequenzen sehen: wenn der Arbeitgeber am Ende nur Summe X mehr ausgeben kann, ist alles was für eine Berufsgruppe mehr herausspringt weniger für eine andere mit weniger Verhandlungsmacht oder höhere Substitutionsgefahr.

 

Beispiel: eine Gesamtvertretung aller LH Angestellten hätte vor 5-6 Jahren so verhandelt, das Catering nicht hinter der Tschechischen Grenze umgesiedelt werden sollte. Aus der Position hätte ein Kompromiss anderes ausgesehen.

 

Die Interessenspositionen im Gesamtpaket sehen immer anders aus.

 

Und genauso wird es auch jetzt sein, denn wir haben eigentlich 2 Verhandlungen:

 

- eine normale Gehaltsanpassung, die sich an der Marktentwicklung orientiert, sowohl gsellschaftlich als auch branchen- und berufsspezifisch

- und eine Systemverhandlung - Stichwort Flottenzusage : das kommt alles auf den Tisch , weil die Zeit der alten Zusagen abgelaufen ist (egal ob natürlich oder via Kündigung)

 

 

 

Geschrieben

Beim ziellosen Herumsurfen auf flightradar24 habe ich zufällig den LH-Flug 697 von Erbil nach Frankfurt gesehen.

 

Ernstgemeinte Frage an die von euch, die vielleicht ein paar Einblicke haben: Wieso gibt es diese Verbindung? Mir fehlt die Fantasie, wo da die Nachfrage für herkommen soll. Findet da nennenswerter ethnischer Verkehr statt? Werden Geschäfte zum Wiederaufbau gemacht, die Flüge in den Irak benötigen? Welche Gründe gibt es sonst noch?

 

Und hat jemand von euch eine Erklärung oder Hintergrundinfos für das zumindest ungewöhnlich wirkende Abflugmanöver heute in Erbil?

https://ibb.co/dt0NHdt

 

Geschrieben

EBL gibts doch auch schon länger. Ist halt der sicherste Hafen im Irak. Eigentlich war die AUA der Vorreiter aus dem DACH-Markt. Da wollte man aber nicht den ganzen Markt den Wienern überlassen und hat dann selber Flüge aufgenommen.

 

Ansonsten bestimmen TK und QR (und lokale RV) den lukrativen Markt. Und das will man in Frankfurt nun auch nicht.

Geschrieben

Das Verfahren ist ein drehender Steigflug um so schnell wie möglich in der Nähe des Flugplatzes (Air Base) an Höhe zu gewinnen. Eurowings und Austrian fliegen ähnlich ab. Leider gibt es dort immer noch Probleme mit Drohnen … 
 

Erbil ist das bedeutende Wirtschaftszentrum im ‘sicheren‘ Norden des Iraks. Auch gibt es einen großen VFR (Visit Friends Relatives) Anteil. Die Anzahl an Verbindungen ex EBL mit der LH Group verwundert eigentlich nicht. 

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Der Realist:

Mir fehlt die Fantasie, wo da die Nachfrage für herkommen soll.

 

Iraker stellen mit rund 275.000 Köpfen die zweitgrößte Diaspora von arabischsprachigen Menschen in Deutschland. Der Markt ist generell unterversorgt, Condor hätte gern Verkehrsrechte für EBL, aber der Frequenzrahmen für die deutsche Seite bleibt ausgeschöpft weil die Iraker darauf bestehen, dass noch ausreichend Frequenzen für BGW und ISU gemäß Abkommen ungenutzt bleiben. Die sind aber aus Sicherheitsgründen für alle seriösen deutschen Fluggesellschaften uninteressant, eine Condor fliegt ISU afaik auch nur als Kompromisslösung an.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Der Realist:

Beim ziellosen Herumsurfen auf flightradar24 habe ich zufällig den LH-Flug 697 von Erbil nach Frankfurt gesehen.

 

Ernstgemeinte Frage an die von euch, die vielleicht ein paar Einblicke haben: Wieso gibt es diese Verbindung? Mir fehlt die Fantasie, wo da die Nachfrage für herkommen soll. Findet da nennenswerter ethnischer Verkehr statt? Werden Geschäfte zum Wiederaufbau gemacht, die Flüge in den Irak benötigen? Welche Gründe gibt es sonst noch?

 

Bei Lufthansa sind >80% Umsteiger, bei Austrian sind es >90%. Von daher dürfte der O&D Verkehr der hier angeführt wurde sehr klein sein. Die LH Group Kern Airlines sind halt Hub Airlines und führen damit Leute von XXX via FRA/MUC/VIE/BRU/ZRH nach YYY. Der Deutsche Markt ist sicher wichtig, aber zu wichtig nehmen sollte man den im aktuellen Geschäftsmodell der Lufthansa auch nicht.

Die Erklärung ist ganz einfach LHG kann viele auf Heimatbesuch sowie Personen die dahin müssen abgreifen. Die Umsteiger kommen aus der halben Welt, die meisten aus den Skandinavischen Ländern, Grossbritanien und den Niederlanden. Zumal Erbil für die Region "sicher" ist und weiterhin Finanz- und Wirtschaftszentrum in der Region.

Geschrieben
Am 23.6.2023 um 22:05 schrieb Avroliner100:

Das Kerngeschäft der Lufthansa Group sind Airlines bzw. die Beförderung von Passagieren und Fracht in Flugzeugen - inklusive aller Airline-Marken. Egal ob LH, EW, EN oder SN. Nicht zu unterscheiden von der Namensgebenden Kernmarke DLH. Diese ist zwar ein großer Teil der Group, aber nicht gleichzusetzen mit dem Kerngeschäft.

 

Leider sind Diskussionen rund um die VC ein wirklich emotionales Thema.

Und Diskussionen über Begriffsdefinitionen bringen keinen weiter. 

Aus diesem Grund möchte ich mich bei dir und @Leon8499 entschuldigen, Konzerntöchter als „Peripherie“ bezeichnet zu haben! Ich wollte mit meiner unbedachten Äußerung niemandes Gefühle verletzen. 

 

Am 23.6.2023 um 22:05 schrieb Avroliner100:

…nett, dass die VC sich die Anmaßung herausnimmt, die einzig wahre legitime Vertretung für die Interessen aller Konzerntöchter zu sein. Bei einer EW oder einer AeroLogic wird man darüber bestimmt begeistert sein. 

 

Es geht nur darum die Verhandlungsposition, der bereits durch die VC vertretenen Flugbetriebe, zu stärken.

In kommenden Tarifverhandlungen wird die gewählte GTK mit einer Stimme auftreten, weil alle Verhandlungen für sämtliche GTK- AOCs innerhalb der LHG immer von denselben Personen geführt werden. Die Idee ist, dass alle Beteiligten davon profitieren. Der durch die Gründung immer neuer Flugbetriebe geschaffene interne Tarifkonkurrenz innerhalb des Konzerns möchte die VC durch die Gründung der GTK wirksam entgegentreten. Egal wie viele AOCs noch gegründet werden. Die Piloten stehen zusammen und verhandeln gemeinsam.

Im Mai gab es eine Mitgliederversammlung der VC, bei der über 90% der Mitglieder zugunsten der Gründung einer GTK gestimmt haben. Jetzt wird diese entstehen und bereits jetzt sitzen Vertreter von CLH, 4Y, EW etc in den DLH Tarifverhandlungen. 

Keiner zwingt Aerologic an dem Konzept zu partizipieren und ob man bei EW „begeistert ist, weiß ich nicht.

Ich kann aber interessierten, oder kritischen EW- Piloten vorschlagen, Kontakt zu ihren TK- Kollegen zu suchen, um sich auszutauschen.

 

Am 23.6.2023 um 22:05 schrieb Avroliner100:

Selbstverständlich, darf es sonst noch etwas sein?

 

Ja einiges. Der Forderungskatalog der GTK ist glaube ich relativ umfangreich.

 

Am 23.6.2023 um 22:05 schrieb Avroliner100:

Dass einen das Unternehmen mehr als zwei Jahre lang verhältnismäßig gut durch die grösste Luftfahrtkrise der Geschichte geführt hat, gerät da allerdings schnell in Vergessenheit. 

 

Überhaupt nicht! Ganz im Gegenteil. Zwar könnte man darüber diskutieren, dass es nicht ganz uneigennützig war, nicht einfach jeden und alles zu kündigen und darüber, dass der Staat durch Kurzarbeitergeld und Kredite sicher auch seinen Beitrag geleistet hat, aber was bedeutet dieser Umstand für jetzige, oder auch künftige Tarifverhandlungen? Pauschal 10% weniger fordern? Bis 2030?

 

Am 23.6.2023 um 22:05 schrieb Avroliner100:

Nachvollziehbar und sinnvoll

 

Dann sind wir uns wenigstens hier einig. 

 

vor 22 Stunden schrieb d@ni!3l:

Nur eine hypothetisch Frage: Würden die Piloten denn auch 20%  bei anderen Berufsgruppen nachvollziehen können oder würden sie sich  - wenn nicht selbst betroffen- sorgen um die

Konkurrenzfähigkeit machen ? 

 

Gewerkschaften sind, meiner Ansicht nach, nicht Feinde des Arbeitgebers, sondern Freunde des Arbeitnehmers. Was ich damit sagen möchte ist, dass keine seriöse Gewerkschaft Forderungen so hoch ansetzt, dass der Erfolg des Unternehmens bedroht sein könnte.

Ich unterstelle, dass die meisten Piloten großen Respekt für ihre Kollegen in Kabine und Boden haben. Sie haben erlebt, was die Kollegen zB den letzten Chaos-Sommer alles ertragen mussten. Deshalb unterstützen sicher die meisten Piloten Forderungen ihrer Kollegen am Boden. 

Hier ein aktuelles Bsp. 

VC solidarisiert sich mit streikendem Verdi-Bodenpersonal am Düsseldorfer Flughafen

 

vor 17 Stunden schrieb oldblueeyes:

Andersrum formuliert - was ist in deiner Sicht Euch am wichtigsten und was seid ihr bereit dafür der Gegenseite zu geben?

 

Noch einmal und ganz klar verständlich. ES WERDEN KEINE PERSPEKTIVEN EINGEKAUFT. 

Man wird nicht 100% seiner eigenen Forderungen durchsetzen können, aber man wird nichts abgeben. 

Die Lufthansa ist sich dessen bewusst, legte bereits ein Angebot vor, ohne ihrerseits etwas zu fordern. 

Lufthansa bietet Piloten 18,5 Prozent mehr Gehalt

 

vor 17 Stunden schrieb oldblueeyes:

- wenn keine neuen Piloten in diesen Kern nachkommen schrumpft es automatisch - am biologischen Ende der Arbeitswelt gehen die Leute in Rente

 

In den nächsten 2 Jahren werden ca. 484 neue Piloten bei LHA angestellt. Ohne Berücksichtigung der ex GWI´ler. Das Potential bis 2026 liegt bei 1089. 

 

vor 12 Stunden schrieb oldblueeyes:

Und genauso wird es auch jetzt sein, denn wir haben eigentlich 2 Verhandlungen:

 

- eine normale Gehaltsanpassung, die sich an der Marktentwicklung orientiert, sowohl gsellschaftlich als auch branchen- und berufsspezifisch

- und eine Systemverhandlung - Stichwort Flottenzusage : das kommt alles auf den Tisch , weil die Zeit der alten Zusagen abgelaufen ist (egal ob natürlich oder via Kündigung)

 

Es gibt nur die eine Verhandlung.

Nur Vergütung (VTV) und Arbeitsbedingungen (MTV).

Es gibt keinerlei Gespräche zu Flotten, oder anderen gesamtheitlichen Themen.

 

Geschrieben

Gibt´s eigentlich einen Grund, warum die 424 dauerhaft so spät los kommt? Klar, die A380 da hinten ist nicht so easy, Apron wartet da gerne auch mal um keine anderen Maschinen zu blockieren, aber bei 410 hat´s ja heute auch ziemlich gut funktioniert. Und pre Covid sind die A380er von da hinten auch nicht täglich mit 1h oder mehr an Delay raus. 

Geschrieben

 

vor 26 Minuten schrieb daxreb:

Gibt´s eigentlich einen Grund, warum die 424 dauerhaft so spät los kommt? Klar, die A380 da hinten ist nicht so easy, Apron wartet da gerne auch mal um keine anderen Maschinen zu blockieren, aber bei 410 hat´s ja heute auch ziemlich gut funktioniert. Und pre Covid sind die A380er von da hinten auch nicht täglich mit 1h oder mehr an Delay raus. 

Ich glaube nicht das der A380 der Grund ist.

Wenn du dir die Zeiten vor dem 01.Juni anschaust also mit A346 hat sich kaum was verändert, der kam oft auch erst später los.

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Fluginfo:

Heute wird von Lufthansa die zweite A380 Route nach USA mit JFK in München aufgenommen.

Zugleich erfolgt auf CLT eine Umstellung von A359 auf A346.


Laut einem Beitrag im MUC-Forum waren die gestrigen A380-Flüge ex MUC fast ausgebucht (jeweils 500 Gäste). Und laut einem weiteren Beitrag im selben Forum ist der Flug CLT-MUC um knapp 22 Stunden verspätet, da es in CLT keine Schleppstange mehr für den A346 gibt. Ist aber erst aufgefallen, als der Flieger schon am Gate stand. Bin mal gespannt, woher sie da jetzt eine zaubern.

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