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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Aerodude:

An der LH/DE-Konkurrenz ändert sich doch kaum etwas:

 

Das sind doch größtenteils Routen, die vorher von SXD bedient wurden und jetzt eben zur LH wandern, da es SXD im kommenden Sommer nicht mehr gibt. 

 

Jetzt diskutieren wir zwar in zwei Threads gleichzeitig, aber auch hier gilt: Da ist nicht so viel Übereinstimmung mit dem, was SXD zuletzt geflogen ist. (Oder auch je im Programm hatte.)

 

Gerade Strecken wie KVA, JMK, PVK, SUF, RJK gehen ziemlich eindeutig in einen Markt, auf dem der LH-Konzern bisher nur rudimentär vertreten war und jetzt rate mal welche Airline mit Büroklammer auf genau diesen Strecken recht erfolgreich fliegt.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb d@ni!3l:

Ja dann ist doch klar warum man ein Stück vom Kuchen abhaben will.

 

Ich hab doch auch nie geleugnet dass es aus Sicht von LH Sinn macht so vorzugehen.

 

Es hat für mich einen bitteren Beigeschmack, weil man bisher diese Märkte als nicht relevant genug betrachtet hat und die "paar Brotkrumen" gerne anderen überlassen hat. Natürlich muss man sich umorientieren, ich habe nur die Befürchtung, dass durch dieses Vorgehen am Ende keiner der Marktbeteiligten auch nur einen Cent Profit auf den Routen erfliegen wird.

 

Nenn mich naiv und gutmütig, aber die Vorstellung, dass der europäische Luftfahrtmarkt noch weiter zusammenkonsolidiert wird und irgendwann nur noch aus Legacies und LCCs besteht, erregt in mir Übelkeit, auch wenn das realistisch betrachtet die Zukunft ist.

Geschrieben (bearbeitet)

Naja, das ist Wettbewerb, keine (Ex-) Freunde-Kuschelrunde. Natürlich ist mir eine DE auch lieber als eine FR. Aber die LH muss die 320 für solche P2P Strecken nutzen  - mit dem aktuellen Langstreckenangebot lässt sich keine Feeder-Flotte füllen.  Soll sie eigenes Gerät und Crews am Boden lassen um Condor nicht weh zu tun? Das bekommt man eigenen Stakeholdern nicht erklärt. Und auch LH kämpft ums Überleben- wo man Geld verdienen könnte muss man rein. Sonst machen es FR und W6 und dann sehen LH, X3 und DE schlecht aus. Will auch niemand, oder? ... wobei doch, einer fällt mir ein, aus CGN ist man ja schnell in FRA  :D

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Lucky Luke:

 

Ich hab doch auch nie geleugnet dass es aus Sicht von LH Sinn macht so vorzugehen.

 

Es hat für mich einen bitteren Beigeschmack, weil man bisher diese Märkte als nicht relevant genug betrachtet hat und die "paar Brotkrumen" gerne anderen überlassen hat. Natürlich muss man sich umorientieren, ich habe nur die Befürchtung, dass durch dieses Vorgehen am Ende keiner der Marktbeteiligten auch nur einen Cent Profit auf den Routen erfliegen wird.

 

Nenn mich naiv und gutmütig, aber die Vorstellung, dass der europäische Luftfahrtmarkt noch weiter zusammenkonsolidiert wird und irgendwann nur noch aus Legacies und LCCs besteht, erregt in mir Übelkeit, auch wenn das realistisch betrachtet die Zukunft ist.

Willkommen in der freien Marktwirtschaft.

 

Jedes Unternehmen agiert da, wo es auch nur einen Cent verdienst in Aussicht hat. In dieser jetzigen Phase geht es auch nicht darum Strecken zu finden, wo man den großen Reibach erwirtschaftet. Schon gar nicht auf Strecken welche die Konkurrenz auch fliegt. Im Moment ist jede Airline froh, wenn sie mit einem Flug wenigstens eine schwarze Null am Ende erwirtschaftet. 
 

Da muss die Condor nun durch. Jetzt noch Rücksicht auf andere nehmen, dafür ist nun wirklich keine Zeit. Jeder kämpft ums überleben. Und ja, der Markt wird weiter konsultiert und es werden mit hoher Sicherheit einige diese Krise auch in der nächsten Zeit nicht überleben. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb Aero88:

Willkommen in der freien Marktwirtschaft.

 

Also erstmal haben wir in Deutschland immer noch eine soziale Marktwirtschaft. Und ja, auch wenn es leider/zum Glück beschlossen wurde (habe da ein bisschen eine ambivalente Meinung), dass die Politik keinen operativen Einfluss auf die Hansa nehmen darf, finde ich trotzdem, dass sich ein Unternehmen, dass sich im Teilbesitz eines Staates befindet, der sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat (hahaha), auch durchaus in derlei Kriterien daran messen lassen darf

 

Zweitens find ichs geil, wie hier der freie Markt von Leuten zelebriert wird, bei denen ich mir zu 98% sicher bin, dass sie auch Arbeitnehmer sind und selbst überaus selten von diesem freien Markt (TM) profitiert haben. Es ist eigentlich schade, aber inzwischen ist das zu so einem neoliberalen Kampfbegriff verkommen, der einfach in den Raum geworfen wird, und dabei völlig ignoriert wird, dass unser Markt gottseidank nicht völlig frei ist.

 

 

Hier ist noch ein anderer Gedankengang, der mir beim Lesen gekommen ist, den ich aber noch nicht durchdekliniert habe. Deswegen bin ich da gerne offen für Kritik und Anmerkungen.

 

Mal angenommen, Condor geht an diesem Konkurrenzkampf kaputt und Lufthansa hat ein Monopol auf den Routen. Sollte die Wirtschaft nach einigen Jahren wieder anziehen, wird man sich entscheiden, die Kapazität anderweitig einzusetzen. Schließlich hat man das vorher auch so gemacht. Das heißt dann kurzfristig, dass die Kunden erstmal in die Röhre schauen (weil weniger Angebot und höhere Preise), und mittelfristig findet sich vielleicht ein anderer Marktteilnehmer, der diese Segmente aufnimmt. Nur leider werden bei diesem Marktteilnehmer die Konditionen für die Arbeitnehmer signifikant schlechter sein als bei Condor (und natürlich auch LH) jetzt. Am Ende hat also keiner irgendwas gewonnen, nur die Arbeitnehmer haben verloren.

 

Nur - eine Lösung dagegen hätte ich jetzt auch nicht in der Hinterhand. Wobei... Vielleicht sollte ich doch mal den Mitgliedsantrag der Linksjugend ausfüllen. xD (jk)

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb sabre:

Morgen soll nun das Ende "Offiziell" bekannt gegeben werden das man alle A340-600 ausmustert , samt qualifiziertem Personal.

Fake News. Beschluss ist erst nächste Woche geplant. Wie auch immer der aussieht.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Lucky Luke:

 

Also erstmal haben wir in Deutschland immer noch eine soziale Marktwirtschaft. Und ja, auch wenn es leider/zum Glück beschlossen wurde (habe da ein bisschen eine ambivalente Meinung), dass die Politik keinen operativen Einfluss auf die Hansa nehmen darf, finde ich trotzdem, dass sich ein Unternehmen, dass sich im Teilbesitz eines Staates befindet, der sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat (hahaha), auch durchaus in derlei Kriterien daran messen lassen darf

 

Zweitens find ichs geil, wie hier der freie Markt von Leuten zelebriert wird, bei denen ich mir zu 98% sicher bin, dass sie auch Arbeitnehmer sind und selbst überaus selten von diesem freien Markt (TM) profitiert haben. Es ist eigentlich schade, aber inzwischen ist das zu so einem neoliberalen Kampfbegriff verkommen, der einfach in den Raum geworfen wird, und dabei völlig ignoriert wird, dass unser Markt gottseidank nicht völlig frei ist.

 

 

Hier ist noch ein anderer Gedankengang, der mir beim Lesen gekommen ist, den ich aber noch nicht durchdekliniert habe. Deswegen bin ich da gerne offen für Kritik und Anmerkungen.

 

Mal angenommen, Condor geht an diesem Konkurrenzkampf kaputt und Lufthansa hat ein Monopol auf den Routen. Sollte die Wirtschaft nach einigen Jahren wieder anziehen, wird man sich entscheiden, die Kapazität anderweitig einzusetzen. Schließlich hat man das vorher auch so gemacht. Das heißt dann kurzfristig, dass die Kunden erstmal in die Röhre schauen (weil weniger Angebot und höhere Preise), und mittelfristig findet sich vielleicht ein anderer Marktteilnehmer, der diese Segmente aufnimmt. Nur leider werden bei diesem Marktteilnehmer die Konditionen für die Arbeitnehmer signifikant schlechter sein als bei Condor (und natürlich auch LH) jetzt. Am Ende hat also keiner irgendwas gewonnen, nur die Arbeitnehmer haben verloren.

 

Nur - eine Lösung dagegen hätte ich jetzt auch nicht in der Hinterhand. Wobei... Vielleicht sollte ich doch mal den Mitgliedsantrag der Linksjugend ausfüllen. xD (jk)

 

Vielleicht etwas weit hergeholt meine These, aber: ein von Staatskredit/Staatsbeteiligung gerettetes Unternehmen greift ein von Staatskredit gerettetes Unternehmen direkt an. Wer ist wohl am Ende der Verlierer? Der Steuerzahler! Spätestens hier sollte der Staat Einfluss auf die LH nehmen!

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Haschemann:

 

Vielleicht etwas weit hergeholt meine These, aber: ein von Staatskredit/Staatsbeteiligung gerettetes Unternehmen greift ein von Staatskredit gerettetes Unternehmen direkt an. Wer ist wohl am Ende der Verlierer? Der Steuerzahler! Spätestens hier sollte der Staat Einfluss auf die LH nehmen!

Dann sollte deiner Meinung nach die LH lieber nichts tun und warten, dass XR, FR, w6 oder wer auch immer neue Strecken bedient ?Und dann sagt man  dem Steuerzahler,  dass sie kein Geld verdienen, weil man ja evtl. gewinnbringende Strecken (veranstaltergeschäft?) „aus Friedenswillen“  links liegen lässt? Komische Argumentation!

Geschrieben

Man wildert eher im Garten des schwächsten Opfers und greift sich bequem dessen Kunden ab. Eine Strategie braucht man aber trotzdem gegen Ryanair und Wizz. Da geht es ums künftige Kerngeschäft und um Drehkreuze und sogar Geschäftsreisende.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb 101er:

Kann es sein, dass die Lufthansa mit diesen Flugzeugen ein W-Pattern plant? Die Pressemitteilung der LH spricht von fünf zusätzlichen Flugzeugen, was arg viel für 27 Flugpaare pro Woche ist. Außerdem wird in der Presseerklärung von Abflüge am frühen Morgen in Frankfurt und Rückkehr am Abend nach Frankfurt gesprochen. Das spricht m.E. auch für ein W-Pattern. 

Nein, das gibt keine W-Pattern, selbst da nicht wo dasselbe Ziel auch von MUC am selben Wochentag angeflogen wird. Die Pressemitteilung ist da auch sehr ungenau. "bis zu" 5 Flugzeuge. Die wird man aber wohl nicht mal an einem Samstag, wo die meisten der neuen Destinationen angeflogen werden, benötigen.

Sollten die Flugzeuge nur die neuen Destinationen anfliegen (unwahrscheinlich, eher werden die in den bestehenden Flugplan integriert), würden Samstags zeitlich passen: FRA-VAR-FRA-HRG-FRA; FRA-DJE-FRA-KVA-FRA; FRA-SUF-FRA-RJK-FRA; FRA-TFS-FRA. Dann würde man 4 Flugzeuge brauchen.

Auch Abflug am frühen Morgen und Rückkehr am Abend ist eher ungenau. z.B. gehts nach VAR zwar am frühen Morgen los, der Flug ist aber bereits um 10:50 in Frankfurt zurück. Nach RJK gehts erst um 17:35 los, was definitiv nicht mehr früher Morgen ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb noATR:

Dann sollte deiner Meinung nach die LH lieber nichts tun und warten, dass XR, FR, w6 oder wer auch immer neue Strecken bedient ?Und dann sagt man  dem Steuerzahler,  dass sie kein Geld verdienen, weil man ja evtl. gewinnbringende Strecken (veranstaltergeschäft?) „aus Friedenswillen“  links liegen lässt? Komische Argumentation!

 

Lufthansa hatte vor der Krise ein Konzernergebnis von 1,2 MRD (nach 2,2 MRD in 2018), hat also Gewinne auch ohne diese Strecken eingefahren. Und mit diesen Strecken Gewinne erzielen? Klar. Da müsste man Condor unterbieten und die Kontingente erst einmal an Veranstalter verkaufen. Das einzige was man hier will ist Condor schaden und sonst nix! (Selbst Cockpit geht von jahrelangen Anlaufverlusten aus!)

 

Billigflieger sind eh auf dem Rückzug (FR) und in FRA/MUC wird es für die auch nicht attraktiver mit den hohen Gebühren!

Bearbeitet von Haschemann
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb globetrotter88:

Nein, das gibt keine W-Pattern, selbst da nicht wo dasselbe Ziel auch von MUC am selben Wochentag angeflogen wird. Die Pressemitteilung ist da auch sehr ungenau. "bis zu" 5 Flugzeuge. Die wird man aber wohl nicht mal an einem Samstag, wo die meisten der neuen Destinationen angeflogen werden, benötigen.

Sollten die Flugzeuge nur die neuen Destinationen anfliegen (unwahrscheinlich, eher werden die in den bestehenden Flugplan integriert), würden Samstags zeitlich passen: FRA-VAR-FRA-HRG-FRA; FRA-DJE-FRA-KVA-FRA; FRA-SUF-FRA-RJK-FRA; FRA-TFS-FRA. Dann würde man 4 Flugzeuge brauchen.

Auch Abflug am frühen Morgen und Rückkehr am Abend ist eher ungenau. z.B. gehts nach VAR zwar am frühen Morgen los, der Flug ist aber bereits um 10:50 in Frankfurt zurück. Nach RJK gehts erst um 17:35 los, was definitiv nicht mehr früher Morgen ist.

Viele der neuen Ziele übernimmt doch in München gerade Eurowings mit tlw. bis zu 5/7 an Frequenzen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb Haschemann:

vor der Krise

Genau, und jetzt ist alles anders. Wenn man bspw. 100 Routen profitabel fliegen kann und die o.g. Strecken an Nr 101, 102 usw gelegen haben hat man sie nicht bedient. Jetzt sind aber auf den Top 100 einige weggefallen, also "rutschen" die nach.

vor 1 Stunde schrieb Mahag:

Es handelt sich um Kredite und nicht um Geschenke. Die Zinsen sind teils so hoch das der Steuerzahler nur eins kann: Gewinnen.

Exakt. Und der Zinsaufwand dabei ist später in Summe höher als andere in guten Jahren an Gewinn gemacht haben. Die LH bekommt nämlich nicht den 2(?) % Kredit wie andere Airlines (denen es schon vorher schlecht ging).

vor 1 Stunde schrieb Haschemann:

Das einzige was man hier will ist Condor schaden und sonst nix! (Selbst Cockpit geht von jahrelangen Anlaufverlusten aus!)

Nein, man will selbst Geld verdienen. Verluste zu fliegen nur um anderen zu schaden ist nicht (mehr) drin. Dafür ist die Lage viel zu ernst.

Und natürlich ist Cockpit dieser Meinung, für die macht das Management doch eh alles falsch und natürlich wollen die ihre Mitglieder bei DE und X3 schützen. Für die wäre es ideal, wenn alle sich ergänzen und niemand auf den Strecken der anderen "wildert" - man vergisst dabei jedoch, dass es mehr Player als LH, DE und X3 im Markt gibt. Ist in bspw. FRA die Nachfrage für DE+X3 zu groß macht es entweder LH oder es kommen halt FR, W6 und co. Dann hat niemand aus dem "VC-Reich" etwas davon.

 

Ich hab es nicht im Detail angeguckt welche Strecken geflogen werden, aber das war überwiegend 2/7 oder 3/7.  Wenn das DE kaputt macht und die auf den anderen 4-5 Tagen die Woche die Flieger nicht voll bekommen, dann ist das bestimmt nicht die Schuld der LH /EW.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor 48 Minuten schrieb d@ni!3l:

Wenn das DE kaputt macht und die auf den anderen 4-5 Tagen die Woche die Flieger nicht voll bekommen

 

Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst. Es gibt halt nun mal nur eine begrenzte Menge an Leuten, die an eine Destination wollen. Du klingst hier so, als ob man einfach ausreichend weitere Kunden dazu gewinnen kann, indem man nur ein genügend hochwertiges und gleichzeitig billiges Produkt anbietet.


Was die Angst vor Ryanair/Wizz angeht: Das halte ich für eine argumentative Nebelkerze. Ryanair hat seit Jahren eine Base in FRA, Wizzair wildert auch zunehmend in Westeuropa. Trotzdem bucht komischerweise kaum ein Veranstalter seine Kunden auf deren Flüge. Was z.Bsp. daran liegen könnte, dass es als Veranstalter ein absoluter Krampf ist, mit solchen Gesellschaften zusammenzuarbeiten.

 

 

vor 48 Minuten schrieb d@ni!3l:

Nein, man will selbst Geld verdienen.

 

Ich bin immer noch skeptisch, dass Lufthansa auf den Flügen auch nur einen müden Cent "verdient". Aber wir könnten uns einigen, dass es hier um Verlustminimierung geht. Wenn ich Flieger und Crew eh schon habe, ist es natürlich besser, die einzusetzen, als ganz stehen zu lassen. Nur leider hat Lufthansa überhaupt nicht die Kostenstruktur, um langfristig auch nur einen Funken Erfolgschance in diesem Markt zu haben. Und wieso das Banane ist - siehe mein oben dargelegtes Szenario.

Mei, wenn der Staat nicht schon Millionen Euro in Condor gebrettert hätte, wärs mir eigentlich ziemlich wurscht, meine emotionale Beteiligung an der Airline ist zwar da, hält sich aber in Grenzen. Dass ich hier selber der "sunken cost fallacy" aufsitze, weiß ich auch. Aber um wie das Milchmädchen zu rechnen: Es ist definitiv am Ende des Tages billiger, der Staat würde LH den Ausfall durch Nichtbedienung dieser Routen direkt kompensieren, anstatt dass er es indirekt über eine Insolvenz von Condor macht. Dass das natürlich wirtschaftspolitische Eingriffe wären, bei denen Honecker das Wasser im Mund zusammenlaufen würde, ist mir auch bewusst.

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben (bearbeitet)
vor 34 Minuten schrieb Lucky Luke:

Es ist definitiv am Ende des Tages billiger, der Staat würde LH den Ausfall durch Nichtbedienung dieser Routen direkt kompensieren

Das ist ja wirtschaftspolitischer Wahnsinn. Wenn sowas käme, dass eine staatlich gestützte Airline auch noch so vor Konkurrenz geschützt wird, dann ist diese ja quasi verstaatlicht und unkaputtbar. Das lässt die EU niemals zu. Nein, ich würde mir den Kredit einfach mal wegdenken (fast jeder in Europa hat einen bekommen) und die Airlines konkurrieren lassen als gäbe es diesen nicht. Ich sag mal deren "freie Hand" sorgt eher dafür, dass die LH und DE die Kredite zurückzahlen als Eingriffe. Es wäre übrigens für den Staat noch viel teurer die DE zu schützen und damit den LH Kredit zu verlieren als andersrum - der ist nämlich höher. Und wie so häufig: Beide haben einen Kredit bekommen. Gleiche Bedingungen, klarer Wettbewerb möglich. 

Also tut mir leid, auch wenn ich da eigentlich neutral sein möchte, aber dieses " wir schützen uns alle gegenseitig in der absolut heilen Welt ohne andere Player und haben uns alle lieb" klappt in einer Marktwirtschaft nicht. Jeder macht das was er für richtig hält und trägt die Konsequenzen. Das was hier gemalt wird ist ja sowas wie die staatliche Deutsche Bahn mit den Regionalgesellschaften. VRR kümmert sich um Rhein-Ruhr, VRS um Rhein-Sieg. Bzw. Condor ums Mittelmeer, LH um den Rest. Wenn beide mit beidem nicht leben können egal, die können ja nicht Pleite gehen. Aber doch, können sie. 

Und ich verstehe weiterhin nicht, wie es immer heißt die LH ist zu teuer für die Strecke und schadet der DE. Entweder ist man zu teuer, dann bekommt man keine Kunden und DE hat überhaupt kein Problem damit, oder man ist es halt nicht. Man eröffnet bestimmt keine Strecken um Verluste zu erwirtschaften. Das ist - ich wiederhole mich - einfach nicht möglich zZt. Dafür hat die LH das Geld nicht. Wir sind nicht mehr 2018 vor Corona, das müsste langsam mal ankommen. Die LH brauchte die 9 Mrd. auch nicht  zum spielen, sondern zum Überleben. Da ist kein Geld zum Konkurrenz pleite fliegen da. 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb d@ni!3l:

 

Nein, man will selbst Geld verdienen. Verluste zu fliegen nur um anderen zu schaden ist nicht (mehr) drin. Dafür ist die Lage viel zu ernst.

 

 

Wie viel verdient denn Condor auf den Routen? 57 MIO im Jahr 2019 gesamt inkl. Langstrecke. Und das mit Feeder von Lufthansa. Und Lufthansa soll in Konkurrenz jetzt hier Gewinne einfahren? Sorry, für so naiv halte ich dich jetzt nicht! 

Geschrieben (bearbeitet)

Und Condor verdient das ganze Geld nur auf diesen sieben, acht Routen? Angenommen Condor kann 100.000 Pax transportieren (einfach eine Zahl als Bsp.). Es wollen aber 200.000 fliegen. Wo genau hat da die DE Verlust gemacht? Da springt eher die LH ein bevor es bspw. FR tut. Wir reden nur für den Fall, dass die Nachfrage schon für einen Carrier soeben reicht (dann verdient man auch nicht viel). Kommt nun ein zweiter dazu nennt man das Wettbewerb. Das klingt zwar hart für die Mitarbeiter und ist nicht böse gemeint - aber eine Airline, die durch "plötzliche Konkurrenz" auf ein paar Strecken Pleite zu drohen geht hat auch mMn keine Daseinsberechtigung. Man kann doch nicht ernsthaft sagen "weil ich die DE so nett finde, bitte lasst denen das Monopol dort, bitte bitte kein Wettbewerb, da halten wir nicht aus" ist marktkonform!? Früher oder später nutzt diese Chance nämlich ein anderer. Ist es nicht die LH ist es FR oder W6. Letztgenannte machen es ja nicht wegen des Namens, sondern weil denen die Slots noch nicht für all diese Strecken reichen.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Haschemann:

 

Wie viel verdient denn Condor auf den Routen? 57 MIO im Jahr 2019 gesamt inkl. Langstrecke. Und das mit Feeder von Lufthansa. Und Lufthansa soll in Konkurrenz jetzt hier Gewinne einfahren? Sorry, für so naiv halte ich dich jetzt nicht! 

LH hat 2019 rund 16 MRD € Umsatz generiert und einen Gewinn von rund 1,1 MRD € erwirtschaftet.

Und jetzt ?

 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb d@ni!3l:

Und Condor verdient das ganze Geld nur auf diesen sieben, acht Routen? Angenommen Condor kann 100.000 Pax transportieren (einfach eine Zahl als Bsp.). Es wollen aber 200.000 fliegen. Wo genau hat da die DE Verlust gemacht? Da springt eher die LH ein bevor es bspw. FR tut. Wir reden nur für den Fall, dass die Nachfrage schon für einen Carrier soeben reicht (dann verdient man auch nicht viel). Kommt nun ein zweiter dazu nennt man das Wettbewerb. Das klingt zwar hart für die Mitarbeiter und ist nicht böse gemeint - aber eine Airline, die durch "plötzliche Konkurrenz" auf ein paar Strecken Pleite zu drohen geht hat auch mMn keine Daseinsberechtigung. Man kann doch nicht ernsthaft sagen "weil ich die DE so nett finde, bitte lasst denen das Monopol dort, bitte bitte kein Wettbewerb, da halten wir nicht aus" ist marktkonform!?

Vor allen Dingen  (wenn man so denkt):

wer schützt denn LH vor den Sozialverbrechern Ryanair?

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb d@ni!3l:

Und Condor verdient das ganze Geld nur auf diesen sieben, acht Routen? Angenommen Condor kann 100.000 Pax transportieren (einfach eine Zahl als Bsp.). Es wollen aber 200.000 fliegen. Wo genau hat da die DE Verlust gemacht? Da springt eher die LH ein bevor es bspw. FR tut. Wir reden nur für den Fall, dass die Nachfrage schon für einen Carrier soeben reicht (dann verdient man auch nicht viel). Kommt nun ein zweiter dazu nennt man das Wettbewerb. Das klingt zwar hart für die Mitarbeiter und ist nicht böse gemeint - aber eine Airline, die durch "plötzliche Konkurrenz" auf ein paar Strecken Pleite zu drohen geht hat auch mMn keine Daseinsberechtigung. Man kann doch nicht ernsthaft sagen "weil ich die DE so nett finde, bitte lasst denen das Monopol dort, bitte bitte kein Wettbewerb, da halten wir nicht aus" ist marktkonform!?

 

Und das Fernhalten von Mitbewerbern am DUS z.B. oder das Blockieren von Slots ist dann marktkonform und richtig? Und wenn man da so viel Gewinn macht, wieso hat FR nicht schon längst die Routen mit FRA/MUC verbunden? Und wenn 200.000 fliegen wollen, wieso hat Condor dann nicht eine weitere Maschine dort?

 

vor 9 Minuten schrieb chris_flyer:

LH hat 2019 rund 16 MRD € Umsatz generiert und einen Gewinn von rund 1,1 MRD € erwirtschaftet.

Und jetzt ?

 

 

Dein Vergleich hinkt. Mich interessiert der Gewinn von LH hierbei nicht. Ziehen wir die Langstrecken und die Feeder von LH ab, wieviel bleibt dann noch für Condor auf diesen Strecken? Vielleicht 5 MIO. Teilt man dann mit LH, was will LH mit 2-3 MIO zusätzlich? Zinsen abbezahlen? Neue Strukturen schaffen kostet ja auch nix....

Bearbeitet von Haschemann
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Mahag:

wer schützt denn LH vor den Sozialverbrechern Ryanair?

Und vor dem Golf, China und Co. Und wer legt fest wer wem wo Konkurrenz machen darf und wer wem wo nicht? Da dies zu viel Subjektivität ermöglicht sollte einfach jeder fliegen wo er darf (also im Sinne von x-Freedom Rechten) und möge der Bessere gewinnen. Alles andere ist Planwirtschaft und die funktioniert - bekanntermaßen - nicht. 

vor 2 Minuten schrieb Haschemann:

Und das Fernhalten von Mitbewerbern am DUS z.B. oder das Blockieren von Slots ist dann marktkonform und richtig?

Die Slot-Regeln sind eben wie sie sind.

vor 2 Minuten schrieb Haschemann:

wieso hat FR nicht schon längst die Routen mit FRA/MUC verbunden?

Slot-Mangel.

vor 2 Minuten schrieb Haschemann:

Und wenn 200.000 fliegen wollen, wieso hat Condor dann nicht eine weitere Maschine dort?

Ebenfalls Slot-Mangel. Wenn Condor mit den Slots die sie in FRA haben nur eben bspw. die 100.000 fliegen kann, dann geht nicht mehr. Außer man nutzt größere Maschinen. 

vor 3 Minuten schrieb Haschemann:

wieviel bleibt dann noch für Condor auf diesen Strecken?

Wie viel soll den bleiben? Soll jetzt ein Minister festlegen wie viel einzelnen Airline auf Strecke A nach B bleiben soll bevor Konkurrenz auftauchen soll oder wie stellst du dir das vor? 

Geschrieben (bearbeitet)

Ja wir können doch nicht Gesetze, die so sind wie sie sind und ggf. dem einen oder anderen an Stelle A helfen, mit einer Traum/Wunsch/Kitsch-Idee der Wettbewerbsaushebelung an Stelle B gleichzeiten. Also nur weil ggf. eine Slot-Thematik der LH bzw. EW in DUS hilft, darf sie in FRA nicht gegen DE konkurrieren?! Was ist das denn für ein - Verzeihung- quatsch?!

 

Was wird hier erwartet - dass das Verkehrministerium eine Rechnung aufmacht:
 

Die LH hat Slots in DUS, das Gewichten wir mit a, dazu hat sie Kredithöhe x bekommen, das Gewichten wir mit b, dann ziehen wir noch den aktuellen Malus der Langstrecke mit ein, berechnen den Beliebtheitskoeffizieten auf Airliners.de, teilen durch Pi und am Ende darf die LH nur noch zu 0,23844% der Condor-Kapazität ans Mittelmeer fliegen oder was soll hier passieren!?

 

PS: Ohne die Slot Regelung (wie will man eigentlich sonst ein knappes Gut verteilen?) gäbe es übrigens wsl. weder DE noch die LH noch. 

Bearbeitet von d@ni!3l

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